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Erscheint Mittwochs und Samstags.

Bezugspreis 2,40 <4t vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück­sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

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Der Finanz-Ausschutz des Hessischen Landtages beschäftigte sich sehr ausführlich mit der Verlegung des Darmstädter Päda­gogischen Institutes nach Mainz.

Der Reichstag hat am Donnerstag im Verlaufe der Ab­stimmungen zum Etat des Auswärtigen Amtes eine Entschkie- hung angenommen, in der die Regierung aufgefordert wird, baldmöglichst in Verhandlungen über eine Revision des Poung» Plans mit den beteiligten Mächten einzutreten, und alle inner politischen Mahnahmen zu treffen, die für den Erfolg nötig sind.

Der Reichspräsident empfing am Donnerstag den neu- ernannten polnischen Gesandten Wysocki zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. An dem Empfang nahm der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Curtius, teil.

Reichskanzler Dr. Brüning empfing am Donnerstag eine Vertretung des Vorstandes des Reichsbundes der Kinderreichen.

Reichskanzler Dr. Brüning hatte Besprechungen mit den Führern der Landvolkpariei unb der Sozialdemokraten. Es

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wird damit gerechnet, daß der Reichstag nach Erledigung der vordringlichen Aufgaben etwa Ende März bis in den späten Herbst vertagt wird.

In einer am Donnerstag im Berliner Rundfunk gehaltenen Rede über die politische Lage übte Reichsminister Dr. Wirth scharfe Kritik an dem politischen Radikalismus und kündigte einen energischen Kampf an.

Bei der 2. Lesung des Haushalts des Reichswirtschaftsmi- nifteriums im Reichstag gab Staatssekretär Dr. Trendelenburg Erklärungen über die deutsche Wirtschaftspolitik ab.

Anlählich des neunten Krönungstages des Papstes waren am Donnerstagabend eine Reihe von führenden Persönlichkeiten aus staatlichen und diplomatischen Kreisen Gäste des Nuntius Orscnigo. Es waren u. a. anwesend Reichspräsident von Hin, dcnburg, Reichskanzler Brüning, Reichsauhcnministcr Curtius, die Botschafter von England, Italien, Frankreich und Amerika, Ministerpräsident Braun und Reichspostminister Schähl.

Reichsminister des Auswärtigen, Minister Curtius, hat einen kurzen Erholungsurlaub «getreten, den er im Harz ver­bringen wird.

Abgeordneter Dr. Otto Wiemer, Vizepräsident des Preuhi- schen Landtages, der der Deutschen Volkspartei angehört, ist am Mittwoch plötzlich gestorben. Vor dem Kriege war er Mitglied

in Russland.

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des Reichstages von 1898 an bis zum Jahre 1918.

Wie der Verlag Z. F. Lehmann-München mitteilt, ist das Buch Gottfried Zarnows,Gefesselte Justiz", in der inzwischen fcrtiggedrucktcn vierten durchgesehenen Ausgabe, in der die be­anstandeten Stellen weggelassen waren, am 7. Februar vom Generalstaatsanwalt I in Berlin wieder freigegeben worden.

DerMatin" benutzt den soeben erschienenen dritten Band der Memoiren Bülows, um daraus neuerlich die Kriegsschuld Deutschlands durch sein Verhalten gegenüber Oesterreich in bett Tagen der Kriegserklärung nachzuweisen.

Zur Beilegung des Lohnkonfliktes in der deutschen Holz­industrie, der in einigen Teilen des Reiches zu Arbeitsnieder­legungen und Aussperrungen geführt hat, finden gegenwärtig unter Vorsitz von Ministerialrat Dr. Mewes Vermittlungsver- Handlungen zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerparteien statt.

Die englische Regierung hat Frankreich, Deutschland und Polen Vorschläge zur Herabsetzung der Zolltarife gemacht.

In Leobschütz wurden ein 25jähriger Pole aus Kattowitz und ein 28jähriger Deutscher aus Gleiwitz, die eine« Reichswehr­soldaten in Leobschütz veranlaßt hatten, ihnen wichtige militä­rische Dokumente zu übergeben, verhaftet.

Die Nanking-Regierung will, wie der chinesische Finanz­minister T. B. Soong erklärte, in nächster Zeit die Goldwährung einführen.

Der Hafeneingang von Veracruz ist durch den Lloyddampscr Münster", bet bei der Einfahrt im Schlamm auflief, beinahe völlig gesperrt.

Zwölf jugendliche türkische Kommunisten beiderlei Ge­schlechts wurden vom Gericht wegen Verschwörung gegen den Staat zu Gefängnisstrafen von einem bis zu zwei Jahren ver­urteilt.

Die Sommerpause des Reichstags.

Berlin. Reichskanzler Dr. Brüning empfing Donnerstag die Führer mehrerer Parteien. Mit der Landoolkpartei wurde in erster Linie über das Osthilfegesetz gesprochen, das das Kabi­nett am Samstag beschäftigen soll. Die Besprechungen mit den Führern der Sozialdemokraten erstreckten sich auf die gesamte parlamentarische Lage. Man rechnet damit, daß der Reichstag sich nach Erledigung der ihm in seiner Wintertagung gestellten Aufgaben, insbesondere nach Verabschiedung des Etats, also vor­aussichtlich Ende März, bis in den späten Herbst vertagen werde, wobei dem Präsidenten allerdings die Ermächtigung erteilt würde, ihn im Bedarfsfälle auch früher einzuberufen. Die lange Sommerpause würde dann von der Regierung vor allem für die Ausarbeitung der nötigen Rcformentwürfe für die Arbeits­losenversicherung, die Kncrppschaftsversicherung und andere durch die Finanzlage erforderlich gewordenen Vorlagen benutzt werden.

Druck und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.

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Samstag, den 14. Februar 1931

Arbettszeitkürrung zur Entlastung des Arbeitsmarktes.

Dem Reichstag ist vom Freiheitlich-nationalen Eewerkschafts- ring der Entwurf eines Arbeitszeit-Notgesetzes zur Entlastung des Arbeitsmarktes zugegangen. Nach diesem soll das Reichs­arbeitsministerium die regelmäßige werktätige Arbeitszeit auf eine kürzere Zeit als acht Stunden täglich begrenzen können. An Stelle einer Verkürzung der werktätigen Arbeitszeit oder in Verbindung damit soll auch eine Verkürzung der Arbeitswoche auf weniger als sechs Tage möglich werden. Die Verordnungen selbst sollen für bestimmte Erwerbszweige ergehen, nachdem der vorläufige Neichswirtschaftsrat und der Verwaltungsrat der Reichsanstall für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversiche­rung gehört worden sind. Die Arbeitgeber der Betriebszweige, für die eine Arbeitszeilkürzung angeordnet worden ist, sollen verpflichtet sein, entsprechend der Arbeitszeitverkürzung durch Neueinstellung von Arbeitskräften die Belegschaft z-u vergrößern. Eine Verkürzung der Arbeitszeit soll nicht erfolgen, wenn volks­wirtschaftliche oder zwingende Gründe dem entgegenstehen oder durch sie eine Entlastung des Arbeitsmarktes nicht herbeigeführt werden würde.

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Ende Zanuar 4,9 Millionen Arbeitslose.

Nach dem Bericht der Reichsanstalt war in der zweiten Hälfte des Januar das Absinken des Beschäftigungsgrades er­heblich langsamer als im Winrer vorher. Während zwischen Anfang und Mitte Januar die Zahl der von den Arbeitsämtern gemeldeten Arbeitslosen noch um rund 381OOO zugenommen hatte, hat sich der Stand von Mitte bis Ende Januar nur mehr um rund 129 OOO erhöht. Im Vergleiche hiermit ist die Zu­nahme der Belastung der beiden versicherungsmäßigen Unter­stützungseinrichtungen zwischen den beiden letzten Stichtagen noch stärker gewesen. Sie betrug runb 228 000. In der Ar­beitslosenversicherung allein wurden am 31. Januar rund 2 555 000, in der Krisenfürsorge rund 811 OOO Hauptunler­stützungsempfänger gezählt. Von der Zunahme entfallen rund 156 OOO auf die Arbeitslosenversicherung, rund 72 OOO auf die Krisenfürsorge. Die Zahl der Arbeitslosen wurde am 31. Ja­nuar bei den Arbeitsämtern mit rund 4 894 OOO ermittelt. Die Zunahme gegenüber Mitte Januar beläuft sich auf rund 129 OOO oder 2,7 Prozent.

Ner Stahlhelm hat die 20000 stion zusammen.

Berlin. DerStahlhelm" gibt bekannt, daß die Sammlung der 20 OOO Unterschriften für das Volksbegehren auf Auflösung des preußischen Landtages heute beendet sein wird. Die gesam­melten Listen, die bekanntlich nur innerhalb der Landesver­bände Groß-Berlins und Brandenburgs aufgelegt worden sind, gehen unmittelbar darauf dem Bundesamt desStahlhelm" zu. Dann werde der neue Antrag auf Auflösung des preußischen Landtages spätestens zu Anfang der kommenden Woche gestellt werden.

DieGottlofen-Znternationale" in verkappter Gestalt.

Trotz aller Proteste und im Widerspruch zu den ausweichen­den Antworten amtlicher Stellen wird nun doch die Eottloseu- Zentrale in Berlin errichtet werden. Zwar nicht in offizieller russischer Aufmachung, aber als Zentrale der kommunistischen Opposition innerhalb des Freidenkeroerbandes. Diese Oppo­sition baute ihre Zentrale, dieInternationale proletarischer Freidenker", in Berlin nach dem Muster der Moskauer Stellen auf. Kein Zweifel, daß sie ihre Direktiven und ftnanziellen Unterstützungen von Moskau bezieht, denn sie ist organisatorisch durchaus von dem russischen Gottlosen-Verband beherrscht. Die Wühlarbeit gegen Staat und Kirche wird unter dem Schutz der Immunität kommunistischer Reichstagsabgeordneter betrieben. Und die Behörden versichern, daß sie gegen diese verkappte bol­schewistische Aktion im Herzen Deutschlands machtlos seien.

Steuerliche Belastung der Landwirtschaft in Hessen.

Die amtliche hessische Pressestelle teilt uns mit:

In einigen hessischen Zeitungen ist gelegentlich einer Be­sprechung einem vom Statistischen Reichsamt herausgegebenen Einzelschrift über die Besteuerung der Landwirtschaft in ten­denziöser Weise die Behauptung aufgestellt, daß Hessen von allen Ländern die größte Steuerbelastung der Landwirtschaft habe. Es sind dabei Durchschnittszahlen mitgeteilt, von denen in der angezogenen Veröffentlichung ausdrücklich gesagt ist, daß sie zu einem Vergleich von Wirtschaftsgebiet zu Wirtschaftsge­biet nicht brauchbar seien. Es darf überhaupt bezweifelt wer­den, ob die Unterlagen der Veröffentlichung ausreichend sind, um allgemeine Schlüsse daraus zu ziehen.

Im ganzen sind von 1 950 114 Betrieben im Reich 859 Be­triebe untersucht, in Hessen von 83 822 Betrieben 21. Da von den ausgesuchten Betrieben der kleinste 5 Hektar umfaßt, wäh­rend der weitaus größte Teil aller hessischen Betriebe eine we­sentlich geringere Größe aufweist, so wird schon daraus ersicht­lich, wie wenig stichhaltig die Schlußfolgerungen aus den aus- gewählten Betrieben auf die Gesamtheit der hessischen Betriebe sind. Eine andere Auswahl von Betrieben hätte auch einen anderen Durchschnitt ergeben.

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Bölter in Waffen.

Zwölf Jahre sind seit Kriegsende vergangen, sechsmal hat der vorbereitende Abrüstungsausschuß des Völkerbundes getagt, in Wort und Schrift wurde diskutiert und geplant - und doch ist das Abrüstungsproblem, diese Schicksalsfrage Europas, heute noch einer Lösung sehr fern. Das Ringen um allgemeine Rü­stungsbeschränkung geht weiter: binnen Jahresfrist, auf der Abrüstungskonferenz, soll es in sein entscheidendes Studium treten. Bis zu einer wirklichen Abrüstung ist jedoch wie ein Blick auf den Rüstungsstand ter Nationen zu Anfang dieses Zahrcs beweist ein sehr weiter Wsg. Noch starren die Völ­ker Europas in Waffen!

Die finanziellen Aufwendungen für die Landrüstung sind geradezu gewaltig. Eine ganze Reihe von europäischen Staaten gibt mehr als ein Fünftel des gesamten Staatshaushalts allein für Heereszweâe aus. Poleu (31 Prozent) und Frankreich (27 Prozent) sind als erste zu nennen; auch Spanien, Portugal, Rumänien, Jugoslawien, ja selbst so kleine Länder wie Litauen und Lettland gehören in diese Gruppe. Uebe raus groß sind ferner die Unterschiede in der Heeresstärke. Von Sowjet-Ruß­land abgesehen, das außerhalb des Völkerbundes steht und mit seinen 154 Mill. Einwohnern die größte Armee besitzt (Friedens­stärke 1,2, Kriegsstärke 6,0 Mill), marschiert Frankreich unbe­stritten an erster Stelle. Es hält bei einem Bcvölkerungsstande von 41 Mill. Einwohnern nicht weniger als 656 OOO Mann ständig in Waffen. Das etwas größere italienische Volk ver­fügt über ein Friedensheer von 388 000 Mann. Um aus der Fülle des Materials noch einige Beispiele aus unserer nächsten Nachbarschaft herauszugreifen: Belgien (8 Mill. Einwohner) hält sich ein Friedensheer von 66 000 Mann, die Tschechoslowakei (14,6 Mill. Einwohner) ein solches von 14 OOO Mann, Polen (30% Mill. Einwohner) eines von 299 OOO Mann. Inmitten dieser stark bewaffneten Länder liegt Deutschland,das Herz Europas", in strategisch besonders ungünstiger Lage. Seine Einwohnerzahl ist so groß wie die Frankreichs, Belgiens und der Tschechoslowakei zusammengenommen. Seine Reichswehr von 100 OOO Mann erreicht demgegenüber zahlenmäßig noch nicht einmal ein Achtel der Friedensheere dieser drei Länder. Die riesige Kluft zeigt sich aber erst in ganzer Ausdehnung, wenn man auch die voraussichtlichen Kriegsstärken berücksichtigt, und zwar Frankreichs mit 4%, Belgiens mit 0,6, Polens mit 3,2 und die der Tschechoslowakei mit 1,3 Mill. Mann. Etwa jeder neunte Franzose, jeder neunte Pole, jeder elfte Tschechoslowake, jeder dreizehnte Belgier würde im Kriege Soldat sein. Deutsch- land hingegen wäre zu seiner Verteidigung auch im Ernstfalle nur auf 100 OOO Mann angewiesen Noch krasser sind die Un­terschiede m der Ausrüstung der Heere. In der Mehrzahl der Länder hat man alle technischen Fortschritte für die Stärkung der Heereskraft nutzbar gemacht, die technischen Kampfmittel gewaltig vermehrt. Deutschland jedoch steht weit, unverhält­nismäßig weit zurück. Nicht nur hinter anderen Großmächten, auch hinter kleineren Völkern. Einige Beispiele: unsere Ver­teidigungsmittel beschränken sich auf 22 schwere Geschütze; Bel­gien hat deren 271, Frankreich 1 200 (ohne Bestände der Festun­gen), Polen 414, die Tschechoslowakei 412. Wir haben keine Kampfwagen, keine Militärflugzeuge. Das kleine Belgien be­sitzt demgegenüber 65 Tanks und 234 Flugzeuge. Frankreich verfügt sogar über 1 800 moderne Tanks (ohne älteres Ma­terial) und im Kriegsfälle über nicht weniger als 2 500 Mili­tärflugzeuge, Polen über 320 Tanks und etwa 1000 Flugzeuge, die Tschechoslowakei über 60100 Tanks und 850 Flugzeuge. Solche Beispiele ließen sich beliebig vermehren. Bei der Aus­rüstung mit Maschinengewehren, leichten Geschützen, Reserve­material und im Festungsbau überall die gleiche, abgrund­tiefe Unterlegenheit Deutschlands. Ein auf die Dauer unerträg­liches, unhaltbares System!

Organisationstagungen und öffentliche Kund­gebungen der Deutschen Staatspartei in Hessen.

Am Samstag, dem 28. 2., nachmittags, findet für die Pro­vinz Starkenburg in Darmstadt und am Sonntag, dem 1. 3., nachmittags, für die Provinz Rheinhessen in Mainz je eine Organisationstagung der Staatspartei statt. Auf beiden Ver­anstaltungen wird Dr. Theodor Heuß, M. d. R. und Mit­glied des geschäftsführenden Reichspartetoorftandes sprechen.

Im Anschluß an diese Tagungen finden voraussichtlich am Samstag abend in Darmstadt und am Montag, dem 2. 3., abends, in Mainz öffentliche Kundgebungen der Staatspartei statt.

Auch in Oberhessen sollen demnächst ähnliche Veranstaltun­gen stattfinden.

Frankreichs Arbeitslosigkeit.

Paris. Im Verlaufe der letzten Parlamentsdebatten über die Arbeitslosigkeit fragte der Führer der Sozialdemokraten, Leon Blum, den Arbeitsminister nach dem wahren Stande der Arbeitslosigkeit. Nach offiziellen Ziffern gebe es nur 50 000 Arbeitslose, in Wirklichkeit betrage die Zahl der gänzlich Ar­beitslosen 450 000 und der teilweise Arbeitslosen eine Million. Der Minister entgegnete, daß nach seinen Informationen 90 OOO Arbeiter vollkommen und 200 000 teilweise arbeitslos seien. Das sozialdemokratische Parteiorgan beharrt heute auf den von Leon Blum angegebenen Ziffern.