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Samstag, den 26. September.

Gießener Zeitung-

Nr. 77

ten eine Reihe kommunaler Würdenträger in Hamburg Ge­hälter zwischen 12 000 und 30 000 RTork, wozu häufig noch Tantiemen und Nebenverdienste kommen.

Bei der sächsischen Landesversicherung wurde ein Neubau errichtet, der erst 300 000 Mark kosten sollte, schließlich aber 3,6 Millionen erforderte. Kein Kunststück, wenn man erfährt, daß allein für die Dienstwohnung des Präsidenten 64 000 DItarf aufgewandt wurden, davon z. B. für eine 2Dascheinrichtung 44oo und für einen Kühlschrank 3000 Mürk.

Der Neubau des Kreisahuses in Merseburg, mit dem sich auch der Preußische Landtag beschäftigen mußte, hat rund 1,5 Millionen Mark gekostet. Auch hier wurde für die Dienst­wohnung des Landrats ein Betrag von über 250 000 Mark verpulvert, davon u. a. 22 000 Mark für Gartenanlagen, 8000 Mark für Mabeleinbau, 7000 für Tür- und Fensterdekoratio­nen uns für ein Blumenfenster 5000 Mark. Dafür hat aller­dings der Kreis das Vergnügen, eine Anleihe von 719 000 Mk. aufnehmen zu müssen, um diesen noblen Bau bezahlen zu können. Und nun werden sich die kreiseingesesienen Bürger wahrschein­lich sehr wundern, warum die Kommunallasten immer höher steigen. Ein bekannter preußischer Landlagsabgeordneter hat für ein Gutachten in einer Berliner Grundstücksangelegenheit von der Stadt Berlin ein Honorar von etwa 50 000 M'ark er­halten. Aber die Stadt Berlin ist auch sonst sehr nobel, zahlte sie doch für zwei Verkehrsgutachten weit über i 000 000 Mark Honorar an zwei Sachverständige, die nun einen feinen Tag leben können.

Elektrizitätswerke im Westen des Reiches zahlen auf Kosten der Stromabnehmer (nach einer Feststellung im Westfälischen Provinziallandtag) ihren Direktoren Gehälter zwischen 40 000 und 260 000 Mark jährlich. Ist es da ein Wunder, wenn allerorten die Wirtschaft vor die Hunde geht?

Diese Zahlen reden eine eiserne Sprache. Wehe, wenn wir nicht bald zu einem System der eisernen Sparsamkeit kommen! Volk und Wirtschaft müssen sich an solchen in die Milliarden gehenden Ausgaben verbluten, wenn nicht bald eine grundlegende Aenderung erfolgt."

Mn Bulls Warnung.

Die Tatsache, daß die Bank Don England die Einlösung der englischen Pfundnoten in Gold einstellen mußte, bedeutet ein Ereignis, dessen Tragweite nicht abzusehen ist. Ein England, das glaubte, durch Niederringung seines deutschen Konkurrenten enorm zu gewinnen, sieht sich heute der ernüchternden Tatsache gegenüber, daß ein gewonnener Krieg und erpreßte Reparationen schwerste wirtschaftliche Schädigungen für das eigene Land be­deuten können. Am 11. September 1897 brachte dieSaturday Review" einen Artikel, in dem es hieß:

Wenn Deutschland morgen vernichtet wird, so wird es übermorgen keinen Engländer geben, der um deswillen nicht reicher wäre."

Die in diesen Worten zum Ausdruck gekommene Gesinnung hat damals jeder Engländer verstanden. Heute hat es sich aber gezeigt, daß die Rechnung falsch war. Die in Millionenâuflage erscheinende WochenschriftJohn Bull" gehört zu denjenigen englischen Blättern, für die der Versailler Vertrag noch bis in die jüngste Zeit unantastbar war. Jetzt hat die genannte Wo­chenschrift ihren Tag von Damaskus erlebt. Zwölf Jahre nach Versailles ist diesem Blatt die Erkenntnis gekommen, daß Eng­land in Versailles die größte Torheit beging, als es Frankreich Blanko-Vollmacht gab. Der bekannte englische Publizist Gar­diner brachte in seinem Artikel:Terrific Warning", den die WochenschriftJohn Bull" veröffentlichte, ganz erstaunliche Er­kenntnisse zum Ausdruck. Er schreibt unter anderem:Vor 12 Jahren säten wir in Versailles den Wind und heute ernten wir den Sturm. Der verbrecherische Friedensvertrag lastet wie ein Alp auf der ganzen Welt. Jedes Volk erwartet mit Bangen, was der kommende Tag bringt." In seinen weiteren Ausführun­gen deckt Gardiner auf, daß die Deutschland aufgezwungenen Verträge und die Reparationen das englische Wirtschaftsleben zerstören. Er betont, daß man die Weltwirtschaft zum Erliegen bringe, wenn man die Politik, dasTodesröcheln Deutschlands" zu erreichen, fortführe. Diesen Artikel hat der Deutsche Fichte- Bund unter dem Titel:John Bull warnt" als Flugblatt außer in deutscher, auch in englischer und spanischer Sprache heraus- gegeben. Der Fichte-Bund gibt dieses Flugblatt, dessen Inhalt ein Seiden für den Erfolg seiner unermüdlichen Arbeit in Eng­land ist, neben seinen vierzig deutschen und über hundert fremd­

Oie große Täuschung des deutschen Arbeiters.

Wenn wir hier nicht von der Gesamtheit unseres Volkes, sondern nur von dem deutschen Arbeiter sprechen, so deshalb, weil dieser systematisch dazu erzogen wird sich nicht als Glied des deutschen Volkes, sondern als Angehöriger eines sogenann­ten Weltvroletariats zu fühlen.

Als Wilson am 11. Februar 1918 seine Friedensbedingungen verkündete, schickte er ihnen folgende amtliche Willenserklärung voraus:

Völker und Menschen dürfen nicht von Oberherrschaft zu Oberherrschaft verschachert werden, als ob sie bloße Steine in einem Spiel wären ... Es soll keine Annexionen, keine Kriegs­steuer, keine Strafe geben."

Nach dieser feierlichen Beteuerung gab Wilson seine vier­zehn Friedensbedingungen als Antwort an den deutschen Reichs­kanzler bekannt. Sie lauteten:

1. Alle Friedens-Verträge sollen öffentlich sein und öffentlich zu­stande kommen.

2. Vollkommene Freiheit der Schiffahrt auf dem Meere außer­halb der territorialen Gewässer im Frieden sowohl wie im Kriege.

3. Die Beseitigung, soweit sie möglich ist, aller wirtschaftlichen Schranken.

4. Garantien dafür, daß die Rüstungen der Völker auf das niedrigste mit der inneren Sicherheit zu vereinbarende Maß herabgesetzt werden.

5. Es soll eine freie, weitherzige und unbedingt unparteiische Schlichtung aller kolonialen Ansprüche hcrbeigcführt werden.

6. * Räumung des ganzen rusiischen Gebiets.

7. Belgien muß geräumt und wrederaufgerichtet werden, ohne jeden Versuch, seine Souveränität zu beschränken

8. Das ganze französische Gebiet soll befreit und die besetzten Teile wicdevhergestellt werden.

sprachigen Flugblättern unentgeltlich ab. Es ist bekannt, daß die millionenweise verbreiteten Fichtebund-Flugblätter seit Jah­ren in der Welt Aufsehen erregt haben. Selbst Poincarè hat nicht umhin können, sich gegen die Angriffe des Fichte-Bundes in seinen Memoiren in langen Ausführungen zu verteidigen. Wir empfehlen unsern Lesern, von der unentgeltlichen Abgabe auch des neuen Flugblattes Gebrauch zu machen und dieses unter Angabe der gewünschten Stückzahl und der in Frage kommenden Sprache (deutsch, englisch und spanisch) bei dem Deutschen Fichte- Bund e. V., Hamburg 36, Eolonnaden 47 zu bestellen.

Leben, das zu schwer wird.

Nach der ZeitschriftWirtschaft und Statistik" haben sich im Jahr 1 92 9 in Deutschland 16 665 Menschen das Leben genom­men, und im Jahr 1930 ist diese Zahl noch gestiegen, um wahr­scheinlich im laufenden Jahr noch höher zu klettern. Augenschein lich ist, daß die seelischen Auswirkungen der Armut und Arbeits­losigkeit hier eine große Rolle spielen. Sollte das auch ver­wunderlich sein wenn in derEvangelisch-Sozialen Warte" ein Erwerbsloser schreibt:Lange, bange arbeitslose Monate liegen hinter mir. Bisher haben meine Frau und ich uns wacker durch­gehungert, aber jetzt soll die Unterstützung noch gekürzt werden. Da kommt einem immer wieder die Frage: Wo können wir noch sparen? Und die Antwort lautet: Es geht nicht mehr besser. Jeden Freitag bekomme ich 10,92 RM. Unterstützung. Unsere Ausgaben sind genau fostgelegt. Wir brauchen in der Woche für Lebensmittel 9,25 RM. Mit dem Rest von 1,67 RM. soll Miete, Heizung und Kleidung bestritten werden. Die Miete allein beträgt im Monat 22,57 RM. In einigen Wochen erwarten wir unser erstes Kind! Deshalb wollte meine Frau kürzlich zum Arzt, aber wir hatten keine 25 Pfennig mehr für den Kranken­schein."

Fälle wie der geschilderte sind gewiß nicht vereinzelt. Dar­um die Flucht aus dem Leben, darum die Furcht vor neuem Leben. Im Jahr 1929 kamen in Deutschland auf eine Ehe durch­schnittlich 1,9 Kinder, während England 2,0, Frankreich 2 2, Italien 3,6 Kinder in jeder Ehe durchschnittlich zählen. Wenn man bedenkt, daß vor 30 Jahren jede Ehe noch 4,4 Kinder im Durchschnitt zählte, und daß durchschnittlich drei Kinder notwen­dig sind, um die Nation zu erhalten, so eröffnen sich für das Schicksal unseres Volkes trübe Aussichten. Aber von den Nachbar­völkern wird das nicht gesehen oder will nicht gesehen werden. Sonst müßten alle die Kongresse, internationalen Abmachungen usw. andere Ergebnisse zeigen.

Hier kann nur eins helfen: die Gewissen bei uns und bei den anderen für eine höhere Verantwortung wachzumachen.

Winterhilfe - ein nationales Gebot!

Der Winter naht; mit Sorgen sieht man ihn kommen: er wird der schwerste sein seit Kriegsende. Noch immer lähmt die Krise das gesamte deutsche Wirtschaftsleben, dunkler denn je lagern die Schatten bitterster Not über Stadt und Land. Zwar ist es. dank des tatkräftigen Eingreifens des Reiches, gelungen, unter Aufbietung aller Kräfte eine drohende wirtschaftliche und finanzielle Katastrophe zu verhüten. Der Wendepunkt ^umi neuen Ausstieg konnte jedoch noch nicht erreicht werden.

Frühzeitig hat darum auch, nach einer leichten Entspannung in den Sommermonaten, die Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder eingesetzt. Bereits im Juli wuchs das Heer der Arbeitslosen wieder an. Heute erreicht es einen Stand von 4,3 Millionen, das sind etwa 1,3 Millionen mehr als im Vor­jahre und rund 3 Millionen mehr als 1929. Wie weit diese Armee der Opfer der Krise im Winter steigen wird, ist heute noch nicht abzusehen. Sicher ist nur: sie wird größer sein als im vorigen Winter, sie wird die damalige Höchstgrenze von 5 Millionen gewiß überschreiten. Und was besonders schwer wiegt, das ist die große Zahl der langfristigen Erwerbslosen. Wie viele, die bereits im vorigen Winter ohne Arbeit waren, sehen auch dem kommenden Winter entgegen ohne geregelte Beschäftigung und Verdienst.

Arbeitslosigkeit ist daher heute nicht nur eine Angelegenheit der betroffenen Schichten, sie ist zur Schicksalsfrage von Staat und Volk geworden. Der Massennot zu steuern, zu verhindern, daß aus ihr eine Masseuverzweiflung erwächst das ist für den kommenden Winter die vornehmste Pflicht des ganzen Volkes. Keiner darf zurückstehen keiner an der Abwehrfront fehlen. Jeder.

I 9. Berichtigung der italienischen Grenzen nach dem klar er­kennbaren nationalen Besitzstände.

10. Autonome Entwicklung für die Völker von Oesterreich-Un­garn.

11. Räumung von Rumänien, Serbien und Montenegro.

12. Selbständigkeit für die Nationalitäten des gegei wärtigen osmanischen Kaiserreichs.

13. Errichtung eines unabhängigen polnischen Staates, der alle Länder umfaßt, die von einer unzweifelhaft polnischen Be­völkerung bewohnt sind.

14. Allgemeine Vereinigung der Nationen mit bestimmten Ver­tragsbedingungen zum Zwecke gegenseitiger Garantieleistung für die politische Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit der großen sowie der kleinen Nationen.

Der Sozialdemokrat Zörrgicbcl. ehemals Polizeipräsident von Berlin, hielt, woran derFrldcricus" in der Nr. 8 vom Jahre 1929 erinnerte, ein oder zwei Tage nach dem 9. November 1918 im Festsaal des KaffeehausesAstoria" in Trier vor ver- sammeUen Arbeitern eine Rede, in der er folgendes beteuerte: Was ich euch Versammelten hier sage ist reine verbürgte Wahrheit, und so sage ich euch: auf den englischen Schiffen ist die rote Fahne gehißt. Deutsche und englische Matrosen feiern bereits Verbrüderung. Die Franzosen und Belgier meutern, und die rote Fahne steigt auch bei denen. Die erlittene Nieder­lage können wir sofort in einen großen Sieg umwandeln. Es handelt sich für uns Deutsche darum, zuerst die Revolution zu machen, so daß wir mit dieser schon fertig sind, wenn die Feindstaaten damit beginnen. Dann sind wir in der Lage, unseren Feinden den Frieden und dessen Bedingungen diktieren zu können."

Ungefähr zu derselben Zeit hielt der Sozialdemokrat Scheide­mann von einem Fenster des Berliner Schlosses eine Ansprache an die Menschenmassen, die mit den Worten schloß:Wir brin­gen euch Frieden, Freiheit und Brot!"

Als die deutschen Friedensunterhändler nach Spaa zogen, um den Vorfr ieden abzuschließen hatte auch Frankreich seine Unterhändler abgesandt. Nach Bekanntwerden der deutschen Re-

der heute Arbeit und Verdienst hat, muß helfen, soweit es nit in seiner Kraft steht.

Es geht nicht an, sich angesichts des Massenelends lebiglut auf das Wirken der öffentlichen Hand zu verlassen. Gewiß nxr den b« öffentlichen Körperschaften alle verfügbaren Mittel a, setzen, um die Not zu lindern. Darüber hinaus rft aber die fru gebotene Hilfe aller Volksschichten notwendig, notwendiger denn je. Es ist daher eine Tat von wahrhaft nationaler Bedeutung daß die Verbände der freien Wohlfahrtspflege eine großzügig Hilfsaktion, dieWinterhilfe", eingeleitet haben. Sammlungkn von Geld, von Lebensmitteln, Kleidern, Wäsche Heiznmteriel sollen im ganzen Reichsgebiet durchgeführt werden. Dabei nmb keineswegs schematisch und zentral vorgegangen. Die einzelnen Landes- u. Provinzialstellen der freien Wohlfahrtspflege tön tun nach ihren bewährten Methoden arbeiten; was im Land oberm der Provinz gesammelt wird, soll auch dort bleiben. Darüber hinaus wird jedoch darauf Bedacht genommen, einen Ausgleich Zu Gunsten besonderer Notgebiete zu schaffen. Die Reichsbab»

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wird alle Güter, die zur Linderung der unmittelbaren Not ge- ^- ^ t,

spendet werden, frachtfrei befördern. Auch die Reichswehr bat 6rnt(

ihre Mithilfe zugesagt. Reichspräsident und Reichs- und Ländrr-! "^ ,^ z fc

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regierungen haben schließlich die ganze Aktion kürzlich durch

einen warmherzigen Appell an das ganze Volk unterstützt. --- -- - .. ejn ,

Von diesem Hilfswerk darf sich keiner ausschließen. d"n sollt. 1

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Hilfe soll die große Not lindern, aber sie soll auch neues mensch liches Vertrauen schaffen unter den deutschen Volksgenossen felbi und für das deutsche Volk in der Welt".

Hessische Kindergottesdiensttagung.

Mainz. In der rheinhessischen Provinzhauptstadt beging bet hessische Kindergottesdienstverband am vergangenen Sonnig seine erhebend verlaufende Jahresversammlung. Aus ganz Hst sen, sowie den benachbarten Städten Frankfurt und Wiesbaden hatten sich Kindevgottesdiensthelfer zusammengefunden. Posa» nen, Kinder- und Kirchenchöre waren zur Mitwirkung herange­zogen. Beteiligung und Verlauf der Tagung bestätigen o»i neuem den Willen und die Freudigkeit der evangelischen Kirch«

Sterben.

Doch Tod und 1 sterbenden Flur ^bc Hörnlein in ta tf kündet der Herbst I ererben es kein L

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Za, gibt's den zur Mitarbeit bei dem in dem Wirrwarr der Gegenwart so wih IJa staunt der Lai

tigen Dienst am Gemüt und der Seele unserer Kinder.

Die Kandidaten der NSDAP, für die hessische Landtagswahl.

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei hat ein vorläufige Liste der Kandidaten für die kommende Landtags­wahl ausgestellt. Wie verlautet, sollen an der Spitze stehen btt Herren: Lenz, der neue Gauleiter aus Baden; Professor Dr Werner (Butzbach); Wassung, stellv. Gauleiter; Treffz, 6au propagandachef; Lehrer Klostermann (Alsfeld); Schriftleitei Dr. Schwalbe (Hessenhammer); Dr. Daum (Oppenheim); In Wagner, Gutsbesitzer; Schilling, Arzt; Bürgermeister Ritter (Eau-Algesheim); Dr. Schäfer (Offenbach); Landwirt Seipe! (Fauerbach) ; Jöckel (Langen); Diehl Standartenführer dm Rheinhessen in Gau-Odernheim.

leicht. Sind Dir d leben Menschen, 001 I Zähneputzen, d. h. 1 1 unb ba kommt m I Flechte Zahnbürstel

Nun, man hör brauch! ichen, über« langen, ganz flach« langen Borsten bid gebettet, liegen, tre aus ber täglichen und Zahnbeläge ers statt sie daraus zu I Bau es unmöglich, I reichendem Matze I lehrende Beobacht! I Mnant N M I Mw ^ ^ver­nachlässigt sind. M mit der gewöhnliri bürste in die hin: ohne sich fast die komint, daß diese reinigen ist, und

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Keine unbilligen Zinszuschläge für Steuerrückstände, j

Ein neyer Runderlaß des Reichsfinanznunlstero

VJie der Reichsminister der Finanzen bereits in feinen I Runderlaß vom 21. Juni 1931 O 2150 20 III ausgeführt hat, waren die Maßnahmen der Notverordnung Oer Reichspräsidenten über Zuschläge für Steuerrückstände vom 20 1 Juli 1931 erforderlich, um r^ieder pünktliche Steuerzahlung» zu erreichen. Er hat inzwischen feststellen können, daß die an geordneten Maßnahmen sich günstig ansgcwirkt haben. Im­merhin aber ist die Kassenlage noch so schwierig, daß sich ent Aufhebung oder Herabsetzung der in der Verordnung enthalten« Sätze seiner Diteinung nach nicht verantworten läßt. Ander« | seits aber ist es dringend erforderlich, daß die Verordnung in: wirtschaftlichem Verständnis angewendet wird. Dies gilt oh allem für die Festsetzung der Stundungszinsen. TOenn bau'-' die Finanzämter ohne zwingenden Grund 12% StundungszmM berechnet haben, so findet das, wie er in seinem Runderlaß «e 22. August 1931 O 21,50 45 III ausführl, nid: seine Zustimmung. Es ist bei der Zinsfestsetzung einmal zu le rücksicbtigen, daß inzwischen der Reichsbankdiskont hcrabgelGt ist. Ferner ist bei jedem Einzelfall zu prüfen, ob nicht infolge schwierigen wirtschaftlichen Lage des Steuerpflichtigen der Zins sah im Rabmen der gegebenen Vestimmunqen niedrig festzusetzn ist. In allen Fällen sind, soweit es die wirtschaftliche Lage Oti | Steuerpflichtigen erfordert, die Bestimmungen in entgegenfea mender VJeise anzuwenden.

oolution ließ es sie aber durch Flieger zurückholen. Sie besamn jetzt neue Bedingungen mit. Den deutschen Delegierten, die auf die Wilsonschen vierzehn Punkte beriefen, wurde entgegeo gehalten:Bei euch ist Revolution ausgebrochen. das and^ die Sache." Ungeheure Massen an Vieh und wirtschanliä-'N Gütern mußte das ausgehungerte Deutschland abliefern, wahres die Blockade aufrecht erhalten wurde. Auch die Kriegsschi^' mußten abgeliefert werden. Bei ihrer Ankunft in Scapa Fl<M wurde diesen gefunkt:

Jedes deutsche Kriegsschiff, das die rote Flagge zeiK wird ohne weiteres in den Grund geschossen."

So sah cs mi. der von dem Sozialdemokraten Zörrgict^ beteuerten Wahrheit aus. Die Alliierten hatten eine Kriegs!»* angewandt, und die führenden deutschen Sozialdemokraten loari darauf hereingefallen

Oeffentlich sollten die Friedensoerträge sein und öffentl» sollten sie zustande temmen, so hatte Wilson feierlich verkündet Als die deutschen Delegierten nach Paris kamen und sich in ihnen angewiesenen Hotel niedergelassen hatten, wurde um die« ein hoher Bretterzaun gezogen und der Ausgang mit einer stenkette besetzt die jeden Verkehr mit der Autzenwelt verhirrdere Doch in Deutschland durfte davon nichts bekannt werden. E* durch die für den 12. Mai 1919 nach Berlin einberufene 2V< marer Nationalversammlung erfuhr unser Volk, was ihm bei^' stand Das Versailler Diktat war eingetroffen und sollte Androhung mit der Wiedereröffnung des Krieges in kürzest' Frist angenommen werden. Der Paragraph 231 dieses Dikta« noch verichärft durch eine Mantelnote, legte dem deutschen das Bekenntnis seiner alleinigen Schuld am Weltkriege aG Der damalige Präsident des Reichsministeriums, Schcidcman» verwahrte sich gegen die Annahme des Diktats mit den hortet Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns diese Fesseln logte." -

Gleichwohl wurde das Diktat unterschrieben. Graf Brockdo" Rantzau verweigerte die Unterschrift. An seine Stelle trat« der Sozialdemokrat Hermann Müller und der Zentrumsma" Dr. Bell.