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(StatttU Nachrichten)

(Siebener Tageblatt)

Erscheint: Samstag».

Bezugspreis 4b Pf, monatlich frei ins Haus.

Kedoktlonsichluß früh 8 Uhr Für Aufbewahrung oder Nück» stndvng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert-

40. Nahes. 1 Blatt

Druck Verlag und Erpeditlaur leben. Eöda«laae 71

Fernsprecher Nr IW2 Postscheckkonto Nr. *417 Amr FranAurt a. M.

Samstag, den 3. Dezember 1927

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Nummer 49

400.- Rmk. als Nebeneinnahmen vor Weihnachten!

Man beachte bie erste Seite des 2. Blattes.

PolMttkt Tasrstchau.

Da» Neichskabiuelt steht einstimmig ors dem Stanh punkt, alle» daran zu setze«, ehu positive Erledigung des Stroh gejegentwnrfa «ach in her lautenden Tagung des Reichstages z» ««eiche».

Reichskanzler Marx wird, wie verlautet, in diese« lagen seine Antwort auf die Veschwerde des preußischen Mi- gifterpräfibenten im Falle Reudell veröffentlichen.

Die Reichsbahnhauptuerwaltung greift in den Dresdener Lisenbabnerstrelk ein. Bisher streiken 2700 Eisen, dahner.

Die Debatte über bU Wirtschaftslage fand gestern im Reichstag vor leerem Hause ihr« Fortsetzung.

Graf Bernstoff protestierte erneut gegen versuchte Ser» schleppung der Abrüstungsfrage in Genf.

Wm Montag werden tu Paris die Verhandlungen über ein seue» SaarabloNmen wieder ausgenommen. Es gilt hauptsächlich, wirtschaftliche Fragen zu regeln.

Auf Wunsch erlaubt bleiben die russischen Delegation»- futter noch bis Montag mindestens in Genf.

Die Vildung des Memeldteeltsriu»» ist gescheitert.

Litauen wird, wie sein Ministerpräsident in breitet, nicht mobilisiere».

Ab L Januar ist der Bisumzwang im Verkehr land aufgehoben

wiederum

Genf ver»

mit eng.

Die Abrüfttmyskommiffivn in Genf.

Die heutige voraussichtlich letzte Sitzung bei Abrüstung- tonnnisilon wird einen aller Wahrscheinlichkeit nach ziemlich heftigen Kampf um eine Beschleunigung der Abrüstungsarbei, kn bringen. Auster dem Grafen Bernstorff, der entsprechend seinen bisherigen Auffrägen auf schnellster Anberaumung der nächsten Tagung der Abrüstungskommisiion und des Sickerheits- komitees bestehen wird, dürften auch bie Delegierten Amerikas, sowie vor allem Sowjetrußlands, in bei gleichen Richtung sprechen. Es heißt auch, daß über ein gemeinsames Vorgehen zur Herbeiführung einer möglichst nahen Terminfeftfegung zwi­schen der deutschen und der russischen Delegation ycfprediunren ftattfänben. Da aazunebmen ist, daß auch eine Reibe von De­legierten der kleinen Staaten sich für eine möglichst baldig« Einberufung der nächsten Tagung der AbrüstungskomMission cinsetzen wirb, so nimmt man hier an, daß morgen um diesen Termin ein heißer Kampf entbrennen wird und man bäh et Nicht für ausgrschloffen. daß die fünfte Tagung der «brüsiungs- konrmission bereits für Stifte ober spätestens Ende Fe, brnat angefetzt werben wird, wenn bas natürlich auch bade noch keineswegs fest steht

Noch eine Partei;

In Berlin ist jetzt von Kreisen, bie der Antiattoholbewegong nahest eben, eine Partei gegründet worden, die sich an den näch­sten Reich-tagswahlen mit eigenen Kandidaten beteiligen wUL Die neue Parisi nennt sich .Partei für Abstinenz und Boden, refornT. Ter Spitzenkandidat der Partei wird Pwfesior Dr. Delbrück. Bremen fein.

Einreiseerleichterunpen nach IugoslaVierr.

Darmstadt. Im Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Jugoslawien (Südslawien) ist mit Wirkung vom 5. Dezember !W7 der Sichtvermerk-zwang aufgehoben worden.

Zum Leiter des Landesamts für die Arbeitslosen: Versicherung,

das den Volksstaat Hessen, die Provinz Hesien-Rasiau und Waldeck umfass, ist der frühere badisch* Arbeit-Minister und jetzig« Präsident des badischen Lande-arbeitsamts. Dr. h. c. Engler- Karlsruhe, in Vorschlag gebracht. Die Ernennung hat der Reichspräsideni zu vollziehen. Don Haus aus Schlaf, sei war er bis zur Revolution Arbeitersekretär in Freiburg in Baden gewesen und wurde dann Arbettsminitt.r.

At Veksl-ungSfragt.

Im Haushaltungsausschutz ^es Reichstages wurde am Mittwoch bie erste Lesung der Besoldung »Vorlage erledigt. Eine längere Aussprache entspann sich noch über die Arbeit», und Dienstzeit und den Urlaub der Beamten auf Grund vcr» schiede wer Anträge, die eine gesetzliche Festlegung b:efer Zeiten in einem 8 34a fordern. Die Regierungsparteien Dekreten den Standpunkt, bah biefe Frage nickt in die Bef^ldungao^d. nung gehöre. Der Antrag auf Schaffung eines solchen neuen 8 Ma wird abgelehnt. Abgelehnt wird auch eine Reihe weiterer Anträge und Enlschliestungen. Ta mit ist bie erste Beratung des Gesetzes erledigt. Die zweit« Lesung wird* Montag ln Aussicht genommen

Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner Sitzung am Donnerstag mit der Besoldungsvorlage. In den Kreisen der Regierungsparteien rechnet man damit, bah man in den statt« tigen Fragen kurz vorher zu einem Kompromiß kommen wird, das sich zwar her Regierungsvorlage annähert, aber einige BesierfteUungen über die Regierungsvorlage hinan» bringen werde. Die zweite Lesung im Haushalt-Ausschuß wird zwei, höchstens drei Tage in Anspruch nehmen, daß dann das Plenum die Vorlage verabschieden und mit der Auszahlung her erhöh» ton Gehälter an die Beamten noch vor Weihnachten begonnen werden sann.

Stabanblnngen mit Polen.

T^e deutsche Delegation zur Führung der Handelsvertrags- Verhandlungen mit Polen hat sich, unter Führung des Reichs. Ministers a. D. Dr. Hermes, am Donnerstagabend nach War, schau begeben.

10 Millionen Mark Hi ndenburpfper.de.

Berlin. Die Hindenburgspende hat etwas über 7 Millio­nen Mark erbracht; dazu kommt der Erlös der Hindburgmorken. di« bis End« Januar vertrieben werden und ungefähr 2^ Mil . Honen einbringen bürsten. Mit Sackzuwendungen und Frei- stellen beziffert das Komitee bie Gesamtsumme auf 10 Mil» lionen. Hindenburg hat nunmehr das endgültige Komitee zur Verteilung ernannt und ist an seine Spitze getreten. Ehren­amtlicher Gesckäfl-fÜhrer wurde Minister a. D. Karstedt. Unter den Persönsicklcitcn die weiter dem .Komitee angeboren, seien genannt: Brouns, Löbe, Duisberg und Steatrwalh. Es ist geplant, die Gesamtsumme n P Jahren zur Verteilung zu bringen, sodaß der Reichspräsident nun eine Million jährlich

Zusammentritt des Landtags.

Der am 13. November 1927 gemahlte Landtag des Volk», fiaata Hessen tritt auf Grund des Art 22 bet Serfaflumi am Tonucroiag, den 6. Dezember 1927, mittags 12 Uhr, im Laâ iagogebäube in Darmstadt. Rbeinstraße 10, zu» ivamruletcnbcn Sifiung zusammen. Im Einvernehmen mit dem Herrn Sta^m -räsidenten ladt das Larrdtag-antt hierzu die Abgeordneten mit folgender Tagesordnung "ein: 1. Wohl des Präsidenten, der Stellvertreter des Präsidenten und bet Schriftführer (Art. 26 der Vers.); Feststellung der Gesckäftsordnung (Art. 28 der Vers); 8 Feststellung der Zahl der Mitglieder, die dem AeUestenrvt und den Ausscküsien angehören sollen (Art. 80 Adf. 1 und Art 12. Abs. 3 der Geschäftsordnung); 4 Bekanntgabe der Ausschuß» Mitglieder (Art. 12 Abs 4 der Gesckäftsordnung); 6. Wahl her Kommisiionen. Zwecks Vorbesprechung über He Tagesorck» nungspunkte innerhalb der Mitgliedervereinigungen wird auf Donnerstag, den 8. Dezember 1927, vormittags 10 Uhr, ht das o^-e,Eag»gebäud« einaeladen.

vor der hdlfidien ReaterungSumbtiduas.

D.c große Rätselfrage der Neubitdung der hesiischen Rm gierung ist nunmehr lebhafter in Fluß gekommen. Am Don» nerstag tagte bie gesamte sozialdemokrotiscke Landtagsfraktion von vormittags bis In bie ersten Abendstunden. Wie »er- lautet, kam dabei einhellig der Wunsch zum Ausdruck, sich rn.lt aller Energie das Ministerium des Inn«rn zu sichern, evenluekk sogar unter Preisgabe des Staateminifterium».

Am Donnerstag tagte ferner bis zum späten Abcird bic Zentrumsfraktion gemeinsam mit bem Landes au »schuß. Man kam zu dem Ergebnis, bei der Regierungsbildung einstimmig den verdienten Minister Kirnberger wieder kür das MinisterstrM des Innern vorzuschlagen.

Was die Frage der Erweiterung b*t ^^aJition betrifft, so ver­lautet. daß offizielle Anfragen an die dabei evtl. in Frag« fom#

menden Fraktionen wegen ihrer Mitwirkung dabei bisher nicht gestellt m***"

^tuanqtt Hilfe für Rheinhessen.

Die Reichstag-fraktionen bei Deutfchnativielen und Deutschen Volkspartei brachten nachstehend« Interpellation

nach

da:

zu

Unterstützung-zwecken zur Verfügung hat.

Berlin. In ununterbrochener 22stundiger Verhandlung wurde Donnerstag früh eine Vereinbarung getroffen, nach der die beiderseitigen Aamrfmafcnabmen sofort aufgehoben werden und die Arbeit möglichst sofort nreber ausgenommen wird.

Zum Ende her Zigarrenardeiteraussperrung wird weiter gerne bet. baN Maßregelungen nicht ftaüfinben. Der geltende Tarifvertrag läuft bis zum L April 1^29. Die Löhne werden am 1. März 1928 um 12 o. H erhöht. Für die Bezirke Ha,n- bürg und Bremen wird nur eine 10proze«tig« Erhöhung der Löhne erfolgen.

Die Abstimmung zum Studentenrecht.

Don den 27 preussischen Hochschulen haben 26 die neue Ver- orbnung mit großer Mehrheit abgelehnt. Lediglich die Philo» sophisch-Theologische Akademie in Vraunsberg, die allerdings nur SS Studierende hat, hat als einzige preußische Hochschule die neue Setorbnung angenommen.

Ter Besatzung-druck, der auf Rhein Hessen und dem Bezirk Trier unvermindert lastet und zu einer schweren Ueberleguntz der Stäbtc Mainz und Worms führte, trifft Gebiete, die seit Jahren als wirtschaftliche Notgebiete ersten Ranges tu betraf len sind. Wenn der Grenzfürsorgeiond Mittel gewährt, um hie unmittelbaren Wirkungen her Zottgrenzveränderungen z. B. bi den besonders Hilfsbedürftigen (! Weltreisen zu mildern, so bleibt die mirtf^aHfifte Not dieser politisch schwer belasteten Gebiete Gegenstand schwerer Sorge. Was gedenkt die Reichsvegierung

zu

tun. Uth dielen Notständen zu steuern?"

Traurige Szenen im tschechischen Parlament.

Prag. Die unerfreuliche Auseinandersetzung zwischen den sudetcndcuIschen Parteien haben Donnerstag mit einer Schläge­rei unter den deutschen Abgeordneten im Prager Parlament ihren Höhepunkt erreicht. Bei einer R^d« des Abgeordneten Weiher vom Bund« her Landwirte kam es zu wüsten Ve. schimpfungen zwischen den deutschen Oppositionellen und Jen Abgeordneten der deutschen Regierungsparteien. Vor dem Sitz« des erstaunten tschechischen Mnan-miniftrrs tam es darauf zu einem wklden Handgemenge Deutscher gegen Deutsche. Im übrigen wandten sich sämtliche deutsch«« oppositionellen Red­ner. Sozialdemokraten, Deutschnalionale und Nationalsozialisten m übereinstimmender und schärfster Weise gegen bie Serun- glimpfung und Herabsetzung der su deuten deutschen Freiheit», bewegung durch den LanLLünLler Dindirich

Ein trauriges Zeichen für die deutschen Parteien, daß sie n Tschechen ein solches Schauspiel bieten. Nach solche» E^ -<n^en auch bie schönsten Sieben den Sudetendeutschen nickt»

Der ^Kladderadatsch* ist von der i nie trainierten Rheinland-. iommission auf die Dauer von sechs Monaten im besetzten Gc» Met verboten worden.

Der keüttcke Sinnt nn^ Me Shrthc.

Gerücht«, bie sich |pdur im großen uns ganten als haMo. erwiesen, gaben dein Staat Deranlasiung, folgendes besannt zugeben: Im Vergleich zu den Vorkriegs» und Kriegsjahren ist sehr wohl eine Erhöhung des Staalszujckusie- an bie Kircke und zwar um 25 Prozent eingetreten. Weiter sei aber für 1927 der staatliche Zuschuß um weitere 25 Prozent auf insgesamt 483 720 Mark erhöht worden, also betrage bie Erhöhung bet Zuschusses jetzt insgesamt 50 Prozent gegenüber den Sorlrlcgayiten. Wei­ter habe der Staat der Kirckc. wie diese auch anerkannt hade mit Darlehen zu günstigen Scbtngungeu zur Seite geftanden An Darlehen mürben seit der Stabilisierung der Mark an die Kirche gewährt: 1. 1923*24 17 4 689 Mark 2. 1925 646 900 Mark. 3. 1926 888 200 Mark. 1927 888.170 Mark. Tic letzten drei Darlehen sind auf 20 Jahre seit gewahrt, im ersten Iah« Mn verzinslich und vom zweiten Jahre an mit 2 Prozent zu ver zinsen. Daraus ergebe hd) ein Zin»opf«r der Staates von etwa 100 000 Mark jährlich. Tic schwierige Lage her Kirche Hobe hierdurch gewisse entgegenkommende Beachtung gesunden, ob­wohl auch der Staat selbst sich in greher finanziell ' Bedräng, nie befindet und nicht in der Loge ist, seinen V .anschlog ohne erheblichen Fehlbetrag abzui^ ließen. W.c weit her Kirche rechtlich begründete Ansprüch' an den Staat zuftehen, sei um- ftrlHen. Die Stellungnahme des Staates zu der Abhandlurrg der Kirche in dieser Frage sei t- weise abgeschlosien und i weil auch der Kirche schon beijnn:. Den Gegen 'and dreier Erörte­rungen bilden Art und Maß der staatliche« Leistungen.

Der evanpelische Landeskirchentag für Hessen.

Der evangelische Landeskirchentag für Hessen, der in o-c ; Wocke in Darmstadt z^i^mmen getreten war, hat an S; ' t4» verstorbene« Präsidenten der AtTtfenregicrung D Tr Bern deck, einfrmmtg den Regierungsrat Dr. Dahlem-Msrnz zum Vizepräsidenten der Kirchenregierung gewählt. Dabei ist u a. folgende Knndgedung zum Konkordat erlal'^' , Im Mick auj btt ichwebenk« Konkordat?! rage spricht der z^urdestirchen-