No. 96. Freytag, den 14 November 1788.
AVERTISSEMENTS.
Auf Verordnung des wohlregierenden ältern Herrn Bürgermeisters Hochwohlgeb. Mn in der Fayhischen Behausung Dienstag Vormittags n Uhr den i8tcn November folgende Effekten, als i gross eiserne Kiste, I gut weis tuchener Mannsrock nebst Weste mit seidenem Futter, i schwarzer dito mit Weste, 4 weis gestrpte Westen, 2 gestrickte fd» tsn« Cito, 8 Manichett.nhrmder, i grüner wollener Winter «Rock mit goldenen Bördgen, sodann i nußdaumtnes Schreib-Cabinet mit dito Aufsatz, i Unterbett, 2 Kissen, 2 Pülf«, i Leintuch, i cottonene Matraze, i grün angestrichene Bettlad«, i tannener Schreib» schranck mit Schubladen, und 4 bezogene Lehnsessel an den Meistbietenden öffentlich ver» raufet werden. Franckfurt den loten November 1788.
Nachdem« bis Seibenfabricants Georg Wilhelm Pfalzen Wittib dahier, um Gestattung des beneficii Ceffioni» bonorum gejiemtnd nachg«such«t, und man hirrauf ihre Vermö» ginschafft in gerichtlichen Beschlag genommen fort terminum zur Liquidation auf Montag ”n 8ten December nächsthin anberaumet hat; Als werden alle biqsnigcn, welche Aasprü» SJ u”b Wirrungen an fit haben, dergestalten hiermit vorgeladen , daß sie in gesetztem vermin Morgens um 9. Uhr , entweder ftlbst ober durch g«nugsam instruirte Gevoll» auf hiestger Amlstub« erscheinen und liquidiren, in dessen Entstehung aber ^ prâclubirt seyn sollen. Zugleich wird d«nj«nigen , welche an gedachte noch schuldig find oder Zahlungen zu machen haben angefüget, daß sie b«y Der» chttvung des Ersatzes ihre Schuldigkeiten und Zahlunqen an nirmand anders als den ex omcio bestellt!» Curatorem Mass« Herrn Oberamts Assessor Kopp dahier leisten sollen.
Dffenbach den 7ten November 1788.
Fürstl. Mnburgisches Ober-Amt allda.
Nn«^ hat die betrübte Erfahrung, liyb«r! nur allzuviel gtjeiget, daß unschulbig« Kinder- ungesund«, und mit ansteckenden, hauptsächlich aber venerischen Kranckhritea behafftet« Ha"»«i öfters um ihre Gesundheit und nicht selten um ihr Leben s«lbst«n gekommrn find. M diesem dahero entstehenden grossen Unglück inSkünftig« möglichst vorzubeugen, ergehet von