No. 8o. Dienstag, den 21. Sept. »790.
A V E R T 1 S S E M E N T S.
So häufig die Menschen durch Bruchschaden leiden: so gewiß ist es, daß geqèn >ne^«. den Hülfe, und in ausserordentlichen Fallen wenigstens Linderung verschafft und großcrlldlckëla vorgebeugt werden kann, wenn nur zeitig genug zweckmastge Mittel gebraucht, besondes-sâ Bruchbänder angelegt werden, die dem körperlichen Schaden und-Austritt völlig angemessmsiM Unwissenheit, unzeitige Schamhaftigkeit und Sorglosigkeit halten viele zurück, sich zcjtig genug einem Arzte zu entdecken und Hülfe zu suchen; gcmeiüiglich dann, wenn schon alle Hoffnurg und jedes Mittel zur Rettung verschwunden, die Gefahr unabhelflich, und der Austritt wstark und verhärtet geworden ist, daß keine Zurückbringung mehr möglich, sondern-allenfalls nur noch mittelst eines Tragebeutelü Evlejchlerung verschafft werden kann, entdecken .und Ä -sich M unglückliche Leidende, oder aber sie vernachläßrgen auch alle Hülfe gänzlich, und unterliegen st ihrem schmerzhaften Schicksale. Eben dies gilt von denen, welche mit Mutterplagen, Vorfall der Mutter, unwillkührlichen Abgang des Urins und andern dergl. körperlichen Gebrechen beschwert sind. Auch hier wird das prindpüs obsta: iero medicina parâuir, gemeiniglich verabsäumt. EndeSgesetzter hat gegen alle dergleichen Arten von Brüchen und körperlichen MreM neu erfundene, von üerfa>iebenep:C(^^ den .geschicktesten Aerzten als Vst zweck
mäßigsten erprobte, Bruchbänder , Pessana, Urinals, Tragbeutel für Fontenelle und ar-dar Hülfsmaschinen. Diese sind bey ihm^u sehr billigen, selbst dem Stande und Vermögen der te denden in ihren verschiedenen Arten angemessenen Preisen z'ü haben, damit auch der Aermere, so wie der Reichere sich seiner Hülfe mit Nutzen bedienen kann. Die vorzulegende Zeugnisse des A nigl. Preuß. Dber-Collegii Medici zu Berlin, des Magdeburgischen Provinzial - c .ollégjfMe- dici, mehrerer Facultäten und verschiedener Aerzte bürgen übrigens für die Gute, Zweckmäßigkeit und für die Vorzüge dieser Bruchbänder, Bandagen und übrigen Hülfsmaschinen , in Berglei- chung gegen die LiSbero üblichxn. Auswärtige belieben sich unter nachstehender Addresse M ih» zu wenden; Unvermögende aber dürfen nur ihre Umstande durch ihren Arzt oder Seelsorger an ihn gelangen lassen, da er ihnen sodann auf Sie billigmäßigste Weist Hülfe zu schaffen bemühet seyn wird.
Johann Christian Schropp, approbirter Bandagist'/auS Magdeburg, logiret hier in Frankfurt amMayn bey Herrn Müller, gegen dem Elephanten über.
Bis den 2ten Nov. laufenden Jahrs wird in Regensburg eine beträchtliche Sammlung alter und neuer Kupferstiche versteigert, wovon bey hiesig löblicher ZeitungS-Expedition §â° loge unentgeldlich zu haben sind. Gedachte Expedition erbietet sich auch deßfallsige UlfttW besorgen.