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Erscheint Samstags.

Bezugspreis 1,50 Ml vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück- sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

14. Fahrs

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Die Verhandlungen zwischen Nationalsozialisten und Zen­trum über die hessische Regierungsbildung haben einen im all­gemeinen befriedigenden Verlauf genommen. Trotzdem ist die Wahl des Staatspräsidenten bis nach den Reichstagswahlen verschoben worden, weil beide Parteien offenbar Hemmungen

"Mair. Bandit 10 Stilen, 213 Adln, sichtskarten. Band II ^ichs. 306 Seiten, A tlebersichtskarten. &. ® 62, Luthechrch 11 ^M., Band II in Ln-

für den Wahlkampf vermeiden möchten.

Der Landesausschuh der Deutschen freiste Hessen-Darmstadt beschloß, den didaten, den Parteiführer Dingeldcy, Stelle des Wahlvorschlages zu setzen, sieht Bürgermeister Dr. Niepoth-Schlitz.

Volkspartei des Wahl­bisherigen Spitzenkan- wicdcrum an die erste An der zweiten Stelle

Das Reichskabinett hat am Mittwochabend, bevor Reichs­kanzler von Papen und Reichsinnenminister von Gayl ihre

Reife nach Neudeck antraten, nach dem arbeitsministers eine Verordnung über beitsdienst verabschiedet.

Im Reichsinnenministerium wurden

Vorträge des Reichs- den freiwilligen Ar-

in den letzten Tagen

r, zuverlässiger M» von Kilometern in 1 Tag über die A1pc önnen mit gutem 6 üen, die Reise in t ie Ausstattung isl tut uch einzeln abgwh t werden.

Das Zuliheft kt * W 68) bringt in kt hochinteressante M , der Reichsgcwalt. i Verbrecher gewesen, , en DerwiklimM die- tpftrz für Mt unb tofy ^mt È len achtlet, im Badeort Zuist eint I erreicht man ein 6t rdland" führt. hie rradjchafts-Echule d Schülern, die der - zend" eingebraéi bi: der neuen .Machn! Bild.

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die Verhandlungen über die Verwirklichung eines Projektes fortgesetzt, dessen Kernstück darauf abzielt, dem Reich einen noch weitcrgehendcn Einfluß auf den Rundfunk einzuräumen.

Reichsernährungsminister v. Braun hat die Landwirtschafts­und Ernährungsminifter der Länder zu einer Konferenz am 19. und 20. Juli nach München eingeladen. Gegenstand der Be­sprechungen sollen die Agrarfragen bilden.

Im Einvernehmen mit dem Reichstagspräsidenten hat nun­mehr das älteste Mitglied des Uebcrwachungsausschusics, Ab­geordneter Heimann (Soz.) den Ucberwachungsausschuß aus Freitag, den 22. Juli, cinberufen.

DerVölkische Beobachter" fordert in großer Aufmachung den Ausnahmezustand für das ganze Reich und die sofortige Dienstenthebung sämtlicher sozialdemokratischer Polizeipräsiden­ten.

Der Aeltestcnrat des Preußischen Landtags hat beschlosien, vor der Reichstagsneuwahl eine weitere Sitzung des Preu­ßischen Landtages nicht stattfindcn zu lassen.

Der neue Landtag für Mecklenburg-Schwerin wählte zum Landtagspräsidenten den nationalsozialistischen Abgeordneten Krüger-Goldberg, zum Vizepräsidenten den nationalsozialisti­schen Amtshauptmann Dr. Schumann-Wismar. Ministerpräsi­dent wurde der nationalsozialistische Abgeordnete Gutsbesitzer Granzow-Severin.

Der Saarländische Landcsrat wandte sich in seiner Voll­sitzung in schärfster Weise gegen das Diktatur-Regiment der saarregierung. Diese habe auf Grund des Saar-Statuts nicht das Recht, mit Notverordnungen zu arbeiten und damit die liimmerlichen Rechte der Saarvolksvertretung noch weiter zu beschneiden.

Der preußische Innenminister hat für den 30. und 31. Juli ®iebcr das übliche Verbot des Ausschankes von Branntwein erlassen.

Die Ratvvertrctcr Englands, Frankreichs, Italiens. Bel­giens und Oesterreichs haben am Freitagabend in Genf das neue Nnlcißeprotokoll für Oesterreich unterzeichnet.

Die außerordentliche Bölkerbundsversammlung, in der die Türkei ihren Beitritt zum Völkerbund vollziehen wird, findet im nächsten Montag, den 18. d. Mts. statt. Die ordentliche Bölkerbundsversammlung beginnt am 19. September.

Der Generalsekretär des Völkerbundes ist vom Generalse­kretär der Lausanner Konferenz gebeten worden, die erforder­lichen Schritte zu der Einberufung einer Wirtschafts- und Wäh­rungskonferenz zu tun.

Präsident Hoover hat nunmehr in einem an Senator Borah gerichteten Brief zu dem Lausanner Sondcrabkommen Stellung genommen und erklärt, daß die amerikanische Politik gegenüber dem sogenannten Gentleman-Abkommen oder einer Vicr-Mächte- Ententc ihre volle Handlungsfreiheit bewahre.

Die für Donnerstag abend im Tivoli in Dessau angesetzte Massenkundgebung der Eisernen Front ist von dem Anhaltischen «taatsministerium verboten worden.

Wie derVölkische Beobachter" ankündigt, wird Adolf Hit­ler im Flugzeug eine Reise durch Deutschland antreten. Er will in den beiden kommenden Wochen mehr als 50maI in Versammlungen sprechen.

Das Berliner Landgericht verfügte unter Androhung einer aoch festzusetzcndcn Haftstrafe, daß derAngriff" seine Behaup­tungen über den Polizeivizepräsidenten Dr. Weiß zu Unter­lasten hat.

Die belgische Regierung hat beschlosten, dem französisch-eng­lischenVertrauens-Abkommen" beizutreten.

Die Handelsoertragsverhandlungen, die seit längerer Zeit zwischen Oesterreich und Ungarn geführt wurden, find gescheitert.

Die Räteregierung in Moskau ratifizierte den Ncotrali- tiitsvcrtrag mit Finnland und Lettland.

Die mandschurische Regierung hat die sowjetrustischen Be­amten, die sich weigerten, bei der Besetzung der Umschlagsstelle der ostchinesischen Eisenbahn die Schlüssel heraus^ugcben, ent­lasten. Die entlassenen Beamten wurden verhaftet. Sie sol­len abgcurteilt werden.

Zu großen Erwerbslosentumulten, die ohne Zweifel das Werk kommunistischer Aufwiegler waren, kam cs am Freitag­vormittag in Weimar.

Druck und Verlag von Albin Klein in Geschäftsstelle: Stehen, Südanlage Fernsprecher Nr. 2525 und 2526.

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Gießen 21.

M.

Samstag, den 16. Juli 1932

Die Revolution, die im Staate Sao Paolo ausgcbrochcn ist, hat sich sehr schnell auf andere brasilianische Gliedstaaten ausgedehnt.

Im SteinbruchAuf dem Hohen Hagen" bei Dransfeld sind 17 Kisten mit insgesamt etwa sieben Zentnern Sprengstoff und etwa 1000 Sprengkapseln gestohlen worden.

Das rücksichtslose Vorgehen der tschechischen Gendarmen gegen die Deutschen von Tetschen a. E. hat bereits zu einem scharfen Protest der sodetendeutschen Abgeordneten beim Innen­minister geführt.

Der Vorsitzende des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen Interessen des Saargebietes Dr. Max von Vopelius ist am Don­nerstag im 60. Lebensjahre gestorben.

Der bekannte tschechische Schuhfabrikant Thomas Bata ist am Dienstag tödlich verunglückt. Bata startet um 3,30 Uhr morgens vom Flugplatz Otrokowitz in Mähren mit einem eige­nen Junkersflugzeug. Schon nach einer Flugstrecke von nur etwas über einem Kilometer stürzte das Flugzeug ab, wobei Bata den Tod fand. Auch der Pilot ist zu Tode gekommen.

Rektor und Senat der Berliner Universität haben sich, nach­

dem nach erneuter kurzer am Donnerstagnachmittag schlossen, die Gebäude der zwar bis Montag früh.

Schließung das Univerfitätsgebäude wieder geöffnet worden war, ent- Unioerfität erneut zu schließen, und

Die schwebende Schuld des Deutschen Reiches belief sich Ende Juni ds. Is. auf 1836,4 Millionen RM. gegen 1829,8 Millionen RM. Ende Mai.

Kommt der Ausnahmezustand?

Das Reichskabinett wird sich am Sonnabend mit den Be­sprechungen beschäftigen, die Reichskanzler von Papen und Reichsinnenminister Freiherr von Gayl mit dem Reich.präsiden- ten in Neudeck hatten. Ueber das Ergebnis dieser Beratungen wird von amtlicher Seite nichts mitgeteilt. Auf Grund privater Informationen glauben wir aber zutreffend dahin unterrichtet zu fein, daß einstweilen mit der Einsetzung eines Reichskom- mistars für Preußen nicht zu rechnen ist. Vor allem will der Reichsinnenminister alles vermeiden, was nach etwaiger Be­einflussung des Wahlkampfes und der Reichstagswahl vom 31. Juli selbst aussehen könnte.

Die Meinung des Freiherrn von Gayl in allen Ehren! Im­merhin häufen sich doch die blutigen Vorkommnisse in den letz­ten Tagen so beängstigend, daß wir lebhafte Zweifel hegen, ob sich bis zu den Wahlen mit den zur Verfügung stehenden Polizei­kräften die Ruhe und Ordnung im Innern auch nur annähernd wird aufrechterhalten lasten. Unter Umständen wird sich bei einer weiteren Zuspitzung der innerpolitischen Lage das R^ichs- kabinett doch mit dem Gedanken befreunden müssen,

über das ganze Reich den Ausnahmezustand zu verhängen.

Sinbendurgs Dank für PMns Lausanner Arbeit.

Reichspräsident von Hindenburg empfing am Donnerstag den Reichskanzler von Papen zum Bericht über die Lausanner Verhandlungen. Nach Entgegennahme des Vortrags sprach der Reichspräsident dem Reichskanzler seinen Dank für die in Lausanne geleistete Arbeit aus und bat diesen Dank auch den anderen Mitgliedern der Abordnung zu übermitteln. Hieran schloß sich ein gemeinsamer Vortrag des Reichskanzlers und des Reichsministers des Innern über innerpolitische Fragen."

Die Wahlreden im Rundfunk.

3n der letzten Woche vor dem Wahltag werden alle großen und mittleren Parteien mit Ausnahme der Kommunisten Ge­legenheit erhalten, ihr Wahlprogramm im Rundfunk vorzu­tragen. Hierzu erfahren wir, daß als Redner die folgenden Persönlichkeiten in Aussicht genommen sind: Mr die Deutsch­nationalen Geheimrat Hugenberg, voraussichtlich am Donners­tag, für die Deutsche Volkspartei Dingeldey, für die Wirt­schaftspartei Drewitz, für die Bayerische Volkspartei Schäffer, für das Zentrum Dr. Brüning, für die Staatspartei Dietrich, für die Sozialdemokraten Wels. Wer für die Nationalsozialisten sprechen wird, steht noch nicht fest.

Die Reichstagskandidaten des hessischen Zentrums.

Mr die Reichstagswahl hat die Hestische Zentrumspartei folgende Kandidaten aufgestellt: 1. Reichskanzler a. D. Dr. Brüning, 2. Rechtsanwalt Dr. Bockius-Mainz, 3. Oberregie­rungsrat Knoll-Darmstadt, 4. Landtagsabg. Blank-Gaulsheim, 5. Stadtrat Diehl-Kastel, 6. Kaufmann Herd-Offenbach, 7. Haus­frau Elfe Hattemer-Darmstadt. 8. Lehrer und Generalsekretär Gahr-Kastel, 9. Landwirt Ludwig-Gonsenheim, 10. Faktor Schmitt-Harheim.

Landtagswahlen in Thüringen.

Der Thüringische Landtag, der am Freitag zu seiner letz­ten Sitzung zusammengetreten war, beschloß eine Abänderung des Wahlgesetzes, um damit die Möglichkeit zu schaffen, die Wah­len zu einem neuen Thüringischen Landtag gleichzeitig mit den Reichstagswahlen am 31. Juli vorzunehmen. Darauf wurde ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, nach dem sich der Landtag mit Wirkung vom 30. Juli auflöst.

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Nummer 28

Die heimüthe Scholle als Ernübrungsbaiis.

Der Wandel der wirtschaftlichen Verhältnisie drinnen und draußen zwingt das deutsche Volk, sich mehr und mehr auf die eigenen Kraftreserven zu besinnen. Das gilt in erster Reihe von dem Gebiet der Ernährungswirtschaft. Dor wenigen Jah­ren noch war das deutsche Volk ein guter Kunde fremder Agrar­länder. Mr Lebensmittel aller Art, insbesondere für Getreide Gartenbauerzeugnisse, Molkereiprodukte etc. ausländischer Her­kunft, zahlte Deutschland beispielsweise im Jahre 1927 4,3 Milliarden RM. Im Jahre 1931 belief sich die Nahrungsmit­teleinfuhr insgesamt noch auf etwa 2 Milliarden RM., wobei man allerdings die starke Preissenkung in Rechnung stellen muß. Kaufte also jeder Deutsche im Jahre 1927 für rund 67 RM. ausländische Lebensmittel, so gab er im Jahre 1931 noch 30 RM. für diese Zwecke aus. Diese Entwicklung ist zwangs­läufig. Die Absperrungstendenzen in allen Teilen der Welt sind gewachsen, die deutsche Ausfuhr stößt mehr und mehr auf ein Dickicht von Zoll- und Handelshemmnisten aller Art, der Absatz von deutschen Industrieerzeugnisien auf den Ausland­

Märkten Devisen. Einfuhr streiten betrüge bei der bei dem

sinkt. Das bedeutet: Rückgang des Zustroms von Devisen aber sind notwendig, um die unentbehrliche ausländischer Rohstoffe für unsere Industrie zu be- und darüber hinaus auch die Zins- und Tilgungs- für die AuslandSkredite abzudecken. Man muh also Einfuhr dort zu sparen versuchen, wo es möglich ist: Import von Lebensmitteln nämlich. Bei dieser Sach­

läge gewinnt das von der deutschen Landwirtschaft zäh ange­strebte Ziel, die Ernährung des Volks aus eigener Scholle sicherzustellcn, erhöhte nationalwirtschaftliche Bedeutung.

Der Anteil ausländischer Produkte am Nahrungsmittelver­brauch des deutschen Volkes betrug, nach Ermittlung des In­stituts für Konjunkturforschung, im Jahre 1927 beispielsweise beim Fleisch 8 Prozent, beim Brotgetreide 24 Prozent, bei Eiern sogar 37 Prozent. Im Jahre 1931 stellen sich diese Pro­zentsätze auf 1, 4 und 30 Prozent. Stellt man ferner in Rech­nung, daß wir den Inlandsbedarf an Zucker und Kartoffeln seit langem bereits aus den Erträgen der heimischen Scholle decken konnten, so kann man ohne Uebertreibung sagen, daß das Ziel der Nahrungsfreiheit durchaus nicht mehr so fern ist, wie es vor einigen Jahren noch den Anschein hatte. Allerdings bedürfen die Verhältnisie insbesondere bei einigen Erzeugnissen der Viehzucht und des Gartenbaues noch der Besierung.

In diesem Jahr ist der Import von Lebensmitteln weiter gesunken. Gewiß handelt es sich hier zu einem Teil um eine Folge der gewaltigen Kaufkraftschrumpfung im Inland und der wachsenden Not in breiten Volksschichten. Man wird jedoch in Rechnung stellen müssen, daß die Produktionsfähigkeit der Land­wirtschaft bisher keineswegs restlos ausgoschöpft ist, und daß es gerade auf diesem Gebiet der tierischen und pflanzlichen Qualitätserzeugnisse sicherlich noch manche Möglichkeiten gibt, die Erzeugung auszuweiten und zu intensivieren. Vergleicht man nun den Import von Lebensmitteln aller Art in den ersten 5 Monaten des Jahres 1931 mit den Ergebnissen der gleichen Zeit dieses Jahres, so zeigt sich ein Rückgang von 922 Mill. RM. aus 645 Mill. RM. Dieser Rückgang kann nicht lediglich aus der Preissenkung erklärt werden, er ist zum Teil auch mengenmäßiger Art. Beachtenswert bleibt vor allem die Ab­

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nähme des Imports hochwertiger Produkte. So ist z. B. die Einfuhr von Molkereiprodukten (Butter und Käse) von 59 000 Tonnen in der Zeitspanne von Januar bis Mai 1931 auf 48 000 in der gleichen Zeit dieses Jahres zurückgegangen' bei Import von Gartenbauerzeugnisten, also von Obst und Gemüse, ist eine Abnahme von 303 000 Tonnen auf 244 000 Tonnen zu verzeich­nen. An der Senkung gerade dieser

deutsche Verbraucherschaft mitarbeiten, einseitigen Bevorzugung ausländischer daran denkt:

Deutsche, kauft deutsche

Einfuhrposten kann die wenn sie sich von jeder Produkte fernhält und

Waren.

Zuchthausanträge im Norkus-Prozeg.

Zm Prozeß um die Ermordung des Hitler-Jungen Norkus in Berlin beantragte der Staatsanwalt gegen den Stennes- Mann Kuhlmann und den Kommunisten Post je sechs Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen den Kommunisten Seeburg öier Jahre sechs Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen den Mhrer der Moabiter Kommunisten Stolt drei Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust, gegen drei weitere Stennes-Leute je drei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen die drei restlichen Angeklagten, einen Kom­munisten und zwei Stennes-Leute Gefängnisstrafen von zwei Jahren und einem Jahr sechs Monaten.

Das Urteil im Wormser Kommunistenprozeß.

Mainz. Nach 5-tägiger Sitzung des Schwurgerichts der Provinz Rheinhesien gegen 7 Wormser Kommunisten wegen Totschlags und schweren Landfriedensbruches wurde am Diens­tag das Urteil gefällt. Der Arbeiter Ludwig Rebholz erhielt 10 Jahre Zuchthaus, der Arbeiter Karl Biegi 3 Jahre Zucht­haus, der Arbeiter Jakob Kaiser 2 Jahre Zuchthaus und der Arbeiter Albert Ludwig Tenors 1 Jahr Gefängnis. Den zu Zuchthaus Verurteilten wurden die Ehrenrechte auf 5 Jahre ab­erkannt.