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Erscheint Mittwochs und Samstags.

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44. Fahrv.

Kampf der Kapitalflucht.

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Znf.-Rcgts. Nr. 176. Zn I Liabition, Wilhelm Ko!!, | nf. siegte. 176, bearbcitei I -er Negimentsalteii und I r des Regiments.

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Der Feldzug des Reiches gegen die Kapitalflucht hat be­gonnen. Er wurde notwendig, um das allmähliche Versickern des irländischen Kapitalstroms zu verhindern. Er tut doppelt not in einem Lande, das seit Jahren unter groher Kapitalknappheit leibet und alles daran setzen mutz, vorhandene Kapitalmittel der heimischen Wirtschaft nutzbar zu machen. Leicht wird es aller­dings nicht sein, der Kapitalflucht Herr zu werden. Lange Zeit überwog sogar vielfach die Auflassung: gegen dieses verhängnls- oolle Uebel fei mit staatlichen Machtmitteln kaum anzukommen' das anpassungsfähige, elastische, bewegliche Kapital könne durch die Maschen eines Gesetzes, wenn cs wolle, hindurchschlüpfen. Die Zuspitzung der Notlage Deutschlands liefe jedoch ernsthaft auf Mittel sinnen, wie diesem Vorgang, der vom nationalen Stand­punkt ebenso beschämend, wie er aus volkswirtschaftlichen Erwä­gungen beklagen-swert ist, mit Aussicht auf Erfolg begegnet wer­den könne.

Deutschlands Volkswirtschaft steht und fällt mit ihrer Kapi- talucrforgung. Don zwei Seiten wurde sie durch die allgemeine schwere Vertrauenskrise der letzten Wochen bedroht. Ausländische Geldgeber zogen die unserer Wirtschaft geliehenen kurzfristigen Kredite zurück. Gleichzeitig führte die Panik im Inlands zu ver­stärkter Kapitalflucht und zur Devisenhcrmsterei. Wie würde man wohl noch vor Jahresfrist über einen Geschäftsmann geurteilt haben, der Vermögenswerte aus Geschäft, Betrieb oder sonstigen Anlagen herauszieht, um sie im Ausland gegen wesentlich ge- vingere Verzinsung anzulegen? Was Hütte man ferner wohl zu dem Einfall gesagt, vorhandene Geldbeträge in ausländische Zah­lungsmittel umzutauschen und sie dann, in Form von Dollars, englischen Pfunden u. a. m., in der Schublade aufzubewahren, unfruchtbar, zinslos? Solch unkluges Verhalten erschien jedoch in den letzten Wochen vielen, leider zu vielen Deutschen, als der Weisheit letzter Schlutz. Man übertrug grotze Kapitaldeträge ins

Politifchk Rundschau.

Ministerpräsident Laval erklärte, dah es nicht ausgeschlossen ici. dah eine neue Konferenz, vielleicht in Berlin, stattfinden werbe.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" meldet, dah Japan sich bereit erklärt habe, sich an jeder englisch- ainerikanischen Mahnahme zu beteiligen, die auf die Wieder­herstellung der deutschen Finanzen Hinziele.

Dr. Hugenberg erklärte in einem amerikanischen Blatt, datz die Finanzkrise in Deutschland die unvermeidliche Folge der jahrelangen Reparationszahlungen sei.

Newporter Grohbankiers find mit der Verlängerung der lurz- ftijtigen Kredite an Deutschland einverstanden, falls die Geld­geber der anderen Nationen eine gleiche Aktion unternehmen würden.

In der Fraktionssitzung der Rcichstagsfrattion der Deutsch- »ationalen Volkspartei hielt Geheimrat Dr. Hugenberg ein Re­ferat über die politische Lage.

Die Kommunistische Partei wird nach Ablehnung ihrer For­derungen durch den preutzischen Innenminister für den Volks­entscheid aus Auflösung des preutzischen Landtags eintreten.

Die polnische Regierung hat die Einfuhr von Stickstoffwaren uns dem Ausland verboten.

Im lettländischen Parlament wurde das Gesetz über die Ent­eignung der deutschen Domkirche in Riga abgelehnt. Es findet nunmehr ein Volksentscheid über diese Frage statt.

Amtliche amerikanische Stellen geben zu, datz die französische Nbrüstungsnote einen schweren Schlag gegen Hoovers Ab- rustungspolitik bedeutet.

Die französische Abrüstungsnote an den Völkerbund verschärft alle französischen Rüstungs- und Sicherheitssorderungen, die aus den Verhandlungen der letzten Jahre bekannt sind.

Die Regierungskommisiion des Saargebiets hat bis auf weiteres alle öffentlichen Veranstaltungen, mit Ausnahme von solchen in geschlossenen Räumen und sportliche Veranstaltungen verboten.

Im Laufe des Donnerstag breiteten sich die Unruhen in Chile immer weiter aus. Bei Zusammenstötzen zwischen Polizei und Demonstranten in Santiago wurden 500 Personen verwundet.

Die bei Schneidcmühl notgelandeten polnischen Flieger wur­den zu je drei Tagen Haft verurteilt.

Die Ocfterreichische Nationalbank hat mit Wirkung ab 23. Juli ihren Diskontsatz aus 10 Prozent und ihre Lombardsätze aus 10,5 Prozent und 11 Prozent erhöht.

Die Bank von England hat ihren Diskontsatz von 2,5 auf 3,5 Prozent erhöht.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist zu seiner Arktisfahrt gestern gestartet.

Wctterlë, der ehemalige deutsche Rcichstagsabgeordncte für Llfatz-Lothringen und spätere Dëputc der französischen Kammer, »it gestern vormittag im Alter von 70 Jahren in Ouchy gestor­ben. Wctterlë war zuletzt Mitglied der französischen Ecsandt- ßhaft beim Vatikan.

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Samstag, den 25. Fuli 1931

Ausland, nahm dort das erheblich geringere Zinsniveau in Kauf, ja verzichtete sogar auf jegliche Verzinsung. Andere wie­derum hamsterten im Inland Devisen und ausländische Zah­lungsmittel, scheuten nicht Zinsverlust und die Spesen der Um- wechslung. Und das alles geschah aus völlig unbegründeter Angst vor einer Entwertung der Reichsmark, wurde in Szen« gefetzt, obwohl man bei ruhiger Ueberlegung hätte einsehen müssen, dah keine sachliche Veranlassung zur Jnflationsfurcht vorhanden ist. Die ohnehin kapitalarme deutsche Volkswirtschaft wurde durch diese unnötige Panik weiterhin geschwächt, die Blutarmut un­seres Wirtschaftskörpers hat nun beängstigende Formen ange­nommen.

Mit einschneidenden Mahnahmen wird nunmehr gegen alle diese Vorgänge durch die Notverordnung vom 18. Juli vorgegan­gen. Sie ersaht sowohl die eigentliche Kapitalflucht bte Uebertragung von Vermögenswerten ins Ausland als die De­visenhamsterei. Um nur einiges wichtige knapp anzudeuten: Die Steuerpflichtigen müssen ihre ausländischen Zahlungsmittel lBanknoten, Schecks, Wechsel etc.) und ihre Forderungen in aus­ländischer Währung grundsätzlich bei der Rcichsbank anmclben und ihr auf Verlangen verkaufen und übertragen. Eine besondere Anzeigepflicht ist ferner bei den Steuerbehörden vorgesehen. Zu­widerhandlungen werden mit schweren Freiheits- und Geldstrafen bedroht. Eine Steueramnestie ist in die Notverordnung einge­baut worden; verschärfte Bestimmungen über die Steueraufsicht sind erlassen. Im ganzen gesehen wird durch diese Notverord­nung dem umsichgreifenden Uebel der Kapitalflucht Einhalt ge­boten werden können. Darüber hinaus ist die Annahme begrün­det, dah eine Rückkehr geflüchteter Kapitalwerte und eine Abgabe gehamsteter Devisen zum Wohl des Volksganzen erreichbar sein wird.

Kabinettsrat in Berlin.

Vorbereitungen zur Begegnung mit Macdonald, Henderson und Stimson.

Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsauhenminister Dr. Curtius sind am Freitag vormittag 11 Uhr von London abgereist. Sie werden gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern der deut­schen Delegation am Sonnabend vormittag in Berlin eintreffen. Der amerikanische Staatssekretär Stimson kommt am Sonnabeird kurz nach 17 Uhr in Berlin an. Am Montag vormittag 8.38 Uhr trifft dann der englische Auhenminister Henderson in Berlin ein. Am Montag nachmittag wird mit dem Flugzeug direkt aus Lon­don der englische Premierminister Macdonald folgen. Ueber den Zeitpunkt, wann der französische Ministerpräsident Laval nach Berlin kommen wird, sind noch keine endgültigen Dispositionen getroffen.

Sofort nach seiner Rückkehr wird sich der Reichskanzler Dr. Brüning zum Reichspräsidenten von Hindenburg begeben, um diesem Bericht über die Pariser und Londoner Verhandlungen zu erstatten. Im Anschluh daran wird das Reichskabinett zu­sammentreten, um sich gleichfalls von Dr. Brüning und Dr. Cur­tius über den Verlauf und das Ergebnis der Besprechungen in­formieren zu lassen. Gleichzeitig wird sich im Zusammenhang da­mit das Reichskabinett auch schlüssig werben über die weiteren Schritte und über die Themen, die in erster Linie mit den nach Berlin kommenden fremden Ministern behandelt werden sollen. In der Hauptsache handelt es sich natürlich darum, die in Paris und London eingdeiteten Verhandlungen fortzusetzen.

Im besonderen ist es nicht richtig, dah von französischer Seite etwa schon bestimmte Vorschläge über das Zustandekommen einer internationalen Anleihe für Deutschland gemacht worden seien. Nach wie vor hängt die Gewährung langfristiger Auslandskredite für Deutschland ganz und gar davon ab, ob zwischen Deutschland und Frankreich eine dauerhafte Verständigung herbeigeführt wer­den kann.

Wenn auch der Plan aufgegeben worden ist, die Besprechun­gen zwischen den deutschen und englischen Ministern nach dem Muster von Chequers auf Hubertusstock durchzuführen, so wird sich das übrige Programm vermutlich auf derselben Linie bewe­gen, wie das frühere. Es wird u. a. ein Besuch beim Reichs­präsidenten stattfinden. Reichsauhenminister Dr. Curtius wird am Montag mittag zu Ehren Hendersons ein Frühstück geben. Am Montag abend wird ein Festessen beim Reichskanzler statt­finden. Am Dienstag werden die englischen Minister voraussicht­lich Gäste des preutzischen Ministerpräsidenten Braun sein und für Dienstag abend ist vom englischen Botschafter zu Ehren seines Ministerpräsidenten und des amerikanischen Auhenministers ein groher Empfang in der Botschaft vorgesehen, zu dem selbstver­ständlich auch die deutschen Regierungskreise geladen sind.

Zeitungs- und Versammlungsverbot.

Die in Nierstein erscheinendeNiersteiner Warte", eine Nationalsozialistische Zeitung, ist auf die Dauer von vier Wo­chen verboten worden. - In der Darmstadter Festhalle sollte am Samstag eine nationalsozialistische Mitgliederversammlung stattfinden, in der Oberleutnant Schulz sprechen tollte. Die Versammlung wurde verboten. Oeffentliche Versammlungen sind bekanntlich in Hessen bis Anfang August nicht erlaubt.

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame-Pctitzeile 96 Pfg. Platz- Für Vollklischee-Anzeigen auherdem besondere Ermähigung Vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt.

Nummer 59

FlnonzierungSfragen der Bauwirtslbast.

^on E. W i l d e r m u l h , Vorstandomitglied der Deutschen Bau- und Bodenbank-A.^G.

^Während die N'euinvesiltionen der deutschen Volkswirt­schaft unter Berücksichtigung des Abgangs und insbesondere des Lagerabbaues in den Jahren 19241928 in runden Zahlen 8, 7, 3, 11 und 10 Milliarden betragen haben, betrug der Wert der Produktion dec gesamten Bauwirtschaft in den Jahren 19251928 5,8; 5,8; 7,6: 9 Milliarden RM., um in den Jahren 1929 und 1930 auf 7,1 und 5,6 Milliar­den zu sinken.

Gegen diesen Umfang der Bauproduktion sind starke Be­denken geäußert worden. Diese Auffassung hält einer objekti­ven Nachprüfung jedoch nicht stand, wie sich aus der Notwen­digkeit des Wiederaufbaus des in den 10 Jahren Krieg und Inflation zerrütteten Produktions- und Verkehrsapparates der Wohngelegenheiten usw. ergibt.

Für etwaige Fehlinvestierungen darf man auch nicht, wie das so vielfach geschieht, das Baugewerbe verantwortlich machen. Das Baugewerbe führt nur diejenigen Aufträge aus, die es bekommt. Im Vergleich zu dem Wert der Bauproduk­tion war die Kapitalbildung in Deutschland nicht besonders groß. Doch hat Deutschland in den Jahren 19241930 für die Zwecke seiner eigenen Wirtschaft insgesamt rd. 6,7 Mil­liarden Ausländsanleihen erhalten.

Im gewerblichen Bau sind in den Jahren 19251931 insgesamt 16,42 Milliarden NM. angelegt worden. Die Investitionen der Industrie für die Jahre 19241928 betra­gen 3 663 000 000 NM. von insgesamt rd. 9 Milliarden gewerblicher Investierungen. Für Landarbeiterwohnungen und die Bauten ländlicher Siedlung sind in den Jahren 1924 bis 1928 insgesamt 127,6 Millionen RM. aufgewendet worden.

Stärker hat der Wohnungsbau sich auf den freien Markt stützen können. Es sind an i. Hypotheken in den Jahren 1927 bis 1930 dem Wohnungsbau 5,110 Milliarden zugeführt worden. Die Gewährung von Hypotheken ist zum großen Teil anhängig von dem Absatz an Pfandbriefen. Dieser Absatz hat in den letzten Jahren einen Umfang angenommen, wie er in der Vorkriegszeit nie erreicht worden ist. Die Baukosten und die Kapitalkosten sind gestiegen.

Die Schwierigkeiten der Finanzierung des Wohnungs­baues lagen in der Hauptsache nicht in der Beschaffung der i., sondern der 2. Hypothek. Man hat versucht, die Sicher­heit der 2. Hypothek zu verstärken. Befriedigend gelöst worden ist auf diese Weise das Problem eigentlich nur in Dänemark. Bei uns begann der Staat selbst auf diesem Gebiete einzugrei­fen. Die Bürgsckmft des Neichs oder der Länder sollte privatem Kapital zur zweiten Stelle die nötige Sicherheit geben. Grund­sätzlich ist man nach der Stabilisierung der Währung einen anderen Weg gegangen. Im Gegertsatz zu dem im Ausland vielfach üblichen System von Zinszuschüssen, hat man in Deutschland aus den Mitteln der Hauszinssteuer niedrig ver­zinsliche Darlehen zur zweiten Stelle gewährt. Auf diese Weise sind dem Wohnungsmarkt zur 2. Stelle in den Jahren 19241930 insgesamt 8,636 MAliarden zugeflossen. In den beiden Notverordnungen vom Dezember 1930 und Juni 1931 wird der Versuch gemacht, die Hauszinssteuermittel durch M'ittel des privaten Geldmarktes zu ersetzen. Für später sol­len die Länder oder Gemeinden den Ertrag der Hauszinssteuer und der neu vorgesehenen Wohnraumsteuer und den Ertrag der ausgeliehenen Hauszinssteuerhypviheken in gemischtwirtschaft­liche nach dem Bedarf der einzelnen Länder und Provinzen ge­gründete Anstalten einbringen, ein Verfahren, wie es sich in Württemberg bewährt hat.

Für die Wohnungsbaufinanzierung sind ferner die Bau­sparkassen von wachsender Bedeutung geworden. Die Ver­hältnisse englischer und amerikanischer Bausparkassen können jedoch nicht ohne weiteres nach Deutschland übertragen werden, da die angelsächsischen Bausparkassen infolge des Mangels von Hypothekeninstituten und von Sparkassen in diesen Ländern ganz andere Funktionen ausüben.

Der öffentliche Bau hat der Bauwirtschaft in den Jah­ren 19241931 Aufträge im Gesamtbeträge von 14,76 Mil­liarden gebracht. Die Unterhaltungs-, Ausbau- und Nenbau­kosten für Straßen betrugen für die Nechnungsjahre 1928/29 und 1929/30 rd. i 100 Millionen NM^. Die Kosten für die zur Zeit erforderlichen Umbauten und Nkodernisierungen aller Landstraßenverroaltungen werden auf 5 Milliarden Mark veranschlagt.

Bei der Uebernahme von Straßenbauten wie von Tief­bauten aller Art wird häufig vom Unternehmer die ganze oder teilweise Finanzierung dadurch verlangt, daß er mit seinen Mitteln für meherere Jahre in Vorlage treten soll. Die Be­anspruchung des Bauunternehmers als Träger bei der knap­pen Finanzlage der Bauherren, insbesondere aller öffentlichen Bauherren, wiro immer stärker. Die Uebernahme solcher Aufträge, die vom Bauunternehmer mit finanziert werden müssen, bringen diesem ein sehr gefährliches Nisiko. Unab­hängig von oen übrigen Konjunkturverhältnissen ist die Bau­wirtschaft infolge des Nückganges des Auftragsbestandes nach