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Samstag, den 4. April 1931.
Lokales.
Ostern!
Wir haben deiner geharrt mit verlangendem Herzen und grüßen dich, da du .gekommen bist, aus der Tiefe unserer Seele. Ringen sich deiner Glocken Töne auch nur mühsam durch die Notschreie dieser schweren Zeit, künden sie uns doch Frühlings- erwachen! Wie Triumphgesänge ballen sie durch Stadt und Land, in unsere Häuser und in unsere Herzen, erfüllen uns mit Zuversicht und Freude am Leben.
Die ganze Natur, wohin immer der staunende Blick sich wendet, hält ihr Auferstehungssest. Das knospende und sprießende Leben zertrümmert überall die Bande, die der eisige Winter geschlossen, und nur dem Menschen sollte der Ostertag versagt sein? Nein, und tausendmal nein!
Wie die Welt sich mit jedem Lenze verjüngt, so ist es auch dem Menschen gegeben, sich zu erneuern und zu vervollkommnen und sich immer fester und tiefer hineinzugestalten in das Bild dessen, der die Fesseln des Grabes sprengte und den Tod besiegte durch das Leben, der an jenem ersten Oslermorgen von den Toten auferstanden ist und der alle, die sich nach seinem Namen nennen, ausgesordert hat, seinem Beispiele zu folgen.
Dem großen Mysterium der Auferstehung gegenüber ist aber noch immer die bange Zweifelsfrage laut geworden: „Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?", den jene frommen Frauen aufwarfen, als sie an dem ersten Ostermorgen gekommen waren, um den Leichnam des Gekreuzigten zu falben. Aber kaum hatten sie diese Frage mit inbrünstiger Seele getan, als sie gewahr wurden, daß der Stein abgewälzt war, obwohl er sehr schwer gewesen. Es bedarf nur unseres ernsten Willens und unserer ganzen Kraft, um die Schwierigkeiten verschwinden zu lassen, die uns scheinbar die Erreichung unserer Ziel« unmöglich machen wollen.
Wie tausendfach hat sich in der Welt diese ewigwahre Auferstehungstalsache bewährt! Mehrfach, so z. B. 1813 hat unser deutsches Volk sein Ostern gehabt und seine Auferstehung feiern können. Auch heute hängen uns Ketten, die uns unsere Feinde schmiedeten, an den Füßen! Aber wir haben doch den Trost der Zukunft. Darum ergeht immer wieder und wieder an einen jeden von uns der Ruf, Ostern zu halten und aufzuerstehen. Nur die rastlose Erneuevungsarbeit an unserem Menschen kann uns zu Persönlichkeiten stempeln. Der alte Adam muß in täglicher Arbeit ertötet werden, damit der neue Mensch erstehe, so sagt es die Bibel. Und Goethe drückt den Auferstehungsgedanken in den Worten aus: „Denn so lang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde".
Ostern nahe!
So, nun kommen wieder Feiertage. Schon gestern war so eine Art von Wochenende, die Straßen waren voll von Leuten, welche gingen, um sich der Arbeitsledigkeit zu freuen. Den Geschäften ging es auch teils besser, denn überall wurde groß gc= lauft Ostereier. neue Kleider, damit man sich so richtig stolz vor den Bekannten zeigen konnte. Ja, die Wohnung war auch schon ausgeschrubbt, die Fenster waren blank, die Kuchen harrten ihrer Teilung, na, dann kann es ja beginnen.
* Neue Befreiungen von der Bürgersteuer. Das Reichs- arbeitsministerium hat angeordnet, daß sowohl die Empfänger einer Elternrente, wie auch die Empfänger einer Elternbeihilfe auf Grund des Reichsverforgungsgesetzes von der Bürgersteuer befreit sind, da die Elternbeihifte auch nur im Falle der Bedürftigkeit gewährt wird.
* Vorsicht! Auf die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden sei besonders aufmerksam gemacht und jegliches Feueranzünden im Walde und in dessen Nähe, sowie das Wegwerfen von glimmenden Streichhölzern, Zigarren- und Zigarettenresten ist sehr gefährlich und streng verboten.
* Nachsendung von Postsendungen. Dom Postamt wird uns mitgeteilt: Zu Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitge- halten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewährleistet die pünktliche Nachsendung der Post und liegt daher im Vorteil der Empfänger.
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Rite Gsterbrâuche.
Von den mancherlei volkstümlichen Gebräuchen und Sitten, die sich an den Ostersonnabend knüpfen, sind die meisten allerdings der modernen Neuzeit und ihrem Materialismus zum Opfer gefallen. Nur wenige haben sich noch erhalten. Die meisten Bränche lehnen sich an den Glauben, daß die Auf- crstehungsnacht die geeignetste Zeit sei, einen Blick in die 3uhinft zu tun. Die Ostergänge zum Holen des Osterwasiers und andere Bräuche beruhen auf diesem Aberglauben.
Christliche Anschauungen haben sich in diesen Sitten vielfach mit heidnischen vermischt. So ist zum Beispiel während der Oftergänge alles Sprechen streng untersagt, weil sonst die Geister angelockt werden würden,- denn die Geister der Verstorbenen fliegen nach dem Volksglauben während der stillen Woche, der Kartagc, in den Lüften umher.
Auf diesen Aberglauben bezieht sich auch die Sitte der Landleute, die Bäume des Gartens zu schütteln, während in der Kirche das Gloria zum erstenmal wieder angestimmt wird' denn dadurch werden die bösen Geister von dem betreffenden Grundstück vertrieben. Besonders in Böhmen begegnen wir dieser Sitte noch häufig.
Ein anderer Osterbrauch, der immer mehr und mehr verschwindet, ist das Anzünden des Osterfeuers, das früher in ganz Deutschland Sitte war. Auf Bergen und hochragenden Hüveln wurde am Abend vor dem Osterfest ein großes Strohfeuer entzündet, wobei der Aberglaube herrschte, daß die Felder, über die der Hauch hinzögc, vor jeglichem Wetterschaden in dem laufenden Jahre geschützt seien.
Doch immer mehr kommen, wie schon erwähnt, diese aus heidnischer Zeit stammenden Volksbräuch« ab, denen trotz des Aberglaubens doch manch sinniger poetischer Zug zugrunde liegt
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Zasd in Men im Avril mitgeteilt vom Hesi. Iagdklub, Darmstadt.
Der Monat April steht im Zeichen des Vogelzugs. Die Waldschnepfe, die bis zum 15. bes Monats (einschl.) Schußzeit
„Gießener Zeitung-
* Militär-Konzert. Am 1. Osterfeiertag nachmittag findet auf der „Liebigshöhe" ein großes Militär-Streichkonzert vom Musikkorps I1./15 unter Leitung von Obermuzikmeifter Löber statt.
* Theater-Vereinigung (gegr. 1926). Am Montag, dem 8. April (2. Osterfeiertag) .gelangt „Die Zahnlücke", Kommö- die in 3 Akten, zur Aufführung.
Bindet die Handgepäckstücke fester.
Handgepäckstücke, die den Handgepäck-Aufbewahrungsstellen übergeben werden, werden, wie aus Anlaß eines Sonderfalls hervorgehobcn werden mag, nur dann als ein Gepäckstück angesehen, wenn sie fest miteinander verbunden sind. Auf eine Eingabe der Reichsvereinigung der Reisenden und Vertreter im GDA. Hat die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft mitgeteilt, daß Gegenstände, die nur lose miteinander verbunden sind, als mehrere Stücke gelten. Maßgebend für diese Regelung war, daß der Erstatrungsanspruch des Aufgebers, dessen Aufbewahrungsschein nur auf ein Stück lautet, erheblich geschmälert wird, wenn die Gepäckstücke nur lose miteinander verbunden sind. Das Risiko, das der Aufgeber damit übernehme, stehe in keinem Verhältnis zu der geringen Aufbewahrungsgebühr. Die jetzige Regelung der Ansprüche des Aufgebers sichere ihm umfassenden Ersatz. Eine Aufhebung würde nach Meinung der Reichsbahn nicht im Interesse der Aufgeber liegen. Es empfehle sich deshalb nicht, dies zu ändern.
Steuerkalender für April 1931. mitgetcilt von der Südwestdeutschen Revisions- und Treuhano- Vereinigung Frankfurt a. M.
Hessen:
7.: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 31. 3. 1931. Für die Zeit vom i. bis 31. 3. 31, falls im Überweisungsverfahren die bis zum 15. 3. einbehaltenen Beträge M. 200 nicht überstiegen haben. Gleichzetig ist Ledigensteuer der Lohnempfänger abzuführen.
10..: (?inkommcnsteuervoraus;ahlung für das i. Vierteljahr 1931 (außer Landwirtschaft.) lt. letztem Bescheid.
10.: Körperschaftssteuervorauszablung für das 1. Vierteljahr 1931 lt. letztem Bescheid.
10.: Börsenumsatzsteuer für Zitärz 1931 nebst Anmeldung. Bei Vierteljahresabrechnung für das 1. Vierteljahr.
10.: llmsatzsteuervorauszablung und -Voranmeldung für das 1. Vierteljahr (Schonfrist bis 15. April 1931);
20.: Lohnabzug (einschl. Ledigensteuer) für die Zeit vom 1. bis 15. 4. 1931 beim Markenverfahren oder wenn im Ueber- iveisungsverfahren die einbehaltenen Lohnsteuerbeträge M. 200.— überstiegen haben.
Reich:
25.: i. Ziel der staatlichen Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und Gewerbesteuer 1931/32 in Höhe des alten Bescheides 1930/31, falls der neue Bescheid noch nicht zugestellt ist (Schonfrist bis 5. ZIkai 1931).
Aus Ruh und Fern.
Lich. Der Sicher Ostermarkt — Schweine- und Krämermarkt — ist am Dienstag, dem 7. April.
Der Kreis Schotten senkt seine Umlage.
Schotten. Der Kreistag genehmigte den Haushaltungsvoranschlag für 1931 ohne Aenderungen und konnte auf Grund der von der Hessischen Regierung angeorbneten Herabsetzung der Gewerbesteuer um 12 «und der Grundsteuer um 6 v. H. die Kreisumlagen von 97 300 im Vorjahre um 5100 RM. auf 92 200 RM. senken. Die Festlegung der Steuerausschlagssätze bleibt dem Kreisausschuß vorbehalten. Ein Antrag des Kreistagsmitgliedes F. W. Stein-Stumpertenrod (Hess. Landbund), die Hessische Regierung zu bitten, sich bei den Stroßenaerbreite- rungsarbeiten Schotten-Rudingshain im Interesse des regen Durchgangsverkehrs mit drei Achtel der Kosten zu beteiligen, fand einstimmige Annahme.
Offenbach a. M. Für Neu-Isenburg, Klein-Auheim und Zellhausen hat das hiesige Kreisamt angeordnet, daß die Biersteuer auch für das Rechnungsjahr 1931 zu erheben ist. Auf Beschluß des Eemeinderats, also freiwillig, wird diese Steuer in Froschhausen, Götzenhain, Groß-Steinheim, Klein-Steinheim,
hat, lockt den Jäger allabendlich zum Slkich hinaus. Die Ba(; des großen Hahnes beginnt. Man vermeide allzu frühen Abschuß, ehe die Rennen getreten sind. Noch ist im Laufe des Mo- mats Gelegenheit, überflüssige Fasanen-Hähne abzuschießen. Sumpfschnepfen, Trappen, Brachvögel und Kiebitze haben Schußzeit bis tum 15. 4. Der Besuch der Krähenhütte ist im April besonders lohnend, und mancher Raubvogel, den man sonst kaum zu Schuß bekommt, wird dabei erlegt. Streng achte man «uf die Bäume, die Krähenhorste tragen, denn eben wird dem schwarzen Gesindel, das bei uns besonderen Schaden verursacht, am leichtesten Abbruch getan.
Es empfiehlt sich dringend, in der ruhigen Jagdzeit die Büchsen und Flinten vom Fachmanne prüfen und abschießen zu lassen.
Wo es noch nicht geschehen ist, sind Salzlecken an,zuregen, durch Salzpfannenstein«. Der Aufbarl der Gehörne und Geweihe wird dadurch außerordentlich gefördert, die Gefahr des Eingehens von Reh- und Rotwild durch Aufnehmen des jungen Grüns wird durch das Salz verringert. Dauernde Beaufsichtigung des Reviers nach streunenden Hunden und Katzen ist mehr wie je geboten, weil die Tierwelt sich zur Fortpflanzung rüstet. Jedem Hundebesitzer, der glaubt, daß sein „Liebling" nichts anftellr, wenn er ihn draußen in Wald und Feld frei umberlaufen läßt, sei an dieser Stelle eindringlichst Mgerufen: „Hunde an die Leine", denn die Erfahrung lehrt, daß jeber Hund, und wenn er sonst noch so brav und gut erzogen ist, Raub- tiergelüste bekommt, sobald er Wild in der Nähe wittert. Da hilft in den meisten Fällen kein Zuruf und kein Pfeifen mehr. Welch unsagbare Qualen das Jungwild auszuhalten hat, wenn es von Hunden zu Tode gehetzt und gerissen wird, und wie groß der Schmerz des Muttertieres ist, wenn es sich seiner Jungen beraubt sieht, kann nur der ermeßen, der solches einmal zu gesehen hat, und der mit ben Geschöpfen unserer Natur fühlt
Nr. 27
Mainflingen, Lämmerspiel, Obertshausen, Rembrücken und Steinbach erhoben. Die Erhebung ist unbefristet, läuft also nicht mit dem Rechnungsjahr 1931 ab. — Zinsfußerhö hung. Um das Abziehen größerer Einlagenbeträge zu unterbinden, erhöht die Städtische Sparkasse den Zinsfuß für Spareinlagen, und zwar für Einlagen bis zu 5000 RM. um %, für höhere Beträge um K v. H.
Rüsselsheim. Mit Wirkung vom 1. April wird in unserer Stadt für den Gasverbrauch ein neuer ermäßigter Tarif eingeführt werden. Es sind zu zahtan bei einem monatlichen Verbrauch bis zu 50 Kubikmeter pro Kubikmeter 22 Pfg, 51 bis 150 Kubikmeter 20 Pfg, ibi bis 250 Kubikmeter 18 Pfg., 2 51 bis 500 Kubikmeter 16 Pfg., darüber hinaus 14 Pfg.
Grotz-Auheim. Vier elfjährige Schuljungen steckten die Rasenfläche des ehemaligen Exerzierhofes in Brand. Das Feuer griff rasch um sich und vernichtete noch 2 Aarflächen
Darmstadt. Aus Anlaß der im September in Darmstadt stattfindenden Iahrestagnng des Rcichsverbands bildender Künstler Deutschlands wird unter Leitung der Neuen Hess. Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst vom 2. Äuglet bis Ende September eine Kunstausstellung der Hess. Künstlerverbände auf der Mathildenhöhe zu Darmstadt stattfinden.
Furchtbares Familiendrama.
Aschassenburg (Main). Die von ihrem Ntann getrennt lebende Bankbeamienfrau Therese Möhn erschoß am Donnerstag früh ihre drei Kinder und ihre Schwester und stürzte sich dann aus dem 4. Stockwerk auf die Straße. Die Frau starb auf dem Transport nach dem Krankenhaus. Die entsetzliche Tat ist auf Familienzwistigkeiten zurückzuführen.
Siegen. In einem abseits des Bahnhofes Krombach stehenden Schuppen wurde von der Polizei eine Falschmünzerwertstatt ausgehoben und die beiden Geldmacher, der Müller Gottfried Belitz und sein Sohn Paul, dem Gefängnis in Siegen zugeführt. Es wurden Fünfmarkstückc hevgestellt. Der Sohn fuhr nach jedem gelungenen Guß den Vater in einem Auto in die benachbarten Kreise Wittgenstein. Biedenkopf und Dillenburg, wo er in abgelegenen Ortschaften in kleinen Geschäften die Falschstücke an den Manu brachte.
Unglück auf der Zeche „Sachsen".
Hamm (Wests.). Am Donnerstag morgen erfolgte im Untertagebetrieb der Zeche „Sachsen" ein Gebirgsschlag. Das Staatliche Bergrevier gibt darüber eine Mitteilung heraus, in der es heißt: Auf Zeche „Sachsen" hat sich heute morgen tun vor 5 Uhr ein Gebirgsschlag in Flöz 16 (Präsident) ereignet. Zwei Mann wurden durch Kohle verschüttet, elf Mann leicht verletzt
Neue Bücher.
Wie schreibe ich meine Briefe? Neubearbeitet von Erich St ollfuß. Verlag Wilh. Stollfuß, Bonn. Preis RM. 1.25. Das vorliegende vollständig neubearbeitete Bändchen aus der Sammlung „Hilf dir selbst" will allen denen, die bisher keine Gelegenheit hatten, sich eingehender mit dem Briefwechsel zu befassen, die Möglichkeit geben, dieses zu erlernen. Klare zu- verläsiige Anleitungen.
Handbuch für Kreuzwort-Rälseljreunde. Von R. Walter. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.25. Das Kreuzworträtsel ist auf seinem Siegeszuge allgemein bei den bildungsbeflissenen Kreisen leidenschaftlicher Aufnahme begegnet. Zn schlagfertiger Form ist in diesem Bändchen der Sammlung „Hilf dir selbst" für die Kreuzwort-Rätselfreunde eine Sammlung aller zweibuchstabigen Wörter, Namen und Wortkürzuirgen.
Sich erfolgreich bewerben! lautet der Titel einer weiteren Schrift der Sammlung „Hilf dir selbst", von F. H. Hoffmann. Verlag Wilh. Stollfuß in Bonn. Preis RM. 1.—. Das vorliegende Buch behandelt das Stellensuchen nicht nur nach dem „Wie" des Bewerbens, sondern vielmehr, um was man sich bewerben soll.
Biele schätzen die gebratenen Papageien, Aristoteles dagegen zog Kamelfleisch allem anderen vor, die alten Römer schwelgten in Flamingo-Hirnen. — Das ahnten Sie nicht?! Der Artikel über diese seltsamen Braten ist nur eins von den vielen bunten, interessanten Ostereiern, welche die Osterfestnummer der „Woche" in ihren Seiten versteckt hat.
Perantwortlich: Patzs Tyriftian Klein in Gießen
vor 15 Jahren,
3. April. Die türkische Flotte bringt bei Odessa zwei russische Schiffe zum Sinten; dabei läuft der türkisch« Kreuzer „Medftdie" auf eine Mine und sinkt. — 5. Gesamtergebnis der 4. Kriegsanleihe. 10 712 Millionen Mark. — Verhaftung Liebknechts. — Friedensforderung Bethmann-Hollwegs. - 8. Bethincourt wird genommen. — 17. Die Russen besetzen Trapa- dunt. — 18. Tod des Generalfeldmarschalls v. d. Goltz 25. Luftschiffangriff auf London, Colchester und Ramsgate. — 26. Casement, der irische Freiheitskämpfer, wird gefangen genommen. 28. Vorstoß am Narocz-See, 5 656 Gefangene. 29. Besetzung von Kut el Amara; 13 000 Gefangene.
Humor.
Vorsichtig.
Kellnerin: „Jesses, Herr Wirt, kommen's schnell 'rauf! Im Tanzsa-al droben san schon zwoa über'n Haufen g'stochen wor'n!"
Wirt: „Ra, san denn fei* andern mehr heroben, daß i 'grad der dritte san soll?"
Boshaft.
Schauspieler (als Richard III. auf einer Provinzbühne): „Ein Pferd! Ein Königreich für ein Pferd!"
Stimme von der Galerie: „Tut's ein Esel nicht auch?" Schauspieler: „Ja, kommen Sie nur 'runter?"
Folgerung.
Herr: „Ach — wenn die Frauen erst mit der Vernunft an- fangen . . ."
Dame: „Aber, bitte, die Vernunft ist doch weiblich!"
Herr: „Ra ja, deshalb hält sie es auch mit den Männern!"
Treffliche Antwort.
A.: „Du bist wirklich nicht so dumm, wie du aussiehst" B: „Eben darin unterscheiden wir uns voneinander."