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39. Jahrg.

Samstag, den 25. September 1926.

Nr. 39.

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Gießener Jeitnng

I W (Neueste Nachrichten) (Siegener Tageblatt)

Erscheint: Samstags

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(zugsrechten sowie die Regulierung

(Einberufung des Hesiischen Landtags.

Darmstadt, 24. September Wie verlautet, wird der Hessische Landtag zur Beschlußfassung über das Volksbegehren auf Auf- losung de» Hessischen Landtags auf den 12. Oktober ds. Fs. ein berufen. Die Sitzungen werden sich nur auf wenige Tage cp strecken, worauf die Negierung den Tag der Volksabstimmung, vermutlich vier Wochen später, festsetzen wird.

Amnestie im besetzten hessischen Gebiet.

3m Verfolg der Amnestie«bmachungen wurden am Montag in Mainz aus dem französischen Militärgefängnis 20 deutsche Ge- fangene entlassen und den deutschen Behörden übergeben.

Weiterhin hat die Nheinlandkommisiion die vor dem Ruhr- kampf im besetzten Hesiischen Gebiet verfügten Ausweisungen auf» gehoben.

Abtransports am Rhein.

3n den letzten Tagen haben die Abtransport französischer Truppen nach Frankreich begonnen. Nachdem Ende August eine halbe französische Iägerbrigadc in einer Stärke von 700 Mann deutsches Gebiet verlasien hat, handelt es sich jetzt um bic Be» satzungsverminderung, die vor den Genfer Verhandlungen zwi­schen Briand und dem deutschen Botschafter in Paris, Herrn von Hoesch besprochen worden ist. Bei diesen Besprechungen hatte Briand im Auftrage der französischen Regierung erklärt, daß im Laufe des Monats September eine Verminderung der fran­zösischen Truppen im Rheinland in Höhe von etwa 5000 bis 6000 Mann erfolgen soll.

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Die Hess. Sänger für das Reichsehrenmal am Rhein.

Der Hesiifche Sängerbund nahm anläßlich seines in Mainz stattgefundenen ersten Sängerbundessestes einstimmig eine Ent, schließung an, in der die zuversichtliche Hoffnung ausgedrückt wurde, daß schließlich doch noch als geeignetste Stätte dankbaren deutschen Gedenkens an die im Weltkriege für das Vaterland ge­fallenen Söhne unseres Volkes die Toteninsel bei Lorch am Rhein erwählt werden. Geschichtliche, ästhetische, kulturelle nnd politische Gründe verlangten, daß das Reichsehrenmal am Rhein errichtet werde.

Anläßlich des Hesiischen Sängerbundesfestes hatte die Stadt Mainz einen Fremdenzustrom zu verzeichnen, wie wohl noch nie. Allein mit der Eisenbahn sind mindestens 60 000 Gäste hier an- gefommen. Rechnet man noch die vielen anderen hinzu, die mit Straßenbahnen, Autos, etc. sowie zu Fuß hierher gekommen sind, so dürfe mit einer Gesamtzahl von rund 80 OOO Besuchern des Sängerbundcssestes zu rechnen sein.

Namen lautenden urteile.

mmanditanteile 60 001100 000 ) gleichzeitig mit der Ausübung iteile in Inhaber-Anteile gemäss können.

j den oben genannten (Stellen den Stempelaufdruck versehen

Disconto-GesellscM-

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Ein Schlag gegen das Tiroler Deutschtum.

Das italienische Unterrichtsministerium hat angeordnet, daß vom 1. Oktober ds. Jo. ab in den deutschen Unterklassen der Realschulen in Bozen und den slowenischen Unterklassen der Realschule in Udine sowie in den noch bestehenden Klaßen der Lehrerseminare von Tolmein und Bozen die italienische Unter­richtssprache eingeführt wird.

Damit hört das deutsche Schulwesen in Südtirol auf zu be­stehen. Die Profesioren dieser Anstalten wurden in den Ruhe­stand versetzt.

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Parteitag der D. V. P.

Der volksparteiliche Handels- und Industrieausschuß ist im Anschluß an den Reichsparteitag der D.V.P. in Köln zu einer Sitzung auf den 4. Oktober, 10 Uhr vormittags, in das Wilhelm- Marx-Haus am Hindenburgwall einberufen worden.

Große Koalition und D. V. P.

Berlin. Bei der Hanseatentagung der volksparteilrchcn Fraktionen der Hansestädte sprach der Vertreter Hamburgs auch über die nun schon seit fünf Jahren bestehende Große Koalition in Hamburg. Er erklärte, sie habe sich bewährt. Die Politik der Deutschen Volkspartei im Hamburg in der Großen Koalition findet in allen Kreisen der Parteipreunde volle Anerkennung.

Vor dem Abschluß der Eisenpaktoerhandlungen?

Maßgebende deutsche Industrievcrtreter. die an den Pariser Eisenpaktverhandlungen teifgenommen haben, sind der Auffas­sung. daß in dieser Woche noch eine Einigung mit Belgien statl- finben werde. Frankreich habe dem Eisenpakt endgültig zu­gestimmt. Sobald der Eiscnpakt abgeschlossen sei, durfte auch das internationale Schienenkartell endgültig Zustandekommen.

Kirche und Sozialdemokratie.

Am 11. Juli haben in Baden die Neuwahlen zur Landes­synode stattgefunden. Bei dem Ergebnis ist besonders bemerkens­wert, daß derVolkskirchenbund evangelischer Sozialisten^ 27 395 Stimmen und damit 7 Sitze erlangt hat, während er es 1920 nur auf 11 763 Stimmen und 3 Abgeordnete gebracht hatte. Er kann also eine Zunahme von über 100 Prozent verzeichnen.

Für ein Bismarck-Nationaldenkmal.

Mit dem Sitz in Köln ist ein Verein zur Errichtung eines Bismarck-Nationaldenkmal gegründet worden, desien Vorstand u. a. angehören: Reichsminister des Aeutzeren Dr. Stresemann, Reichskanzler a. D. Dr. Luther, Reichsminister a. D. Dr. Jarres. Am 16. und 17. Oktober veranstaltet der Verein in Hannover einen ersten deutschen Bismarcktag.

Druck. Verlag und Expedition:

Ziegen, Südanlage 21

Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M.

Eine gewaltige Sturmkatastrophe ist über Florida niedergegangen.

1200 Tote und 6000 Verletzte sind feUgcftent

Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind mindestens 1000 Personen getötet und mehrere Tausende verletzt worden. Times" zählt allein in Miami 500, in Hollywood 200 und in Fort Lauderdale 200 Tote. Im Hafen von Miami wurden 150 Schiffe zerstört, deren Bemannung (mehrere hundert Man.») er trunken ist. Der Sturm ist der schwerste, der jemals über Amerika hinweggeangen ist Er riß eine 60 Meilen breite Bresche in die Küste Floridas und ließ überall Zerstörungen und Elend zurück Der Orkan brach, von Westindien kommend, über die Bahama- insel nach Florida ein. Das Barometer erreichte einen nie ge­kannten Tiefstand. Der Sturm dauerte neun Stunden und er reichte zeitweise 140 Meilen Geschwindigkeit. Miami wurde in zwei Flutabständen heimgejucht. Die zweite Flutwelle ver nichtete in der Stadt alles, was die erste verschont hatte. Die meisten Wolkenkratzer find eingestürzt. Sämtliche Häuser sind vernichtet oder wenigstens schwer beschädigt. In Miami ist der Belagerungszustand verhängt. Mehrere Ortschaften in der Nähe von Miami sind gänzlich vom Erdboden verschwunden.

Vor den Neuwahlen in Sachsen.

Der Sächsische Landtag trat Donnerstag nachmittag zu seiner ersten Vollsitzung nach den Sommerferien zusammen. Der Präsident teilte mit, daß die Regierung die Absicht habe, Neu­wahlen für den Landtag auf den 31. Oktober auszujchreibcn.

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Die deutschen Spareinlagen.

Trotz der Arbeitslosigkeit nehmen die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen allmonatlich zu, und zwar wachsen sic in den letzten Monat durchschnittlich um 100 Millionen Mark im Reich. Die Gesamtsumme der Spargelder hat heute bereits 2 -. Milliarden Mark überschritten. Allerdings betrug beispiels­weise im Januar der Ueberschuß der Einlagen noch 166 Millionen im Monat, er fiel dann im Februar auf 138 Millionen, im März auf 107 Millionen, um von da an konstant zu bleiben.

Was die tvohnlingszwangswirtschaft kostet.

58,4 00 Beamte. 816,000 Prozesse. - 584,4 Millionen Mark.

Das Fckchblatt des deutschen Möbellranspoctes schreibt:

Der Reichstagsabgeordnete Lucke hat kürzlich eine Zusam­menstellung über die Kosten der Wohnungszwangswirtschaft ver­öffentlicht. Danach ergibt sich folgendes:

a) Aufwand für etwa 30,609 Beamte usw. bei den Woh- nungs-Aemlern 19,800 Beamte usw., die sich mit der Bearbeitung von Wohnungsangelegenheiten bei den Gerichten beschäftigen, und 8000 Steuerbeamte für die mit dem Wohnungswesen zu­sammenhängenden Steuern. Zum Aufwand von 58,400 Beamten müßen an Gehältern gezahlt werden etwa 273 Mil­lionen Mark;

b) an Verwaltungskosten etwa 100 Millionen Mark;

c) 816,000 Prozesse im vorigen Jahre verursachten Kosten in Höhe von 122,4 Millionen Mark.

Zusammen 586,4 Millionen Mark.

Das würde auch ohne b) rund eine halbe Milliarde jährlich ausmachen.

Streik in einem kommunistischen Betrieb.

Eßen, 22. September. Daß eine kommunistische Zeitung sich bei einem Streik veranlaßt sieht, die Forderungen der Arbeit­nehmer als unbillig zu bezeichnen und den Arbeitgeber in Schutz zu nehmen, wird manchem Leser kaum glaubhaft erscheinen. Und doch hat sich dieser seltsame Fall dieser Tage in Esten zugetragen. Es handelt sich allerdings nicht um Differenzen in einem privaten oder staatlichen Betriebe, sondern die eigene Belegschaft des kommunistischenRuhrecho" hatte es gewagt, wegen Lohndiffe­renzen geschloßen die Arbeit niederzulegen. In einer in Num­mer 219 desRuhrechos" veröffentlichten Darstellung der Ge- schäftsleitung wird über die Ursache des Streitfalles mitgeteilt, daß die Druckerei sich gezwungen gesehen habe, infolge Unrenta­bilität des Betriebes Lohnkürzungen vorzunehmen, die zwischen 11 und 22 Prozent schwanken. Die Belegschaft und der Be­triebsrat wollten indes nur einer bprozentigen Lohnkürzung zu­stimmen. Die kommunistischen (!) Unternehmer wißen aber in solchen Fallen schon, was sie zu tun haben, um Herr im eigenen Hause zu bleiben. Es wurden die kommunistischen Stadtdelegier- ten sufammenberufen, die dasUrteil der Partei" verkündeten, daß den kommunistischen Betriebsräten wegen ihres unkommuni­stischen Verhaltens schärfstes Mißtrauen auszusprechcn sei. Schon nach 2 Tagen mußte die Belegschaft zu Kreuze kriechen und die Arbeit wieder aufnehmen.

Um sich vor einer Wiederholung derartiger unliebsamen Vor­gänge zu schützen, wäre den Kommunisten zu empfehlen, es in ihren eigenen Betrieben mit dem im kommunistisch-bolschewisti­schen Rußland üblichen Verfahren zu versuchen. Dort ist bekanntlich das Streiken radikal verboten und zieht unter allen Umständen die sofortige Entlastung nach sich. Es ist recht interessant, daß in derselben Ausgabe desRuhrecho", die die erwähnte Dar­stellungin eigener Sache" enthält, der Bericht über Streitig­keiten im staatlichen Bergbau mit den UeberfchriftenScham­loser Betrug an den Arbeitern der Staaisbergwerke"Skru­pellose Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten" versehen ist.

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Suöctcnöcutschlanö un6 die öcutsschc Ostfront.

Von Vizeadmiral a. D. v. Trotha,

1. Vorsitzenden des Sudetendeutschen Hcimitdundcs Berlin. (Geschäftsstelle: Berlin SW. 68, Zimmerstraße 87.)

Der diesjährige Rcichsverdandstag des Sudetendeutjchen Heimatbundes führt die Sudetendcutschen, tue im Reiche ihre Zweite Heimat sanden, vom 2. 4. Oktober nach Breslau, das fett Jahrhunderten die stärkste Festung des Reiches gegen die slavische Flut ist. Die Eigenart unserer staatlichen Entwicklung hat es bisher vcrhit.dcrt, daß aus diesem Kampf um die Landnahme sich ein ostdeutsches Gesamtempfinden entwickelte, das in unserer Not. zeit das Deutschtum zwischen Ostsee und Adria zu gemeinsamem politischen Handeln hätte bestimmen können. Immer stärker wird bei den jungen slawischen Staaten der geschloßene Wille, an unserer Ostgrcnzc ein festes System dem deutschen Wall entgegen» zusetzen.

So fordert die feindliche Zielsetzung heute mehr denn je von uns, der festen Bindung, die die deutschen Ostlande eint, inne zu werden. Denn nur in ihr liegt die Gewähr, daß unser Volkstum genügend Raum gewinnt, um mit allen seinen Kräf­ten wieder fest im Boden zu wurzeln.

In diesem Ringen aber muß die Behauptung der böhmischen Festung erstes Ziel sein und hierin ruht die Bedeutung des Sudetendeulschtums im Befreiungskampf des deutschen Volkes.

Ein geschichtlicher Rückblick läßt die entscheidende Lage der umkämpften Landschaft erkennen. Als das Römerreich feine Herrschaft rhein- und donauabwärts vorschod, zielte Böhmen in die Mitte der feindlichen Stellung. Wenn auch die römischen Heere an der Msser und der mittleren Elbe zum Stehen kamen, so erkannte doch das freie Germanentum das Reich Marbods im Sudetenraum als den natürlichen Kern germanischer Großreichs­bildung an. Die Römer zerstörten es, um sich vom Druck auf das mittlere Donau decken zu befreien. Im zweiten Jahrhundert wiederholt sich dieselbe Lage: die Markomannen wirken tief nach Ungarn hinein, deßen Völker an ihrer Seite kämpfen. In diesen Beziehungen des Raumes nach Norden wie nach Süboftcn offenbart sich die politische Mittelstellung, die Böhmen immer wieder in der Geschichte des deutschen Volkes auszeichnet.

Als nach der Wanderungszeit der osteuropäische Rauin von den Slaven eingenommen wurde, hat doch niemals der Einfluß der germanischen Grenzstaaten auf die neuen Herren des Bodens aufgehört; ja, für die Sudetenländer selbst steht fest, daß die ger manische Siedlung nie ganz erloschen ist.

Fast ein Jahrtausend später aber greift Böhmen als Macht- faktor im mitteleuropäischen Sinne in das Geschick des deutschen Volkes ein. Der Kampf Ottokars gegen Rudolf von Habsburg, in dem jener auf dem Marchfelde sein Leben ließ, ging nicht nur um den Besitz, sondern um die politische Vorherrschaft. Deutsche ritterliche Kultur zog über den bayrisch-böhmischen Grenzwald. Mit Ottokars Sohn, dem König Wenzel, erblühte Prag als eine Stätte deutschen Minnesangs, der eine Kette deutsch-slawischer Fürstensitze nachfolgten. So grüßen wir im Beginn des 14. Jahrhunderts in Herzog Heinrich von Breslau, dem Markgrafen Otto mit dem Pfeil von Brandenburg, dem Herzog Wizlav von Rügen im ganzen Osten ober- und nieder­deutscher Zunge eine Schar von singenden Fürsten. Kaiser Karl IV. erhob Prag zur Hauptstadt des Reiches und suchte über Brandenburg hinaus an die Ostsee nach Lübeck vorzustoßen, rote er im Südosten durch die Heirat Siegismunds den deutschen Ein­fluß in Ungarn sicherstellen wollte. Wie ein Nachklang dieser Gedanken mutet uns Wallensteins persönliches Streben an, von Böhmen her festen Fuß in Stralsund zu gewinnen und somit bie Herrschaft über die Ostsee zu erreichen, während auf der an­deren Seite die Protestanten immer von neuem sich an Bethlcn Gabor von Siebenbürgen wenden, um von Südosten her eine Entscheidung über den gesamten deutschen Osten herbeizuführen. Es ist derselbe Drang, der den Außenminister Friedrich des Großen, den Grafen Hertzberg, veranlaßt, nach der Eroberung Schlesiens die Weichselmündung in die Hand zu bekommen und Preußens Bündnissystem bis nach der Türkei, gegen die Sieben, bürgen die Grenzwacht Europas hatte, auszudehnen.

Wir spüren, wie die Versuche des Deutschtums, von Böhmen her die deutsche Ostfront politisch zu ordnen, in den Plänen der Tschechen wieder ausgenommen werden, und so die junge tsche-^ chische Ration in eine jahrtausend alte Tradition des Kampfes zwischen Deutschen und Slaven hineinstellen.

Noch sitzt in den Wäldern der Randgebirge, auf der Scholle in den Städten des Sudelenlandes deutsches Volkstum. Die tschechischen Machthaber vertrieben es mit Gewalt aus feinen Stellungen. Wo heute noch deutsches Land ist, hat morgen das tschechische Bodenamt vielleicht schon seine Hand darauf ge­legt. Wo heute sich" deutsche Arbeiterhände noch regen, kann morgen tschechisches Kapital sein Herrenrecht geltend machen. Wo heute noch in den Schulen deutsche Gebete und deutsche Lieder klingen, erzieht man morgen ein Geschlecht, das weder recht deutsch noch tschechisch spricht und schreibt. Und hinter allen täglichen Nöten mahnt das deutsche Blut, das in sieben Jahren der Gewaltherrschaft den Boden tränkte, seiner nicht zu vergeßen.

Der Prager Dom aber kündet, daß dieses Land aus deutschen Kräften seine Gestalt gewann. Im Berauntal spricht noch heute die Burg Karlstein von den Zeiten, in denen die Kleinoüe des heiligen Reiches in ihrem Schule ruhten. Noch geht das Sudr- tendeutschtllm im Glauben an sein Recht und in der Wehrkraft deutschen Mannestums seinen Weg. Auch das Reich hält ihm die Treue.