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Glaube an Deutschland,
Gießener Jeitnng
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(Gießener Tageblatt)
(Neueste Nachrichten)
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14. Fahey
Samstay, den 16. Mai 1931
Nummer 39
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Die deutsche Abordnung mit Rcichsauhenminister Dr. Cur- m; an der Spitze ist am Himmelfahrtstage in Genf eingetroffen.
Im Rcichsjustizministerium schweben zurzeit Verhandlungen > ib<t eine Reform und Verschärfung der Ecsetzbestimmungen gegen lberkspionage im Rahmen des Wettbewerbsgesetzes. Binnen kürzer Frist dürfte mit einer entsprechenden Novelle an den Reichs- aj zu rechnen sein.
Der Preußische Landtag nahm am Mittwoch in namentlicher '(^Urabstimmung den Haushalt für 1930 mit 230 gegen 167 stimmen an und vertagte sich dann bis zum 8. Juni, um sich - Sann mit dem Kirchenvertrag zu beschästigen.
Der italienische Außenminister Grandi beabsichtigt, in Gens (inen Antrag einzubringen, der eine erneute Prüfung des Zoll- vassenstillstandsabkommcns fordert.
Von französischer Seite in Gens verlautet, daß Briand und I kenesch bei den bevorstehenden Ratsverhandlungen trotz des ein- j ketig wirtschaftlichen Charakters der deutsch-österreichischen Zoll- «iirion verlangen werden, daß die Frage vom politischen Sland- 1 punkt aus behandelt wird.
wiederum in erster Linie die Zollunionsfrage berührt wurde. Am Vormittag besuchte dann der italienische Außenminister Grandi Dr. Curtius. Der erwähnte italienische Antrag, so scheint es, stellt nur ein Teilprogramm einer großen italienischen Initiative in der Angelegenheit der europäischen Zollproblcme dar. Grandi wird dieses italienische Projekt wohl schon in der Europakommission ausrollen. Man gibt sich in deutschen Kreisen keinem Zweifel darüber hin, daß die italienische Einstellung zu dem deutsch-österreichischen Zollprojekt sehr erheblich von ihrer ursprünglich reservierten Haltung abrückt und sich mehr und mehr auf die. Seite des Stärkeren, das heißt, der Zollunionsgegner, neigt. Zum mindesten erwartet man keinerlei Unterstützung mehr von italienischer Seite.
und
Deutsche Handwerkspolitik.
Im Rahmen der von der Kammer für Handel, Gewerbe Industrie und dem österreichischen Kuratorium für Wirt-
n Georg Müller, Mn- Außenminister Briand hat einem am Himmelsahrtstage in
von Interesse sein, im den wirtschaftlichen und s Amerikaners zu hören, land positive Vorschläge politischen Gesundung zu 'nartig, fast phantastisch ksmonarchie. Die Loi- Belebung der deutschen Wenn manche Problem tilanns angesehen und »eiltet dieses Buch schon il für die besten deut- Preise verteilt werden.
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klärenden Trzt.
chen durch die ^eise m 7 D. Wernigerod«. M
Paris stattgefundenen Ministerrat sein Rücktrittsgesuch unter- 4; breitet, sich aus lebhafte Einwirkungen des Staatspräsidenten und £ k« Ministerrats hin aber bereit erklärt, noch nach Genf zu gehen.
Die Wahl Doumers wird von der polnischen Presse mit Scha- i tcnfrcude über die Niederlage Briands ausgenommen, denn i kriand gilt als der Apostel der Verständigung mit Deutschland.
Der spanische Ministerrat hat beschlossen, das gesamte Privat- i fipentum König Alsons zu enteignen.
In Washington wurde der bisher geheimgehaltenc Mobili- - Hemngsplan des amerikanischen Generalstabes veröffentlicht, demzufolge die amerikanische Armee im Kriegsfälle auf eine Ge- !amtstärke von 11 Millionen gebracht werden kann.
Vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte fand ein Nachspiel jie Volksbegehren statt. Dr. Hugenberg war angeklagt, 1929 km damaligen Reichsinnenminister Severing beleidigt zu haben, buaenberg wurde wegen Beleidigung zu 500 M. Geldstrafe ver- 8 urteilt.
Hauptmann a. D. Stennes, der bekanntlich mit einem Teil bei SA. von der Hitler-Bewegung abgefallen ist, teilt mit, daß bet Oberreichsanwalt gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Hochverrats eingeleitet habe.
Die Reichsleitung der NSDAP, teilt mit: Die Pressernit-
teilung, wonach die NSDAP, das Drechsel-Palais in München la Bflid) erworben haben soll, entspricht nicht den Tatsachen.
Mit Rücksicht aus die schlechte Wirtschaftslage hat sich der
Zechenverband, wie er mitteilt, gezwungen gesehen, das Lohn- adlommen zum 30. Juni 1931 zu kündigen.
Unter großer Beteiligung wurde am Freitag mittag die In- icinationalc Luftfahrlausstellung in Stockholm eröffnet. Unter bei ausländischen Gästen befindet sich der deutsche Atlantikflieger van Gronau.
Der Präsident von Mexiko hat eine Finanznotkonferenz ein- berufen, deren Ausgabe es ist, die Finanzkrise zu lösen, die durch
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das Fallen des Silberpesos hcroorgeruscn worden ist.
Die Verschärfung der Einwanderungsbestimmungen für die steinigten Staaten hat zur Folge gehabt, daß die Einwande- rumg nach Nord-Amerika während der letzten 8 Monate um rund 5(1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist.
Das Internationale Olympische Komitee in Genf hat auf ^mnb einer Anfrage bei den im Komitee vertretenen Ländern nuit großer Mehrheit beschlosien, die 11. Olympischen Spiele im Z<hre 1936 in Berlin stattsinden zu lassen.
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Die Europa- Kommission tagt.
Genf. Am Freitag mittag wurde die Europakommission von Srianb eröffnet. Der französische Außenminister gab zunächst einen kurzen Ueberblick über die bisherigen Arbeiten des Komitees, um dann in eine sehr allgemein gehaltene Sezierung der Henmärti gen Wirtschaftslage Europas überzugehen
Nach Briand sprach Henderson mit dem offensichtlichen Beheben, die nach der Versailler Niederlage etwas zweifelhafte Genfer Stellung Briands zu stützen und Briand eine Att Der i^uenserklävung des Völkerbundes zu verschaffen.
Briand dankte Henderson für seine Worte, die ihm eine tiefe Befriedigung gegeben hätten.
Inzwischen wurden die privaten Besprechungen zwischen den Stifte «ministem fortgesetzt. Am Donnerstag bis spät in die Nacht Htein waren Bundeskanzler Dr. Schober und Dr. Schüller vom österreichischen Außenamt bei Dr. Curtius. Es wurde dabei nochmals bis in die Einzelheiten das gemeinsame Vorgehen besprochen.
Was den italienischen Vorschlag betrifft, die Handelskon- vmtion sofort in Kraft treten zu lasien, ist festzustellcn, daß diese: Gedanke zunächst keineswegs dem deutsch-österreichischen Sianbpuntt widerspricht. Man rechnet übrigens in deutschen Kreisen damit, daß eine neue Wirtschaftskonferenz kaum über ine alten Gegensätze hinwegkommen wird, und daß damit der Semeis für das Gesunde und Berechtigte der deutsch-österreichi- s^en Selbsthilfe erbracht würde.
Am Freitag ftüh war Dr. Eurtius bei Henderson, wobei
Präsidentenwahl in Frankreich.
Versailles. Die Präsidentenwahl am Mittwoch hat mit einer Riesensensation geendet. Im ersten Wahlgang erhielt Briand nur 401 Stimmen. Doumer dagegen 442 Stimmen. Da keiner der Kandidaten die Mehrheit erreicht hatte, fand ein zweiter Wahlgang statt. Briand zog seine Kandidatur zurück und Doumer ging glatt durchs Ziel. Dieser Ausgang bedeutet einen schweren Schlag für Briand.
Prefseftimmen.
Die urrerwartete Niederlage Briands bei der franMschen Präsidentenwahl hat naturgemäß anch in der Berliner Presie ein lebhaftes Echo, je nach der politischen Einstellung, gefunden. Im folgenden einige aufschlußreiche Zitate:
Die „Germania^,
das dem Reichskanzler nahestehende Organ, schreibt unter anderem: „Woher diese Wandlung? Hat die allzu redselige Propaganda der Linken für den Friedensfteund nnd Paneuropäer Briand abkühlend auf die Schwankenden gewirkt, ober konnte man sich Dnand zwar als Autzenminister oder Ministerpräsident vorstellen, nicht aber als Staatspräsidenten? In Frankreich wacht man eifersüchtig darüber, daß die höchste Stelle des Staates nicht ihren repräsentativen Charakter verliert -und daß die politischen Entscheidungen ausschließlich dem Parlament und nur ibem Parlament i'berlasien bleiben. Wird SBriartb aus seiner Niederlage Konsequenzen ziehen? So wenig wir auch im einzelnen mit der Außenpolitik Brialrds einig gehen, so würden wir es doch für bedauerlich halten, wenn die starke staats- politische Tatkraft dieses Mannes aus den künftigen Diskussionen über den europäischen Frieden ausgeschlossen würde."
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung"
sagt: „Das Ereignis dieser Wahl ist nicht ihr positives Ergebnis, sondern die Niederlage Briands. Wie ist sie möglich? Dreierlei ist denkbar: entweder der große Rechner Briand hat sich über seine eigene Chance getäuscht, oder er ist getäuscht worden oder schließlich: er war sich zwar bewußt, daß seine Aussichten zweifelhaft seien, glaubte aber, die unsicheren Aussichten an der Präsidentschaft -den ebenso unsicheren Aussichten vorziehen zu müssen, das Außenministerium noch verwalten zu können."
Der „Vorwärts"
vertrttt folgende Meinung: „Die französische Nattonalversamm- lung ist gestern bei der Wahl des Präsidenten der Republik durchgefallen. Der ihr stand die Möglichkeit, sich durch die Wahl Briands am französischen Volk und an Europa ein historisches Verdienst zu erwerben. Sie ist dieser Möglichkeit aus dem Wege gegangen und hat Vriarrds Gegner, Herrn Doumer, an die Spitze der Republik gestellt. Der Sieg Briands wäre ein Sieg der internationalen Friedenspolitik gewesen, der Sieg Doumers ist ein Sieg der Interrrationale des Nationalismus.“ Und dann heißt es be,zeichnenderweise weiter: „Es ist das Echo der deutschen Hitlerwahlen am 14. September 1980 und des Nationalistenlärms, der sich um das Problem der österreichisch- deutschen Zollunion erhoben hat."
Die „Vossische Zeitung"
meint: „Ob Doumer Ober Doumergue, der Unterschied ist gering. Nicht die Wahl Teumers hat Bedeutung für die Weltpolitik, sondern die Niederlage Briands. Wird in Zukunft der französischen Polittk das Gegengewicht der Autorität Bttands fehlen, die sich immer wieder ii offener Feldschlacht durchsetzte und jetzt versagte, im Dunkel der geheimen Wahl, die den unsicheren Kantonisten es so beqeum macht, sich für die widerliche Gefolgschaft zu revanchieren, die dieser einsame, skeptische, unheimliche Mann immer wieder erzwang? Hätte er (Briand) die verlorene Kandidatur nicht übernommen, so hätte fein »gebeugter Rücken noch auf Jahre hinaus ungeschwächt die Last schwerer Sorge zu tragen vermocht, nicht nur um sein Vaterland, sondern, man darf es glauben, wenn auch die praktische Verwirklichung weit hinter dem Wollen zurückblieb — um die Rettung Europas."
Und schließlich noch
die „Deutsche Zeitung".
Sie sagt: Wäre Frankreich das friedliebende und verstänDi- gungsbereite, mit dem unsere Erfüllungspolitik seit dem Einzug Stresemanns in das Auswärtr e Amt rechnen zu können geglaubt hat, so wäre Briand zum Staatspräsidenten gewählt worden. Daß er nicht gewählt mürbe, bedeutet für ihn nach ben Mätzchen, mit denen er feine Kandidatur vorbereitete und schließlich anfünbißte, eine vernichtende persönliche und eine nicht minder vernichtende politische Niederlage."
schafllichkeit in Wien gehaltenen Vortragsreihe sprach am 24. April Herr Generalsekretär Dr. Meufch, geschäftsführen des Präsidialmitglied des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbckammer- tages über das Thema:
„Deutsche Handwerkspolitik.
mit besonderer Berücksichtigung der Gewerbcsörderung und Rationalisierung".
Der Vortragende sprach zunächst mit herzlichen Worten seinen Dank für die Einladung aus und fügte die Grüße der deutschen Spitzenvertretungen des Handwerks an. Man freue sich, durch die Gemeinschaftsarbeit im Handwerk zwischen Oesterreich und dem Deutschen Reiche neuere innere Verbindungen zu schaffen, was gerade jetzt ein Erfordernis der Zeit sei. Berufsstand und Wirtschaft des Handwerks seien hüben und drüben gewillt und befähigt, solche Verbindungen herzustellen. Beide haben das eine Ziel, in allem Wandel des wirtschaftlichen und sozialen Geschehens dem Handwerk eine Stätte zu bereiten, an der es seine ureigene Aufgabe mit den nach Zeit und Ort gegebenen Mrtteln erfüllen kann.
Zweifellos unterliege das Handwerk wie jeder andere Wirtschaftszweig einer tiefgehenden Umstellung und Entwicklung. Es sei aber nicht zulästig, anzunehmen, daß das Handwerk seine Eigenart aufgebe, wenn es sich den Erfordernisten der ITeüzeit anpaste. Das Handwerk von heute sei ein anderes als das Handwerk um die Mrtte des vorigen Jahrhunderts, wenn auch ein entscheidendes Merkmal damals wie heute die Eigenart des Handwerks bestimme: dies fei das grundsätzliche Ueberwiegen der menschlichen über die mechanische Arbeitsleistung und die allseitige Beherrschung des Arbeitsvorganges durch die im Betriebe beschäftigten Personen. Die Wirtschaftswissenschaft verkenne im allgemeinen das Wesen und die Bedeutung des Handwerks, woran zweifellos der Mangel brauchbarer statistischer Unterlagen zum Teil die Schuld trage. Es sei zu hoffen, daß es auf Grund der neu angelegten Handwerksrolle binnen kurzem möglich sei, eine zuverlässige Berufs- und Wirtschaftsstatistik des Handwerks zu schaffen. Voraussichtlich würde sie die staatliche Handwerkspolitik rechtfertigen, die sowohl in Oesterreich wie im Deutschen Reich von einer anderen Auffastung als die Wirtschaftswissenschaft ausgegangen sei und mit dem Grundsatz der konservierenden Heilmethoden allem Anschein nach Recht behalten habe. Ihre größte Leistung beruhe auf der Schaffung der öffentlich-rechtlichen Handwerksorganisation und auf der Regelung der Berufsausbildung.
ITach einem Ueberblick über die deutsche .Handwerksorganisation, wie sie auf der Grundlage Oer Reichsgewerbeordnung, insbesondere der Rkovellen von 1897, 1922 und 1929 sich gestaltet hat, berührte der Redner die grundlegenden Probleme der modernen Handwerkspolitik. Als solche seien die Formung der Berufsstandsidee und die Pflege des Rationalisierungsgedan- keng anzusehen. Praktisch habe das Handwerk den Berufs- standsgedanken insofern zu verwirklichen gesucht, als es kurz nach dem Kriege den Reichsverband des deutschen Handwerks gegründet und Entwürfe zu einer Reichshandwerksordnung geschaffen habe. Während es gelungen sei, im Reichsverband des deutschen Handwerks das ganze deutsche Handwerk zu einer geschlossenen Einheit zusammcnzuführen und aus verschiedenen wirtschaftlichen Kräftegruppen eine deutlich umgrenzte Handwerkswirtschaft zu schaffen, damit auch Den Berufsstand des Handwerks selbst zu bestimmen, habe die Reichshandwerksordnung unverdientermaßen unter ihrer Entstehungsgeschichte gelitten. Ihr Grundgedanke sei die berufsständische Selbstverwaltung, die zunächst im Berufsfach, darüber hinaus im Berufsstand die Interessen des Einzelbetriebes mit den Interessen der Berufsgenosten und der Volksgesamtheit auszugleichen habe, ohne daß das wirtschaftliche Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Betriebes grundsätzlich angetastet werden solle. Berufsständische Solidarität trete dem Grundsatz des Klasienkampfes gegenüber. Mit diesem Leitgedanken habe sich der Reichsverband des deutschen Handwerks bisher ziemlich vereinsamt befunden, vielleicht deshalb, weil man ihm eine gewisse Verwandtschaft mit dem Gedanken der Planwirtschaft nahe lege. Dies sei indessen abwegig, wohl aber fühle sich das Handwerk berufen, ein Beispiel für oie Rteuord- nuog der Wirtschaftsauffassung auf berufsständischer Grundlage zu geben, indem es seine Staudesangehörigen zu pflichtbewußter Gemeinschaftsarbeit im eigenen Stand und am Wohle der Gesamtheit zu erziehen gewillt sei. Auch der Rationalisierungsgedanke, der mit der Berufsstandsidee eng Zusammenhänge, und von Bucerius seine erste Prägung erfahren habe, sei mißverstanden worden.
Bei der Rationalisierung im Handwerk sei nicht an den Ersatz der menschlichen Arbeitskraft durch maschinelle Vorrichtungen zu denken, vielmehr an die planmäßige Hebung der Wirtschaftlichkeit des Handwerksbetriebes. Die technisch-maschinelle Rationalisierung des Handwerks finde an dem Ueberwiegen der menschlichen über die maschinelle Arbeitsleistung ihre natürliche Grenze. Deshalb müsse man aber doch alle Mittel anwenden, die Technik und planmäßige Ordnung zur wirtschaftlichen Gestaltung des Betriebes bereitstellen. Allerdings sei hierbei viel