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Mittwoch, den 2. September 1931.

(Siebener Zeitung

Nr. 70.

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Turnen, Sport und Spiel

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Ergebnisse aus dem Bezirk.

Aus dem Bezirk.

SC. 03 Kassel — FV. Ockershausen 8:0

Kurh. Marburg — Borussia Fulda 1:9 (0:5) Germania Fulda — Germania Marburg 1:3 (0:1) VfB. Siegen — FV. Horas 3:1 (1:1) Hermannia Kassel — SS. 05 Einbeck 8:1 Tura Kassel FC. Grone 5:1

SC. 05 Göttingen - Hessen Hersfeld 1:1

FC. Erotzalmerode — Sp. u. Sp. Northeim 4:0

Pol. Sp. V. Butzbach 2 — T. V. Gr.-Linden 5:5 (3:1) TV. Niedermörlen 1. — TV. Polgöns 1. 3:4 (1:2) Tgm. Friedberg Igd. — TV. Gr.-Linden Igd. 9:3 (4:1)

Gau Dill.

Berbandsspiele:

Donsbach 1. — Sechshelden 1. 1:1 (0:0)

Offdilln 1. — Manderbach 1. 3:1

Burg 1. — Offenbach 1. 1:1

Sinn 1. — Niederscheld 1. 4:2

Allendorf 1. — Holzhausen 1. 5:1

Nittershausen 1. — Weidelbach 1. 2:2

Tor, vom Mittelstürmer getreten. Ockershausen holt noch ein Tor aus, und bei dem Stande von 3:1 wird gewechselt Nach der Halbzeit drückt Ockershausen kräftig und kommt auch noch zu vier weiteren Toren. Der Unparteiische mutzte einen Spieler von Elnhausen wegen Schiri-Beleidigung Herausstellen. Auch wird in Elnhausen zu viel in der Mannschaft kritisiert, ein Spieler oerlictz sogar eigenmächtig den Platz, so datz Elnhausen nur noch mit 9 Mann spielte. Von Elnhausen waren Mittelläufer, Vcr- tcidigung und Tormann gut, während die anderen Spieler in Zukunft noch mehr Eifer haben müssen.

Dillenburg Wetzlar — Wiesenbach Bottenhorn

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Berbandsspiele:

Gladenbach

-- Niedergirmes 3:2 (1:1) Butzbach 1:2 (2:1) — Wallau 0:2 (0:2) — Breidenbach 3:2

Gau Marburg.

Feudingen

Biedenkopf 1

1. — Dreihausen 1.

1. — Breidcnstein 1

Wommelshausen 1. (5:1 (2:1)

Hirzenhain 1.

Medenbach 1.

Dillenburg 2. 1:1 (0:0)

Uckersdorf 1. 5:5

Huler stürzte infolge i blieb am Halse 1 bedauernswerte "Haus überführt weil te Ealün und sich siltl Urania ereignete sich r W. Meyer, daf öt Bewährungsfrist« ’ Bestrafung von w Au­sgeschlossen wink, *| wie man jedoch mim* nach sich selbst, Di» El ter von einem, acht I

Wetter — Frankenberg 4:3

Allendorf 1. — Gemünden 1. 3:2

Friedensdorf 1. — Eckelshausen 1. 0:6 (0:2) Niederwalgern 1. — Ockershausen 2. 1:3 Cappel 1. — Germania 2. ausgef.

Endbach 1. — Dernbach 1. 0:4 (0:2) Wommelshausen 2. — Sinkershausen 1. 1:9 Niedereisenhausen 1. — Gönnern 4:1 Bottenhorn 2. — Breidenbach 2. 2:4 Steinperf 1. — Obereisenhauscn 1. 4:1 Niederlaasphe 1. — Wal lau 2. 3:3

Speckswinlel — Langenstein 3:3

Wolfgruben 1. — Mornshausen a. D. 1. 4:2

Eckelshausen 2. — Holzhausen b. B. 2. 5:1 (3:0)

Kombach — Friedensdorf 2. 4:1

Michelbach 1. — Unterrosphe 1.

Elnhausen 1. — Ockershausen 3.

VfD-K. 3. — Wehrda 2. 9:1

(1:0)

3:4

1:7 (1:3)

Dreihausen 2. — Ebsdorf 1. 6:1 Rüddingshausen 1. — Leidenhofen 1. 4:4 (2:2)

Bortshausen 1. — Holzhausen 1. Breidcnstein 2. — Dautphe 2. 8 Wallau 3. — Wolzhausen 1. 4:2 Oberdieten 1. — Roth 3:1 Altenoers 1. — Niederwalgern 2.

1:2 3

3:3

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K.

Frohnhausen b. Eladb. 1. — Gladenbach 2. 2:1 Lohra 1. — Holzhausen, Kr. Bdk., 1. 3:1. Weidenhausen 1. — Günterod 1. 5:1

Hartenrod 2.

Neustadt 1.

Homberg 1. -

Momberg 2. <

- Weidenhausen 2. 5:0

Niederofleiden 1. 7:2

Momberg 1. 1:1

Neustadt 2. 9:2

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Langenstein 2. — Erksdorf 2. 4:2

Frankenberg 2. — Roda 1. 1:1

Mellnau 1. — Münchhausen 1. 6:3

Blitzturnier in Cölbe:

Sieger: Cölbe mit 8:0 Punkten

Erdhausen — Hartenrod 1:3 (Pokalsp.) Erksdorf — Kirchhain 0:1

Niederwalgern Igd. — Germ. Marburg 2. Igd. 0:1 VfB.-K Marburg 1. Igd. — Dreihausen Igd. 0:0 Marbach 1. Igd. — VsB.-K. Marburg 2. ^zgd. 5:3 Gladenbach Sch. — Holzhausen Sch. 3:2

Gau Gietzen-Wetzlar:

Löhnberg — Burgsolms 2:1 n. Verl. (Pokalsp.) Nauborn - Ehringshausen 1:5 (Pokalsp.) Weilburg 1. — Eintracht Ffm. Pokalm. 0:1 .Lollar - 1900 Gietzen 2. 3:1 (Sa.)

Ettingshausen — Flensungen 11:0 (4:0)

Steinbach — Lich 5:1

Steinberg 1. — 1900 Eietzen Lehrm. 2:2 (1:1) Steindorf 1. — Albshausen 1. 4:3 Dutenhofen 1. — Leihgestern 1. 5:5 Nauborn 2. — Stockhausen 1. 3:2 Burgsolms 2. — Allendorf 1. 3:2 Leihgestern 2. — Wieseck 1. 1:5 1900 Gietzen 4. — Garbenheim 1. 4:1 (2:0)

Turn- und Sporttag in Wetzlar:

Niedergirmes 2. — Holzhausen 1. 1:3

Schwalbach 1. — Werdorf 1. 3:0

Tiefenbach 1. — Werdorf 1. 2:2

Tiefenbach 1. — Schwalbach 1. 1:1

Weilburg 1. Igd. — 1900 Gietzen 1./2. Igd. 3:2 1900 Gietzen 2. Igd. — VfB. Gietzen 2. Igd. 0:2 (0:0) Ettingshausen Igd. — Flensungen Igd. 5:0 (2:0) Burgsolms Igd. — Büblingshausen Igd. 3:1 Braunfels Sck. — Burgsolms Sch. 1:4 1900 Gietzen Sch, — VfB. Gietzen Sch. 0:0 Steinbach Sck. — Lick Sck 0:1 (0:0)

Nonnenroth Sch. — Ettingshausen Sch. 1:4 (1:2) Handball:

Pol. Sp. V. Butzbach — Rödelheim 1:7 (0:4)

MTV. Gietzen — TV. Heuchelheim 5:4 (3:0) T. u. Sp. V. Butzbach — Tgm. Friedberg 3:12 TV. Grohen-Buseck — TV. Alsfeld 6:4 (3:4) 1900 2. — TN. Münchholzhausen 1. 4:6 (1:5) T. u. Sp. V. Butzbach 2. — TV. Lützellinden 1:7 (0:4)

Der Mittelstürmer von Hollnwood

Ein Fuhball-Roman von Sidney Horler.

17. Fortsetzung.

Hörbach 1. — Eisemroth 1. 6:2

Stratzebersbach 1. — Haiger 2. 2:0

Lützeln 1. — Würgendorf 1. 3:1

Breitscheid 1. — Arborn 1. 4:1

Beilstein 1. — Niederscheld 2. 4:3 (2:3)

Bischoffen 1. — Dicken 1. 3:2

Altenkirchen 1. — Offenbach 2. 1:2

Erda 1. — Herbornseelbach 2. 1:3

Hohensolms 1. — Oberndorf 1. 5:1

Haiger — Langenaubach 2:0 (1:0) (rückst. Vcrbsp.)

Frohnhausen — 1909 Gietzen 1:4 (1:3) Frohnhausen 2. — 1900 Gietzen 2. 5:2 (2:1) Frohnhausen A. H. — 1900 Gietzen A. H. 1:4 (1:2) Dillenburg 1. 3gb. — Frohnhausen 1. Igd. 6:0 Hirzenhain 1. Igd. - Dillenburg 2. Igd. 1:0 Edingen Igd. — Allendorf (Kr. Wetzl.) Igd. 2:2

Gau Fulda

Alsfeld 1. — Elm 1. 3:1 (2:0)

Lauterbach 1. — Borussia Fulda 2. 6:0 (2:0) Scklitz 1. — Vernshausen 1. 6:1

Blitzenrod 1. — Landenhausen 1. 6:2

Blitzenrod Igd. — Landenbausen Igd. 5:5 Alsfeld 3. — Leusel 1. 3:2

Rund um den Marburger Schloßberg.

Germania Fulda — Germania Marburg 1:3.

Die flinke Zebramannschaft holte sich verdient einen Sieg und bat somit 4 wertvolle Punkte. Am kommenden Sonntag empfängt Germania Marburg die 03 er aus Kassel. Man darf wohl mit einem schönen Spiele rechnen.

Aus Cölbe.

Bei einer Zuschauerzahl von ca. 1200 Personen wickelte sich programmätzia ein Blitzturnier ab. Als 1. Sieger wurde der FV. Cölbe bei 4 ausgetragenen Spielen, die alle auf das Plus- konto zu bucken sind. mit 8:0 Punkten ermittelt. Cölbe wurde gleichzeitig Titelverteidiger des Wanderpokals.

2. Sieger: FV. Sarnau mit 5:3 Punkten

3. Sieger: FV. Bürgeln mit 3:5 Punkten

4. u. 5. Sieger: FV. Wehrda und Schönstadt mit je 2:6 P. Friedensdorf 1. — Eckelshausen 1. 0:6 (0:2).

3m ersten Verbandsspiel mutzte sich Friedensdorf eine hohe Niederlage gefallen lassen. Auf eignem Platze wurde die Mann­schaft von den weit besseren Eckelshauser mit 6:0 abgefertigt. Ueber das Spiel ist nicht viel zu sagen. Eckelshausen war meist tonangebend, die ganze Mannschaft spielte wie aus einem Sur, waren schnell und eifrig am Balle und vergatzen vor allen Din­gen das Schietzen nicht. Bei Friedensdorf sah man gerade das Gegenteil. Einige Spieler bemühten sich noch einigermaßen um den Ball, während die anberen dastanden und sich überhaupt nicht um den Ball kümmerten, um so besser aber konnten sie kritisieren.

Rüddingshausen — Leidenhofen 4:4 (2:2).

Zum 1. Verbandsspiel hatte Rüddingshausen die spielstarke Elf von Leidenhofen zu Gast. Schon mit Beginn des Spiels übernahm Leidenhofen die Führung. wurde aber durch einen schönen Kopfball des gegnerischen Mittelstürmers ausgeglichen. Nack wcchselvollem Spiel gingen die Mannschaften mit 2:2 in die Pause. Trotz überlegenem Spiel Rüddingshausens, in dem besonders der Halblinke durch seine Technik und seinen schlag- sicheren Schutz aufsiel, konnten die Gäste noch 2 Tore für sich verbuchen. Durch einen Frcistotz rückte Rüddingshausen dem Aus­gleich näher. der schlietzlich auch durch den Linksautzen bei einem scharfen Angriff erzielt wurde. Rüddingshausens junge Mann­schaft hat bei diesem Spiel bewiesen, datz es eine erfolgreiche Zukunft hat. L—.

Kombach 1. — Friedensdorf 2. 4:1 (1:0).

Friedensdorfs 2. Mannschaft verlor in Kombach mit 4:1 Toren. Es wäre Zeit, datz hier der Verband mal Umschau halten würde, ob der Platz in Kombach überhaupt zuzulassen ist. K. L.

Eckelshausen 2. — Holzhausen 2. 5:1 (3:0).

Auf dem Sportplatz in Eckelshausen standen sich die 2. Mann­schaften von Holzhausen und Eckelshausen zum fälligen Verbands­spiel gegenüber. Auch hier konnte Eckelshausen Sieg und Punkte verdient gewinnen.

Elnhausen 1. — Marburg-Ockershausen 3. 1:7.

Das Spiel würd Punkt 3 Uhr von Schiri Ochs-Caldern angepfiffen. Schnell wanderte der Ball von Mann zu Mann, nach 10 Minuten schietzt Ockershausen das erste Tor, Ockershausen spielt überlegen, und kurz darauf fällt das 2. Tor für Ockers- Hausen. Elnhausen läßt aber nicht nach und kommt auch zu einem

Aus Gießen und Umgegend.

Watzenborn-Steinberg 1. — 1900 Gietzen Lehrm. 2:2 (1:1).

Als letzten Sonntag vor den Verbandsjpielen hatte sich die 1. Mannschaft der Teutonen in der Lehrmannschaft von 1900 einen sehr sympathischen und spielstarken Gegner verpflichtet. Sofort nach Anpfiff entwickelte sich ein äußerst flottes und ,chö- nes Spiel, bei welchem beide Tore abwechselnd in Gefahr ka­men. Nach schönem Durchbruch landete 1900 den ersten Tref­fer. Im Anjchlutz nach immer wieder gegenseitigen Durch­brüchen glich Steinbergs Mittelstürmer mit prächtigem Torschutz aus. Bis zur Halbzeit wurden trotz aufopferndem und fesseln­dem Kampf keine weiteren Erfolge erzielt. Nach Beginn der 2. Halbzeit fesselten beide Mannschaften die zahlreichen Zu­schauer wieder durch ihr rassiges Spiel. Durch Versehen des Schlutzdreiecks kamen die Gäste zum Führungstor, welches oer Gastgeber durch schön plazierten Handelfmeter ausglich. Ein fälliger Elfmeter für Dietzen wurde von dem in bester Form befindlichen Steinberger Tormann in prächtiger Parade ab- gelenkt. — Schiedsrichter Tränkner-Eietzen leitete äußerst korrekt. Alles in allem ein wirkliches Propagandaspiel.

Aus Ettingshausen.

Der Fußballklub 1927 Flensungen weilte mit zwei Mann­schaften in Ettingshausen. Zuerst traten die Iugcndmannschaf- ten mit nur 10 Mann auf beiden Seiten auf den Plan. Die Platzbesitzer rangen ihrem Gegner in 2 mal 30 Minuten Spiel­dauer einen sicheren 5:0-Sieg ab. Schiri Schmitz vom Platz- verein sprang für den ausgebliebenen (!) Schiedsrichter ein. Alsdann lieferten sich die beiden ersten Mannschaften einen fairen Kampf, den die Platzbesitzer nach überlegen durchgeführ- tem Spiele 11:0 für sich entschieden. Trotz der hohen Nieder­lage ließen die Gäste den Mut nicht sinken und spielten immer wieder eifrig weiter. Mit der Leitung des zufällig anwesen­den Schiris Aff von Qucdborn war man ganz zufrieden. Wo blieb auch hier der angeforderte Schiedsrichter? (!D. Red). - Die Jüngsten kamen aus Nonnenroth mit einem 4:1 -Sieg nach Hause.

Aus dem Sillgou.

Dillenburg 1. Sportclub Wetzlar 1. 3:2 (1:1). Dillenburg 2. — Hirzenhain 1. 1:1 (0:0).

Dillenburg 2. Jugend Hirzenhain 1. Jugend 0:1. Dillenburg 1. Jugend — Frohnhausen 1. Jugend 6:0. Einen wahren Punktekampf könnte man mit einem Worte das Spiel der ersten Garnituren bezeichnen. Hart wurde gespielt, sehr hart. Wetzlar hat Anstotz, spielt wuchtig hohe Bälle aufs Gegnertor. Dillenburg ist zerfahren, läßt sich die hohe Spiel- weise aufdränaen, und spielt unterlegen. Der Kampf ist äußerst lebhaft, das Publikum leider noch lebhafter. Mit ungeheurem Temperament spielt Wetzlar. Dillenburg kämpft. Immer wieder sieht man die hohen Kombinationen; ein aufgeregtes Spiel. — Endlich mußte einmal ein Tor fallen und zwar nach etwa 20 Min., gegen Dillenburg. Man ist im Lager der Platzherren ver­blüfft. Jetzt wird es höchste Zeit für D., das Spiel ernster zu nehmen. Man kommt aus dem Taumel der Gesellschaftsspiele heraus, spielt wieder die gewohnte Taktik, und kommt dann bald zum Ausgleich. Die Grün-Weitzen holen auf, werden ebenbürtig, bald überlegen. -Nach der Pause beginnt der Kampf von neuem. Dillenburg behält das Heft in der Hand. Ein Elfmeter gegen Wetzlar wird vom Mittelläufer Dillenburgs verwandelt. 2:i. Schiedsrichter Spedarb (Gietzen) hat das Spiel unbedingt und jederzeit in der Hand. Die gegnerische Mannschaft wird von eisernem „Mutz" getrieben, boef) zu spät; sie ist abgekämpft. Durch überlegenes Spiel kommt D. zum dritten Treffer. Ein 2. Gegentor fällt durch Leichtsinn der Hintermannschaft. tz.

Donsbach 1. — Sechshelden 1. 1:1 (0:0).

Nachdem der Spielausschutz eine junge Pokalmannschaft nach Wissenbach geschickt hatte und dort eine Niederlage von 3:1 ein­stecken mußte, zog er es vor, seine alten Kämpfer wieder ins Feld zu rufen. Sechshelden tritt mit seinen alten Ligisten pünkt­lich 3.30 Uhr das Spiel in Donsbach an. Donsbach hatte in Sechshelden seinen stärksten Gegner erkannt und führt von An­fang bis zum Schluß ein scharfes und faires Spiel vor. Durch den hartnäckigen Kampf beider Mannschaften konnten in der ersten Halbzeit keine Tore erzielt werden. — Halbzeit — Dons­bach konnte kurz nach der Pause mit 1:0 in Führung gehen. Sechshelden setzte nun alles daran, um den Ausgleich zu erzielen, welches ihm auch kurz vor Schlutz durch einen Strafstotz gelang. Beide Mannschaften trennten sich nun mit dem Resultat 1:1.

Beilstein 1. — Niederscheld 2. 4:3 (2:3).

Am Sonntag, den 30. 8 31. standen sich auf dem Sportplatz in Beilstein die 2. Mannschaft von Niederscheld und die 1. Mann­schaft von Beilstein gegenüber. Um 3 30 Uhr gab der Schieds­richter das Leder frei. Sofort entwickelte sich ein scharfer Kampf. Beilstein ging durch 2 Treffer gleich in Führung. Niederscheld konnte aber bald darauf ausgleichen und ging sogar durch einen

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Auf die kurze Distanz war es unmöglich, danebenzuschietzen, I dock) das Glück war noch mit den Einheimischen. Der wuchtig tpM! getretene Ball traf die Schulter des Toc manns, und obwohl die- ...... lcr durch die entsetzliche Gewalt des Schusses niodergeschleudcrt [ würbe, sprang der Ball über die Stange und rollte hinter das. Netz.

„Ecke!" riefen die Hollywood-Spieler, und zu ihrer Uebcr- raschung (denn sie waren nach dem ersten Tor auf alles gefaßt) zeigte der Schiedsrichter auf die Eckfahne.

Dean war stolz auf seine Eckschüsse. Wenn man ihm schmei­cheln wollte, mutzte man ihm nur sagen, datz er Ecken wie Neredith schietzen konnte. Tommy Dean hatte das Eckenschietzen so gründlich trainiert, datz er das Leder bis auf einen Zoll genau placieren konnte, unk so konnte man ihm die überlegene beste, mit der er immer an seine Aufgabe schritt, nicht übel­nehmen.

Sein Ball schien sich mit der Tücke einer Schlange gegen bas ior zu winden. Ein wildes Getümmel, in dessen Mitte ^Narr stand, der besonders roh hergenommen wurde, war die Folge, lis es schlietzlich dem Tormann gelang, den Ball kurz wegzu- fauften. .

Das Leder fiel einem der Grrnsley-Läufer auf den Kopf, ter es rasch weitergab. Aber ein kleiner, vierschrötiger Spieler in rotem Dretz war auf der Wache. Ben Warriner traf den Ball Nit seinem linken Futz und lenkte ihn sausend in die rechte Ecke les Netzes. Das Tor war auf eine Distanz von nahezu dreißig Sieter geschossen worden und ließ selbst diejenigen, die imstande

waren, dieser rapiden Aktion mit den Augen zu folgen, starr vor Staunen.

Ein einziges webcs Stöhnen stieg aus der Menge auf, wie ihr Tormann den Ball aus dem Netz holte und zornig gegen die Feldmitte schleuderte, wohin der Schiedsrichter mit der Pfeife schon zeigte.

Aber die Hollywood-Spieler kümmerten sich wenig um den Kummer der Feinde. Wie ein Mann warfen sic sich auf ihren ge­liebten Führer und begruben ihn förmlich unter der Fülle ihrer Liebe in dem schlammigen Boden!

So wertvoll das Tor an sich ihnen war. die Tatsache, datz gerade Ben Warriner es geschossen hatte, brachte den Becher ihrer Freude zum Uebe rfließen.

Der Schutz war ihnen ein gutes Omen, ein Regenbogen auf grauem Himmel; ein Zeichen des Schicksals, datz alles so enden würde, wie sie es in ihrem Herzen wünschten, wenn der Schlutz- pfiff ertönen würde.

Es war auck ein Wunder, datz gerade der Hollywocd-Mittel- läufer das Tor idncßen mußte. Er war ein großes, international berühmtes Futzballgenie, doch schien es. als wenn er seit dem Tage, da er die dunklen Gründe eines Kohlenbergwerks ver­lassen hatte, um Futzba llbe rufsspieler zu werden, noch niemals ein Tor geschahen hätte. Er war immer der Scklachtlenker, der Feldherr gewesen Mit Kopf und Fützen konstruierte er die Situationen, die seine Stürmer dann nur zu^verwerlen hatten: doch niemals batte Warriner den Ball ins Tor befördert. Tie Menge liebte ihn und lachte doch, wenn er je versuchte, selbst ein Tor zu schietzen. Wohl lachte man mit herzlichem Wohl­wollen für den kleinen, vierschrötigen Spieler — aber man lachte.

War es da ein Wunder, datz die begeisterten Hollywood- Leute dieses Tor als sicheres Omen des Sieges betrachteten?

Aber von dem Augenblick an brach es über die Menge wie ein Irrsinn herein. Die 30 000 Zuschauer drängten wild und drohend an die Barriere, während die Girnsley-Spiclcr selbst wie hungrige Wölfe losbrachen. Ein Mann, der den roten Dretz Hollywoods trug, konnte kaum den Ball ansehen, ohne sofort brutal angegangen und zu Boden gelegt zu werden.

Ben Warriner ging der Mannschaft mit dem besten Beispiel der Selbstbeherrschung voran. Wäre er nicht auf dem Felde gewesen, so hätte mancher Hollywood-Spieler, wütend über die sckrankenlose Brutalität der zahlreichen Rempeleien, mit gleicher Münze heimgezahlt. Doch als Nixon mit selbst hier ungewöhn­licher Roheit einfach niedergeschlagen wurde, forderten die Holly­wood-Leute energisch vcm Schiedsrichter, datz der Täter sofort vom Felde gejagt werde.

Der Sd)iebsriditer wollte nichts hören. Er hatte jede Kon­trolle über das Spiel verloren, und niemand wutzte das besser als er.

Es wurde eher schlechter als besser, und das Spiel entwickelte sich aus einem Futzballwettspiel zu einer Keilerei, wobei aller­dings die Gastmannschaft nichts anderes tat, als sich gegen die rohen Ausfälle ihrer Gegner zu schützen.

Trotzdem verlor sie den Mut nicht. Als Lennie in die Läufer­linie zurückgezogen wurde, um die Verteidigung zu verstärken, griffen die vier übrigen Stürmer genau so tapfer an wie früher.

Es schien, als wenn das Glück sie wieder verlassen hätte. Der Regenbogen am grauen Firmament schien nur eine trüge­rische Spiegelung zu fein. Schüsse regneten nur so auf das Girnsley-Tor, jedoch der Tormann arbeitete wie ein Besessener. Er hielt Bälle, welche scheinbar unhaltbar waren, hielt sie oder lenkte sie zu Ecken, welche dann verschonen wurden.

Fortsetzung folgt.