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Gießener Rettung
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^ä1 Politische Rundschau.
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ic sich in kr $ Die Tagesordnung zur 122. Sitzung — der letzten Sitzung des testet. QlQ': ttHessischen Landtages — auf Dienstag, den 13. Oktober, vor- ttags 10 Uhr umfaßt 26 Punkte. Als größte Regierungsvor- |c wird lediglich das Naturschutzgesetz verabschiedet werden.
Fahrs
^r-s-gGch,
^"^ ^P^D ft ^cr «dieweil« . -° un^ Übn (»berufen worden. . ^ ’^ti^te&i I Der Reichsrat stimmte am Donnerstag den drei internatio- ^WUawr, I alen Abkommen zur Vereinheitlichung des Wechselrechtes zu.
,c öderen in Ri^3 An der Donnerstag-Sitzung des Hauptausschusies des Deut- roßen. ^^n Industrie- und Handelstages sprach Reichshankpräsident
Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Montag 17 Uhr
isöerbanb!
£ Luther über Reichsreform und Wirtschaft, wobei er ein er-
Mtes nachdrückliches Bekenntnis zur stabilen Währung ablegte.
-°ch den Richtlinien ^ ________________________________.., _______
r ^em gegründet, > Kmdespräsidentcn Millas mit 109 von 203 abgegebenen Stim- tyenene 32-seitige »n abermals für vier Jahre zum Bundespräsidenten gewählt.
[en-Gräffnungsprogtani kt Heimatblock war der Wahlhandlung ferngeblieben.
ler und Kapellen on?. ^ Während des Besuches Lavals in Washington wird außer
Die österreichische Bundesversammlung hat den bisherigen
irf eine sehr zielbm. h Reparations- und Schuldcnsragc auch die Sichcrheitssragc den direkten Bezug m drisch ausgenommen!
langor-Echallplatte,» lostet 1,70 RM., ^ zuzüglich Porto.) ü: | t mit Gutschein für r i?
pischen Hoover und dem französischen Ministerpräsidenten bestochen werden.
Meldungen aus Tokio zufolge nahm das japanische Aus- wrtige Amt zu den Vorgängen in der Mandschurei in einer Seife Stellung, die Anlatz zu ernstesten Besorgnissen gibt.
Die japanische Flottenleitung hat 19 Kriegsschiffen Befehl
Lendet der Echallplâ erteilt, nach chinesischen Häsen in See zu gehen, und zwar fünf ; Berliner Straße t!! lliicgsschiffc nach Schanghai, 2 Kriegsschiffe nach Hankau und je
ter.
„Mord und löffelet itt Elvenspotl. Limit einem Mem^.' I
riis nach Nanking, Port Arthur und verschiedenen anderen süftenstädten.
In Schanghai und Nanking liehen die japanfeindlichrn konkottausschüssc die Kaufleute, die japanische Waren feil- hiiltcn, in großen hölzernen Käfigen durch die Stadt fahren,
si datz das japanische Eejchästsleben völlig lahmgelegt ist.
In einer vom Einheitskomitee sozialdemokratischer und leitet 350 Xff - U^munistischcr Arbeiter einbcrufcnen stark besuchten Versamm-
5 ^-_^Ä in Mannheim vollzog Mittwoch abend der aus der Sozial-
t ^molratischcn Partei ausgeschlossene Mannheimer Stadtpsarrer
***“, ■' •« seinen Übertritt »ur «ommuniftWn P°r,°i.
. Bei Haussuchungen in Bad Salzungen wurden drei kom- »"istische Funktionäre sestgenommen.
Buchonpan ‘. Pressemeldungen zufolge steht die Verhaftung des Dienst- T, W 09 lichtes Kurt Battels im Zusammenhang mit dem Eisenbahn- !^ âuf am 1 M . Schlag bei Jüterbog. Bartels bestreitet jedoch jede Verbindung, ehendcm Matze M - ^m Donnerstag wurde das neueste Schiff der Reichsmarine, t wurde. Er sc M 1 ^ ncinc Kreuzer „Leipzig", in Wilhelmshaven ’n Dienst ge- Regisieur. Er W
ige auf seine Kosten, ^ic Gcsamtvcrschuldung des Reiches ist im zweiten Quartal
k. Is. um 195 auf 11 537,2 Mill. RM. gestiegen. Davon wurden
■manns Monatsheft. ücin 17fl y^Q RM. durch unverzinsliche Schätzn, rweifungen
^blieben ist, I
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[er Menge von M
Itzünftlgung recht m
Eine vorläufige Ministerliste.
Reichskanzlei und Auswärtiges Amt: Dr. Brüning;
Geschäfts st elle : Gießen, Südanlage Fernsprecher Nr. 2525 und 2526.
Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a.
Gießen
21.
M.
Samstag, -en 10. Oktober 1931
Laval zur Erörterung der Schuldenfrage bedingungsweise bereit.
Newyork. Das Staatsdepartement ist von dem Pariser amerikanischen Botschafter unterrichtet worden, daß Laval bereit sei, die Schuldenfrage zu besprechen. Die Franzosen würden jedoch keiner Schuldenstundungsverlängerung zustimmen, ohne gleichzeitig festzulegen, was den weiteren Stundungsjahren zu folgen habe. Die ,.Newyork Times" erklärten, Hoover sei nach wie vor gegen eine beträchtliche Schuldenminderung oder gar völlige Streichung.
Kandidatenliste des Christlich-sozialen Volksdienstes.
Der Christlich-soziale Volksdienst (Evangelische Bewegung) hat zur Landtagswahl am 15. November folgende Spitzen-Kandidaten nominiert: 1. Greb, Hehrer, MainZfWeisenan, 2. Schmitz, Geschäftsführer, Gießen, 3. Laufer, evang. Arbeitersekretär, Darmstadt, 4. zur Nieden, Iugendpfarrer, Offenbach a. M., 5. Schneider, Studienassessor, Grünberg.
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lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame-Petitzeile 96 Pfg Platz. Vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee-Anzeigen auherdem besondere Ermäßigung
Nummer 81
Ein Notruf!
Gemeinsame Erklärung deutscher Wirtschaftsverbände.
r Ältir. f®*'
Wehrministerium unter gleick^eitiger
Verwaltung des Innenministeriums: Groener;
Finanzen: Dietrich;
Wirtschaft: Warmbold;
Arbeit: Stegcrwald;
Ernährung: Schiele;
Post: Schätzel;
Justiz: Joel;
Ohne Portefeuille: Treviranus.
. Für das Vcrkchrsministerium ist eine endgültige Besetzung ich nicht gefunden worden. Gesprächsweise tauchte in diesem Zusammenhang der Name des Generaldirektors der Reichsbahn- HcUfchaft, Dorpmüller, auf.
Wegen des Innenministeriums sind die letzten Verhandlun- jn noch nicht abgeschlossen. Es wird behauptet, daß Geßler im Lnrie des Freitag nachmittag eine gewisse Neigung zu erkennen stieben habe, in das Kabinett einzutreten und dieses Resiort 1 übernehmen.
MStlsitB und 66«!** |e Ausgabe Oki )iti,
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Kinbenburg empfängt Kitter.
Berlin. Von amtlicher Stelle wurden am Freitagmittag ud) gewisse Mitteilungen dementiert, die davon berichteten, ^ der Reichspräsident in den nächsten Tagen den Führer der ^ionalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, Adolf Hitler, fangen werde. Nach unserer Kenntnis der Dinge hat dieses '^nienti rein formale Bedeutung.
L Es steht nämlich fest, daß für Sonnabend eine Audienz •fllers bei Hindenburg angesetzt worden ist, die auf ein mehrere Mcken zurückliegendes Gesuch Hitlers um die Gewährung einer Mrsönlichen Aussprache zurückgeht.
I Die Bedeutung des Empfanges angesichts der beoorstehen- &n Tagung der nationalen Opposition in Bad Har'churg n lrbt zu verkennen, und zweifellos wird der Empfang nicht nur Ntj wenige Minuten beschränkt sein. Der Reichspräsident |i I ^t vielmehr den Wunsch, sich von Hitler eingehend besten Aus- spsang über die politische Situation darlegen zu lassen. 3mir Hl Hindenburg schon bei früheren Gelegenheiten 9lationa - shialisten empfangen, Hitler aber wird zum erstenmal im -pra- ^mtcnpalais sein.
Sozialistische Ruhmestaten!
Die sozialdemokratische Zeitschrift „Die Gemeinde" bringt folgenden Stoßseufzer: „Bescheidenheit oder? Für einen guten deutschen Spießbürger mit der einzig wahren General-Anzeiger- Gesinnung ist alles Schlechte (also vor allem Steuern, „Korruptionen", Zugverspätungen und überfüllte Omnibusse) Symbol des neuen Staates, Symbol der neuen Kommune. Alles aber, was mit großen Schwierigkeiten geschaffen wurde, wird als selbstverständlich in Gnade hingenommen. Er sicht nicht das urbar gemachte Land, die Dämme und Deiche, die Brücken und Straßen, weiß nichts von den neuen Schulen, Spottplätzen, Krankenhäusern und Volksbädern, den Jugend- und Altersheimen. Er sieht zwar die neuen Siedlungen in Stadt und Land und all die neuen Wohnblocks; niemals aber dentt er daran, daß dieses Aufbauarbeit des neuen Staates und weitsichtiger Kommunen ist. Gas, Wasser, Elektrizität, Kanalisation und Müllbeseitigung, die Abwicklung des Verkehrs, alles ist ihm Selbstverständlichkeit geworden. Was weiß er von der Aufbauarbeit Preußens oder den Kultuttaten der letzten, sozialdemokratisch beeinflußten Braunschweiger Regierung? Er weiß nichts von all dem, was sozialistisch beeinflußte Regierungen und Gemeinden geleistet haben und noch immer leisten.
Aber es ist nicht schlechter Wille, Nicht-sehen-wollen oder -können, sondern schuld ist vor allem unsere allzu große Bescheidenheit. Es genügt nicht nur aufzubauen, wenn nicht alle, die es angcht, sich dieser Aufbauarbeit bewußt werden.
Daß jemand gern Steuern zahlt, kann nicht erreicht werden, daß aber jedem bewußt wird, was von diesen Steuern bezahlt wird, daß jeder den Zweck und die Notwendigkeit einfieht, das kann erreicht werden. „Erbaut von der Gemeinde . . . aus Mitteln der Hauszinssteuer des Jahres 19..“ oder „Erbaut mit Hilfe des preußischen Staates aus Mitteln der Autosteuer und Etatsmittcln des Jahres 19..". Diese und ähnliche Sätze müssen schon bei Beginn des Baues auf Plakaten so angebracht werden, daß sie jedem in die Augen fallen. Einweihungen lassen sich zu Volksfesten ausbauen, Photos und Filme u. a. in den Dienst der Propaganda gestellt, können Tausenden die Augen öffnen. Keine große Mittel sind notwendig, nur ein wenig Schmiß und Talent für moderne „Propaganda".
„Auch dieses Eingesandt krankt," so bemerken dazu die „Kommunalen Nachrichten", Recklinghausen, „wieder an allzu großer SPD.-Deschcidenheit, Dämme, Deiche, Brücken, Straßen, Krankenhäuser, Altersheime, Gas, Wasier, Elektrizität, Kanalisation, Müllbeseitigung, Verkehr usw., alles haben wir den Sozis zu verdanken. Vor 1919 hat's in Deutschland ausgesehen wie in Zentralasien! Es fehlt nur noch der Hinweis, daß seit der Revolution 1642 mal, unter roter Oberleitung natürlich, „die Sonne geschienen" hat. Daß Berlin vor 10 Jahren ein Kaffernkraal war, daß die deutschen Wäldern von 1918 nur aus verkrüppelten Bäumen bestanden hätten.
Von den roten Braunschweiger Kultuttaten haben wir allerdings wenig gehört, wohl aber von den finanziellen Zuständen dortselbst. Warum aber so bescheiden? Warum sollen nur Pappschilder an Bauzäune genagelt werden?
Wir schlagen vor, solide, bronzene oder marmorne Gedenktafeln anzubringen. Zum Beispiel: „Dieser Ausstellungspalast wurde errichtet in Deutschland-. schwerster Zeit, zur Freude des Rcparationsagcnten!" „Für diesen Grüngürtel mußten 148 Bauern zwangsweise von der Scholle vertrieben werden!" „An dieser Siedlung verdiente Genosse X. 2 Millionen und gingen 48 Handwerker pleite!" „Für dieses Stadion mußten 240 Steuerzahler ausgepfändet werden." „Diese Bürgermeistervilla lieh sich der proletarische Führer I. standesgemäß erbauen und einrichten!" „In diesem Sitzungssaal tagten 10 Jahre lang 105 Genossen mit je 15 000 bis 60 000 Mark Jahreseinkommen als Vertreter des deutschen
Proletarints.
werbesteuerzahler der Stadt."
Zn diesem Hause wohnte 1931 der letzte Ee-
Diese Siedlung wurde von der
Bauhütte „Rotes Volk" errichtet. Betreten nur auf eigenes Nisilo'." Nur nicht bescheiden, denn das Sprichwort „Nur Lumpen sind bescheiden!" ist nicht schön. Unter alle Tafeln müssen natürlich „die Namen der Bewilliger in Goldschrift gesetzt werden!"
Das deutsche Volk steht vor der Erschöpfung seiner wirtschaftlichen Kräfte. Wenn es nicht gelingt, noch im letzten Augenblick durch ein entschlossenes Eingreifen eine neue Steigerung der Arbeitslosigkeit zu verhüten und die Grundlage für ihre dauernde Verminderung zu schaffen, drohen unserem Vaterlande die schwersten Gefahren für alle materiellen, ideellen und kulturellen Werte der Nation. Der Zustand der deutschen Wirtschaft ist so bitter ernst, die Kapitalzerstörung und die innere Aushöhlung Der wirtschaftlichen Substanz ist so weit fortgeschritten, daß ein Ausweg nur noch möglich erscheint, wenn die Neichsregierung in kraftvoller Entschlossenheit und in voller Unabhängigkeit von Znterestenten- und Parteipolitik den Weg zu sofortigem Handeln findet.
II.
Die unterzeichneten Verbände der deutschen Wirtschaft haben sich seit 1925 in zahlreichen Erklärungen und Ermahnungen bemüht, die Regierungen und die Parlamente davon zu überzeugen, daß die bisherige Politik nicht nur wirtschafts-, sondern auch volksschädlich gewirkt hat. Ihre Ratschläge sind immer wieder mißachtet worden Wenn sie in diesen, für das Schicksal deutscher Gegenwart und Zukunft entscheidenden Tagen nochmals einheitlich ihre Stimme vor dem deutschen Volk, der Reichsregierung und den Parteien erheben, so fordern sie .Beachtung und Gehör als Sprecher des staatsbürgerlichen Willens von 9HiUionen deutscher Bürger Es sind nationales Verantwortungsgefühl und tiefe menschliche Sorge um das seelische und wirtschaftliche Sein der unter den gegenwärtigen ZTot- ständen besonders schwer leidenden Arbeitslosenmasten, die sie zu dieser Erklärung veranlaßen.
III.
Die Verblendung der Politiker hat die Welt und hat Deutschland in die schwerste Not gestürzt. Die deutsche Wirtschaft ist durch die gewaltpolitischen äußeren Eingriffe eines großen Teiles ihrer notwendigen Grundlagen beraubt worden. Die unheilvollen Wirkungen dieser Eingriffe sind durch die Weltwirtschaftskrise noch versckärft worden. Darüber hinaus ist die Privatwirtschaft durch zahllose, ihre nationale und soziale Leistungsfähigkeit zerstörenden gesetzgebenden NTaßnahmen im Innern in ihrer freien Beweglichkeit gehemmt worden Es beruht auf einer völligen Verkennung der Zusammenhänge, wenn die Privatwirtschaft für die gegenwärtigen Zustände verantwortlich gemacht wird. Gewiß sind Fehler und Mißgriffe vorgekommen, die der verantwortungsbewußte Teil der deutschen Wirtschaft verurteilt und bedauert. Es ist aber Verleumdung, einzelne Verfehlungen in hetzerischer Verallgemeinerung dem gesamten deutschen Unternehmertum zur Last zu legen. Ferner ist ein großer Teil der Maßnahmen, die zu Fehldispositionen und zu Verlusten in der Wirtschaft selbst geführt haben, erst verursacht worden durch das selbstverständliche Bestreben, dem ungeheuren Druck der in den letzten Jahren in Erscheinung getretenen staatlichen Belastungen und Zwangseingriffe auszuweichen. Man darf nicht einen Kapitalismus schmähen, den man eines großen Teiles feiner Wesensart entkleidet hat. Wohl aber ist schärfste Kritik am Platze gegenüber einem politisch diktierten Wirtschaftssystem welches zwischen Kapitalismus und Sozialismus hin und her schwankt und zur Folge hat, daß dem Kapitalismus die Fehler des Sozialismus zur Last gelegt werden.
Die deutsche Politik muß erkennen, daß es zwischen sozialistischen und kapitalistischen Wirtschaftsmethoden kein Kompromiß gibt. Sie muß sich offen und rückhaltlos zu einem Weg ganz bekennen. Daß jede verantwortungsbewußte Entscheidung nur zugunsten des individualistischen Wirtschaftssystems fallen kann, ist uns angesichts der erwiesenen schöpferischen Lebenskraft der freien Wirtschaft und des völligen sczialen und wirtschaftlichen Versagens aller kollektivistischen Versuche unzweifelhaft.
IV.
Die Wirtschaft muß ihrerseits alles daran setzen, Handlungen im eigenen Lager zu vermeiden, die im Widerspruch zum individualistischen Wirtschaftssnstem stehen. Ebenso wie jeder neue Staatseingriff in die Wirtschaft arundsätzlich abgelehnt werden muß, muß auch jede Fehlleitung wirtschaftlicher Kräfte durch Subventionen unterbleiben Darüber hinaus hat die Wirtschaft die Pflicht, alle Wege zu beschreiten, die eine Auflockerung des Preisniveaus herbeizuführen geeignet sind Damit steht aber in unlösbarem Zusammenhang, daß die Regierung sofort und umfaßend die wirtschafts-, finan; und sozialpolitischen Maßnahmen durchführt, ohne die die notwendige Kostensenkung und Kostenauflockerung unmöglich ist.
V.
Die wirtschaftspolitische Entwicklung der ^Nachkriegszeit ist gekennzeichnet durch das Bestreben, den Auswirkungen der außen- und innenwirtschaftlichen Belastungen durch eine staatliche Zwangslohnpolitik, durch eine übertriebene Ausweitung der Sozialversicherung und durch eine Ueberspennung des Fürsorgeprinzips zu entgehen. Die aus diesen Tendenzen entstandenen Eingriffe haben die bestehende Not der wirtschaftlich Schwachen wesentlich mitverschuldet und die Zahl der Arbeitslosen aefteiaert. Parallel damit hat der Aufwand der gesamten öffentlichen Hand