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Straßenbahnunslück in Cassel.
Die Stabt Kassel ist von einem Straßenbahnunglück von seltener Schwere heimgejucht worden. Neun Fahrgäste (nicht zehn) haben den Leichtsinn eines Unbefugten, der die Handbremse eines Straßenbahnwagens löste, mit dem Tode bezahlen müssen Viele Pasjagiere wurden schwerer verletzt, sodaß es nicht ausgeschlossen ist, daß sich die Zahl der Toten noch erhöht. In fröhlicher Stimmung hatten sich die meisten der Fahrgäste, Die von einem Ausflug zurückkchrien. auf den Wagen begeben; He ahnten nicht, daß es eine Fahrt in den Tod sein sollte . . . Die Verunglückten stammen größtenteils aus Kassel und Ilm« ichung, doch sind auch mehrere Personen aus anderen Gebieten unter den Verletzten. Die Kasseler Katastrophe ruft die Erinnerung an das große Straßenbahnunglück in Iserlohn in
Westfalen am IN. Juni 19*24 4itb etwa M schwer verletzt
Kassel, IN. Mai Ein
wach, bei dem 21 Personen getötet wurden.
surtbare Straßen bahnkatastrophe
[eignete sich heute abend gegen 7'- Uhr auf der nach dem Druseltal führenden Linie der Großen Kasseler Straßenbahn. Ein an der Endstation haltender Wagen dieser Linie, an den im Anhänger angekoppelt werden sollte, stand vollbesetzt, ohne Führer und Schaffner zur Abfahrt bereit, als die Bremse von unbefugter Seite gelöst wurde. Der Wagen sauste führerlos die steile Brabanter Straße hinunter und sprang an der Ecke der dürften bergftrafk in einer scharfen Kurse aus den Schienen. Er fuhr gegen ein eisernes Gerüst, wodurch der obere Teil des Vaßens abrajieri wurde, der untere Teil des Wagens fuhr reiter in einen dort befindlichen Graben hinein. Es wurden
u . den Trümmern des Wagens neun Tote, 19 Schwerverletzte und eine Reihe leicht Verletzter geborgen.
Druck Verlag und Expedition:
G i e ß e » , Sudanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr 8417 Amt Frankfurt a M
Lonnaben-, -en 21 Mai 1927
Verkehr ein schwerer Schlag versetzt, sondern auch allen Wirr schajtskreisin empfindlicher Schaden zugefügt. Die Post ver, giß, ihre kulturelle Aufgabe und empfindet besonders die kleineren Buchungen als unliebsam. Die Folge wird sein, bog kleinere Beträge durch Boten, durch Brief unter Beilage von Scheinen und Briefmarken, oder sonstwie erledigt werden Außerdem wird der Bankverkehr sich entsprechend umstellen müssen und mit den kleinen Beträgen werden auch die größeren und großen vom Postscheckkonto abwandern. Trotzdem wird die Wirtschaft noch Nachteile genug haben, insbesondere hin sichtlich Verzögerung der Zahlungen und Wiedcreinreißens der Unsitte, daß die Schuldner die Zahlungsunkosten dem Gläubiger abziehen. Ein Vorteil entsteht allerdings insofern, als die Banken für ihnen anvertraute Gelder Zinsen zahlen, während
die
Post das bekanntlich nicht tut.
Einführung der Verdingungsordnung für Bauleistungen bei der Reichsbahn.
Die Hauptverwaltung der Deutschen Ncichsbahngescllschaft hat dem Ncichsvcrdand des deutschen Handwerks mitgeteilt, daß die Verdingungsordnung für Baulcistungcn nunmehr für den Gcfamibcrcich der Deutschen Reichsbahnverwaltung versuchsweise eingeführt worden sei. Das Handwerk hofft, daß dadurch eine Beseitigung mancher bisher bestandenen Unzuträglich- kikn eintreten wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß nicht nur eine formale Handhabung der Verdingungsordnung stattfindet, sondern daß ihrem Sinn und Zweck entsprechend ver jähren wird. Leider ist das bisher durchaus nicht bei allen Auftraggebern der Fall.
Anzeigenpreise: die Stimm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reklame-Petilzeile Sri Pfg. Platz Borfdmncn ohne Öerbinblutihit Be« Wiederholungen Rabatt, für VoUklischee-Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung
Nummer 21
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I6i»uiigsk6rgang Jur 8|clj|t jiQU oas Thema „Arhythmien von Prof. Koch-Berlin, .
Winterberg-Wicn, Prof von Hoc en-DWdürf. Tic mrjjenjchafttiih« Jixb von tz^eUzchoziV^cn M- tüwiw umrahmt.
Werbewoche des V. D. A. bekommt ^sondere Bedeutung durch die änwvicn dt aus Tondorn sNordschleswig), des cn rdneten im dänischen Reichstag. Ta hü e wird auch in Friedberg jpre jen.
letzten Eemeinderatsjitzung wurde dem ait 159 604 Mark in Einnahme und Äu Gemeindeumlagen sollen 10OM Xmf
Stand der Erwerbslosigkeit in Hessen, Hessen-Rassau und Waldeck im RlonaL April 1927.
Tu Zahl der Haupt Unterstützungsempfänger in der Er- Lrerdolosenfürforge betrug am 1 Mai in Hessen, Hessen-Nassau ynb Waldeck zusammen 00 737 (51 647 männl., 9090 wcibl.) F gen 70130 (60 813 männl., 9X17 wcibl.) am 15. April. Die Zahl der Hauptuntcrstützungsempjängcr in der KriscnfUrsorge flieg allerdings bis zum 15. April auf 21 4 22 (18 090 männl., ; 132 weibl ), gegen 19 659 (16 4 81 männl., 3175 wcibl.) am 15. März Tie Zahl der f>aupt Unterstützungsempfänger in der Erwerbslosen und Krisenfürsorge beläuft sich also zusammen euj rund 8*2 700 lohne Notstandsarbeiter). Das bedeutet gegenüber dem diesjährigen Höchststand im Februar (rund 37 000) einen erfreulichen Rückgang der Gesamtzahl der >>auptUnterstützungsempfänger um 54 300 oder 4 0 v. H.
hessische Schmiedemistcloerband mit terverband halten ihre Scrbanbvioa^
und 30. Mai ab. Hieran ist eine ^. lung im Stadtgarten angegeben.
Landwirtschaft und Industrie.
Die Deutsche Landwirtschasis-Gesellschaft hat in diesem Jahre ihre Wanderausstellung nach Dortmund (24. bis 29. Mai) in den Brennpunkt des rheinisch-westfälischen Industrie i bicic» verlegt. Es erscheint daher ohne weiteres berechtigt, ' e wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Landwirtschaft und Industrie einer näheren Betrachtung zu unterziehen.
Der Landwirt und der Industrielle begegnen sich selten an »hren Arbeitsstätten. Viele Angehörige beider Berufe kennen die Vertreter des anderen Gewerbes leider nur aus der Tar
„[ Christian Sicin in Ei-b-»
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slellung In ihrer Zeitung und freundlichen Mienen. Tenn die dustrie und der Landwirtschaft Die Zeit nach dem Kriege weise nicht mehr in so hitzigen
betrachten sie nicht immer mit wirtschaftlichen Wünsche der In gehen vielfach auseinander. Hat diese Gegensätze glücklicher und scharfen Formen ausfechten
erhalt. rrdegkiv.A, beitSlosc bei BcsuL von Bichhaltern.
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lassen, wie es früher oft geschah. Es gibt doch heute unter Be- rufsgruppcn, die ganz verschiedene Richtungen vertreten. so viel gemeinsame Not. baft das Trennende zurücktritt.
In weiteren technischen Kreisen ist die Bedeutung der Landwirtschaft als Käufer für Maschinen und industrielle Stoffe noch nicht genügend bekannt. Ebenso besteht über die Zahl der deut jchen Landmajchinenfabriken und ihre Belegschaft keine ein heutige Vorstellung. Nach der Betriebsstatistik von 1925 kann man mit einiger Sicherheit gelten lassen. bag von insgesamt 16 000 Maschinenfabriken rund 1500 den Bau von Landmaschinen betreiben. In Zeiten normaler Wirtschaftslage werden in Fabriken und Werkstätten Deutschlands weiter über 100 000 Angestellte am Bau und an der Instandhaltung landwirtschaft lrcher Maschinen und Geräte tätig sein.
Die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft bringt es mit sich. bag sie noch lange nicht mit Maschinen gesättigt ist. Der schon setzt recht bedeutende Betrag, der der deutschen Ma schincnindustric aus der Landwirtschaft zufließt. wird also mit der zu erwartenden Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Arbeitsverfahren noch erheblich steigen.
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Beabsichtigte Eebübrencrbebung im Postscheitverlehr.
Wenn schon die beabsichtigte Erhöhung fast aller Bcfördc rungsgebühren im Postverkehr um 50 bis 70 Prozent für die Wirtschaft untragbar erscheint, jo umsomehr der Plan, für die bargeldlosen Ucdcrwcisungen eine sehr beachtliche Gebühr ein
Zufuhren und auch die Briefe an die Postscheckämter gebühren- 4 pflichtig zu machen. Dadurch würde nicht nur dem bargeldlosen
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Wochenrückblick.
Die Genfer Wirlschastskonserenz zeigt einen großen Wirrwar. Man hatte ca. 10 Ünlerkommissionen gewählt, von denen jede nach ihrer Art sich durchs wurstete. Man darf auf das endgültige Ergebnis gespannt sein. — Der französische Ministerpräsident besucht gemeinsam mit dem französischen Außenminister England. Gewiß nicht, wie man aus den Presiemel- dungen schließen könnte, nur um Trinksprüche zu wechseln. Man stößt an aus die Entente, aus alte Freund- schasl usw., das übrige wird hinter den Kulisien ver handelt. Die starke Vermutung ist aufgetaucht, daß man sich gegenseitig in der Politik Zugeständnisse macht auf Kosten Deutschlands. Wir werden es dann wohl schon bald zu verspüren bekommen. — Mit Sowjetrußland ist England in einen scharfen Konflikt gekommen. Ein wichtiges geheim zu haltendes Dokument wurde gestohlen, welches die verantwortliche englische Stelle gewiß nicht besonders gut verwahrt hatte, und nun sollte es sich in den Räumen einer rusiischen Handelsgesellschaft in London befinden, die man durch suchte. Dabei gab's einen kleinen Bölkerrechtsbruch, der den schlauen Engländern nichts ausmachte, und was das schönste war' das Dokument wurde nicht gefunden. Die englische Polizei erklärt' wir haben sonstiges be lastendes Material gesunden, also war das alles erlaubt. Als Deutschland dasselbe beim Beginn des Krieges Belgien gegenüber erklärte, stellte sich das pfiffige England sehr entrüstet und griff sogar zu den Wafsen gegen uns, um das „Recht" zu schützen. Das ist doch bitterster Hohn. Man darf auf das Vorgehen Rußlands gespannt sein. — Der Hoffnung auf Besatzungsoerminderung sind besorgniserregende Duschen gefolgt. Frankreich denkt gar nicht daran, es wählt den Zeitpunkt, wann „es" will. Locarno schwebt fern am Horizont. Bald wird es mit 200 Klm. -Flugzeug- geschwindigkeit ganz weg sein. Die Pazifisten schreien weiter Hurra. Die französischen Sozialdemokraten unterstützen lebhast mit ihrem Boncour an der Spitze alle Besestigungs- und Rüstungspläne, die in die Milliarden gehen, die deutschen Sozialdemokraten wüten selbst gegen den Etat des 100 000 Mann-Heeres. Man wäre beinahe versucht in das schöne Lied „Andre Städtchen, andre Mädchen" einzustimmen, wenn es nicht so bitter ernst wäre. — In Deutschland hatte die Börse einen schwarzen Tag. Kursstürze bis 150 Prozent an einem Freitag, dazu einem 13., erinnerten an den Beginn der Inflation. Wieder ist deutsches Kapital verloren gegangen und zwar hauptsächlich Privatkapital. Wer hat wohl die Gelder verdient? Man munkelt stark vom Ausland. — Die Zentrumspresse beschäftigt sich in letzter Zeit lebhaft mit dem Konkordat und registriert jeden Gegenstoß. Die geriebenste Behauptung in letzter Zeit ist die Auffassung: was geht euch Evangelische denn an, wenn die Katholiken es wünschen ein Konkordat zu schließen. Wenn ihr Evangelische (eine wollt, braucht ihr keines, aber wir Katholiken wünschen eines. Daß mit dem Konkordatsabschluß die Schule getroffen wird, verschweigt man vorsichtig. Daß damit evangelische, vaterländische, deutsche Interessen stark berührt werden, übertüncht man geschickt.
Die wettzuwachssteuer.
Von G. Ziegler, Darmstadt.
Die nachstehenden Ausführungen sollen nicht die grundjätz liche Frage der Wertzuwachssteuer behandeln, sie sollen Dieb mehr als Erläuterung her in Hessen geltenden Wertzuwachs stcucr-Verordnungcn gelten. Als Grundlage bat die vom Hessischen Ministerium des Innern berausgegebene Muster satzung gebient. Die Erklärungen können also nur insoweit An Wendung finden, als diese Musterfatzung von den Gemeinden unverändert eingeführt ist.
Hessen erhebt damit zum dritten Male Wertzuwachssteuer Das erstemal durch Landcsgcsetz vom 14 Dezember 1907, das zwcitcmal durch Rcichsgefctz vom 14. Februar 1911. Dieses Ge sitz wurde noch in der Injlationszeit gehandhabt und wurden die damaligen „Niejcngewinnc" in Papicrmark als Wer Izu wachs versteuert. Während man also bis dahin rein zahlen mäßig Dorging, bat sich die Regierung alsbald umgcftcUt. als offenbar wurde, daß die großen Papicrmarkzahlen keine Ge Tinnc, sondern Verluste für die Verkäufer bedeuteten Man zog daraus die eine Konsequenz, daß man diese Käufe aus der Inflationszeit nach dem Goldwert des Kaufpreises bewertete, nicht aber die andere, daß man die damals zweifellos zu Un recht erhobene Wcrtzuwachssteucr wieder zurückzahlte. Der artige moralische Anwandlungen liegen bekanntlich dem Fiskus fern. Tie neue Werlzuwachssteucr Verordnung, die Anwendung findet auf alle Grundstücke, die in der Zeit vom 1. Januar 1919 bis 31. Dezember käuflich erworben sind, dürste inzwischen in der Mehrzahl der hessischen Gemeinden zur Einführung gelangt sein. Erhoben wird die Steuer beim Eigentumsübergang (nicht bei Erbfolge ober Eigcntumswcchjcl aus ähnlichen Anläsien) von dem ohne Zutun des Eigentümers entstandenen Wertzu wachs Die Steuerpflicht wird begründet durch die Eintragung der Rcchtsändcrung im Grundbuch, ober wenn cs einer solchen nicht bedarf, durch den Vorgang, der die Rcchtsändcrung be wirkt. (Zwangsversteigerung u. a.)
Nicht erhoben wird die Steuer beim Eigenlumswcchscl in folge Erbgangs, infolge Schenkung, vorausgesetzt, daß diese Form nicht gewählt ist. um die Wcrtzuwachssteucr zu umgehen, bei Begründung, Aenderung, Fortsetzung und Aufhebung der ehelichen Gütergemeinschaft, bei Nachlaßtcilungcn, bei Erwerb der Abkömmlinge von den Eltern, Großeltern und entfernte ren Verwandten, bei Erwerb her Eltern von den Kindern (den Eltern stehen Stiefeltern und Adoptiveltern gleich), wenn nicht der Verdacht besteht, daß die Transaktion zum Zwecke der Steuerhinterziehung oorgenommen ist und bei Eigentums erwerb aus anderen ähnlich begründeten Anlässen.
Als steuerpflichtiger Wertzuwachs gilt der Unterschied zwil festen dem auf Goldmark umgerechncten Erwerbspreis und dem Verkaufspreis. Die Umrechnung in Goldmark erfolgt bei In flotionskäufcn auf Grund der Goldumrechnungstabelle des Auf wertungsgesitzcs. Weift ein Steuerpflichtiger nach, daß der Goldwert der Vcrmögcnsgegenstände, die er zum Zwecke des Erwerbs des Grundstücks veräußert hat, höher waren, als der in Goldmark umgerechnelc Kaufpreis, so tritt dieser höhere Betrag an die Stelle des Erwerbspreifes. Z. B.: Hat jemand am 1. Mai 1922 ein Haus mit einer Anzahlung von Iv0 060.it und Uebernahme von jetzt auf 10 000. K aufgewerteten Hypo thcken übernommen, jo beträgt der Erwerbspreis 100 000 Pmk 1500 Gmk. und 10 000 cM Hypothek ~ 11 500JL Hat
er zum Zwecke des Ankaufs ein Haus im Goldwert von 20 000 Ji verkauft, so gelten die 20 000 .II als Erwerbspreis.
Beim Uebergang in Zwangsversteigerungs-Verfahren gilt als Preis der Betrag des Meistgebots, zu dem der Zuschlag er teilt wird unter Hinzurechnung der vom Ersteher übernommenen Leistungen. Etwa im Kaufpreis enthaltene Werte an Maschi nen, mit dem Boden noch zusammenhängende Bodcncr,Zeugnisse kommen vom Erwerbspreis in Abzug.
Dem Erwerbspreis sind Hinzuzurechuen, als Kosten des Erwerbs 8 Prozent des Erwerbspreifes. Waren die Kosten cinschl. einer Vermittlungsgebühr von höchstens 2 Prozent höher als 8 Prozent, jo tritt der nachgewiesene höhere Betrag an deren Stelle. Hat ein Gläubiger das Grundstück im Zwangsoer- steigcrunpsvcrfahren erworben, so ist der nachweisliche Betraa seiner ausgefallenen Forderung bis zur Höhe des Wertes, den das Grundstück zur Zeit des Erwerbs hatte, dem Erwerbspreis zuzurechnen.
Zuzurcchncn sind ferner Aufwendungen für Neu- und Umbauten am Grundstück, soweit diese nicht mit össentlichen Mitteln betgeftellt wurden, Aufwendungen für Straßenbauten, Ka- nalbautcn und andere Verkehrsanlagen, sowie 8 Prozent Jahreszinsen ohne Zinseszinsen vom Erwerbspreis cinschl. der vorerwähnten Beträge. Die Hinzurechnung erfolgt für jedes volle Dieneljahr nach Schluß des Kalendervierteljahres in dem der für die Steucrbcrcchnung maßgebende Zeitraum beginnt oder die Aufwendungen gemacht oder in dem bei Bauten oder Umbauten die behördliche Abnahme ober mangels einer solchen die gebrauchsfertige Herstellung erfolgt ist.
Nachdem auf diese Weise der Erwerbspreis ermittelt ist, wenden wir uns dem Veräußerungspreis zu. Von diesem sind alle dem Verkäufer nachweislich zur Last fallenden Kosten der Veräußerung und Uebertragung einjchl. ortsüblicher Vermittelungsgebühr in Abzug zu bringen. Dem Verkaufspreis sind hinzuzurechnen alle empfangenen Entschädigungen für erlittene