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Samstag, den 14. März 1931.

„Gießener Zeitung"

Nr. 21

Ein Barometer deutscher Wirtschaftskraft.

Ausstellungen und Messen haben in Krisenzeiten eine be­sondere Bedeutung. Durch Herausstellung von Qualitätsarbeit in repräsentativem Rahmen zieht die deutsche Wirtschaft die Aufmerksamkeit der in- und ausländischen Käuferschicht auf sich; Massenbesuch wird angelockt, es wird erreicht, daß man auf die Qualität heimischer Erzeugnisse aufmerksam wird. Das ist in einer Periode wirtschaftlicher Stockung an sich schon eine Tat wirksamer Konjunkturbelebung.

Man hat die Leipziger Messe das groß« Schaufenster der deutschen Wirtschaft genannt, vor das sich der Warenbedarf der Welt kauflustig drängt. Sie ist ein exakt reagierendes Barometer für die steigende oder sinkende Wirtschaftskraft der Völker. Wer von den Ausstellern mit übertrieben hohen Der- kaufserwartungen in diesem Frühjahr nach Leipzig ging, sah sich allerdings enttäuscht. Sein Optimismus mußte zuschanden werden an der harten Gesetzmäßigkeit der Zeit: wenn die Pro­duktion in der Welt um mehr als ein Mertel eingeschränkt wurde, wenn ein 20-Millionenheer von Arbeitslosen feiert, wenn die Kaufkraft fast aller Völker auf einen Bruchteil ihres normalen Standes gesunken ist, dann mußte dieses Manko auf der Leipziger Messe sich auswirken. Und wägt man eins gegen das andere ab, den Schwund der Kaufkraft gegen den Messe­umsatz, so stellt sich das Ergebnis doch besser dar, als man es erwarten konnte.

Aber das allein ist nicht das Entscheidende. Alte Tradition verweist die Leipziger Messe auf die Ausfuhr. Und mag die Aufnahmefähigkeit auch bet ausländischen Märkte, wenn auch nicht in gleichem Ausmaß wie in Deutschland, eingeschränkt sein — in Leipzig hatte die deutsche Wirtschaft Gelegenheit, zu be­weisen, daß sie in der Krise nicht erschlafft ist, daß sie keiner pessimistischen Parole folgte, sondern in Zeiten der Absatz­stockung und der Kapitalnot, gestützt auf einen hochqualifizierten Arbeiterstamm, die«Produktion rastlos weiterentwickelte. Das Ergebnis aller dieser Anstrengungen ist auf der einen Seite ein Höchststand in der Qualität der Erzeugnisse und, verglichen mit dem Preisstand von einem Jahr, eine Senkung der Preise bis zn 25 Prozent. Zahlreichen Industriezweigen ist der verbilligte Bezug von Rohstoffen, eine für Deutschland wohltätige Folge der Preisrevolution auf den Weltmärkten, zustatten gekommen. Zwar haben die ausländischen Konkurrenten, Japaner, Englän­der, Tschechen unb Oesterreicher, Schweizer und Franzosen, bil­lige Masienware auf den Markt geworfen, und in der Preis­bemessung bleibt die deutsche Industrie auf vielen Gebieten nicht wettbewerbsfähig. Aber was zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, daß man in Deutschland die Lehren der Wirtschafts­krise zum großen Teil beherzigt hat, daß man anpassungsfähiger geworden ist, daß man sich auf die wechselnden Bedürfnisse des Verbrauchs umzustellen weiß, und vor allem, daß man im Eifer des Aufbauens, der Erfindungsgabe, der Höherzüchtung der Qualität nicht erlahmt — trotz der Krise. Diese Zähigkeit und diese Wendigkeit stimmen zuversichtlich. Die deutsche Pro­duktion hat in schwerster Zeit bewiesen, daß sie für eine kom­mende Wirtschaftswende erzbereit ist — die wirksamste Art, Vertrauenskrise und Fatalismus zu überwinden.

Aus der Arbeit der Gotttvien-Zentraie.

Von der Pressestelle des Christlich-sozialen Volksdienstes wird uns geschrieben: Ostpreußische Freunde haben uns Mate­rial zur Verfügung gestellt, das einen guten Einblick in die Systematik der bolschewistischen Gottlosen-Propaganda gewährt.

Ein stiller

Ein Meuschenschicksal, erzählt von I R., Mainz.

Unter den vielen Offizieren, die ich während des Weltkrieges kennen lernte, ihre dienstliche wie außerdienstliche Tätigkeit zu beobachten Gelegenheit hatte, hat keiner auf mich den unaus­löschlichen Eindruck gemacht, wie „unser Hauptmann".

Streng und gewissenhaft im Dienst, sah er doch in dem ge­ringsten Soldaten immer noch den Menschen. Er kannte die persönlichen Verhältnisse jedes Mannes in feiner Kompagnie und jedem Soldaten stand er mit Rat und Tat zur Seite. Ver­trauensvoll konnte man sich an ihn wenden unb gewiß sein, jederzeit ein offenes Ohr zu finden. Er leistete ausdrücklich auf alle Vergünstigungen, auf die er als Offizier Anspruch hatte, Verzicht und begnügte sich mit dem, was seine Leute hatten, er wollte ihnen nichts voraus haben

Ich lernte ihn in Corbeny im Schützengraben, links vom Winterberger, im Sommer 1917 kennen, als ich von meiner Bat­terie. die vor dem Städtchen Berrieur in einer Kiesgrube lag, zur Artillericbeobachtung in den Graben abkommandiert wurde. Ich sah mit eigenen Augen, wie der ernste Mann bei einem vergeblichen Sturmangriffe aus ein vorgeschobenes Stück der französischen Stellung, das wir zur Verkürzung unserer Linie haben mußten. als Letzter zurückkam mit einem Schwerverwun- detcn auf dem Rücken, den er nicht im feindlichen Sperrfeuer liegen lassen wollte. Kurz darauf wurde er Major seines Bataillons. Wenn er seine Dienstgeschäste erledigt hatte, war er immer bei seiner alten Kompagnie im Graben zu finden. Kein Vater kann besorgter für seine Kinder sein, als es dieser Haupt­mann und nunmehriger Major für seine Leute war.

Einem älteren Offizier-Stellvertreter, der längere Jahre in seiner Kompagnie gedient hatte, verdankte ich zum großen Teile die Mitteilungen und Kenntnis der Tragik, die das Leben dieses verdienstvollen Offiziers verdüsterte Im August wurde ich ab» gelöst. Meine Batterie kam nach Fosses â l eaux in Ruhestellung, erhielt neue Geschütze und nun ging es nach Italien, wo rott uns in Tolmein am 25. 10. 17 bei dem erfolgreichen Durchbruche beteiligten.

Den Herrn Major hatte ich seit zwölf Jahren nicht mehr ge­sehen. Ganz unerwartet traf ich ihn vor zwei Monaten, vier Wochen vor seinem Tode, auf dem M. . . .er Friedhofe. Sofort wurden die alten Bilder und Erinnerungen wieder lebendig, die ich dem Leser dieser Zeilen nicht vorenthalten will.----

Dem Friedhof gegenüber liegt eine große Gärtnerei. Der alte Gärtner schreitet langsam in den Gängen auf und ab, wirft prüfende Blicke auf seine Pfleglinge und schaut ab und zu nach der Pforte, ob kein Käufer durch dieselbe eintritt. Auf der Bank vor dem Hause sitzt ein braunes Kind und flicht eifrig einen Kranz nach dem ändern. Es ist Sonntag heute und da kommt mancher auf den Friedhof heraus und nimmt hier im Dorüber- gehen ein paar Blumen für seine toten Lieben mit. Viel Kum­mer und bitteres Leid ward an so einem Morgen in die Gärt­nerei herein- und herausgctragen und wenn das Mädchen dar. Über Nachdenken wollte, wurde ihr das Herz wohl schwer werden bei ihrem Geschäft. Aber sie macht sich deswegen lerne Gedanken, sie ist hier geboren und groß geworden und der Anblick leidtra gender Menschen ist für sic etwas Alltägliches

Und heute ist sie doppelt fern von traurigen Gedanken denn

Die Kultur-Debatte im Reichstag vom 5. März hat jetzt wieder die Aufmerksamkeit der weiten Öffentlichkeit auf diesen Kampf gerichtet. Unserem Material entnehmen wir das Folgende: Regelmäßig bringt die ostpreußische kommunistische Tageszei­tung ,Das Echo" eine Kinderecke „Für unsere jüngsten Kämpfer". Es wird dort gekämpft gegen prügelnde Lehrer, gegen die „schlaue" Polizei, gegen Verräter, die Aussagen machen, gegen die SPD., die die „Schulspeisung geklaut" hat, gegen ein Urteil des Jugendgerichtes, das einen Berufsschüler verurteilt hat, und in besonderer Weise gegen das Christentum.

Zu einer Zeichnung steht folgende Unterschrift: „Meine lieben Kinderchen, hört auf mich, lest nur den Coco, Blauband, Fips (Reklamezeitungen) und vor allen Dingen sechs- bis zehnmal das Wort Gottes, die Bibel? Dann werdet ihr einfahren in das Reich des Himmels". In einer Königsberger evangelischen Schule wird eine besondere Zeitung herausgegeben „Der Iung- Spartakus-Bund". „Jetzt ist es Zeit, daß sich alle Arbeiter­kinder vom Religionsunterricht abmelden, denkt daran, daß alle diese Prügellehrer, die uns schikanieren und schlagen, so fromme Christen sind, reißt diesen Heuchlern die Maske vom Gesicht, Als erste Aufgabe, meldet euch vom Religionsunterricht ab. Dort erzählt man euch: Liebet eure Feinde, Friede auf Erden, auch ähnliches Zeug. Eine Stunde später dreschen sie euch mit dem Knüppel die Liebe ein." Das Blatt richtet sich gegen Kriegs­hetzer. Es bringt aber eine Verherrlichung der roten Armee, nach feiner Angabe haben alle Arbeiterkinder ein ganz enges Bündnis mit der roten Luftflotte, sie schreiben an die roten Flieger, sie besuchen sie und knüpfen das Freundschaftsband ganz eng. „Die rote Armee ist die beste der Welt, die roten Soldaten wissen, daß sie für den Schutz der Arbeiterregierung zu sorgen haben, sie sind nicht gekaufte Kapitalistenknechte wie die deutsche Reichswehr." Der Schluß der letzten Nummer lautet: „Besucht nicht mehr die Sonntagsschule, sondern unseren Gruppenabend!"

Die Schilderung solcher Beispiele soll aber nicht nur Ent­rüstung auslösen. Sie hat vielmehr die Aufgabe, jeden, dem es um die Erhaltung der christlichen Kulturgüter zu tun ist, an die Front dieses gewaltigen Ringens zu rufen.

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in aller Frühe hat ihr der Briefträger einen Brief von ihrem Schatz gebracht, der bei den schweren Reitern in Kassel steht. Seine zwölfjährige Dienstzeit ist herum, in 14 Tagen geht er ab und erhält seine erste Anstellung bei dem Bergamte auf der Schickstmeisterei und dann machen sie Hochzeit Sie läßt die flei­ßigen Hände in den Schoß sinken und lehnt sich zurück. Wie ist doch die Welt so schön und das Leben so reich an Glück!

. Luise, den Kranz für den Herrn Major!", ruft der Vater plötzlich in ihr Träumen hinein. Sie jährt auf, nimmt einen Kranz von Rosen, der neben ihr liegt, sprengt aus der vollen Schüßel schnell Wasser darüber und geht damit dem alten Herrn cntgcoen. der eben in den Garten tritt.

Cs sind nun schon zwölf Jahre, daß er seinen Abschied ge­nommen und Direttor des Dersorgungsamtes geworden ist, aber in dem schlichten Rock, den er jetzt trägt, kann der Major A. den alten Soldaten nicht verleugnen. Straft aufgerichtet, mit festen Schritten kommt er daher, den Spa.zierstcck. den er in der Rechten trägt, leicht auf den knirschenden Kies stoßend. Höflich schreitet der Gärtner an seiner linken Seite und das Mädchen, das die beiden jetzt erreicht hat, grüßt den guten Kunden des Vaters mit freundlichem Lächeln.

..Hier ist der Kranz, Herr Major. Gefällt er Ihnen?", fragte sie und hebt das duftige Gewinde dabei empor, daß er >. besser sehen kann. „Sehr gut, liebes Kind." Dann zahlt er dem Gärtner den Preis und geht, den Kranz vorsichtig tragend, aus dem Garten hinüber zum Friedhof.

„Ein feiner Mann, der Major," sagt der Alte hinter ihm her zur Luise. „Er will immer das Beste, aber er zahlt auch, ohne zu handeln." Der Major schreitet währenddessen langsam zwischen den Gräberreihen fernem Ziele zu. Unter einer Trauer­weide liegt ein einfaches, aber sorgfältig gepflegtes Grab: ein mäßig großes, eisernes Kreuz auf einem Sandsteinsockel steht an seinem Kopfende, aus dem Hügel blüht ein großer Rosenstock und davor liegt der welke Kranz, den er vor acht Tagen hierher ge­tragen. Er beugt sich nieder, bebt ihn auf und trägt ihn bei- selte; dann legt er den frischen an seine Stelle, nimmt die welken Blatter die auf dem Hügel liegen, fort und schneidet mit fernem Taschenmeßer die abgeblübten Rosen vom Stock Noch einen Blick wirft er darüber, nickt befriedigt und entblößt dann das graue Haupt zu einem kurzen Gebet. Und nun läßt er sich auf der kleinen Bank nieder, die neben dem Hügel steht und schaut um sich. Mit einem müden Lächeln sieht der alte Mann in die Herrlichkeit des Sommertages. Wie ist doch die Welt so schön und das Menschenleben so atm an Glück! Da tönt fröh­licher Gesang an sein Ohr und macht ihn aufhorchen. Die Luise ist mit ihrer Arbeit fertig geworden, hat den Brief noch einmal gelesen und all bte lieben, treuherzigen Worte, die da stehen, machen ihr Herz glücklicher und lauter schlagen, sie muß singen, sie muß ihrer Freude Ausdruck geben und jubelnd fingt sie in die 2uftc. „Ich schnitt' es gern in jede Rinde ein", und zum Schlüsse: „Dein ist mein Herz und soll es ewig bleiben".

Der Major lauscht den Tönen, die so klar durch bie stille Morgenluft schallen, und es ist ihm, als glitte eine weiche Hand lantt über seine Stirne und glättete die Runzeln, die dort ein- gegraben sind. In seinen Augen blitzt es auf, seine Lippen beben und ein sehnsüchtiger Seufzer entringt sich seiner Brust Die tiefen oaiten seines Herzens werden gerührt, wenn dieses Lied erklingt, es lagt Erinnerungen in ihm wach werden die

9er Feldzug gegen das Osterfest.

Für den Feldzug gegen das diesjährige Osterfest werden von den Gottlosenverbänden in Rußland seit Wochen umfassende Vorbereitungen getroffen. Dabei sollen die in dem Feldzuge gegen Weihnachten im letzten Jahre gemachten Erfahrungen nutzbar gemacht werden. Aus der Zeitschrift „Der Gottlose" ersieht man, daß es in der Sowjetunion einen besonderen „Direktor des Zentrums für die Propaganda gegen das Oster- f fest" gibt. Schon vor Monatsfrist wurde den Organisationen I der kämpfenden Gottlosen die rechtzeitige Bestellung bet „Lite- | ratut gegen das Osterfest" dringend ans Herz gelegt. Anti- I religiöses Werbematerial ist für alle Richtungen bereitgestellt. Dorf und Stadt, Schule und Rote Armee, die roten Klubs und roten Lesezirkel, jeder dieser Kreise wird mit einer eigenen, aus ihn zugeschnittenen „antiösterlichen Sammlung" bedacht? Außer­dem werden Bilderalbums, Materialsammlungen für „anti- österliche Abende" (Spiele, Gedichte, Lesestücke, Gesänge, Musik), Wandbilder, volkstümliche Broschüren, z. B. über die Ent­stehung des Osterfestes, zur Verfügung gestellt. — Der christliche Osterglaube und die österliche Sitte muß doch trotz allem wilden Vernichtungswillen in den Millionen des russischen Reiches noch merkwürdig fest wurzeln, wenn ein solches Riesenaufgebot

notwendig ist.

150 Aerzte und Apotheker verhaftet.

Die Newyorker Prohibitionspolizei hat zu einem neuen großen Schlag gegen die Uebertretungen der Gesetze über bas Alkoholverbot ausgeholt. Diesmal geht sie gegen di« Aerzte vor, die gegen Bezahlung Blanko-Rezepte für den Bezug alko­holischer Getränke ausstellen. 150 Aerzte und Apotheker sind wegen solcher Verfehlungen bereits verhaftet worden und man rechnet damit, daß in den nächsten Tagen noch weitere 500 Apotheker und 1000 Aerzte verhaftet werden. Di« Aktion, die unter Führung des Spezialagenten Horace I. Simmonds monatelang vorbereitet worden war, begann mit einem großen Schlag gegen die im Norden Newyorks gelegene Zentrale des Rezepthandels, die einem gewissen Nathan Bernstein gehörte und zu einem regelrechten Clearing-House ausgebaut war.

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zugleich sein höchstes Glück und seinen tiefsten Schmerz umfaßen, aus dem Grabhügel zu seinen Füßen zaubert es ihm wieder ins Leben zurück das Mädchen seiner Liebe, dem er bis zu diesem Tage treu geblieben.

Er hebt seinen Blick zu dem Kreuze, auf dem in goldenen Buchstaben ihr Name steht: Maria Lauer. Es sind nun 35 Jahre her, daß er ihn zum ersten Male gehört hat. Er war damals ein l'lutftmger Leutnant, so reich an Hoffnung, wie arm an irdi­schen Schätzen, und überall ein gern gesehener East.

„Kommen Sic heute abend zu uns, Arndt," sagte eines Tages sein Major zu ihm, der nun auch schon seit 16 Jahren in lranzösijcher Erde ruht. „Es kommen nur noch ein paar Bc- lanntc. Seit gestern haben wir eine Nichte meiner Frau zum Besuch. Wir wollen ein wenig musizieren." Und er kam und sah Maria Lauer zum ersten Male. Sie war noch nie in der vvtedt gewesen unb hatte noch keine Gesellschaften mitgemacht, darum war es bei ihr erklärlich, daß sie tief errötete, als er ihr uorgcfteUt wurde. Aber warum wurde auch er rot, der ver wgenc Liebling der Gesellschaft? Hatte sie's ihm auf den ersten Blick angetan, bte Kleine mit den dunklen Blauaugen und den blonden Zöpfen, die schwer über das schlichte, weiße Kleid herabnelen?

^'e laßen bei Tisch nebeneinander. aber sie sprachen wenig = unb sahen sich nur scheu von der Seite an Die harmlosen omer^e, die der Major, der ihnen gegenüber saß. über ihre 1 odjroeigiamfeit machte, vergrößerten nur noch ihre Verlegenheit.

Ä t muR.tc ^aria kick) ans Klavier setzen und singen. Er stellte sich in eine Fensternische, so daß er ihr Gesichtchen sehen konnte und hörte zu. Es waren keine Bravourstücke, die sie vor- He fana ein paar kleine Lieder von Schubert, aber ein ^mvnuden sprach sich in den Tönen aus und ihre ötnnmc klang frisch und klar.

Q. v^^ Hörer klatschten ihr Beifall und baten sie noch um ein aJ™ IaW öu zieren, begann sie: „Ich schnitt' es

Rinde ein . Der Leutnant Arndt fand in dieser y “^H " die Augen schloß, sah er immer ?°°^ umrahmtes Gesichtchen vor sich und vor ^v .'.'De" ist mein Herz und soll es ewig im SAn^^ in Gesellschaften, auf der Straße,

Schüchternheit verlor sich, sie sprachen gern zu- Augen senkten sich nicht mehr, wenn ihre ein/rC s£?ipn^^nct ?Qnn brachte er sie eines Abends aus SS 1 o '’ ?lc ^ ohne ihre Verwandten besucht hatte, s^a^ Bingen sie durch die dunklen, menfchen- hrn ™ ’ ’^r^? lag auf seinem Arm und entzog sich Tii! V ^ fester an seine Brust preßte. Vor ihrer Jn ?hm jm?^^ ^Ä be'm Schein der Straßenlaterne sah er roün&t^ ^OP^ Eencht, als er ihr „Gute Nacht" ihre Lippen waren so krisch, seine Finger preßten die ihren und wollten sie nicht lassen.

„Bitte, laiicn Sie mich jetzt," flüsterte sie1 da überkam es b& "Maria," stammelte ct. „ich möchte

?"sg halten. Und als er später seiner Wobnuna au# L"^a nagte er sich wieder und wieder, ob es denn möglich küßt' ba| sie ihm "verlvrück^ und ihren Mund gc- Und' erst leise dann^^ *etn Weib werden zu wollen.

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