Ntt das rarste Iaht-
Ü.0 bist du denn zu Freud und Leid Ins Daseyn ausgenommen! —
Sey mir, du lieber Sohn der Zeit!- Herzinniglich willkommen •
Du schwebst so liebevoll daher!
Mit friedlichem Verlangen, Die Herrschaft über Land und Meer,/ hienieden anzufangen. —
Dein neugebohrner Genius
Blikt lachlend auf die Erde:-'
Dumit sein erster LageSgruö Ein Freudenhymnus werde. —
Geh hin, in deiner Herrlichkeit!'
GOtt scegne deine Schritte. Streu auf die Thronen Menschlichkeit;'- Und Freud' in jede- Hütte.
Erhalt uns unsern Lespolv, Und unsre brave Fürsten,. Die nicht nach ihrer Bürger Gold, Und nicht nach Blutè'vm stell.
Und unserm weisen Magistrats
Auf allen seinen Wegen, Gib jedem Wort, gib jeder That, Den folgenreichsten Seegen.
Eröfne deine milde Hand, , Für meine deutschen Brüder;
Und bringe meinem Vaterland Die allen Zeiten wieder. —
Die Zeit, wo BrNdertreu die Bahn,.-
Des Lebens uns erhellte; Wo' Menschenglük am eitlen Wahn Der Mir^it nicht zerschellte,.
Wo nie getauscht durch Trug und ^yotk',--
Der Mensch den Menschen liebte;- Zufrieden mit der Welt, mit GOtt, Man Guts empfand und übte.
Wo man kein Wörtchen von Kultur?
Und feinen Sitten hörte;
Und wo den Zögling der Natur Nicht Künsteley zerstörte. —
Doch ach! dein Kindesalter, Wels!
Ist lang ins Grab gegangen.
Und unsre schönsten Freuden Halt Nun die Vernunft gefangen. •—
D! Du, der Täuschung schönes Land!
Nie wirst du mehr erscheinest! — Wo sonst die Menschheit still empfand, Da grüblen wir und — weinen.
Wir wällen hin, wir wallest her,
In hoher Geistes Klarheit,
Und fragen uns — an Freuden leer — „Wo ist wohl Ruh? wo Wahrheit ? —
Und weil denn die Zufriedenheit
Für unsern Geist verschwunden:. So web', o! Genius der Zeit, Nur Lieb' in deine Stundest.
kaß alle Mmfchèn brüderlich,
Den Weg des Lebens wandelst;^ Und aller Sinn vereine sich
Um gut und wahr zu handelni-
Und senke Tröstung, senke Ruh, Ins wunde Herz des Armen;
Und führ ihm Menschenfreunde zu, Die feiner sich erbarmen»'