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stand vorstellet. Dasselbe ist ebenfalls mit einer Urne gezieret wie die andern / an welchen Las Bildniß en Provil angebracht stehet.

Bey diesem Monument geiget sich das Chor der Gotter und Musen, welches sich hier versammlet, dessen Tod zu beklagen hierdurch der Welt an Tag zu legen, wie dessen rühm- liche Thaten , von dem ganzen Olymp geschâtzet werden.

Mars, sizt an der linden Seite des Grabmals in melancholischer Stille, über den Ver­lust seines siarcken Kriegers. Minerva, siebet neben ihm und zeiget ihm den zu Grabe fom* wenden neuen Helden Friedrich Wilhelm II. an welchem er einen neuen Krieges Sohn erhalten würde. Die Gerechtigkeit stchet hinter diesen, hält ihr Schwerd unterwärts in tiefen Kummer. Janus, der durch Weisheit und Erkâuntniß des Zukünftigen, die weißest Monarchen und Fürsten zu Götter der Erden m-cht trauret nicht minder. Mercur, er­blicket in dem er traurig dasichet, den zum Grabe kommenden Regenten , schwingt seinen Heroldsstab mit neuer Hofnung belebt, daß durch diesen das Commerz einen glücklichen Fortgang erhalten werde-

Auf der rechten Seite des Grabmals sizt Apol als Vorsteher der Musen in tiefer Trauer' und senckenten Hauptes, hinter ihm beschäftigen sich die Neun Musen, das Bildniß zu krö­nen und mit Blumen zu begrânzen. Vier derselben zeichnen sich besonders aus. i) Clio sucht durch die Geschichte das Leben dieses Monarchen unvergeßlich zu machen , und halt ein Buch in den Händen, in welchem die Thaten eingeprâget sind. 2) Kalliope besingt die großen Thaten , in erhabnen Himnen 3) Meipomene beflogt den großen Verlust der Preußen und Deutschen. 4) Euterpe bekränzet das Bildniß des Königs und hält ist der Hand eine Flöte, die sein Lieblings - Instrument war.

Zwischen diesem Chor, stehet das Grabmal, an welchem eingegraben. Hier liegt die Asche; der Name ist überall. Ober diesen stehetFriedrich II. auf diesem Monument siedet die Urne, an welcher das wahre Bildniß historifth angebracht ist.

Zweyter Gegenstand. Bey dem Hauptgange prefentiret sich der nette König Friedrich Wilhelm II. nebst seinem Cron-Prinzen, der sich dem Grabmal seines Hochseel. Onkels nähert. Ihm noch eine Thräne zu weihen, begeistert, über den Anblick der versammelten Götter still stehet, und dieselben staunend an siehet. Cibele die Mutter der Erden, welche «in Genius bekleidet, der Cron, Zepter und Schwerd träget , gehet auf den neuen König zu, überreicht ihm durch diese Kleinnodien Macht und Königreich, und führet ihn zu dem Chor der versammelten Götter, das sich freuet, in diesem ihres Verlust erseht zu sehen.

Diogenes kommt mit einer brennenden Laterne aus den Gräbern herüber , um die verlohrne W.ißhcit, welche so lange ihren Hauptsitz in dem verstorbenen König gehabt hatte, wieder zu suchen, so bald dieser, den neuen König erblickt, und die verlohrne Weis­heit aus dessen erhabnen Gcsichtszü.wn hervorstrahlen siehet, das brennende Licht ergreift, und wiederum auslöscht, uad ins Rich der Todten zurück kehrt.

Saturn ruhet unter dem Scharten eines alten Eichbaums im Vortergrund, dieser zeigt der Nachwelt auf einem Plan die großen Thaten und den Antritt seiner weisen Regie­rung, bis an dessen ruhmvoll.s Ende.

Dieses Stück bestehet aus 23. Figuren und ist vor i fl. nebst weitlâuftiger Erklärung zu haben, zu Frauckfurt am Mayn bey I. F. Beer, Kunst-und Miniatur-$a&kr/ wohn­haft in der Maynzergassen Lit. I. No. 3.