Eamstag, den 1. August 1931
„Gießener Zeitung"
Nr. 61
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tonnten etwa 3 Milliarde! ogen worden. Nach dieser verbliebenen kurzfristi intzs, soweit AnhaltspnIu f rund 5 Milliarden M Karbon auf die Verkitten ind entfallen. Frankreich ?, die übrigen Länder mit anen Griafiung - sie ist Elfterer Febeutung - bei ig, bient die Noloerard- )\W ^r Mte Verknappung bei äk I und Begleiterscheinung dn fywv^ der M LÄrnl è anderem out orantiebanr, die auf Sr «inur des Nestes und f^ tapitd non M Millionen
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Sonntagsgeüanken.
Es war in heißer Erntezeit, im Sommersonnenbrand; da rief uns auf zum heiligen Streit das Vaterland In Ost und West zuckten aus schwarzen Wolken feurige Blitze, bis sich das unheilbringende schlagende Wetter über dem unglüdlid)en Europa entlud Als geeintes Volk standen wir damals in Heller Begeisterung auf, als der Sturm losbrach und der Feind die deutschen Grenzen bedrohte Millionen haben gelämpft. Millionen haben geblutet Die einen ruhen in ferner fremder Erde, andere sind heute noch lebend, Zeugen jener furchtbaren Zeit des Völkermordens.
Und heute? - Jeder Tag und jede Stunde und jeder Atemzug, den wir tun, erinnert uns daran, daß wir in Not und Elend, in Schande und Entehrung leben So war noch kein Volk dieser Erde jemals gedemütigt, so wurde noch kein Volk gequält, tiefer keines in seinem Lebensnerv getroffen, fester keinem Volke je die Sklavcnkelten gebunden, als uns, dem deutschen. Unser Haupt wollen wir aber nicht beugen, sondern auch im Unglück es stolz tragen. Unsere Kinder sollen dereinst von ihren Vätern jagen können, daß diese schwer gelitten, aber auch groß im Unglück waren. So groß, wie einst im Kampfe gegen eine Welt von Feinden. Zn uns steckt ja noch so viel Urkraft. Nach Waffen kann diese Kraft nicht langen Aber der lebendige deutsche Geist wird, wenn dieses Volk einmal wieder so einig sein wird wie vor 17 Jahren, ein freies Deutschland erarbeiten, damit unser Dätergut den Enkeln gegeben wird, wie es geschaffen war
Ueber der deutschen Erde wölbt sich noch immer der blaue Himmel. Der dort oben thront und die Geschicke der Menschen und Völker bestimmt, wird auch über den deutschen Landen wieder einmal die Sonne scheinen lassen, wenn er die Zeit gekommen sieht. Aber den Mut dürfen wir nicht verlieren; ein deutsches Volk kann nicht untergehen.
Der Sonntagsschreiber.
*
Mallon? — Deflation!
Zm deutschen Volke spukt, wie ein Gespenst, die Erinnerung an die Znflationsjahre. Man hegt Befürchtungen, bangt um die Sicherheit der Währung, sorgt sich um die Erhaltung feiner Spargroschen. Begreiflich, wenn man ermißt, welch unsägliche Selben die breiten Volksschichten während jener Zeit der Geldentwertung zu erdulden hatten. Unverständlich heute, wenn man den wahren Stand der Dinge unvoreingenommen beurteilt. Wenn der Blick nicht durch die Panikstimmung der letzten Wochen getrübt ist, wer sich in dieser schweren Zeit den gesunden Menschenverstand bewahrt hat, wird eins erkennen: unsere jetzige Lage hat keine Aehnlichkeit mit den Verhältnissen in den Inflationsjahren.
Was ist denn „Inflation"? Dieses viel mißbrauchte Schlagwort bedeutet: Aufblähung des gesamten Geldumlaufs, eine künstliche Vermehrung der Zahlungsmittel über den volkswirtschaftlichen Bedarf hinaus. Ihre Ursachen in den ersten Jahren nach dem Kriege liegen klar ^u tage. Das Reich gab unter dem Zwang der Verhältnisse, um den sich überstürzenden finanziellen Anforderungen gerecht zu werden, Schatzwechsel aus. Die Reichsbank war damals ermächtigt, diese Schalswechsel anzukaufen und als Notendeckung einzurechnen. Immer neue Schatzwechsel wurden ausgegeben, die Nolenpresse arbeitete unaufhörlich — die Flut des Papiergeldes stieg von. den Tausenden, Millionen über Milliarden zu den Billionen. Das Land wurde mit Papierscheinen überschwemmt, ihr Wert stürzte abgrundtief. Das war die Inflation.
Wie anders sieht es heute aus. Die Reichsbank darf, so steht es im Reichsbankgesetz, dem Reich nur in eng beschränktem Umfange Kredite einräumen. Schatzwechsel dürfen nicht mehr zur Notendeckung herangezogen werden. Die Entscheidung über die *Höhe des Geldumlaufs, wie überhaupt über die gesamte Währungspolitik, liegt in Händen des von der Reichsregierung unabhängigen Reichsbantdir-ektoriums. Es hat in der Diskonterhöhung, der Kreditbeschränkung wirksame Waffen in der Hand, um die Währung unter allen Umständen zu verteidigen.
Wie aber erklärt sich die heutige Zahlungsmittel- und Kreditkrise? Zahlungsmittel sind nicht zu reichlich vorhanden. Nicht
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Der Mittelstürmer von Hollywood.
Ein Fugball-Roman von Sidney Horler.
16. Fortsetzung.
Der Mittlstürmer dachte einen Augenblick nach. Es gab nichts auf der Welt, was er diesem bezaubernden jungen Geschöpf hätte verweigern können, aber eine große ^Versammlung, bei der es, wenn die Zeitung recht hatte. wahrscheinlich zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen würde. war kein Platz, wo man ein junges, feinfühlißes Geschöpf hinführen konnte.
„Es ist sehr tapfer von Ihnen, daß Sie dorthin gehen wollen, aber
„Es gibt kein Aber'." antwortete das Mädchen entschieden. „Ich weiß, daß meine Tante, die heute schrecklicher als je zuvor war, und viele andere Leute meine Absicht wenig damenhaft finden würden, aber ich kümmere mich nicht darum. -liscnn Stanley hier wäre, müßte er mich hinsühren, und da Sie momentan Stanleys Stelle vertreten ..."
führe Sie hin," sagte der ^ugballer. „Gleichzettig fehm Sie bedankt für Ihr Vertrauen!" ... . ..
Ich habe zu danken; ich will mir aber das für eine papen- dere Gelegenheit aufheben. Jetzt müssen wir uns beeilen. Ev wird schrecklich voll werden. Diese Zettel sind zu -Lau|enoen verteilt worden!" , „ .., .
Sic lenkten in die Hauptstratze ein, d,e zum Rathaus rührte. Eine dichte Menge drängte sich bereitsjn dieser Richtung Es war ein sehr gemischtes Publikum: ^âbrikarbeiter.^Handels- angestellte, Kaufleute, hier und da ein Geistlicher und manchmal Leute, denen man die Wohlhabenheit an sehen konnte.
^ch sehe nicht viele Damen," bemerkte Lick mit mißbilligendes Ausdruck, als sie sich, dem Eingang nKerten wo ein wirres Gedränge wie bei einem populären ^hballwettspiel ^n^gcn Sie mir, bitte, ja nicht, daß ich da nicht ^nein- gehen soll, oder ich müßte Sie hassen," sagte Margery K rkby mit einem plötzlichen Leidenschaftsausbruch
mich da hineinbringen'." "Während |ie sprach, klammerte ste' â) krampfhaft an seinen Arm, und als er sich zu
sah er, daß ihr Gesicht vor innerer Erregung glühte. <--'e > h aus. als wenn sie sich vorbereiten wollte, einer ichweren. a unausweichlichen Situation zu begegnen, die sie um leden -pre durchzustehen entschlossen war.
mit einer Inflation, einer künstlichen Aufblähung des Zahlungs- mittelumlaufs haben wir es zu tun, sondern mit einer gewissen Einschrumpfung des Geldumlaufs, einer drohenden Deflation. Dieser Zustand ist in erster Reihe durch die Krcditabziehungem des Auslandes hcroorgerufen worden. Die lurzfristigen deutschen Auslandsschulden betrugen Ende 1930 rund 11 Milliarden RM.; davon entfielen rund 8 Milliarden auf die Banken. Infolge der allgemeinen schweren Vertrauenskrise sind, plötzlich, panikartig, riesige Beträge dieser Kurzkredite von den ausländischen Geldgebern aus Deutschland abgezogen worden. Verschärft wurden die Wirkungen dieses Kreditabflusses durch andere, beschämende Vorgänge im Zulande selbst: die Kapitalflucht und die Devisen- Hamsterci. Kreditabziehungen und Kapitalflucht haben in den letzten Monaten schätzungsweise einen Betrag von 3 bis l Milliarden RM. erreicht. Die deutschen Banken, die so gewaltige Dovisenbeträge nicht verfügbar halten, mußten auf die Reichsbank zurückgreifen. Dadurch wurden die Deckungsgrundlagen, der Gold- und Devisenbestand, der Reichsbank verknappt. Sie iah sich daher genötigt, ihre Kreditgewährung einzuschränken und den Notenumlauf zu drosseln. Nicht Ueberfluß also, sondern Mangel an Zahlungsmitteln bedroht die deutsck-e Wirtschaft. Nicht Steigerung der Warenpreise, sondern Preissenkung ist zu erwarten.
Die einschneidenden Maßnahmen des Reiches — insbesondere Beschränkung des Verkehrs mit Devisen und ausländischen Zahlungsmitteln, Unterbindung jeder Devisenspekulation, Kampf der Kapitalflucht mit schärfsten Mitteln — sollen zusammen mit dem energijdym Vorgehen der Reichsbank die Lage entwirren, eine Entspannung auf den Kreditmärkten herbeiführen, aus dem Engpaß der Zahlungsmittelkrise einen Weg ins Freie bahnen.
* Die erste Ratenzahlung der Beamtengehälter in Hessen sichergcstellt. Die Auszahlung der ersten Rate der Gehälter der staatlichen Beamten und Angestellten in Hessen wird sich glatt vollziehen, nachdem die Mittel sichergestellt werden konnten.
* Prosessor Dr. Borgmann f. Am Mittwoch verstarb der ordentliche Professor der Forstwirtschaft unserer Universität Dr. phil. oec. publ. Wilhelm Borgmann im 63. Lebensjahre. Er war weit über unsere hessische und deutsche Grenze hinaus bekannt, als eine Autorität auf dem Gebiete der forstlichen Ertragspunkte und Statik. Als ehemaliger Stadt-verordneter im Gießener Stadt rat hat er sich auch große Verdienste um die städtischen Forsten und für das Stadttheater erworben.
* Konsularnachricht. Der zum liberianischen Generalkonsul in Hamburg ernannte Herr James S. Wiles ist anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hefen zugelassen worden.
* Aus dem Gerichtssaal. Ein Gastwirtsehepaar aus Friedberg stand wog?n wiederholten Betrugs, Urkundenfälschung und Unterschlagung vor dem erweiterten Bezirksschöffengericht. Beim Verkauf ihres Anwesens hatten sie den Käufer durch Vorspiegelung falscher Tatsachen um mehrere 1000 Mark betrogen. Das bereits verkaufte Anwesen wurde nochmals an eine Wirtin verkauft, die mehrere tausend Mark anzahlte und so geschädigt wurde. Ein Büffet, das schon anderweitig zur Sicherung übereignet war, wurde unter Vorlage einer gefälschten Freigabebescheinigung verkauft. Trotzdom boi'de Angeklagte alles ableugneten, wurden sie durch Vernehmung von 16 Zeugen und einem Schriftsachverständigen überführt. Der Wirt erhielt eine Eesamt- gefängnisstrafe von einem Jahr vier Monaten, die Frau acht Monate, zwei Wochen Gefängnis.
* Das Rauchverbot in den Personenzügen. Das in den einzelnen Eisenbahnwagen bczw. -abteilcn bestehende Rauchverbot muß unbedingt von den Reisendeir eingehalten werden. Auch das Rauchen in den Aborten und auf den Plattformen der mit „Nichtraucher" beschilderten Wagen ist nicht statthaft. Da diese letzteren Verbote etwas zu weitgehend schienen, wurde um vernünftige Klärung der Angelegenheit ersucht, da ja in diesem Fall die Mitreisenden vor Rauchbelästigung geschätzt wären. Die Reichsbahn-Hauptverwaltung lehnte jedoch eine Abänderung der bestehenden Bestimmungen ab. Zn den geschlossenen Nichtraucherwagen und in den Nichtraucherabteilen ist das Rauchen also auch in den dazugehörigen Aborten nicht gestattet.
* Großes Marine-Konzert. Heute, Samstag abend, 8 Uhr, spielt das Mufikkorps des Linienschiffs „Schlesien" unter Leitung
Es war allerdings kein Platz für ein junges Mädchen. In dem Bemühen, Einlaß zu gewinnen, stieß und drängte alles wie wahnsinnig. Dick mußte seinen Arm um das Mädchen legen, um sie vor den Stößen der drängenden Menge zu schützen.
Zu seiner größten Erleichterung sah er Ben Warriner auf den Stufen stehen. Die Freunde wechselten einen raschen Blick, und der Hollywoodführer tarn herbei.
„Ben," sagte der Mittelstürmer, „die Dame ist Miß Kirkby, eine gute Freundin von mir und die treueste Anhängerin unserem Klubs. Sie will um jeden Preis zur Versammlung! Kannst du ihr einen sicheren Platz verschaften?"
..Gewiß! Wir haben am Balkon dreißig Sitze für unsere Spieler und deren Freunde reserviert. Dort sind Sie vor jeder Störung sicher, Miß; das heißt, wenn Sie nichts dagegen haben, zwischen einem Haufen von Fußballern zu sitzen!" fügte Warriner hinzu, den der Liebreiz und die Vornehmheit der jungen Dame etwas verlegen machten.
. „Wenn Sie wüßten, wie ich mich gleich, als Sie das erstemal für Hollywood spielten, in Sie verliebt und wie ich Sie seither immer geliebt habe, Mr. Warriner," antwortete das junge Mädchen heiter, „dann würden Sie es nicht wagen, so zu fragen Es wird mir eine sehr große Ehre sein, mitten unter der Hollywood-Mannschaft zu sitzen, besonders wenn ich einen Platz zwischen Mr. Marr und Ihnen bekommen kann! Wird das möglich sein?"
„Ich werde es unter allen Umständen möglich machen' antwortete der Hollywood-Spielführer.
Warriner sprach ein paar Worte mit den Ordnern, welche sofort eine kleine Seitentür öffneten und die kleine Gesellschaft rasch hineinschoben, bevor noch die Menge nachdrängen konnte.
„Heliger, ist das aber eine Fülle!" rief Margery aus^als sie vom Balkon auf die dichtgedrängte Menge unten im Saal blickte _
.Sagen Sie mir." wandte sie sich an Ben Warriner, „kann man aus diesem großen Zuspruch nicht schließen, daß es eine Möglichkeit der Rettung für den Klub gibt?"
Der Hollywood-Spielführer lächelte grimmig.
- ^Nach dieser großen Menge zu schließen, müßte man uns für die populärste Mannsâ)aft des Landes halten, nicht wahr?" antwortete er. „Ich hoffe mit Ihnen, Miß Kirkby, daß dieser große Zuspruch bedeutet, daß die Stadt entschloßen ist, den Klub zu hallen, aber ich fürchte, daß der überwiegende Teil her An
von Obermusikmeister W. Welge, in der Volkshalle. Der Reinertrag aus diesem Konzert ist für das Marine-Ehrenmal in Laboe bestimmt.
*Lukas-Gemeindc. Am Sonntag nachmittag findet auf der „Liebigshöhc" ein Familientag der Kirchengemeinde statt, bei dem der Verein für christliche Musik den musikalischen Teil ausführt und der Mädchenbund und die Zugcndvcrcinigur.g mit verschiedenen Darbietungen das Programm ausfüllcn wird.
* Aus dem Stadttheater. Als 8. Vorstellung der biesjährt gen Sommerspielzeit findet am Dienstag, den 1. August, abends 8 Uhr Anfang, ein einmaliger Konzertabend der Kuban-Kosaken statt. Die Rusien bringen Volks- und Soldatenlieder, geistliche und weltliche Gesänge zum Vortrag.
* Kurzschriftverein 1861 mit Damenabteilung e. V. Auf der „Karlsruhe" ist am Samstag, den 1. August, ein Vereins- abend, als Ehrenabend für die Wettschreiber vom Bezirks- und Vcrbandswcttschreibcn.
* Verein für Bewegungsspiele. Der Verein hält am morgigen Sonntag-Nachmittag auf seinem herrlich gelegenen Wald- sportplatz ein Familien- und Kinderfest ab.
* Schützcngcsellschast 1926 e. B. Das diesjährige Dereins- Hauptschießen ist am Samstag, den 1., Sonntag, den 2. und Montag, den 3. August auf dem Waldschießstand.
Flugtag am 9. August.
Am 9. August 1931 wird auf unserem Flughafen ein Flugtag zur Durchführung gebracht. 9leuartigitc Rückenflüge und Vorführungen, als auch die verschiedenen Arten des Kunstfluges werden gezeigt. Ein Geschicklichkeitswettbewerb wird ausgetragen werden und hat hier der Flugzeugführer die Aufgabe, Ballons zu jagen. Ein Zielabwurf auf eine Hausattrasipe wird sich direkt vor den Zuschauer abspielen und wird bei guten Treffern das Ziel in Flammen aufgehen. Ein besonders sportliches Ereignis widd es sein, daß erstmalig die verschiedenen Sportarten auf dem Flugplatz zusammen arbeiten werden. Eine Staffelte, bestehend aus Läufer, Reiter, Radfahrer, Kraftfahrer, Autos und Flugzeugen wird sich auf dem Rollfelde abwidcln. Die Sensation des Flugtages wird der Fallschirmabsprungwettbewcrb sein, an dom unter anderem ber Inhaber des Fallschirm-Rekordes (Sprung aus 5200 Meter Höhe) Georg Resch, Würzburg, teilnimmt. Die (Eintrittspreise zum Flugtage sind der Zeit entsprechend niedrigst festgclegt und betragen so für Erwachsene —.50 RM., Kinder —.30 RM., Startplatz 1.— RM.
Steuertermine.
Ab i. 8. 1931 starke Erhöhung der Vorzugszusästäge für Steuern: 5 Prozent für jeden angefangenen halben Ditonat für rückständige Steuerbeträge. Erhöhung der Verzugszinsen auf 2 Prozent monatlich.
5. August I9ZI.
Neich: Lohnabzug für die Zeit vom 16. bis 3 f. Juli, falls im Ueberweifungsverfahren die bis zum 15. Juli einbehaltenen Beträge 200 RNT. nicht überstiegen haben, für die Zeit vom > bis 31. Juli.
Gleichzeitig Abführung der im Steuerab zugsvcrfahren einbebaltenen Lödigensteuer. Ferner Abführung der Krifenlohnsteuer.
i l. August 1931.
Reich: Börsenumsatzsteuer für Juli bei monatlicher Abrechnung.
"5- August 193 r.
Hessen: Zweites Ziel der Kirchen und Kultussteuern. Reich: Vermögenstcuervorauszahlung wie am 15. 9Kai 1931 (Landwirte zahlen erst am 15. 11. zwei Viertel).
Aufbringungsleistung für die erste Hälfte des Rechnungsjahres 1931.
Gegen Hornhaut
Hühneraugrn, verdickte Hornichwielen an Händen und Füßen bat sich „LeoNn" als sauberstes und bequemstes Mittel zur gründlichen Seicmqunq aller harten Haut- Wucherung.'N bestens bewährt Packung für mebrmah en Gebrauch mit genauer lücbrauch-:' nwetzung 60 Pf. 3n allen Chlorodont- Perlaus?jtellcn zu haben.
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wesenden nur aus Neugierde und auf die Notiz in der Zeitung hin gekommen ist." „Was für eine Notiz?"
„Zn der .Evenina Times' wurde angedeutet, daß es heute abend hier zu Ausschreitungen kommen könnte," sagte Marr. „Wenn es dazu kommt, wissen Sie, wem wir es zu danken yaben?"
„Wenn man den Teufel an die Wand malt ..." zitierte Margery.
Marr folgte ber Richtung ihres Blickes. Weithin sichtbar durch seine unförmige Körperlichkeit, betrat eben Fairfar Stopford den Saal, umgeben von einer Gruppe ihn scheinbar bewundernder Gecken.
„Was will er denn hier? So viel Feingefühl sollte er doch haben, um wegzubleiben!" flüsterte das Mädchen.
Die Lippen des Fußballers verzogen sich zu einem verächtlichen Lächeln.
„Feingefühl!" antwortete er. „Er hat kein! Wenn er welches hätte, wäre er nicht so fett!“
Hoch oben am Balkon übertönte ein heiteres Mädchen- gelächter das lärmende Summen der großen Menge im Saal. • Zahlreiche Leute reckten ihre Hälse empor, um zu sehen, woher ; dieser plötzliche Heiterkeitsausbruch kam.
Auch die unförmige Gestalt des Dicken wandte sich wie von einer Tarantel gestochen plötzlich um. Marr blickte in ein großes, dickes, rotes Gesicht, das ihn und seine Begleiterin wütend an- gloßte
„Er glaubte wahrscheinlich, daß Sie ihn auskachen." sagte der Mittelstürmer ruhig. Zn seinem Innern freute er sich aber wie ein Schuljunge, wenn einem unbeliebten Lehrer etwas widerfährt.
„Ich wünsche, daß er es glaubt!" antwortete das Mädchen. „Man hat auch genügend Grund, um über ihn zu lachen. Wissen Sic, Dick, bevor Sie jene Bemerkung vorhin machten, mußte ich an Stopford immer als an etwas (furchterregendes denken; jetzt kommt er mir eigentlich nur mehr komisch vor."
„Jetzt sieht er aber gar nicht komisch aus, eher, als ob er einen Mord vegehen wollte! Er hat irgendeine Schandtat vor, sonst wäre er ja auch nicht hier. Bitte, entschuldigen Sie mich für einen Augenblick, ich glaube, Warriner hat mir etwas zu sagen!"
„Ich will dich nicht lange aufhalten, Dick," sagte der Hollywood-Spielführer, „ich bitte dich bloß, mir zu sagen, ob du bereits für einen anderen Klub unterschrieben oder zu unterschreiben versprochen hast." Fortsetzung folgt.