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Samstag, den 15. Oktober 1932

Gießener Zeitung

Nr. 41

bcn Haushalt,

Lebensnerv der

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Deutsche Staatspartet und Radtkatdemokraten.

Der Landesparteitag der Deutschen Staatspartei in Hessen tagte am vergangenen Sonntag in Frankfurt a. M. Nach einem Referat des Landesvorfitzenden wurde einstimmig beschlossen, die von den Unterhändlern beider Gruppen vorbereitete Eini­gung mit den Raditaldemotraten a beschließen und in den näch­sten Tagen eine gemeinsame Kandidatenliste aufzustellen.

Die Spinale Kinderlähmung.

Das Auftreten der spinalen Kinderlähmung hat eine ge­wisse Beunruhigung in der Bevölkerung hervorgerufen, da über die Zahl der Erkrankungen und den Umfang ihrer Verbreitung völlig falsche und übertriebene Vorstellungen herrschen. Von einerEpidemie" kann ih Hessen überhaupt nicht die Rede sein. 'Fälle von Kinderlähmung sind auch in früheren Jahren zur Herbstzeit immer schon beobachtet worden. So liegen auch dies­mal nur vereinzelte Fälle, hauptsächlich aus Landgemeinden, vor. Insgesamt sind bisher aus ganz Oberhessen 18 Fälle ge­weidet, aus Starkenburg 8, aus Rheinhessen nur 8. Tödlich ver­laufen sind von den gesamten Fällen in Hessen bisher 4.

Die Kinderlähmung ist eine übertragbare Krankheit, deren Erreger bisher nicht bekannt ist. Die Eingangspforte des Er­regers ist, wie neue Untersuchungen ergeben haben, bei Menschen der Nasenrachenraum. Als Infektionsquelle kommen nicht allein die Kranken mit ausgesprochenen Krankheitserscheinungen in Betracht, sondern auch leichteste Krankheitsfälle, die als solche nicht erkannt waren, Dauerausscheider und gesunde Menschen, die die Krankheitskeime in sich tragen. Di« Kinderlähmung be­fällt vorzugsweise Kinder vom 2. bis 4. Lebensjahr. Es sind aber auch Erkrankungen bis zum 10. Lebensjahr nicht selten ünd selbst Erwachsene können erkranken. Man rechnet mit einer Inkubationszeit von durchschnittlich 9 Tagen. Die Krankheit beginnt ziemlich uncharakteristisch. Katarrhalische Erscheinun­gen der oberen Luftwege oder auch Symptome seitens des Ver­dauungskanals können das Bild beherrschen. Für den Erfolg der Behandlung, besonders der Serumbehandlung ist es von größter Bedeutung, daß die Erkrankung schon vor Eintritt der Lähmung zur Feststellung kommt und daß der Arzt bei ver­dächtigen fieberhaften Erkrankungen der Kinder möglichst früh­zeitig zu Rate gezogen wird.

Als vorbeugende Maßnahme kommt nach dem oben Gesag­ten die laufende Desinfektion der oberen Luftwege in Betracht, d. h. eine besonders sorgfältig durchgeführte Mund- und Zahn­pflege bei Kindern und Erwachsenen. Es muß auch den Eltern empfohlen werden, baß da, wo Erkrankungsfälle in Gemeinden 'bekannt geworden sind, die Kinder von Menschenansammlungen jeder Art nach Möglichkeit ferngehalten werden. Das gilt be- fonders auch für den Besuch von Messen und Jahrmärkten.

Verkehrssicherheit und Unfallhaftung aus den Landstraßen.

Bei der allgemeinen Einschränkung der Ausgaben, die zwangsläufig durch die zunehmenden Erwerbslosenlasten und "die allgemeine Schrumpfung der Steuereinnahmen hervorgerufen wird, sind die wegeunterhaltungspflichtigen Landkreise, Gemein- 'den und Provinzen nicht mehr in der Lage, den Straßenbau so zu betreiben, wie es für Sicherheit und gute Beschaffenheit 'erforderlich ist. Die Kraftfahrer m>üssen infolgedessen damit rechnen, daß der Zustand der Wege sich hier und dort verfchlech- 'tert. Dabei ist zu bedenken, daß nicht in allen Fällen für Un­fälle, die infolge der schlechten Beschaffenheit der Straße eintre- 'ten, die Wegeunterhaltungsträger schadensevsatzpflichtig sind. Es nst in der bisherigen Rechtsprechung auch schon anerkannt, daß tbie Pflicht zur Wegeunterhaltung nur im Rahmen der allgemei­nen Leistungsfähigkeit den Kreisen oder Gemeinden zugemutet 'werden kaun. Die Kraftfahrer müssen infolgedessen bei Befah­ren der Straßen selbst die nötige Sorgfalt anwenden.

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Die Landsknechte

Sportroman von Emil Wöhner.

(Nachdruck verboten.) (23. Fortsetzung.)

Abgemacht. Es ist natürlich nur ein Notbehelf, aber ich will mein Möglichstes tun . . ."

Bitte, Theo, nimm eine Zigarette, dann geht die Zeit schneller hin", sagt Karl Schäfer und hielt seinem verletzten Mittelstürmer kameradschaftlich seine Zigarettendose hin.

Die Spieler gingen wieder auf den Platz. An der Tür kehrte Adolf Müller noch einmal zurück.

Also, Theo, du kannst dich auf mich verlaßen . . ."

Dann drehte er sich schnell um und folgte seinen Kameraden. Auch Bringhoff und Dr. Bargmann hatten sich auf Theos Wunsch wieder aufs Spielfeld begeben.

Der junge Mittelstürmer war allein. Die Fenster des An­kleideraumes standen auf seinen Wunsch offen. Eine straffe Kühle lag im Raum. Theo hatte seine Uhr in der Hand und sah mit ungeduldigen Augen aufs Zifferblatt. Langsam schlichen die Minuten. Angestrengt horchte er nach draußen. Einmal erscholl lauter Beifall, der aber sofort wieder verstummte.

Das war sicher eine gefährliche Situation vor dem Kasten," dachte Theo.Aber zu einem Tore hat es scheinbar nicht ge­langt."

Die Verletzung an seinem linken Knie fing wieder an zu bluten und zu brennen. Er leckte gleichgültig ein wenig daran und ließ es dann sein.

Letales, öonntavsgebanken.

Wenn der Sonntag vor der Türe steht, dann schreibe ich meinen Sonntagsbrief, damit er rechtzeitig in die Spalten der Zeitung eingefügt werden kann. So schreibe ich schon Jahr für Jahr, schreibe von Freude und Leid und will aber doch nichts anderes, als meinen Lesern Freude zum Sonntag bringen. Als ich mich zum erstenmale in dieser Zeitung vorstellte und am nächsten Sonntag gleich wieder kam. da fragte man mich, was ich denn eigentlich wolle. Davon will ich heute erzählen.

Einmal nur in der Woche schreibe ich meinen Brief an die Welt. Während der Woche hat man für mich keinen Platz. Politik, Wirtschaft und Börse drängen sich täglich vor und zie­hen Millionen Augen auf ihre neuesten Telegramme Da ist kein Platz für mich, wo der Mammon regiert, weil man für mich nur ein Lächeln übrig hätte

Aber zum Sonntag melde ich mich immer wieder an und es gibt Gott sei gedankt doch noch viele Menschen, die mein Kommen zum Feierabend der Woche begrüßen.

Mein Sonntagsbrief soll in das Hasten und Schaffen der Zeit, das ohne äußeren Stillstand und ohne innere Sammlung stets rastlos vorangeht, zuweilen einen höheren Gedanken hincin- dringen lassen. Wie wir uns in dieser schweren Zeit vor dem körperlichen Verhungern und Verdursten zu schützen suchen und sechs Tage für Brot schaffen, so sollen wir uns am siebten aus­schauen nach der Nahrung der Seele.

So will ich, wenn die Werkstattllr ins Schloß gefallen und der Friede des Feierabends ins deutsche Heim einzieht, zur Einkehr kommen ins Heiligtum des inneren Menschen. Mögen auch fernerhin und namentlich in der schweren Zeit, die noch unser harrt, meine Sonntagsgedanken hinauswandern, geplag­ten Menschenseelen die Welt des Alltags zu verklären durch einen Weihegedanken aus der Welt des Höheren, damit ihnen das, was des Lebens Ernst ausmacht, auch des Lebens Freude werde. Der Sonntags schreiber.

Kampf gegen die Winternot.

Der Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen zu Gießen hat die Organisation des freiwilligen Hilsswevkes der Gießener Winternothilfe zu vorbereitenden Maßnahmen aufge­rufen. Man nimmt eine Zahl von 8000 Hilfsbedürftigen an. Durch die freiwillige Liebestätigkeit hofft man durch Samm­lungen von Lebensmitteln, Kleidern und Geldern der dringen­den Not abhelfen zu können. Bereits seit Wochen wird die Wohlfahrtskugellotterie durch weißbehelmte Helfer in Gang ge­bracht. Leider ist der Ertrag dieser Lotterie nur ein ganz geringer. Wie im Vorjahr hat sich auch diesmal wieder das 'Reichswehrbataillon in anerkennender Weise für den Kampf 'gegen die Not zur Verfügung gestellt und wird in erster Linie der darbenden Jugend durch ein warmes Mittagessen behilflich sein. Die Stadt hat weiterhin den Ausbau und die Fertig­stellung eines Teiles der Pestalozzischule vergeben, durch die auch dem Handwerk, dessen Nöte viel zu wenig Beachtung fin­det, Beschäftigung geboten wird.

* Evangelisch-kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregie­rung wurde dem Pfarrer Robert Wolf zu Wingershausen die

1. Pfarrstelle an der Paulusgemeinde zu Darmstadt, Dekanat Darmstadt; dem Pfarrer Hans Hoffmann zu Westhofen die Pfarvstelle an der Friedrichsgemeinde zu Worms, Dekanat Worms; dem Pfarrer Hans Durft zu Groß-Felda die Pfarr- stelle zu Langenhain, Dekanat Friedberg und dem Pfarrer Wilhelm Köhler zu Wenings die Pfarrstelle zu Herrnhaag (Büdingen 3), Dekanat Büdingen, übertragen.

* Straßensperre. Die StraßeAm Kugelberg" wird neu eingedeckt und ^gewalzt. Aus diesem Grunde ist die StraßeAm

Zehn Minuten waren umgangen. Da rollte wieder Beifall über den Platz, aber dies Mal stark und andauernd.

Tor!" dachte Theo und mußte sich bezwingen, ruhig liegen zu bleiben.

Da shand auch schon der Trainer atemlos in der Tür.

Wir haben ausgeglichen, Theo! Ein wunderbares Tor?" Wer hat es geschosien?" fragte der Mittelstürmer schnell.

Adolf Müller. Er spielt überhaupt famos. Dor ein paar Minuten wäre ihm auch schon bald der Ausgleich geglückt. Aber der Bombenschuß wurde von dem Torwart vorzüglich gehalten. Die Gegner sind wirklich gut, besonders der Torwart, aber ich glaube bestimmt, daß wir es mit unsern zehn Mann doch schaf­fen werden ..."

Theo war wieder allein. Diel zu schnell verging ihm jetzt die Zeit. Immer wieder sah er auf die Uhr. Noch fünfzehn Minuten bis zum Schlußpfiff! Mit klopfendem Herzen horchte er auf jedes Geräusch, das von draußen kam. Ab und zu er­tönte schwacher Beifall, der aber keinem Torerfolg galt.

Wie es jetzt wohl auf dem Spielfeld aussah? Ob der geg­nerische Torwart heute unüberwindlich war?

Noch zehn Minuten!

Wir müßen siegen", dachte Theo immer wieder.Fünf- zchn Mal haben wir uns nicht ergeben. Und nun das letzt« Spiel!"

Noch sechs Minuten!

Da raste ein starker Beifall über das Feld. Theo Hansen sprang auf und stieß an der Tür mit Bringhoff zusammen.

Willst du wohl liegen bleiben, du Schlingel!" lachte der

Kugelberg" bis einschl. 213. Oktober 1932 für Fahrzeuge aller Art polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umlci* tungsschilder sind zu beachten.

* Gefundene und verlorene Gegenstände im Monat Sep­tember 1932. Das Verzeichnis über die im Monat September 1932 gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagstafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf-Philipp- Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.

* vom Postamt. Ab Montag, den 17. Oktober, fällt eine Ortsbriefzustellung an Werktagen aus; zugestellt wird dann nur noch vormittags zu den Zeiten wie bisher. Nachmittags sind die eingehenden Posten so schwach geworden, daß die Brieftzu- stellung im Anschluß sich nicht mehr lohnt.

* Lokal-Fuhballwcttkampf. Seit Jahren wieder treffen die Ligamannschaften der Spielvereinigung 1900 und des VfB Gie­ßen in einem Punktekampf zusammen. Das Wettspiel, für wel­ches sich schon heute stärkstes Interesse zeigt, findet morgen auf dem Platz des VfB 08 statt.

* Ausstellung von Handarbeiten. Die bekannte Kammgarn­spinnerei Schachenmayr veranstaltet in Gießen am Samstag, den 15., und Sonntag, den 16. Oktober, imKatholischen Ber- einshaus" eine interessante Ausstellung von Handarbeiten. Gegen 200 von Hand gearbeitete Modelle erregen bei der Damenwelt allgemeine Bewunderung. Die Sachen sind aus der mottensicherenSchachenmayr- Nomotta-Wolle" hergeftcllt, und zwar teils gestrickt, teils gehäkelt, zum Teil auch mit dem Schachenmayr-Handwebeapparat" gewoben. Die Fülle der Ar­tikel läßt sich gar nicht aufzählen: Pullover, Westen, Kissen, Decken, Schals und viele andere Dinge. Die Ausstellung dauert bis Sonntag abends 7 Uhr. Ein Besuch derselben kann nur empfohlen werden.

* Leipziger Frühjahrsmesse 1933. Die Leidiger Frühjahrs­messe 1933 beginnt Sonntag, den 5. März. Schluß der Textil­messe ist Mittwoch, den 8., der Sportartikelmesse und ebenfalls der Möbelmesse am Donnerstag, dem 9., der übrigen Zweige der Müstermesse Sonnabend, den 11. März, während die Große Technische Messe und Daumesse bis Sonntag, den 12. März, ge­öffnet bleibt.

Fahrteinschränkung der Kraftposten GießenWieseck Altenbuseck.

Infolge Verschiebung des Beginns und des Endes der Ar­beitsschichten ist eine Abwanderung der Fahrgäste aus den bisher frühesten und spätesten Kraftposten in die übrigen Fahr­ten eingetreten, so daß nach den neuesten Verkehrsermittelungen folgende Fahrten der Kraftpost GießenWieseck-Altenbufeck vom 17. Oktober ab aufgehoben werden mußten: W ab Gießen 54® nach Altenbüseck, W ab Altenbuseck 553 nach Gießen, W ab Wie­seck 7°° nach Gießen, W. ab Gießen Walltor 722 nach Wieseck, W ab Wieseck 15°° nach Gießen, W ab Gießen Walltor 1b" nach Wieseck, S ab Altenbuseck 20" nach Gießen, S ab Gießen Bahn­hof 2115 nach Wieseck, täglich ab Wieseck 2133 nach Gießen und täglich ab Gießen Bahnhof 2233 nach Wieseck.

2 Jahrzehnte Lichtspielhaus Gießen.

Nur noch wenige Tage, am 19. Otto ber kann das Lichtspiel­haus Gießen auf sein 20-jähriges Bestehen zurückblicken. So stürmisch die Entwicklung des Kinos in diesen zwei Jahrzehnten auch war, unter den modernsten und richtunggebenden in Deutschland war unser Lichtspielhaus" immer zu finden. Es ist dieses das Verdienst seines Besitzers, Herrn A. Henrich, ber als Ehrenvorsitzender an der Spitze des Landesverbandes der Lichtspieltheaterbessitzer von Hessen und Hessen-Nassau steht. Nach im Jahre 1927 erfolgtem Umbau liegt die Geschäftsfüh­rung und Programmgestaltung in Händen des Herrn Direktor Otto Geyer. Beide haben es verstanden, das Gießener Licht-

Trainer und schloß seinen Mittelstürmer begeistert in die Arme. Adolf hat eben das Führungstor geschoßen! 2:1! Theo, alter Junge, ist das eine Freude!"

Ein paar Minuten später ertönte der Schlußpfiff.

Brausender Beifall erscholl, als nach dem Kampf der Spiel­führer der besiegten Mannschaft als erster auf Adolf Müller zukam und ihm beglückwünschend die Hand schüttelte. Es war ein erhebender Augenblick, wie beide Fußballspieler, die eben noch in hartem, erbittertem Kampfe die Klingen gekreuzt hat­ten, Schulter an Schulter den Spielplatz verließen. Und der stürmische Beifall galt nicht zuletzt dem tapferen, ritterlichen Gegner ....

Bravo, ihr Landsknechte? Ungeschlagen habt ihr die Be­zirksmeisterschaft errungen. Lustig flattern eure Dereinsfahnen im Winde, die dem Gegner so oft Achtung und Furcht eingeflößt haben? Euer Siegeswille, euer Fleiß und euer Kameradschafts­gefühl hat die ersten Früchte getragen. Der Weg zur Der- bandsmeisterschaft ist frei!

Der Vorsitzende überreichte den Spielern einen großen Lor­beerkranz. Auf der breiten Schleife stand: Einer für alle, alle für einen! Unserer tapferen, siegreichen 1. Mannschaft! Der Dereinsvorstand.

Adolf Müller stand vor seinem Spielführer. Der Schweiß lief ihm vom Gesicht, aber seine Augen strahlten.

Hab' ich mein Versprechen gehalten, Theo?"

Ja, Adolf."

Und beide Spieler drückten sich stumm die Hand....

(Fortsetzung folgt)