Samstag, den 6. August 1932.
„Gießener Zeitung"
Nr. 31.
und Sicherheit dem Staate in den letzten Monaten geleistet haben, seinen besonderen Dank und Anerkennung aus.
Glei^eitig ermächtigt Minister Leuschner die zuständigen Stellen zur Erteilung eines Sonderurlaubs von drei Tagen an die Polizei- und Gendarmeriebeamten als Ausgleich für die durch die autzerordentlich vermehrte Dienstleistung eingetretene Ueberanstrengung.
Die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Sull 1932.
Sind bereits in normalen Zeiten die Monate Juli und August die sogenannten Hauptreisemonate, Überwiegeno geschäftsstille Zeiten für das .Handwerk, da mit einer längeren Abwesenheit oes zahlungskräftigen Publikums gerechnet weroen muß, so gestaltete stch in diesem Zahre unter dem Druck der all- gemeinen anhaltenden wirtschaftlichen Depression die Geschäftslage im Handwerk geradezu katastrophal. Die bestehense Krise hat sich im Berichtsmonat noch weiter verschärft und keine Aussichten auf baldige Besserung aufkommen lasten. Ob dies zum Teil auf die ungeklärten politischen Verhältniße zurückzuführen ist, die die Entschlußkraft des freien Unternehmertums lähmend beeinflußen, ob sich für bestimmte Berufe die zurzeit stattfindenden Saisonausverkäufe ungünstig auswirken, ob und inwieweit auch die Witterung einer Besserung der Geschäftslage im Wege steht, läßt sich sehr schwer sagen. Wenigstens berichten selbst die Handwerksberufe, auf oie die Reisezeit sonst belebend einzuwirken pflegt, dieses M"al, daß das Geschäft nahezu völlig still liegt. Im Schneiderhandwerk sind die sonst üblichen Aufträge für Reiseklesdung beinahe gänzlich ausgeblieben. Auch im Sattlerhandwerk, besten Umsätze durch Oen Verkauf von Reiseartikeln im Juli für gewöhnlich eine Steigerung erfuhren, blieb dieses Mal die erwartete Geschäftsbelebung aus. Die übrigen leder- und papieroerarbeitenden Handwerksbernfe wiesen durchweg eine Verschlechterung chres Geschäftsganges auf. Die ITahrungsmittslhandwerke hatten ebenfalls unter der Reisezeit sowie der zeitweisen warmen Witterung zu leiden. Der Absatz zeigte hier, auch beeinflußt durch das vermehrte Angebot von jungem Gemüse, Kartoffeln und Obst, stark rückläufige Tendenz auf. Eine geringe Belebung wird lediglich von den metallverarbeitenden Handwerksberufen in ländlichen Gebieten gemeldet, die infolge der Erntearbeiten vermehrte Aufträge für Reparaturen aufzuweisen hatten. Jedoch hielt sich infolge der schlechten Lage der Landwirtschaft die Auftragserteilung in ungewöhnlich engen Grenzen. Sehr gering blieb auch die Bautätigkeit, die stch fast ausschließlich auf Kleinwohnungen, Siedlungsbauten und Reparaturarbeiten beschränkte. Infolge der starken Konkurrenz der Schwarzarbeiter blieben jedoch diese Aufträge, die ohnehin nur einen geringen Umfang erreichten, für die gesamte Lage des Bauhandwerks völlig bedeutungslos. Von der Handwerkskammer Nürnberg wird noch besonders darauf hingewiesen, daß das Betätigungsgebiet einer Reihe von Handwerksberufen neuerdings auch eine starke Beeinträchtigung durch die produktive Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen durch die Wohlfahrtsämter erfährt. Verschiedentlich mußten auch schon Angriffe des freiwilligen Arbeitsdienstes auf Arbeiten des selbständigen Handwerks abgewiesen werden.
Die anhaltende Wirtschaftskrise machte stch naturgemäß in einem immer stärkeren Druck auf die Preisgestaltung bemerkbar. Zu einer weiteren Gefährdung der Handwerksbetriebe werden auch neben der drückenoen steuerlichen und sozialen Belastung in immer größerem Umfange die Verluste durch Konkurse und Zwangsversteigerungen der Schuldner des Handwerks.
Bilder aus der Sowjetunion.
In Rußland wieder Privatwirtschaft?
Moskau. Das bisherige Staatsmonopol der Rohstoffbeschaffung ist durch ein gemeinsames Dekret des Rates der Volkskommißare und des Zentralexekutivkomitees der Kommunistischen Partei mit dem gestrigen Tage aufgehoben worden. Der Einkauf von Rohstoffen und damit die Fabrikatton von Waren sind den einzelnen Privatunternehmern fteigestellt.
Das Dekret bedeutet das Wiederaufleben der Privatwirtschaft in Sowjetrußland. Es erlaubt ausdrücklich den Verkauf von Waren auf dem offenen Markt, wobei der Verdienstspanne der Fabrikanten nicht einmal Grenzen gezogen werden. Die Regierung verzichtet auch auf jeden Einfluß auf die Preisbildung.
Die Regierung hofft, daß die Fabrikation von Fertigwaren, die bisher ausschließlich dem Staate zustand, sich durch das Dekret steigern wird, und daß der besonders auf dem Lande stark empfindliche Warenmangel allmählich behoben wird.
Im Laufe der letzten zwei Monate hatte die Sowjetregierung, wie gemeldet, die Zwangswirtschaft in der Landwirtschaft durch Erlasse bereits stark eingeschränkt und den Bauern unter anderem einen freihändigen Verkauf ihrer (Erzeugnisse zu beliebigen Preisen gestattet.
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Die Sowjetregierung hat in letzter Zeit auf den entscheidenden Gebieten der Produktion und der Verteilung Lockerungen der Zwangswirtschaft vorgenommen, die wie eine Rückkehr zu individualistischen Wirtschaftsmethoden anmuten können. Dieser Schluß wäre voreilig. Die Rußen denken bestimmt nicht daran „Gewerbefreiheit" zu schaffen. Die Rußen erleben jetzt die erste große Ernüchterung über die wirtschaftlichen Folgen des Fünfjahresplanes.
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Berichte der Russischen Arbeiterpresse.
Wer sich ein unparteiisches Urteil über die rußischen Arbeiterverhältniße bilden will, wird gut tun, auch die in der rußischen Gewerkschaftspresse veröffentlichten Berichte, in denen die Beschwerden der Arbeiterschaft selbst zum Ausdruck kommen, zu lesen. Auch die kommunistische Preße wird diese Berichte nicht als unwahr abtun können, denn die Sowjetbehörden würden ihre Veröffentlichungen sicherlich nicht dulden, wenn es sich um unwahre Berichte handelte. Nachstehend einige Meldungen aus den letzten Monaten:
Die Bergarbeiter verlassen in Scharen die Schachtanlagen wegen der schlechten Ernährungsfrage.
„Udarnik Uglia" Nr. 7 meldet, die Lebens- und Wohnverhältnisse des rußischen Bergarbeiters sind katastrophal, so z. B. im Tschelabinsker Kohlenrevier; hier wurden allein im Monat Juli 1931 an Lebensmitteln für die Bergarbeiterschaft zu wenig geliefert: 155 Tonnen Mehl, 40 Tonnen Graupen, 36 Tonnen Fleisch und Fisch, 5 Tannen Butter, und Konserven wurden überhaupt nicht geliefert. Im September hat sich die Lebensmittelversorgung noch weiter verschlechtert. Die Tschelabinsker Schachtanlagen haben bis zum 15. 9. 31 11025 neue Bergarbeiter eingestellt, aber auf Grund der schlechten Ernährungsfrage haben wieder 9167 Mann die Schachtanlagen verlaßen.
„Udarnik Uglia" Nr. 12 melbet, auf der Schachtanlage „Go- lubowka" werden die Löhne der Bergarbeiter meist mit größter Verspätung ausbezahlt, so daß die Dezemberlöhne noch lange nicht Ende Januar 1932 ausbezahlt waren. Die Bergleute stehen täglich in langen Reihen vor den Schaltern und verlangen empört ihr schwer verdientes Geld.
„Udarnik Uglia“ Nr. 24 meldet, aus der Schachtanlage „Go- lubowka" im Donbaß haben 511 Mann ebenfalls ihre Zechen wegen der schlechten Lebensweise verlassen. Auf der Schachtanlage „Proletarskaja Dittatura" haben die neueingestellten Bergleute überhaupt kein Fleisch bekommen. Die Bergarbeiter, die auf der Schachtanlage „Pietrowsk" eingestellt wurden, waren gezwungen, in den ersten Wochen ihrer Arbeit auf nackten Brettern zu schlafen. In der ersten Woche ihrer Einstellung haben sie nicht einmal Brot bekommen. Auf 50 Mann wurden nur 8 Handtücher und drei Krüge herausgegeben. Die Zahl der willkürlich Feiernden steigt. Im November 1931 haben sich von den Feiernden 554 Mann wieder zur Arbeit gemeldet und 363 Mann meldeten sich wieder ab. Im Dezember von 480 Mann, die sich zur Arbeit wieder gemeldet haben, haben 419 Mann ihre Arbeitsplätze wieder verlaßen.
Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen.
„Uudarnik Uglia" Nr. 5 meldet, auf den Schachtanlagen von Tschelabinsk ist das willkürlich« Feiern der Bergleute auf Grund der schlechten Lebens- und Wohnverhältnisse weiter gestiegen. Im Oktober feierten 5690 Hauer und 18107 weitere Leute (Hilfsarbeiter, Lehrhauer, Schlepper etc.). Im Vergleich mit September ist das Feiern der Bergleute im Oktober um 65,2 Prozent gestiegen.
„Udarnik Uglia" Nr. 62 vom 5. Juni meldet: Unhaltbare Zustände im Wohnungswesen der russischen Bergarbeiterschaft auf der Grube „Kaganowitsch". Die Abwanderung der Bergleute von der Grube „Kaganowitsch" dauert an. Das Willkür- . liche Feiern der Bergleute nimmt ju (die Leute feiern, weil sie zum Teil keine Kleidung haben und ungenügend mit Lebens- mittel versorgt werden. Der Uebersetzer). Welches sind nun die Ursachen der Abwanderung? Die Wohnbaracken sind niedrig und einstöckig. Die Fußböden sind zerstört. Um die Baracken herum liegt Bauschutt und Schmutz. Es ist toi ne Gelegenheit vorhanden, sich vor der brennenden Sonne schützen zu können. Bäume, nicht einmal ein Grashalm sind vorhanden.
In der Ledigenheimbaracke Nr. 99 der Zeche Nr. 51 sieht es genau so schlecht aus. In den Stuben herrscht eine erstickende Luft. Auf den zerbrochenen Eisenbettstellen liegen Matratzen, welche bereits seit 4 Jahren nicht ausgewechselt wurden. An reine Bettwäsche ist überhaupt nicht zu denken, diese ist mit schmutzigen Lappen ausgebeßert und auch nur zum Teil. Besen und Putzlappen fehlen. In den Kollektivbaracken stehen Schränke, die aber nicht benutzt werden können. Verschiedene Schränke haben keine Türen und andere sind nicht verschließbar, da keine Schlößer vorhanden sind.
Baracke Nr. 408. Kollektivwohnungen. Die Zimmer sind 5 bis 6 Quadratmeter groß. In jedem Zimmer wohnen 8 bis 14 Personen. Jedes Zimmer hat Steinplatten. In dem Zimmer ist es dunstig und schmutzig. Keller sind keine vorhanden. Die Lebensmittel etc. werden unter die Bettstellen gelegt und aufbewahrt. Die Baracke erinnert an einen Eisenbahnschlaf- wagen. Auf den Betten und Wänden wimmelt es von Wanzen Kläine Kinder, ungefähr 50 an der Zahl, liegen auf dem- Fußböden herum und wühlen im Schutt.
Es erübrigt sich, diesen Berichten, deren Zuverlässigkeit außer Zweifel stehen dürfte, noch etwas zuzufügen.
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Ueber 11 Millionen Arbeitslose in USA.
Washington. Die Zahl der Arbeitslosen in den Vereinigten Staten beträgt nach Angaben des Präsidenten des Amerikanischen Gewerkschaftsbundes, Grenn, gegenwärtig 11 238 000. Gegenüber dem Januar d. I. ist eine Erhöhung der Arbeits- losenziffer um 1 336 000 eingetreten.
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Sportroman von Emil Wöhner.
(Nachdruck verboten.)
(12. Fortsetzung.)
Es war ihm schon seit ein paar Tagen ausgefallen, baß der sonst so fröhliche Mittelläufer ein anderes Wesen zur Schau trug. Wie kein anderer Spieler hatte Adolf es sonst verstanden, die Mannschaft durch seinen nie versiegenden Humor zu erfreuen. Aber jetzt trat oft ein gequälter Ausdruck in sein Gesicht, wenn seine Kameraden scherzten. Ihn mußte irgend etwas bedrücken.
„Sag mal, Mols", begann Theo zögernd und setzte sich zu seinem Freund, ,,bu hast irgend etwas auf dem Herzen. Kannst du es mir nicht sagen? Vielleicht ist es eine Angelegenheit, die du mit dir alleine abmachen mußt. Dann will ich nicht weiter fragen. Aber wenn die Möglichkeit besteht, daß ich dir nur ein wenig helfen oder beistehen kann, dann bitte ich dich, mir doch dein Vertrauen zu schenken."
Adolf Müller wehrte ab.
„Laß doch, Theo. Du meinst es gewiß gut . . ."
„Ja, Adolf. Es ist bestimmt keine Neugier. Wir sind doch Freunde. So wie wir auf dem Sportplatz zusammenhalten, sollten wir doch auch außerhalb des Mannschaftsspiels treue Kameraden sein. Nicht nur in guten Tagen. Ein Freund bewährt sich erst in der Not. Es ist ja möglich, daß dir ein anderer Spieler unserer Mannschaft näher steht als ich, dem du dich besser anvertrauen könntest. Die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst."
„Wenn ich irgend jemandem vertraue, Theo, dann bist du es. Ich will dir auch sagen, was mich bedrückt. Mit noch drei anderen Bankbeamten ist mir gestern gekündigt worden. Jetzt bin ich arbeitslos und kann stempeln gehen. Ich wußte es schon seit einigen Tagen."
„Besteht gar keine Aussicht, daß du wieder eine Stelle bekommst, Mols?" fragte Theo leise und mitfühlend.
„Nein . . . oder doch. Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen, hätte ich wohl Aussicht, einen anderen Platz zu bekommen. Aber i ch habe das Geld nicht . . ."
Er brach plötzlich ab, mutlos und verzagt.
„Neunhundert Mark, Adolf? Ich verspreche dir, daß du das Geld bis morgen haben sollst, wenigstens den größten Teil," erklärte der Mittelstürmer schnell und bereitwillig und sein Gesicht erhellte sich.
Adolf ergriff Theos Hand.
„Du brauchst mir nicht zu danken," wehrte der Mittelstürmer ab. „Es ist doch unter Sportskameraden selbstverständlich, daß einer dem anderen hilft, soweit es in seinen Kräften steht... Ich fahre jetzt gleich nach Hause. Sei morgen nachmittag gegen 4 Uhr bei mir, dann erledigen wir die Sache. Ich freue mich ja, daß ich dir helfen kann. Oder glaubst du, daß ein Spielführer seinen Mittelläufer im Stich läßt? Und wie gesagt, die Hauptsache ist, daß du wieder der Alte wirst . . ."
Ein paar Stunden später saß Theo Hansen in seiner Stube am Schreibtisch. Nachdenklich stützte er den Kops in die Hand.
„Bis morgen muß Adolf das Geld haben", dachte er. „Fünfhundert Mark habe ich auf der Bank. Wenn es irgend möglich ist, muß ich ihm die ganze Summe beschaffen. Aber woher die vierhundert Mark nehmen?"
In Gedanken ging er die Reihe seiner Bekannten durch. Aber er fand keinen darunter, dem er seine Bitte vortragen möchte. „Wenn ich mein Motorrad verkaufte?" dachte er einen Augenblick. „Aber erstens werde ich es nicht so schnell los und zweitens ist es ein Geschenk von Iohannißon."
Iohannißon! Daß er daran nicht eher gedacht hatte. Das war der Mann, der ihm helfen konnte. Was hatte er damals doch zu ihm gesagt: „Wenn Sie ein Anliegen haben sollten, kommen Sie ruhig zu mir. Ich bin immer für Sie zu sprechen . . ." Ja, der konnte ihm das Geld geben und würde es auch tun. Leicht würde es ihm allerdings nicht fallen, eine solche Bitte vorzubringen; aber es mußte sein. . .
Am anderen Morgen in der Frühstückspause ging Theo Hansen aus der Fabrik hinüber nach den Büroräumen. Im Vorzimmer des Direktors saß der Prokurist über seine Arbeit gebeugt.
„Guten Morgen! Ich möchte den Herrn Direktor sprechen. Wollen Sie mich bitte anmelden?"
Theo saß seinem Chef gegenüber.
„Es freut mich, Herr Hansen, Sie wieder einmal bei mir zu sehen. Uebrigens Ihre Gangschaltung an dem neuen Mo- torrabe hat sich glänzend bewährt. Der Absatz dieser Maschinen ist in letzter Zeit gewaltig gestiegen. Ich hatte damals ja meine Bedenken . . . Wie sind Sie denn mit Ihrem Rade zufrieden?"
„Sehr gut, Herr Direktor, es läuft tadellos."
Eine kleine Pause trat ein.
„Jetzt muß ich meine Bitte vorbringen," dachte Theo. Es
fiel ihm doch schwer. Aber da sah er auf einmal wieder Adolfs trauriges Gesicht und hörte seine Worte: „Wenn mir sofort neunhundert Mark zur Verfügung ständen . . ."
„Was macht denn das Fußballspiel?" erkundigte sich Jo- hannisson. „Ihr Verein hat sich ja gut entwickelt. In der Zeitung las ich davon. Mein Sohn, der bei keinem größeren Spiel fehlt, ist ganz begeistert über die Leistungen Ihrer Mannschaft."
„Ja," entgegnete Theo zerstreut, „wir haben schon ganz schöne Erfolge errungen . . .“
Wieder trat eine Pause ein.
Da sagte Theo entschloßen: ,Zch habe eine Ditte, Herr Direktor. Ich benötige sofort vierhundert Mark."
Iohannißon sah Theo Hansen einen Augenblick erstaunt an.
„Ja . . . natürlich. . . selbstverständlich, die können Sie gerne bekommen."
„Sie haben vielleicht ein Recht, Auskunft darüber zu per«
langen, wozu ich das Geld gebrauche. Ich bitte Sie nicht zu fragen. Ich möchte es nicht gerne sagen."
„Nein, Herr Hansen, das ist auch nicht nötig.
Ihnen einen Scheck ausschreiben?"
Theo nickte.
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„Sie können mir die Summe dann an meinem abziehen lassen."
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„Ausgeschloßen," lachte Iohannißon. „Sie geben mir das Geld zurück, wenn Sie dazu in der Lage sind. Diese Angelegenheit bleibt ganz unter uns . . “
„Gott sei Dank, auch das wäre erledigt," dachte Theo, all er wieder draußen war . . .
Nachmittags kam Adolf Müller. Es bereitete Theo Han sen große Freude, dem Mittelläufer das Geld überreichen p können.
Seine Hilfsbereitschaft trug die besten Früchte: Es gelang Adolf Müller bald darauf, eine neue Existenz zu finden . . M
Als Theo Hansen ein paar Tage später von der Fabrik nach Hause kam, fand er auf seinem Schreibtisch einen Brief, dessen Schriftzüge ihm unbekannt waren. Ein feiner betäubender Duft entstiegt dem Büttenumschlag. Zögernd öffnete er den Brief. Dann las er:
„Verehrter Herr Hansen!
Ick bitte Sie um eine Zusammenkunft heute oben) adn Uhr im Hotel Bristol.
Wenn ich auch annehmen muß, daß eine Einladung uw
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