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W* (Gießener Tageblatt) (Neueste Nachrichten) ^fc.^^

Erscheint Mittwochs und Samstags Bezugspreis 2,40 ck vierteljährlich frei ins Haus, iionsjchluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück- jtena nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert '"^^ l ______

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^31 WtMe Rundschau.

w" längst überschritt Ueber den Besuch des italienischen Außenminister Grandi

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Natur And Technik Gebiet der Naturwisse^ , des Naturschutzes unb »ierteljährlich NM. 2.5(1 Verlag, Berlin-Lichtrr- fei allbekannten notur- gensah zu dem stühc-' jdjaftlidjen Fragen, ii immer aeigt die .fr ^. %u ,MvrM ebnet die Bildungsmc-'

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bislang den Biologen cheben, ist ein Serbinb , als dessen Organ die «ist zur Wahrung b«

«Berlin und d»e Besprechungen mit Reichskanzler Dr. Brü- mg wird eine amtliche Mitteilung herausgegeben, in der es kgt, dah sich über die zur Verhandlung gekommenen Fragen ^ixstgehende Uebereinstimmung ergeben habe.

Der italienische Auhenminister Grandi wurde am Montag »kinittag vom Reichspräsidenten empfangen.

Das Reichskabinett ist am Dienstagnachmittag zusammen- ^reten, um sich mit den Vorschlägen zu beschästigen, die vom ßnchswirtschaftsministerium für den Wirtschaftsbeirat ausge-

rieftet worden sind.

«M für das Gebiet i «... -------- -----------,-,-.-,-,- -

lieben von Leo Jro luk-ausschuß des Völkerbundes zu Sitzungen zusammen. > vierteljährl. W. z_ '

Am Montag traten der Wirtschaftsausschuh und der Man-

Bor Zehntausenden von Fascisten hielt Italiens Führer ßssiolini in Neapel eine Aussehen erregende Rede, in der er mit der Entschiedenheit eine Revision der ungerechten Friedens- r, sondern hat auch durch urttäge und eine Angleichung der militärischen Rüstungen aller -stematische Zielrichtung dnder Europas fordert.

ithropologischen Grund- Bei undurchdringlichem Anhalten des Londoner Nebels

Verlag, Berlin-Lichtev mius' Leitung nicht nur

Mt. Das Oktoberheil bben gestern morgen die Wahllokale ihre Pforten für die

sfahit und Schiffbau. Vahlen zum Unterhaus geöffnet, deren Ausgang allerseits mit

geistreichen AbhaMW froher Spannung erwartet wird. An allzu große Ueberraschun-

Aber auch in anbertr M glaubt man nicht. Der Sieg der Nationalregierung gilt als

Rtt.

Der französische Ministerpräsident Laval ist gestern kurz nach »itternacht (nach 6 Uhr früh MEZ.) mit derIsle de France" Ui Newyork nach Frankreich abgereist.

Die chinesische Regierung hat sich zum Abschluß eies Schieds- znichtsvertrages mit Japan bereit erklärt.

Die japanische Regierung erklärt nach wie vor die Annahme in fünf von ihr ausgestellten Forderungen als Vorbedingung it die Räumung der Mandschurei von japanischen Truppen.

Am vergangenen Sonntag fanden in 14 von 26 pommerschen »at,Ikre,sen die Wahlen zur Pommerschen Landwirtschaftskam- titr statt. Nach dem bisher vorliegenden vorläufigen Eesamt- azetnis find 13 Nationalsozialisten, 17 LandbUndler und ein fcucrnfd)aftler gewählt.

Die in Berlin im Keller der Wohnung des kommunistischen Hnktionärs Ueberbrück gefundenen Sprengstoffmengen werden ns annähernd einen Zentner geschätzt, so dah sich dieses Spreng- siislager nach den bisherigen Feststellungen auf rund drei Zent- itt Explosivstoffe belief.

In der letzten Woche wurden in Gleiwitz 19 Kommunisten genommen, die dringend verdächtigt werden, an Hochverräter

Ohmanns Verlag, Mm neben Bestrebungen mitgewirkt zu haben.

Auf der Insel Eypern sind im Laufe des Montags weitere

baucht jeder von uns, ngiische Truppen aus Aegypten angekommen, während in Ni- J â aktuelle, ge- «ü« Panzerwagen eingetroffen sind, die bei der Verfolgung und "rechtliche' Wissen, Wer- iahastung der Rädelsführer Verwendung finden sollen.

WWW >1 si in Stuttgart, WI-

Zn einem Ausruf des Reichsverbandes der Deutschen Jn- hjitic wird eindringlichst aus die Gefahren hingewiesen, die ein ''diteres Anschwellen der Zahl der Studierenden an den deut- ikit Universitäten un^ Hochschulen in den nächsten Jahren singen müsie.

Mm 31. Oktober laufen etwa zwei Drittel aller deutschen tchutarife ab. Dieser Termin wird dadurch zu einem hoch- tzlitischen Tage erster Ordnung, denn die Neuregelung im Tarif- vien, die bis zu diesem Zeitpunkte durchgeführt sein muh, wird IW der Prüfstein fein für die sozial- und wirtschaftspolitische htöidlunfl der nächsten Zeit.

^ mit toiK* gftalt". -»Ich- d" inen 34. 3** .

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Jor einer neuen ReparationSkonferenz?

in Kieft", n Klein i"^

Paris, 27. Oktober. Nach Gerüchten aus amerikanischer helle, die derNewyork Herald" wiedergibt, soll Minister- Mident Laval sofort nach seiner Rückkehr beabsichtigen, die stnfösische Regierung um die Ermächtigung zur Einberufung tret Konferenz der an der Reparationsfrage interessierten Setionen einschließlich Deutschlands zu ersuchen. Aufgabe dieser Inferenz würde es sein, über die Möglichkeiten einer weiteren Kpirationsherabsetzung zu entscheiden und einen neuen Zah- llnzsplan vorzuberciten, der Präsident Hoover als Ersatz für hi am 1 Juli 1932 ablaufende Moratorium zur Begutachtung JiKrbreitet werden könnte. Diese Wettkonferenz würde nach Sigemeiner Ansicht in Paris bis Ende November oder Anfang

>c><mber zusammentreten. v ± ilnbercrfeils berichtet der W°,h>ngt°n°r Äonefponbcnt der times, daß die Gespräche Hoovers und Lavals sich auf der " Vgenben Basis bewegten:

EDie französische Regierung wird sofort Schate ergrerfen um Deutschland zu bewegen, sich zwecks Erleichterung Miu Lage des im Poungplan vorgesehenen Apparates zu bc= dienen. , ., ... . _

E 2. Die Vereinigten Staaten werden dann gleichzeitig obe später Maßnahmen treffen, umwährend her 5fpJ^ , Periode" Erleichterungen in den alliierten ^. i ' lungen an Amerika vorzunehmen.

Diese Mitteilungen werden durch einen Berich~ selcgraph" dahin ergänzt, daß Laval im Solang

I loungplan den in dem Plan vorgesehenen beratenden Ausfch 6 Krusen wird mit dem Ziele, die deutsche Zahlungsfähigkeit

Druck und Verlag von Albin Klein in Eiehen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.

Fernsprecher Nr. 2525 und 2526.

Postscheckkonto Nr 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Mittwoch, den 28. Oktober 1931

erneut zu untersuchen. Wir stehen also augenscheinlich vor einer neuen ReparationSkonferenz, ohne daß bisher bindende Zusagen der Vereinigten Staaten im Sinne einer Aussetzung der alliier­ten Schuldenzahlungen vorliegen.

Die Gemeinbewaftlen in Anhalt.

Starke Gewinne der Nationalsozialisten.

Desiau. Am Sonntag fanden in Anhalt die durch Land­tagsbeschluß um ein Jahr verzögerten Mahlen zu den städtischen Körperschaften und zu den Kreistagen statt. Die Wahlbeteili­gung betrug durchschnittlich 90 Prozent der Stimmberechtigten. Die Wahlen sind im allgemeinen ruhig verlaufen.

Die Ergebnisie bestätigten den üblichen Verlauf aller Wah­len nad) dem 14. September vorigen Jahres: starke Gewinne der Nationalsozialisten, die mehrfach die stärkste Partei in den Stadt­parlamenten werden, einen beträchtlichen Rückgang der Sozial­demokratie und der Staatspartei sowie Verluste der bürgerlichen Mittelparteien. Auffällig ist der geringe Gewinn, den die Kom­munisten in den Städten erzielen konnten.

Desiau, 27. Ott. Die genaue Ueberprüfung des anhaltischen Gemeinde- und Kreistagswahlergebnisses ergibt einige inter- esiante Feststellungen. Vor allem die, daß der Verlust der Sozial­demokraten im ganzen Lande weit größer ist, als ursprünglich bei dem Vergleich mit den Gemeindewahlen vor vier Jahren angenommen worden ist. Die Sozialdemokraten haben gegen­über der letzten Reichstagswähl im September vorigen Jahres rund 18 000 Stimmen verloren. Ihre Ziffern sind von 85 000 auf rund 67 000 gesunken. Davon haben die Kommunisten rund 5600 ausgenommen. Es unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, daß ein großer Teil der übrigen sozialdemokratischen Stimmen an die Nationalsozialisten übergegangen sind, die ihren Bestand gegenüber den Reichstagswahlen des vorigen Jahres um 32 800 von 43 600 auf insgesamt 76 400 steigern konnten. Damit sind die Nationalsozialisten in Anhalt die stärkste Partei geworden und haben die Sozialdemokraten um mehr als 9000 Stimmen überflügelt. Der Zuwachs der Nationalsozialisten entspricht einem Prozentsatz von 74 Prozent gegenüber den Reichstags­wahlen im vorigen Jahre. Das Anwachsen der nationalsozia­listischen Stimmen übertrifft alle Erwartungen, auch die in den Führerkreisen gehegten.

Borah sagt dem polnischen Botschafter die Wahrheit.

Washington, 27. Ott. Ueber den polnischen Korridor ist es jetzt zwischen Senator Borah und dem hiesigen polnischen Bot­schafter Filipowicz zu einem scharfen Zusammenstoh gekommen, der in diplomatischen un-d politischen Kreisen sowie in der Oef- fentlichkeit großes Aufsehen erregt, wie Borahs Vorstoß gegen Versailles am Vorabend des Lavalbesuches bei Hoover. Beim Abschiedsempfang der französischen Botschaft für Laval hielt es der polnische Botschafter für angebracht, dem ebenfalls dort er­schienenen Senator Borah seinBedauern" über seine Erklärung zu der Korridorfrage auszudrücken.

Borah hielt seinen Standpunkt aufrecht, daß ohne Aende­rung der Verhältnisie im Korridor und an den deutschen Ost­grenzen eine Abrüstung nicht möglich sei, und erklärte, er sei überzeugt, daß der Korridor zum Teil der Erur.d für das An­wachsen der nationalen Bewegung in Deutschland sei. Der polnische Botschafter erklärte hierauf schroff:Ich glaube, Sie sind mit den Tatsachen nicht vertraut, oder Sie wissen nicht, daß die Bevölkerung des Korridors zu 80 Prozent aus Polen besteht." (!)

Ja, wenn Polen seine bisherige Politik fortsetzt," erwiderte hierauf Borah leicht ironisch,wird der Korridor bald hundert­prozentig polnisch sein."

Kandidaten zur Landtagswahl.

Liste der Dolksrecht-Partei.

Zu den hessischen Landtagswahlen hat die Dolksrechtpartei folgende Bewerber aufgestellt: 1. Prof. Friedrich Axt zu Darm­stadt: 2. Iakob Porth, Bürgermeister i. R., zu Offenbach a. M.: 3. Hermann Lorenz, Bankbeamter zu Gießen: 7. Georg Ritter, Pfarrer i. R. zu Laubach in Oberh.: 9. August Haas, Stabszahl­meister a. D. zu Grünberg.

Die Kandidaten der SAP. in Hessen.

Die infolge der Spaltung der SPD. vor einigen Wochen gegründete Sozialistische Arbeiterpattei gibt jetzt ihre erste Kan­didatenliste zu den hessischen Landtagswahlen am 15. November bekannt. Spitzenkandidat ist der ehemalige Redakteur der Mainzer Volkszeitung", Ohlhof, Mainz. Es folgen dann u. a.: Frau Rudolph, Offenbach a. M.: Funk, Leihgestern: Quesiel, Darmstadt, und Frau Mönch, Friedberg.

Wirtschaftspartei und hessische Landtagswahl.

In dem hessischen Landesverband der Wirtschaftspartei scheint über die bevorstehenden Landtagswahlen keine einheit­liche Stellungnahme zu bestehen. Jedenfalls hat der Spitzen­kandidat der kürzlich veröffentlichten Landeswahlliste, Bauunter­nehmer Steuernagel - Bad Nauheim, jetzt seine Kandidatur zurückgezogen. Ob dieser Schritt weitere Folgen nach sich ziehen wird, bleibt abzuwarten.

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Nummer 86

M Stoffen vor toi omtiltanlMwi WWWihrtrn.

Am Mittwoch, den 21. Oktober, sprach Dr. Fritz Thyssen vor einer großen Anzahl amerikanischer Wirtschaftsführer im Rah­men einer von der Columbia-Universität veranstalteten Vor­tragsserie. Anwesend waren u. a. Henry Ford, Oven Young, Charles M. Schwab.

Dr. Fritz Thyssen, der Wert darauf legte, Lage und Ent­wicklung der Stahlindustrie in Deutschland zu erklären, führte u. a. aus, dah man, wenn man diese richtig verstehen wolle, einen kleinen Umweg durch das Gebiet der Politik nicht scheuen dürfe. Allgemein sei in der Welt ja zu beobachten, dah stärker als je die Politik unmittelbar Einfluh auf die wirtschaftliche Beteili­gung der Individuen und Völker nehme. Das gelte ganz beson­ders für Deutschland. Im Anfang des Entwicklungsabschnittes, den Deutschland gegenwärtig durchmache, stünden zwei gewaltige Ereignisie der Politik, nämlich

die deutsche Revolution und das Versailler Friedensdiktat. Deutschland sei bet Mittelpunkt eines engen Kreises, auf dem allein vier Großmächte lägen. Ein solcher Staat dränge ganz von selbst nach Autorität. Die bürgerlichen Parteien, die in erster Linie zusammen mit der Sozialdemokratie die Revolution aufgefangen hätten und zu einer Verfassung umgestalteten, seien das Zentrum und die demokratische Partei gewesen. Die Zusam­menwirkung dieser weltanschaulich verschieden orientierten Par­teien spiegele sich in der deutschen Reichsverfassung wieder. Für die Sozialdemokratie sei die demokratische Republik nur das Mittel, um das Endziel, den sozialistischen Staat zu erreichen, während die bürgerlichen Republikaner in der deutschen Republik ihr Staatsideal im wesentlichen verwirklicht sähen. Das Ideal der politischen Demokratie ergänze sich durch das Ideal der Wirtschaftsdemokratie als der Vorstufe zum Sozialismus. 1918 habe der Sozialismus freie Bahn gehabt und die Staatsmacht sei zu einem großen Teil legales Mittel des proletarischen Klasseninteresses geworden.

Aber so schwer der wirtschaftliche Einfluh der sozialistischen Entwicklung auch ins Gewicht falle, er werde übertroffen von den Auswirkungen des zweiten politischen Ereignisses, das am Aus­gangspunkt der gegenwärtigen Entwicklung stehe, des Versailler Friedcnsdiktats. Sei man sich über die Grundlagen des deutschen Wirtschaftslebens, Revolution und Friedensdiktat und Repara­tionen klar geworden, dann werde man einer Untersuchung über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland folgende vier Punkte zugrunde legen müssen:

1. das Friedensdiktat von Versailles, insbesondere die Re­parationen,

2. der Einfluh der Gewerkschaften und der ihnen befreun­deten Parteien auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes,

3. der Gins Luft der Kreditinflation von 19241929,

4. der Einfluh der Stabilisierung der Reichsmark nach der Inflation auf ihren vollen Friedenswert im November 1923.

Aus dem Versailler Vertrag ergäbe sich die Schändung des deutschen Namens durch den Kriegsschuldartikel 231. Die bisher geleisteten Reparationen hätten zu einer ungeheuren Verschul­dung Deutschlands geführt, sie bedeuteten eine zusätzliche Be­lastung der deutschen Wirtschaft, die sich im Augenblick ihres Transfers in Auslandswährung in einen absoluten Kapitals­verlust verwandle. Das Restkapital werde infolge seiner Ver­knappung verteuert. Die innere Reparationelast Deutschlands bedeute eine Last in der ungeheuerlichen Höhe von 1,4 Milliar­den Dollar jährlich. Heute entziehe man dem unterlegenen Volk das Blut der Wirtschaft, das mobile Kapital, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Neben den Reparationen lasteten am meisten die Folgen der sozialen Wirtschaftspolitik der Gewerk­schaften und der ihnen befreundeten Parteien auf der deutschen Wirtschaft. Die Gewerkschaften hätten seinerzeit den Standpunkt vertreten, man müsie die Industrie durch Arbeitszeitverkürzung und Lohnerhöhung zur Rationalisierung zwingen.

Nach einem Ueberblick über die Auswirkung dieser Forde­rungen ging Fritz Thysien dann auf die Kreditinslation ein. Infolge dieser habe die deutsche Wirtschaft 45 Prozent des natio­nalen Einkommens als öffentliche Lasten aufbringen können. Die sich aus der Kreditinflation ergebende Inveftitionskonjunk- tur sei auf Sand gebaut gewesen, weil sich die Reparationen und die übersteigerte deutsche Sozialreform gemeinsam in einer Ueber- lastung der deutschen Wirtschaft und in einer Untergrabung der deutschen Kapitalkraft ausgewirkt hätten. Die Krise des Jahres 1930 habe daher kommen müssen, und zwar von Deutschland her. Verschärft würden die Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft dadurch, daß die durch die Inflation zerstörte Mark auf vollen Friedenswert stabilisiert worden sei. Wenn Deutschland aus der gegenwärtigen Not herauskommen wolle, müßten drei Bedingun­gen erfüllt werden:

1. die Reparationen als Zerstörer der nationalen und inter­nationalen Wirtschaft müßten fallen,

2. die ausländischen Gläubiger mühten Verständnis für die deutsche Lage haben und sich mit Deutschland über eine tragbare Art der Tilgung und Zurückziehung, vor allen Dingen der kurz­fristigen Kredite, einigen,

3. Deutschland müsie dem Sozialismus abschwören.

Die deutsche Krise sei eine Folge der nationalen und inter-