Donnerstag, den 28. Juni 1928.
„Gießener Zeitung"
Nr. 52.
’ Einers
Die Hilse am der Lan-jiraße.
Gemeinsame Arbeit im Hilfsdienst bei Autounfällen.
Durch die Presse ging in letzter Zeit ein Artikel über Stra- ßenhilfsdienst. Wenn über diese Frage in der Öffentlichkeit schon einmal gesprochen wird, so ist es ohne weiteres zu unterstreichen, wenn die Notwendigkeit eines solchen Straßenhilfs- dienstes in diesem Artikel betont wird. Der Slraßenhilfsdienst ist eine Einrichtung auch in anderen Ländern, die allen Kraft- fahrzeugbesitzern, ob sie nun einem Verbände angehören oder nicht, in gleicher Weise zugute kommen muß. Nur dann ist der Ausdruck „gemeinnützig" gerechtfertigt. Was würde eine solche Einrichtung bedeuten, wenn sie nicht jedem Fahrer und in weiterer Bedeutung überhaupt jedem Straßenbenützer zugute kommt! Soll diese Organisation aber diese Bedingung erfüllen, ähnlich wie andere große Organisationen auf anderen Gebieten, dann ist es falsch,diese Angelegenheit zur Sache eines einzelnen Verbandes zu machen. Die „Aha"-Autohilfe, zu der heute die meisten Automobilverbände Deutschlands und auch anderer Organisationen, wie der Verein reisender Kaufleute usw. zählen, hat schon als erste vor bereits zwei Jähren den wichtigen Gedanken der Stratzenhilfe aufgegriffen und, allerdings mit kleinen Mitteln, den Grundstock zu dieser wichtigen Einrichtung gelegt. In Mittel- und Norddeutschland ist bereits eine Reihe von Strecken ausgebaut, und sie haben sich auch hervorragend bewährt. Demnächst sollen auch in Süddeutschland einige Strecken ausgebaut werden. Die „Aha"-Autohilfe verfolgt nur gemeinnützige Zwecke und ist absolut nicht auf Erwerb eingestellt. Es geht dies schon daraus hervor, daß das Reichsverkehrsministerium,das an dieser Organisation das größte Interesse hat, unter vielen ähnlichen Organisationen allein die „Aha"-Autdhilfe als diejenige bezeichnet hat, die Gewähr dafür bietet, daß der Gedanke der Stratzenhilfe in Deutschland richtig zur Ausführung kommt. Das Ministerium hat deshalb auch eine weitgehendste Unterstützung dieser Organisation zugesagt, was eine Behörde niemals einem einzelnen Verbände gegenüber tun könnte. Es muß hier die Frage gestellt werden, ob es richtig ist, datz nur ein großer deutscher Automobil-Club in der Lage ist, den Straßenhilfsdienst einzurichten.
Unseres Erachtens dürste dadurch der Allgemeinheit nicht in dem Matze gedient sein, wie es durch einen Zusammenschluß aller Verbände geschehen könnte. Warum soll aus eigennützigen Gründen die schon einmal bestehende gute Grundlage, welche die „Aha"-Autdhilfe geschaffen hat, vernachlässigt und etwas Neues geschaffen werden, was nur zur Zersplitterung und zum gegenseitigen Bekämpfen He raus fordert! Wir haben doch wahrlich in Deutschland auf anderen Gebieten genug abschreckende Beispiele, die vor Zersplitterung warnen. Könnten die deutschen automobilistischen Verbände hier nicht ein Beispiel schaffen, das zeigt, daß es zweckmäßig und fördernd für das ganze Automobilwesen in Deutschland ist, wenn unter Beiseitelassung aller Prestigegründe gemeinsame Arbeit geleistet wird? Warum in die Sportverbände Uneinigkeit tragen, wenn es hier um eine gemeinsame Sache geht? Der Stratzenhilfsdienst ist nur unter Mitwirkung aller interessierten Kreise zu schaffen und auszubau^n.
BermögenSsteuernotiz.
Nach einem Erlaß des Reichsfinanzministers ist seitens der Finanzämter in den Fällen, in denen der Steuerpflichtige die Vermögenserklärung zwar verspätet, aber bis zum 15. Juli ds. Js. bei dem Finanzamt eingereicht hat, von Zuschlägen wegen verspäteter Abgabe der Erklärung abzusehen.
Englische Kabelmelüungen nach Südamerika.
(Fortsetzung.)
Am 0. berichtet der belgische Kriegsminister, nach Meldung aus Washington, datz die Deutschen in der Schlacht bei Lüttich — allmählich werden es eine Unzahl von Schlachten bei Lüttich! —, daß die Deutschen 7000 Tote und Verwundete hatten; zwei Regimenter Ulanen sind getötet. (Im allgemeinen bleibt bei belgischen Siegen immer nur noch eine Patrouille übrig, um den Deutschen den belgischen Sieg verkünden zu können!) Gleichzeitig werden bei Spaa zwei Regimenter Ulanen bis aus die erforderlichen Meldereiter aufgerieben. Aus Rache dafür werden die belgischen Einwohner getötet. Schon am 5. konnte die „Gazette de Bruxelles" die Niederlage der Deutschen bei Lüttich sehr ernst nennen. Nähere Details gab dann Paris am 6.. Hiernach war das deutsche 7. Korps flüchtend nach Holland übergetreten , ohne aber von den Belgiern aus Neutrali- tätsgründen verfolgt zu werden. In dieser Schlacht wurde auch Leutnant von Forstner gefangen, der aussagte, daß man den Truppen in Berlin die Versicherung gegeben hätte, überhaupt keine unangenehmen Schwierigkeiten in Belgien vorzufinden. Neben sonstiger zahlreicher Siegesbeute werden hier eine Menge Zeppeline gefangen. Die Lage wird für die Deutschen immer gefährlicher; schon am 7. meldet Paris, das 50 000 Franzosen in Lüttich einmarschiert seien. Brüssel gibt noch am 7. bekannt, daß Deutschland offiziell 25 000 Verluste zugeben müsse und die belgische Regierung um Waffenstillstand gebeten habe. In Brüssel gibt der Kriegsminister am 7. offiziell bekannt, daß das 7. Korps übergetreten sei; die Civilgarde aber verfolge den übrigen Teil des geschlagenen deutschen Heeres und mache sich besonders den Ulanen fürchterlich. Die belgischen Verluste gibt Paris am 8. mit 2000 Mann an; an einer Stelle des Schlachtfeldes hätten 25 000 Belgier sich gegen 125 000 Deutsche nicht nur gehalten, sondern auch eine deutsche Kavalleriedivision dezimiert, Ulanen seien überhaupt aufgerieben. Am 8. kann dann Brüssel versichern, daß in Lüttich alles intakt, aber drei deutsche Armeekorps vernichtet seien. Kein Wunder, daß die Stadt Lüttich nun das Kreuz der Ehrenlegion erhielt, was ungeheuren Jubel auslöste. Von nun an beginnt ein krampfhaftes Bemühen, die Welt und auch Belgien über Lüttich im unklaren zu halten. London und Paris berichten am 9. gleichzeitig, daß der deutsche Anmarsch stocke und die Vereinigung der Engländer und Franzosen mit den Belgiern geglückt sei. Wieder bittet
Lokales.
Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. B., Gießen.
Södel—Melbach, im Straßenzug Friedberg—Hungen, vom 25.6. bis auf weiteres; Umleitung: Echzell, resp. Oppershofen. Ruppertenrod—Ulrichstein, im Ohmstraßenzug, vom 26. 6. bis auf weiteres; Umleitung: Stumpertenrod—Unter-Seibertenrod oder Groß-Eichen— Vobenhausen II.
* Straßensperre. Wegen Vornahme von Straßenbefesti- gungsarbeiten ist die Kirchstraße zwischen der Straße Am Pfarrgarten und dem Kirchplatz ab 25. Juni 1928 bis auf weiteres für allen Fährverkehr polizeilich gesperrt.
* Umgeleitet werden mußten wegen der durch Straßenbau- arbeiten bedingten Sperrung des preußischen Teiles der Landstraße zwischen Gießen und Krofdorf die Kraftposten Gießen- Krofdorf vom 28. Juni ab bis voraussichtlich 21. Juli über Abendstern. Während dieser Zeit verkehren die Postkraftwagen nur von und bis zu der Kreuzung der Hauptstraße, Gießener- und Kinzenbach erstraße in Krofdorf.
* Gültigkeit der Hindenburg-Wohlfahrtsmarken. Der Vertrieb der Hindenburg-Wohlfahrtsmarken durch die Postanstalten hört mit Ende Juni auf; die Wertzeichen können aber noch bis einschließlich 31. Juli zum Freimachen der Postsendungen benutzt werden.
* Vier Generationen Rechtsanwälte. Beim hiesigen Landgericht wurde dem Gcrichtsassefsor Dr. Kurt Rosenberg, Sohn des Rechtsanwalts und Notars Iustizrat Dr. Rosenberg, hier, die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft beim Landgericht der Provinz Oberhessen erteilt. Damit ist der in Hessen und wohl auch weit darüber hinaus außerordentlich seltene Fall zu verzeichnen, daß innerhalb einer Familie in vier Generationen in ununterbrochener Folge die Rechtsanwaltschaft ausgeübt wird.
* Am Sonntag, den 24. Juni 1928 veranstaltete der Quartettverein Gießen unter persönlicher Leitung seines vorzüglichen Chormeisters, Herrn Leib, im Garten der Universitäts-Nerven klinik in Gießen — Am Steg 18 — ein Konzert zum Besten der Kranken. Die hervorragenden Leistungen des Vereins fanden allgemeinen Beifall, was auch schon daraus hervorging, daß der Verein auf Wunsch der Kranken noch einige Stücke zugab.
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* Vom Verband Oberheffen im Hessischen Sängerbund. Hier fand eine Sitzung der Gauvorstände des Verbandes Oberhessen im Hessischen Sängerbund statt, die sich in erster Linie mit der Wahl des Provinzialchormeisters zu beschäftigen hatte. Man wählte zum Provinzialchormeister den Mufiklehrer Blaß- Großen-Linden, zu seinem Stellvertreter Musiklehrer Kasten- Gießen. Weiter wurde beschlossen, regelmäßig Gau-Liedertage mit Wertung der gesanglichen Leistungen abzuhalten; die Durch-
Deutschland um dreitägigen Waffenstillstand, währenddessen von 35 000 Mann der Garde cinique die Schanzen ausgebessert werden. Der 9. August bringt nach Pariser Meldungen eine neue Schlacht, die sich zwischen Lüttich und Maastricht abspielt. Hier ist nun die Niederlage der Deutschen geradezu entsetzlich, der Restt wird aufgerieben, Lüttich ist nun ganz frei. London erfährt gleichzeitig aus Brüssel, daß die Deutschen sich in hellen Haufen vor Hunger ergeben und daß besonders die Sozialdemokraten diese Gelegenheit zur Aebergabe benutzen. Das Bombardement von Lüttich war überhaupt nur schwach, da es den Deutschen an Munition fehlt. Es ist eben nichts in Ordnung! Am 13. werden die Forts von Lüttich dann wieder bombardiert, wie Brüssel zugibt. Die deutschen Kräfte sind aber zu schwach, so daß Paris schon am 10. berichten kann, daß zwei österreichische Korps zu Hilfe gerufen werden müßten.
Die deutschen Gesuche um Waffenstillstand vor Lüttich an General Linaert spielen überhaupt eine große Rolle. Sie werden aber nie bewilligt! Kann doch schon am 8. Brüssel amtlich melden, daß 20 000 Franzosen im Anmarsch seien. Am gleichen Tage meldet Linaert nach Brüssel, er bewillige keinen Waffenstillstand; und London „Exchange Telegraph Company" verkündet die Vernichtung eines bayrischen Armeekorps in Belgien durch die Franzosen. Von anderer Seite des Schlachtfeldes gibt General Goudrier die Verluste der Deutschen auf 8000 Tote und 30 000 Verwundete an. Am 10. findet nach Brüsseler Meldungen ein neuer Kampf bei Lüttich statt, bei dem die Deutschen wiederum an Toten allein 8000 und an Gefangenen 1700 verlieren. Die Franzosen schneiden den Deutschen den Rückweg ab, die Belgier ihtb andere Franzosen greifen von vorn an. Inzwischen scheinen die Deutschen allerdings einmal durch Lüttig durchgezagen zu sein; die Forts halten sich nämlich noch nach offizieller Bekanntgabe des belgischen Kriegsministers vom 14. Gleichzeitig erringen die Belgier einen glänzenden Sieg — offiziell! — bei Tirlemont und Haelen, wobei die Deutschen 10 000 Tote und 5000 Gefangene verlieren und auch bei Lüttich läßt der Kriegsminister für Belgien einen Sieg mit 3500 deutschen Gefangenen drucken. Londoner „Exchange" baut dann die Sache weiter aus. Jetzt sieht General von Emmich das Vergebliche seiner Bemühungen ein; er verübt Selbstmord, erhält den Pour le mérite, sein Nachfolger wird General von der Marwitz. Am 15. wird sein Tod in London durch „Exchange Telegraph" bestätigt; am 19. tut es Brüssel.
Am 13. siegen dann nach Brüsseler Meldungen die Belgier glänzend bei Namur. Der Fall von Namur wird dann am 25. von Paris gemeldet, mit dem Hinzufügen, daß er ganz un
führung obliegt dem Gau. Ein Provinzialsängertag soll in diesem Jahre aus finanziellen Gründen nicht stattfinden, doch wird eine vollzählige Beteiligung der Sänger an dem Bundessängertag in Gießen erwartet. Die Durchführung dieser Veranstaltung ist Aufgabe des Gaues Lahn.
W Rah und Fern.
Lich. Am 16. Juli wird der Licher Sommermarkt stattfinden. Voraus geht, wie alljährlich, das Licher Iu^endfest, bei dem die gesamte Licher Jugend mit Musik durcy die Straßen zum Festplatz zieht, wo ein buntes Volksfest abgehalten, wird. Am darauffolgenden Montag findet dann der Rindvieh, Schweine- und Krämermarkt statt, mit dem eine Prämiierung von hessischem Fleckvieh und Vogelsberger Vieh verbunden ist.
Bad Nauheim. Kaum hat der Sommer seine Herrschaft angetreten, so wird das Kurhaus der Schauplatz eines Festes, das, von dem Glanz und Reiz einer Sommernacht verklärt, zu den geselligen Ereignissen ersten Ranges in Bad Nauheim zählt. Dieses „Sommernachtsfest", das von unseren Gästen stets mit lebhaftester Spannung erwartet wird, findet am Samstag, den 30. Juni auf der Kurhausterrasse und in den Kurhaussälen statt. Nach dem Auftakt eines Promenadenkonzerts ist Tanz die Devise des Abends. Zu diesem Zwecke werden nicht weniger als vier Tanzkapellen aufgeboten. Im „Tanzpalast" (großer Bühnensaal) wird für den Sommernachtsball das Kurhausorchesters unter Leitung von Fr. Schmidt spielen. Bei günstiger Witterung wird im Konzertgarten, sowie auf der et- höhten Terrasse je ein Tanzorchester spielen. Nach der Fackelpolonäse, die um 11 Uhr ihren Anfang nimmt, wird der Tanz im Freien sein Ende haben. Dagegen wird es dann auf der Strandterrasse, wofür die Halle vor dem Konzerthaus eine entsprechende Ausschmückung bekommt, urgemütlich hergehen. Im Tanzpavillon (großer Speisesaal) wird eine Jazzband die neuesten Schlager spielen und auch in dem Vorsaal des Tanzpalastes wird sich eines Stimmungskapelle hören lassen. Die Kurhaus terrasse und der Konzertgarten werden wieder im Glanze feenhafter Beleuchtung prangen, so daß nichts fehlen wird, was zu einem richtigen Sommernachtsfest gehört. Der Besuch wird jedermann erleichtert dadurch, daß keine besondere Toilettenvorschrift herrscht und Sommerkleidung als die geeignetste bezeichnet werden kann. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt.
Schotten. Der Gewerkschaft „Louise" tn Nieder -Ohmen (Kreis Alsfeld) ist von der Hessischen Oberen Bergbehörde Bergwerkseigentum in den Gemarkungen Ober-Schmitten, Eichelsdorf und Unter-Schmitten im Kreise Schotten zwecks Gewinnung von Eisenerzen erteilt worden. In den Gemarkungen dieser Ortschaften wurde bereits in früheren Jahrhunderten Eisenerz gefunden.
Büdingen. Büdingen besitzt, wie wenig bekannt sein dürfte, neben seinem charakteristischen mittelalterlichen Stadtbilde auch eine Reihe wertvoller Mineralquellen, deren Erbohrung nunmehr beschlossen ist. Der Wünschelrutenforscher Otto Edler von Graeve hat sich zur genauen Feststellung der Quellen vor kommen bereit erklärt; der weitere Fortgang hängt von dem entsprechenden Beschlusse des Gemeinderates ab.
Frankfurt a. M. Im Jahre 1932 wird die Stadt Frankfurt den sich in diesem Jahre zum 100. Male jährenden Todestag Goethes durch eine groß angelegte Goethe-Iubilüuins-Aus- stellung würdig begeben. Auch eine große Gartenbau-Ausstellung soll 1932 wieder in Frankfurt veranstaltet werden.
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haben voraussichtlich Ereignisse mitgesprochen, die man nicht berücksichtigt habe. Was Lüttich anbelangt, so erklärt die belgische Regierung noch am 14., daß kein Fort gefallen sei. Noch am 19. macht die belgische Gesandtschaft in Londorr offiziell bekannt, daß die Forts sich sämtlich in Händen der Belgier befänden. Dagegen geben am gleichen Tage London und Paris den Fall von Lüttich bekannt. Der Fall von Brüssel wird nirgends erwähnt; nur beiläufig schlüpft in der „Times" vom 25. die Meldung durch, daß Brüssel schon 20 Millionen von den 200 - Griegs Kontribution bezahlt habe. Zu gleicher Zeit macht sich Paris darüber lustig, daß die Deutschen für Sachen in Brüssel zwei Francs bezahlten, die nur 50 Centimes wert seien, alles bar bezahlten und fremdes Eigentum in jeder Weise schützten. Auch seien die Deutschen in vorzüglichster Verfassung.
Immerhin waren aber ins Ausland einige wenige Nachrichten gelangt, die dem Zensor nicht genehm warmen nachträglich. Daher verbietet London bereits am 15. über die Schlachten und Begebenheiten bei den Verbündeten nähere Angaben zu machen, nachdem am 10. das War Office bereits verboten hatte, über die Verluste der Verbündeten zu berichten. Am 13. verbietet der belgische Kriegsminister, irgendwelche Mitteilungen ohne Erlaubnis zu bringen. Vereinzelt kamen nach Nordamerika noch Nachrichten durch die drahtlose Station in Tuckerton, die wohl ab und zu eine Botschaft für die deutsche Gesandtschaft übermittelte, die dann auch der Presse 'weitergegeben wurde. Im übrigen gab es nur verspätete zufällige briefliche Nachrichten. Der Zustand wurde in Newyork so unerträglich, daß dort große Belohnungen für deutsche Meldungen ausgesetzt wurden, weil man diesen mehr trauen wollte. Endlich erhielt Amerika wahre Nachrichten durch Herrn Breckenridge von der „Tennessee", der hiermit sein in Berlin gegebenes Versprechen ehrlich einlöste! Es scheint nun aber, daß man von England aus die wenigen drahtlos nach Arnerika übermittelten Nachrichten als noch zu überflüssig angesehen und entsprechende Vorstellung unter Hinweis auf die Neutralität angebracht hat. Jedenfalls wurde am 24. die Station Tuckerton für ankommende Meldungen gesperrt, die der Station Nashville zufielen. Tuckerton darf nur noch abfenden. Der Verdacht liegt nahe, daß Tuckerton die größere Reichweite hat und daher ausgeschaltet werden sollte.
Schluß folgt.
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