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Kießener Jertung

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Ftlft laji,^ J In sein 85. Lebensjahr trat gestern unser Reichspräsident von dien n^.., Oldenburg. Was er in seinem langen arbeitsreichen Leben für

Druck und Verlag von Albin Klein in Geschäftsstellen Gießen. Südanlage Fernsprecher Nr. 2525 und 2526.

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Samstag, den 3. Oktober 1931

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Rettame-Petitzeile 96 Pfg Platz- vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholung Rabatt. Für Dollklischee-Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung

Nummer 79

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Ot» deutsche Volk geleistet, steht mit ehernen Lettern im Buch der gplhichte verzeichnet. Mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit und chfürchtiger Liebe gedenkt feiner an diesem Tage das deutsche Stil.

Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung iti Arbeitsvermittlung hat am Donnerstag beschlossen, die Un- ttlitützungsdaucr von 26 auf 20 Wochen hcrabzusctzcn, bei Saison- aticitern auf 16 Wochen. Diese Maßnahme erfolgte bei einer Sinahme eines Höchstsatzes an Arbeitslosen von 6>2 Millionen. Dk Neuregelung tritt am 5. Oktober in Kraft.

Zu den beiden letzten Wochen zeigte der Neichsbankausweis eiicit Devisenverlust von 100 Mill. RM.

Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Splembcr 1931 durch denReichsanzeiger" 1341 neue Konkurse «sic die wegen Masscmangels abgelehnten Anträge auf Kon- Alseröfsnung und 743 eröffnete Vergleichsverfahren bckannt- gqcben.

Der Partcivorstand der SPD. hat den Reichstagsabgeord- I6C11 Andreas Portune, der den Wahlkreis Hessen-Nassau Beitritt, aus der Sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen.

Der Vorstand der SPD. hat den Bezirksvorstand der Sozial- denolratischen Partei Mittelschlesiens ermächtigt, Dr. Eckstein ib Ziegler mit sofortiger Wirkung aus der Partei auszu- i»>cßen.

Zn einer von etwa 3000 Personen besuchten Kundgebung in fort lau wurde gestern abend nach Referaten der aus der S.P.D. «-geschlossenen Rcichstagsabgeordnetcn Ziegler und Seydewitz duSozialistische Arbeiterpartei Deutschlands" gegründet.

Die kommunistische Streikbewegung im Ruhrgebiet hat sich «idi Freitag nicht weiter ausdehnen können. Hauptsächlich hält 'it [id) noch in den Revieren Hamm und Krefeld, während die Frirfe Essen und Duisburg schon wieder beinahe streikfrei sind.

Ein schwerer kommunistischer Feucrüberfall auf Rational- '^alistcn, bei dem ein Nationalsozialist durch einen Schuß schwer «»letzt wurde, hat sich in der Nacht zum Donnerstag auf der strafte von Geltow nach Werder bei Berlin zugetragen.

In der Berliner Metall-Industrie und im Berliner Einzel- hndel find Mittwoch rund 2000 Angestellte gekündigt worden.

Der Verband Thüringischer MetallindustrieUcr hat am Mittwoch das Lohnabkommen gemäß Schiedsspruch vom 18. De- i«b<t 1930 zum 31. Oktober 1931 gekündigt. Von dieser Kün- tyung werden Uber 20 000 Arbeitnehmer betroffen.

Zn der Deutschen Lufthansa ist man jetzt gezwungen, infolge äh Wirtschaftskrise zu starken Betriebseinschränkungen über= pichen. Allein 134 Flugkapitänen und Piloten ist getünbigt naben.

Der Außenpolitiker desEcho be Paris", Pertinax, kündigt tieinem aus Berlin datierten Aufsatz an, daß in den nächsten Achen zwischen Paris und Berlin wichtige Verhandlungen über de Abrüstung geführt werden sollen.

Dem Reichstag in Kopenhagen wurde der Abschluß des Aiatshaushaltes für das Rechnungsjahr 1930=31 vorgelegt, wo- >»ei sich ein Ueberschuß von 25, 6 Millionen Kronen ergab.

Vielfach will man aus den Kursentwicklungen der letzten heben Tage schließen, daß der Pfund-Sterling-Kurs jetzt eine 10113 erreicht hat, auf der er für eine Zeitlang ziemlich fest und inntänbcrt beharren wird.

Die Kollektioverträge einer der wichtigsten schwedischen ! llUustrieen sind von Arbeitgeberseite gekündigt worden. Ueber bilden Arbeiter sind davon betroffen, darunter die Hütten- und iWrkstattarbciter.

Admiral Byrd hat eine neue Südpolexpedition angekündigt, Iri etwa l^ Jahre dauern soll. Der Zeitpunkt für den -lliibruch steht noch nicht fest.

Auf ihrem Flug in den wärmen Süden sind Tausende von 2t»albcn in der Umgebung von Wien von einem Kälteeinbruch iiJttafdjt worden. Der Wiener Tierschutzverein hat die erschöpften Sitte im Flugzeug nach Venedig bringen lassen.

China ist von einer neuen Ueberschwemmungskatastrophe ' 'kiingesucht worden, die 25 000 Todesopfer gefordert hat.

Ordnung werden erneut alle Devisenbestände, und zwar soweit sie insgesamt bei einem Pflichtigen 200 RM. übersteigen, zur Anbietung und zum Verkauf an die Reichsbank aufgerufen. Stichtag für die Aufrufung ist der 2. Oktober. Die Anmelde­pflicht ist bis zum 10. Oktober zu erfüllen. Die Verpflichtung besteht auch für diejenigen Personen, die ihren Verpflichtungen nach dem ersten oder zweiten Aufruf nachgekommen sind. Die in der Amnestieverordnung angeordnete Fristerstreckung bis zum 15. Oktober für die Personen, welche ihre Verpflichtungen aus dem ersten oder zweiten Aufruf nicht erfüllt haben, bleibt be­stehen. Die Anmeldung kann außer bei den Reichsbankanstalten wie bisher bei einer Devisenbank erfolgen, doch liegt die Ent­scheidung über Ankauf oder Freigabe ausschließlich bei der Reichsbank.

Vom 2. Oktober ab sind fortlaufend alle neuanfallenden De­visen, soweit sie nicht auf Grund besonderer Genehmigung der Devisenbewirtschaftungsstellen erworben wurden, insbesondere also die Exportdevisen, ohne Rücksicht auf ihre Höhe, binnen drei Tagen der Reichsbank zum Verkauf anzumelden.

Die Freigrenze, die bisher 1000 RM. für eine Person inner­halb eines Monats betrug, wird auf 200 RM. herabgesetzt.

Gold wird neu in die Devisenbewirtschaftung einbezogen und der Evwerb, die Versendung und die Verfügung über Gold (außer Kurs gesetzte Goldmünzen, Feingold, legiertes Gold, roh oder als Halbfabrikat) einer Genehmigungspflicht unterworfen. Die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung gestatten den Verkehr mit Gold nur noch zu gewerblichen Zwecken.

Die Bestimmungen der Richtlinien über die Erteilung all­gemeiner Genehmigungen zum Verkehr mit Devisen, für Einfuhr, Ausfuhr und eine Reihe anderer Geschäfte werden wesentlich verschärft.

Thüringen löst alle unrentablen Betriebe der Kreise und Gemeinden auf.

Weimar, 2. Ost. Das Thüringische Staatsministerrmn hat eine Verfügung erlassen, wonach alle werbenden Betriebe der Kreise unb Gemeinden, die unrentabel sind, aufgelöst werden müssen. Mit Rücksicht darauf, daß die Betriebe der Kreise und ©emeinben in der Vergangenheit nicht immer wirtschaftlich eingerichtet unb verwaltet worden seien, habe man die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender werbender Betriebe ge­nehmigungspflichtig gemacht. Der damit znm Ausdruck gekom­mene Grundgedanke, daß Betriebe von Greifen und Gemeinden nur dann eine Daseinsberechtigung haben, wenn ihre Wirt­schaftlichkeit gewährleistet ist, müsse auf die vorhandenen Be­triebe Anwendung finden. Alle Betriebe, bei denen diese Haupt- voraussetzungen nicht gegeben seien und auch durch Umstellungs­maßnahmen ohne Inanspruchnahme von Steuermitteln nicht in aller Kürze erreicht werden könne, die also keinen Gewinn ab­werfen, seien alsbald zu schließen. Von dieser Anordnung werden vor allem die rein gewerblichen oder vorwiegend gewerblichen Betriebe aller Art betroffen; ausgenommen sind solche Betriebe, Anlagen und Einrichtungen, die die Kreise und Gemeinden im öffentlichen Interesse zu unterhalten verpflichtet sind.

Revtstonsbewegung in Amerika.

Washington, 2. Okt. Ein verstärkter Druck zugunsten einer Revision der Kriegsschulden und Reparationen wird, wie die amerikanischen Blätter berichten, zurzeit von führenden inter­nationalen Finanz- und Geschäftsleuten auf die amerikanische Regierung ausgeübt. Präsident Hoover habe es aber bisher abgelohnt, irgendeine Mitteilung über seinen StandMntt in dieser Frage zu machen.

Nach halbamtlichen Informationen rechnet man damit, baß internationale Besprechungen über die Revision der Kriegsschul­den und Reparationen spätestens im Frühjahr ftattftnden werden.

Die wirtschaftliche Notwendigkeit

Der Deutsche Städtetag fordert . . .

Die Zukunft des Wohnungsbaues.

Jahre hindurch verhallten die Warnungen und M'ab- nungen der Führer des Hausbesitzes ungehört, »vurden sie in der Oeffentlichkcit mit einer abfälligen Handbewegung abgetan, a^ Intcressentengehcul" gewertet. Die schwere Krise der Gegen­wart hat aber offenbart, wie recht die Führer des Hausbesitzes hatten, wie schädlich es ist, den Haus- und Grundbesitz Jahre hindurch unter ein Sonderrecht und unter eine Sonderbestcue- rung zu stellen. Langsam erkennt man, daß die

Beseitigung von Zwangswirtschaft und Hauszins­steuer eine unerläßliche Voraussetzung ist nicht nur für die Gesundung der Wohnungswirtschaft, sondern der Gesamtwirtschaft.

Langsam wird man sich klar, daß dem wirtschaftlichen Verfall des Hausbesitzes Einhalt geboten werden muß. Zahlreiche Vor­schläge sind in den letzten Wochen der Oeffentlichkeit übergeben worden, die die Grundstückswirtschaft auf eine feste Grundlage zu stellen zum Ziele haben. Einer jagt den anderen! Der von sämtlichen führenden Wirtschaftsverbänden getragene Plan des Präsidenten des Zentralverbandes Deutscher Haus- und Grund­besitzer, Stadtrats Josef H u m a r - München, weist den Weg ins Freie. Doch die Mehrzahl der zur Erörterung stehenden Projekte löst nur Teilprobleme, verkennt, daß Hauszinssteuer und Wohnungszwangsivirtschaft gleichzeitig verschwinden müs­sen. Man zögert! Man mißgönnt! Man glaubt, dem Hausbesitz etivas zu schenken, wenn man ihn restlos von seinen Fesseln befreit, wenn man die Hauszinssteuer restlos beseitigt. Deshalb ist es gut, daß Das kürzlich von der Josef Humar- Stiftung herausgegebene, in Carl Heymanns Verlag erschie­nene Werk Dr. Curt Nawratzkis überBevölkerungsaufbau, Wohnungspolitik und Wirtschaft" offen darlegt, daß die steuerliche Belastung des Hausbesitzes von 500 Mil­lionen Mark in der Vorkriegszeit auf nicht weniger als 3,8 Milliarden Reichsmark gestiegen

ist, daß sie sich fast verachtfacht hat, daß der Hausbesitz auch nach Beseitigung der Hauszinssteuer mit Steuern im Ueber­maß belastet bleibt. Was dem Hausbesitz not tut, ist eine steuerliche Entlastung! Darüber darf und kann kein Zweifel

mehr bestehen!

Das sollte auch

der Deutsche Städtetag, die Spitzen-

(scheiß rhatten S*

Erneute Verschärfung

der Nevifenvorschristen.

Die Entwicklung «der Devisenlage, die sowohl in der starken Konspruchung der Reichobank durch die Ausführung des Sttll- DÜtobfommcns als auch in dauernden erheblichen Ansprüchen »5 der Wirtschaft bei unzureichendem Rückfluß von Export- Strifen ihren Grund hat, macht eine Verschärfung der Devlsen- A°iitschastung erforderlich. Die Verschärfung wird nach drei

langen vorgenommen :

Erneute Anmeldung aller Devisen bestände und nt Anschluß daran fortlaufende Erfassung der Expor kmicii, Mabsetzung der Freigrenze und Kontrolle de^ lanerha -> Zveigrenze erfolgenden Devisenerwerbs; summenmagrge u ititliche Beschränkung der allgemeinen Genehmigungen zum Verkehr mit Devisen.

In einer sechsten Durchführungsverordnung zur .Lcviiimni

Erneute Verhandlungen des Handwerks im RetlhswlrtschaftSmlntsterlum.

Die wachsende Notlage im Handwerk.

Der stellvertretende Reichswirtschaftsminister, Staatssekre­tär Dr. Trendelenburg, empfing am 30. September in Gegenwart des Reichskommisiars für das Handwerk und das Kleingewerbe Vertreter des Reichsoerbandes des deutschen Hand­werks zu einer Aussprache. Als besonders vordringlich behandelt wurde die Frage der Schaffung eines einheitlichen Zentralkredit- instituts für die gewerblichen Genostcnfchaften. Unter Hinweis auf die Beschlüsse, die kürzlich der Wirtschaftspolitische ^Aus­schuß im Reichsverband des deutschen Handwerks zu dieser Frage gefaßt hat, und unter Vorlage von Material aus dem Reichs­gebiet wurde die OTotwendigkeir einer alsbaldigen Entscheidung der Reichsregierung in dieser Frage stark bctonL In Zusam­menhang damit wurde von Den Vertretern des Reichsverbandcs über die ständig wachsende Notlage des Handwerks berichtet und auch hierbei die ZTotwendigkeit einer organisch gesunden und vor allem in den Zinssätzen tragbaren Kredilorganisation bervorge- hoben. Der Staatssekretär Dr. Trendelenburg erkannte die Berechtigung der Sorgen des Handwerks an und erklärte sich bereit, auf eine baldige Entscheidung der Reichsregierung binzu wirken.

Organisation der großen Kommunen, nicht verkennen, der erst vor kurzem erklärt hat, daß dem Drängen des Hausbesitzes auf eine überstürzte Aenderung nachzugeben, kein Anlaß vorliege. In seiner an den Reichskanzler gerichteten Eingabe weist er darauf hin, daß, wenn an den Grundpfeilern der Hauszins­steuer gerüttelt werde, auch die Frage der Aufwertung erneut aufgerollt würde, eine Wirkung, die sowohl in wirtschaftlicher wie staatspolitischer .Beziehung durch die in das Wirtschafts­leben getragene erneute Unsicherheit überaus bedauerlich sein würde. Die vom Hausbesitz in Aussicht gestellten Vorteile für Reich, Länder und Gemeinden, durch die mit der Beseitigung und Umformung der Hauszinssteuer eintretende allgemeine Wirtschaftsbelebung und die mit ihr Hand in Hand gehende Steigerung der Steuererträge stellteu zum erheblichen Teil vage Hoffnungen dar, auf denen der öffentliche Haushalt nicht aufgebaut werden könne- Es müßten wenigstens die Grund­lagen erhalten bleiben, auf denen ein sozialer Kleinstwohnungs­bau später gefördert werden könne. Außerdem müßten in den allernächsten Jahren die Beträge abgedeckt werden, die von den Gemeinden im Vorgreifen auf die Hauszinssteuer und auf lang­fristige Wohnungsbauanleihen ausgegeben und durch kurzfristige Verschuldung aufgebracht worden seien. Auch müßten Mittel für auf Jahre hinaus zugesagte Zinszuschläge der Gemeinden gesichert bleiben.

Der Deutsche Städtetag vertritt also nach wie vor die irrige Auffassung, daß der Wohnungsbau noch auf Jahre, vielleicht auf Jahrzehnte hinaus der öffentlichen Subventio­nierung bedarf, obwohl doch in Wirklichkeit die zukünftige Wohnraumerstellung ruhig der privaten Initiative und dem freien Kapitalmarkt überlassen werden kann. Der Wohnungs- fehlbedarf, oer durch das Stocken der Bautätigkeit im Kriege und in den Inflationsjahren entstanden war, kann doch als ab- gedeckt betrachtet werden.

Der Wohnungsmarkt ist schon übersättigt!

Altbau- und Rkeubauwohnungen gibt es auch zu relativ nied­rigen Mietpreisen bereits in Hülle uno Fülle. Diese Fest­stellung macht auch das Institut für Konjunkturforschung in den von ihm herausgegebenenVierteljahrsheften zur Kon­junkturforschung" (6. Jahrgang 1931, Heft 2, Teil B).

Dieses halbamtliche Institut weist darauf hin, daß in den ersten Jahren nach der VIährungsstabilisierung in fast allen Teilen Deutschlands ohne die Gefahr einer den Bedarf über­steigenden Wohnungserstellung gebaut werden konnte, da der große Ausfall der Bautätigkeit im Kriege und in der Infla­tionszeit das ganze Reich nahezu gleichmäßig betroffen hatte. Gegenwärtig bestehe jedoch ein

tatsächlicher Wohnungsmangel nur noch in beschränktem Maß. Das Wohnunasangebot entspreche, im ganzen gesehen, mengen­mäßig bereits ungefähr dem objektiven Bedarf. Der künftige