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Anlässe für ^ om 9- Dezember 1931. icnt gesenkt.
'""bürg an der Lahn Vorstandsmitglieder 19™ schuldig gemalt °chveis der Untreue
Erscheint Samstags.
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In der Frage der Reichspräsidcntcnwahl ist auch im Lause Freitags eine Klärung noch nicht cingctrctcn.
Die bisher dem Hindenburg-Ausschuß gemeldeten Eintragun- fjatten Freitagvormittag bereits 1' Millionen übcrschrit- Dcr Hindenburg-Ausschuß macht nochmals darauf aufmerk-
Samstag, den 13. Februar 1932
Nummer 6
Endlern aus Hessen. Itemberg zahlreich be- ^e des Fränkischen 5 Viehhandels. Die inspreis. lijei ist es gelungen. MN, die in Koblen, . Cie fertigten nach e an.
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|dm, daß die Einzeichnungslisten für den Wahlvorschlag des Reichspräsidenten von Hindenburg am heutigen Sonnabend endgültig geschloßen werden.
Die nächste Sitzung des Reichstages wird am kommenden Dienstag beginnen. U. a. steht die Frage des Zeitpunktes der Reichvprösidentenwahl auf der Tagesordnung.
Reichskanzler Dr. Brüning wurde am Donncrstagvormittag Dom Reichspräsidenten zur Berichterstattung über die Genfer Reise und die sonstigen Genfer Besprechungen des Reichskanzlers empfangen.
Der Reichsrat nahm am Donnerstag eine Vorlage des Reichsarbeitsministers an, wonach 1932 neue ausländische Landarbeiter nicht mehr nach Deutschland hcreingclassen werden.
Der Reichsminister der Finanzen hat mit Zustimmung des Reichsrats soeben die Durchführungsbestimmungen über die Ab- litsung der Hauszinssteuer erlassen.
Wie verlautet, ist in der Frage der Beseitigung des preußischen Fehlbetrages von 100 Millionen mit einer Einigung zwischen Reich und Preußen zu rechnen.
Ueber den Inhalt der englisch-französischen Finanzverein- 6 errungen. tic nach Pariser und Londoner Meldungen jetzt in der sranzösischen Hauptstadt zustande gekommen sein sollen, lagen an zuständiger deutscher Stelle auch am Freitag nähere Mitteilungen noch nicht vor.
Die chinesische Delegation in Genf hat einen Antrag auf tkmberusung der Völkerbundsvollverfammlung eingereicht, jedoch ist dieser Antrag zunächst nur formell gestellt, um die in Ar- i titel 15 vorgesehene ^tägige Anmeldefrist nicht verstreichen zu lassen.
Die Kämpfe um die Wusungjorts sind erneut aufgelebt. japanische Kreuzer und Flugzeuge bombardieren die chinesischen Stellungen und die in den benachbarten Hügeln eingcniftetcn I chinesischen Maschinengewehre. Die Japaner haben den Kommandanten des in der Nähe des Forts ankernden britischen Kreuzers „Berwick" ersucht, die Gefechtszone zu verlassen, um unliebsame Zwischenfälle zu verhüten.
Der Geheime Rat in Tokio stimmte der Aufnahme einer Anleihe von 400 Millionen Pen zur Deckung der Kosten des ttandschurei-Konslikts zu.
Der Hamburger Gaftwirtestreit, in dem der Ausschank von Sier verweigert wird, ist in vollem Gange. Bis jetzt haben sich 3400 Gastwirte durch Unterschrift und Berpflichtungsschein dem Streik angeschlossen.
Deutschlands Mindestforderungen.
Das unverschämte Verhalten Litauens gegenüber dem Döl- ■ lerbund und der deutschen Klage hat in Genf große Erbitterung hervorgerufen. Es wird allgemein erwartet, daß die Reichs- regierung als Kläger in der für Sonnabend vorgesehenen Ratstagung schonungslos Vorgehen und folgende Forderungen als Mindostprogramm vortragen wird:
1. Die Nichtigkeitserklärung aller von der litauischen Regie- mng während der letzten Vorgänge in Memel ergriffenen Maß- n ahmen.
2. Sofortige Absetzung des von der litauischen Regierung g avaltfam gebildeten Direktoriums und Wiederherstellung des Riechtszustandes durch Einsetzung des bisherigen verfaßungs- iriäßigen Direktoriums.
3. Bestimmte Bürgschaften der litauischen Regierung für die Zukunft in Form einer offiziellen Erklärung der litauischen Regierung gegenüber dem Völkerbundsrat auf strengste Ein- tailtung der Memel-Konvention und des Memel-Statuts in Zukunft.
4. Die sofortige Absetzung des für die (Ereignisse im Memel- Sitbiet hauptverantwortlichen Gouverneurs der litauischen Regierung Merkys.
SoraussiM» 6,2 Millionen Mark Defizit in Hessen.
Auf eine Große Anfrage der Nationalsozialisten erklärte der hessische Jinanzminister u. a.:
Der Staatsvoranschlag für 1931 war bekanntlich mit einem Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben zum Abschluß gebracht worden. Der Verlauf des Voranschlagsjahres hat den Erwar- timgen nicht entsprochen. Nach der bisherigen Entwicklung orb man annohmen müßen, daß im ganzen an Deckungsmitteln 15,4 Millionen gegen den Voranschlag fehlen werden. Dem- gigenüber laßen die verschiedenen Notverordnungen für die Staatskasse 5,7 Millionen Erleichterungen eintreten. Durch * eine Drosselung der sachlichen Ausgaben kann mit einer Minder- a-isgabc von vielleicht 3,5 Millionen gerechnet werden. Das stib im ganzen Rechnungsjahr 9,2 Millionen Mark Ersparnisse gegenüber dem Voranschlag. Danach würde sich ein Fehlbetrag in Rechnungsjahr 1931 von 6,2 Millionen Mark ergeben. Welchen Abschluß das Voranschlagsjahr endgültig ergibt, läßt sich heute mit Sicherheit noch nicht sagen.
Der Berliner Polizeipräsident droht Versammlungsverbot für NSDAP, u. KPD. an.
Die schweren politischen Zusammenstöße, die sich in der Nacht zum Freitag in allen Stadtteilen Berlins ereigneten, und bei denen insgesamt etwa 40 Personen mehr oder weniger schwer verletzt und 60 Personen von der Polizei zwangsgestellt wurden, haben den Berliner Polizeipräsidenten veranlaßt, ein Schreiben sowohl an die Nationalsozialisten als auch an die Kommunisten zu richten, in dem beiden Parteien ein Versammlungsverbot an-
gedroht wird
Zinssenkungsabkommen.
Jm Volksstaat Hessen hat sich der im Zinssenkungsabkoin- men vorgesehene KreditauSschuß konstituiert. Folgende Gruppen sind darin vertreten: der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, der Reichsverband der Gruppe her deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften Raiffeisen, die Freie Vereinigung der Arbeitnehmerbanken Deutschland, der Verband deutsck>er öffentlich-rechtlicher Kreditanstalten, der Deutsche Beamten-Ge- uosseuschaftsverband, der Centralverband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes (E. V.) und der Deutsche Genossenschaftsverband. Zum Vorsitzenden wurde Justizrat Dr. h. c. Reh in Darmstadt (Heßischer Sparkassen- und Giroverband) gewählt. Die von diesem Kreditausschuß gefaßten Beschlüße sind, worauf ausdrücklich hingewiesen wird, nicht nur für die Mitglieder der vorgenannten Verbände, sondern auch für alle anderen außenstehenden Geldinstitute, ferner aber auch für alle Werkssparkassen und Konsumvereine, bindend.
Wer hat Recht ?
In dem Organ der Ruhr-Handelskammern „Ruhr und Rhein" Nr. 6 vom 6. ebruar befaßt sich F. Holtermann, Essen, in einem beachtenswerten Aufsatz mit den in letzter Zeit von Gewerkschaftsseite erhobenen Anschuldigungen gegen die Unternehmer, worin ihnen Ausbeutung der Bergarbeiter und unfarfc liche Haltung gegenüber der gewerkschaftlickzen Interessenvertretung vorgeworfen wurde. Der Verfasser ist der Auffassung, daß die schlechte wirtschaftliche Lage des Ruhrbergbaus, insbesondere auch der Bergarbeiter, durch eine'falsche Lohn- und Sozialpolitik verursacht sei. Im Ruhrbergbau seien auf Betreiben der Gewerkschaften von Mai 1924 bis Mai 1929 trotz der durch eine amtliche neutrale Kommission sestgestellten Verlustwirtschast neunmal die Löhne erhöht worden, während zur selben Zeit im ausländischen Bergbau die Löhne fast unverändert blieben. Sie Regierung mußte zwar den Widerstan-d der Unternehmer als berechtigt anerkennen, habe aber immer wieder aus politischen Gründen geglaubt, den gewerkschaftlichen Forderuirgen nachgeben zu müssen. Damit nicht genug; auch auf sozialpolitischem Gebiet seien immer neue Forderungen gestellt worden. Das Knappschaftsgesetz von Juli 1926 habe dem Bergbau neue außerordentliche Lasten gebracht. Während die Gesamtbelastung mit Ausgaben für die Sozialversicherung auf die Tonne Rein- förderung im Ruhrbergbau vor dem Kriege 79 Pfg. betrug, stellte sie sich beispielsweise im 3. Vierteljahr 1928 auf nicht weniger als 2,67 M., also das 3,38-fache der Vorkriegsbelastung. Diese enorme Steigerung der sozialen Aufwendung habe sich naturgemäß im Konkurrenzkampf mit dem mit sozialen Ausgaben in erheblich geringerem Umfange belasteten ausländischen Bergbau bald auswirken müßen. Der Kohlenb"rgbau konnte sich gegenüber dem billiger produzierenden Ausland nicht mehr behaupten und die Folgen der arbeiterschädigenöen Lohn- und Sozialpolitik zeigten sich alsbald in vermehrtem Absatzrückgang, Arbeiterentlaßungen und Einlegung von Feierschichten. H. erinnert weiter an Stegerwalds Rede zur Lohn- und Sozialpolitik in einer Berliner Pressekonferenz am 30 9. 1930, in der er nach dem Organ der christlichen Gewerkschaften „Der Deutsche" folgendes ausführte:
„Wäre man nicht drei Jahre lang in einem Irrgarten hcrumgewandelt, dann ständen die deuffchen Arbeitnehmer auch ohne neue Lohnerhöhungen in den Jahren 1928 und 1929 in ihrer realen Kaufkraft bestimmt nicht schlechter da, als cs gegenwärtig der Fall ist, wir hätten bestimmt weniger Arbeitslose als jetzt, und wir brauchten 1930 in lohn- und gehaltspolitischen Fragen nicht den beschwerlichen Rückweg anzutreten. Mit sozialer oder unsozialer Einstellung des jeweiligen Ar- beits- und Finanzministers haben diese Dinge nichts zu tun "
Das bedeutet nichts mehr und nichts weniger, als daß im Endesfett die Arbeitgeber sozial, die Gewerkschaften unsozial gehandelt haben. Jmbusch, der jetzige Vorsitzende des christlichen Deuiscken Gewerkschastsbundes, drohe der Unternehmern mit i(6är;-<en Gewaltmaßnahmen, wenn sie seine Reformarbeit ablehnen würden, während sein Vorgänger, Stegerwald, den Unternehmern bescheinige, daß ihr Wid-rstund gegen diese „Rc- formarbeit" berechtigt war. Sehr treffend habe noch dieser Tage in der Vollversammlung der Jndu^ri' und Handelskammer zu Bochum, auch der Leiter der staatlichen Zeche Hibernia, Oberbcrgrat von Velsen, ausgeführt, nicht das kapitalistische System bahe versagt, sondern ec sei so ausgezehrt und so gehemmt worden, daß seine Funktionen versagen mußten. Be- dauerUcherweise müsse man feststellen, daß Stegcrwalds Worten nicht Die cntsprechenden Taten gefolgt seien. Insbesondere gelte das für den Ruhrbergbau, dem trotz amtlich belegter Verlust- wi^ljckas' immer wieder die drinZich-st erforderliche Selbst kostenentlastung entweder ganz versagt oder nur in unzureichendem Maße zuteil wurde.
Gibt es noch größere Bestinkitäten und Grausamkeiten in der zivilisierten Wett?
Von Tha Li.
Von der Liga für Vatcrlandsvcrteidigung der Chinesen.
Der plötzliche Einfall der Japaner in Mulden am 18. September vorigen Jahres wurde von Japan als lokaler Zwischenfall, dann als Konflikt lokalen Charakters dargestellt. Der Vertreter Japans hat heilig versprochen, daß die japanischen Truppen in kurzer Zeit zurückgezogen würden. Er versprach mehrmals, daß Japan keinerlei Annexionsabsicht hätte. Doch danach wurden friedliche chinesische Städte in unseren Ostprouin- zen bombardiert und erobert. Unzählige Opfer an Menschen und Gütern sind verloren gegangen. Die chinesische Regierung hat, um den Frieden zu wahren, leider bisher auf den Völkerbund gehört und leider ihr Wort gehalten, den Konflikt nicht zu verschärfen und ihre Truppen kampflos zurückgezogen.
Der Völkerbund, der hohe Mitgliedsgelder aus aller Welt verschluckt hat, um seinen Pumppalast in Genf zu bauen, versagt nicht nur gegenüber den japanischen Gewalttaten, sondern hat die japanischen militärischen Aktionen durch sein zögerndes und oft „recht freundliches Verhalten" ermutigt und stillschweigend begünstigt. Nicht nur, daß die Ratsmitglieder nicht den festen guten Willen haben, eine wirksame Aktion nach Gerechtigkeit zu unternehmen, sondern es sitzen Mitglieder im Rate, die mit Japan in Geheimabkommen stehen und Japans Vorgehen unterstützen. Der Betrug und die willkürliche Handhabung dieses Theaters ist offensichtlich!
Jetzt hat Japan 5 Monate lang gegen China den Krieg geführt und mit allergrößter Rücksichtslosigkeit China zu vernichten getrachtet. Japan hat den Neunmächte-Vertrag verletzt. Kellogpakt und Völkerbundspakt unbeachtet gelassen.
Frankreich an der Spitze des Völkerbundes spricht immer von der Heiligkeit der Verträge, aber nur wenn vom Pouag- plan die Rede ist. Wo bleibt für diese Verträge die „Heiligkeit"'?
Japan bombardiert und marschiert, verlangt aber von der chinesischen Regierung, jegliches feindselige Verhalten des chinesischen Volkes zu beseitigen. Es will sogar Zensur an der chinesischen Presse in chinesischen Städten üben. Japan will nichts anderes, als China zu seinem Vasallenstaat machen und wo,nög- lich „vernichten"! Es klingt unwahrscheinlich^ ein 450 Millionen starkes Volk vernichten zu wollen, ist aber nicht übertrieben. Der japanische Chauvinismus, der Ehrgeiz der japanischen Miltaristen ist viel größer und wahnsinniger, als man hier im allgemeinen glaubt. Schritt für Schritt könnte Japan zp einer militärischen gewaltsamen „gelben Gefahr" der Welt werdend Die letzten Ereignisse und das letzte Vorgehen der Japaner haben die deutlichsten Beweise dafür erbracht, daß diese anscheinend unglaubliche Vermutung Wahrheit und Tatsache geworden ist, die auch keinem Europäer mehr gleichgültig bleiben dürfte.
Wir wissen mit großer Freude, daß unsere leider einzige, aber berechtigte große Waffe, der Boykott japanisck-er Waren die Wirkung hat, die wir erzielen wollen. Japans Finanzwirtschaft ist ins Schwanken geraten! Anläßlich des angeblichen Ueberfalls auf fünf japanische Mönche in Schanghai erlaubten sich die Japaner, in unserer eigenen Stadt große Demonstrationszüge zu veranstalten, wobei sie unsere Läden zerstörten, die Passanten belästigten und Fabriken in Brand steckten. Es gab Tote und Verwundete. China hat diese unvergeßlichen Demütigungen ohne militärische Maßnahmen erduldet. Es war den Japanern noch lange nicht genug. Japan stellte dem Oberbürgermeister von Schanghai ein Ultimatum, daß innerhalb 48 Stunden alle chinesischen Nationalverbände in China verboten werden müßen, die Boykottbewegung sofort zu verschwinden habe. Trotz der Befürchtung, daß durch die Annahme dieses unmöglichen Ultimatums schwere berechtigte Unruhen im Volke ausbrechen könnten, hat die Stadt es angenommen, um noch ihren äußersten Friedenswillen zu zeigen. China will nicht den Imperialisten Japans Gelegenheit geben, ihre Kriegslust zu bestärken. Es befindet sich im Ausbau. Das jung Aufgebaute soll möglichst durch Aufrechterhaltung des Friedens weiter entwickelt werden.
Trotzdem „China alles gemacht hat, was Japan verlangt hat," (das müßen wir leider schweren Herzens zugestehcn), hat Japan ohne Grund über 14 Stunden lang die chinesische Stadt Tschapei in Schanghai bombardiert. Tschapei ist eine vollkommen offene und unbefestigte Stadt und außerordentlich dicht bewohnt. Die Japaner zündeten Häuser an, wo sie nur konnten. Die Stadt wurde zum Flammenmeer und zum Blutbad der schutzlosen Frauen und Kinder. Will Japan etwa sich rühmen, daß seine Truppen, die bis auf die Zähne gerüstet sind, ’inen großen glorreichen Sieg davongetragen haben, wenn sie diese schutzlose Zivilbevölkerung ermordet haben? Dieses Vorgehen der Japaner und die nie eingehaltenen Versprechungen der japanischen Vertreter und Diplomaten in den Sitzungen und Konferenzen zeigen das wahre japanische Gesicht. Denn nicht zum kulturellen gesellschaftlichen Fortschritt haben die übernommenen europäischen Wissenschaften geführt, sondern zu Bedrückungen und Knechtungen eines waffenlosen Volles.
Staaten als Individuen in der Welt haben noch selten in der menschlichen Geschichte eine Spur von Edelmut gezeigt. So muß China zur Selbstverteidigung schreiten. Marschall Tschiang-