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Erscheint: Gamslags.

Bezugspreis 40 $fg monatlich frei ins Haus Nedotlionsichluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück» leubnng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

40. Aahrsang

StutfAomtrünniithtr Stfiub in fassen.

Der Hesien^ Darmstadt er Volksfestverein in New Yorf, der im Kriege viel für das Deutschtum in Amerika getan hat und in Deutschlands schwerster Zeit große Wohltatigkeitsleiftungen für die Notleidenden in Deutschland, besonders aber in Hessen, vollbrachte, befindet sich gegenwärtig auf einer Reise nach Deutschland. Der Verein wird in den nächsten Tagen in Ham» bürg eintressen und von dort aus eine Rundreise durch das deutsche Vaterland antreten, wobei die bedeutendsten deutschen Stäbit b<Ml werden. Vor allem gilt der Besuch aber der hessischen Heimat, wo Darmstadt und die Städte des Odenwal» des. ferner Gießen, Friedberg, Bad Nauheim, Grünberg, Schot- ten usw. besucht werden sollen. Am 10. Juli werden die Deutschamerikaner in Darmstadt eintressen. Am 15. Juli wer den sie in Siegen zu Gast sein. Hier sollen vor allem die Ein richtungen der Gießener Studenlenhilse besichtigt werden.

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ein in Eichen.

Zur Hochzeit »Ä «9, Radolfzell a Bod-»s^

Heitmann!

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ige Stoffe meist soweit, daß

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nährten Heitmann's Farben beliebig ne en; also auch ursprünglich dunkel gefärbte der Entfärbung hell gefärbt werden;

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I und Flecken von Kaffee, Kakao, Tee, I Obst, Wein, Rost, Jod usw. aus weißer 1 Wäsche, sowie ausgelaufene Farben jus I bunten Stoffen. Unschädlich für alle

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;n. Als Helfer der Hausfrauen »^W 1 -' tausendfach bewährt und glänzend

begutachtet gTh

Vorlage eines hessischen Ministerpensionsgesetzes.

Das Hessische Ministerium legte dem Landtag einen Gesetz­entwurf betreffend Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung für die Minister vor. Darnach sollen die bestehenden Bestim­mungen (50 Prozent des Gehaltes nach timonatiger Tätigkeit aufrechterhalten bleiben. Zn der Begründung wird u. a. aus» geführt, daß man die Pensionen, die nun einmal bewilligt sei­en. nicht gut rückgängig machen könne) und für die übrigen Mitglieder der Regierung, die bereits 8 Jahre im Dienst seien, die Frage des Ersatzes durch neue Kräfte immer wahrscheinlicher werde. --------

Parteiwechsel im Hessischen Landtag.

Der bisher dem Bauernbund zugehörige Abgeordnete Dr. Dehlinger hat sich der Deutschen Volkspartei angeschloßen. da ti, wie er in einem offenen Briefe erklärt, bei dieser für die Durchführung seiner Riedentwäsierungspläne notwendige grö­ßere Unterstützung zu finden hofft.

Der Parteivorstand der Deutsch. Demokratischen Partei wählte, nachdem der Parteitag zum ersten Vorsitzenden den Reichsminister a. D. Koch und als zweiten Vorsitzenden den Reichslagsabgeordneten Erkelenz gewählt hatte, zum 2. stellver­tretenden Vorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Frankfurter, zum 2. Schatzmeister Dr. L Zeitlin-Berlin. Ein Ausschuß zur Frage des Einheitsstaates wurde eingesetzt.

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Verschuldung der Landwirtschaft fast 10 Milliarden!

Kassel, 26. Juni. Der 40. deutsche landwirtschaftliche Ge- nosienjchaftstag wurde in Gegenwart von etwa 1200 Teilneh­mern aus allen Teilen des Reiches, zahlreichen Vertretern der Reichsministerien, der Reichs-, Staats- und Kommunalbchör den und vieler genossenschaftlicher und landwirtschaftlicher Or­ganisationen des In. und Auslandes von dem Geh. Landesöko- nomieral Hohenegg München eröffnet. Im Mittelpunkt der Verhandlungen standen die Kreditoerhältnisie der Landwirt­schaft. Der Generalanwalt des Reichsverbandes, Regierungsrat Gennes, bezifferte die Verschuldung der deutschen Landwirtschaft Ende 1926 auf 9,7 Milliarden. Mit großer Sorge sehen daher die landwirtschaftlichen Genosienschaften der diesjährigen im November fällig werdenden Rückzahlurvgsverpflichtungcn an die Rentenbank und an andere Kreditinstitute entgegen. Trotz aller Hilfeleistungen der Zentralkreditinstitutc wird es nicht ohne eine außerordentlich starke Rückzahlung seitens der genos­senschaftlichen Kreditorganisalionen gehen, denn die Pumperei müßt ein Ende nehmen, weil alle Kreditgeber endlich auch Rück­zahlungen sehen wollen. Um diese durchzuführen, werde man wohl angesichts der Strömung auf dem Psandbriefmarkt trotz aller entgegenstehenden Bedenken wieder zum ausländischen Geld greifen müßen. Der Wechselverkehr müße nach Möglich­keit aus der Landbevölkerung hcrausgedracht werden.

In dieser Beziehung ist eine zweite Amerikaonleihe der rentierenden Kreditanstalten in Vorbereitung. Sic steht vor dem Abschluß, und man darf sagen, daß sie zu günstigeren Be­dingungen aufgelegt werde als die erste.

Ein co. Forschungsheim für Weltanschauungskunde.

In der Lutherstadt Wittenberg wurde kürzlich ein evangelisches Forschungsheim für Wcltanschauungs künde eingeweiht. Es Hal seine Stätte gesunden in dem von der Stabt zur Verfügung gestellten alten kur­fürstlichen Schlosse. Nicht nur für den deutschen Pro testantismus ist es gedacht, sondern, will's Gott, jiir den Protestantismus der ganzen Welt. So führte Su­perintendent Prof. Meichhner-Wittenberg aus. Auf­gabe dieses Heims soll sein die Lösung wissenschaftlicher und philosophischer Fragen für praktische Weltan­schauung. -----

Die Vereinheitlichung der Realsteuern.

Ueber den Stand der Vorarbeiten für die in Aussicht gc nommene Vereinheitlichung der Realsteuern (Erundsteuer. Ec. wcrbcsteucr, Hauszinssteuer und Verfahrungsgesetz) verlautet wenig Erfreuliches. Allerdings sollte die Absicht bestehen, die Vorlage schon Anfang Juni dem Reichsrat zuzuleiten. Ob bie-c

Druck. Verlag und Expedition:

Gieße», Gutanlagt 21 Fernsprecher Nr 1362 Postscheckkonto Nr. MS7 Amt Frankfurt a. M.

Sonnabend, den 2 >. Anni 1927

Absicht aber verwirklicht werden kann, erscheint angesichts der noch auszufüllenden Lücken des in Vorbereitung befindlichen Mantelgesetzes zweifelhaft. Für die Gewerbesteuer ist beadsich tigt, die drei bisher in den Ländern variabel verwendeten Be» mcsiungsgrundlagen. nämlich Eewerdeertrag, Gowerbckapital und Lohnsumme. gleichzeitig als Bemesiungsgrundlage für bic Gewerbesteuer heranzuziehen, wobei der Gewerbeertrag die Basis bilden, die Lohnsumme nur von einem bestimmten Be­trage an heran-gezogen werden soll. Aber die Länderfinanz minister haben gegen diese in Aussich genommene einheitliche Regelung Bedenken erhoben, und diese mit derbesonderen wirtschaftlichen Struktur" der Länder begründet. Wie weit noch im Unterbewußtsein weitere Motive zu der Stellungnahme Anlaß gegeben haben, sei dahingestellt. Jedenfalls wird einst­weilen nach einer Kompromißlösung gesucht: ob sie gefunden, und wie sie äusseren wird, auch ob sie der Idee der Steuer Vereinheitlichung genügend Rechnung tragen wird, kann einst­weilen nur abgewartet werden.

Die möglichste Vereinheitlichung der Steuertarife soll dadurch erreicht werden, daß das Reich einenPrinzipalstcucr- satz" für das ganze Reichsgebiet aufstellen soll. Dieser hat gewisicrmaßcn die Funktion einer Richtzahl. Allerdings eine nur schwache Funktion: denn die Länder und Gemeinden setzen ihre Steuern nach wie vor im wesentlichen frei, aber in Pro­zenten des Prinzipalsteuersatzes fest. Von einer bestimmten Höhe ab soll demReich bczw. den Ländern" ein Einspruchs recht zustchen. Wie hier die Kompetenzen zu verteilen sind und wie im einzelnen das Einspruchsrecht gestaltet werden soll darüber ist man sich mit den Länderrcgierungcn ebenfalls noch nicht einig: es wird noch hin und her verhandelt.

Im wesentlichen festzustehen scheint die Absicht einer Stasse- lung der Hauszinssteuer nach dem Grade der Verschuldung des Grundstücks. Dagegen besteht über Tempo und Umfang des in Aussicht genommenen teilweisen Abbaues der Steuer noch keine Einigkeit, so daß hierüber noch zu verhandeln ist.

Die geplante Erweiterung der Zuständigkeit der Finanz­ämter, die nach Möglichkeit auch für die Bearbeitung der Real- steuern herangezogcn werden sollen, und die Zusammenfassung des Vcranlagungsocrfahrens ist vom Rcichsfinanzministcrium in der Vorlage angeregt. Doch auch hier bestehen noch Bedenken bei den Länderministerien. Man befürchtet namentlich eine Ueberlastung der Finanzämter. Frühere Erfahrungen bei der Einführung neuer Stcucrgesctze lassen diese Befürchung als nicht unbegründet erscheinen. Jedenfalls ergibt sich aus vorstehender Uebersicht, daß noch Gegensätzlichkeiten in den Auffassungen zwischen Reich und Ländern bestehen, und daß diese, bevor der Gesetzentwurf zur Beratung gelangen kann, bereinigt werden müßen. Wann der Reichstag sich mit dem Gesetz zu besassen haben wird, steht also noch nicht scst. Und noch weniger fest steht, ob er das Gesetz im wesentlichenschlucken" wird, oder ob er was bei der wirtschaftlich bedeutsamen Materie zu er­warten sein dürfte eigene materielle Abänderungsvorschläge machen wird.

Wochenrückblick.

Deutschland nimmt mit ber Zeit alle die Gepflo genheiten, die vor dem Kriege üblich waren, wieder aus. So hat neuerdings, nachdem das LinienschiffEl saß" der Hauptstadt Portugals, Lissabon, einen Besuch abgcstattel hat, unser SchulschissEmden" Yokohama besucht. Die Japaner bereiteten dem Besuche einen sreundlichen Empsang. Die Genfer Ratstagung hat, wie wir in der letzten Nummer schon voraussahen, mit einem riesigen Fiasko geendet. Deutschland ist bei ihr nichts vorwärts gekommen. An eine Räumung der Rheinlande ist in nächster Zeit gar nicht zu denken. Verständigungswille in Frankreich ist, wie die letzte Hetzrede Poincares in Luneville zeigt, ebenfalls keiner da. Wo treiben wir hin? Das Rheinland lehnt es ab sich seine Freiheit mit Opfern, die das gesamte Deutschland belasten, erkaufen zu lasten. Der Rhein­länder sagt sich: habe ich nun schon so viele Jahre aus- gehalten, so tue ich es im vaterländischen Interesse auch nod) einige weitere! Aber er will auch, daß man dies anerkenne! Dieses Jahr kann man nun mit Freude fest stellen, daß der Rhein das Ziel Tausender aus den unbesetzten Gebieten war. Die noch besetzten Städte haben endlich einmal wieder Feiern treudeutscher Ver­bundenheit erlebt. Ganz besonders darum verdient ge­macht haben sich zahlreiche Gesangvereine durch ihre Sängerreisen an den Rhein! Die Portoerhöhung wurde vom Reichstag, der aber darüber nicht endgültig zu befinden hat, sondern nur sein Gutachten abgibt, ab­gelehnt. Der Verwaltungsrat der Post will die Erhö­hung allerdings auf anderem Wege dennoch durchsetzen. Neue Ausgaben werden entstehen durch die kom­mende Besoldungsreform der Beamten am 1. Oktober ds. Is. Schwere Kämpfe dürften über diese Fragen in den Parlamenten entstehen. In Heppenheim a. d. Bergstraße fand von Donnerstag bis Samstag die hes­sische Frauentagung statt.

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Nummer 26

die Rassen im deutschen Volk.

Von Fr. S ru m p s. cand jon ., VuMach

Fortsetzung

Ells dritte Raße wollen wir nun die dinarische betrachten. Sie ist die zweite dochgewachsene Raße, die bei uns in Deutsch- land vorkommt Die korperwuchsverdältniße sind der der Nord» raße insofern ädnlich, als der Dinarier ebenfalls schlank gewach» len ist. Jedoch fehlt die Feingliedrigkeit. Auch ist die Brust schmäler und der Arm kürzer. Die sonstige Körperfülle ist wohl ; die gleiche Den wesentlichsten Unterschied zeigt nun der Schädel ; Er ist nämlich kurzköpsig. Das schmale Gesicht findet sich indessen wie beim nordraßigen Menschen Der Hinterkopf fehlt, sodaß der Schädel hinten wie abgehackt erscheint, weil er eben nicht über den Hals hinausgeht. Die Stirn ist etwas breiter als bei ber Rordraßc. Von der Seite her sieht aus dem soeben erwähn ten Grunde der dinarische Kopf flachhinterhäuptig aus, erscheint alsohoch". Am dinarischen Schädel findet man wie beim nor­dischen den Hinterhauptshöcker ausgebildet Richt so weit wie bei der Rordraße ist die Stirn zurückgeneigt. Dagegen sind die Augen ebenfalls tief eingebettet. Eharakteriftisch ist die Adler nase, bei der man die Rasescheidewand von der Seite her sieht. Der Mund ist wulstig, die Lippen sind voller als bei der Rord. raße. Besonders ist das dinarische Gesicht dadurch gekennzeichnet, daß das Stück von der tiefsten Kinnspitze bis zur Mitte der un­tersten Zahnreihe hochgebaut ist. Der Gesichtsausdruck ist derb. Besonders dient zur Unterscheidung zwischen Dinarier und dem nordraßigen Menschen der sog. Unterkieferwinkel. Dieser Kno» chenwinkel beginnt mit dem einen Schenkel am Ohr, hat den Scheitelpunkt etwa in der Mitte der Entfernung zwischen Ohr und Kinn. Beim nordischen Menschen nähert sich dieser Winkel einem rechten, bei dem Dinarier einem stumpfen, welch' letzteres seine Begründung in dem hohen Bau des vorhin erwähnten Kinnstückes hat. Daher bildet dieser Winkel bei dem Dinarier ost einen solchen von 180 Grad, d. h. der Winkel nähert sich einer geraden Linie. Das nordische Gesicht ist schmal, das des Dinarier lang. Die Augenbrauen zeigen einen gebogeneren Vcr^ lauf als bei dem nordraßigen Menschen. Die nicht ausfallenden Jochbeine tragen auch beim Dinarier zum Eindruck der Schmal­heit seines Gesichtes bei. Die Rase ist jedoch vom Knorpelteil ab fleischiger als beim nordischen Menschen. Deshalb erscheint diese unten etwas breiter. Ebenso sind die Lippen dicker im Ge gensatz zu den nordischen. Ueberhaupt sind die Wcichteile der unteren Gesichtshälfte fleischiger als bei den übrigen 4 euro­päischen Raßen Die Ohren sind groß und fleischig. Die Haut ist bräunlich, was sofort in die Augen fällt. Starke Körperbe Haarung ist dem Dinarier eigen. Das Haar selbst ist schwarz- braun bis schwarz, meist lockig, dünn. Die Augen sind so dunkel­braun, daß man sie fast schwarz nennen könnte. Das körperliche Gesamtbild verleiht dem Dinarier den Ausdruck einer trotzigen, rauhen Kraft und eines selbstbewußten Auftretens. An diese körperlichen Merkmale jchlicgen sich folgende geistige: Stolz, Sinn für Ehre, Tapferkeit, Zuverlässigkeit, Heimatliebe und -stolz, Treue, kriegerische Regung und Fähigkeit, kaufmännische Begabung, zuweilen Rauflust und Jähzorn, jedoch noch mehr große Gutmütigkeit, rauhe Kraft und Geradheit. Der Dinarier ist Menschenkenner. Günther sagt vom dinarischen Menschen, daß er seelisch einfacher, minder reichhaltig und an Möglichkeiten der Entfaltung beschränkter sei, insbesondere minder vordenklich

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