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Samstag, den 29. Oktober 1932.

schule, Nordanlage 8, diese kleine Sammlung von selbstgezeich­neten und selbstentworfenen Zeichnungen von Schülern, die sich auf den Spargedanken beziehen, aus. Die kleine Ausstellmrg hc t in den Städten, in denen sie gezeigt wurde, sowohl seitens der Schuljugend als auch seitens der Erwachsenen gunit'ge Aufgabe gefunden. Alle, die mit Kindern zu tun haben, Erzieher vnb Er­zieherinnen in Schule und Haus finden in dieser Ausstellung viel Schönes und Brauchbares, das der Erweckung und Vertiefung des Sparsinnes unter der Jugend dienstbar gemacht ist. Der Besuch der Ausstellung kann daher nur empfohlen werden.

Deutsche Wochen im Südwestfunk.

2. November 18.50 Uhr:Maler und Bildhauer", W. Fah­renbach;Deutsche Landschaft, Deutsche Arbeit, Deutsche Schrift."

4. November 18,25 Uhr:Die deutsche Industrie und die Deutsche Woche", von Fabrikant Karl Becker, Offen­bach a. M.

8. November 18.50 Uhr:Die Erziehung zur deutschen Arbeit", von Prof. Schmidt.

9. November 18.50 Uhr:Stadt und Landfrau im Dienste der Deutschen Woche", von Johanna Bopp, Darm­stadt.

Aus Nah und Fern.

Lich (Obe vH.) Eine grotze Geflügelausstellung findet hier am 28., 29. und 30 Oktober statt.

Homberg (Oberh.) Der Kalte Markt findet bestimmt am Mittwoch, den 2. November, statt.

Bad Nauheim. Bis zum 27. Df tober 1932 betrug der Ee- samtbesuch 24 242 Gäste, darunter 3963 Ausländer. Anwesend' waren an diesem Tage 986 Gäste.

Büdingen (Oberh.). Die hiesigen Bäckermeister haben be- schlossen, den Brotpreis für Mischbrot von 75 auf 73 Pfg. und den für Roggenbrot von 70 auf 67 Pfg. pro Vierpfundlaib zu senken.

Mainz. Auf einem in der Nähe des Winterhafens am Rheinufer stationierten Proviantboot, das die oorüberfahren-den Schleppdampfer und Güterboote mit Lebensmitteln versieht, explodierte der Motor und setzte die Holzteile des Bootes in Brand.

Rodheim (Krs. Wetzlar). Die Eheleute Joh. Georg Iakob konnten in voller geistiger und körperlicher Frische ihre goldene Hochzeit feiern.

Halberstadt. Auf dem Brocken hat am Donnerstagabend Schneefall eingesetzt, der die ganze Nacht anhielt. Die Schnee­decke beträgt 5 bis 6 Zentimeter.

Leipzig. Der Erotzfunksender Leipzig in Wiederau mit 150 Kilowatt, der stärkste deutsche Sender, wurde gestern vor­mittag mit einer schlichten Feier seiner Bestimmung übergeben.

Krauenstbönbeit und Technik.

So sehr Lie moderne Frau für ihre Gleichberechtigung auf allen Gebieten eintritt und auch schon mit vollem Erfolge ein­getreten ist, ist es doch gerade sie selbst, die gelegentlich ihren Geschlechtsgenossinnen in mancher Hinsicht weniger zuzutrauen scheint, als deren männlichen Konkurrenten. Wie oft kann man beispielsweise im Frisiersalon hören, daß Damen die -weib­liche Bedienung zurückweisen und lieber von einem -Herrn fri­siert sein wollen; zur Beschaffung erstklassiger Garderobe geht die Dame, die sich das leisten kann, häufig zum Schneider und nicht zur Schneiderin u. a. m. Es scheint eben doch, datz da, wo es sich um eine verständnisvolle Vertiefung in die Bedürf­nisse ihrer Schönheit handelt, die Dame dem Manne mehr zu­traut als den Vertretern des eigenen Geschlechts.

Wenn es also die Fähigkeiten des Mannes sind, derer sich die Frau mit Vorliebe für ihre eigene Person bedient, so gibt es Männer, zu denen die Dame wohl mit größtem Respekt aufblickt, von denen sie aber für sich persönlich recht wenig erwarten zu dürfen glaubt: die klugen Männer der Wissenschaft, die gestrengen Männer der Technik, die Inge­nieure, die ja für die Entwicklung der Zeit wohl überaus wichtig sind, aber den spezifisch weiblichen Interessen doch weltenfern gegenüber zu stehen scheinen.

In Wirklichkeit ist das nun keineswegs der Fall; denn alle die praktischen Maschinen, die mittelbar oder auch un­mittelbar dazu dienen, das Leben der Frau bequemer und angenehmer zu machen, die allerlei schöne Dinge so mannig­faltig und preiswert für sie herstellen, sind ja das Werk der Ingenieure. Diese nüchternen Männer der Technik verstehen es heute sogar, sich eingehend mit den weiblichen Interesien zu besoffen, nicht nur mit denen der Frau als Hausfrau, sondern auch mit den Schönheitsproblemen der Dame. Je mehr die Technik fortschreitet, um so mehr vermag sie sich ja den intimeren Initeresien bssonderer Verbraucherkreise, den feineren Kulturbedürfnissen anzupassen, als deren Träger in erster Linie wohl seit jeher die holde Weiblichkeit in Frage kommt.

Ist es nicht z. B. eine bemerkenswerte Tatsache, datz die Lichttechniker darauf gekommen sind, mit der Glühlampen­färbung unter Umständen dem Teint der Dame Rechnung zu

Weltspartag 1932

In der Zeit vom 29. Oktober bis 2. November ds. Js von vorm. 9 bis abends 6 Uhr, findet in der Turnhalle der Pestalozzischule in Gießen, Nordanlage 8, eine kleine Aus­stellung

Kinderland und Spargedanke statt, zu deren Besichtigung wir freundlichst cinladen.

Eintritt frei!

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Drachensteigen und Seselflug.

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Drachensteigen! Tiefe herrlichste Zeit freudigster Jugendlust ist wieder da, und hinaus geht es auf die Stoppelfelder, wie es die Eltern, die Großeltern und alle die anderen voi ihnen auch taten

Aber es ist heute doch noch etwas anderes als ehedem. Die Welt des Bogelfluges hat sich tn die weite Welt des Segelfluges erschlossen Und so ist das, was unsere Jugend heute auf Den Feldern und den letzten freien Plätzen Der Ortschaften in Die Lüste steigen läßt, nicht mehr der einfache spitze Drachen von früher, sondern es sind fast schon komplizierte Maschinen, Eindecker, Doppel- decke». Flugzeuge mit den Formen eines Raubvogels, Segelfliegen

Der Wind bläst aus vollen Backen über die sandige Fläche des Platzes, kleine Staubwolken wirbeln auf. Das ist leyi nachmittags das richtige Wetter, den Drachen gegen den grauen Himmel starten zu lassen. Man schaut hinauf: zwei, sechs, zehn, zwölf, ein ganzes Geschwader, teils in majestätischer Ruhe, schwebender, teils in flatternder Un- gewlßheit hin und her schwankender Punkte Die Schnur, die Die Erde mit den Himmelsfliegern verbindet, in der Hand, stehen hier unten die jungen Führer in kurzen Ab­ständen nebeneinander.

Die Blicke laufen eine Strecke an den Schnüren entlang, die sich in elegant geschwungenem Bogen steil

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tragen? Tatsächlich stellt man, nachdem die Glühlampen­fabrikation heute so auf der Höhe ist, Lampen von feinster mattrosa oder mattgelber Tönung her, die durchaus als ein besonderes Geschenk für die Damenwelt anzusprechen ist. Diese mattrosa oder mattgelben Lampen geben dem Teint der Dame einen so zarten, warmen Hauch, wie er mit Puder und Schminke nicht immer ganz glücklich angestrebt wird.

Man rann also wohl heute nicht mehr sagen, daß die Techniker und Ingenieure ausschließlich Männer des Rechen­schiebers, der Tabellen und aller möglichen anderen, für die Damen unverständlichen Dinge sind. Auch die Technik steht heute mit im Dienst der schönen Frauen, im Dienst ihrer Schön- heit,' und welche Frau wird auf die Dauer hieran vorüber­gehen?,

Geschäftliches.

Die Zahnschmerzen sterben aus. Es ist eine irrige Ansicht, zu glauben, Zahnschmerzen könnten nicht verhütet werden. Da­bei ist nichts leichter als das. Allerdings mutz man feinen Zähnen nicht nur Leistungen zumuten, sondern sie auch pflegen. Wer deshalb seine Zähne von Zeit zu Zeit durch einen tüchtigen Fachmann nachsehen läßt auch dann, wenn keine Zahnschmer­zen quälen! und regelmäßig täglich mindestens einmal und zwar abends! die Zähne gründlich mit der eigenen Zahn­bürste und einer guten Zahnpaste putzt, wird nicht unter Zahn­schmerzen zu leiden haben. Chlorodont ist die Zahnpaste von höchster Qualität und sparsam im Verbrauch.

Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

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Leser, Vorsicht

_ . Es kann von der Inseraten-Eeschäftsstelle über Chiffre- Inserate oder über sonstige Inserate, deren Texte gewisse Ver- sprechungen aber Vergünstigungen oder Vermittelungen ent­halten. keine interne Prüfung vorgenommen werden. Die Zeitungen haben, weil ihr Betrieb ein schneller sein mutz. keine Zeit dazu Wir lehnen daher jede Verantwortung ab Es ist darum Sache der Leser selbst, mit Vorsicht die betreffenden Injerate zu Kenntnis zu nehmen. Der Verlag.

Hochwinden, bis Dann irgendwo im Grau Schnur und Himmel eins werden. Man sieht nicht, wo Die Leine mit dem Drachen verbunden ist, und möchte meinen. Daß Die stolzen Flieger frei in der Luft schweben Rui wenn Dann eine Hand energisch anruckt, folgt Der kleine Punkt Dort oben merkwürdig prompt Der Bewegung

Do landet einer der Drachen. Ein kleines Kunstiverk aus leichten hölzernen Stäben, drei Tutzend Reißnägeln, Papier oder straff gespanntem Tuch ist er Biel Arbeit hat es gebraucht, ihn fertig zu machen, bis er fliegen konnte, aber teuer war er nicht Irgendwo in Dct Ecke von Mutters Nähstube hat man schon Die paar Fetzen Tuch und Die Nägel gefunden, nur die Hunderie von Metern lange Schnur hat Geld gekostet. Jetzt aber, wo der große Drache so stolz am Himmel dahingleitet, ist auch Die Arbeit vergessen, Die er gemacht hat

Flug ohne Moiorkrasl, Segelflugl Kenn« ibt ole Geschichte von Ikarus, der vor über zweitausend Jahren Die Menschen das Fliegen lehren wolltet Das Fliegen war ihm ein Traum, Den er mit dem Tod va> büßen müssen Doch seit über zweitausend Jahren träumen nun die Menschen vom Fliegen Auch ibr. wenn ihr, iglange es noch Plätze und stete Felder gibt, eure Drachen steigen laßt Werdet ihr es noch erleben, bas andere, das lvahre Fliegen: Frei vom Motor wie eure Drachen?

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