Samstag fen 30. April 179T. Nachmittags um 2. Uhr, werden in Franckfurt auf der kleinen Eschenheimergasse im Keller des Hauses Lit. D No. 74. 16, Stück Rüdesheimer und Niersteiner Weine von den Jahren 1781. und 1783. öffentlich durch die geschwor- ne Ausrufer gegen baare Bezahlung verkauft. Die Proben können nehmlichen Tags von i. bis 2. Uhr am Faß-genommen werden.
Samstag den 7ten May Nachmittag um 2. Uhr, wird hinter dem Römer gegen dem Platzischen Haue" über — in den, Keller unter dem Hauß Limburg eine ansehnliche Parthie acht - und gut gehaltener - kürzlich abgestochener Weine von den Jahren 1766. 75. 79. 81. 83. 84. 87. 88. und 90. gegen baare Bezahlung in grosen Geldsorten an den Meistbietenden verkauft. Der Eingang in diesenKeller ist unter dem Thorbogen, rechter Hand- und die Proben sind eine Stunde vorher am Faß zu nehmen. Franckfurt am Mayn den LZ. April 1791.
z Zum heil. Geist- Hospital, verordnetes pflegamc dahier.
Heutigen Dienstag den 26. April in der ersten Meßwoche, wird mit Hochobrigkeitli- cher Erlaubniß ein großes Lustfeucrwerck mit verschiedenen Veränderungen abgebrannt werden. Man schmeichelt sich durch gute Arbeit und Fleiß den Beyfall eines geehrten Pu- blicume zu erhalten. Der Schauplatz ist im Hachischen Garten hinter der Rose auf der Zeil, Billets sind auf der kleinen Gallengasse in der Behaussung des Tapezierers Rumpf, im Hachischen Garten und am Eingang zu haben.
Mit gnädigster Erlaubniß.
Die Bildhauer Salleneuve und Dadonany aus Paris, die vor sieben Jahren die Ehre gehabt haben, in hiesiger Stadt ihre Wachsfiguren aufzustellen, durch den Beyfall aufgè- muntert womit das verehrungswürdige Publikum damal ihre Arbeiten beehrte, sind mit einer Sammlung neuer sehr interessanter Figuren hier angekommen. Nicht nur haben sie auf ihren Reisen die schönsten Gelegenheiten gehabt, die merckwürdjgstcn itzt lebenden Perforin theils nach der Natur, theils nach den besten Originalen mit der höchsten Aehnlich- keir in Wachs abzudildcn , sondern sie dürfen auch mit Zuversicht sagen, daß sie in ihrer Kunst indessen um einige Stuffen der Vollkommenheit näher gekommen sind, und baß sie alle Sorgfallt und unermüdeten Fleiß darauf verwendet haben. Sie schmeichle» sich daher, das hiesige verchrunrswürdigc Publikum werde ihnen mit desto zahlreichern Besuchen beehren, als sie sich derselben Wert würdiger fühlen, als bey ihrem vorigen Auffenthalt in dieser Stadt. Der Schauplatz ist in der neuerbauten Hütte an der Hauptwache von Morgens 9 Uhr bis Abends 10, Uhr. Standes Personen zahlen nach Belieben. Andere i2 kr. und 6 kr. Kinder aber nur z kr.