Mittwoch, den 2. Dezember 1931
Bei solchen Sparmaßnahmen würde die Steuerlast für jede Familie durchschnittlich um etwa 1000 9Rarf geringer, so daß bei 55 Milliarden Gesamteinkommen ca. 3000 Mark auf jede Familie entfallen Das genügt bei gerechter Vertei- lung, um aller Not ein Ende zu machen. Und die 4 ^Millionen Arbeitslosen würden wieder produktive Arbeit leisten können. Die meisten obigen Sparmaßnahmen werden übrigens von ge ivisscnhaften Soziologen seit Jahren gefordert Schon Strese mann sagte, daß wir „das Volk auspressen wie eine Zitrone" und die Ausgabenwirtschaft so nicht weitergehen könne. („Äöln. Zeitung" Nr. 114 b vom 27. 2. 1929.)
Minister Treviranu s meinte in seiner Rundfunkrede (17, 7. 1931): „Wer bessere Vorschläge hat als die Regierung — her damit!" Hier sind solche Vorschläge: sie stammen von einem Fachmann. Wohin uns die bisherige Verschwendung ge bracht hat — das soll kein Vorwurf sein —, das sehen wir jetzt vor uns Sollen wir erst unter Geschäftsaufsicht der Entente kommen? Es dürfen darum vor allem in Reich, Län dern und Gemeinden keine Ausgaben bewilligt werden, ohne daß vorher die Deckung sichergesiellt ist Wer sich weiterhin nur auf Schuldenmachen und auf Halbheiten verlegt, ohne eine grundlegende Ordnung und ein „regulatives Prinzip" für die Wirtschaft (Quadragesimo anno) zu schaffen, der leitet das Wasser auf die Mühle der Umstürzler. Das bisherige Fort- wurstcln kann niemand mehr verantworten. Die Not des Vaterlandes ruft alle Mittel und alle Nkann auf den Posten.
Goebbels
über die Legalität der Nationalsozialisten.
Im „Angriff" nimmt Dr. Goebbels, bekannt als ein Führer des radikalen Flügels der NSDAP., zu den hessischen Vorgängen Stellung. Er erklärt u. a.:
„Ein paar harmlose Zeitgenossen haben sich damit beschäftigt, Gedanken darüber zu Papier zu bringen, was die nationalsozialistische Bewegung nach der Machtübernahme unter bestimmten Voraussetzungen zu tun habe. Eie hatten dazu von der Partei keinerlei Mandat. Wir wüßten auch nicht, was die Führung der Bewegung dazu veranlassen könnte, ausgerechnet sie damit zu beauftragen, sich einen Kopf zu zerbrechen, der ihnen nicht gehört! Was wir nach dem Sieg der Bewegung tun und lassen werden, darüber sind wir uns alle einig. Man kann im gegnerischen Lager davon überzeugt sein, daß alles gesetzmäßig, legal und höflich vor sich gehen wird. Es dürfte auch in den Kreisen derer, die die Weimarer Verfassung erfunden und angenommen haben, bekannt sein, daß diese zwar gesetzlich vorschreibt, wie die Macht erworben wird, aber auch nicht mehr: wenn die nationalsozialistische Bewegung sich ausdrücklich und unter Gid zum Prinzip der Legalität bekennt, so besagt das, daß sie streng nach den Regeln der geschriebenen Verfassung an die Macht zu kommen gedenkt.
Jedenfalls: Wir richten uns nach dem Volk. Sein Wille ist oberstes Gesetz, so steht es in der Weimarer Verfassung geschrieben. Wir haben keine Lust, im entscheidenen Augenblick V Ätii— ------<-y ^—V ... aTUltua ivu OlalLin. in mihor< zuhandeln."
Dr. Best jede parteiamtliche Tätigkeit untersagt.
Die Pressestelle der Reichsleitung der R.S.D.A.P. teilt mit:
„Der Untersuchungsausschuß unid Schlichtungsausschuß der Reichsleitung der R.S.D.A.P. hat angeordnet, daß die Parteigenossen Dr. Best, v. Davidson, Staoinoga und W 0 s - sun g bis zum Abschluß der Untersuchung durch den Oberreichsanwalt von jeder parteiamtlichen Tätigkeit zu entbinden sind. Seine weitere Stellungnahme in dieser Angelegenheit behält sich der Untersuchungs- und Schlichtungsausschuß der Reichsleitung bis nach der Entscheidung des Oberreichsanwalts vor."
Wahlen in Birkenfeld.
Oberstein a. d. Nahe. Die Landesausschuß- und Gemeinderatswahlen im Landesteil Birkenfeld sind in beiden Städten Oberstein und Idar vollkommen ruhig verlaufen.
Es erhielten in Oberste in: Sozialdemokraten 1784 Stimmen 8 (10) Sitze, Zentrum 527 St. 2 (2) Sitze, sozialistische Arbeiterpartei 129 St. 0 S., Bürgerblock 1129 St. 5 (10) S., Nationalsozialisten 1393 St. 6 ( ) S., Kommunisten 058 St. 3 (1) Sitze, Staatspartei 151 St. 0 (1) S., Wahlbeteiligung 82 Proz.
In Idar hat die Gemeinderatswahl eine absolute Mehrheit der Nationalsozialisten bei außerordentlich starker Wahlbeteili- piung erhalten: Sozialdemokraten 589 Stimmen, 2 (6) Sitze, Bürgerliche 838 St., 3 (8) S., Nationalsozialisten 2907 Stimmen, 12 (9), Kommunisten 454 Stimmen, 1 (1) S.
Ein freidenkerischer Weihnachtsfeldzug.
Die großen Gottlosenverbände in Rußland treffen Vorbereitungen, um den Kampf gegen die Weihnacht in allen ihnen erreichbaren Ländern schärfer als bisher durchzuführen. Der erste Weihnachtstag ist zu einem allgemeinen Feldzug auch in Deutschland vorgesehen. In Rußland selbst sind 200 Stoßbrigaden befreit, um die Ausrottung von Weihnachtsbräuchen und -feiern fortzusctzcn. In Deutschland haben die Kom- munistcn die Losung ausgcgeben: Das schwerste Bollwerk gegen den Bolschewismus auf dem Lande ist die christliche Bauernfrau. Also sollen Zellen gebildet werden, um gerade diese Festung zu unterminieren. Wie es da zugeht, zeigt ein Schreiben, das die proletarische Freidenkerjugend von Berlin aus aufs Land versandt hat. Darin wird mitgeteilt, daß man zwischen dem 24. Dezember und 1 Januar Jugendherbergen sucht, und darin auch einen Raum zur Verrichtung schriftlicher Arbeiten. Die Jugendherbergen auf dem Lande sollen also offenbar gemäß der Losung zur atheistischen Propaganda unter den Dorfbewohnern benutzt werden. Darum ist die Warnung bc sonders angebracht Haltet die Augen offen'
Eine Gemeinde stellt die Zahlungen ein.
Andernach a. RH. Die Gemeinde Kottenheim hat bei einem Fehlbetrag von 72 000 RM. ihre Zahlungen eingestellt In dem Orte sind über 60 Prozent der Bevölkerung arbeitslos, weil die Steinindustrie ihren Betrieb cinstellle.
„Gießener Zeitung"
Lokalts.
Soll man heutzutage sparen?
In der Gegenwart hört man oft die Frage: Soll man sein Geld ausgeben oder soll man sparen-? Ost wird dann geantwortet: Ausgeben. Zur Begründung dieser Antwort wirk meist angeführt: Jede Mark, die ausgegeben wird, fd^afft neue Ar- beits- und Verdieuftmöglich-keiten. Viele Geschäftsleute fördern natürlich im eigenen Interesse durch Reklame diese Ansicht: ..Kaufen, nicht sparen!" Und doch, diese Ansicht ist nicht richtig. Die Sparkassen stecken ja das bei ihnen gesparte Geld nicht in den Tresor, sondern sie geben es weiter. Sie leihen es aus an Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, sie geben Kredite an die kleineren und mittleren Betriebe. Auch bei diesen wird das Geld nicht aufgehoben, sondern es dient dazu, um Rohstoffe, Werkzeuge, Maschinen, Land, Saatgut zu kaufen, um Arbeiter und Angestellte zu bezahlen usw. Kurz, es wird auch hier aus- gegeben.
Sparen und Ausgeben ist also gar kein Gegensatz, wohl aber gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Sparen und Ausgeben: Das Geld, das der Einzelne von seinem Einkommen leicht ausgibt, dient im allgemeinen dem Verbrauch, d. h. dem Kauf von Verbrauchsgütern. Das Geld hingegen, das der Einzelne spart, dient — bis er es wieder braucht — der Kapital- bildung, d. h, der Schaffung neuer Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten. Hier zeigt sich die Unentbehrlichkeit, die Lebensnotwendigkeit des Sparens, des richtigen Sparens, freilich nur nicht des Hamsterns. Wer Geld hamstert, spart zwar auch: rber das ist ein Sparen, von dem die Gesamtheit und damit auch der Vetreffeude selber nicht Nutzen, sondern Schaden hat. Denn das Geld im „Strumpf" ist natürlich totes Kapital, es schafft weder Arbeit noch Verdienst. Die einzig richtige Parole unserer Tage lautet also: nicht Unnötiges kaufen, nicht hamstern, sondern sparen.
* Bürgersteuer-Erhöhung. Die Stadtverwaltung hat infolge der schlechten Finanzlage der Stadt auf dem Wege des Not- verobdnungsdiktates die Bürgersteuer von 200 Prozent auf 300 Prozent erhöht.
* Offenhalten der Läden an den drei Sonntagen vor Weihnachten. Das Polizeiami teilt mit: Auf Grund des § 105 b Absatz 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Gewerbezweige des Handelsgewerbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 6. Dezember 1931, am Sonntag, den 13. Dezember 1931, und Sonntag, den 20. Dezember 1931 in der Zeit von 12 bis 18 Uhr gestattet. Die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern bei der Herstellung von Back- und Konditoreiwaren ist auch an diesen Tagen verboten.
* Nikolaustag. Am 6. Dezember ist der Nikolaustag. Die Kinder vieler Gegenden Deutschlands und Deutschösterreichs, besonders in katholischen Kreisen, hängen abends am 5. Dezember Strümpfe nors Fenster, um sie am nächsten Morgen^ oom heiligen Nikolaus mit Süßigkeiten gefüllt, wieder heremzunehmen. Falsch ist die Annahme, daß Ruprecht und Nikolaus ein und dieselbe geschichtliche Person seien: sie haben mit einander nichts zu tun.
* Kupferner Sonntag. Dieser dritte Sonntag vor dem Feste in diesem Jahre der 6. Dezember — ist für den Geschäftsmann mehr „die Probe aufs Exempel". Gekauft wird noch nicht allzuviel, dagegen wird viel besichtigt und vorgemerkt. Nur die Landkundschaft nimmt in der Regel am „Kupfernen" größere Einkäufe vor. x
* Raubüberfall. Am 30. November, zwischen 10 und 11 Uhr wurde vor der Reichsbanknebenstelle ein dreister Raub-Überfall auf ein Mädchen verübt. Als das betreffende Mädchen mit einem eingelösten Wechsel in der Hand das Bankgebäude verließ, traten zwei junge Burschen auf dieses zu. Einer der Beiden entriß dem ahnungslosen Mädchen den wertlosen Wechsel, roorauf Beide auf das Schreien der Ueberfallenen nach dem Stadtinnern zu davonliefen. Der Haupttäter ist etwa 20—22 Jahre alt, von mittlerer Größe mit rot umränderten (entzündeten) Augen. Die rechte Augenbraue ist durch eine Narbe oder Wunde auffallend in zwei Teile getrennt. Gekleidet war der Täter mit einem vermutlich braunen Anzug, graubraunem Pullover mit Reißverschluß und heller Patschmütze. Der zweite Täter trug ebenfalls helle Patschmütze, im übrigen ist aber das Aussehen und die Bekleidung nicht bekannt. Beide waren ohne Mäntel. Personen, die den Vorfall mit angesehen haben hüb zur Ergänzung der Personenbeschreibung Angaben machen können, werden ersucht, der Kriminalabteilung Gießen Nachricht zu geben.
* Handwerker-Meisterprüfungen 1932. Hansd-werker, die in 1932 ihre Meisterprüfung oblegen wollen, müssen sich bis Ende des Jahres bei der Handwerkskammer Darmstadt anmelden. Die Prüfungsgebühr ist auf 35 Mk. ermäßigt. Der Ee- werbeverein Gießen läßt zwei Vorbereitungskursc, Sonntag morgens und Werktag abends, abhalten.
* Straßensperrungsnachrichten, mitgeteilt vom Oberhessi- schen Automobil-Club E. D. (A. 0. D.), Gießen. Die Provin- zialstraße Leihgestern Watzenborn-Steinberg, Ortsdurchfahrt Steinberg, ist ab 30. November für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Gießen oder Lang-Göns —Grüningen. — Die Ortsdurchfahrt Butzbach im Zuge der Straße Gießen Frankfurt a. M. ist am 2. Dezember ds. Is. für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über die Nußallee und Taunusstraße in Butzbach.
* Aus dem Stadttheater. Als 9. Mittwoch-Abonnements- Vorstellung wird bei gewöhnlichen Preisen „Mary unb Lisa", ein Kammerspiel von Sigmund Graff, gegeben. Anfang abds. 8 Uhr.
* Hessische Vereinigung für Volkskunde. Am Samstag, den 5. Dezember, findet nachmittags um 5 Uhr, im Hotel „Hindenburg" die Hauptversammlung, die Feier des 30jäbrigen Bestehens im großen Hörsaal der Universität, abends 8 Uhr, statt.
* Goethe-Bund. Im 2. Dichterabend, am Donnerstag, den 3. Dezember, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula, liest Hans Grimm aus seinen Werken.
* Hauswirtschastliche Berufe. Die „Gartenlaube" gibt ihren Lesern in ihrer „Berufsberatung für die Frau" regelmäßig kostenlose Auskünfte über Ausbildungs- und Fortkommensmöglichkeiten aller Art.
Nr. 95
* Bunter Abend im Südwestfunk. Unter dem Titel „Dein
besseres Ich" veranstaltet der Südwestfunk am Samstag, den 12. Dezember, 20.15 Uhr, einen Bunten Abend. Die beliebtesten Künstler des Frankfurter Senders werden in Wort und Ton der Hörerschaft ein paar frohe Stunden bereiten.
Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen.
Am vergangenen Freitag fand die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen start. Anwesend waren fast sämtliche Vertreter der Dezirksgemeinden. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Direktor Zacheis, ?n die Erschienenen, gedachte dieser in ehrenden Worten der verdienstvollen Tätigkeit der beiden Aufsichtsratsmitglieder, Herren Kirchenrat Strack, Gießen, und BürgerNteifter Horn, Annerod, die 30 Jahre dem Aufsichtsrat der Sparkasse ange- hören. Auch dem verstorbenen Aufsichtsratsmitglied, Herrn Bürgermeister Kreiling, sowie dem ebenfalls verstorbenen Vertreter der Gemeinde Heuchelheim, Herrn Beigcordnten Kreiling, wurden Worte des Gedenkens gewidmet.
Die Versammlung genehmigte sodann den von dem Vorsitzenden vorgetragenen Geschäftsbericht in allen seinen Teilen. Ebenso wurden oorgetragen die Aufwertungsbilanz und der Aufwertungsabschluß für 1930, beide fanden ebenfalls die Genehmigung der Versammlung. Aus dem Geschäftsbericht ergibt sich, daß trotz des im Jahre 1930 bereits einsetzenden schweren wirtschaftlichen Niederganges die Entwickelung der Sparkasse noch als günstig zu bezeichnen ist. Spareinlagen erfuhren gegen das Vorjahr immer noch eine Zunahme von 2 397 000 RM., sie sind von rund 11 843 000 RM. auf 14 240 000 RM. gestiegen. Im Kontokorrent-(Giro-)Verkehr betrug die Zunahme der Debitoren 18 492 RM., die der Kreditoren 455 980 RM. Der Umsatz im Sparverkehr betrug rund 11 900 000 RM, im Giro- (Kontokorrent-)Verkehr betrug er im Berichtsjahr in 164 000 Posten 68 100 000 RM. Gegen das Vorjahr ergab sich somit im Kontokorrentverkehr eine Steigerung des Umsatzes von mehr als 13 000 000 RM. Der Gesamtumsatz betrug 178 271 000 RM., er erhöhte sich gegen das Vorjahr um 30 885 000 RM. Die Bilanzsumme stieg von 14 280 316 RM. auf 17 278 412 RM. Die Rechnung schließt mit einem Rechnungsrest von 287 638 RM. Die Gesamtausleihungen erfuhren eine' Zunahme von rund 3 000 000 RM., darunter das Hypothekengeschäft eine solche von nahezu 1 000 000 RM., während die Bankguthaben eine Erhöhung von über 300 000 RM. erfuhren Die Eesimt- summe der fremden Gelder betrug 16 743 000 RM. Diesen standen, von den täglich kündbaren Kontokorrentkrediten vb- aesehen, über 3 000 000 RM. flüssige Mittel gegenüber. Der Reingewinn betrug nach allen Abschreibungen 144 622 RM. Entsprechend dem Anträge des Vorstandes und Aufsichtsrates wurden aus diesem Reingewinn dem Fond für eine anläßlich des 100jährigen Bestehens der Sparkasse im Jahre 1934 zu er richtende Stiftung 10 000 RM. überwiesen. Dieser Fond erreicht damit eine Höhe von 40 000 RM. Ferner wurden überwiesen der Risiko-Rücklage 40 000 RM. und der Minternothilfe 1931-32 der Stadt Gießen und der Landgemeinden des Bezirks in 000 RM- während der Rest der Rücklage zugeführt wird. Genehmigt wurde ferner der Voranschlag über die Verwaltungs kosten für 1932.
Bei der hierauf eingenommenen Ersatzwahl zum Aufsichtsrat für das verstorbene Mitglied, Herrn Bürgermeister Kreiling in Heuchelheim, xvurde Herr Bürgermeister Rinn inHeuch.ll- beim gewählt. Der Vorsitzende des Hessischen Sparlass^n- unb Giroverbandes, Herr Iustizrat Dr. Reh, erinnerte an die gegenwärtige schwere Krisenzeit. Der Vertreter der Aufsichtsbehörde, Herr Regierungsrat Schmidt, sprach alsdann den Organen der Sparkasse Anerkennung und Dank der Aufsichtsbehörde für die Geschäftsführung aus.
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Aus Roh und Zern.
Butzbach. Das Finanzamt Butzbach soll am 1. Januar 1932 aufgelöst und ben benachbarten Finanzämtern zugeteilt werden.
Bad Nauheim. Der Ehrenchormeister des hiesigen Gesangvereins „Frohsinn", Oberreallehrcr W. Bechtolsheimer, konnte jetzt das äußerst seltene Jubiläum der 40jährigen Diri- gentätiigteit in seinem Verein begehen Unter seiner bewährten Stabführung hat sich der Verein zu einer beachtlichen Höhe künstlerischen Könnens aufgeschwungen.
Schotten. Im Kreisorte Lardewbach begingen die Eheleute Tuchfabrikant i. R. K. Schütz unb Frau, geb. Günther, oas
Eifler 1-- e Langenaubach Lsstilln 1. - Burg 1. - Nl Sinn 1. - yei Rittershausen Tissenbach 1.
. Hirzenhain 1. - Weisbach 1. - Dittershausen! Haiaer 3. - 2 Beilstein 1. - Sinn 2. - Sri Herbornseelball Bicken 1. - : Erda 1. - Bi!
tagend:
Frohnhausen 1 Eisemroth 1. -
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Burgsolms — Aglar - Biss' Niedershausen Hirschhausen - Stockhausen - 1900 Siegen ! DsP. ßieRcn : €C We^cae 2 Oberdiei - 1 Steinbad) — ( Srogtn-Buseck Garbenteich - Butzbach 2. - Waldhausen - Odersbach — Merenberg 2. Laubuscichbach Gräveneck — Arschhausen 2 Tiesenbach - Stockhausen 2 Biskirchen 2 ■ Braunfels 2.
Nauborn 2 - Oberbiel 2*. -
Heuchelheim - - 190 steinbeta 2
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Gin Fusch
Fest ihrer goldenen Hochzeit.
Schotten. Der Besitzer der weitbekannten Papierfabrik Oberschmitten, I. Moufang, feierte in voller Körper- und
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..... —» " —0-------.-------»r^.^chie Bert^ stück des zum 4l>0jährigcn Universitätsjubiläum 1927 eingeweih« ^Wr der Erles, ten Iubiläums-Kunstinstitutes der neue Musiksaal mit einer i ^ ^^nsieid'
Feier eröffnet werden. | ; altcn ha
Biedenkopf. An der hiesigen Volksschule sollen zwei Schul- | wie ^
stellen abgebaut werken. Die Schule hat zehn Stellen bei >17 i i ki^ ^Mde sps Schulkindern. Bei der Berechsrung der von der Stadt an die ;< trQj bet Landesschultasse zu zahlenden Beiträge wird auf volle 60 Kinder I Segen ^^1 eine Schulstelle als Normalstelle gerechnet. ersuch^
Kasiel. Der Magistrat der Stadt Kasiel hat eine weitere t:<d m^fh 4u
Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft im Stadtbezirk Kasiel 'i? ^t ^^bt n durchgeführt. Alle Wohnungen mit einer gosetzlichen Ietztmcetc von 600 Mark und höher (435 Mark Iahrcsfricdensmiete und höher) können ohne weiteres vermietet werden. Wohnungen unter 600 Mark gesetzlicher Iahresmiele müssen durch Mietver-
Geistesfrische seinen 70. Geburtstag.
Offenbach. Die Ausstellung des Ledermuseums, Die auf vielfaches Verlangen über die ursprünglich geplante Zeit hinaus offen gehalten wurde, wird letztmals am Sonntag, den
6. Dezember, geöffnet sein.
Marburg. Am Sonntag, den 6. Dezember, wird als Schluß-
trag genehmigt werden.
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Gegen üblen Mundgeruch iXÄ
daß ich fest bem ^brauch Ihrer Zahnpaste „Cblorobont“ nicht nur reine, weiße Zähne besitze, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr Chlorodont aufs beste empfehlen.- gez. 6. ©., Mainz. — Man verlange nur die echte Chloro» dont»Zahnpaste. Tube 54 ®t unb 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür iurüd.
[%® Bi,3m . Ottern hioL ^ben 2^11 nMeCt^