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Einzel Nummer 10 Pfg.

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Gießener JeiLnng

Erscheint Samstags.

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Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.

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Samstag, den 2. Juli 1932

Nummer 28

" Herzberg. ^ N E. m. b. h., ebiete der Charas Ht in diesem We^ vor Augen zu sühn ^ Haupirepchnn- änglich macht, dabei . sychologie, der M krblehre, der La; n Halbleder gete­ilten Sie im Kak Myer durch da- Sri n Kurzbriese" Hern- lummern bei Lezan^ Verlag, ThaMenft» t die Augen einer Schönheit und Aezar,. Iber zeigen da; iz ten.

Jahrestag der dram: oche" aus lagefâr .

Pilltifche NunMau.

Am Donnerstagmittag hat der Reichspräsident die Notver- oebnung unterzeichnet, durch die der Neichshaushaltsplan 1932/33 in Kraft gesetzt wird.

Auch die Donnerstag-Nachtsitzung des Reparationsbüros in Lausanne ist zu keinem gemeinsamen Vorschlag gekommen. Die Gläubiger find weiter unter sich uneinig.

Der englische Ministerpräsident MacDonald hat in seiner Eigenschaft als Präsident der Reparationskonferenz in der offi­ziellen Sitzung der sechs einladenden Mächte eine große Rede ge- halten, die entgegen allen Gepflogenheiten im Wortlaut ver­öffentlicht wird und die ein zusammenfasscndcs Programm der gesamten gegenwärtigen und künftigen internationalen Ver­handlungen darftcllt.

Die kommunistischen Mitglieder des Auswärtigen Aus- Äusies des Reichstages haben in einem Schreiben vom Ausschuh- oerfigenben Dr. Frick lNSDAP) die Einberufung des Auswärti­gen Ausschusses verlangt.

Im Thüringischen Landtage wurden am Freitag die natio­nalsozialistischen und kommunistischen Auflösungsanträge ab­gelehnt.

Am Donnerstag ist im Thüringischen Landtag die ganze na- lianalsozialistische Fraktion von der Sitzung ausgeschlossen worden.

Der Vierte Strafsenat des Reichsgerichts hat Donnerstag in seiner Beschlußfitzung das Verbot desVorwärts" für zulässig

erklärt.

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Stadionbad zu Myslowitz wurde am Mittwochnachmit- deutscher Sportler von einem polnischen Offizier er-

Wiener Landtag kam es am Donnerstag zu heftigen

menigestellt, mi t .Zusammenstößen zwischen Sozialdemokraten und Nationalsozia-

Schwerer politischer Zusammenstoß in Köln.

Am Donnerstag kam es in Köln zu einem folgenschweren Zusammenstoß, in dessen Verlauf eine Person durch einen Kopf­schuß getötet und zwei Personen durch Schulter- bzw. Armschüsse verletzten wurden.

SA.-Mann in der Pfalz ermordet.

DerVölkische Beobachter" teilt mit, daß ein SA.-Mann von Moorlautern bei Kaiserslautern in der Pfalz von einem Kom­munisten und Separatisten durch einen Stich in die Halsschlag­ader ermordet worden sei.

Zn Stuttgart.

Im Anschluß an eine nationalsozialistische Demonstration kam es am Donnerstagabend in der Altstadt zu Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten. Fünf Personen wurden schwer verletzt.

Zn Bremen.

Im Vorort Gröpelingen kam es gestern abend zu Zusam­menstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, bei denen es zahlreiche Verletzte gab. Eine Apotheke, aus der Verbandszeug geholt werben sollte, wurde völlig demoliert, ein Straßenbahnwagen umgestürzt und quer auf die Straße ge­schoben, um als Barrikade zu dienen. Auch ein Mannschafts­wagen der Feuerwehr wurde umgestürzt.

Feuerüberfälle auf NSDAP.-Lokale in Berlin.

Am Donnerstag, kurz nach Mitternacht, wurden von un­bekannten Tätern aüf zwei nationalsozialistische Verkehrs- lükale in Berlin-Schöneberg Feuerübersälle verübt. Bei einem dieser Feuerübersülle sind sieben Personen verletzt worden. Kurze Zeit daraus wurde ein Feuerüberfall auf ein weiteres Lokal in der Hauptstraße verübt. Ein 19jähriger Nationalsozialist er­hielt einen schweren" Brustschuß.

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5. zum 7. Mn-'- liwufung btt Lem" neu jene 25 Zage, *

B Dieser Zeit gilt J

listen, wobei es zwischen sozialdemokratischen und nationalsozia­listischen Abgeordneten zu einem Handgemenge kam.

aDs englische Kabinett beschloß im Falle der Nichtbezah- iLilg der am 30. Juni fälligen irischen Entschädigungszahlun- geil sofort ein Gesetz einzubringen, wonach Sonderzölle auf irische Einfuhrwaren erhoben werden können.

Der Diskontsatz der Bank von England ist von 2,5 auf 2 Prozent ermäßigt worden. Die Rate von 2,5 Prozent war seit

n Klein in Eick , Um 12. Mai in Kraft.

Südanlage 21.

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In der Berliner Universität ist es am Donnerstag wieder zu keamaden gekommen; daraus entwickelte sich eine allgemeine Sehlägerei, in deren Verlauf vier linksgerichtete und ein natio- ' ««lsozialiftischer Student Verletzungen davontrugen.

Im Sklarek-Prozeß wurden verurteilt: Leo und Willi Skla- D rct wegen Betruges in Tateinheit mit schwerer Urkundenfäl- i-tzung und passiver Bestechung zu je vier Jahren Zuchthaus und Jahren Ehrverlust. Sechs Monate der Untersuchungshaft wurden angerechnet. Die beiden Verurteilten wurden sofort na Haft genommen.

Um den Bürgermeisterposten der thüringischen Stadt Ranis, Mli t etwa 2100 Einwohner zählt, haben sich nicht weniger als 133 siarfonen beworben.

Der vom 1. bis 4. Juli stattfindcnde 4. Deutsche Reichs- Irnegertag des Kyffhäuserbundes wurde am Freitagnachmittag mit einem Prcssecmpfang eingeleitet.

Als Opfer der Sparmaßnahmen ist dieLos Angeles", der irthcre deutsche Zeppelin LZ 126 lZR. 3) außer Dienst gestellt D«rben.

W«^ Ser kommunlstlsche Terror wütet weiter

Wir suchen L lanbiv. 2

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Schwere Zusammenstöße im Ruhrgebiet.

Im ganzen Ruhrrevier erfolgten neue blutige Zusammen- !öge zwischen Kommunisten, Reichsbannerleuten und National- tWalrjten. Die Unruhen nahmen verschiedentlich den Charakter regelrechter Straßenschlachten an.

Zn Essen

orrden ein Kommunist und ein Mitglied des Kampfbundes gegen

ttn Faschismus festgenommen, die dringend verdächtig sind, auf ^M^ xtionalsozialisten aus Armeereoolvern geschossen zu haben, wo- 1111*5 bei ein Nationalsozialist schwer verletzt wurde.

!Zn Hattingen

wurden schwere Ausschreitungen von kommunistischer Seite ge- px Nationalsozialisten verübt. Ein Nationalsozialist wurde imch einen Schuß in die Brust zu Boden gestreckt, ein weiterer iftotionalsogialist erlitt zwei Steckschüsse ins Becken. Auf dem

^lachsmarkt kam es vor dem kommunistischen Parteibüro zu fiter regelrechten Straßenschlacht, bei der Schuß-, Hieb- und ' vtchwaffen Anwendung fanden. Zwei Kommunisten erlitten dâmßverletzungen, an deren Folgen sie starben. Als von einer

llslHM HBeerdigung zurückkehrende Nationalsozialisten auf Lastkraft- yO|P vagen die Winterbrücke in Hattingen passierten, wurden sie be- '^ssen. Einer von ihnen erlitt einen Bauchschuss, mehrere an- s, )#TO mn rhtnn norlahi TMa Hf Sa* Aa Sam ls h vhAam « m

I Beerdigung zurückkehrende Nationalsozialisten auf Lastkraft-

vagen die Winterbrücke in Hattingen passierten, wurden sie be

leie wurden verletzt. Die Gesamtzahl der bei den Unruhen in

Hattingen schwer und leicht Verletzten wird auf dreißig geschätzt.

Zn Walsum bei Duisburg

:rf»lgte ein Zusammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Keichsbanncrleuten. Vier Personen wurden hierbei durch Messer-

teils lebensgefährlich verletzt.

Bericht über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im Monat 8uni 1932.

Vom Reichsverba n>d des deutschen Handwerks wird uns geschrieben:

Die Gesamtlage des deutschen Handwerks hat sich im lMo- nat 3un* nicht gebessert. Selbst in den Außenberufen, also den eigentlichen Saisonberufen, hat sich die Beschäftigung nicht in irgendwie nennenswertem Umfange gehoben. Die Bautätigkeit liegt nahezu vollständig danieder. Oeffentliche Bauaufträge werden, da die gesamten zur Verfügung stehenden Mittel für Wohlfahrtszwecke gebraucht wetven, überhaupt nicht erteilt und auch von Privatseite gehen Aufträge infolge der Schwierigkeit ten auf dem Kapitalmarkt und der Ungewißheit über die wei­tere Entwicklung der Vdirdschaft, die jede Initiative lähmt, nur in sehr geringem Maße ein. Die Haupttätigkeit konzentriert sich daher auf Kleinstwohnungsbauten im Rahmen des Sied­lungsprogramms und auf Neparaturarbeiten. Da jedoch diese Arbeiten überwiegend in eigener Regie oder durch Schwarzarber- ter ausgeführt werden, hat das Handwerk nur verhältnismäßig geringen Nutzen hiervon. Die Zahl der arbeitslosen Baufach­arbeiter wird im Durchschnitt auf etwa 85 Prozent geschätzt. Auch außerhalb des Bauhaupt- und der Baunebengowerbe haben sich jahreszeitliche Einflüsse so gut wie gar nicht belebend aus­gewirkt. So hat beispielsweise die Reisezeit weder der Ver­kaufs-, noch der Werkstattätigkeit einen merklichen Auftrieb zu geben vermocht. Sowohl die Bekleivungshandwerke, denen die Reisezeit sonst vermehrte Aufträge zu bringen pflegt, als auch das Sattlerhandwerk, dessen Verkaufsgeschäft um diese Jahres­zeit sonst lebhaft war, berichten, daß die Gesch'äftsbelebung kaum spürbar war. Zm Holzgewerbe droht das Geschäft völlig ins Stocken zu geraten. Nicht einmal in ländlichen Gegenden, wo durch die Heuernte sowie durch die bevorstehende Getreideernte eine Vermehrung der Aufträge zu erwarten war, sind Repa- raturarbeiten in nennenswertem Umfange in Auftrag gegeben worden. Auch die metallverarbeitenden Handwerke berichten, daß eine beinahe völlige Geschäftsstille bei ihnen herrscht.

Die ungeheure Ausdehnung der Schwarzarbeit bedeutet nach wie vor ein starkes Hemmnis für die Entwicklung der Handwerkswirtschaft. Erbitternd und erschwerend kommt hinzu, daß, während im Irahmen der Preissenkungsaktion mit aller NIacht auf einen Abbau der Preise im Handwerk hingewirkt ist, die Steuer- und Sozialsten nicht nur keine Verringerung erfuhren, sondern sogar noch weiter gestiegen sind. Die Beseiti­gung der Umsatzsteuerfreigrenze von 5000 RM. bedeutet eine weitere Erschwerung. Dazu kommen die Klagen über die un­erträglich hohen Beiträge des Handwerks zu den Berufsge- nossenschaften. Zn welch katastrophaler Wesse sich die gegen­wärtige Wirtschaftskrise bereits im selbständigen Handwerk ausgewirkt hat, beweist u. a. auch der Umstand, daß die Zahl der Handwerksmeister, die die Wohlfahrtsunterstützung in Anspruch nehmen müssen, immer größer wird. Auf dem Arbeitsmarkt des Handwerks war der Rückgang der Arbeitslosigkeit wesentlich ge­ringer als rm Vorjahr. Neueinstellungen von Arbeitnehmern in einzelnen Berufen wurden wieder ausgeglichen durch not­wendige Arbeiterentlassungen in anderen Berufen. Die Hand­werkerlöhne haben in den letzten Mvnaten, namentlich in ein­zelnen Berufen des Baunebengewerbes, Rückgänge erfahren.

Grundsätzliches zur WirischaMoliiik.

Eine Betrachtung zum Regterungswechsel und zu den bevorftebenden ReichStagswadlen.

Das deutsche Handwerk hat in den Nuchkriegsjahren stän­dig darüber klagen müssen, daß cs in Gesetzgebung und Verwal­tung nicht die ihm gebührende Beachtung und Berücksichtigung gefunden hat. Zwar verankert die Reichsverfassung von Wei­mar im Artikel 164 den Schutz des selbständigen Mittel­standes, in dem als große Richtlinie für die Wirtschaftspolitik 0es Reiches festgelegt wird, daß der selbständige Mittelstand in Landwirtschaft, Gewerbe und Handel in Gesetzgebung und Ver­waltung zu fördern und gegen Ueberlastung und Aufsaugung zu schützen ist. Allein trotz dieser feierlich gegebenen Zusicherung blieben selbst berechtigte Ddünsche des Handwerks von unwe­sentlichen Ausnahmen abgesehen unbeachtet.

Mär leben in einer rasch dahinstürmenden Zeit, aber das Handwerk hat es noch nicht vergessen, daß es vor knapp 6 Jahren sogar durch seine Spitzenverbände zu Abwehrkundgebungen gegen die ungerechte und einseitige Behandlung des Berufsstandes durch die Preissenkungsaktion der damaligen Reichsregierung auf­gerufen werden mußte, Kundgebungen, die zugleich Protest gegen die Einschätzung und Behandlung des Handwerks in der gesam­ten Wirtschaftspolitik und in der öffentlichen Meinung waren. Das Handwerk weiß auch nur zu gut, daß sich auch die letzten Bestrebungen auf Abbau der Preise in erster Linie wieder ein­mal gegen den Berufsstand richten, auch wenn man die umschrei­bende amtliche Bezeichnung wähltzum Schutze Der Bevölke­rung gegen Ueberteuerung von Preisen für lebenswichtige Ge­genstände des täglichen Bedarfs und lebenswichtige Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs". N'icht mit Unrecht mußte so auf einer der letzten Tagungen des Reichsverbandes Des deutschen Handwerks festgestellt werden, daß die Zahre seit Ende des Krieges eine einzige große Enttäuschung für das Handwerk waren.

Die mißverstandene Parlamentsdemo- k r a t i e kannte nur die Znteressen des Großkapitals und die Wünsche der in starken Gewerkschaften zusammengeballten Arbeitnehmermassen. Daß sich zwischen beiden noch das Hand­werk als ein an den beiderseitigen Auseinandersetzungen seinem Wesen nach unbeteiligtes Glied befand, übersah man: daran dachte anscheinend niemand. Wer will sich nun darüber wun­dern, wenn bei einer solchen Einstellung der maßgebenden Kresse sich im Handwerk das Gefühl der Vereinsamung, das Gefühl der Vernachlässigung, ja das Gefühl schmerzhafter Enttäuschung breit machte, breit machen mußte und nur dazu beitrug, im Be­rufsstand eine Stimmung hervorzurufen, die wir mehr als ge­reizt und verbittert bezeichnen müssen. 2lUe diese Auswirkun­gen halfen mit, die Müssen des Handwerks heute dieser, mor­gen jener Partei zuzuführen, je nachdem die einzelnen Parteien glaubten, mehr oder weniger viel dem Handwerk versprechen zu können.

Die politischen Ereignisse der letzten Tage, zu denen im ein­zelnen Stellung zu nehmen, uns die Haltung unseres Blattes verbietet, haben eine neue Reichsregierung gebracht, Die die Auflösung des Reichstags verfügte, um dem deutschen Volke Gelegenheit zu geben, in klarer und eindeutiger Weise zu bestimmen, mit welchen Kräften der Weg der Zukunft beschrit­ten werden soll. Wir benutzen diesen Anlaß, um wie schon so oft, noch einmal die Einstellung des Handwerks zu der emzuschla- genden Wirtschaftspolitik zu präzisieren.

Das Handwerk hat schon immer die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Wandlung der bisherigen Methoden der deut­schen Finanz- und Sozialpolitik betont. Das Handwerk hat nicht aufgehört, darauf hinzuweisen, daß durch entschlossene und zielbewußte Zusammenfassung aller Kräfte die Steigerung der Produktivität der Gesamtwirtschaft erstrebt werden muß, daß ohne diese Voraussetzung die uns allen am Herzen liegende Be­freiung des deutschen Volkes Bruchstück sein und bleiben wird. Die handwerklichen Spitzenoerbände erlahmten nie, immer wie­der zu betonen, daß auch die maßgebende Wirtschaftspolitik wie­der mehr auf die Bedeutung Der auf verantwortungsbewußten Persönlichkeiten beruhenden Wirtschaftsführung des gewerb­lichen Mittelstandes für Gefamtwirtfchaft und Volksgemein­schaft Rücksicht zu nehmen hat.

Um dieses Ziel zu erreichen, muß zuvorderst das Ver­hältnis zwischen Staat und Wirtschaft auf neuer Grundlage aufgebaut werden. Auch Der Staat bat die Grenzen privater Wirtschaftsführung zu respektieren. Er hat sich grundsätzlich aller Eingriffe in die freie Wirtschaft zu enthal­ten, soweit diese nicht durch zwingende, durch das Allgemeinwohl bedingte Gründe veranlaßt werden. Es kann keine Llufgabe des Staates sein, zu wirtschaften. Sein Bereich liegt im we­sentlichen in Der Verwaltung und nur in der Verwaltung. Zede überflüssige Bevormundung der Wirtschaft, aber auch jede unnötige Belastung Der Wirtschaft haben zu unterbleiben. ITur keine Uebersteigerung mehr von Aufgaben, die dem Staat gar nicht zufallen. Die Gewährleistung individuel­ler Wirtschaftsführung genügt. Um Mißverständ­nisse zu vermeiden, sei dabei ausdrücklich bemerkt, daß das Hand­werk kein Anhänger eines schrankenlosen Wirtschaftsindioidua- lismus ist. Für das Handwerk ist, wie die Berufsstanosbro-