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DK Erhaltung 6er öffentlichen Kuh-und Unwenbung alles desjenigen, was irgend eine Stöhrung derselben verursachen möge, war immer ein vorzüglicher Gegenstand der unermüdeten Wachsamkeit Eines Hoch-Edlen Raths, um so mehr muß sie sich m Augen­blicken âuffern , in welchen, bey der ohnehin zunehmenden Vermehrung verschiedener, ohne gewisse Bestimmung und Beschäftigung herumzirhrnder Freden, brnr-mgen unter ihnen welche übel gesinnt genug seyn mögen, leicht einfallen konnte, die anhebende Messe ru benuken, um die Ruhe und den friedlichen Wohlstand der hiesigen Jnnwohner durch die Ausbrüche ihres auf verschiedenen Wegen fortschreitenden Parlheigerstes zu untergra­ben. Wenn zwar dieses nur Vermuthungen sind, welchen dermalen noch zuverlasige Wirk­lichkeit abgeht, so müssen sie doch von einer wachsamen Obrigkeit als hinlänglich angese« hen werden, um ihre Aufmerksamkeit auf die Mittel zu lenken, wie dergleichen Personen, wann sich deren einschlcichcn sollten, ungesäumt entdeckt werden könnten; Es sieht sich da­her Ein Hoch-Edler Rath bewogen, nicht nur diejenige Verordnung den hiesigen Gastge­bern und Wirthen nach drück sch einzuschärfen, Kraft welcher sie unter schwerer Ahndung gefrästen sind, alle und jede Personen, welche bei ihnen einkehren, logiren und sich aufhasi ten in ihren täglich auf die Hauptwache einzuliesernöen Zeduln sorgfältig anzumerkcri, und deren keine auszulassen, sondern auch von sämtlichen Bürgern und Einwohnern zu verlan­gen, daß jeder in die Audienz, des jüngern Herrn Bürgermeisters die schriftliche Anzeige derjenigen Personen zu thun nicht ermanglen möge, welche bey ihnen während der Messe sich einlogircn und miethen. Jedem, dem es daran gelegen ist seines Bürgerlichen Wohl­stands in Ruhe zu genießen, wird hoffentlich, die Nützlichkeit dieser ihm zur Pflicht ge­machten Maasregul nicht mietenden , und seiner Seitö alles zu dem besten Erfolg der wohlgemeintes Absichten Eines Hoch-Edlen Raths bcytragen.

Signatum Frankfurt am Mayn den 29ten Merz 1792.

_______________________________________________Gcadc - (tänzle^

Demnach der hiesige Dnrger und Handelsmann Ludwig Michael Mice wegen höchst­verdächtigem Betrieb der Gräflich Etollbergischen Lotterien zu Ortenberg am 29. vorigen Monats allhier gefänglich eingezogen worden, und deswegen die von demselben bisher nnmer^erbrochene Briefe , welche an die General -Direktion ersagter Lotterien oder an A. Fromm oder Schluckerbier gerichtet gewesen, nunmchro von dem hierzu Obrigkeit­lich bestellten Euratoridus angenommen und eröfnet werden im Fall aber keine besonn Dere Ursache obwaltet, von diesen unbeantwortet bleiben; Als hat man ein solches hiermit öffentlich bekannt machen wollen. Frankfurdam Main den 30. Merz 1792.

________________________________peinliches Verhör - Amr.

Poirot aus Lion, fadririrct und verkauffet gestreifte, glatte, geblümte sildcne Stof­fe, Pekin und Pekiny, Tafte in 7/12und 5/8, Sammete für Kleider, schwarze und andere für Frühlingskleiber, schwarze glänzende Tafte, mit Gold und Silber gestickte Westen, ganz und halb seidene Westen, schwarze, weise und gestreifte seidene Strümpfe, glatte und streifige, seidene Doppeltstoffe, und andere Artickel um den billigsten Preiß. Er hat sinn Gewölb bey Herrn J. F.Sarastn, auf dem Römerberg neben der Schwan Apotheck.

Zur Z7ten Hessen Kassrlschen garantirten Klassen- Lotterie (wovon ich die Haupt-Erl« Rete führe) sind ganze Loose a 56 fr. halbe a 28 fr. und quert a 14fr. zur iten Klasse zu haben /. Plans gratis.

...... I« Valentin, im Hainerhof Lit. L. Ro. igo.

Nächsten Montag den 2. April Vormittags'n Uhr, soll in der Feyhischen Behausung eiht goldene Sabattier i goldene Repetir Uhr und i grosrr Rosetten Ring , öffentlich a» An-Wistbittenhen â«M baarr Bezahlung vetkauft werden^