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Erscheint Samstags

Bezugspreis 1,50 W/ vierteljährlich frei ins Haus.

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Samstag, öen 30. Auli 1932

Anzeigenpreise: bie 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame-Petitzeile 96 Pfg Platz- vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischec-Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung

Nummer 30

Uststromes (aber kam mn lech^ Kölnisches der Wunde verbleit

" Kachel nicht dm' 'uge Entzündung u ^'eklechich zu oesinf

Politik»! Rundkit!!!».

Das preußische Staatsministerium hat eine große Zahl Persünalvcränderungcn beschlossen; unter anderem werden zahl­reiche Landräte in den Ruhestand versetzt.

Eine Verorönung des Reichspräfiöenten.

Alle öffentlichen Serfammlunstn bis zum 10. August verboten

,. Die DNVP. fordert, daß sofortige Anklage bei dem Staats-

1 Störungen des * gerichtshof gegen die ehemaligen preußischen Minister erhoben del, Beklemmn«'' "^' die beschlossen hätten, den Fonds zur Bekämpfung des rnder Rötung des Verbrechertums von 200 000 auf zwei Millionen RM. zu er-

rtellung unterbriM!/^l)en, 1)0 Re das Etatsrecht verletzt hätten.

kaltem Master bene^iK Sie zuständigen englischen Stellen teilen mit, daß auch ichtsfarbr dagegen üfch Oesterreich unö Rumänien dem englisch-französischenVcr- entblöhe den Hals u- traucnsabkommen" beitreten wollen.

Die ungarische Regierung hat durch ihren Pariser ianbten der französischen Regierung mitgeteilt, daß sie dem Usch-französischen Vertrauenspakt beitrete.

Berlin, fassung wird

Für die August 1932

Aus Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsver-

folgendes

verordnet:

Zeit vom 31. Juli 1932 bis zum Ablauf des 10. sind alle öffentlichen politischen Versammlungen

jchen Versammlungen unter freiem Himmel, die in festumfrie­deten, dauernd für Massenbesuch eingerichteten Anlagen statt­finden sollen, verboten sind.

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Diel häufig«, Qi ht M Erschöpfung ausarten können. H 1 den Körper leiftun; M Erfolg durch r die den müde merk ihchlag und Sonne :n der Hochsommein »itzt, leichte, nicht be­en Temperaturen ir rhne Kopfschutz rar Erkrankung, namens agend, nicht allzu jix Delränke! Sonnek: ütszuständen, roâbir.' ichen charakteristisch i des Arztes Ruhe, n: zehen nasser 6trw Weit muh künstliche yen sollten immer alr

Sei sonst gefunden HM, Uâm è ch einen in Änordnun; I Fällen empfiehlt Ji ,g des Körpers je m) e Kaffee oder ein M leit, Durcheinanders «nde Eeträckr wer) oder Sodbrennen f. el dagegen ist: 10!

Ge- eng-

bri-

Der spanische Geschäftsträger in London hat der iischeu Regierung den Beitritt Spaniens zum französisch-cng-

verboten. Als politisch im Sinne dieser Vorschrift gelten alle Versammlungen, die zu politischen Zwecken oder von politischen Vereinigungen veranstaltet werden.

§ 2.

Die Bestimmungen der 2. Verordnung des Reichsministers des Innern über Versammlungen und Aufzüge vom 18. Juli 1932 in der Fassung der 3. Verordnung des Reichsministers des Innern über Versammlungen und Aufzüge vom 22. Juli 1932 bleiben mit der Maßgabe unberührt, daß für die Zeit vom 31.

Iuli

1932 bis zum Ablauf des 10. August 1932 auch alle politi-

Wer eine Versammlung, die nach den Bestimmungen dieser Verordnung verboten ist, veranstaltet, leitet, in ihr als Redner auftritt oder den Raum für sie zur Verfügung stellt, wird mit Gefängnis bestraft, neben dem auf Geldstrafe crtgnnt werden kann. Wer an einer solchen Versammlung teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft.

§ 4.

Diese Verordnung tritt mit dem 31. Juli 1932 in Kraft. Neudeck, den 29. Juli 1932.

(Folgen Unterschriften.)

lischcn Konsultativpalt mitgeteilt.

Der Vernehmungsrichter im Berliner Polizeipräsidium hat den Schriftsteller und ReichsbanncrfUhrer Breuer mangels . dringenden Tatverdachts aus der Haft entlassen.

Gegenüber dem ständigen Boykott Polens gegen Danzig sind deutscherseits als Gegenmaßnahmen Sonderfahrten des -eedicnstev Ostpreußen nach Danzig unter dem NamenHanse­atische Sonderfahrt" eingerichtet worden. Die Freigrenze für deutsche Marlbeträge wird für Besucher von Danzig zum Besuch der Waldoper von 200 auf 400 Mark erhöht.

Vor dem Obersten Gericht in Helsingfors begann der Pro­letz gegen 102 Anführer der Lappo-Bcwegung, die im März dieses Jahres einen Aufstand versucht hatten. Unter den An­geklagten befindet sich auch General Wallenius.

In Begleitung bes ägyptischen ist der ägyptische Ministerpräsident getroffen.

Ein Teil der großen Pariser

Gesandten beim Quirinal Scbti) Pascha in Rom ein-

Presse beschäftigt sich noch

ciumal mit dem französisch-englischen Konsultativabkommen, das ^nanmehr nach dem Beitritt Deutschlands als für die fran- 'ofsche Politik verhängnisvoll bezeichnet wird, nachdem cs bis- her stets als die Wiedergeburt der Entente cordiale gefeiert worden war.

Bei der Nachwahl in Wednesbury in Mittelengland hat die Arbeiterpartei einen weiteren der im Oktober an die Kon- itreaticcn verlorenen Wahlkreis zurückerobert. Der Kandidat her Arbeiterpartei erhielt dort 21 977 Stimmen gegenüber M 842 bei der Hauptwahl, während die konservativen Stimmen von 25 000 aus 18 898 zurückgingen. Das Ergebnis wird in der

'u^e und Besonnens Vrcfic als ein bedeutungsvoller Umschwung der politischen Ein gut Mrechcn. st Stimmung innerhalb der Wählerschaft bezeichnet.

eutet an fi# f^Dn Die Hoffnung, daß in letzter Stunde ein neuer Versuch zur

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Beilegung des englisch-irischen Konflikts unternommen würde, *1111 sich nicht bestätigt.

In Paraguay herrscht Kriegsbegeistcrung. 10 000 para- nanamjdK Reservisten haben sich freiwillig in den Kasernen »m Dienst gemeldet. In Bolivien ist die allgemeine Mobil- nochung angeorbnet worden. Die Kriegserklärung an Para­guay soll, wie verlautet, am 6. August erfolgen.

Die brasiilianischen Rcgicrungstruppcn haben einen Groß- rngriff gegen die Aufständischen des Staates Sao Paulo cröff- «t Mit der Ucbergabe der Aufständischen wird stündlich ge- rcchnet.

Die japanische Regierung hat die gesamte militärische und lioilc Verwaltung der japanischen Interesien in der Mand- foerci einem bevollmächtigten Sonderdelegierten unterstellt, »er gleichzeitig auch Gouverneur der Provinz Kwantung und vberaufsichtsbehördc für die südmandschurische Eisenbahn sein tirb. Dies Amt ist General Muto übertragen worden.

Der Reichspräsident hat den Vortragenden Legationsrat Rcinebcd zum Gesandten in Reval ernannt.

Reichskanzler o. Papen spricht am Samstag, den 30. Juli, »btnds 7,30 bis 8 Uhr, für alle deutschen Sender.

Die englische Regierung hat dem Generalsekretär des Völkerbundes offiziell mitgeteilt, daß der Irak seine Aufnahme II den Völkerbund beantrage. Mit der Aufnahme des Irak

tiefes Gebiet erlöschen.

77^j f Die zum 31. Juli aus polnischen Diensten entlassenen fran= 9l0tf* Psychen Militär- und Marinemisiionen haben ihre Tätigkeit

^seratenâ 'Eingestellt.

/Gerate I I 3« Charbin wurde ein höherer sowjctrusiischer Eisenbahn- ' Bamler namens Salter von vier Rusien erschosien, die chinc-

Kergünit^u » jn« siche Kleidung trugen. Es soll sich um einen Racheakt von

enthalten Die Weißgardisten handeln.

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Die Regierung von Paraguay hat erklärt, bag fief ihre ge- hmten militärischen Befehlshaber an den Grenzen angewiesen habe, sich streng in der Defensive zu halten.

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Das Vaterland über die Partei!

Aber einmal müßt ihr ringen Noch in ernster Geisterschlacht, Und den letzten Feind bezwingen, Der im Innern drohend wacht!"

Auch an unser Gewissen hat Schenkendorf dieses Lied gesun­gen. Morgen wird es sich entscheiden, ob die seelischen, sitt­lichen, vaterländischen Wiederaufbaukräfte im deutschen Volke stark genug sind, um den Sieg zu erringen.

Verloren ist nur das Volk, das sich selbst verloren hat. Das ist hundertmal gesagt worden und muß noch tausendmal gesagt werden. Wer resigniert, hat die deutsche Kraft falsch * geschätzt. Und die deutsche Kraft ist der Geist, der unsere Ge­schichte getragen hat. Der Geist, der Deutschland zur Höhe geführt hat und der auch uns wieder zur Höhe führen wird, wenn wir nur wollen! Aus solchem Vertrauen steigt der Glaube an die deutsche Zukunft; aus diesem Glauben wachsen Adler­flügel, aus ihm wächst der Wille zum Reich!

Dieses ist der tiefere Sinn dieser Wahlen: sie sollen sein ein Aufschrei unseres nationalen Gewissens, und dieser Auf­schrei richtet sich an alle inneren und äußeren Mächte der Sitte, der Vernunft, des Gewissens. Diese Mächte sind noch nicht er­storben. Sie können unterdrückt, aber niemals getötet werden. Deshalb kann der Weg nie versperrt, sondern nur verzögert werden nur durch eigene Schuld! Es gilt ja gerade jetzt, die deutsche Welt aus der Passivität emporzureitzen und an die Stelle des Wortes den Willen zur aufbauenden Tat zu setzen. Und wer es vorsieht, am Sonntag daheim zu bleiben, ver­stärkt zugleich, so paradox das klingt, die Partei, die dem Staatswesen kaum weniger gefährlich ist als die Sozialisten und Kommunisten. Das ist die Partei der Nichtwähler! Jede Stimme, die so aus der Liste der Kämpfer für das Vaterland gestrichen wird, vermehrt die Gefahr, daß das Reichsparla­ment abermals unter die Botmäßigkeit von Parteien gelangt, die dem nationalen Gedanken und dem Gedanken der unzer-

Das Schicksal ab der deutschen Dinge

Und die Verantwortung ^i dein!"

Und wie einfach liegen die Dinge diesmal für den Wäh­ler! Es kommt dieses Mal darauf an, der Kampffront der Marxisten und Marxiftenfreunde die nationale Kampffront gegenüberzustellen. Hinter welche nationale Partei wir auf dem Stimmzettel das Kreuz machen, ist sehr viel weniger wich­tig, als die Entscheidung, ob wir uns der Front der Marxisten anreihen, oder ob wir uns auf die Seite der christlichen, der vaterländischen, der deutschbewußten Abwehrfront stellen. Und diese Entscheidung kann doch keine Schwierigkeiten bereiten. Denn die Parole muß heißen: Ueber die Partei das Vaterland! Denn in diesem Vaterland sind alle Werte unseres staatlichen und nationalen Lebens geborgen: Recht, Religion, Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft, der Reichtum einer großen geschichtlichen Vergangenheit. Und dieses Vaterland, geknechtet, gebemütigt, zerrissen, niedergebrochen dieses Vaterland gilt es wieder aufzubauen, zu schützen, wieder zum Hort und Bürger unserer inneren Freiheit zu machen. Und finden wir die innere na­tionale Einheit, dann wird uns auch einmal die äußere Freiheit leuchten!

Wer fragt heute nach einem Parteiprogramm? Nach die­sem oder jenem Parteiführer? Niemand! Wichtiger ist die Frage: Welche Parteien garantieren mir mit absoluter Si­cherheit die Abwehr des Marxismus, welche Parteien sind in der Lage, den vaterländischen Standpunkt am wärmsten zu vertreten? Und da muß die Antwort immer wieder lauten: Keine Stimme den Marxisten!

trennbaren Reichseinheit fremd und kalt oder gar mit wußter Feindseligkeit gegenüberstehen.

Wir singen so gern und so stolz den Vers: Wer die Wahrheit kennet und saget sie nicht, der ist fürwahr ein erbärmlicher Wicht!"

be-

Darum: Handle und wähle! Ob Mann oder Frau wer nur weiblich klagt, patzt nicht in diese harte Zeit. Ob Mann oder Frau nur wer handelnd zugreift, wird Herr über die Not der Zeit. Und je schlimmer die Zeit, um so gebieterischer

Es steht Großes auf dem Spiele. Da darf es kein Zögern und kein Zaudern, keine aus früherer Zeit konservierte Empfindlichkeit geben. Da mutz jeder seine Pflicht tun. Denn es gibt etwas, das trotz allem höher steht als die Partei: das ist das deutsche Vaterland! Dieses deutsche Vaterland, in dem für das deutsche Volk neue Lebensformen geschaffen werden sollen, in dem ein dem deutschen Wesen gemätzigter geistig und seelisch fester fundierter Staat begründet werden soll; fester als der Notbau von Weimar es sein konnte. Nur eine wahr­haft nationale Regierung ist imstande, eine sozialistisch-kollek­tivistische Front erfolgreich niederzuringen, die Erwartungen der Jugend, die heute ihren Lebensweg durch wirtschaftliche Not versperrt sieht, mit neuen Hoffnungen zu erfüllen, das Gut der bürgerlichen Freiheit, die Würde der selbstverantwort-

die

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Forderung:

Und Handeln sollst du so, als hinge Von dir und deinem Tun allein

lichen Persönlichkeit, das Glück des frei beitenden zu sichern.

Darum: Wähle und handle nach Das Vaterland über der Partei!

Schaffenden und Ar-

dem Gesichtspunkte:

Reichskanzler v. Papen sprach in der vergangenen Nacht um Uhr in englischer Sprache nach Amerika. Der Inhalt seiner

Ser Reichskanzler an Amerika.

Deutschland ist nun wieder hergestellt.

Kein deutscher Staat

Ausführungen ist im wesentlichen folgender: Angeborene Ord­nungsliebe des Deutschen hat sich in den Ereignissen der letzten Wochen erneut gezeigt. Infolge der zunehmenden Spannung zwischen den Anhängern der äußersten Rechten und der äußersten Linken schwebte über Deutschland die Gefahr eines Bürgerkrie­ges. Während die Nationalsozialistische Bewegung ausschließlich eine nationale Wiedergeburt anstrebt, mutz der Kommunismus als eine revolutionäre Bewegung und eine Gefahr für das Land und die Welt bezeichnet werde. Die Ruhestörungen der letzten Zeit sind mit sehr wenigen Ausnahmen auf die gesetz­widrige Tätigkeit der Kommunisten zurückzuführen. Keine Re­gierung hätte diesen Zustand länger dulden können, ohne ihre eigene Autorität aufgeben zu können. Die Ordnung in ganz

wird in seiner Unabhängigkeit beeinträchtigt werden. Weder ich noch meine Kollegen in der Regierung werden einen Schritt zur Errichtung einer Diktatur begünstigen. Der Urgrund aller Verzweiflung in Deutschland liegt im Versailler Vertrag, dessen Bestimmungen kein Deutscher als gerecht anerkennen würde. Für das deutsche Volk ist es unerträglich, daß ihm heute noch sein Anspruch auf Gleichberechtigung, zu dem es sich als große Kulturnation berechtigt fühlt, durch die diskriminierenden Be­stimmungen des Versailler Vertrages immer noch vorenthalten wird. Ich bin überzeugt, datz gerade das große Land, zu dessen Bürgern ich heute sprechen darf, diese Gefühle völlig verstehen und würdigen wird. Recht und Gerechtigkeit sind die Grundsätze, die immer in der Welt herrschen müssen.

Morgen, Sonntag, alle Deutschen zur Wahlurne!

B^'^