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Erscheint: Dienstag und ,Freitag.

-preis: 80 Psg. m-natlich frei ins Haus, ßredatti^sschlirh früh 8 Uhr. - Für Aufbewahrung oder Rück- !-n> nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Sonntagsgeöanken.

dH ^^enb l'ch und verdien streds.

Agenten welche Wvülslind- IW besuchen durch Erich Pötters

Carmen Menend,

£; Schickst»! stand vor dem Wettenlenker und wartete auf ^bl seines Herren.

^- ^Mmen auf der Erde war Krieg und Elend, Hungersnot "tzxmung Einst glückliche Völker hallen zum Schwert gläubig ^ Machthunger hatten sie das Gesetz des Friedens Zungdc^ e Sßdtenbranb lohte über die Erde. Was Unrecht VerfahlMs Recht und der Schwache des Mächtigen Beute. J^m ^ bet Herrgott dem Schicksal ein altes Kartenspiel .^ .hm es neu zu mischen So wollten es die da drun- Ö " Und während der Schicksalsengel zur Erde hinunter stieg, N^ie das deutsche Volk Revolution. Soldaten zuckten das Schwert gegen ihre Führer. Throne wurden gestürzt, Bürger Dand gegen Bürger.

Abseits in dunkler Nacht stand stumm und ernst Germania. In schwarzem, wallenden ©eroanbe. Und ihr gegenüber der stufet der Zwietracht. Da kam der Schicksalsengel und trat ^zwischen sie. Und verteilte die Kartell.

, Germania frug das Schicksal:Muß es denn sein, daß ich fiesem da immer ins Antlitz schauen muß?

Und das Schicksal sprach:Es ist des Herrn Wille, daß / eines jedem Menschen und eines jeden Volkes Schicksal diesem . da abgerungen wird!"

Sie nahmen die Karten. Drei Farben nur hatte das Spiel: Bürger, Dauer, Arbeiter. Aber es waren der Karten viele. Germania seufzt und spielt aus.: Bürger. Hämisch lacht der Teufel und gibt zu: Arbeiter. Und Germania zieht wieder: Ar­beiter. Der Teufel grinst in seiner höllischen Art und gibt die

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tthnllen ^vhlenziehkr Heizer, SchifssjuiiWi, Schmierer, uiMlerme Md ich alle Berufe.

AâH erteilt iUebersee AlisNinsl / Hâover 65.

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Heimarbeit, tfW!.,ucr^ jed. E. Ziegel, Aufkirch Bchwaben.sNückpon.

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^ Sieue Karte zu: Bauer. Und so geht es weiter.

Es kommt kein Wetteifern der Werte der einzelnen Farben unter sich zustande. Es ist ein zweckloses Gegeneinanderhetzen von Bürger, Dauer und Arbeiter.

- Und wenn das Spiel Karten verbraucht ist, dann lacht der Höllische durch die dunkle Nacht, daß es gräßlich über die Höhen gellt, mischt und beginnt von neuem.

Das Schicksal steht trauernd da und schaut Nacht für Nacht pm Spiele zu. Jahre dauert cs schon.

Bürger, Bauer und Arbeiter wollen sich ein neues Haus ^Men, aber sie kommen nicht zur Arbeit, weil sie streiten, weil feder anders haben will, weil sie sich gegenseitig die Luft *^cn, die sie atmen, und sich gegenseitig das Blut aus den ><rn trinken.

Der Schicksalsengel steht aber noch immer da und wartet 4rtct. Waldfried.

Gedenktag für die Opfer des Krieges.

Der Volksbund deutscher Kriegergräberfürsorge hat mit Zustimmung des Deutschen Evangelischen Kirchenausschusses und .s Fürstbischoss von Breslau beschlossen, die von ihm im Jahre 125 am sechsten Sonntag vor Ostern veranstaltete Gedenkseier :ur die Opfer des Krieges im Jahre 1926 auf den fünften Sonntag vor Ostern, auf den 28. Februar, zu verlegen. Aus feine Anregung bat die Rcichsr^zicrung die Länderregierungen gebeten, daraus hinzuwirken, daß dieser Tag als allgemeiner Gedenktag für die Opfer des Krieges begangen und die Anord­nungen hierzu im Verwaltungswege getroffen werden und ins- defondere dafür zu sovgen, daß aus Anlaß dieses Tages die Gebäude halbmast flaggen. Die Beflaggung der Reichsgebäude ist angeordnet

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Was btc Franzosen von unterworfenen Marokkanern fordern.

Paris. Offiziös wird verlautbart, daß dem Stamme her oenbabja in Marokko, der sich unterwarf, folgende Bedingungen auferlegt wurden: Opferung eines Stieres für je zehn Familien, die Verpflichtung, Arbeitskräfte zur Ausbesierung der Straßen zu stellen (diese Arbeiter sollen von Frankreich be­zahlt werden), unentgeltliche Wiederherstellung der Straßen, die von den Senhadsa zerstört wurden, Stellung von 35 Geiseln, die für die Sicherheit der französischen Truppen auf dem Gebiete der Senhadsa verantwortlich sind, Auslieferung je eines Gewehrs und von je 300 Francs pro Familie innerhalb acht Tagen, sowie sofortige Zahlung von 12 000 Francs, Verpflichtung der Sen- , bubia, Truppen für die künftigen Kämpfe zu stellen. Alle diese Bedingungen wurden durchgeführt.

Die Aufbringung der Industriebelastung.

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Dekannlttch unterliegt bicAufbringung derInduftriebelastung jeder Gewerbebetrieb, besten Betriebsvermögen Mk. 20000 über- üeigt. Dabei sind einbegriffen die Grundstücke oder Erundftücks- teile, in welchen der Eigentümer sein Gewerbe betreibt. Maß- gebend für das Betriebsvermögen ist die per 31. Dezember 1925 abzugeben gewesene Vermögenssteuererklärung. Falls an diesem -tage die Erklärung nicht vorlag, kann auf die Vermögensfest­stellung für das Jahr 1924 zurückgegriffen werden' ebenso auch

wenn die abgegebene Vermögenssteuererklärung die für die Be- - Rechnung des Betriebsvermögens notwendigen Angaben nicht vollständig enthält. Die 1. Zahlung 'st bereits am 15. Februar 4926 fällig. Da bis dahin die Vermögenssteuerveranlagung noch nicht abgeschlagen sein kann, ergehen zunächst Vorauszahlungs-

Samstag, den 23. Januar 1926.

Nr. 4

Druck. Verlag und Expedition:

Gießen, Cüdanlage 21

Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt o. M.

btscheidc, deren Zustellung am 30. Januar 1920 beendet sein soll. Die Finanzämter hatten die aus Grund der Bermögenserllärun» gen zu ermittelnden Betriebsvermögen dis zum 7. Januar milzu- teilen, auf Grund welcher Unterlagen nunmehr der Verteilungs» schlüssel berechnet wird. Man wird schätzungsweise mit einer Ge- samt-Aufbringungspslicht von 12 Prozent zu rechnen haben, wo­von die 1. Jahresleistung etwa 3 dis 3,5 Prozent ausmachen wird, welcher Betrag in 2 gleichen Raten am 15. Februar und am 1. Juni 1926 zu entrichten ist. Gegen den Dorauszahlungs- bescheid, der die erste Jahresleistung fcstsetzt, ist lediglich das Rechtsmittel der Beschwerde an das Landesfinanzamt innerhalb

4 Wochen nach Zustellung gegeben.

Ter Rhein nur zu 21 Prozent deutsch?

Früher, vor vielen, vielen Jahren, hieß es in deutschen und auch fremden Lehrbüchern, der Rhein sei zum größten Teil ein deutscher Strom. Aber wir müssen umlernen und die Leitfaden für den Geschichts- und Erdkundenunterricht verbesiern. Erstens ist nach welscher Anschauung der Rhein niemals ein deutscher Strom gewesen (daher auch heißt's sicherlich Eau de Cologne und nicht Kölnisch Master!), zweitens aber ist seit mehreren Jahren der Rhein ein ,,internationalisierter" Schiffahrtsweg, schließlich beträgt Deutschlands Anspruch am Rhein nur 21 Prozent. Das Warum begründetDie Freie Donau" in ihrem ersten Januar­hefte:

Zur Sicherung der internationalen Regeln auf dem Rhein bestimmte der Versailler Vertrag in Artikel 354, daß die Mannheimer Rhcinschifsahrtskarte in revidierter Form weiterbestehen sollte. Dagegen war vom deutschen Standpunkt nichts einzuwenden. Bedenklich aber war im Höchsten Grade der Artikel 355, in dem die Zusammensetzung der auf der Mannheimer Akte beruhenden Zentralkommistion für die ein Vertreter der Uferstaaten Preußen, Bayern, Hessen, Ba­den, Elsaß-Lothringen und Holland. Jetzt sieht die Kommistion

so aus: zwei Schweizer, drei Holländer, zwei Belgier, Engländer, zwei Italiener, vier Franzosen und Deutsche!"

Also 15 Frcinde sitzen in der Kommission und ganze

zwei vier

vier

Deutsche! Die simple Rechnung ergibt einwandfrei, daß der Anteil Deutschlands am Rhein nur 21 Prozent betrage! Dem­nach spielt es also keine Rolle, baß der Rhein zum weitaus größten Teil durch deutsches Gebiet, altes deutsches Kulturland fliegt. Es scheint auch ganz nebensächlich zu sein, wer den stärksten Anteil an der Rheinschiffahrt hat. Die Hauptsache bleibt doch eben, immer wieder den dummen Deutschen zu zeigen, daß sicherlich schon die Römer sich geirrt haben, als sie meinten, der Rhein sei der größte Strom Germaniens. Ferner scheinen wir hierzulande vergessen zu haben, daß u. a. auch Italien zu den Uferstaaten des Rheins gehört; denn was sollten sonst die Italiener in der Rheinschiffahrtskommisiion zu suchen haben? Hat das heilige, göttliche Italien etwa einen Flaggenanteil an der Schiffahrt auf dem Rheine? Da wir wie man uns Deutschen mehrfach versichert hat im Locarno-Jahre leben, wäre es höchste Zeit, den Locarnogeist auch auf diesem Gebiete endlich in Erscheinung treten zu laßen!

Mag diese Besetzung der Rheinschiffahrtskommisiion wegen der sattsam bekannten Denkungsart noch entschuldbar sein, son­derbar, höchst sonderbar wirkt aber, wenn, wie in diesen Tagen im Haushaltsausschuß des Bayerischen Landtags mitgeteilt wurde, im neuen Statistischen Iahresbuch des Reiches die pfälzische Stadt Zweibrücken als zum Saargebiet gehörend be­zeichnet wird? Der Bayerische Ministerpräsident erklärte zu dieser Angelegenheit unter großer Heiterkeit, er werde den Ber­liner Herausgebern den nötigen Geographieunterricht übermit­teln laßen.

Die Neue Lyrik.

In Deutschland gibt es eine neue Lyrik. Professor Dr. H. Wernecke, ein würdiger Landsmann des Herrn Wirth, ist ihr

prominentester Vertreter. In einem schwarz-rot-goldenen lender besingt er den ewigen Frieden:

..Wie kann man hassen, wenn die ganze Welt, Die man empört, uns ließ die alten Grenzen Und nur gewaltsam Unrecht machte gut Und längst zum Bunde reichte uns die Hand! Wie kann man hassen, gist'gen Kröten gleich,' Ist nicht die Welt schön und das Leben reich? Wozu beschmutzen unsern deutschen Namen Und streuen uns eines neuen Krieges Samen, Der. heller Wahnsinn, gäbe uns den Rest

Im Bunde mit des Bürgerkrieges Pest!

Denn ungestraft kann man den Hag nicht lehren:

Er muß unfehlbaru sich nach innen kehren, Und auf den Schützen springt der Pfeil zurück Wozu betören neues Wehgeschick?"

Ka-

Hat der Herr Dichter nie etwas vom Raube uralten deut- .chen Kulturbodens durch den Versailler Vertrag gehört? Hat er, der dies Gedicht im Juli 1923 verfaßte, den freventlichen Einfall der schwarzen und meisten Franzosen ins Ruhrgebiet vollständig verschlafen? LLer ist es ihm gar eine Wonne, sein zerschlagenes und durch fremde Willkür zerstückeltes Vaterland zu verhöhnen?

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LWWahrt.

Von Direktor Dansa Ltmburg.

Lahnschiffahrt ist uralt Schon die ersten christlichen Send, boten in das heidnische Gebiet des Lahngaucs und zu den wi! den Bewohnern des Vogelsbergs fuhren auf der Lahn ihrem Ziele zu, und nach frommer Sage landete der Leichnam des heiligen Lubentius, auf unbemanntem Rachen, von Engelskand lahnaufwärts getrieben u. gesteuert, an der Dietkirche, der Volks Kirche' denn Diet ist Volk und Drei ist Deutsch. Kaiser Konrad der Franke wird, wenn er vom Gleiberg nach seinem geliebten Weilburg, Wilina hoch auf dem Felsen an der Lahn, wollte, an heißen -tagen wohl auch die kühle Fahrt auf dem Fluß dem beschwerlichen Ritt vorgezogen haben.

Dann kam die Erbauung der Mühlcnwehre. der Aufstau des Flusses zu Kraft zwecken. Die Eetreidemüller waren die land- wirtschaftlichen Vorläufer der kommenden großen industriellen Elektrizitätswerke an der Lahn. Der Betrieb war kümmerlich' er konnte nur auf das Mini m u m der schwankenden Wasser traft aufgebaut werden, weil ihm ein Ausgleich aus anderen Kraftquellen fehlte, und die erzeugte kleine Äraftmenge mußte mittels künstlicher Zahnradwerke und umständlicher Getriebe am Platz verbraucht werden. Ihr fehlte die Ortsbeweglichkett, die erst die befreiende Technik durch Umsetzung in Elektrizität und Fernleitung schuf,' die Kraft paßt sich heute dem Menschen an, statt früher umgekehrt. Die Akühlenwerke sperrten den ganzen Fluß; Schleusen neben ihnen existierten nicht. Die leid] ten Holznachen und ihre Fracht wurden um das Mühlen wehr herumgetragen und jenseits wieder ins Wasser gesetzt, wie schon Karl der Große es bei feinem Kanalanfang zwischen Main und Donau bei Treuchtlingen machen wollte. Denn die Kammer schleuse, in der das Schiff durch das Master selbst gehoben wird, ist in Italien erst im 15. Jahrhundert, im Jahrhundert des großen Technikers Lonardo da Vinci, der Buchdruckerkunst und der Entdeckung Amerikas, erfunden worden. Derartige um stündliche Transporte auf den Flüssen konnten sich nur halten, weil auf dem Landwege vielleicht noch schlechtere Verhältnisie herrschten, unfahrbare Straßen, Frachtwagen von Pferden ge zogen, Halt an jedemWirtshaus an der Lahn".

1810 ließ der Herzog von Nasiau-Weilburg in seinem Gebiet zwar noch keine Schleusen, wenn die auch schon vor 300 Jahren erfunden waren, aber doch Lücken in die Wehre einbauen, durch welche die Schiffe mit Seilwinden vom Lanbe aus gegen die reißende Strömung in diesen Lücken hinaufgezogen wurden, also ohne Aus- und Einladen ihre Fahrt fortsetzten. Abwärts mit dem Strom ging es durch die Lücken natürlich viel bequemer. Der Herzog ließ auch gleich eine Denkmünze auf diesen Fort schritt oder vielmehr zu seiner eigenen Verherrlichungwegen Eröffnung der Schiffahrt" schlagen. Als Napoleon 1. gegen die Engländer den Seeverkehr durch die Kontinentalsperre, den ersten Wirtschaftskrieg, lahmlegte, warf ein nassauischer Chausteedirektor Eavarelle in einem Buche den großartigen Ge­danken in die Oeffentlichkeit, die Seesperre dadurch unschädlich zu machen, daß man die Schiffahrt, wenigstens Westdeutschlands, auf den Binnenweg verlegte. Der Rhein sollte über Lahn, Ohm, Edder und Fulda mit der Weser verbunden werden, ein Mittellandkanal West-Ost, den der Fulda-Lahnkanalverein in 1920 wieder aufgegriffen hat, allerdings für Schiffe, die 250 mal größer als die Nachen des alten nastauischen Bauingenieurs.

1844 wurde in richtiger Erkenntnis des heute noch bestehen­den volkswirtschaftlichen Vedürfnisies ein Staatsvertrag über die Schiffbarmachung der Lahn zwischen Nasiau, Preußen und Hessen geschloßen und die noch vorhandenen Schiffahrtswehre und -Schleusen erbaut.Adolphus, dux Nas soviae" ließ bei Weilburgdas Joch des Berges durchstechen und oer Schiffahrt eröffnen" und schuf damit den ersten und einzigen Schiffahrtstunnel in Deutschland. Die Abmachungen des Staats­vertrages wurden nicht voll ausgeführt, die damalige Kanalisa­tion nicht vollendet, von den notwendigen 30 Staustufen sind, wohl aus finanziellen Gründen, nur 20 gebaut worden. Trotz­dem entwickelte sich eine für damalige Verkehrsmengen lebhafte Schiffahrt; eine ganze Flotte von Kähnen brachte Eisenstein von den Gruben bei Aumenau zur Margaretenhütte in Gießen, oder Kalksteine als Schmelzzuschlag von den Dehrner Kalkfelsen zur Emser Bleihütte und den Eisenhütten in Nievern und Ahl. Es gibt wohl kein Dorf längst der Lahn, in welchem nicht eine WirtschaftZum Schiff" oderZum Anker" Nachrichten von dem geschäftigen und poesievollen Treiben gibt, das damals auf dem Flusse herrschte und das Hermann Ritter, Köln, so hübsch be­schrieben hat. Aber 1863 eröffnete dasselbe technisch hochent­wickelte und wagemutige Herzogtum Nasiau die Lahneisenbahn, und gegen diesen Konkurrenten, der seine Rüstung von Jahr zu Jahr verstärkte und nebenbei als Staatsbetrieb die Gunst der Behörden genoß, mußte die Lahnschissahrt, die mit Urväter-Haus­rat von Kähnen auf einer unvollkommenen Wasierstraße ar­beitete, allmählich erliegen. Das Dampfroß war stärker als die Pferdetreidelei.

Aber trotz des selbstverständlichen Mißerfolges in diesem ungleichen Kampf verstummte niemals der Ruf nach einem wirk­lich leistungsfähigen Schiffahrtsweg durch das an Bodenschätzen so reiche Lahngebiet zum Anschluß an die größte Verkehrsader Deutschlands, an die große Wasierstraße des Rheins. Der Ge­danke wurde nicht von idealistischen Träumern getragen, sondern