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Erscheint Samstags.

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15. Fahrs

Samstag, den 5. März 1932

Nummer 9

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frisch merkwül- lgeslicht gebracht.

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ein in Gießen

I wirtschaftliche zhtsbelehrung

irzbriefe

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1 tbehrlichen Bthells' arbeiterl Seriell und , Arbeitsstil, sosiol' rirtsia/tslragen uw ^ Prnhenhonnement'

PolitWe Rundschau.

Der Reichspräsident empfing am Mittwoch eine aus dem iandwerkvkammerpröfidenten Unterberger-Breslau, Hefter- frenffurt a. d. O., Menzel-Stettin und Groß-Königsberg de­ichende Abordnung des ostdeutschen Handwerks, deren Wortfüh- xt ihm die Not des Handwerks, die in den Ostgebieten durch die latastrophale Lage der Landwirtschaft verschärft sei, schilderten.

Gcneralseldmarschall und Reichspräsident von Hindenburg »1 am Freitag die Parade der Berliner Wachtregimenter ab- Itnommen.

Bezüglich des diplomatischen Schrittes, den der deutsche Ge­sandte in Wien, Dr. Rieth, am Donnerstag in Wien unternom- nen hat, wird aus Beriln von zuständiger Stelle zunächst der Genugtuung darüber Ausdruck gegeben, daß die Bereitschaft Deutschlands, Oesterreich sei seinem wirtschaftlichen Wiederauf- hu zu helfen, in der österreichischen Presse allgemein auf sehr freundliche Zustimmung gestoßen sei.

Der Führer der deutschen Abrüstungsdelegation in Genf, Botschafter Nadolny, hat am Freitagnachmitlag um 17 Uhr Reichskanzler Dr. Brüning einen Besuch abgestattet.

Die deutsch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen in Warschau nehmen heute ihren Anfang. Sie werden deutscherseits vom Gesandten von Moltke geführt.

In Rom ist am Donnerstagabend das deutsch-italienische Zu- Iahabkommen zum deutsch-italienischen Handelsvertrag untcr- cichnct worden.

Reichstags-Vizepräsident von Kardorff dementiert. daß er von seinem Posten zurücktreten werde, und bestätigt, daß die Volkspartei kein derartiges Ansinnen an ihn gestellt habe.

Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß nicht geplant |ti, anläßlich der Präsidentschaftswahl einen amtlichen Aufruf durch die gesamte Presse aus Grund der Presse-Notverordnung »eröfsentlichen zu lasten.

Die Vereinigten Hindenburg-Ausschüsse veranstalteten am Donnerstag einen Presteempfang, bei dem u. a. als Wunsch Hindenburg mitgeteilt wurden, daß der Wahlkampf ritterlich Samb sachlich geführt werde.

Der Verband katholischer kaufmännischer Vereinigungen Deutschlands tritt in einem Ausruf an die katholischen Kauf- leute und kaufmännischen Angestellten des Verbandes für die Wiederwahl Hindenburgs zum Reichspräsidenten ein.

Die Reichsbank hat die Verlängerung des Rediskontkredits bis zum 4. Juni 1932 angeordnet. Bon dem Kredit, der 100 Millionen Dollar betragen hat, müssen sofort 10 Millionen Dol- lni zurückgczahlt werden, so daß sich die Verlängerung auf einen Betrag von 90 Millionen Dollar erstreckt.

Die polnische Regierung hat am Mittwoch beim Danziger

Pältcrbunbsfomminar einen Antrag auf Entscheidung in Danzig-polnischen Zollstreitfrage eingebracht.

Der amerikanische Staatshaushalt weist für die ersten Banate des laufenden Finanzjahres einen Fehlbetrag

der

adjt von

iutrebsinl

1781 017 000 Dollar aus. Im Vorjahr belief sich der Fehlbetrag 4|ü t die gleiche Zeit auf nur 333 500 Dollar.

Der seit einigen Monaten in Riga weilende Komponist t»gen d'Albert ist Donnerstagabend an einem Herzschlag ge­worben.

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Sie Beratungen in Genf.

Genf. Der chinesisch-japanische Konflikt hat die Arbeiten ter Abrüstungskonferenz vollkommen in den Hintergrund gescho- ben. Erst in der nächsten Woche werden die Kommissions- litzungen wieder ausgenommen werden, die dann allerdings für uten weiteren Verlauf der Abrüstungskonferenz von erheblicher Stdeutung sein werden, da in ihnen vor allem die Sicherheits- irige und die Frage der Gleichberechtigung der verschiedenen Ä ^rüstungsvorschläge im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen werden. Freitagnachmittag ist eine Sitzung der gestern von der außerordentlichen Vollversammlung des Völkerbundes eingesetz- le-a Generalkommistion vorgesehen, in der der chinestsch-japanische Konflikt besonders eingehend geprüft werden soll, um der Voll­versammlung dann entsprechende Vorschläge für ihre Stellung­nahme zu diesem Konflikt zu unterbreiten.

Preußischer Landtag beschlußunfähig.

Berlin. Im Preußischen Landtag stellte sich am Donners­tag bei einer namentlichen Abstimmung, an der sich die Oppo- ütlonsparteien sämtlich nicht beteiligten, die Beschlußunfähigkeit ^,77 ^ Hauses heraus. Hierauf vertagte sich der Landtag bis zum

15 März.

^;"^ Australien lehrt zur Privatwirtschaft zurück.

jse 6ie^"' Etwa zu derselben Zeit, als von gewerkschaftlicher Seite

' iv-ieder einmal die Verstaatlichung bergbaulicher Betriebe wegen âirgeblichen Versagens der privatkapitalistischen Unternehmer- ifaft forderte, beschloß nach englischen Dlättermeldungen die Legierung des australischen Bundesstaates Queensland, alle staatlichen Unternehmungen zu verkaufen und aus dem Er- lo; Anleihen abzudecken sowie die Einkommensteuer zu senken. Nan hätte seine guten Gründe für diesen Beschluß. Nach Mit-

Leitung des Ministers für Arbeit und Industrie, H. E. Sizer, hat der Staat Queensland in den jüngsten 9 Jahren rund zwei Millionen Pfund Sterling, d. h. 2?4 Pfund je Kopf seiner Be­völkerung an den jetzt zum Verkauf gestellten Unternehmungen verloren. Man will nicht einmal die staatlichen Eisenbahnen vom Verkauf ausnehmen. Das ganze ehemals gepriesene Musterland des durchgeführten Sozialismus steht nun im Zei­chen der Abkehr vom Staatssozialismus. In den Staaten Viktoria und Neu-Seeland plant man das gleiche, was man in Queensland schon beschlossen hat. Unterdessen ist Herr Imbusch, etwas langsam marschierend, in das Lager geraten, in dem die abgestandensten Ideen über Staatssozialismus noch als aktuelle wirtschaftliche Weisheit gelten. Man muß seiner geistigen Entwicklung ein etwas beschleunigteres Tempo wün­schen. Sonst dauert es Jahre, bis sein Sozialismus ihn dahin führt, wo seine Genossen man darf doch so sagen? in Australien heute schon stehen.

Gefährdung der Grubensicherheit.

Es wird uns geschrieben:

In sozialdemokratischen und anderen Blättern hat der so­zialdemokratische Abg. Otter verschiedentlich in bezug auf das Ableuchten der Gruben beim Vorhandensein von Schlag­wettern eine Auffassung vertreten, die in Zuschriften aus fach­männischen Kreisen als außerordentlich gefährlich für die Grubensicherheit bezeichnet und richtiggestellt wurde. Es verdient besondere Beachtung, daß jetzt eine angesehene englische Fachzei­tung für den KohlenbergbauColliery Guardian" in Nr. 3709 unter der RubrikDeutschland" zu der Angelegenheit durch Ver­öffentlichung folgender Notiz Stellung genommen hat:

,/Die Gefahr, die dadurch heraufbeschworen wird, daß un­berufene Personen denjenigen, die in gefahrvollen Berufen beschäftigt sind, Ratschläge erteilen, wird durch einen kürz­lichen Fall kraß belegt, in welchem man einen Bergmann fand, der mit Hochauf brennender Lampe nach schlagenden Wettern ableuchtete. Dem ihn abfassenden erstaunten Beamten er­zählte er, daß ein gewisses Parlamentsmitglied in der Presse berichtet habe, daß so der Sicherheit entsprechend ganz richtig gehandelt würde."

Dem wäre nichts mehr hinzuzufügen.

Zur Ablösung der Gebäudeentschulbungssteuer

Die Notverordnung vom 8. Dezember 1931 bestimmt be^ kannllich, daß die Gebäudeentschuldungssteuer vom 1. April 1940 nicht mehr erhoben wird. Sie steht weiter vor, daß die Gesamtschuld der Gebäudeentschuldungssteuer bis zum 31. März 1934 durch Zahlung eines einmaligen Betrages abge­löst werden kann und zwar bis zum 31. März 1932 durch das Dreifache des vollen Iahresbetrages der Gebäudeentschuldungs­steuer und bis zum 31. März 1934 durch das Dreieinhalbfache dieses vollen Iahresbetrages. Eine ergänzende Verordnung vom 6. Februar 1932 schiebt nunmehr den ersten Termin vom 31. März 1932 auf den 30. September 1932 hinaus. Bis 30. September 1932 kann also die gesamte Gebäudeentschuldungs- stcuer mit dem Dreifachen des vollen Iahresbetrages der Ge bäudeentschuldunassteuer abgegolten werden, wobei jedoch die für die Zeit vom i. April bis 30. September 1932 erhobenen Ge bäudeentschuldungssteucrbeträgc auf Ablösungsbeträge, die in 0er Zeit vom i. April bis 30 September 1932 entrichtet wer Den, zur Hälfte anzurechnen sind.

Senkung des MilchpreiseS.

Auf Grund der §§ 1, 3, 4, 7 der Verordnung über die Be­fugnisse des Reichskommissars für Preisüberwachung vom 8. Dezember 1931 (Reichsgesetzblatt I, S. 747) sowie auf Grund der Vierten Notverordnung des Reichspräsidenten zur Siche­rung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schutze des inne­ren Friedens vom 8. Dezember 1931 Teil I, Kapitel 2, § 5 Reichsgesetzblatt I S. 699 ft) hat der Beauftragte für Hessen und Hessen-Nassau folgende Anordnung getroffen: Im Frei­staat Hessen wird der Preis pro Liter offene Vollmilch frei Haus des Konsumenten (Hauspreis) auf 26 Pfg. festgesetzt. Die hierin liegende Derdienstspanne des Kleinhändlers wird auf 7 Pfg. pro Liter festgesetzt. Der Händler, der zugleich auch Sammler ist, darf sie, sofern er die Milch vom Hof des Land­wirtes holt, um 2 Pfg., sofern ihm die Milch als Sammler ins Haus gebracht wird, um 1 Pfg. pro Liter erhöhen. Soweit die Milch bisher zu einem billigeren Preis an den Konsumen­ten abgegeben worden ist, verbleibt es bei dem bisherigen Preis. Die Händlerspanne beschränkt sich in diesem Falle auf denjeni­gen Betrag, der sich aus dem Verhältnis des zu I genannten Preises zu dem billigeren Preise ergibt. Insoweit bisher für Verkäufe ab Laden des Händlers ein unter dem bisherigen Haus-Preis liegender Preis erhoben wurde, verbleibt es bei diesem. Die Händlerspanne wird hierbei auf 7 Pfg. abzüglich des Unterschiedes zwischen dem bisherigen Haus- und Laden­preis bemessen. Findet aber eine Ermäßigung des Hauspreises statt, so ermäßigt sich der Ladenpreis um den gleichen Betrag; die Händlerspanne bemißt sich alsdann auf 7 Pfg. abzüglich des Unterschiedes zwischen dem neuen Haus- und Ladenpreis. Diese Anordnung findet keine Anwendung auf die Kreise Als­feld, Büdingen, Schotten, Lauterbach.

Buy British Kauft Seutslh!

In den beiden Ländern Deutschland und England, die seit Jahren auf dem Gebiete der Buttereinfuhr an der Spitze mar­schieren, vollzieht sich seit geraumer Zeit ein gleichlaufender Vorgang. Beide Länder sind ernstlich bestrebt, ihre Einfuhr zu verringern und in fortschreitendem Maße aus Eigenem zu er­setzen. Deutschland hat im Jahre 1930 bei einer schätzungs­weisen Eigenerzeugung an Butter von 6,5 Millionen Zentnern eine Einfuhr von etwa 2,5 Millionen Zentnern gehabt. Anders dagegen in England, bas nur etwa ein Siebtel seines Bedarfes selbst erzeugt und niemals dazu wird gelangen können, den restlichen Anteil aus eigener Produktion decken.

Nach der Lage der Landwirtschaft beider Länder ist es durchaus denkbar, daß Deutschland im Gegensatz zu England im Verlaufe einiger Jahre allerdings unter der Voraussetzung der Wiederkehr einigermaßen normaler wirtschaftlicher und po­litischer Verhältnisse seinen Milch- und Butterbedarf aus eigener Scholle decken könnte. Auf die Frage der Wirtschaft­lichkeit der Milcherzeugung und Dutterherstellung bei den jetzi­gen unerhört niedrigen Erzeugerpreisen und auf die einzelnen Erfordernisse der Hebung der Rentabilität soll in diesem Zu­sammenhänge nicht eingegangen werden. Auf alle Fälle wären in Deutschland die Vorbedingungen für eine Selbstversorgung gegeben.

Und doch liegen in England die Verhältnisse glücklicher als bei uns in Deutschland. Dem englischen Verbrauch steht das britische Weltreich offen; ihm gehört eines der bedeutendsten Ausfuhrgebiete, Australien-Neuseeland, an, das schon heute einen großen Teil des englischen Bedarfs deckt. Dort kann die Buttergewinnung noch auf ein Vielfaches gesteigert werden; auch Kanada mit.seinen unermeßlichen Weideflächen ist zu einem gewaltigen Ausbau seiner Milchwirtschaft fähig.

Dabei findet England in der streng heimatlichen Einstellung seiner Derbraucherschaft eine weitgehende Hilfe. Der Mahn­rufBuy British!", nur britische Waren zu kaufen, hat erneut den nationalen Geist geweckt. Die Wirtschaftsnot, die auch in England ihre Einkehr gehalten hat, und die Entwertung des Pfundes haben drüben das ganze Volk alarmiert; die Um­stellung auf die Erzeugnisse der eigenen Wirtschaft ist unver­kennbar. Eine hohe Zollmauer auf eine große Anzahl von Ar­tikeln sorgt des weiteren für den Schutz der heimischen Land­wirtschaft, Industrie, Gewerbe und Handel.

Auch bei uns in Deutschland strebt die Landwirtschaft den Zustand an, daß ihre heimischen Erzeugnisie zur Deckung des Bedarfs des deutschen Volkes ausreichen und daß die Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte aus dem Auslande sich erübrigt. Groß sind die errungenen Erfolge in Hinsicht auf die Quali­tät z. B. bei Butter. Hatten die deutschen Molkereien in der Kriegs- und Nachkriegszeit in ihrer Leistungsfähigkeit ein- gebüßt, so ist inzwischen dieser Nachteil längst ausgeglichen. Die erstklassigen deutschen Herkünste können sich heute ruhig mit den besten Qualitäten des Auslandes messen. Ein erheblicher Teil der fremden Butter steht an Beschaffenheit weit unter ihnen. Bezeichnend für die Erfahrungen und Ansichten weiter Käufer­kreise in dieser Hinsicht ist die Tatsache, daß jetzt des öfteren in Handelsberichten darauf hingewiesen wird, daß die als Spitzenmarken der Auslandsbutter gepriesenen Herkünfte in der Qualität oft zu wünschen übrig lassen.

Es ist ernstlich zu bedauern, daß falsche, veraltete Vorur­teile, vielleicht auch politische Einstellung es in Deutschland nicht zu einem so restlosen Bekenntnis zum deutschen Erzeugnis kom­men lasten wie in England. Besteht auch unzweifelhaft in sehr weiten Kreisen des deutschen Volkes hierfür volles Verständnis, das sich auch in der Praxis durchsetzt und der deutschen Ware, wo sie gleich gut und preiswert zu haben ist, unbedingt ben Vor­zug gibt, so ist das doch leider noch nicht Allgemeingut des Volkes geworden. Gedankenlosigkeit läßt es möglich werden, daß die Hausfrau vom Einzelhandel das fremde Erzeugnis fordert, der dann, wenn er nicht gar von sich aus den Vertrieb der Auslandsware aus irgendwelchen Gründen bevorzugt, um seines Geschäftes willen die Wünsche seiner Kundschaft erfüllt. Ein besonders betrübliches Beispiel für den Mangel an gesun­dem nationalem und wirtschaftlichem Empfinden ist es, wenn eine ausländische Firma in den Städten der Provinz Schles­wig-Holstein, der Butterkammer Deutschlands, die selbst jährlich etwa 350 000 Zentner seiner Butter im Groß- und Einzelhandel und im Postoersand nach dem übrigen Deutschland abgibt, Lä­den unterhalten kann, in denen sie neben Kaffee usw. nur ihre ausländischen Molkereierzeugnisse verkauft und recht erhebliche Umsätze erzielt!

Wenn es zu einer restlosen Versorgung des deutschen Vol­kes mit Molkereierzeugnisten aus eigener Scholle kommen soll, wenn die deutsche Bevölkerung hieraus den Nutzen und die Be­ruhigung ziehen will, daß im Augenblick der Krisis der deutsche Boden sie ernähren samt, wenn zu diesem Zwecke die deutsche Landwirtschaft, solange das noch möglich ist, gestärkt werden soll dann, ja dann müssen solche Zustände unmöglich sein; dann müssen die deutschen Hausfrauen sich in ihrer Gesamtheit dazu entschließen, stets unb in allen Fällen dem deutschen Er­zeugnis den Vorzug zu geben und von sich aus den Kampf gegen die Ueberflutung der deutschen Wirtschaft mit Auslandsware ernstlich aufnehmen. F.