Samstag, den 31. Dezember 1932.
„Eichener Zeitung"
Nr. 52.
1932/1933 die zahlreichen und vielfältigen Kräfte,-die sich bisher im Sinne einer gedeihlichen Entwicklung des Verkehrs zu tatkräftiger Arbeit zusammengefunden haben, besonders in der jetzigen schwierigen Zeit ihr Ziel im Auge behalten, das dahin geht, in gemeinsamer Arbeit den volkswirtschaftlich so wichtigen Zweig des Fremdenverkehrs so sorgsam wie nur immer möglichst zu pflegen.
Hierzu gehört in erster Reihe, daß trotz aller notwendigen Sparsamkeit der öffentlichen Finanzgebarung das unbedingt erforderliche Mindestmah an Mitteln für die Werbung zur Verfügung gestellt wird.
Ohne Werbung kein Erfolg!
Dies gilt in gleicher Weise für den einzelnen Geschäftsmann wie für einen Fremdenverkehrsplatz oder eine verkehrlich zu fördernde Landschaft.
Von den Verkehrsverwaltungen darf erwartet werden, daß sie wie bisher alle Kräfte anspannen, um dem Verkehrsbedürfnis gerecht zu werden, nicht nur im Sinne einer Beibehaltung der bisherigen Einrichtungen, vielmehr in planmäßigem sorgsamem Ausbau der Verbindungen. In diesem Sinne bleibt von besonderer Bedeutung die Ausgestaltung des Fahrplans. Ein besonders vordringlicher Wunsch im Rhein- Main-Gebiet geht nach wie vor dahin, den Bezirks-Eil- verkehr noch stärker als bisher zu pflegen. Von großer Bedeutung in dieser Beziehung ist die Gestaltung der Perso- n e n t a r i f e. Die in dieser Richtung vorgetragenen Wünsche der Verkehrsinteressenten, die namentlich auf eine allgemeine Herabsetzung der überhöhten Einheitssätze abzielen, dürfen als bekannt vorausgesetzt werden.
Von einer besonders großen Bedeutung für die weitere Verkehrsentwicklung erscheint es schließlich, in welcher Weise den berechtigten
Forderungen des Kraftfahrzeugverkehrs
im neuen Zahr Rechnung getragen wird. Darüber, daß die Ge- samtbelastung des Kraftfahrzeugverkehrs, die namentlich durch Zölle, innere Abgaben, Spritbeimischungszwang und nicht zuletzt durch allzu starre Preisbindungen bedingt -ist, eine gedeihliche Entwicklung dieses gegenüber der Schiene jüngeren und in vielen Beziehungen leistungsfähigeren Verkehrsmittels der Kraftwagens stark abdroßeln mußte, kann kein Zweifel bestehen. Die gan,} ungewöhnlich hohe Zahl der
Abmeldungen von Hunderttausenden Kraftfahrzeugen in diesem Winter dürfte eine genügend klare Sprache sprechen. Zm Vergleich mit dem sich freier entfaltenden Kraftfahrzeug- verkehr des Auslandes muß sich ein solcher dem deutschen Kraft- sahrzeugoerkehr schwere Fesseln auferlegender Zustand äußerst nachteilig auswirken. Es ist aher dringend zu wünschen, daß den Anregungen der an einer Förderung des ^Verkehrs beteiligten Organisationen auf eine zeitgemäße Revision der steuerlichen und sonstigen betrieblichen Belastungen des Kraftverkehrs baldigst durchgreifend Rechnung getragen wird.
Ein Wunsch an alle Deutschen aber ergeht: Die reichen landschaftlichen Schönheiten und die hohen geschichtlichen und kulturellen Werte der deutschen Gaue, insbesondere auch des Hessenlandes, sind so zahlreich und bedeutsam, daß -der hierdurch wiederholte Ruf
„Reist in Deutschland!" im Jahre 1933 hoffentlich noch mehr als bisher Verständnis und Widerhall finden wird.
*
Kein Neujahrs-Feiertag in Rußland.
Moskau. Das Arbeitstommißariat und der Gewerkschaftsrat haben die an sie gerichteten Bitten, den 1. Januar anstatt des 30. Dezember als Arbeitsruhetag anzusetzen, abgelehnt, gerade der Neujahrstag müße zu Ehren der um den Fünfjahres- plan besonders verdienten Arbeiterstoßbrigade als Arbeitstag gefeiert werden.
Die Landsknechte
Sportroman von Emil Wöhner.
(Nachdruck verboten.)
34. Fortsetzung.
„Gewiß. Wir müssen allerdings in Betracht ziehen, daß ein Endscheidungskampf auf neutralem Platz nicht die gewohnte Zuschauerzahl anziehen wird. Aber das ist schließlich von untergeordneter Bedeutung."
Die Kapelle spielte den Marsch „Alte Kameraden". Der Vorsitzende sah gedankenvoll dem blauen Rauch seiner Zigarre nach.
„Ich habe Ihnen noch eine Mitteilung zu machen," begann er zögernd, „die Sie gewiß überraschen wird: Vringhoft will zum 1. Juli wieder nach England zurück."
Einen Augenblick herrschte unter den Fußballspielern bestürztes Schweigen. Adolf Müller, der eben noch übermütig zu der Malschmelodie die Worte: „Mein Mann, der fährt zur See" gesummt hatte, verstummte plötzlich.
Aber dann wurde Dr. Bargmann mit Fragen bestürmt: Bringhoff will uns verlassen!?Warum?Zst ihm jemand zu nahe getreten? Einer von unserer Mannschaft? Oder vom Vorstand? Sonnabend beim Training hat Bringhoff doch noch nichts davon gesagt!
„Unser Verein hat damit nichts zu tun," entgegnete der Vorsitzende. „Die Sache liegt so: Zu dem Spiel Vittoria g^gen Eintracht gestern vormittag mußten wir den Schiedsrichter stellen. Für den verhinderten Brecht ist dann Bringhoff eingesprungen. Za . . . und bei diesem Spiel muß irgend etwas pas'iert sein. Genaueres weiß ich auch nicht. Jedenfalls ist unserm Trainer eine schwere Kränkung widerfahren. Bringhoff war heute morgen bei mir und erklärte, daß er den Vertrag, der ja nuf beiderseitigen Wunsch damals nur für ein Jahr abgeschlossen worden ist und bis zum 1. Juli läuft, nicht wieder erneuern wolle. Ich war über diese Eröffnung natürlich ebenso überrascht wie Sie jetzt. Auf meine Fragen erklärte er, sein Entschluß, nach England zurückzukehren, hinge zum größten Teil mit dem gestrigen Spiele zusammen. Näheres weiß ich auch nicht, da unsere Unterhaltung durch einen Besucher vorzeitig beendet wurde."
Lokaltè.
Ium zabreswechsel!
Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt:
Ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts, wenn man's verflachte:
Ein Zahr war viel, wenn man's durchdachte.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchlebt,
Im eignen Sinn genossen und gestrebt;
Ein Zahr war nichts, wenn man sich selbst verlor,
Zn irrem Zug zu fremden Fahnen schwor.
Das Zahr war nichts, bei aller Freude tot,
Das uns im Innern nicht ein Neues bot:
Das Zahr war viel, in allem Leide reich,
Das uns getroffen mit des Geistes Streich!
Ein leeres Zahr war kurz, ein volles lang:
Nur nach dem vollen mißt des Lebens Gang.
Ein leeres Zahr ist Wahn, ein volles wahr:
Sei jedem voll, dies gute neue Zahr!
Hans von Gumppenberg.
Silvestergeüanken.
Zwölf dumpfe Schläge . Silvesternacht
Ein ernstes Lied haben die Glocken angestimmt Dem alten Jahr singen sie das Erablied und dem neuen den ersten Gruß und den Weihegesang. Schwer war die Last des alten Jahres. Drückende Sorgen schleppte wohl jeder mit, denn es war ein schweres in der schwarzen, langen Reihe seit bald 20 Jahren. Diel Kamps und wenig Friede, viel Haß und wenig Liebe, viel Rot und wenig Trost - - so können wir das alte Jahr zeichnen. Aber wir haben sie getragen, die schwere Last. Darum wollen wir auch dem Herrgott danken für die Kräfte die er uns hierfür gab. Wohl sind auch viele unter der Last erlegen und an irgend einer Kreuzweg-Station liegen geblieben. Sie war zu schwer.
Und jetzt stehen wir wieder an der Schwelle eines neuen Jahres, an einem Meilenstein des Weges, der durch dieses Leben führt Mach es auf das Tor, du Ewiger und führ' uns mit deinem Segen hinein in das neue Jahr, in das unbekannte Land unserer Hoffnung! Reich du uns, allgütiger Gott, die Hand und gib uns einen festen Wanderstab! Gib uns Hoffnung auf bessere Tage, gib uns den Glauben an uns selbst wieder und die Liebe, die ein so seltener East in Deutschland geworden ist. Gib uns Arbeit, damit wir alle wieder zum Hammer greifen können und zum Pflug und der Bergmann wieder hinabsteigen kann zu seinem Stollen.
Du Lenker aller Lenker, sprich über unser deutsches Vaterland jetzt in dieser Weihestunde ein neues Werde!
Der Sonntagsschreiber.
Bon der Universität. Zn der philosophischen Fakultät der Universität ist der Privatdozent für Musikwissenschaft und Leiter des musikwissenschaftlichen Seminars Dr. Rudolf Gerber zum außerplanmäßigen außerordentlichen Professor ernannt worden.
* Reichsfinanzoerwaltung. — Landesfinanzami Darmstadt. Regierungsasiessor Friedrich Claus; wurde zum Regierungsrat bei dem Finanzamt Friedberg (Hessen) ernannt.
* Liebesgaben für Verwandte und Freunde in Sowjetruh land. Aus zahlreichen Nachrichten, die täglich eintreffen, sehen wir, daß die Notlage unserer Brüder in der Sowjetunion sich von Tag zu Tag steigert. Groß ist die Not in Deutschland, in Europa und Amerika — vielmals größer ist sie im Osten. Auf Grund von Abmachungen mit den Sowjetbehörden bieten sich durch Vermittlung des Evangelischen Hilfsausschusses „Brüder in Not" sichere Wege, an Angehörige und Bekannte in der Sowjetunion Geld oder Waren zu senden. Jedes Scherflein ist will-
„Ich glaube noch nicht, daß Bringhoff uns so ohne weiteres verlassen wird," entgegnete Theo Hansen zuversichtlich. „Jeder andere, aber nicht Bringhoff . . . bestimmt nicht."
„Davon bin ich nicht so sehr überzeugt," entgegnete Dr. Bargmann. „Tatsache ist doch, daß Bringhoff in England sehr beliebt ist und einige Vereine sich immer noch bemühen, ihn als Trainer wieder nach dort zu engagieren. Außerdem ist Bringhoff auch nicht der Mann, der einen so schwerwiegenden Entschluß wie diesen faßt, um ihn gleich wieder umzustoßen, weil er gerne genötigt sein will."
„Sieh doch mal nach, Günter, was über das gestrige Spiel Viktoria gegen Eintracht in der Zeitung steht?" schlug Adolf Müller vor und leerte gedankenvoll sein Glas.
Der Torwart überflog den Bericht.
„Eintracht hat das Spiel 4:3 gewonnen . . . Am Schluß steht hier noch, daß es während des Spiels und auch nach Beendigung zu unliebsamen Ausschreitungen gekommen ist."
„Na, das mag eine schöne Holzerei gewesen fein," mutmaßte Ernst Gehle.
„Ich will heute abend zu Bringhoff gehen," meinte Theo Hansen aus seinen Gedanken heraus.
Seine vier Kameraden und auch Dr. Bargmann stimmten ihm zu.
Theo ließ seinen Plan, heute abend einen Brief an Marieliese zu schreiben, fallen. Dazu blieb ihm morgen noch Zeit geug. Die Hauptsache war, daß er die quälende Ungewißheit, die Dr. Bargmanns Mitteilung in ihm hervorgerusen hatte, los wurde und sich mit Bringhoff aussprechen konnte.
Gleich nach dem Abendbrot machte sich der Spielführer auf den Weg. Zuerst wollte er zu Fuß gehen, um seine Gedanken zu sammeln. Aber dann packte ihn die Ungeduld und er bestieg eine Elektrische.
Eine Viertelstunde später saß der Mittelstürmer seinem Trainer gegenüber.
„Das ist recht, Theo, daß du mich wieder einmal besuchst. Hast du schon zu Abend gegeßen? Sonst will ich . . ."
„Danke, ich komme gerade vom Esien."
Der Trainer musterte den jungen Fußballspieler mit einem besorgten Blick. Es schien ihm, als sähe er müde und angegriffen aus.
„Na, jetzt gibt es erst mal ein paar spielfreie Sonntage,
kommen und bringt Segen! Zahlungen werden erbeten auf das Postscheckkonto Frankfurt a. Main Nr. 69 208 .Hessischer Landes- oerein für Innere Mission, Darmstadt" mit dem Vermerk „Rußlandhilfe".
* Aus dem Stadttheater. Als Silvesteroorstellung wird heute Abend, 20,1J bis 22,30 Uhr, bei ermäßigten Preisen außer Abonnement zum erstenmal der Schwank „Stöpsel" von Franz Arnold und Ernst Bach gegeben.
* Länderfußballkampf Deutschland—Italien. Am morgigen Sonntag wird zum dritten Male der Länderkampf Deutschland gegen Italien im Fußball ausgespielt. Diesmal ist Italien, und zwar die Stadt Bologna der Schauplatz der Austragung. Dr. Paul Laven wird im Südwest funk über das ganze Spiel berichten, während die übrigen deutschen Sender die zweite Halbzeit des Spieles übernehmen. Die Uebertragung beginnt um 14.30 Uhr.
* 1933 — Lutherjahr. Da sich im kommenden Jahre Martin Luthers Geburtstag zum 450. Male jährt, haben sich die deutschen Lutherstädte, wie Eisleben, Mansfeld, Wittenberg, Erfurt, Eisenach, Halle, Magdeburg usw. entschloßen, im Einvernehmen mit kirchlichen Stellen in besonders eindrucksvoller Weise sich für das Luther-Erinnerungsjahr einzusetzen.
Aus Rah und Fern.
Laubach. Die Geflügelzuchtvereine Büdingen, Schotten, Laubach, Hungen, Kedern, Dauernheim, Düdelsheim, Selters, Altenstadt und Nidda halten hier, getragen vom Geflügelzucht- verein Laubach und Umgebung, unter Mitwirkung der Landwirtschaftskammer und dem Protektorat von Graf Georg Friedrich Solms-Laubach vom 3. bis 15. Januar 1933 eine große Bezirks-Geflügelschau ab.
Oberschmitten (Krs. Schotten). Am Donnerstag brach im Ausschußlager der Moufangschen Papierfabrik Feuer aus. Hier lagerten die hohen Stapel der Papierabfälle, die zu großen Ballen zusammengepreßt sind. Die starke Rauchentwicklung des schwelenden Feuers verhinderte zunächst ein Vordringen zum eigentlichen Brandherd. Der Sachschaden ist bedeutend.
Krofdorf (Krs. Wetzlar). Das älteste Zwillingspaar Deutschlands, das im Sommer gemeinsam den 88. Geburtstag feiern konnte, hat nun das Zeitliche gesegnet. Dem am Dienstag verstorbenen Landwirt Philipp Pfeifer ist seine Schwester vor einigen Monaten oorausgegangen.
Niederwetz (Krs. Wetzlar). Nachdem der Arbeiter S. feine seit acht Jahren innegehabte Mietwohnung aufgegeben hatte, fand sein Nachfolger bei den Aufräumungsarbeiten einige falsche Geldstücke. Als die Angelegenheit zu Ohren des Orts- vorstehers kam, erstattete er Anzeige. Wegen des Verdachtes der Herstellung und wegen Verdunkelungsgefahr wurde S. dem Gerichtsgefängnis in Wetzlar übergeben.
Die Gauner werden immer frecher.
Frankfurt a. M. Vor einigen Tagen kam ein bisher unbekannter Mann in ein Cafe auf der Kaiserstraße und zeigte eine Bescheinigung vor, nach welcher er berechtigt war, eine Klavierharmonika abzuholen, die einen Wert von 600 RM. repräsentierte. Das im Café anwesende Küchenmädchen händigte das Instrument auch ahnungslos aus.
200 000 Mark unterschlagen.
Köln. Der Leiter der Bezirksdirektion Köln der Deutschen Reichspostreklame E. m. b. H. und sein Stellvertreter sind unter dem Verdacht der Unterschlagung oder Veruntreuung verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis gebracht worden. Der durch die Veruntreuungen entstandene Fehlbetrag soll sich auf rund 200 000 Mark belaufen.
In 138 Minuten Berlin Hamburg.
Der Schnelltricbwagen der Reichsbahn stellte bei seiner „Prominentenfahrr" am Donnerstag einen neuen Schnelligkeitsrekord insofern auf, als er die 290 Kilometer lange Strecke Berlin—Hamburg in 2 Stunden 18 Minuten zurücklegte.
Theo. Drei Wochen wird es gewiß noch dauern, bis alle Verbände ihren Meister gefunden haben. Diese Ruhezeit ist nach den letzten anstrengenden Spielen auch nur zu begrüßen."
„Ich brauche keine so lange Erholungspause," entgegnete der Mittelstürmer kurz. „Meinetwegen könnten wir schon nächsten Sonntag wieder spielen."
„Ja, ja, die Jugend," lächelte Bringhoff. „Nichts wird ihr so leicht zu viel."
Theo Hansen stützte seinen Kopf in beide Hände und sah vor sich hin Sein junges Knabengesicht hatte einen traurigen, versonnen Ausdruck. Bringhoff kannte feinen lebensfrohen Schüler kaum wieder.
„Theo, Junge," begann er vorsichtig, „fehlt dir etwas? Hast du irgendeinen Kummer?"
Der Mittelstürmer richtete sich auf und sah seinem Trainer in die Augen.
„Ja, ich habe etwas auf dem Herzen. Deshalb bin ich ja hierher gekommen. Ist es wahr, daß Sie fort wollen? Ich kann es nicht glauben und meine Kameraden auch nicht."
Und eine leise, verborgen gehegte Hoffnung stieg wieder in ihm auf.
,Hast du heute schon mit Dr. Bargmann gesprochen, Theo?" fragte Bringhoff schuldbewußt.
„Ja ... vor ein paar Stunden."
„Du darfst nicht glauben, daß ich irgend etwas hinter eurem Rücken abmachen wollte", fuhr der Trainer mit seltsam rauher Stimme fort. „Morgen beim Training hätte ich euch natürlich meine Absicht gleich mitgeteilt.“
Er verstummte, als er einen Blick aus Theos Augen auf* fing.
„Also ist es doch wahr, daß Sie uns verlaßen wollen!" rief der Mittelstürmer verbittert und enttäuscht. „Wie treue Kameraden haben wir zusammengehatten, und jetzt ..."
„Werde ich euch untreu?"
„Ja ... ich weiß kein anderes Wort dafür," entgegnete Theo aufrichtig.
Ganz still war es im Zimmer. Unten auf der Straße fuhr eine Elektrische vorbei. Die Wanduhr tickte . . .
Bringhosfs Augen ruhten auf seinem jungen Freund, der bekümmert vor sich nieder sah. Er liebte diesen ehrlichen Jun-