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Samstag, Ken 14. Aanuar 1928

Nummer 5

3®

Ä^EWvten 9' Im Haushaltungsausschuß des Reichstages wurde beschlos- ^nncbou? ton Selbst^ die Regierung aufzufordern, baldigst ein Schutzgesetz für flcniiun. ntviiwcktiltere Arbeiter und Angestellte vorzulegen.

W^riiMbtto Der argentinische Außenminister, Gallardo, der sich zur Werverk ^äeit in Paris aufhält, hat bei dem deutschen Botschafter in Pa- Wohn-ode- .^â «s ^"< Besuch abgestattet unS ihm noch einmal den offiziel- Dank der argentinischen Regierung für seine Aufnahme in ausgesprochen. Auch er persönlich äußerte sich "d^'nst.Betrieb, «ßerordentlich befriedigt über den herzlichen Empfang, der Sofort, ihm zuteil geworden ist.

M?np"cr* Wie mitgeteilt wird, ist die Meldung, daß der japa- ---- ' ' _it ische Untersekretär des Völkerbundssekretariats, B E I*RH T! »« kimara, Berlin aufsuchen wird, zutreffend. Es han- HLbtche22 jähr. Guts-»elt sich um einen Höflichkeitsbesuch.

Wmochil>rßalb-

wlttse mit 1200 Moro

gr Altu. 270 000M Wad) Berichten aus Friedrichshafen wird der neue Z ep- barwünschl sich mit so-p e l i n L. Z. 127 schon im Mai fertig sein. Das neue Luft- liden Herrn auch ohnejchisf, bas Nationaleigentum ist, wird schon im August eine S b^auV^ nach Nord- und Südamerika unternehmen.

Berlin C. 25. *

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Der amerikanische Staatssekretär Kellog lehnt in ziemlich

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tiefem ab.

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An der französisch-italienischen Grenze auf dem Mont Ce­nis ist es gestern zu einem schweren Grenzzwischenfall zwischen beiderseitigem Militär gekommen.

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Im Staate Colorado in U. S. A. ist es zu schweren Streif?

««ruhen gekommen. Man erwartet die Verlängerung des r Kriegszustandes über das Streikgebiet.

Stabt im» Laa»

i Perlen

2 schützen Dich I und Erkältung

Das Zeitalter der Romantik zwischen Stadt und Land ist versunken. Es bestand in den Jahrzehnten, ehe die große Agrar- s krise ausbrach, vor der Gründung des kampffreudigen Bundes her Landwirte, so schreiben dieLeipziger N. Nachr." Da­mals sah der Städter im flachen Land hauptsächlich eine Gele-

in Apotheken u. Drogerien ]

-Troger. E. Aarn, Kai'genheit zu stimmungsvollen Sonntagsausflügen und zur som- Noll, Löwett-Trogeric merlichen Erholung, während der Bauer seinerseits die Stadt Kilbinger.um ihre Vergnügungen beneidete und sie im übrigen für eine

1 «Massenansammlung von mehr oder weniger begüterten Tage-

6L»88^6I^^en hielt, die gleichsam zum Spaße gelegentlich etwas .»^leichte Arbeit taten. Marxistische Anschauungen, die Gegensätze sucht ab 1. jânuu --- Ischen Erzeugern und Verbrauchern spielten in diese oer? iter Kundschalt tue '^^ltnismähig harmlosen Gedankengänge nur wenig hinein. Sie verlässigen entflammten die. Gemüter eigentlich erst wirklich in den Capri-

Vnrfrowr vi-Tagen, in den Tumulten um die Handelsverträge. Von da 1 U wirkte ihr Gift allerdings recht gründlich. Der Normal-

d ß| iMItirdter ließ sich nicht ungern davon überzeugen, daß dem Bauer ès'e.e .___----alles zuwachse und daß er für diesen vom Himmel fallenden ^"I"n rohherzig Wucherpreise erpresse; der Landwirt hinwie-

herum begriff nicht, warum just er, der sich wenigstens den gan-

liWfÄ jen Sommer lang vom Morgengrauen bis in die sinkende Nacht ^2§^ ^^^gh^ f L3nd^*'^^^ I kttrAtT» rrnÄs+rt t-w OTRlt-tX umS STT? aI+av 7n4 tt nrw frrrviörr SttöTll^ TT n dix

hinein quälte, in Wind und Wetter seinem harten Beruf nach-

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gehen mußte, warum just er an der geldlichen Ueberfülle, die auf bas neue Reich niedersiel, nicht teilnehmen sollte. So stan­den sich Land und Stadt gereizt und feindselig, verständnislos gegenüber. Die größere Druckkraft, der wirtschaftliche Vorteil lag bei der Stabt; durch die rasend rasch fortschreitende indu­strielle Entwicklung wurden die Agrargebiete ausgelaugt und liefen Gefahr, zu veröden.

Theorie und Praxis trieben uns auf den Industriestaat hin. Deutschlands Boden, so wurde gelehrt, reichte nicht aus, um ein sich rasch vermehrendes Volk zu ernähren; der Gewerbe- fleiß der Bürger, vor allem der Ausfuhrhandel müßten für Deckung des Fehlbetrages sorgen. So schossen die Fabriken in die Höhe, entwickelten sich die Städte zu immer gewaltigeren Gebilden, und ruhelos saugten sie die junge Kraft des Landes auf. Statt nach Amerika auszuwandern, das früher für die Phantasie der Armut Kanaan und Ophir gewesen war, dräng­ten jetzt die Massen des jungen Landvolkes in die Steinmau­ern. Jedes neue Hunderttausend städtischer Einwohner wurde als eine Kulturerrungenschaft, alsmoderner Fortschritt" be­grüßt, und nur vereinzelte Stimmen wiesen darauf hin, daß zwischen den düsteren Hofwänden der Mietskasernen viel fri­sches Leben dahinwelkte. Jene Jahrzehnte industriell-kommer­zieller Blüte waren so entwickelungsfroh und so selbstsicher, daß ihre Kinder auf den letzten Höhen der Menschheit zu wandeln wähnten und in der deutschen Landwirtschaft eigentlich etwas Ueberwundenes, dem Untergang Geweihtes erblickten.

Schon vor dem Kriege hat indes gesunder Menschenverstand mit beginnender Einsicht diesen Uebertreibungen entgegenge- roirkt. Englands viel gerühmtes Beispiel schien doch nicht in allen Einzelheiten ohne weiteres auf deutsche Verhältnisse übertragbar. Wenn John Bull seine Landwirtschaft achselzu.k- kend zugrunde gehen ließ, so gehörten ihm dafür die Meere, waren seine Verbindungen mit den Kornkammern und Fleisch­gründen der Welt unantastbar gesichert. Deutschland mit seinen immer gefährdeten Grenzen und seiner viel zu schmalen See­

basis, durfte sich dem Jnselreich nicht vergleichen. Der Krieg zeigte, wie berechtigt die Einwände der Vorsichtigen gewesen waren. Niemand von uns wünscht den Nachkommen eine neue Hungerblockade, und niemand wird deshalb leichtfertig den deutschen Acker aufgeben wollen. Vielmehr gilt es, seine Frucht­barkeit und seine Leistungsfähigkeit aufs äußerste zu steigern. Der Städter hat, wenn auch unter Last und Leid, erfahren, was der benachbarte Bauer für die Lebensmittelversorgung bedeutet, und der Bauer weiß seit den Kriegsjahren, wieviel Elend und Sorge in den schimmernden Großstädten wohnt.Die Schicksalsverbundenheit des Gesamtvolkes ist'uns allen wieder sehr deutlich eingeprägt worden. Und wenn auch diese und jene politische Partei noch immer im Trüben zu fischen ver­sucht, wenn die alten Methoden der Verhetzung von Stadt und Land auch noch nicht völlig in die Rumpelkammer geschleudert sind selbst die Sozialdemokratie ist allmählich vom simplen Bebelianismus zurückgekommen, buhlt, manchmal durchaus nicht verschämt, um bäuerliche Wahlstimmen und behauptet nicht mehr, daß der Weg zum glorreichen Zukunftsstaate erst dann wirklich frei werde, wenn die letzte Bauernkate verschwunden sei. Stadt und Land sind seit dem Kriege in ein erträglches Verhältnis zueinander gekommen.

Ihre innere, notwendige Gegensätzlichkeit bleibt bestehen, sie muß auch als heilsame Quelle kultureller Entwickelung erhalten bleiben. Der Zug in die Stabt ist ja bereits in der Nachkriegszeit beträchtlich nachgelassen, aber noch immer lockt das Licht zuviele Motten an. Eine vernünftige Beschränkung der Abwanderung aus den dörflichen Bezirken und den Land­städten ist zur Erhaltung unserer Agrarwirtschaft ebenso nötig, wie ernsthafte, ehrliche Unterstützung der Siedlungsbestrebungen. Hier darf nicht dauernd dilettiert und experimentiert werden. Und was den Schutz der bodenständigen Landbevölkerung vor der Abwanderung in die großen Städte anbetrifft, so wäre es wohl an der Zeit, zu erwägen, ob die Freizügigkeit auch der jüngsten Jugend unbedingt aufrechterhalten bleiben soll, und ob wir tatsächlich in alle Zukunft vom flachen Lande verlangen wollen, daß es aus seinen Mitteln deutsche Menschen groß­ziehe, bis in die Jahre der Erwerbsfähigkeit hinein unter­richte und stark mache, um sie dann im Handumdrehen an die Riesennester zu verlieren. Besondere Anerkennung verdienen alle Bestrebungen, unsere uralte bäuerliche Kultur zu erhalten oder neu zu gründen, sie auf jeden Fall vor verhängnisvollen, nivel­lierenden und ungesunden städtischen Einflüssen zu bewahren. Hierbei müssen wir alle mithelfen, und ganz besonders sollte sich der gebildete Städter dazu verpflichtet fühlen,dem öde Gleichmacherei verhaßt ist, der überkommenes deutsches Erb­gut treulich an seine Kinder weiter geben will. Deshalb sind die Bemühungen der Heimatbünde, die vornehmlich dem flachen Lande gelten, reger Unterstützung wert, und wir begrüßen es, wenn die deutschen Mundarten, die Sprache unserer Dörfer, auch im Schrifttum und aus der Bühne gepflegt werden. Jede Schönheit der Heimat vorm Verblassen zu behüten und in die Zukunft hinüberzutragen, ist Aufgabe der Stadt, wie des Lan­des; hier finden sich die Herzen, hier eint sich das Volk. Liebe, bewundernde Liebe für deutsche Landschaft, Ehrfurcht vor den Schöpfungen unserer Großen, ob sie nun in Worten oder in Stein ragen; feines Verständnis für die gewachsene, kraftvoll schlichte Anmut des Bauernhauses sie einen uns alle, sind die Plattform für gemeinsame, kerndeutsche Kulturbestrebungen.

Niemand weiß freilich, wie die wirtschaftlichen und politi­schen Dinge sich entwickeln werden. Es mag wohl sein, daß wir uns noch weiter als bisher amerikanisieren, daß der städtische Geist weiter an Macht und Einfluß gewinnt. Geschichtliche Prozesse lassen sich nicht aufhalten. Doch gerade wen diese Ueber­zeugung leitet, gerade der muß die bedrohliche Einseitigkeit der rein städtischen Einstellung klar erkennen, und mindestens eine Ueberhastung des Tempos verhindern. Unsere Landwirtschaft wird nur solange leben und schaftenskräftig sein, als sie eine deutsche Landwirtschaft ist. Nun und nimmer läßt sich aus dem deutschen Bauernhof etwas wie eine Getreide- und Fleisch-

De. Geßler tritt zurück.

Nach neuesten Meldungen legt Reichswehrminister Dr. Geßler, der in letzter Zeit zwei Söhne und die Mutter verloren hat und dessen Gesundheit zu wünschen übrig läßt, sein Amt endgültig nieder. Bis zu den Reichstagsneuwahlen und der Regierungsneubildung wird Reichskanzler Dr. Marx das Reichs­wehrministerium vertretungsweise übernehmen.

Mit dem Parteibuch in der Sand.

Berlin. Wie verlautet, soll der Posten eines Ministerial­direktors im Preußischen Finanzministerum (Hochbauabteilung) mit dem Stadtbaurat Dr. Kühn aus Forst besetzt werden. Stadtbaurat Kühn hat nach dem Urteil von Fachleuten und auch nach Mitteilungen der Technikerverbände keinerlei Eignung für das Amt, außer daß er sozialdemokratisch orientiert ist. Ob die preußische Regierung an seiner Ernennung auch festhalten witd, wenn bekannt wird, daß Stadtbaurat Kühn sich verschie­dentlich und vergeblich um Stadtbauratstellen größerer Stabte beworben hat, in deney die Sozialdemokraten teilweise die Mehrheit haben, jedenfalls aber ausschlaggebend sind? So hat er sich ohne Erfolg in Berlin, Hannover, Maigbeburg und Bochum beworben und ist dort von seinen eigenen Parteifreund den abgelehnt worden.

Verworrene ZugchörUMMMiM.

Als weiteres Beispiel der verworrenen Zugehörigkeitsver- Hältniffe lenkt dieNWZ." die Aufmerksamkeit auf die Besitz- verhältnisie, die auf dem Altkönig im Taunus obwalten. Der Berg ist nicht preußisch und doch preußisch, nicht hessisch und doch hessisch. Auf den Höhen des Altkönigs besitzt die hessische Gemeinde Steinbach ein 223 Morgen großes Waldgebiet. Steinbach hat bis 1810 recht oft seinen Herrn wechseln müssen: es war nacheinander Besitz von Münzenberg, Falkenstein, Epp­stein, Stolberg, Hanau, Hessen, Hessen-Kassel, Frankreich (von 1806 bis 1810); seitdem liegt es als hessische Exklave inmitten preußischen (bezw. bis 1866 nassauischen Besitzes. Das Alt- fönigsgebiet war ehedem Cronberg er Markwald, in dessen Besitz sich viele andere Orte teilen. 1809 wurde der uralte Waldver­trag aufgelöst und 10 Gemeinden teilten die 3370 Morgen große Waldfläche unter sich; hiervon bekam die Gemeinde Steinbach 223 Morgen. Der Herzog von Nassau behielt sich im Vertrag zahlreiche Rechte und Nutzungen über das Steinbacher Gebiet vor, die aber 1866 von Preußen übernommen wurden. Daraus haben sich nun ganz merkwürdige Verhältnisse entwickelt, und zwar: Das Gebiet, Wald und Wild gehören der hessischen Ge­meinde Steinbach, die staatlichen Rechte übt aber Preußen aus, die kommunalrechtlichen Befugnisse liegen in Cronberg. Die Jagdverwaltung übt die hessische Oberförsterei Ober-Eschbach, den Wildschutz aber übt die preußische Polizei in Cronberg aus. Die Jagdverpachtung steht Steinbach zu, aber der Jagdschein muß in Preußen gekauft werden. Cronberg heimst natürlich die Grundsteuer ein, wie auch die Wiesbadener Landwirtschafts­kommer die üblichen Kammerbeiträge von Steinbach heischt Den Förster darf natürlich wieder Steinbach bezahlen usw. Um diesen eigenartigen Verhältnissen ein Ende zu machen, be­mühen sich die Steinbacher, die infolge ihrer exponierten Lage wirtschaftlich nicht vorankommen, schon seit Jahren um ihre Derpreußung".

fabrik machen, niemals wird der deutsche Bauer sich kanischen Farmer angleichen, der im Grunde ein ist, ein kaufmännisch-rechnender Belieferer seiner und nichts mehr. Aehnliche Arbeitsbedingungen

dem ameri- Großstädter Kundschaft, hierzulande

würden die Vernichtung der bäuerlichen Idee, die Proletari­sierung des flachen Landes bedeuten. Davor aber graut wohl auch dem Zukunftssichersten von uns. Wir wollen den ländlichen Besitz in seiner Unabhängigkeit und Selbständigkeit erhalten und dadurch der Stadt wie der gesamten Nation den unver­brauchten Lebenstrom bewahren. Hand in Hand, Schulter an Schulter können so Stadt und Land zu dem ihnen gesetzten Ziele gelangen.

Ier beusch-polnische Handelsvertrag.

Abschluß erst in Monaten.

Die deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen, die gegen Ende des vorigen Monats unterbrochen wurden, sind am Donnerstag in Warschau wieder ausgenommen worden. Grund­legend für das Fortschreiten der Verhandlungen ist vor allem die Klärung der Frage, ob Polen seine Zölle stabilisieren will oder nicht. Von der Frage, die praktisch eine Erhöhung der jetzt zu zahlenden Zölle auf nahezu das Doppelte bedeutet, hängen felbstverstäckdlich die materiellen Forderungen der deut­schen Unterhändler ab. Es ist damit zu rechnen, daß sich die Verhandlungen noch monatelang hinztehen, ehe sie zur Unter­zeichnung des sogenannten kleinen Handelsvertrages führen.

Steuerslreik.

Oldenburg. Donnerstag versammelten sich in Ahlhorn 500 Bauern, Handwerker und einige Kaufleute. Es war die Pa­role ausgegeben worden, in einen Steuerstreik einzutreten und Strafen über diejenigen zu verhängen, die trotzdem ihre Steuern bezahlten. Die Redner forderten unter stürmischem Beifall u. a. die Aufhebung der Finanzämter und Auswanderung der Beamten nach Kanada, Herabsetzung der Voamtenjgehälter, Auf­hebung der Pension, Verminderung der Zahl der Abgeordneten, Herabsetzung der Diäten, Ermäßigung der Steuern usw.

(Durch solch unkluge Demonstrationen können die bestehen­den Mißstände nicht beseitigt werden, sie mögen aber den ver­antwortlichen Kreisen ein Zeichen sein, wie weit man mit der Belastung des Mittelstandes gehen darf.)

Bauer in Not!

Unter dieser Parole hatte derHessische Bauernverein- in Marburg a. d. L. eine Vertrauensmännerversammlung ein­beirufen, um über Selbsthilfemaßnahmen zu beraten, die an­gesichts der unhaltbaren Zustände sofort getroffen werden müs­sen, wenn die Landwirtschaft nicht untergehen soll. Die Ver­sammlung war stark besucht und der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach einleitenden Ausführungen des ersten Vor­sitzenden, Landwirt Johs. Mink- Wolfshausen und Herrn Direktor Fürst-Marburg, die sich mit den Ursachen der Not: Unerträgliche Erhöhung der Steuersätze und Soziallasten, man­gelnde Zollparität, zunehmende Dienstbotennot, Zinswucher (Beispiel: Bei einer Schuldenlast von rund 28 000J1 allein 11 000 Ji Zinsen) usw. beschäftigten, setzte eine allgemeine er­regte Aussprache ein, in den immer wieder der Wille zur Tat hervortrat. Es wurde schliesslich eine Entschließung angenom-