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44. Fahre

Mittwoch, den 29. Fuli 1931

Nummer 60

Besprechungen trugen einen außerordentlich freund-

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Das Abrüstungsproblem wurde im Zusammenhang Vorbereitungen für die kommend« Abrüstungskonferenz

Anzeigenpreise: die .80 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame-Petitzeile 96 Pfg. Platz- Für Dollklischee-Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung Vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt.

schaftlichen Charakter, und es herrschte allgemeine Ueberein­stimmung darüber, daß die persönliche Fühlungnahmen, wie sie durch die Zusammenkünfte in Chequers, in Paris und London geschaffen wurden, fortgesetzt und ausgebaut werden müßten.

amt zurück. Bis zur Wahl des Nachfolgers werde ich nur laufenden Geschäfte erledigen." .

gezogen, mit den erörtert.

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Erscheint Mittwochs und Samstags.

Bezugspreis 2,40 Jt vierteljährlich frei ins Haus.

«daktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück- ndung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert

Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.

Fernsprecher Nr. 2525 und 2526.

Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Vorbereitungen zum freien Zahlungsverkehr.

Der Rest dieser Woche ist, wie mitgeteilt wird, dadurch

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innt Michael Untersperg I Westermanns Monatr- übrr Entstehen, Technik am Beispiel des Zuges c-Schrveiz mit Anschlrc ißern (gewinn lesen. & Abbildungen geschmstle uch in Kolberg" in ter Arthur Boetzler getollt 's 400. Tobestagts (8. größten deutschen Bild­es. Jas ^ulifjeft von au'ßcrorbentli^ reift ler fBuclftinblung, auf dem günstigen Preis i das Becht, errr sicher wir bitten gegen Er- | Verlag Georg Wck jordern.

für Landes- und Volks rn'Lerbrndnng mit Fak Hitznoth, Verlag 91 6- t das Zull-Heft Dom 12 id Menschenleben beginnt iederhessen, der in seinem »Magen wird. Weitere agen gewidmet.

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Gießener Jeitnng

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PoliUsKt Runbllhau.

Der Reichspräsident hat eine neue Notverordnung über die I Anmeldung von Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Aus- I land erlaßen.

Das Reich übernimmt zwei Fünftel des Aktienkapitals der neugcgründctcn Akzept- und Garantiebank.

Der wirtschaftspolitische Ausschuß des Reichskabinetts ist ein Dienstagmittag zusammengetreten, um die neue Verordnung I über den Zahlungsverkehr der Banken fertigzustellen.

Reichssinanzministcr Dietrich hat sich mit einem Rundschrei­ben an die Finanzämter gewandt, in dem er eine Reihe von Maßnahmen vorschlägt, um eine verschärfte Steuereinziehung zu I erzielen.

Die Reichsbank erklärte sich bereit, den zur Finanzierung I der Erntebewegung nötigen Rediskontkredit für die Mühlen ff und Getreidehändler zur Verfügung zu stellen.

Ein erheblicher Rückfluß deutscher Guthaben aus der Schweiz ist eingetreten.

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Bon einer Europareis« nach den Bereinigten Staaten zurück- gekehrt, erhebt der Präsident der Columbia-Universität, Nicholas Murray Butler, seine warnende Stimme und erklärt, daß schleu­nigst eine grundlegende Schuldcnrcvision erforderlich sei. Das Volk der Bereinigten Staaten habe durch den Preissturz und die Arbeitslosigkeit mehr verloren, als die ganzen Kriegsschulden wert seien. Auf den Schultern Amerikas laste die enorme Ver­antwortung zur Wiederherstellung normaler Verhältnisse.

In einer Rede betonte der französische Kriegsminister Magi- 'iot, daß im Falle einer Wiedergabe der Handlungsfreiheit an Deutschland, Frankreich sich nicht zur Abrüstung verstehen könne, sondern gezwungen sei, seine militärische Macht weiter zu ver­stärken.

Unter dem Vorsitz von Lord Robert Cecil fand in Paris auf Einladung der englischen Zcntrallcitung des Rotaryclubs eine Konferenz von Vertretern großer internationaler Organisationen I Ntt, um eine große Abrüstungskundgcbung von etwa 2000 inter­nationalen Vereinigungen vorzubereiten, die Mitte November in Paris stattsinden soll.

Das Reichsgericht verurteilte den Ncgierungsassistcntcn I Otto Pabst aus Birkenfeld wegen fortgesetzten Verrats von i Staatsgeheimnissen und fortgesetzten Versuchs militärischer Spionage zugunsten Frankreichs zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrenrcchtsverlust.

Die Fristen für Abgabe der Vcrmögenssteuercrklärung, für die Anzeige von Beteiligungen und für die Steueramnestie sind allgemein bis zum Ablauf des 31. August verlängert worden. Zu den Vorschriften über die Anzeige von Beteiligungen und über die Steueramnestie werden demnächst eingehende Durch­führungsbestimmungen erlassen werden.

Der Führer der Dcutschnationalen Volkspartei, Dr. Hugcn- terg erläßt folgenden Aufruf zum Volksentscheid: An alle Preu? 8cn, in dem es heißt, Neuwahlen sollen den wahren Willen des Volkes Ausdruck geben.

In Prag wurde der Vertrag über einige deutsch-tschechoslo­wakische Grcnzbahncn unterzeichnet, der seit vielen Jahren Zwi­lchen Deutschland und der Tschechoslowakei Gegenstand lang­wieriger Verhandlungen war.

Das von der Polizeidircttion München versügte Verbot des Völkischen Beobachters" bis zum 2. August cinschl., wurde durch das Reichsgericht bis 26. Juli 1931 einschl. beschränkt.

Die Reichslcitung und der Reichsvorstand des Christlichen Volksdienstes treten am Sonnabend, den 1. August, in Frank­furt a. M. zusammen.

Zn dem Städtchen Alcala de Guadaira bei Sevilla («spa­nten) wurden 40 kommunistische Agitatoren verhastet. Zn ihrem Besitz sand man kommunistische Propagandaflugblätter.

Der Goldabfluß in England hält weiter stark an.

Der amerikanische Staatssekretär Stimson ist Montag nach­mittag mit dem Flugzeug nach London zurückgeflogen.

Zn mehr als 800 englischen Gemeinden wurde von den Er­werbslosen demonstriert. Zn Glasgow, Liverpool und zahl­reichen anderen Zndustriestädten kam es zu schweren Zusammen­stößen.

Der ehemalige König Alfons von Spanien beabsichtigt, sich endgültig in Frankreich niederzulasien, wo er in der Nähe von Paris ein Schloß erworben hat.

Auf den Präsidenten des türkischen Parlaments ist ein Re- »volverattentat verübt worden.

Der mexikanische Kongreß hat ein Dekret angenommen, das in Mexiko ausschließlich die Goldwährung einführt.

Präsident Zbanez hat die Rcgierungsgcwalt in Chile einem Militärkabinett übertragen.

Zn Sinaja fand am Sonntag die Hochzeit der rumänischen Prinzesiin Zlcana mit dem Erzherzog Anton von Habsburg statt.

Das UnterseebootNautilus" des Polarforschers Sir Hubert Wilkins ist von Plymouth nach Bergen in Norwegen in See gegangen. Wilkins will versuchen, von Bergen aus über Spitz­bergen den Nordpol zu erreichen.

Das Präsidium des Vollzugsausschusses der Ukraine hat be­schlossen, die Hauptsynagoge in Kiew sofort zu schließen. Die Schließung erfolgt auf Grund der Propaganda der Gottlosen? Verbände, die das Gebäude für ein kommunistisches Kindcr- theater verwenden werden.

Die deutsch -englische Aussprache.

Die Besprechungen zwischen Reichskanzler Dr. Brüning, Außenminister Dr. Curtius, Ministerpräsident Macdonald und Minister Henderson, die am Dienstag vormittag in der Reichs­kanzlei begannen, wurden am Dienstag nachmittag fortgesetzt und beendet. Einer der Hauptgcgenstände der Besprechung war die Frage, wie die Beschlüsse der Londoner Konferenz am besten in konstruktiver Weise in die Praxis umzusetzen wären. Die eng­lischen und deutschen Minister besprachen weiterhin die allge­meine Wirtschaftslage und die Maßnahmen, die zur Beseitigung der gegenwärtigen Schwierigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet getroffen werden könnten. Die Inkraftsetzung des internationa­len Arbeitszeitabkommens für den Bergbau wurde in Erwägung

Ser braunschweigische Minister Dr. Franzen zurülkgetreten.

Der braunschweigische Minister Dr. Franzen ist zurückgetre­ten. Er teilt diesen Entschluß in einem Schreiben an den Präsi­denten des braunschweigischen Landtages mit, das folgenden Wortlaut hat:

Durch die fortgesetzte erweiterte und verschärfte Notverord­nungs-Politik des Reiches haben die kleineren Länder die letzten Reste ihres staatlichen Eigenlebens verloren und sind zu völlig unselbständigen Reichsverwaltungsbezirken herabgesunken. Den Ministerien in diesen Ländern ist damit im Widerspruch zu den Verfassungen jede Wirkungsmöglichkeit im Sinne einer Landes­regierung genommen. Ich lehne es ab, als Vollziehungsbeamier der die schaffenden Stände in einseitiger und sozial ungerechtester Weise belastenden Brüning-Diktatur tätig zu sein und trete daher von dem mir am 1. Oktober 1930 übertragenen Minister-

kennzeichnet, daß zu den für regelmäßig« Lohn- und Gehalts­zahlungen bereits zustehenden Zahlungsmitteln noch die An­forderungen des Monatsendes hinzutreten. Es erschien daher nicht ratsam, darüber hinaus für die nächsten Tage eine umfang­reichere Auflockerung des bisherigen Zahlungsverkehrs vorzu­nehmen. Die im Laufe des Dienstags bekannt-werdende Verord­nung der Reichsregierung sieht daher nur unwesentliche Erhöhun­gen der zahlreichen Beträge vor. Die beteiligten Stellen werden dafür sorgen, daß von Mitte der nächsten Woche ab die Wieder­aufnahme eines normalen Zahlungsverkehrs eintritt.

Die Erleichterungen, die bis zum Wochenende eintreten, be­treffen einmal die Erhöhung der Barauszahlungsgrenze von 200 auf 300 RM. bei Kontokorrentguthaben, während es hinsichtlich der Auszahlung auf Sparkonten und Sparbücher bei 30 RM. verbleiben muß. Di« Auszahlung auf Kreditbriefe ist ebenfalls auf 300 RM. erhöht worden. Freigegeben zur unbeschränkten Barauszahlung und folgeweise auch Ueberroeisung sind über die bisher bestchenden Fälle hinaus die Mietzinsen für Wohnungen und gewerbliche Räume, sofern der Kontoinhaber nicht Ein­nahmen aus Lohn, Ruhegehalt usw. bezieht, ferner zur Einlösung von Zinsrenten und Gewinnantcilscheinen. Die Ueberweffungen sind im allgemeinen auf 4000 RM. täglich, also insgesamt auf 16 000 RM. bis zum Wochenende erhöht worden.

3ur Wechseleinlösung sollen täglich 8000 RM , also 32 000 RM., bis zum Wochenende, ausbezahlt werden dürfen. Die Wechselprotestfristen sind entsprechend den bisherigen Regelungen wieder staffelweise etwas hinausgeschoben worden, während eine Verlängerung der Dorlegâgsftist für die nach dem 31. Juli ausgestellten Schecks nicht mehr nötig schien. Ferner ist vorge­sehen daß die Bankinstitute Wechselverbindlichkeiten nicht nur wie bisher aus eigenen Akzepten, sondern auch aus ihren Siros erfüllen dürfen. Schließlich stellt die Verordnung sicher, daß be­stätigte Verrechnungsschecks auch noch in den ersten Tagen des Augusts ausgestellt werden dürfen und daß die Einlösung auch durch Gutschrift auf ein Konto erfolgen kann, das nickst bei dem bezogenen Kreditinstitut geführt wird. Selbstverständlich kann die Gutschrift nur im Rahmen der für Überweisungen jreiflc. oebenen Beträge stattfinden. Im übrigen bleiben auch diesmal die Vorschriften über den Schuldnerschutz, über die Ausnahme der Reick^vost der Reichsbank und der Deutschen Solbbistontbant ton den Vorschriften »er Verordnung und die è dir unbeschronkle Veftügungsftechcn über neue Äonten und iSer überwiesene Echattstcile ausiechleihollen.

Mehr wirtschaftliche Einsicht!

Die Sturmflut der Vertrauenskrise hat die deutsche Volks­wirtschaft aufs schwerste heimgesucht. Alle Möglichkeiten gilt es nun auszuschöpfen, alle Kräfte des deutschen Volkes zu sammeln, um die tiefgreifenden Schäden auszugleichen, um aus dem Engpaß der Zahlungsmittel- und Kreditschwierigkeilen den Weg ins Freie zu bahnen. Auch die moralischen und gei­stigen Kräfte! Gerade daran hat es in den Tagen der Panik­stimmung gefehlt, als die Kapitalflucht anschwoll und der Mas­sensturm auf Banken und Sparkassen einsetzte. Wir alle wißen, wie nur durch unverzügliches, energisches Eingreifen des Reichs eine Katastrophe abgewendet werden konnte. Mit Verord­nungen allein wird jedoch auf die Dauer die Lösung aller her- andrängenden Aufgaben nicht erzielt werden können. Es be­darf, getragen von volkswirtschaftlicher Einsicht, einer verständ­nisvollen Mitarbeit aller Volksschichten. Das gilt mit in erster Reihe für diejenigen, die heute Guthaben bei Kreditin­stituten besitzen. Das gilt insbesondere auch für die große Zahl der Sparer, deren Spargroschen von den Sparkassen verwaltet werden.

Man hat das Anwachsen der Sparguthaben während der letzten Jahre als ein Zeichen gesunden wirtschaftlichen Sinnes unseres Volkes gepriesen. Und das mit Recht. Jahr für Jahr wurden, insbesondere von Beamten, Kaufleuten und Gewerbe­treibenden und Arbeitnehmern, insgesamt etwa ein bis zwei Milliarden R.-Mark zurückgelegt, namentlich den Sparkassen anvertraut. Was, zum Teil unter harten Entbehrungen, in den vergangenen Jahren geschaffen war, drohten Vertrauens­krise und Angstpsychose in wenigen Tagen zu vernichten. Ge­nau so wie die Banken wurden die Sparkassen von der Masie derer bestürmt, die ihre Guthaben abzuheben suchten, weil sie das Geld zu Hause, in der Brieftasche oder in der Schublade sicherer glaubten. Eine durch nichts begründete Furcht vor einer neuen Inflation hatte Tausende und Abertausende kopf­scheu gemacht. Zwar hätte sich jeder bei ruhiger Ueberlegung selbst sagen können, daß wir es heute nicht mit einer Inflation, einer Ueberschwemmung des Landes mit Zahlungsmitteln, zu tun haben, sondern mit dem Gegenteil: einer gewissen Zah- lungsmittelvcrknappung -- die panikartige Angst schwemmte jedoch jede klare Vorstellung, jede logische Ueberlegung hinweg.

Und noch ein weiteres hätte der Sparer bedenken müssen: er wird es auch in Zukunft stets zu bedenken haben. Die Sparkassen bewahren das bei ihnen eingelegte Geld nicht im Keller auf, um es jederzeit griff- und rückzahlungsbereit zu halten. Sie leihen die von den Sparern eingezahlten Gelder vielmehr an die produktive Wirtschaft aus Nur so sind die Sparkassen ja auch in der Lage, die Einlagen zu verzinsen. Um das an Hand einiger Ziffern zu belegen: der Einlagebe­stand der deutschen Sparkassen betrug Ende 1930 10,8 Mil­liarden Don diesem gewaltigen Betrage waren von den Sparkassen rund 78 Prozent langfristig angelegt worden: 4,9 Milliarden in Hypotheken, 1,7 Milliarden Kommunaldarlehen, 1,8 Milliarden in Wertpapieren. Ist es denkbar, daß die Sparkassen diese Beträge ohne weiteres von heute auf morgen flüssig machen können? Es ist ausgeschlossen. Und hätten tatsächlich diese Gelder von den Sparkassen gekündigt werden müssen, mir um den Anforderungen der Einlagenbesitzer ge­nügen zu können die Folgen für die Volkswirtschaft und für den Einzelnen wären unübersehbar gewesen. Geschäftliche Zu­sammenbrüche würden sich häufen, Kapitalverluste von noch nicht dagewesenen Ausmaßen eintreten, Arbeits- und Verdienst- möglichkeiten müßten schrumpfen. Das alles sollte sich der Sparer vor Augen halten. Ohne sein verantwortungsbewußtes Handeln wird eine Rückkehr zu normalen Verhältnissen im Zahlungsmittel- und Kreditverkehr nicht möglich sein.

Vaterländische Verbände für den preuß. Volksentscheid.

Der Vorsitzende der Vereinigten vaterländischen Verbände Deutschlands, Generalmajor a. D. von der Goltz, erläßt folgen­den Aufruf zum Volksentscheid:Am 9. August wird nicht nur um Preußens, sondern um ganz Deutschlands Schicksal gekämpft. Denn Brüning macht vom Ausfall des Volksentscheides seine Entschlüsse abhängig. Wer daher nicht alles tut, um durch Stimmenabgabe und Werbung den Volksentscheid günstig zu be­einflussen, hat das Recht verwirkt, sich zur nationalen Front zu rechnen."

Graf Zeppelin"

tauscht Post aus mit dem EisbrecherMalygin".

Friedrichshafen, 28. Juli. Eine beim Luftschiffbau Fried­richshafen heute vormittag eingegangene telegraphi.^e Benach­richtigung besagt, daß das LuftschiffGraf Zeppelin" vor dem Eintreffen übe/ dem Franz-Iosefs-Land das verabredete Zu­sammentreffen mit dem russischen EisbrecherMaligin" bei der Hookerinsel hat ausführen können. Das Luftschiff führte gegen 19.30 Uhr eine Wasserlandung aus, tauschte die Post aus und stieg nach etwa 15 Minuten wieder auf. Eine längere Landung war infolge der ungünstigen Eisverhältnisse nicht möglich. Alsdann setzte das Luftschiff seine Fahrt fort.