Leichtathletik.
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Mädchen B. 50 Meter: 1. Z Abt (FSpV. Ffm.) 7,5 Set. 2. Körner (MTV. Gießen). 3. Döll (ÄkTV. Gießen) - 75 Meter: 1. L. Abt (FSpV. Fftn.) 10,8 Sek. 2 Lösch (190(L Gießen). 3. Abt (MTV. Gießen). Weitsprung a. d. Standx 1. Abt (MTV. Gießen) 2,27 Meter. 2. Körner (MTV. Gie-
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Ergebnisse:
Gau Di l l.
Flammersbach — Breitscheid 4:0 (3:0)
Gau Fulda
Borussia Fulda — VfB. Gießen 5:2 (5:0)
Alsfeld — Kirchhain 2:1
Gedern — Neuhof 3:3 (2:0)
Altenburg — Hopfgarten 2:2 abgebr.
Leusel 1. — Neukirchen 2. 1:1
Alsfeld 2. — Angenrod 1. 8:3
Gedern 2. — Neuhof 2. 0:4
Alsfeld Igd. — 1900 Gießen Igd. 1:0
Leusel Igd. — Neukirchen Igd. 0:3
Gau Gießen-Wetzlar:
Butzbach — 1900 Gießen 2:4
Watzenborn-Steinberg — Laubach 8:2 (4:2)
1900 Gießen 2. — Lollar 1. 2:10 (2:3)
Holzhausen — Weilburg 0:4
Steindorf — Oberndorf 3:1
Steinbad) 1. — Wetterfeld 1. 2:3
Wiesest — Leihgestern 3:3 (2:2)
Burgsolms 2. — Nauborn 2. 5:4
Oberbiel — VfB. Gießen 3. 2:0
Stosthausen — Werdorf 3:1 (1:0)
Daubringen 2. — Niederwäldern 2. 6:1
Wiesest 2. — VfB. Gießen A. H. 4:4 (2:2)
Steinberg 2. — Steinbach 2. 4:1
1900 Gießen 3. — Lollar 2. 2:3 (0:3)
Albshausen — Allendorf 6:3
Wetzlarer SpV. 4. — Dutenhofen 2. 3:2
VfB. Gießen 1. Igd. — VfB. Aßlar 1. Igd. 3:3
VfB. Gießen 2. Igd. - Dutenhofen 3:0
Steindorf Igd. — Oberbiel Igd. 4:0
Stockhausen Igd. — Werdorf Zgd. 0:1
Erda Igd. — Dlasbach Igd. 2:1
Nauborn Sch. — 1900 Gießen Sch. 1:3
Steinbach Sch. — ViB. Gießen Sch. 0:3
Butzbach Sch. — Rockenberg Sch. 1:1
Leun Sch. — Stockhausen Sch. 4:0
Steinberg 1. Sch. — Wiesest 1. Sch. 0:0
Wiesest 2. Sch. — Großen-Buseck Sch. 2:3 (2:2)
Gau Göttingen.
SC. Eschwege — Kurhessen Kassel 2:5.
Gau Harz-Weser.
Holzminden — Germania Marburg 2:4
Gau Kassel.
Spieloerein Kassel — Union Niederrad 1:5 (0:2)
Tura Kassel — Horas 6:1 (2:1)
Ballspielverein 06 Kassel — Hessen 09 Kassel 2:5 (1:1)
Speisungen — VfR. Lichtenau 3:3 (1:1)
Gau Marburg.
Wommelshausen — Bottenhorn 1:1 (1:0)
Bottenhorn ist Meister der 2. Bezirksklasse
Gladenbach — Biedenkopf 5:2 (3:1)
Breidenstein — Wallau 3:2 (2:2)
Bürgeln — Cölbe 0:1
Cappel 1. t— Endbach 1. 5:5 (2:1)
Marbach 2. — Erdhäusen 1. 11:0
Friedensdorf — Caldern 1:0 (0:0)
Wolfyruben — Eckelshausen 5:5 (3:2)
Feudingen 2. — Hilchenbach 1:2
Gladenbach 2. — Biedenkopf 2. 4:2 (2:1)
Bürgeln 2. — Cölbe 2. 2:2
Breidenstein A. H. — Wallau A. H. 1:3
Gladenbach Igd. — Wetzl. SpV. 1. Igd. 4:2 (2:1)
Laasphe Igd. — Herbertshausen Igd. 6:2 Gladenbach Sch. — Erdhausen Sch. 2:1 (0:0)
Schiedsrichter Guyenz f.
Mit aufrichtiger Anteilnahme wird die große deutsche Fuß- ballgemeinde die Nachricht aufnehmen, daß der ansgezeichnete Schiedsrichter Willy Guyenz-Efsen im Alter von nur 36 Jahren am Donnerstag voriger Woche plötzlich gestorben ist.
Seine strenge Sachlichkeit und Objektivität verschaffte ihm in ganz kurzer Zeit den Ruf eines hervorragenden Unparteiischen, als welcher er für viele internationale Spiele herangezogen ist. ?koch am Pfingstmontag leitete er in Kopenhagen den Länder- iampf Dänemark gegen Norwegen und acht Tage vorher das Meisterschaftsspiel zwischen Hertha-BSC. und Spielvag. Fürth, an dessen peinlichem Ende er nicht die geringste Schuld trug. Aus Kopenhagen kam Guyenz bereits krank zurück. Die Aerzte führen seinen Tod auf eine Lebensmittelvergiftung zurück.
Der Mittelstürmer von Hollywood.
5. Fortsetzung.
Kein Wort wurde zu Marr gesprochen, bis er sich umgekleidet hatte; dann kam Sage, der Trainer, und berührte ihn am Arm.
„Der Chef will mit dir sprechen, mein Junge," sagte er. „Du bist all right, kümmere dich also nicht darum, was er sagt. Tu weißt, cs ist die Verdauung! Und schau dazu, daß du aus ihm herausschlägst, was du kannst."
Mit diesem Segenswunsch ging Marr hinüber in die kleine Kanzlei, in welcher er am selben Morgen seine erste Unter- icduna mit dem Manager von Hollywood gehabt hatte.
„Nun also," sagte Hollister, als Dick eintrat, ^eine Reseren- cn sind nicht schlecht! Du mutzt natürlich noch viel lernen, doch ich will dich auf einen Monat zur Probe behalten. Nach Ablauf tiefer Zeit, wenn du dich brauchbar erweist, bekommst du sechs Pfund die Woche. Nun?^'
„Ich bin zufrieden," antwortete der andere. Sechs Ptund als regelmäßiges Wochen einkommen erschienen ihm nach seinen kielen Enttäuschungen wie ein Geschenk des Himmels.
„Du bist eine kuriose Neuheit bei der Branche, wenn du kmit zufrieden bist." grunzte der Manager grimmig — wahr- sheinlich war die schlechte Verdauung schuld daran — und randte sich, ohne ein Wort mehr zu verlieren, seinen Papie-
Dex Schatten hinter dem Klub.
Als Marr den Schlackenweg wieder hinabschritt, hörte er :inen Namen rufen. Er blickte sich um und sah Warriner auf ch zukommen. Der kleine Mann sah ohne seinen (xußballdretz anz verändert aus; man hätte ihn ruhig für einen kleinen Gastwirt halten können, was er, wie Marr spater erfahren tollte, euch war. _ • , . _
„Bist du mit Hollister einig geworden? fragte der, alte Internationale mit so viel Wohlwollen in der stimme datz der junge Spieler vor freudigem Stolz errötete. „Du hast dich brav cehalten und wirst keine Schwierigkeiten haben, dich auf deinem Posten zu behaupten; doch darüber wollen wir Ipater Iprechen. Tintiger ist jetzt die Frage, ob du schon ein Quartier halt. Gute Dohnungen lind in Hollywood so selten wie Diamanten, aber Denn du noch nichts hast, dann kann ich dich unterbringen. Ich führe dich zu Mrs. Cox — eine alte, gute Seele, die die meisten
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Turnen, Sport und Spiel
AuS Gießen und Umgegend.
VfB. 08 Gießen.
Borussia Fuida — VfB. Gießen 5:2 (5:0).
Die Liga weilte am vergangenen Sonntag in Fulda zum Spiel gegen Borusiia. Das Spiel ging 2:5 für VfB. verloren. Fulda trat in stärtster Aufstellung an. Der neue Perbindungsstürmer Leugners (früher Borussia Rheine) bedeutet cine>große Verstärkung für Borussia. — An sich ist das Resultat schmeichelhaft. Die Partie stand bei Halbzeit 5:0 für Fulda. — VfB. hatte in der 1. Halbzeit ebenfalls Torchancen. In der zweiten Spielhälfte wurden die Gießener bedeutend besser, insbesondere klappte es im Sturm, der auch durch Sauer und Fehling zwei schöne Tore schoß. Eine glänzende Partie lieferte die Hintermannsthaft der Gießener in der 2. Halbzeit, Borussia kam nicht mehr zu Erfolgen. VfB. trat mit folgender Aufstellung an: Balser II — Dingel, Henrichs — Lehrmund, Kreß l, Leuthäuser - Fehling, Feuster, Haupt, Sauer, Balser I.
Die dritte Mannschaft spielte in Oberbiel gegen die dortige erste und verlor 0:2.
Iugendjpiele:
VfB. 1. Jgd. VfB. Aßlar 1. Igd. 3:3 .
Zwei spielstarke Mannschaften. VfB. führte 3:0. Aßlar kämpfte mit erhöhtem Eifer und vermochte gleichzuziehen. VfB. verschoß ein Elfmeter, während der den Gästen zugesprochene Elfmeter gehalten wurde. — In der zweiten Spielhälfte zeigte der VfB. Sturm ein schönes Spiel. Aber mangelndes Schußvermögen verhinderte Erfolge. — Die 2. Jugend trat gegen die 1. Jugend in Dutenhofen an und gewann 3:0, welches Resultat auch die 1. Schülermannschaft gegen die gleiche von Steinbach in Steinbach erzielen konnte.
Am Samstag, dem 6. Juni, abends 7 Uhr, treten sich nach längerer Pause die Ligamannschaften von Gießen 1900 und VfB. 08 Gießen im Gesellschaftsspiel gegenüber. Da beide Mannschaften in stärkster Aufstellung antreten, dürfte mit einem spannenden und interessanten Kampfe zu rechnen sein. Die Kämpfe der beiden Ortsgegner entbehrten nie des gesteigerten Interesses und auch diesmal wird das hoffentlich faire Spiel beider Mannschaften einen gewissen Anreiz geben.
1900 Gießen 3. — Lollar 2. 2:3 (0:3). 1900 Gießen 2. — Lollar 1. 2:10. (2:3).
Die 1. Mannschaft Lollars lüberfuhr am oergaNigenen Sonntag die Ligareserve der Spielvereinigung 1900 überraschend hoch mit 10:2 Toren. Lollar hatte seine Elf verjüngt und gerade dieses half zum Siege. Die erste Halbzeit waren beide Mannsck)aften ziemlich gleich stark, dem entspricht das Ergebnis. Nach Seitenwechsel aber drängt Lollar den Gegner ganz in seine Hälfte zurück und erzielt in "gleichmäßigen Abständen sieben prachtvolle Tore. Vereinzelte Durchbrüche der Spieloereinigungsleute scheiterten immer an der sehr guten Läuferreihe. Der Hüter der Blauweißen verhütete eine noch viel höhere Niederlage. Der Schiri war sehr gut. — Auch die zweite Mannschaft lief zu guter Form auf und konnte ihrem Gegner mit 3:2 Treffern das Nachsehen geven.
Aus Wieseck.
Wieseck 1. — Leihgestern 1. 3:3 (2:2),
Wiesest 2. VfB. Gießen Alte Herren 4:4 (2:2).
Wiesest 2. Sch. - Großen-Buseck Sch. 2:3 (2:2).
Beide 1. Mannschaften lieferten sich im Rückspiel einen harten Kampf. Durch schöne Kombination kann Wieseck in Führung gehen. Leihgestern wird dem Tor gefährlich, gleicht aus und kann bald darauf noch ein 2. Tor erzielen. Den Einheimischen gelingt es, bis Halbzeit auszugleichen. In der 2. Halbzeit versuchen beide Monnschaften, das Resultat zu verbessern, aber die Hintermannschaften beiderseits verteidigen ihr Heiligtum auf das beste. Trotzdem können die Gäste das Leder zum dritten Tor cinsenden. Die Platzelf setzt nun ihr ganzes Können ein und kann eine halbe Minute vor Schluß durch den Halblinken im Alleingang den Ausgleichstreffer erringen. Das Resultat entspricht wohl dem Spielverlauf, doch wäre ein Sieg für Wiesest verdient gewesen, zumal der Gastgeber das Spiel über die Hälfte mit 10 Mann bestreiten mußte. Schiri Habe r So r n - Gießen gut. — Unsere 2. Mannschaft stand in einem Gesellschaftsspiel den Alten Herren vom ÄfD. Gießen gegenüber. Nach schönem Verlauf endete der Kampf 4:4 unentschieden. Leider kam VfB. um den verdienten Sieg. — Die 2. Schülermannschaft lieferte im Spiel gegen die neuaufgestellte Schülermannschaft von Großen-Buck eine gute Partie und verlor gegen die körperlich Stärkeren unverdient 2:3. — Unsere 1. Schülermannschaft weilte in Steinberg zu East und endete das Spiel dorrselbst torlos 0:0.
Watzcnb.-Steinbcrg 1. — Laubach (Liga) 8:2 (4:2).
Watzenb.-Steinberg 2. — Steinbach 2. 4:1 (2:1).
Watzcnb.-Steinbcrg Schüler — Wiesest Schüler 0:0.
Am vergangenen Sonntag weilte die Liga des FC. Teutonia
von uns in ihr mütterliches Herz geschlossen hat, obwohl sie meint, daß alle Fußballspieler ein schlechtes Ende nehmen müßen. Soll ich dich hinbringen?"
^Ich bin Ihnen sehr dankbar, Mr. Warriner, daß Sie sich die Mühe nehmen wollen," antwortete Dick und hielt dem anderen beide Hände hin.
„Das soll dir den Schlaf nicht rauben," lachte der Mittelläufer. „Aber jetzt, wo du zu uns gehörst, mußt du mich duzan. Nur Schiedsrichter, die ich nicht gut kenne, sagen zu mir Mr. Warriner. Für die anderen und vor allem für unsere Jungen heiße ich Ben. Wird auch für dich gut genug sein, was?^
„Das will ich meinen, Ben!" sagte Dick. „Ich heiße Marr."
„Marr!?" wiederholte Warriner und blieb nachdenklich stehen. „Marr — Marr! — aber natürlich? Jetzt weiß ich, woher ich den Namen kenne. Du bist ja der Bursche, der voriges Jahr für Corinthians und Oxford-Universität gespielt hat. Das wird Hollister mächtig interessieren!"
„Glaubst du? Als er mich heute fragte, für welche Klubs ich schon gespielt hatte, verweigerte ich ihm die Auskunft. Ich sagte ihm. daß ich gern nach meinem Können beurteilt werden mochte, nicht nach dem Rang meines früheren Klubs."
„Ha! Ha! Das wird dem alten Burschen imponiert haben," lachte Warriner. „Aber jetzt mußt du mir schon erlauben, ihm zu erzählen, wo du gespielt hast; ich habe nämlich einen guten Grund dazu, sonst wurde ich es nicht verlangen."
„Das kannst du ohne weiteres. Du kannst ihm auch erzählen, warum ich mich entschloßen habe, Berufsspieler zu werden. Mein Vater hat sein ganzes Geld durch Börsenspekulationen verloren. Er wurde über Nacht bettelarm, und die Aufregung darüber hat ihn getötet. Ich mußte meine Universitätsstudien aufgeben. Ich suchte einen Posten und fand keinen. Dann kam Johnny Bell, unser Trainer, und gab mir den Rat, Berufsspieler zu werden."
„Nun, es gibt ärgere Dinge als das. Natürlich für einen vornehmen Herrn bedeutet es nicht viel Geld, aber es ist ein angenehmes, gesundes Dasein und füllt dich ganz aus. Aber ich plaudere da mit dir und vergeße ganz, daß ich dir eine Wohnung besorgen wollte — da kommt eine Trambahn, die wird uns gleich hinbringen."
Zehn Minuten später stiegen sie in einer netten Dorstadtstraße aus, die aus Zwei Reihen niedlicher kleiner Villen bestand. Vor einem Häuschen, das so sauber aussah, als wenn es mit Seife und Bürste gewaschen worden wäre, blieb Warriner stehen.
Laubach zu dem fälligen Rüstspiel in Steinberg und mußte sich den technisch beüeren und schnelleren Platzbesitzern 8:2 beugen. Da die Steinberger Elf stark eriatzgeschmächt in Laubach eine G:b9licberlagc unverdient hinnchmen mußte, war man allgemein auf dieses Treffen gespannt. 3.15 Uhr gab der Schiri den Ball frei und bereits nach 30 Minuten lagen die Platzbesitzer durch ihr entschlossenes und schönes Flachspiel 4:0 in Führung. Ein Stellungsfehler und ein Elfmeter brachten Laubach zwei billige Erfolge. Die zweite Halbzeit sah Steinberg in großer <yorm. Die körperlich stark überlegenen Gäste konnten sich gegen die kleinen aber flinken Steinberger nicht durchsetzen und mußten sich vier weitere schöne Tore gefallen lassen. — Schiri Philipp war dem Spiel ein gerechter Leiter.
Die 2. Mannschaft hatte die gleiche des Fußballsportvereins 1920 Steinbach verpflichtet. Da ein Schiedsrichter zu dem Spiel nicht angesetzt war, mußte das Amt von einem Zuschauer bekleidet werden. Durch einzelne strenge Durchgriffe behielt er doch das Spiel einigermaßen in der Hand. Im übrigen entspricht das Resultat dem Spielverlauf.
Die 1. Schülermannschaft hatte die Miesester 1. Schülermannschaft zu Gast und konnte nach schönem fairen Spiel nur ein Unentschieden erhalten, obwohl die Steinberger einen Elfmeter bekamen, den der Kleinste über die Latte schoß.
Steinbach 1. — Wetterfeld 1. 2:3.
Steinberg 2. — Steinbach 2. 1:1.
Steinbach Schüler — VfB. Gießen 1. Schüler 0:0.
Vergangenen Sonntag hatte Steinbachs erste die gleiche von Wetterfeld zu Gast und verlor nach spannendem Äampf mit 3:2. Wetterfeld stellte eine äußerst flinke und kräftige Mannschaft, gegen die sich die technisch etwas besseren Steinbacher trotzdem nicht behaupten konnten. Die 2. Mannschaft weilte in Steinberg und mußte eine -1:1-Niederlage gegen die verstärkte Steinberger 2. hinnehmen. Die zum ersten Mal auf dem Plan tretende Schülermannschaft hatte die 1. vom VfB. Gießen zu Gast und verlor nach sehr schönem Spiel mit 3:0 Dore. VfB. Gießen stellte eine körperlich kräftige Mannschaft, die den sehr eifrigen Steinbachern viel zu schaffen machte. Ein 3:2-Ergebnis hätte dem Spielverlauf eher entsprochen.
Daubringen 2. — Niederwalgern 2. 6:1.
Am gestrigen Sonntage weilte die 2. Mannschaft von Niederwalgern zum fälligen Rüstspiel in Daubringen. Daubringens 2. Mannschaft als Gegner, konnte infolge guter Stürmerleistungen jederzeit das Spiel überlegen gestalten und als sicherer 6:1= Sieger den Platz verlassen. Nachzutragen ist, daß am 2. Pfingst- feiertag die Ligareferve vom PfB. Friedberg als Gast in Daubringen weilte. Die Gäste enttäuschten im allgemeinen stark, so daß Daubringens 1. Mannschaft nach sehr schönem Spiel mit 4:1 (2:1) das Spiel für sich entscheiden konnte.
2. Frauen-Wettkämpfe des VfB. 08 Gießen.
Die 2. Frauen-Wettkämpfe des VfB. 08 am letzten Sonntag reihten sich den vorjährigen wohlgelungen an. Wenn auch die Beteiligungsziffer der Vereine nicht so hoch war, wie bei den 1. Frauenwettkämpfen — es liegt dies z. T. an den z. Zt. herrschenden Wirtschuftsnöten — so war die Veranstaltung doch reich beschickt. Es nahmen teil: IG. Sportverein Ffm., Fußb.SpV. Ffm., VfL. Wetzlar, Gießen 1900, MTV. und TD. 46 Gießen unb der Veranstalter selbst. Ungefähr 85 Teilnehmerinnen maßen bei einwandfreien Kampfbahn-Verhältnissen und nicht allzu heißem Wetter ihre Kräfte. Die Kämpfe wickelten sich dank guter Vorbereitung sicher und schnell ab. Die Kampfgerichte zeigten sich von der besten Seite. Es wurde durchweg guter Sport geboten. Hervorzuheben sind die Leistungen von Frl. Abèe, VfL. Wetzlar, im Diskuswerfen mit 28,65 Meter, und von Frl. Bistclhaupt, MTV. Gießen, im Weitsprung mit 5,08 Mtr. Beachtlich war die starke Beteiligung in den Mädchenklassen, was eine Vertiefung des Frauensport im engeren Bezirke erkennen läßt. Die Teilnehmerinnen des Veranstalters vermochten sich durchweg in die Entscheidungen durchzukämpfen.
Mädchen A. 50 Meter: 1. Dömeland (IG-SpV. Ffm.) 7,4 Sek.
2. K. Abt (FSpV. Fftn.). 3. Schmidt (VfB. Gießen). — 100 Meter: 1. Röhmig (MTV. Gießen) 14,0 Sek. 2. Dömeland (IG-SpV Ffm.) 3. K. Abt (FSpV. Ffm.). - Kugelstoßen : 1. Dömeland (IG-SpV Ffm.) 9,55 Meter. 2. Röhmig (MTV. Gießen). 3. Schmidt (VfB. Gießen). - Weit- sprung: 1. Röhmig (MTV. Gießen) 4,71 Meter. 2. Dömeland (IG-SpV. Ffm). 3. L. Abt (FSpV. Fftn.). - 4X5»-
Mrs. Cox, eine freundliche Witwe von sechzig Jahren, öffnete und begrüßte erfreut den alten Internationalen, der scheinbar bei ihr in besonderer Gunst stand. Warriner stellte seinen Gefährten vor, und es dauerte nicht lange, so war Marr Besitzer von zwei peinlich sauberen Zimmern, die an Behaglichkeit nichts zu wünschen übrigließen. Mit der Anpassungsfähigkeit der Jugend hatte er sich in die neuen Verhältnisse hineingefunden, und die Erinnerung an das vornehme Palais in London verblaßte langsam und olieb in seinem Bewusstsein nur als der Wohnort seines armen toten Vaters haften.
„Das wäre also erledigt!" rief Warriner erfreut, als Dick nun die Absicht kundgab, Jein Gepäck zu holen und gleich einzuziehen. „Ich bin jetzt viele Jahre verheiratet, habe vier prächtige Rangen — aber, als ich noch Junggeselle war, hätte ich etwas dafür gegeben, in solch einem netten Quartier zu Hausen wie dieses. Du wirst dich hier zu Hause fühlen, und das ist bei einem Junggesellen die Hauptsache. Hat man keine gemütliche Wohnung, dann treibt man sich in den Wirtshäusern herum, und das ist gewöhnlich der Anfang vom Ende beim Fußball."
„Ich bin dir ja so dankoar, Ben!" sagte Marr, der den Vornamen seines berühmten Kollegen nur verlegen und zögernd aussprechen konnte.
„Den Dank kannst du dir schenken," war die Antwort. „Als Führer der Mannschaft ist es meine Aufgabe, nach meinen Jungens zu sehen. Wenn du heute abend nichts Besseres zu tun hast," fügte er hinzu, „dann komme zum Abendbrot zu mir. Aber zwing' dich nicht dazu ... verstehst du?"
„Ich komme gern. Ben," antwortete Marr, gerührt durch die warmherzige und unkonventionelle Art des anderen
„Das wäre nun auch erledigt," sagte Warriner. „Der .Schwan, das kleine Hotel, gehört mir. Jedermann kann dir den Weg weisen. Die Trambahn bringt dich bis vor das Haus. Also um acht Uhr, wenn es dir paßt!"
„Ich werde pünktlich dort sein. Und noch einmal vielen Dank Ich muß es dir sagen, auch wenn du es nicht hören magst 1“
„Spar' dir das für meine Frau! Weiber lieben so etwas," scherzte der Mittelläufer und wandte sich zum Gehen.
Als Dick seine wenigen Habseligkeiten in den zwei kleinen Räumen, aus denen sein Reich bestand, untergebracht hatte, stopfte er sich eine Pfeife, und während er nachdenklich rauchte, sann er über die neueste Wendung seines Schicksals nach.
Fortsetzung folgt.