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Samstag, 31. Dezember 1927

2. Blatt der Gießener Zeitung

Nr. 53

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l*li^ Ausstellung

zum Seleil.

3m Schneegewand. so weit die BNcke reiche«. Seh ich die Welt. « Neblich märchenhaft Tritt aus bts Wald«» dunklem. tiefen Schweige» Das neue Jahr I* fugendfrischer Kraft

Hin über blendend werße Hderbreitcn,

Tie ruhend »un In Dialersdan« erstarrt, Zrh ich es hoch erhoben talwärts schreite« Zum Heimatdorf, wo froh man seiner Hartt.

Ein güt'ge, Lächeln ruht le feinen Zügen.

Sein Ballig leuchtet Helle, sonnoerklärr And froh erregt hab' ich dem wonnigliche« Neuen 3 " r»ln Blick nun nochgekehrt.

Da fitti^fs hrü am dnnklen Firmamente, Es grüßet fern her dort ein lichter Schein. Ter trägt die goldne Inschrift Jahreswende". Nun, liebes Jahr. tritt froh »er Zeit herein.

Da rühren sich der Glorien eherne Zunge«, Ihr ^ubetklang erfüllet Berg und Tal;

Zu Ehre au* dem Jahre nun. dem Junge«, Ertönt zur Welt ein mächtiger Choral.

Doch wie ich lausch' der Klänge da den schönen

Die sich verlier« im Weltall fernen weit, Da fühle ich ein seltsam leise» Sehne« Im stillen Rückblick zur Vergangenheit.

Im Geist kann ich mein Volk da wiederf-hen, von Zwietracht, Haß und blinden Wahns verwirrt. Vereinsamt stehn am Abgrund. an dem sâhen,

In feinem eignen Heimatland verirrt.

Doch soll ich nutzlos lange hier verweilen In jenen Jahren, jenen bittren dort?

0 nein? Ich will mit rüftgen Schritten eilen Hin mit dem Zeitenlaufe fort und fort

Ist auch, mein Volk. dein Ausblick noch kein freier.

Verhüllt dein Weg ein düstrer Nebelhang.

Es naht ein Tag, da lichten sich die Schleier Und soll es waren auch noch Zeitenlang. Dann wird die Sonn im Morgen rot dir lachen.

Dein Frühling leuchtet überm Trümmerfeld Und durch dein Leben geht ein neu Erwachen Und Neues blüht, wo Altes ist zerschellt.

Gehn doch der Völker Wege so verschieden Urewig schon im großen Weltgeschehn;

Sie führen hin durch Kampf zum stillen Frieden. Durch dunkle liefen auf zu lichten Höhn. Wohlauf? Ermanne dich und mutig blicke voll Zuversicht Ins neu geborne Jahr.

Noch sind so reich an Wechsel die Geschicke Und Gottes Mühlen mahlen wunderbar.

Phik. Trautmann, Landwirt, Reichelsheim.

HW 1926 raskasst Gießen.

diesiahnge ordentliche MitgÜcder, -Parkasse statt. Die Aufsichtsbehörde üungstaf Dr. Heß vom Äretamt waren neben dem fast voWoMz id dessen Vorschenden, Herrn Mr- ter der Stadt Eichen und der Cant ; letzteren waren mit 46 Stimme timmen vertreten. Außerdem Mn lden des hessischen Sparkassen-' und

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«I mit einem Meingewinn °°» eingewinn nebst bem Bottrog om ammen 46 684,89 Ä werben auf )ei «IW« übenden.

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Arbeitsrienstpslicht.

AlsNr. 18 der Lehrschriften über Staat und Wirtschaft" ist soeben Im Verlag bes Athenoeum» In Füssen a. Lech eine historisch-kritische Untersuchung über die Arbeitsdienst Pflicht von El W. Dieckmann erschienen, in welcher der Gedanke der Ar» Heitsdienstpslicht in seiner geschichtlich gewordenen Gestalt und Ausprägung und seine Durchführung, soweit es bisher zu einer Verwirklichung dieser Idee im In- und Auslande gekommen ist, eingehend untersucht werden, um auf Grund der durch eine solche rein wissenschaftliche Untersuchung erzielten Ergebnisse die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Institution, wie sie hie Akbeitsdienstpflicht darstellt, zu prüfen. Mit einer Gründ­lichkeit, wie man sie wohl in keiner der zahlreichen Propa. ßondaschristen und Aufsätze, die die Forderung nach Einführung

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Grüner Hafen / Blaue Vellen.

Roman von Otto von Gottberg.

16. Fortsetzung.

Aergerlich blieb er stehen und nahm sie mit tranigem Griff. Beine Augen drohten fast. Sie spürte prickelnde Angst. Die Knie zitterten in Schwäche Langsam legte er die Hände um ihre Ober­arme. Sie muhte die Lider senken und glaubte plötzlich Werner auf dem Löwenberg am Tage vor der Abreise tu sehen. Traurig klagten seine zuckenden Lippen, die Sterne über Frankreich waren so fern und kalt Er tat ihr leid. Doch warum kam er nie auf Urlaub und schrieb an Gerda genau wie an sie? Warum war er Nicht wie Hurt? Es tat gut, den Druck seiner Finger zu spüren^ S e schlug die Lugen aus und sah in die seinen. Da schien auch im Dämmern noch leuchtend hell der herrliche Wintertag Klin­gen und Singen schlug an die Ohren. Das Alopftn bes Herren» vor ein Jubeln, als des Dellers Hand langsam, viel zu langsam unter ihr Kinn griff. Sie konnte nicht langer warten und hob die Lippen zu den seinen Dann Wellen sie sich umschlungen, bis ein Wagenrollen ibn ausichrecktc. Tief atmend trat er zurück:Das war meine Orchidee! Jetzt treten nur vor Vremierleutnants!"

Sie schlug die Hände vor das Gesicht Ihr kurzes Stöhnen war bald ein fchmer.üiches Schluchzen: »Nein, nein? Ich hab dich lieb, Kurt, aber so. so hat mich auch Werner gekützt oder dann . . wellte er nicht wie du zu Onkel und Tante gehen.

Dunkel und katt schien ihm plötzlich der Abend. Der kleine Vetter stand draußen im Westen. Darum ermatte der HW« her tem Kameraden am Feind nicht das Liebste ^k^L Im ersten jähen Kummer seines lachenden Lebens fragte er trau- lia Bist da ihm versprochen?" -

9 Ohne die Finger vom Gesicht zu heben, stapfte sie den har. ten Schnee:Nein, nein, ich habe ihm nichts gesagt, und er kchreibt nie davon. Nur geküh: hat er mich. m

Er beiwang die auskeimende neue ,rreud« und den Wunsch, Re wieder in die Arme zu nehmen Gewinnen wollte er b«s liebe Dingchen, aber als rechtlicher Mann nnd Offizier. El,s e h schien sich einmal versessen zu haben, aber sie war jung. -Host du ibn lieb oder mich?" fragte cl .,. ,. A

Sie lieh die Finger fallen. In den Augen schimmerten noch Tränen. Doch fest und gerade suchten sie die seinen. »Dich, dich allein'. Ihn hab ich nur als Vetter gern!

Sie'hörte seine Atem gehen. Er hob den Kopf zu den Bäu­men und entschied mit einer Lustigkeit, die nickt Mtj^ schien:Sag ihm das, wenn du ihn nneber siebst und schicke mir einen Eilbrief, wenn bu gesprochen hast. Deine Hând darauf-

sofort schlug sie ein, aber schnellte in den Futzsvitzeu auf and bot ihm einen neuen Kutz den er mit einem Lackeln der Rührung nahm. Elisabeth war ein Kind, aber unsagbar lieo.

der Arbeitsdienstpflicht jom Inhalt haben, findet, unb die der Schrift einen dauernden Wert sichern, behandelt der ScrfaPci im ersten Abschnitt die Entwicklungsgelchichte des Gedankens einet rechtliches Arbeitspflicht. Im zweiten Abschnitt gibt er einen geschichtlichen Ueberblid über die bisherige Durchführung der Arbeitsdienstpflicht in der Vorkriegszeit, während bes Welt krieges, in Sowjet-Notzland unb in Bulgarien. Ohne die so vielfach erhobene Forderung »ach Einfuhrun bet allgemeinen Arbeitsdienftpslicht erneut propagandistisch zu stellen und zu be» Crünben unb ohne ein Programm für die Organisation einer solchen Einrichtung in allen feinen Einzelheiten zu entwickeln, erörtert Dr. Dieckmann auf Grund der Entwicklungsgeschichte und der bisherigen Durchführung der Arbeilsdienstpflicht im dritte» Abschnitt die Frage über bie Voraussetzungen für bie Einführung einer allgemeinen Arbeilsdienstpflicht Offen gesteht er za, daß die bisher gemachten Erfahrungen mehr gegen als für den praktischen Wert einet solcher Institution zu sprechen scheinen. Der Grund für dieses vermeintlicheVersagen" liegt aber nicht in der Institution selbst, sondern war verursacht ein* mal durch die fehlerhafte Konstruktion der Einrichtung, nicht minder aber auch durch äußere Umstände und Verhältnisie, die ihren Zweck beeinträchtigten und Wirkungen auslöften, die in bem Wesen der Arbeitsdienstpflicht fedensalls nicht begründet liegen. Ze.^e dmh gerade die Durchführung der Arbeitsdienst» pfficht in Bulgarien, daß sie. richtig organisiert und den nun einmal vorhandenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedin­gungen angepasst, nicht nur ein brauchbares, sondern höchst wertvolles und bedeutsames Instrument der Staatspolitik sein könne. Man mutz dem Derfasier zustimmen, wenn er zusammen, fallend sich zu dem Grundsatz Bismarcks bekennt, daß der Staat nicht nur die Macht, sondern auch die Pflicht hat, die anarchl- schon Kräfte der Wirtschaft nnb Gesellschaft zu bändigen, und daß im neuen Deutschland ein leitender Staatsmann mit diesem dismarckschen Zutrauen bitter nötig wäre. Hätten wir ihn, dann konnte auch das deutsche Volk auf Verwirklichung der Arbeit». dienstl stichtide« hoffen.

Ob wir jemals einen solchen Staatsmann erhalten werden? Ma» mochte daran zweifeln, wenn man die Erfahrung macht, daß die Führer" des Volkes es kaum der Mühe wert erachten, sich mit der Arbeitsdienstpflichtidee zu befallen, daß sie vor lau» ter Nücksichtsmeierei auf das Ausland und vor lauter Furcht vor den Arbeitsscheuen im Inland sich nicht getrauen, dieses Pro» Mem zur Diskussion zu.stellen, und meinen, alle Unzufriedenheit und Arbeitsscheu mit den Steuergrössen der Arbeitsamen, mit Sport und Vergnügen befriedigen zu können. Eine programma­tische Erklärung des Dortmunder Katholikentages empfiehlt den Führern des Volkes dringend, ihre Aufmerksamkeit auf die inne­ren Zeitschäden zu lenken und an ihrer Bekämpfung tatkräftig mitzuwirken. Sie empfiehlt den deutschen Katholiken, jeglich« I ernste Arbeit als etwas vornehmes zu betrachien und damit | dem einfachsten Arbeiter Hochachtung entgegenzubringen. Das ist alles recht und schön Ob es aber helfen wird? Zeitschäden werden mit bestem Erfolg durch Arbeit bekämpft. Hunderttau» sende haben aber keine Arbeit. Führer des Volkes, verschafft den Arbeitslosen Arbeit, und wenn ihr nicht wißt in welcher Weise, dann leset das Heft: Die Arbeilsdienstpfsicht von Dr. W. Dieckmann! Und wenn jegliche ernste Arbeit als etwas vorneh» mes zu betrachten ist und auch der einfachste Arbeiter Hochach­tung verdient, dann ist jedenfalls die Arbeit im Dienste des Vaterlandes unb des Nächsten, wie sie durch die vaterländi­sche Arbeitsdienstpflicht geleistet wird, die vornehmste, und ver­dient der im vaterländischen Arbeitsdienst Beschäftigte unsere größte Hochachtung. Darum sollten sich zur vaterländischen Dienstpflicht nicht bloß die Katholiken, sondern alle bekennen, sollten sich auch bekennen müssen ^e Arbeitsscheuen, die Müßig­gänger, sogar jene, welche es nicht nötig haben, zu arbeiten, um leben zu können.Die Arbeitsdienstpflichl" des Dr, W. Dieck­mann verdient weiteste Verbreitung. Allen, die sich mit Politik unb Wirtschaft aus Liebhaberei oder Beruf beschäftigen, beson­

Drei Tage später sprang Kapitänleutnant 0. Drewitz auf dem Bahnhof von Emden aus dem Zug. Das Handgepäck nahm Wullin. fein Bursche und auch Houptrudergänger von U 441. Der schmalbrüstige, früher bleiche Glasbläser aus dem sack» sisckcn Erzgebirge schien mit den spindeldürren O Beinen ein Iotei, seit Seeluft seine Backen braun und die Augen klar mackte. Gewohnt, den Kommandanten nach Urlaubsreifen zu empfangen, kam er den oft gehörten Fragen auf dem Weg »ur Sperre In einem Gemisch von Platt und Sächsisch zl»vor: ..Be­

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sondere» wäre ja nick Dorjefonen, Herr Kapfnleitnam! Eenge- Frösteln gefragt, ob er Elisabeth nicht wiedersehen solle. Der»

lassen sind U 440. 442 unb 4<5. und dem Friedchen jelLs soweit glimmt sprang er auf die Füße schlug den Palctoitrngen hoch

janz schcene. Herr Kapinleftnam Bremmer is uf^ Unterneh- unb sah an der fi^ubc vorbei über das trübe glatte Golfer bei

Kanals, voraus hing unter dünnem grauem Nebel ein« bunt

lere Wolke aus den Schornsteinen von Torpedobooten. Tu^h trägen, |Amuf*iocn Qualm waren kaum die Masten. Steven und Hecke der s^war-en Schiffchen au sehen Die BinaRe husckte schnell vorbei. Dort stießen die Schlote eines alten Kreu'ers ihren pechschwarzen Atem aus. Der greife Bett zitterte an ten Trotzen, als freue er fick auf bas Auslaufen Ein beimfehtenbes vorpostenboot wuchs höher. Immer höher aus dem Grau und flitzte vorüber. Ein junger Offizier grüßte von der Drücke unb verschwand im kalten Nebel, der Rauhreis auf Ufer unb S^iPf geworfen hatte. In der Ferne heulte eine Sirene. Eine Nuß schale schien bann seine BinaRe netzen den hoben rostbraune» Bâucken br<*5fT großer E^'^mn er. Itz" M^nnsck^^t^'t mit taRefnben Kränen bie Ladung aus Sckweden. Also hielt die Hocbseeslottt der Einfuhr noch Wege offen Draußen hing der Nebel tiefer, und pan^ plötzlich ragte ur Rechten das Wohnfchifi Pommerania" mit bem unbcfradMeien roten Rumpf hoch aus dem Wotzcr. Eine Henne mit Küchlein schien der frühere Ame» ritöfabrer neben den schmalen und flachen grauen Zigarren von Stahl. Die BinaRe leate am Ufer an. Aus Land svrinqenL. watete Drewitz mit dem Burschen durch jchla mmii.cn S*Hd zu dem haushohen Holzgerüst, ging die Treppe hinauf und über bie an das Wohnschfff aclehnte breite Plattform aus Deck der ..Pom- merania. Ein Posten stand stramm. Kein anderer Mensck mar jetzt um 11 Uhr rormiftoas zu sehen. In stumme Le»re ff lug das Ecko seiner Tritte im langen Korridor tes Ausbaues, bnt^ den einst wohl das Lachen flirtender Banfeetö*lcr "irrte. Türen :u beiden ScHen truaen Visitenkarten mit den Namen von Citieren Er öffnete die zur eigenen Kammer unb trat wieder in den Raum, in dem er noch der Heimkehr von Unter­nehmungen fast wie der Fahrgast eines Ueberseedamviers wohnte An der Wand gegenüber stand unter dem Bullauge ein Schreibtisch, an bet linken der Waschtisch neben dem Kleiber id;ran?. Zu rechter Hand barg ein Vorhang die ^Kose mit zeug. Tem Erinnern an die hohen, rüstigen Fremdenzimmc' in BiievCteborf schien bas Heim wohl eng, doch i*ön, weil «« tauber fand er es beim Betreten nach langer Seefahrt Fortsetzung folgt

loosen sind U 440. 442 und 4<5. und dem Friedchen fehs soweti janz fmeene Herr Kaplnleftnam Bremmer is uff Unterneh­mung und hat dichte bet Malda zwce englische Transporter torpediert." .

Ta wußte Drewitz, welche Booie der Flottille In der Werst lagen. Auch nach Friedchen fragte er sie s Sie war nicht nur biè Braut seines Burschen, sondern auck Hausmädchen ber* Frau seines Freundes und Crewkameroden Bremmer, der ein U-Boot im Mittelmeer führte. Friedas Briefe an den Burschen gaben oft Nachricht von der befreundeten FamUie.

Auch der alte Diensimonn, der als einziger seiner Zunft noch die Nummer 18 an roter Mütze trug, nahm den Gepäd- schein, ohne zu sprechen. Wie ben Kapitönleutnont kannte er ben Koffer, den er dem mit seinem Burschen plaudernden See- affilier auf einem Handwagen zum Kai vor dem Gasthof Weißes Haus" rollte Dort sah Drewitz die Pinasie bes Wohn» fehl ff esPommerania". Der Bootsmann am Heck stand stramm Der Heizer hinter der Haube kurbelte an Ter Kopitänleutnant stieg ein. Dock aus der GoRe neben bem Hotel haftete ein Deck- offizier mit dicktge'raustem rotem Spitzbart unter vielfältigem Gefickt. Zwci aujgezwirbelte Spitzen tagten wie Horner fast bis zur Höhe der in fchwarze Ringe gebeiteten «upen Auf bett Ufersteinen kam er zum Stehen:Darf ich mitiahren, Herr KapilSnleutnant?" _ M Bitte. Steuermann", sagte Drewitz und bot dem Einge­

stiegenen die Hand. __

Fiebner war Steuermann seines Bootes und ein ^^^^' jeher der überall Gefahren witterte. Das verbrichh*e Pol- tont der rauhen Stimme schien stets -u murren ru klagen und Unheil zu künden. Doch der Dienst konnte den bejahrten Kapi­tulanten rum Jüngling machen. ^cine Augen lohen l^rf und klar wenn er als Wachhöben der auf der Drucke staub Seine brummiae Stimme schlug hell und froh »le Trompetenstcst an die Stahlwändc der Zentrale, wenn sie ^ Stunden w.rtllcker Gefahr Eifer unb Mut von ben toten heischte. Rack 1 wol f nemeinfamen Rahden war der Alte U)m heb als Me^ch wie SjDüL Am Lrmcl zog er ihn neben sich in ben ein: ^lo. Fiebner, was prophezeien Sie hr bie neue Kn *mc mung.

Tie Augen in schwarzen Ringen suchten die Stiefel. Auf bas runzlige Gesicht fiel der düstere Schulten graAltcheen Un­

der» den Führern bes Volke» von oben bis unten, wirb Re über bie Fragen Auskunft geben, denen sie bisher scheu aus dem Wege gegangen sind, weil ihnen die Lässng zuviel Kopfzerbrechen machte.

I.B, Wolsgrvder, Pfarrer in Niedersiause«.

Aus Nah und Fern.

Bad Navheim an führender Stelle unter ben europäischen Kurorten.

Ein amerilanilche» UrteiL

Unter dieser Ueberichrift brachte die Pariser Ausgabe der »Chicago Tribune", einen Artikel über b;c Eindrücke, bie Mr. George Gingter, ein Deauftragrer bes Bürgermeister Wal­ker- Newyork. auf einer Europareise erhalten hatte. Die ge­nannte Zeitung schreibt wönftch:Mr. Ringlet macht seine jetzige Europarerse in erster Linie, um bie Ge'undheiteoer: alt» nisse in Deutschland und Frankreich für bas Gesunbhe 1 nni in Newport Citn fennen^Inncn. Mr Ringler wurde vom Bür» Permeifter Walker beauftragt, alle wertvollen Anlagen unh Maßregeln zum Sckutze der Gesu..dhe.t zu besichtigen, welche auf dieser Seite des Atlantischen Ozeans durckgrsührt sind. Zu diesem Zwecke kam Mr. Ringler vor zwei Monaten nach Europa. Seitbcm ist er durch ganz Deutschland und Frankreich gereist, hat sich an vielen der größten Kurorte nnb Badeplätze auf ge­halten und sagt nun, daß er nirgends etwas gesehen hat, was Bad Nauheim nahe kam.Alle Bedingnnaen sind dort gans wundervoll erfüllt" sagt Mr. Ringler,d!e Sauberkeit läßt sich nicht beschreiben und bie Kurmethoden sind die besten, die ich je gesehen . . *

Lich. Mit dem projektierten Poftneubau, bet mit rund 1OOOOO.« veranlagt ist, bef* Watt sich bie letzte Sitzung bes Gemeinde rat». Es wurde ein Bauplatz von 1000 Quadrat­meter Größe an der Bahnhofftrotz« zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde beschlossen, mit der NeichspostVerwaltung einen Darlehens» unb Mietvertrag abzuschließen. Die Erbauung eines neuen Schulhauses, welches dringendes Bedürfnlö ist. kam ebenfalls zur Sprache. Mit dem Neubau wird in bes nächsten Jahren zu rechnen sein.

Bübingen. Die Bestrebungen zur Erschlietzung bes BogeTs- berge» beschränken sich nicht, wie man bisher annahm, auf die beiden Bahnprojekte Büdingen bezw. HanauOber»S«cmen und DirsteinHartmannshain, sondern bestehen auch noch in einem dritten, wesentlich älteren Projekt, bas von Schotten über Ulrichstein nach Alsfeld gebucht ist. direkt an ben höchst«» Erhöhungen vorbeiführen, für d!« Basalt», Holz» und Eisenstein- vorkommen bes gesamten Landstrick?«» eine gute Absatzvermitt» hing, unb für bie Strecke Frankfurt a. MAlsfeld schließlich eine Abkürzung von etwa 20 Kilometern bedeuten würde.

Schotten. Der Vogelsberger HShenNub hält seine nächste jährig« Hauptversammlung in Nidda ab.

Wetzlar. Der Kreistag des Kreises Wetzlar bewiMgt« zunt Strabenbauprogramm für 1928 insgesamt MO 000 JL Ferner wurde beschlossen, im Ma! nächsten Jahre» einen Kretolurn, unb Sporttag in Wctzlar abzuhalten. Die Kreis kommun alkass« für 1927 schließt mit einer Einnahme von 2 629 436 ^ und einer Ausgab« von 2 533 158 Ji, so daß ein Kassenbestand von 96 278.41 verbleibt.

Frankfurt a. M. Der Balffelfen-Berbanb e. V zu Frank» furt a. M, her Nevisionsverband von 680, in der Provinz Ober- Hessen. im Reg -Bez. Wiesbaden, sowie im Kreise Wetzlar domi­zilierten RaisfeiseN'Genosienschaflen. hält in ben Tagen vom 2.-5. Januar 1928 im HotelRussischer Hof" In Frankfurt a. M. einen genosfenschaftlichen Ausbildungolehrgang für die Rechner und Verwaltungsorgane seiner ihm an geschlossenen Genossen­schaften ab.

heilahnens. Drewitz schmunzelte schon, ehe er die dumpfe Ant­wort Hörle:Dreizehnte Herr Kopitänleutnant?"

Kurv aber vielsagend Hang es Sehnliches h^tte er erwar­tet. To^ schien die ne***if*u*le Luft jetzt ein Frösteln unter den Paletot zu tragen. Vielleicht dachten auch andere der Desal» lung mit Dangen an die dreizehnte Fahrt Selt Menschen in Schiffen zu W^^ergingen trugen sie an Berd ihren Aberglau« den, der das Seemannsleben mit dem Zauber von RomantU

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