Einzelbild herunterladen
 

Samstag, den 2. April 1932.

„Gießener Zeitung"

Nr. 13

Lokales.

Die Apotheke der Hausfrau. Von Dr. Curt Kayser.

Zu den Pflichten der Hausfrau gehört es, auch für die klei­nen Unfälle und Erkrankungen des Alltags gerüstet zu sein. Nicht immer kann ja der Arzt sofort zur Stelle sein, nicht immer ist auch seine sofortige Hilfe vonnöten. Deshalb ist es zweck­mäßig, wenn die Hausfrau in einer kleinen Hausapotheke sich all das bereit hält, was sie für die erste Hilfe notwendig braucht.

Da hat sich z. V. beim Spielen ein Kind in den Finger ge­schnitten. Was tun? Es ist falsch, den blutenden Finger unter die Wasserleitung zu halten oder, wie es so oft geschieht, gar abzulecken. Auch das Auflegen eines Heftpflasterstreifens auf die frische Wunde ist gefährlich. Man laße vielmehr die Wunde ein wenig ausbluten, bestreiche dann die Wundränder mit etwas Jodtinktur und verschließe das ganze am besten mit einem vor­rätig gehaltenen, keimfreien Verbandpäckchen, einem Schnellver­band resp, mit einem Stückchen sauberer Berbandgaze, die mit einer Mullbinde darüber festgehalten wird.

Brandwunden, die häufig in der Küche erworben werden, bedecke man statt aller anderen Mittel mit einer der Hausapo­theke entnommenen sogenannten „Brandbinde", einen Holz­splitter, der in den Finger oder einen anderen Körperteil ein­gedrungen ist, suche man, wenn er aus der Haut heraüsragt, mit einer Pinzette zu entfernen. Doch ist es nötig dabei, einen Zug entgegengesetzt der Richtung, in der der Splitter einge­drungen ist, auszuüben. Gelingt die Entfernung nicht oder bricht der Splitter ab, so suche man sofort den Arzt auf.

Manche Kinder, auch ältere Leute, neigen zu Nasenbluten. Statt aller sonst beliebten Maßnahmen hole man aus der Haus- apoöheke ein Stückchen saubere Watte und ein Fläschchen mit Wasserstoffsuperoxyd. Man übergieße ein nicht zu kleines Stück Watte mit dieser Flüssigkeit und stopfe damit die blutende Na­senseite fest aus. Kommt so die Blutung nicht alsbald zum Stillstand, dann muß natürlich sofort der Arzt gerufen werden. Die vielbeliebte „blutstillende Watte" ruft manchmal schädliche Nebenwirkungen hervor und ist deswegen nicht zu empfehlen..

Auch einem Ohnmachtsfall gegenüber braucht die Hausfrau nicht hilflos dazustehen. Flache Lagerung des Kranken, even­tuell mit tieflingendem Kopf, Oeffnen aller beengenden Kleider und etwas scharf riechende Flüstigkeit (Essigäther, Eau de Co­logne) unter die Nase gehalten werden gewöhnlich zur Behebung genügen.

Nicht selten kommt es durch Ausgleiten auf dem Fußboden u. bergt zu schmerzhaften Verstauchungen oder gar zu Knochen­brüchen. Bis der Arzt kommt, ist im ersteren Falle Ruhig­stellung des betreffenden Gliedes und Umschläge mit verdünnter estigsaurer Tonerde (ein Eßlöffel auf eine Taste Master) im Platze. Bei Verdacht auf Knochenbruch muß gleichfalls für Ruhigstellung des Körpergliedes durch Anlegen einer mit Watte gepolsterten Pappschiene, die mit einigen Binden angewickelt wird, gesorgt werden.

Schließlich ist auch ein Fieberthermometer vonnöten, das im Zweifelsfalle die Ernsthaftigkeit einer plötzlichen Erkran­kung und die Notwendigkeit rascher ärztlicher Hilfe feststellen läßt. Die Apotheke der Hausfrau wird also zweckmäßig folgende Gegenstände enthalten müssen: An Verbandmaterial: 2 Mull­binden, 2 Cambricbinden, 1 Brandbinde, 2 Verbandpäckchen oder 1 Schnellverband, 1 Rolle Heftpflaster, 1 Paket Watte und 1 Pappschiene. An Flüssigkeiten: je 1 Fläschchen Alkohol, Jod­tinktur, essigsaure Tonerde, Wasserstoffsuperoxyd, Estig-Aether oder Eau de Cologne, sowie an Instrumenten: 1 Schere, 1 Pinzette und 1 Fieberthermometer.

Alle diese Gegenstände, die man für wenig Geld in der Apo­theke oder Drogerie zu kaufen bekommt, bewahre man in einem verschließbaren Schränkchen auf, an dessen Türe man Meckmäßig ein Inhaltsverzeichnis mit Gebrauchsanweisung für jeden ein­zelnen Gegenstand anbringt. Dann wird man auch vor Verun­reinigung, Verderbnis oder gar Verwechslung geschützt sein.

^^■■■■■■■■■■■■■MMWHMMMMB

Bei der Landwehr.

Von Prof. Friedrich Wenzel.

Schluß.

So gaben sich die Landwehrleute ruhig und ernst. Dazu kam aber noch ein eigenartiger seelischer Umstand. Den meisten blieb er zweifellos unbewußt' nur einige besinnliche Naturen wurden sich darüber klar. Das war die Landschaft oes Ostens. Wohin man den Blick schweift, überall dieselbe Weite, die un­ermeßliche Ferne bis dahin, wo Himmel und Erde in eins zerfließen. Darunter eintönige Fläche, kaum gegliedert durch die Wellen der goldnen Halmfrucht oder die langen Lößrücken, die sich reihen, erstarrten Meereswogen gleich. Nicht anders der Wald Stamm reiht sich an Stamm, unübersehbar in ge­heimnisvollem Düster. Kein Laut dringt durch die beängsti- gende Stille, nirgends haftet das Auge auf dem leuchtenden Grün einer besonnten Waldwiese, vernimmt das Ohr das Rau­nen und Rieseln des Baches im steinigen Tal: nur hoch oben in den Wipfeln leises, fast drohendes Rauschen. In dieser Weite ist der einzelne Mensch nichts sie verschlingt ihn wie auch die kleinen bäuerlichen Siedlungen, die, zusammengeduckt unter dem grünen Schleier der Birkengruppe, da und dort zer­streut liegen wie fpärlidK Saat aus Ricsenhand Selbst die Stadt ragt nicht wie bei uns hervor wuchna und stark, ein Bild gesammelter Kraft, von der Ströme des Lebens sich ins Land ergießen Ein dunkles Haufwerk ist sie nu' dessen Ränder gegen die Ebene verfließen Zu dieser Landschaft gewinnt der Mensch kein seelisches Verhältnis Feindlich lauernd blickt sie ihn an, er fühlt sich in sie hineingeschleudert durch ein er­barmungsloses Schicksal, und so flieht er aus dieser seelenmörde­rischen Oede hinaus zum Urquell alles Seins, zu seinem Gott, von dem er nur eins erfleht nur eins erhofft die Erlösung. So ist der Slawe zum Mystiker geworden und zum Menschen des Leidens Der deutsche Soldat kam aus einer anderen Welt. Er war groß geworden in einer Landschaft, die viel von ihm forderte, aber auch viel gewährte. Zur Arbeit und Tatberett- schaft hatte sie ihn erzogen, zur Gewissenhaftigkeit und zur Ge­nügsamkeit Aber dafür gab sic ihm wenn er noch im Heimat­boden wurzelte und von der Großstadt noch nicht seelisch zersetzt war, die Freude am gelungenen Werk, schenkte ihm die Schön­heit landschaftlichen Formenreichtums im Spiele milden Lichtes und zarter Farben, wob um ihn den Märchenzauber des deutschen Waldes

Darum gewann, was auf der fremden Welt des Ostens auf die Seele des deutschen Soldaten eindrona doch keine Macht über ihn Es beengte ihn, lastete auch bisweilen wie Alb­druck, aber es zwang ihn nicht nieder. Dazu war ihm auch

* Offenlegung der Wählerliste. Die Wählerlisten der Stadt für den 2. Wahlgang zur Wahl des Reichspräsidenten am 10. April 1932 liegt am Samstag, den 2. April und Sonn­tag, den 3. April 1932, im Stadthaus zur Einsicht offen.

* Dom Polizeiamt. Am vergangenen Dienstag wurde aus dem Hofe des Lichtspielhauses in der Bahnhofstraße ein Klein­kraftrad mit der polizeilichen Erkennungsnummer VR 7546 ent­wendet. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, wollen dies der Kriminalabteilung, Zimmer 66, mitteilen. — Sichergestellt ist eine schwai^lackierte Fahrradluftpumpe, welche vor einigen Wochen in der Bleichstraße oder Südanlage von einem Fahrrad entwendet worden ist. Personen^die Eigentums­rechte geltend machen, wollen sich bei der Kriminalpolizei, Zim­mer 24, melden. — In der Nacht vom 29. zum 30. März wurde in das Kolonialwarengeschäft des Heinrich Steuernagel in Nie­der-Bessingen eingebrochen. Die Täter zertrümmerten eine Fensterscheibe und stiegen durch die entstandene Oeffnung in den Verkaufsraum ein, von welchem sie dann auch Zugang zum Kel­ler hatten. Es wurden außer 35,— RM. Bargeld, Kolonial­waren insbesondere 30 Pfund Bohnenkaffe, sowie Kognak, Marke „Goldstück", und Weißwein in Literflaschen entwendet.

* Bekämpfung der Schnakenplage. Die Grundstückseigen­tümer sind verpflichtet, im April jeden Jahres auf ihrem Grundstück befindliche, den Schnaken zur Brut dienende Gewässer (Wassertümpel), Regenfässer, Bassins, Wasierlachen, Jauche­gruben, Abortgruben usw. mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu üdergießen. Nichtbefolgung hat Bestrafung zur Folge.

* Sperrung der Kirchstrahe. Während der Dauer der Früh­jahrsmesse, vom 3. April bis einschließlich 10. April 1932, wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich ge­sperrt.

* Straßensperrung. Mitgeteilt vom Oberhesiischen Auto- mobil-Clud E. V., (A. v. D.) Die Provinzialstraße Hirzenham- Lißberg ist ab 4. April d. I. wegen Ausführung einer Zement­schotterdecke für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Glashütten, Oberlais, Schwickartshausen, Lißberg oder Usen­born, Ortenberg und umgekehrt.

* Aus dem Stadttheater. Als Fremdenvorstellung wird am Sonntag, den 3. April, bei ermäßigten Preisen der große Lust­spielerfolg „......Vater sein dagegen sehr" gespielt. — Am Montag, den 4. April 1932, nachmittags, findet ein Gastspiel Erika Graf' s mit ihrem Märchenensemble mit „Hänsel und Gre­tel" für die Kinderwelt statt.

* Großes Militärkonzert am morgigen Sonntagabend im „Café Leid" bei ermäßigten Eintrittspreisen des Musikkorps des Erenad.-Batls. des Jnf.-Regts. 15 unter Leitung von Ober- musikmeister E. Krauße.

Erweiterte steuerrechtliche Buchführungspflichten

ab 1. April 1932.

Nach § 161 der Reichsabgabenordnung müssen ab 1. 4. 1932 Land- und Forstwirte Bücher führen und auf Grund der jähr­lichen Bestandsaufnahmen regelmäßig Abschlüße machen, wenn entweder die Steuereinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft mehr als 6000 RM. betragen haben oder das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen 100 000 RM. übersteigt. Beginnt das Wittschaftsjahr erst nach dem 31. März, insbesondere am 1. Juli, so kommt erst vom 1. Juli ab Buch­führung in Frage. Buchführungs- und abschlußpflichtig auf Grund jährlicher Bestandaufnahme sind ferner ab 1. April Ge­werbetreibende, Angehörige der freien Berufe und ähnlicher Erwerbszweige, soweit sie der Gewerbesteuer unterliegen, wenn nach der bei der letzten Veranlagung getroffenen Feststellung entweder der Gesamtumsatz (einschließlich der steuerfreien Um­sätze) mehr als RM. 200 000 beträgt oder «das Betriebsvermögen mehr als 50 000 RM. oder der Gewerbeertrag mehr als 6000 Reichsmark.

Ueber diese neuen Buchführungsvorschriften, sowie über an­

klar bewußt, worum es ging, was er dem Reich, der Heimat schuldig war. Es ist mir unvergeßlich, wie Kameraden meines dritten Zuges während der ersten Zeit, als das Bataillon nur auf dem Marsch war, sich wiederholt beklagten, ob sie denn nur Zum Marschieren da feien; sie wollten doch auch einmal zeigen, wozu sie da wären

So fand sich der Landwehrmann überraschend schnell in seine neue Lage Gewiß war noch manches von der früheren Dienstzeit lebendig in ihm. Aber es überstieg doch alle Begriffe, was an Marschleistung aufzubrinaen war auf den ausgefahre- nen, ungebauten verschlammten Wegen Und gar erst die Unterkunft. Ich denke an die Scheune in Vodislâw, die Wind- mühle in Bodgrabowa, an den HühnerstaU in Chenzini. Der eine oder andere Kamerad erinnert sich vielleicht noch der cis Kosakenstrene angesetzten Felddienstübung, die ungefähr 8 Ki­lometer südlich Jendrzejow über Sturzäcker und durch Hochwald mit teilweise moorigem Boden und dichtestem Unterhalt führte. Vor uns her in großer Menge junge Feldhühner und Fasanen, die sich hinter Schollen duckten oder sich im dichten Gebüsch zu verbergen suchten. Das Ganze schloß mit einem unsagbar er­müdenden Heimmarsch in völliger Dunkelheit auf dem Eisen- bahndamm Beute war nicht gemacht worden, aber am nächsten Tage hatte jeder Landwehrmann seinen Fasanen im Topfe. Oder die Marschleistung des dritten Zuges am 6 November 1914 Der erste und zweite Zug lagen an Der Bahnlinie Mie- chow—Sosnowit^ zu Schutz und Verteidigung, der dritte Zug unter meiner Führung in Frzybyslawice zur Sperrung der Straße. Am 6. nachmittags 1 Uhr Befehl. „Die Straße wird gehalten bis auf den letzten Mann" Um 3 Uhr: „Sofortiger Aufbruch Die Kompagnie steht um 8 Uhr in der Fabrik in Olkusch." Zug 1 und 2 konnten einen Leerzug benutzen. Aber der dritte Zug! Schnell 14 Wagen gepackt, über die Lößrücken binausgeschafft auf die Straße, dann vorwärts im herein- brechenden Dunkel auf der granatenburchpflügten Straße durch einen österreichischen Divisionsirain hindurch, der den Weg sperrt. Es schlägt 8 Uhr auf der Fabrikuhr in Olkusch. da »etzt der dritte Zug die Gewehre zusammen! Der Abend freilich fand einen schönen Abschluß. Die Kompagnie erhielt zwei Faß Bier. Spender war der österreichische Divisionspfarrer Thaler aus Innsbruck, der mit 5 österreichischen Offizieren am Nach­mittag angekommen war

_ Uebersicht man das alles: Schlammige Wege, verlorene Stiefel. verlauste Unterkunft verschimmeltes Kommißbrot; cs war alles zu ertragen. Denn zäher Wille, Kameradschaft und echter Soldatenbumor, wo hätten die je auch im schlimmsten Augenblick versagt Und im Gefecht, da hat die Landwehr ge­zeigt. wozu sie da war? An den Erfolgen im Osten hat sie einen ganz hervorragenden Anteil.

dere augenblicklich sehr aktuelle Fragen, wie z. B. die Regelung des Zugabewesens, die Verschärfung des Wettbewerbsgesetzes durch Neuregelung des Ausverkaufswesens , Errichtung von Einigungsämtern und Bekämpfung der Wettsspionage berichten eingehend die nächsten Hefte der „Wirtschaftlichen Kurzbriefe", Deutschlands verbreiteste Fachschrift über Steuer-, Verkehrs­wesen, Wirtschaftskunde. Interessenten wenden sich am besten unter Bezugnahme auf diese Notiz dirett an den Rudolf-Lorentz- Derlag, Charlottenburg 9.

Steuerkalenber für Avril M2.

(Mitgeteilt von der Südwestdeutschen Revisions- u. Treuhand- Vereinigung Weise & Co. Komm. -Ges. Frankfurt a. Main.)

Reich:

i. a) i. Halbjahresrate der erhöhten Obligatiouensteuer.

b) Umsatzsteuervergütungsanspruch des Ausfuhrhandels noch 8,5 bzw. 13,5 v. T., wenn Vereinnahmung des Entgelts bzw. Lieferung in das Ausland vor dem 1. April erfolgt ist.

5. Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. 3. 1932. Für die Zeit vom i . bis 31. 3., falls im Überweisungsver­fahren die bis zum 15. 3. einbehaltenen Beträge 200 RM. nicht überstiegen haben. Gleichzeitig ist Ledigen- und Krisenlohnsteuer abzuführen, soweit sie im Steuer­abzugsverfahren einzubehalten sind.

6. Einreichung der Aufstellung über die im März getätigten Devisengeschäfte für alle Unternehmen, die generell die Erlaubnis zum Devisenerwerb haben.

10. (11.) a) Börsenumsatzsteuer für März.

b) Umsatzsteuervorauszahlung und Voranmeldung für Mönats- und Vierteljahreszahler (Schonfrist 18. 4* 1932).

c) Anmeldung der Beträge eingegangener Expottvaluten an die Reichsbank.

d) Bürgersteuer.

14. Anmeldung der am 29. Februar bestehenden Zahlungs­verpflichtungen gegenüber dem Ausland und dem Saar­gebiet bei der Anmeldestelle für Auslandsschulden in Berlin. (Siehe Anhang.)

15. Letzter Tag zur Anmeldung der inländischen, ausschließ­lich oder wahlweise auf ausländische Währung lauten­den Wertpapiere, die nachweislich am 11. November 1931 im deutschen Besitz waren und für den Handel freigegeben werden sollen. Anmeldestellen: Effekten- Giro-Banken.

20. a) Lohnabzug für die Zeit vom 1. bis 15. 4- beim Mör- kenverfahrcn. 3m Ueberweisungsverfahren nur, falls die Lohnsteuerbeträge dieser Zeit 9t DIL 200,— über­stiegen haben.

b) Gleichzeitig Ledigen und Krisenlohnstener, soweit sie im Steuerabzugsverfahren einbehalten werden.

c) Anmeldung der Beträge der eingegangenen Exportes» luten.

24. (25.) Bürgersteuer für Lohnsteuerpflichtige bei wöchent­licher Entlohnung nach der Steuerkarte.

30. Anmeldung der Erportvalulen.

»er richtige Weg zur Erlangung

schöner weißer Zähne stiligung des ^hâhlich

gefärbten Zahnbelage»

ist folgender: Drücken Sie einen Strang Chlorodont-Zahnpaste auf die trockene Chlorodont-Zahnbürste (Speztalbürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr ©ebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst setzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Chlorodont»Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Zahnbelag ist verschwunden und ein herrliches Gefühl der Frische bleibt zurück. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen und verlangen Sie ausdrücklich Chlorodont-Zahnpaste. Unter-Bortriegspreise.

■■■■■BBMnnnHKnMnBMHi

Humor.

Die Rarität.

„Was geben Sie Ihrer Frau gegen den Hustenreiz?"

„Nichts! Es ist ja der einzige Reiz, den sie hat!"

Falsch verstanden.

„Wat oadient denn so een Jelejenheitsarbeta uff’m Lande bei'r Rüb'n ausmach'n?"

„Na, unjefähr 20 Mark für n Morjsn!"

„Und wieoille for 'n Nachmittach?"

Junges Eheglück.

Das Kind weint. Der Vater schreit: „Dein Kind heult auch immer! Dauernd schreit es ohne Grund! Was hat es denn nur?“ Die Frau antwortet ruhig'

„Nichts als deinen Charakter!"

Ein neues Tier.

„Was ist eigentlich Schmor, Mutter? Das muß doch ein Tier sein?"

„Wieso, Hänschen? Ich weiß wirklich nicht, was du meinst."

„Na, es gibt doch: Kalbsbraten, Schweinebraten und — Schmorbraten!"

Krise.

Die Fenster einer Anzahl Münchener Straßenbahnwagen sind mit Plakaten beklebt, auf denen bie Aufforderung zu lesen ist:

„Kauft inländische Waren!"

Unter diesen Worten fand man kürzlich in großen mit Blei­stift geschriebenen Lettern ein Wort: „Womit?"

Gut gefragt.

„Wieviel beträgt der Mietpreis der Villa?"

„18 000 Mark."

„Mit Stall?"

„Stall? Wozu?"

„Na, für den Esel, der das bezahlt!"

Der Unpraktische.

Frau: „Das ist die Höhe! — Nun hast du schon wieder den schlechtesten und billigsten Stoff für mein Kostüm gekauft. Du nimmst auch immer nur das Schlechteste?"

Mann: „Jawohl, und mit dir habe ich angefangen."