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9,2 10,4

8,2 9,4 14,4 12,1 15,1

5,2 5,5

8,9

9,6

43,7 38,0

33,9 30,7

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Rötungen.

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5er von runösonkstvrM 1 sich ohne allen ^iw. glichen bewegen. Gm t begrüßen können, mr fälle durch geeignete? ) len zu beseitigen. 3“ <* ier im Herbst des M kstörungen gebildet, in er ten war. Mit Riihii utsche Handwerks- und $ minister gewandt mit tr erks in den Ausschuß ü s Vertreter des Hoodweei in, Lttlin-Lichtcnberg, c

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14 Jahrs

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Mittwoch, den 18 November 1931

Nummer 92

RaiioimlioMlMüm Mnhliico in Stilen.

Nationalsozialisten gewinnen 115 Prozent. Sozialdemokraten verlieren so Prozent

Die Neuwahlen zum hessischen Landtag sind im ganzen 2a nbe ruhig verlaufen. Die Wahlbeteiligung war außerordent- .:t stark; sie betrug in ganz Hessen 82,2 Prozent; erreichte an inzelnen Orten sogar 95 Prozent. Der erwartete bedeutende Stimmenzuwachs der Flügel-Parteien, besonders der National- opaliften, ist eingetreten. Die Nationalsozialisten haben gegen 115 Prozent an Stimmen gewonnen, während die Sozialdemo- Iraten bis zu 30 Prozent der Stimmen, die sie bei der letzten Aeichstagswahl erzielt hatten, eingebüßt haben. In ihre Hoch­burgen wurden von den Nationalsozialisten, in kleinerem Maße tu<tj von den Kommunisten, schwere Breschen geschlagen.

Das vorläufige amtliche Ergebnis.

Es erhielten Stimmen:

Reichslagswahl 1930

Sozialdemokraten ....

. 168 299

(215 747)

Zentrum .......

. 112 440

(104 246)

Kommunisten......

. 106 775

(84 513)

Kommunistische Opposition .

. 15 954

(-)

Deutsche Volkspartei . . .

. 18 325

(49 929)

Staatspartei .....

. 10 793

(38 829)

Radikale Demokraten . .

4 617

(-)

Christlich-soziale ....

. 16 712

(19 086)

Bolksrechtler......

1 529

(4 702)

Landbund ......

. 20 766

(57 575)

Dcutschnationale ....

. 10 857

(11 902)

Soz. Arbeiter .....

8177

(-)

Nationalsozialisten . . .

. 291 189

(137 981)

Mandate

Die Mandatsverteilung.

Sozialdemokraten ........

Zentrum ...........

Kommunisten..........

Kommunistische Opposition.....

Deutsche Bolkspartei.......

Staatspartei ..........

Radikale Demokraten.......

Christlich-soziale.........

Bolksrechtpartei.........

Hessisches Landvolk........

Dcutschnationale Bolkspartei ....

Sozialistische Arbeiterpartei.....

Nationalsozialisten........

15

10

10

1

1

1

1

2

1

1

27

(24)

(13) ( 6)

( 7) ( 5) (-) (-) ( 3) ( 9) ( 3)

(-)

Die Wahlen in Hessen haben das erwartete Ergebnis

ge-

ktt: die Weimarer Koalition, die seit Februar 1919 den siebent- lÖRten deutschen Einzclstaat in völlig unbeschränkter Herrschaft legierte, ist aufgeflogen. Mit allen Mitteln haben die Vor- 'ampfer dieser Koalition versucht, ihre Position, obwohl diese chon nach dem Ergebnis der Rcichstagswahlen von 1930 eigent- ch unmöglich geworben war, zu halten. Sie hatten es nicht tut durchgesetzt, daß die Neuwahlen erst jetzt abgehalten wurden

Die Konferenz der Innenminister.

Berlin. Am Dienstag vormittag trat im Reichsminister,um üe angekündigte Konferenz der Innenminister der deutschen örnder unter dem Vorsitz des Reichsinnenministers Dr. Groener Lammen. Sämtliche Innenminister der deutschen Länder waren »schienen, unter anderem Leuschner (Reffen) und Klagges Braunschweig). Die Beratungen wurden durch eine große Rede ks Reichsinnenministers eingeleitet, in der er grundsätzlich seine ! Ansicht über die Bekämpfung der politischen Terrormethoden -Tseinandersetzte. Daß der Reichsinnenminister Groener ent- chlosien ist, die Diskussion über die innerpolitische Lage auf 1 weitester B«sis zu führen, geht daraus hervor, daß er sich in 1 Tiner einleitenden Rede bereit erflärte, auch das Material über ' lie politischen Terrorakte, das ihm am Montag im Auftrage son Adolf Hitler zugesandt worden war, sorgfältig zu prüfen Lnb den Landesregierungen zur Kenntnis zu unterbreiten. U. a. führte Groener folgendes aus:

Die schweren Gefahren, von denen Reich und Länder gegen= ! lärtig bedroht sind, erfordern die entschlossene und uncrschüttcr- 'âe Zusammenfassung des Willens von Reich und Ländern, um P mehr, je bedrohlicher die Entwicklung sich gestalten sollte. Es Ült, den Staat gegen alle Erschütterungen zu sichern und gc- voltsame Auseinandersetzungen zwischen politischen Gegnern tü 'Aslos zu unterdrücken. Die Mittel dazu gewähren die Not­verordnungen des Herrn Reichspräsidenten. .

Es muß bei allen unseren Maßnahmen voranstehen dag ' ^eierfjtigteit waltet und ein gerader Kurs gehalten wir .

Ich möchte in diesem Zusammenhang Ihre Aufmerksamke, ^ einige Ereignisse richten, gegenüber denen mir ein löjancres 3upadcn unbedingt erforderlich erscheint, ^.os pnd rn er, er r vinie die Terrorakte, Morde und andere Gewalttätigkeiten an politischen Gegnern, die sich erschreckeiid gehäuft haben und zu nner Kulturschande für Deutschland geworden sind. Es i|t vrin- 8eW erforderlich, daß Polizei- und Justizbehörden alles tun, um Zetere solche Terrorakte zu verhüten, oder, wo dies nicht mog- ! M ist, der Täter habhaft zu werden, und sie einer raichen uni ; ^’ten Bestrafung zuzuführen. Hier muß mit aller ^^^6'0 V*- griffen werden. Es wird bekannt sein, daß sich die National-

(nach der hessischen Verfassung war die Legislaturperiode des verflossenen Landtags bereits im Herbst 1930 zu Ende gegangen), sondern sie haben auch durch eine ständig robuster werdende parteipolitische Personalpolitik versucht, möglichst viele an der Stange, d. h. der Futterkrippe, zu halten. Genützt hat dies alles nichts, wie das Wahlergebnis schlagend beweist, auch nicht der bedauerliche Eingriff in die Unparteilichkeit des Rundfunks, den der derzeitige hessische sozialdemokratische Ministerpräsident Adelung in letzter Stunde mit einer Wahlrettungsrede für die SPD. vornahm.

Die Zahlenergebnisse dieser Wahlen zeigen, daß der Natio­nalsozialismus ständig weiter in der Lage ist, größere Wähler- massen, und keineswegs nur aus dem bürgerlichen Lager, an sich zu ziehen. Betrug die Stimmenvermehrung der Hitler­anhänger im Vergleich zu den letzten Reichslagswahlen unlängst in Oldenburg gegen 28 Prozent, so stiegen diese Ziffern bei den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft auf rund 40 Prozent, in Anhalt auf rund 74 Prozent, in Mecklenburg (bei allerdings rein ländlichen Wahlen) sogar auf 100 Prozent. In Hessen haben die Nationalsozialisten ihre Stimmenzahl am Sonntag eben­falls um mehr als hundert Prozent erhöhen können. Sie, die bisher überhaupt keinen Abgeordneten besaßen (nur ein Deutsch- nationaler hatte sich letzthin zur NSDAP, bekannt) werden jetzt als stärkste Partei in den hessischen Landtag einziehen. Schwer ist die Niederlage, die die Sozialdemokratie, selbst in reinen Jndustriebezirken erlitten hat. Einen Teil ihrer Stimmen haben die Nationalsozialisten und einen Teil die Kommunisten aus­genommen. Auch die Mittelparteien haben einen großen Teil ihrer Stimmen an die Nationalsozialisten abgegeben. Fast zu­sammengebrochen ist die Staatspartei, der auch die neue Liste der Radikaldemokraten zahlreiche Stimmen abnahm, starke Ver­luste hat auch der Landbund und die Deutsche Volkspariei er­litten. Das Zentrum hat sich sehr gut gehalten, hat sogar Stimmenzuwachs, ebenso die Christlichsozialen, die bisher im Landtag nicht vertreten waren. Die Deutschnationalen konn­ten knapp ihren Besitzstand seit den letzten Neichstagswahlen behaupten.

Hessen, das seiner wirtschaftlichen Struktur nach, von einigen Besonderheiten abgesehen, ungefähr ein Spiegelbild des Reiches darstellt, ist mit seiner Novemberwahl richtungweisend gewesen. Nicht nur für die kommenden Preußenwahlen, für die die Hes- senrvahl ein bedeutsames Barometer darstellt, sondern auch für den weiteren Kurs der Reichspolitik, für den ja Herr Brüning in seiner letzten Mainzer Ansprache „Verständnis und Mit­erleben in den breitesten Massen" gefordert hat.

Die Frage ist erlaubt: Wird man in der Reichshauptstadt jetzt auch Verständnis für die wirkliche Stimmung der deutschen Bevölkerung, wie sie bei den letzten Wahlen des Jahres sich erwiesen hat, aufbringen?

sozialisten wegen der Mordtaten, die in der letzten Zeit beson­ders gegen SA.-Leute begangen worden sind, an den Herrn Reichspräsidenten gewandt haben, und der Herr Reichspräsident hat mich gebeten, diesen Ueberfällen und politischen Mordtaten meine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Außerdem habe ich gestern von Herrn Hitler umfangreiches Material darüber erhalten, bas ich sorgfältig prüfen und 'den Landesregierungen zur Kenntnis bringen werde. Weitere Maßnahmen auch nicht­polizeilicher Art behalte ich mir vor und werde hierüber mit den Landesregierungen in Verbindung treten.

Eine besondere Aufmerksamkeit verdient weiter die von der Kommunistischen Partei mit allen Mitteln und in größtem Umfange betriebene Zersetzungstätigkeit gegen Reichswehr und Polizei.

Ueber die Verhandlungen wird folgende amtliche Mittei­lung herausgegeben:

„In der Konferenz der Innenminister der Länder fand nach den einleitenden Ausführungen des Reichsinnenministers Groe­ner eine allgemeine und eingehende Aussprache statt. Die In­nenminister der einzelnen Länder gaben einen Ueberblick über die politische Situation in ihren Ländern. Die Aussprache er­gab die einmütige Auffassung über die Notwendigkeit, dem poli­tischen Terror, von welcher Seite er auch kommen mag, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln entgegenzutreten."

Aus der Fassung dieser Mitteilung geht hervor, daß auf der Ministerkonferenz gesetzgeberische Sofortmaßnahmen, wie sie in einem Teil der Presse bereits angekündigt worden waren, nicht beschlossen worden sind. Es ist weder ein einheitliches Uniformoerbot, noch ein einheitliches Demonstrationsverbot ausgesprochen worden, wohl aber kann man aus dieser amt­lichen Verlautbarung entnehmen, daß auf Grund des zur Ver­fügung stehenden Materials die Konferenz der Innenminister einstimmig der Ansicht gewesen ist, daß in allen polizeilichen Maßnahmen gegen die Terrorakte und für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung eine einheitliche Linie gefunden werden muß.

Um die Regierungsbildung.

Darmstadt. Am Montag beschäftigte sich bereits das hessische Kabinett mit dem Ausgang der Landtagswahl, ohne indes Be­schlüsse zu fassen. In politischen Kreisen erörtert man nach wie vor die Lage, die sich aus der Dreifrontenbildung (Zentrum, So­zialdemokratie und Nationalsozialisten) ergeben hat.

Beachtenswert sind die Aeußerungen, die von nichtoffizieller Zentrumsseite bekannt werden unb die ein Zusammengehen mit den Nationalsozialisten oder eine Tolerierung davon abhängig machen, daß diese ihre geistige Haltung zum Zentrum revidieren.

Es ist natürlich unverkennbar, daß die Lage im Reich auf die Regierungsbildung sich über einen geraumen Zeitraum er­strecken werden.

Der neue Landtag wird am 3. Dezember zusammentreten.

Feststellungen der NSDAP.

München. Die Presiestelle der Nationalsozialistischen Partei teilt zu dem Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen u. a. mit:

In überwältigender Weise hat 'das Volk in Hessen für den Nationalsozialismus gestimmt. Die schwarzrote Regierungskoa­lition ist von der NSDAP. entscheidend geschlagen worden und verliert von ihren 42 Mandaten 16. Die Partei konnte ihre Stimmenzahl gegenüber der letzten Reichstagswahl um 115 Pro­zent steigern. Unter Berücksichtigung der weit stärkeren Wahl­beteiligung hat der Gesamt Marxismus eine schwere Niederlage erlitten. Der entscheidende Sieg der NSDAP. findet seinen über­zeugenden Ausdruck darin, daß sie allein mit 27 Mandaten stärker geworden ist als jetzt die gesamte bisherige Regierungskoalition zusammen. Im neuen Landtag werden die Freiheitskämpfer im Braunhemd allein fast 40 Prozent der gesamten Mandate reprä­sentieren. In Hessen ist nicht nur um die Landespolitik gekämpft worden, sondern die Hessenwahl ist in ganz besonderem Maße die Antwort des Volkes an das System Brüning und ein un­trügliches Stimmungsbarometer gegen die heutige Reichspolitik. Wie lange noch wollen die Kapitolswächter der Demokratie sich weigern, ihre eigenen Gesetze zu vollziehen, wenn der Wille des Volkes so überwältigend gegen sie entscheidet?

die bis

Nächste Woche Tagung der Neichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei.

Die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat für nächste Woche fünf Sitzungen anberaumt, die vom Montag Freitag stattfinden sollen. Don volksparteilicher Seite wird

dazu erklärt, daß es sich um eine Tagung hanbelt, die schon vor längerer Zeit in Aussicht genommen war. Die Fraktion habe die Absicht, in aller Ruhe alle wirtschaftlichen und politischen Fragen durchzusprechen.

PolitWe Rundschau.

Der Reichspräsident hat am Dienstag auf Grund des Ar- tikels 48 Absatz 2 der Reichsoerfassung eine Verordnung zur Sicherung der Ernte und der landwirtschaftlichen Entschuldung im Osthilfegebiet erlassen.

Das Ncichskabinett trat am Dienstag mittag zusammen, um neue Maßnahmen für die Osthilfe zu beraten.

Das Wahlprüfungsgericht des Reichstages, das am Dienstag vormittag zusammengetrctcn war, erklärte nach etwa einstllndigcr Verhandlung die Wahl in allen zur Erörterung stehenden Wahl- kreisverbändcn (Schlesien, Niedersachsen, Reffen und Bayern- Nordwest) den Anträgen des Berichterstatters entsprechend für gültig.

Staatssekretär v. Bülow ist gestern vormittag vom Minister­präsidenten Laval in kurzer Audienz empfangen worden. Es handelt sich um einen reinen Höflichkeitsbesuch.

Aus Kreisen des hessischen Zentrums verlautet, es fei nicht unwahrscheinlich, daß das Zentrum einen nationalsozialistischen Staatspräsidenten wählen oder sich an einem Kabinett zusam­men mit Nationalsozialisten beteiligen werde.

Die Landtagswahlen in Hessen geben der französischen Rechtspresse wieder Gelegenheit, gegen die Reichsregierung zu Felde zu ziehen und alle anderen Nationen aufzufordcrn, mit dem Kabinett Brüning vorsichtig zu Werke zu gehen.

Wie aus Belgisch-Kongo gemeldet wird, ist in dem dortigen Distrikt Kwango eine schwere Ruhrepidemie ausgebrochen. Man zählt bereits 3000 Todesfälle.

Im Lohnstreit bei der Deutschen Rcichsbahngescllschaft wurde der Schiedsspruch vom 11. November 1931 vom Reichsarbeits­minister für verbindlich erklärt.

In dem Lohntarifstreit des Verbandes Thüringischer We­bereien e. B. in Greiz sowie des Lohnweberei-Verbandes Meerane mit den am Tarif beteiligten Arbeitcrgewerkschaften ist vom thüringischen Schlichtungsausschuß in Gera ein Schiedsspruch gefällt worden, der mit Wirkung vom Donnerstag, dem 19. No­vember 1931, ab für die Webereien Ostthüringens und West- sachsens eine Lohnkürzung von 6,5 Prozent oorsieht.

Am Dienstag vormittag hat sich die Streikbewegung, die am Montag in einigen Hafenbetricbcn in Ruhrort begann, auf das gesamte Duisburg-Ruhrorter Hafcngebiet ausgedehnt.