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^^^^S I W (Sieucitc Nachrichten) ^— "^ ((Siebener Tageblatt)
Erscheint Mittwochs und Samstags.
Bezugspreis 2,40 JC vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rück- leiibung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
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WMWe Tagesschau.
Reichspräsident und Reichsregierung haben dem japanischen Kaiser zur Thronbesteigung Glückwünsche und ein Ehrengeschenk in altdeutscher Goldschmiedearbeit überbringen lassen.
Die deutsche Delegation für die deutsch-ungarischen Handelsvertragsverhandlungen ist in Budapest eingetroffen.
Die zwischen Deutschland und Litauen seit etwa 2X> Jahren schwebenden Handelsvertragsverhandlungen sind zum Abschluß gebracht worden. Die Unterzeichnung des Vertrages steht unmittelbar bevor.
Die „Germania" bringt die offizielle Mitteilung, daß am 8. und 9. Dezember in Köln ein Zentrumsparteitag stattfindet. Äor der Tagung findet eine Sitzung des Parteivorstandes und des Parteiausschusscs am gleichen Ort statt.
In Berlin fand eine Kundgebung für die deutschen Schulen in Polen statt.
Der Stadlverordnetenausschuß für die internationale Presseausstellung in Köln nahm den Bericht der Verwaltung über das vorläufige finanzielle Ergebnis der Ausstellung entgegen. Einnahmen und Ausgaben bewegen sich im allgemeinen innerhalb des Voranschlags, der mit 7 Millionen Mark balancierte.
Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis der Nationalrats- mahlen in der Schweiz erhielten: Freisinnig-Demokratische Partei 58 Mandate (bisher 59), Katholische Volkspartei 46 (42), Sozialdemokratische Partei 50 (49), Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei 31 (31), Liberaldemokratische Partei 6 (7), Sozia lpolitiker 3 (5), Kommunisten 2 (3), Parteilose 2 (2).
Polen führt an Stelle des österreichischen das deutsche Paßsystem ein.
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.âaf Zeppelins" ßeimflug.
Wieder hat „Graf Zeppelin" den Kampf mit den Wetter- verhältnissen über dem Ozean ausgenommen. Nach verhältnismäßig kurzem Aufenthalt in Läkehurst ist der „L. Z. 127“ am Montag früh aufgestiegen. Es ist der erste Flug, eines Luftschiffes, der in West-Ostrichtung unternommen wird; und wir wissen, daß Flüge in West-Osttichiung verhältnismäßig leichter Md; denn der Rückenwind, gegen den „L. Z. 127“ auf der Hinfahrt so schwer anzukämpfen hatte, wird ihm auf der Rückfahrt helfen und die Fahrtgeschwindigkeit erheblich heraufsetzen.
Die Hinauszögerung des Startes zum Rückflug, der ursptüng- üd.) so erfolgen sollte, daß das Luftschiff noch zur „Ila" ankam und die Unterlassung eines Amerika-Rundfluges ist im wesent- ; lichen darauf zurückzuführen, daß die Reparaturen an der hinteren Stabilisierungsfläche doch längere Zeit in Anspruch genommen haben, als man ursprünglich annahm. Hinzu kam, daß nach Fertigstellung der Stabilisierungsfläche eine erneute Ueber- arbeitung vorgenommen werden mußte, weil die Art der Be- jetstigung nicht den Wünschen Dr. Eckeners entsprach.
Wie groß das Interesse und zugleich das Vertrauen auf die Sicherheit der Zeppeline ist, bewies am besten der große Andrang nach Teilnehmerkarten. Trotz des an sich ja nicht gerade niedrigen Preises von 3000 Dollar pro Person harten sich über IOD Anwärter für den Rückflug des „Grafen Zeppelin" gemeldet,
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oon denen bekanntlich nur sechs durch Los bestimmt mitgenom- Men werden konnten. Ebensogroß war die Post, die der „Graf Zeppelin" mitnehmen sollte, die von Tag zu Tag anwuchs.
Wir hoffen, daß der Rückflug des „Graf Zeppelin" ohne alle Zwischenfälle und Havarie verlaufen wird.
„Graf Zeppelin" darf eines jubelnden Empfanges in Deutsch- I land gewiß fein.
Günstiges Flugwetter.
London. Die in den späten Abendstunden des Dienstag von bei irischen Küste vorliegenden Wetterberichte verzeichnen außerordentlich günstiges Wetter für den Flug des „Graf Zeppelin". Die Sicht ist ausgezeichnet, starker Westwind verbessert die Flug- bedingungen.
Landung bereits Mittwochabend?
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Friedrichshafen. Generaldirektor Eolsmann vom Lustschiff- bau hatte gestern abend eine längere Konferenz mit den be-
Ioau yane gepern uoenm eine luivyciv jvuiv|xivuo nm tekkigten Stellen über die Gestaltung des Empfanges für „Graf Zeppelin". Darnach bleibt es im wesentlichen bei dem bereits bekannten Rahmen. Es werden übrigens zahlreiche hervorragende Ehrengäste erwartet, so hat u. a. der Reichsverkehrs-
minister v. Guèr a rd sein Erscheinen zugesagt.
Die Aussichten der Ankunft werden in Kreisen des Luft- shiffbaues sehr günstig beurteilt. Man hofft jetzt sogar, daß das Tchiff noch am Mittwoch bei Tageslicht in Friedrichshafen ein- tüfft. Ob diese Hoffnung in Erfüllung geht, hängt allerdings da Mm ab, ob der günstige Wind anhält, den das Luftschiff augenblicklich hat.
Der EisensKieössprnch.
Der Arbeitgeberverband der nordwestlichen Eisenindustrie tot die Ablehnung des Schiedsspruchs beschlossen und die Ee- wttrkschaften unb den Schlichter entsprechend benachrichtigt. Wenn Echt alles täuscht, bereitet man Stillegung vor, und zwar soll bi -ese lediglich auf die Werke im Bezirk der nordwestlichen Gruppe besschränkt werden, wobei etwa 125 000 Arbeiter der eisener- Ogenben Werke und etwa 100 000 in den weiterverarbeitenden Betrieben betroffen würden.
Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21.
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Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M
Mittwoch, -en 31. Oktober 1928
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Zur Berwastungsreform.
Aus einer Denkschrift deutscher Verbände.
Die sechs wirtschaftlichen Spitzenoerbände der Industrie, des Großhandel, des Einzelhandels, der Banken, des Handwerks und des Industrie- und Handeltags haben eine umfangreiche Denkschrift über die Kosten der öffentlichen Verwaltung ausarbeiten lassen. Damit soll die Diskussion über die Verwal- tungsvereinfachung und über das Verhältnis von Reich und Ländern bestimmt werden. In dieser Denkschrift wird festgestellt, daß eine Verdoppelung der Gesamt kosten des öffentlichen Verwaltungs-Apparates, eine Erhöhung des reinen Steuerbedarfes abzüglich der Zölle auf nahezu das Dreifache, eine Steigerung der Gebühren und der sonstigen Entgelte aus 175 Proz. und ein Rückgang der Einnahmen der öffentlichen Hand aus die Hälfte im Gegensatz zu 1913 verzeichnen ist. Es wird ausgerechnet, daß nahezu ein Drittel des Volkseinkommens den Bedarf der öffentlichen Verwaltung ausmache. Zum Finanzbedarf in Höhe von 18,1 Milliarden Mark komme noch die Belastung durch die Reichsbahn- und Industrie abgaben mit 0,9 Milliarden Mark, weiterhin wird auch der Aufwand der gesamten Sozialversicherung in Höhe von 3,95 Milliarden Mark hinzugerechnet. Daraus
errechnet man einen öffentlichen Aufwand von insgesamt Milliarden gegenüber 8,5 Milliarden im Jahre 1913.
Die Technische Nothilse bleibt.
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Eine Streichung der Reichsetatmittel für die Technische Not- : ist nicht beabsichtigt, sondern nur eine genaue Nachprü- 1 der notwendigen Mittel. Reichs innenininist er Severing es für notwendig, daß die Technische Nothilse im Ernst- ! bei gemeinnützigen Betrieben (Gas, Elektrizität, Eisen
bahn) eingesetzt werde.
9er Syel-Bührchös teilweise genehmigt.
In der Angelegenheit des Bahnhofs Rüsselsheim hat die Botschafterkonferenz zu Paris nunmehr den Anschluß des Verladebahnhofs der Opelwerke an die Hauptgeleise der Reichsbahn genehmigt. Hoffentlich gelingt es der Votschafterkonferenz bald, auch den Widerstand gegen den Bau des neuen Geleises von Bischofsheim nach Rüsselsheim zu überwinden und damit dieses weitere Hemmrtis einer 'wirtschaftlichen Fortentwicklung zu beseitigen.
Der frühere hessische Zinünzminister Dr. Henrich ist gestern abend gestorben. Finanzminister Henrich war seit langem an einem Darm leiden erkrankt. Der Verstorbene, der 1864 in Langgöns geboren war, kam aus der mittleren Beamtenlaufbahn zuerst in deir Justiz- und später in den Finanzdienst. Von 1908 bis 1917 war er Stadtverordneter in Darmstadt. 1917 wurde er in Darmstadt besoldeter Beigeordneter. Dem Hessischen Landtag gehörte er seit 1911 an. 1919 war er auch Mitglied der Deutschen Nationalversammlung. Henrich wurde mit dem Umsturz Finanzminister und hat dieses Amt bis zum Januar dieses Jahres bekleidet. Nach feinem Abgang machte in die Universität Gießen zum Ehrendoktor. Er war einer der umstrittensten hessischen Minister und mutzte sich ununterbrochen seiner Gegner erwehren. Mit ihm verliert die Demokratische Partei Hessens einen ihrer hervorragenden Vertreter. Auch der politische Gegner wird anerkennen Müssen, daß Henrichs Leben jederzeit treuer, hingebender Arbeit für das Wohl des Landes gewidmet war.
Die Zusammensetzung des Wohnungsausschusses im Reichstag.
Im Wohnungsausschuß des Reichstags sind die einzelnen Parteien entsprechend ihrer Stärke im Reichstagsplenum vertreten. Dominierend sind die Sozialdemokraten mit 10 Sitzen, die Deutschnationalen haben 5, die Deutsche Volkspartei, das Zentrum und die Kommunisten je 3, die Bayerische Volkspartei 2 und die Demokraten und die Wirtschaftspartei je einen Sitz. Den Vorsitz im Wohnungsausschutz führt der Kommunist Höllein. Die Zusammensetzung des Wohnungsausschusies ist für den Hausbesitz von besonderer Bedeutung, weil alle das Miet- und Wohnungswesen betreffenden Fragen dort matzgebend vorbehandelt werden. Wenn auch letzten Endes die endgültige Entscheidung erst im Reichstagsplenum fällt, so handelt es sich dabei meist nur um eine äußere Form und eine Bestätigung dessen. was der Wohnungsausschuß auf Grund seiner Verhandlungen beschloßen hat.
Der Wohnungsausschuß setzt sich folgendermaßen zusammen:
Sozialdemokratische Partei: Ferl, Parteisekretär; Hermann, Parteisekretär; Kuhnt, Amtshauptmann; Frau Kurfürst, Hausfrau; Lipinski, fächs. Staatsminister a. D.; Frau Nemitz; Nowack, Gewerkschaftsangestellter (Schriftführer); Peus, Redakteur; Schnabrich, Parteisekretär; Witte, Landesrat.
Deutschnationale Volkspartei: Domsch, Gutsbesitzer; Leopold, Bergwerksdirektor a. D.; Mentzel, Handwerkskammer- syndikus; Rieseberg, Väckerehrenobermeister; Dr. Steiniger, Verbandsdirektor a. D.
Deutsche Volkspartei: Beythien, Senator a. D.; Eramm, Landwirt; Winnefeld, Bergmann.
Zentrum: Bielefeld, Architekt unb Maurermeister, Präsident der Handwerkskammer Münster; Schönborn, Angestellter; Stemm ei- Eewerkschaftssekretär.
Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg total 12 Pfg., die 90mm breite Reklame-Pctitzcile 96 Pfg. Platz' Vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt, für Vollklischee-Anzcigen außerdem besondere Ermäßigung.
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Kommunistische Partei: Frau Arendsee, Buchhalter'n; Höllein, Redakteur (Vorsitzender); Repschläger, Vorsitzender des Zentralverbandes der Zimmerer.
Bayerische Volkspartei: Schmitt, Kommerzienrat; Troßmann, Geschäftsführer.
Deutsche Demokratische Partei: Büll, Gewerbetreibender (stellvertretender Vorsitzender).
Wirtschaftspartei: Lucke, Oberpostsekretär.
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Unfallverhütung im Straßenverkehr.
Stellungnahme des Deutschen Touring-Club.
Die Zunahme der Verkehrsunfälle in der letzten Zeit läßt
unerläßlich erscheinen, daß dieser Angelegenheit, sowohl von
den Behörden als auch von den zuständigen Interesienten-Or
ganisationen, die größte Aufmerksamkeit zugewandt wird. Es handelt sich bei dieser Frage um Leben und Gesundheit von Tausenden und darum sollten Mühe und Kosten nicht gescheut werden. Der Deutsche Touring-Elüb hat der Unfallverhütung von ejher besondere Aufmerksamkeit zugewandt.
In dreifacher Art und Weife kann die Verkehrssicherheit gefördert werden. Durch Ausbau der Straßen, durch eingehende Verkehrsregelung und durch Erziehung der Straßenbenutzer.
Der Ausbau der Stoßen stößt natürlich heute auf die größten finanziellen Schwierigkeiten. Dennoch kann auch hier in manchen Fällen schon durch kleine Mittel viel erreicht werden. Wie leicht laßt sich z. B. manche unübersichtliche Kurve durch Entfernung eines Gebüsches, einer Hecke u. a. übersichtlich gestalten, wle viele Gefahrenquellen könnten durch richtige Anbringung einer guten Warnungstafel unschädlich gemacht werden! Auch die gute Beleuchtung gefährlicher Stellen ist von großer Bedeutung.
—Die Verkehrsregelung ist heute nach gesetzlicher Festlegung der allgemeinen Bestimmungen eine Angelegenheit der Ortspolizeibehörden. Es sind hier jeweils die örtlichen Verhältnisse maßgebend. Ohne Zweifel ist auf diesem Gebiete in manchen Orten schon viel Gutes geleistet worden. Vieles bleibt aber noch zu tun übrig.
Die größte Bedeutung bei der Bekämpfung der Verkehrs- unsicherheit ist der Erziehung aller Straßenbenutzer zum Verkehr beizumessen. Was nützt die beste Organisation, wenn sie nur getragen wird vom Zwang, wenn nicht jeder einzelne, der an ihr beteiligt ist, ihr Ziel, ihre Zweckmäßigkeit und ihre Notwendigkeit erkannt hat, wenn ncht jeder bereit ist, seinen Willen dem der Organisation unterzuordnen. Behörden, Eltern, Schule und Presse müssen Zusammenarbeiten beb der Erziehung ber Straßenbenutzer, von denen Aufmerksamkeit, Vorsicht und Rücksicht verlangt werden muß. Immer wieder muß der Allgemeinheit der Grundsatz eingeprägt werden: „Sicherheit vor Allem". Die Verkehrspolizei hat hier die Aufgabe, sowohl während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit erzieherisch auf das Publikum einguwirken, als auch sich den Schulen für den Unterricht der Kinder in Verkehrsangelegenheiten zur Verfügung zu stellen. Sie muß natürlich darauf bestehen, daß die Vorschriften für den Straßenverkehr beachtet werden, denn die Einhaltung strengster Verkehrsdisziplin liebt im Intersie aller Straßenbenutzer, sowohl der Fußgänger, wie auch der Automobilisten.
Eine weitere Erschwerung der Erlangung .des Führerscheins scheint weder notwendig noch zweckmäßig. Unseres Erachtens sind die Verkehrsunfälle nicht auf irgend welche Mängel in der Kraftfahrerausbildung zurückzu-führen, noch auf eine zu gelinde Handhabe der Prüfungsbestimmungen, sondern in den meisten Fällen auf zu geringe Vorsicht und Rücksicht der Straßenbenutzer. Daß die Frage des Füherscheins bei der Unfallverhütung von geringer Bedeutung ist, geht schon daraus hervor, daß die Bestimmungen für die Erlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeuges in den meisten Ländern weniger streng sind als bei uns, ja, daß sogar vielfach die Kraftfahrer eine Prüfung überhaupt nicht abzulegen brauchen, ohne daß dadurch in den betreffenden Ländern eine größere Unfallfrequenz vorläge.
Die Einführung einer allgemeinen Unfallstatistik würde im Interesse der Hebung der Verkehrssicherheit sehr zu begrüßen sein. Dadurch, daß in jedem einzelnen Falle die Gründe, die das Unglück herbeiführten, genau festgelegt würden, würde wertvolles Material für die Unfallverhütung gewonnen werden. Zwar wrbe die Durchführung einer solchen Statistik für die Behörden mit großen Schwierigkeiten verbunden sein, aber der Erfolg dürfte sicherlich die Mühe lohnen. Der D. T. E. ist gerne bereit, die zuständigen Stellen bei dieser Arbeit zu unterstützen und wir glauben, daß auch die Versicherungsgesellschaften, — überhaupt alle am Verkehr interessierten Stellen — ihre Mitarbeit zusagen würden.
Die zwangsmäßige periodische Nachuntersuchung der Kraftfahrzeuge auf ihren verkehrssicheren Zustand erscheint uns nicht als geeignetes Mittel, die Verkehrssicherheit wesentlich zu fördern. Jeder Kraftfahrer ist naturgemäß im eigenen Interesse darauf bedacht, sein Fahrzeug in einem Zustand zu erhalten, der ihm größtmöglichste Gewähr für Fahrsicherheit gibt. Außerdem ist zu bedenken, daß eine solche Untersuchung den zuständigen Stellen eine große Arbeitslast aufbürden würde, die zu dem Erfolg in keinem Verhältnis steht.
Noch einmal sei es gesagt: Die wichtigste Voraussetzung für die Hebung der Verkehrssicherheit ist die bewußte Unterordnung aller Straßenbenutzer unter die Verkehrsregeln. Erste Forderung ist: Aufmerksamkeit, Vorsicht, Rücksicht, — und oberster Grundsatz: Sicherheit vor Allem!