Ahrendt- I
^25 d I Sei“ ^"°^'^ ^«Ä( 'rf das N
-Äa
^-"mi** 1 «ivjic Sorin,,, 38 ™WtX s ( j,, 1 "*■ »ihn»« I
®I-1 m eilten 6ni| *-M bet nbbtruitntl $ ^” ^aatspräsldenler , 1 ersetzen sei. Auch bm, einzelner Minister buri| $' ^QB cs sich nid>t um I bett.
lonncrsiag, den 24. Dezember 1931.
M
e uns das Heil der Will
da uns der Himmel der m liegt tiefes Lchweigc, t es in den Wipfeln bei sich, daß es falte TW i tiefer Friede breitet fâ d die Mesen tragen fall nschuld.
ilb.
ein besäte HammelsM ne heute unter ihr liegt n Turm der Torfkich id)t. Mast und weih ie Menschen aus den oei stmette zu rufen. Und ir öeter zur Kirche Hindi eVa zvr ^ch um ^ Mw ollen Nacht. Hebei «tü
der Srotzstadt liegt hefigen sind teer, die W uchtsbaum. Dumps w! ten die Glocken von de Lhristenheit M KriM'. t Mè >» “n ?“ bringenbe« »* bin auf »nM'* I Sinin nitW W". I M Unb alle kK".» , bua W* * , Min» "' ""'’
. 6rbe Mögen auch >« " r»»«" ^
A2§ «MjyS ^^^Aiächna
K»""
bieeü«”6^
MV GW
,.^S5 stieg ^^lodcn ‘yw SiS^ gütige » *
u . sinnet W ^M
^' .....
stieben bringt So hoffen wir auf jene selige Erdenweihenacht, in der alle Völker wieder in den Weihnachtc^esang einstimmen können:
Frieden den Menschen aus Erden!
Der Sonntagsschreiber.
Sait du auch ein üerz!
Nüchtern und kalt meldet der amtliche Bericht: 478 539 arbeitssuchende Angestellte. Wie viele, die diese Elendszahlen lesen, denken sich nichts mehr dabei, obwohl darin nahezu eine halbe Million gequälte Herzen und Hirne, darbende und zum leit hungernde Mitmenschen registriert sind. Ein Drittel dieser Bedauernswerten erregte vor einem Jahrfünft noch Oeftentlich- keit und Mitbürger. Heute rührt die dreifache Zahl erhärtete Herzen oft schon nicht mehr. Gerade die Weihnachtszeit bietet Gelegenheit, Einkehr zu halten und sich zu erinnern, baß in den Arbeitslosen-Statistiken und- Kurven Mitmenschen wie Du und ich, Väter und Mütter, Söhne und Töchter, deutsche Familien, ihre zwangsweise „soziale Eingliederung" finden. Mitmenschen, die tagcin, tagaud Not leiden, hoffen und zweifeln, und teilweise verzweifeln. Daß sie teilweise verzweifeln^ davon legen folgende Auszüge aus Briefen erwerbsloser weiblicher Angestellter Zeugnis ab, die der Stellenvermittlung des Eewerkschaftsbundes der Angestellten zugingen. Lest diese Briefabschnitte! Sucht neue Wege, um Euren Mitmenschen zu helfen! Weihnachten ist da denkt an die Winterhilfe!
Eine Stenotypistin schreibt: „Es ist mir unmöglich, von meiner Unterstützung etwas für Schuhe und notwendige Kleidung abzustoßen, und gerade Schuhe und einen Wintermantel benötige ich so dringend! Meine Eltern und Schwester können mich auch nicht unterstützen, weil mein Vater erwerbslos ist und wöchentlich für sich und Ehefrau 13,80 RM. erhält, und meine Schwester ebenfalls erwerbslos ist und wöchentlich 8,30 Mark bekommt. Davon müssen monatlich 33 RM. Miete gezahlt werden." Ich befinde mich in großer Not!"
Eine ältere Buchhalterin schreibt: „Sie sehen meinen Stoß Pfandscheine. Ich habe kaum noch etwas zu versetzen, ich stehe ratl-os, und jeder Tag ich mir eine Last! Mit meinen Schuhen und meinem Mantel kann ich mich nirgends mehr vorstellen und mußte mir das Geld zum Nötigsten borgen! Helfen Sie doch bitte! Ich bin verzweifelt was soll bloß werden? Das nun, wo ich 21 Jahre in Stellung war. Helfen Sie mir bloß recht schnell! Jeder Tag ist eine Qual für mich!"
Eine Mutter schreibt: „Helfen Sie meinem Kinde!" Ich als Mutter tue was ich kann, um die seelischen Störungen von meinem Kinde zu nehmen, jedoch ist durch die Stellenlosigkeit meiner Tochter meine wirtschaftliche Lage derartig erschüttert, daß sie jede Stellung annehmen würde. Mein Kind leidet, daß es mir nicht helfen kann; benn ich bin auf den Verdienst meiner Tochter angewiesen, da uns nur eine monatliche Rente von 59 RM. zur Verfügung sicht, wovon ich 42 RM. für Miete zahlen muß. Ich weih mir keinen Rat mehr als den Gashahn, wenn mir nicht Hilfe kommt!"
Erschütternde Worte aus Briefen lediger, aber Angehörigen verpflichteter Angestellter. Wie groß das Elend erwerbsloser Familienväter ist, läht sich daraus leicht ermessen!
*
* Die Feierabcndstundc am 2. Weihnachlsfciertag, am Neujahrstag und an Sylvester. Der hessische Minister des Innern hat die Feierabendstunde am 2. Weihnachtsfeiertag und am Neujahrstag allgemein auf 2 Uhr und an Sylvester auf 6 Uhr festgesetzt.
Der verbilligte Weihnachts-Reiseverkehr. Um den Reisenden, die mit Sonntags-Rückfahrkarten über Weihnachten eine größere Reise unternehmen, mehr Spielraum für die Rückreise zu geben und um zu verhüten, baß die Reisenden unterwegs Schwierigkeiten bei der Fahrkartenkontrolle haben, hat die Reichsbahn die Gültigkeitsdauer der Sonntags-Rückfahrtarten für die Rückfahrt bis Montag, den 4. Januar, 24 Uhr, ausgedehnt. Wer also mit Sonntags-Rückfahrkarte über Weihnachten »der Neujahr verreist, muß die Eisenbahnfahrt am Montag, 4. Januar, um 24 Uhr (12 Uhr nachts) beendet haben.
* Vom Kraftpostverkehr. Die auf den Kraftpostlinien Gießen Gambach und Gießen— Hochelheim während der Weih- nachts- und Nenjahrszeit ausgegebenen Rückfahrkarten haben vom 23. Dezember 1931 bis 4. Januar 1932 Gültigkeit.
Goldenes Doktorjubiläum. Die juristische Fakultät der
kampf, .gegen freien Abzug Stadt und Festung Mainz dem Schwedcnkönig Gustav Wolf, der nun am nächsten Tag feierlich als Befreier einzog. So empfanden das die Bürger der alten Rheinstadt, die das grausame Schicksal Magdeburgs, als Folge des drohend vor ihnen stehenden Eeneralisturms, befürchtet hatten und nun die spanischen Truppen abziehen sahen, die ihnen das Leben zur Hölle gemacht hatten. Da Mainz nach der Spanier Meinung doch an den Feind verloren war, dachten die möglichst wenig zurückzulassen, und, dem Gedanken folgend, waren Stadt und Bewohner von ihnen behandelt worden. Vom Domturm herab wehte num das blaugoldne Banner, den sprungbereit in Meli stehenden Franzosen zuruckscheuchcnd. dem Gustav »olf Massenstart verkündete, dah er als Schirmherr, nicht als Beträtet bes Reiches an den Rl>-in gekommen, all die geheimen s-anzösischen Hoffnungen auf das wenige Monate vorher mit bem katholischen Bayernherzog Maximilian gcschloiiene -ch 8- dündnis von Fontainebleau ietftötenb. Aber das nicht allein. Der 24. Dezember 1631 zerschlug auch den bullet br0^‘" vanisch-habebuigtschen Wall, den einen Arm der gewa U i Wü-gzanqe, der von Mailand durch Eraubunden. um ben So lens-c herum, von Basel bis Antwerpen, den Westen bi> Se« .mklammernd, Jahrzehnte hindurch «Men “ '" “.* bem anderen Arm, der sich, oon -Häuschen Pab-n au-gch-nb lurch die österreichischen Eiblande und Voten tm Osten um Deutschland schlangen, drohte 1632 bas gleiche Schrcksal der Zer. lrümmerung.
Zu welthistorischer Bedeutung «JM»« =3“8 ®^“’ »Olfs an den Rhein aus. Spanien strich H.°"^^- f. ' , Deutsche Reich zum rekalholisierten -teil einer
Hi- u machen, stand vor der SoHenbung als ber Sau be lästerlich-spanischen Flotte in den Osts°-H°,°n begonnen mor
„Siebener Zeitung"
Landes-Universität hat Herrn Reichsgerichtsrat a. D. Dr. jur. Buff das von ihm vor 50 Jahren unter höchster Auszeichnung feiner Arbeit erworbene Doktordiplom erneuert. Das erneuerte Diplom wurde ihm von Herrn Prof. D. Eger im Namen der juristischen Fakultät unter feierlicher Ansprache überreicht, in der auf feine hervorragenden Verdienste im hesiischen Justiz- dienst und zuketzt am Reichsgericht in Haupt- und Nebenstellen hingewiesen und in warmherzigen Worten der Freude Ausdruck gegeben wurde, auch in dem erneuerten Diplom seiner ausgezeichneten und vorbildlichen Tätigkeit im Dienste der Justiz gedenken zu dürfen.
Von der Universität. Die venia legendi erhielt Dr. Jürgen Witte von der Veterinärmedizinischen Fakultät, Dr. Hermann Heuer für das Fach der englischen Philologie und Dr. Otto Appel für das Fach des Pflanzenbaues.
* Rentenauszahlungen. Die Hecresrenten für Januar 1932 werden am 28. Dezember, die Invaliden- und Unfallrenten am 30. Dezember ausgezahlt.
Stadtheatcr. Am ersten Feiertag gelangt Gerhart Hauptmanns „Hanneles Himmelfahrt" zur Aufführung. Am 2. Feiertag nachmittags wird das Weihnachtsmärchen „Die Wunder- lampe" und die „Puppensee" wiederholt. Am dritten Feiertag bringt das Theater die Schwankoperette „Frauen haben das gern . . .!" zu Dolkspreisen zur Aufführung.
* Lebensmittelschcine für Erwerbslose. Der Städtische Fi-» nanzausschust hat sowohl den kommunistischen Antrag wie die beiden sozialdemokratischen Anträge betr. Gewährung einer Winterbeihilfe abgelehnt, da die Mittel hierfür nicht zu beschaffen sind. Das private Winternothilfswerk wird unabhängig von der vorstehend berichteten Entscheidung, im Anschlüst an die bisherigen Versorgungsmahnahmen in der Weihnachtswoche noch Lebensmittelscheine zu 3, 4, 5 und 6 Mark, je nach Kopfzahl der Familien, zur Verteilung bringen. Für diese Weihnachtshilfe ist ein Betrag von 3000 Mark aus den Mitteln der privaten Wintevr.urthilfe vorgesehen.
* Eigentümer gesucht. Bei der Kriminalabteilung sind zwei elektrische Fahrradlampen und eine viereckige Datterielaterne sichergestellt, wovon zwei angedlich aus dem Hofe des Gewerkschaftshauses und eine aus einem Hof der Bismarckstratze entwendet worden sind. Außerdem ist ein Dubleedamenarmband sichergestellt, das vor etwa 5 Wochen in der Lichcrstrahe aufgefunden wurde. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden ersucht, bei der Kriminalabteilung vorzusprechen.
* Diebstähle. Entwendet wurden hier in den letzten Tagen mittels Uebersteigens aus einem nichtverschlosienen Gartenhaus ein Tesching (Flobert), ein schwarzes Sofakissen, eine Tischdecke, rosafarben mit weißen Mustern, zwei blauumrandete weiß® leinerne Gardinen, aus einer nichtverschlossenen Wohnung eine Weißblechgeldkasiette mit etwa 780 M. Bargeld, verschiedenen Papieren und Sparkasienbüchern auf die Namen Kark Heß und Christine Heß geb. Wagner lautend, aus einer Maurerbude mittelst Einbruchs eine fast neue Strickwcste, ein Paar neue Herrenschnürstiefel, ein Paar Motorradstiefel, die neuerdings schwarz gefärbt wurden und aus emer Hofreite drei Stallhasen, davon zwei blaugraue und einer eisengrau. Zwei der Tiere sind an ben Dhren tätowiert T. 27. In der Nacht zum Sonntag wurden in Langd (Kr. Gießen) an zwei Stellen 29 Hühner mittelst Einbruch entwendet.
Lustspielhaus. Der zweite Teil des Weltkriegsfilms kommt am 2. Feiertag vormittag: zur Vorführung.
* Reichspräsident v. Hindenburg spricht im Rundfunk. In der Silvesternacht tritt zum ersten Male der Reichspräsident vor des Mikrophon des Berliner Sonders, um über alle deutschen Sender zum deutschen Volk zu sprechen. Die Veranstaltung findet 21.30 Uhr statt.
* Silvester-Konzert. Der Südwestfunk hat in diesem Jahr zum ersten Male mit der Tradition gebrock)en, eine sogenannte Silvestevfeier, also einen mehr oder weniger „Bunten Abend", im Rundfunk zu ocranftaUen. In Anbetracht der schweren Zeitverhältnisse schien es der Leitung bester, ein zwar auch heiteres, aber dennoch gehaltvolles Programm zu vermitteln, das von 22.10—1.00 Uhr bauern wird.
Immer weiße Zahne hat man bei ständigem Gebrauch von Thlorodont» Zahnpaste (Tube 50 Pf.) unter gleichzeitiger Benutzung der praktischen Chlorodont-Zahnbürste (Spezialschnitt). Versuch überzeugt. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen.
,M^ ^aMKMRt— IMII IMI II■
den, die die Einkreisung des evangelischen Deutschland vollenden und das Mittel zum Angriff auf Schweden für die Er- obenlngspläne des mit dem „deutschen" Kaiser verschwägerten katholischen Polenkönigs Sigismund werden sollte. In dieser höchsten Not der deutschen und der nordischen evangelischen Welt lebte Gustav Adolf, sein und seines Volkes Geschick, auf des Schwertes Schneide. Schweden war nur noch in Deutschland zu retten, das evangelische Deutschland, und damit des ganzen Reiches national und kulturelle Zukunft, nur noch durch Schwede«. Beides war untrennbar miteinander verflochten. „Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht", haben die Befreiungskämpfer fast zwei Iahrhuinderle später in Deutschland gesungen 1631 aber hat die protestantische Welt Deutschlands das gleiche empfunden. Der „Löwe aus Mitternacht" schlug der Freiheit eine Gaste bis an den Rhein, der staunend noch ein anderes, für die Zeit unerhörtes war, eine Revolution der Geister. Denn das bedeutete es doch, wenn der Schwedenkönig die Gewissensfreiheit brachte und jeder der drei christlichen Konfessionen unter der Fürsorge des Staates Raum für freie Religionsübung gewährte. Wenn demgegenüber immer das längst rissig und verblichen gewordene Phantasiegemälde von der Herrlichkeit des alten Reiches und seines „deutschen" Kaisers aufgefrischt wird, so will man eben nicht sehen, daß jenes Reich längst schon zum internationalen Kampfplatz durch Habsburg geworden, daß in ihm Spanier, Polen und Kroaten als kaiserliche Hilfstruppen über ein Jahrzehnt, ehe Gustav Adolf an den Rhein kam, ihr mörderisches Wesen trieben, mit dem Ziel, des Reiches Stände so kraftlos zu machen, daß sie sich gegen die spanisch-habsburgische Militär-Diktatur und ihre Vernichtung der Cewistensfreiheit nicht mehr wehren konnten. Des Reiches Zukunft davor zu sichern, in der Form, wie er sie sich gedacht hatte,
Nr 99.
Aus Rah und Fern.
Langd. Hier wurden nachts an zwei Stellen 29 Hühner, 6 Gänse und zwei Stallhasen gestohlen
Die größte hessische Anstalt der Inneren Mission als Volksküche.
Die bekannte Kinderheilanstalt Eltsadethhaus in Bad Nauheim (Bors. Pfarrer Knodt) hat seit 1. November ihren großen Speisesaal, ihre 4 Dampfkessel und ihr Personal in den Dienst der Bad Nauheimer Winterhilfe gestellt und gibt täglich 350 bis 370 Portionen Essen aus. Im- Monat Novenrber wurden über 7500 Portionen ausgegeben. Die Mittel sind in Bad Nauheim selbst durch Sammlung von Geld und Naturalien auf. gebracht worden und gehen durch monatliche Beiträge ein. Die neuesten technischen Anlagen des Ellsabechhauses, in dem im Sommer täglich für 250 Kinder und Erwachsene gekocht wird, kommen der glatten Abwicklung der täglichen Kocharbeit und Ausgabe sehr zustatten. Es ist beabsichtigt, die Winterkiiche bis April durchzuführen.
Schotten. Hier gelangte die Gesangsposte „Münchhausen im Vogelsberg" zur wohlgelungenen Uraufführung. Der Lokal- dichter Dr. med. Koenigen entnimmt den Stoff der heiteren Erzählung des verstorbenen Dichters Otto Müller. Die Musik ist von dem Gießener Komponisten Paul Buchwald geschrieben. Was lder „Datterich" für Starkenburg ist, das wird nun „Münchhausen im Vogelsberg" für ganz Oberhesien werden.
Alsfeld. Ein 21jähriger Schneider aus Ruhlkirchen, der mit seinen Kameraden damit beschäftigt war, einen Sportplatz zu errichten, wupde von einem umstürzenden Baumstamm derart getroffen, daß er auf der Stelle tot war.
Darmstadt. In einer im städtischen Saatbau stattgesunde- nen nichtöffentlichen Gemeralverfammlung der Darmstädter Volksbank wurde die fristlose Entlassung der bisherigen Vorstandsmitglieder beschlossen.
Darmstadt. Der Wohnwagen eines Händlers geriet durch den überhitzten Ofen in Brand und wurde völlig vernichtet. In den Flammen kam ein drei Monate altes Kind um.
Eberstadt. Die Vereinsbank Eberstadt sah sich infolge eingetretener Zahkungsschwieriffkciten gezwungen, am Samstag vorläufig ihre Schalter zu schließen.
„Dreikönigstrefsen" in Lichtenberg i. Odw.
Wie seit Jahren findet auch in diesem Winter, und zwar am Sonntag, den 3. Januar, das „Dreikönigstreffen" für die im Hesienbund und evangelischen Verband weiblicher Jugend zusammengeschlofsenen Vereine statt. Das Treffen ist in erster Linie als ein Arbeitstreffen gedacht.
Der Humor als Retter.
Aus Mainz teilt eine Frankfurter Zeitung mit: „Der Karneval in Mainz soll auch in diesem Winter traditionell durchgeführt werden. So wurde mit einer „Närrischen Notverordnung" in der wieder mit zündendem Witz ausgefüllten Generalversammlung des Mainzer Karnevalvereins widerspruchslos beschlossen. Die Veranstaltungen sollen der Zeit entsprechend natürlich bescheidener sein und unter der Devise „Wir helfen durch Humor" im „Dienste der Wohltätigkeit stehen". Im vergangenen Jahr, so wird mitgeteilt, wurden 4400 RM. (!) für wohltätige Zwecke erübrigt, vielleicht der Umsatz einer einzigen, mäßig besuchten Karneoalsfestlichkcit. Ntuß man wirklich sich die Not des Volkes zum Deckmantel nehmen, wenn man es nicht lassen kann, der Narretei zu huldigen?
Ober-Ingelheim. Zum Beru'fsbürgermeister wurde Dr. Georg Rückert-Darmstadt mit 11 gegen 3 Stimmen gewählt.
Marburg. Die Landwirte des Kreises Marburg beschlossen, bei Zwangsversteigerungen von landwirtschaftlichem Besitz kein Gebot abzugeben. Alle Personen, die bei derartigen Versteigerungen Gebote abgeben, sollen geächtet werden.
Wetzlar. Der Kreistag stellte ein Defizit von über 500 000 Mark fest, das durch Heraufschraubung der Kreisumlagen, Vierund Bürgersteuer gedeckt werden soll.
Frankfurt a. M., Der Mörder des am 9. September bei Kalbach ermordeten Feldschützen Hattemer wurde vom Schwurgericht zu 14 Jahren und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt.
Frankfurt a. M. In hiesigen Delikatessengeschäften werden seit einigen Tagen die ersten neuen Kartoffeln aus dem Süden
ist Gustav Adolf nicht beschieden gewesen. Aber, wenn er auch abschiedsschwer einst in Stockholm, vor dem Beginn seines deutschen Feldzuges, gesprochen: „Fallen wir auch fern von der Heimat, so sterben wir doch für sie," so ist das Wahrheit im weitesten Sinn geworden. Fern von seiner schwedischen Heimat ist er gefallen und für die Heimat des Protestantismus, deren Zukunft er gerettet hat, ist er gestorben.
Schmückung der deutschen Kriegsgräber im Auslande.
. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat es sich u. a ur Aufgabe gemacht, im Auftrage der Angehörigen der Gefallenen die Gräber fern der Heimat mit Kränzen zu schmucken. Zu den Tagen, an denen vornehmlich seit einer Anzahl von Jahren die Graber auf diese Weise betreut werden, gehört auch der Volkstraucrtag „Reminiscere" im Jahre 1932 der 21. Februar . Wohl fälli es heute den meisten schwerer denn ie, den für eine Grabichmückung im Auslande oerhältnisnuißig hohen Betrag aufzubringen; aber ebenso wie bet Menschenstrom in diesem Jahre am Totensonntag und am Allerfeelentage uch nach den Heimatsriedhösen bewegte, um die teuren Gräber zu pflegen, werden es viele trotz der Not der Zeit sich nicht nehmen lassen, für das ferne Grab des Verwandten ober Kameraden im Ausland zum Volkstraucrtag zu sorgen. J
Anträge auf Schmückung von Gräbern mügen mindestens vier Wochen vorher, für den Volkstrauerlag also spätestens am 24. Januar, in Händen des Dolksbundes stin. Da aber vor allem in Frankreich, Belgien. Galizien, Jugoslawien unb Rumänien viele der früheren Anlagen aufgehoben und die Toten auf andere Friedhöfe über führt sind, empfehlen wir den Angehörigen, die noch leine Auskunft über die jetzige Lage eines Kriegsgrabes eingeholt haben, sich möglichst bald mit dem Volks bund ins Benehmen zu fetzen. Bei Bestellung eines Grao.chmuk- tes sind folgende Angaben erforderlich: Vor- und Zuname. Dienstgrad und Truppenteil des Gefallenen, :erner <^riedhos ^Land'und Provinz) und die Grabnummer oder der Vermerk Sammelgrab.