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ante Kinder ans allen Teilen kai WM WM duch uns: Zarmherzigieit Gottes wil- ie wir ohne der Christen Htsfreude entraten mästen.

m freundlichen Gaben in Geld it: die vorstehenden Schwestern t Fischbach-Weierbach a.'d. Nahe 1744) und zu Hof Rechtenbach nto Frankfurt a. M. Nr. 23938), der Vorstände'.

Reich- Kreuznach.

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39. Jahrg.

Erscheint: Samstags.

Bezugspreis 40 Pjg. monatlich frei ins Hau».

Rrdoklionsfchluß früh 8 Uhr — Für Aufbewahrung oder Rück- ferrdung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert

Das Reich und Kessen.

Ein Brief des Reichssinanzminifters.

Darmstadt. Reichsfinanzminister Dr. Reinhold hat an den hessischen Finanzminister Henrich folgendes Schreiben gerichtet: „Wie ich aus der Presse ersehe, ist in Hessen in der Oeffentlich- keit ein Streit entstanden, welchen Grund und welchen Zweck die mit der hessischen Regierung bei meiner Anwesenheit in Darmstadt getroffene Vereinbarung hat, daß eine aus Ver­tretern des Reiches und des Landes bestehende Prüfungskommri'- fton die hessische Finanzlage untersucht. Ich erlaube mir des­halb zur authentischen Klarstellung dieser Vereinbarung darauf hinzuweZen, daß nach meiner Ueberzeugung das, wie ich höre, in Hessen gebrauchte Wort „Geschästsaufficht" den Sachverhalt in keiner Weise trifft. Die Kommission hat nach unseren Ver­einbarungen keinerlei diktatorische Vollmachten: sie soll viel­mehr lediglich prüfen, ob die vom Reich ersann te Finanznot Hessens zum überwiegenden Teil auf die Besatzungskosten oder auf andere Gründe zurückzusühren ist. Von dem Ergebnis die­ser Prüfung wird es obhängen, ob das Reich dem Lande Hessen die zur Erfüllung seiner staatspol irischen, insbesondere seiner kulturellen und sozialen Verpflichtungen nötige Summe, die es aus eigenen Mitteln bei sparsamer Verwaltung nicht aufbringen kann, gesondert zur Verfügung stellt.

Ich habe den Gedanken dieser Kommission deshalb mit be­sonderer Freude ausgenommen, weil meiner Ueberzeugung nach eine sachliche Prüfung die Möglichkeit gibt, die im Streit der politischen Meinungen hart umkämpften Fragen wirklich zu klären und, falls sich ergibt, daß die Besetzung eines großen Teiles des Landes die Hauptursache der schlechten Finanzlage ist, dem Lande Hassen von Reichs wegen zu helfen.

Das „Nein" des Zentrums.

Zu einer Zentrumsversammlung in Darmstadt, in der Abg. Prof. Lenhart und Minister v. Brentano sprachen, wurden die Anwesenden aufgefordert, im Volksbegehren mit Rein zu stimmen.

*

Um das Schundgesetz.

Auch das Zentrum erklärt sich jetzt mit Reichsprüfungs- stellen unter Wegfall der Landesprüfungsstellen zur Bekämp­fung von Schund und Schmutz bereit.

Berlin, 26. Nov. Auf der Tagesordnung stand die zweite Beratung des Gesetzes zur Bewahrung der Jugend von Schund und Schmutz. Reichsinnenminister Dr. Külz erging sich in längeren Ausführungen und betonte u. a., daß die Einbringung eines derartigen Gesetzes dem einstimmigen Verlangen des Par­laments, des Ausschusses der deutschen Ingendverbände und der im Vordergrund des Kampfes gegen Schmutz und Schund stehen­den behördlichen und privaten Körperschaften entspreche. Nach längerem Hin und Her wird die Weiterberatung auf Samstag vertagt

Das Arbeitsschutzgesetz vom Reichskabinett gebilligt.

Berlin. Das Reichskabinelt befaßte sich unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abschließend mit dem Entwurf des Arbeits­schutzgesetzes, der nach eingehender Aussprache die einmütige Billigung des Kabinetts fand.

Vor der neuen Tagung des Genfer Rats.

Der Generalsekretär des Völkerbundes, Drummond, ist in Berlin eingetroffen und hat mit dem Staatssekretär v. Schu­bert eine längere Aussprache über die gesamte technische Seite der kommenden Tagung des Völkerbundsrates gehabt. Die Frage, wer die Volkerbundstagung leiten soll, ist noch nicht ge­klärt. Eigentlich sollte der Vorsitz der Tagung an Deutschland fallen. Die Reichsregierung würde aber auf den Vorsitz im Dezember verzichten, wenn es möglich wäre, die Dölkerbunds- tagung im März in Berlin stattfinden zu lassen.

Die deutsche Delegation für Genf setzt sich voraussichtlich aus folgenden Herren zusammen: Reichs außenminister Dr. Stresemann, Staatssekretär v. Schubert, Mi- nisterialdircktor Dr. Gauß, dem Dirigenten des Völkerbunds- referates o. Bülow und Gesandtschaflsrat Boltze.

Zusammenkunft zwischen Stresemann und Mussolini.

An läßt id) der Genfer Tagung soll eine Zusammenkunft zwischen Stresemann und Mussolini stattfinden.

Reichstagsdebatte über die Besatzung.

Der Minister für die besetzten Gebiete hielt im Reichstage eine Ansprache, in der er u. a. mitteilte, baß sich die Aus­schreitungen von Angehörigen der Desatzungsarmee in auf­sehenerregender Weise gehäuft haben. Zum Schluffe seiner Rede verlangte er die baldmöglichste Räumung des besetzten Gebietes.

Briand über Locarno und Thoiry.

In der Nachmittagssitzung der Kammer behandelte Außen- miniftet Briand hauptsächlich die deutsch-französische Annähe- rungspolrtik und die Völkerbundsfrage und kam auch auf die Rheinlandbesetzung zu sprechen. Seine Rede wurde teilweise von starkem Beifall unterbrochen.

Eine Viermächtekonferenz?

„Dailv Herald" will wiffen, es sei endgültig vereinbart

Samstag, den 4. Dezember 1926*

Druck Verlag und Expedition:

Wiehe», Ludaniage 21

Fernsprecher Rr 1382 Postscheckkonto Nr 8417 Am, Frankfurt a M

worden. Daß Chamberlain, Briand und Mussolini nach Schluß der Tagung des Völkerbundsrates in einer italienischen Stabt zusammen kommen werden. Stresemann sei zur Teilnahme ein» geladen worden.

Die französischen Sachverständigen

prüfen zur Zeit ein englisches „Mindestprogramm" für die Entwaffnung Deutschlands. Dieses Mindest Programm fordert:

1. Unterordnung des Oberbefehlshabers der Reichswehr unter die Autorität des Reichswehrministers^

2. Nagelung der Frage der Rekrutierungen der militärischen Vereinigungen;

3. Kontrolle des Exports von Waffen und Munition;

4. Zerstörung neuer Befestigungen an der deutschen Ostgrcnze.

„Es geht auch ohne die Sozialdemokratie".

Ministerpräsident a. D. Siegerwald erklärte auf einer Kundgebung von Vertrauensmännern der Zentrum spartet, daß der grenzenlose politische Dilettantismus sich in Deutschland am krassesten zeige in den fortwährenden neuen Parteigründungen und in der Ausstellung von Sondergrüppchen. — Der Sozial­demokratie gegenüber müsse der Standpunkt vertreten werden, daß es zur Not auch ohne sic gehe.

Ein deutsch-englischer Kohlenkrieg im Verzug?

Der Berichterstatter des „Daily Telegraph" weiß von Vor­schlägen zu berichten, die angeblich hauptsächlich von deutscher Seite gemacht worden sein sollen und die die Schaffung eines englisch-deutschen Kohlenkonzerns zum Ziele hätten. Die britt- schen Zechenbesitzer lehnten jedoch solche Vorschläge ab. Es wird sogar von einem bevorstehenden englisch-deutschen Kohlenkrieg gesprochen, der den Zweck habe, alle durch den Streik verloren gegangenen britischen Kohlenmärkte wieder zurückzugewinncn, ohne Rücksicht auf die Kosten.

Polnische Nationalfanatiker

haben in Kattowitz aus Aerger darüber, da ft bei den kürzlich stattgefundenen Gemeindaratswcchlen die Deutschen so glänzend gesiegt haben, Demonstrationen veranstaltet und dabei die Auf­hebung der schlesisck>en Autonomie verlangt.

Gegen die Deutschen in Polnifch-Oberschlesien.

Breslau. Der polnische Außenminister hat in Kattowitz erklärt, daß die Beratungen über die Angliederung des Dom- browaer Gebietes an die Woiwodschaft Schlesien so gut wie ab- gcschloffen sind. Man will durch diese Mahnahme den politi­schen Einflutz der deutschen Einwohner des Woiwodschaftsge­bietes schwächen.

Die Rückgabe deutschen Eigentums in Amerika.

Die Frage der Rückgabe des deutschen Eigentums soll noch vor Weihnachten erledigt werden.

Senator Borah für sofortige Rückgabe.

Washington. In einer Konferenz im Weihen Hause empfahl Senator Borah dem Präsidertten Coolidge die sofortige Rück­gabe des deutschen Eigentums. Er schloß seine Ausführungen mit der Bcmcrkuwg, daß die amerikanische Regierung ihre Ehre nicht für etwa 250 Millionen Dollar preisgeben darf!

Ein Kreditgesuch der Firma Krupp.

Das Re-ichskabinett befaßte sich dieser Tage mit einem Kreditgesuch der Firma Krupp. Die Reichsregierung sieht in der Gewährung einer Reichsanleihe keine brauchbare Lösung der starken Notlage, will jedoch wegen etwaiger sonstiger Hilfs­maßnahmen mit der Firma Krupp und der Stadt Eßen in Ver­bindung treten.

Der Reichsparteitag

der deutschen demokratischen Reichstagsfraktion trat am 28. November 1926 im Reichstag zusammen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache nahm Reichsminister a. D. Koch das Wort zu einem fast zweistündigen Referat über die politische Lage. Reichsinnenminister Dr. Külz äußerte sich dann über den Gesetzesplan des Reichsinnenministeriums, wobei er <iir Frage der Wehrverbände erklärte, ihre generelle Auf­lösung fei nicht zulässig. Wo man aber den Anschein militäri­scher Betätigung vermute, müßten diese restlos aufgelöst wer­den. Jede Verbindung mit der Reichswehr müsse unterbleiben. In der Frage der Fürftenabftudung hoffe er, daß die Ver­hängung des Sperrgesetzes die Beteiligten veranlassen werde, auch in Thüringen und in anderen Ländern zu einer Einigung zu gelangen. Die Frage der Titel und Orden bedürfe einer Klärung. Der Minister kam dann auf die Finanzreform zu sprechen unb betonte, daß der Finanzausgleich ohne die Ber- waltungsreform nicht möglich sei. Es sei in Deutschland ein Uebes, daß wir 2000 Abgeordnete und 60 Minister hätten. Der Minister ging dann aus das Schund- und Schmutzgesetz ein. Die harte Kritik an dem Gesetz nehme er nicht übel. Es handele sich bei dem Gesetz lebiglid) um die Legalisierung einer starken Bewegung. Die Freiheit der Kunst werde in seiner Weise be- rühit. Zum Schluß besprach der Minister das neue Schulgesetz, das er in den nächsten Tagen einbringen werde. Es müsse eine Organisation der Volkssi^rc gewährleistet werden, die der Schule die notwendigen Entwicklungsmöglichkeitcn gebe. Jede Zersplitterung des Schulwesens sei zu verhindern. — An die Referate schloß sich eine längere Aussprache an, nach deren Be-

(Gießener Tageblatt)

Nr. 49.

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Tagtsnalbrtcktkn.

Mainz. Am 5 Dezember werden beim französischen Ober kom mando in Mainz Besprechungen sämtlicher militärischen Befehlshaber des defetzren Gebietes mit dem Generalstad statt finden.

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Das chinesische Kabinett ist zurückgetreten. Das Kabinett hat an die fünf Fühler der Nordarmee ein Zirkulartelegramm gefanbi, in dem es als Grund für seinen Rücktritt den Mangel an Geldmitteln angibt.

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Auf Grund der neuen polnischen Prefseverordnung ist in Kattowitz die „Gazetta Robniezla" und in Posen der „Kalen der für 1927“ konfisziert worden.

Danzig. Die hiesige freie Töpfer- und Ofensetzer.Innung beging das Fest ihres 425jährigen Bestehens.

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Bremen. In zehn bremischen Landgemeinden fanden am Sonntag Gemei ndeausschußwahl en statt. Die Sozialdemo­kraten haben eine geringe Stimmcnzunahme, die bürge rlidytn Listen eine leichte Abnahme der Stimmen zu verzeichnen.

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Berlin. Vor dem Schöffengericht Berlin Mitte begann am Montag die Beweisaufnahme im Holzmannprozeß. Auch Iwan Kutisker wird hier als Zeuge gegen Micl-ael Holzmann ver­nommen werden.

enbigung eine Entschließung angenommen wurde, in der die Fraktion ersucht wird, auf die Abstellung der Mängel in der Reichswehr und auf die Sicherung des republikanischen Cha­rakters der Reichswehr zu drängen. In einer zweiten Entschlie­ßung lehnt man die Vorlage über den Schutz der Jugend vor Schund und Schmutz in der jetzigen Fassung ab.

Reichsrentnertag.

Am 1. Dezember fand im ganzen Deutschen Reiche ein Reichsrentnertag statt, der als eine Protestkundgebung sämtlicher Ortsgruppen des Deutschen Rentncrbu-ndes gedacht war und die Reichsregiorung an ihre Pflicht gegenüber den Kapitalrentnern (Schaffung eines Rentnerverforgungsgesetzes und einer staatlich geregelten Rente) erinnern sollte.

Tschitscherin auf dem Wege nach Frankfurt a. M.

Der ruffische Kommissar für das Auswärtige, Tschitscherin, befindet sich auf der Reise nach Frankfurt a. M., die einem Be­suche des Professors Dr. v. Noorden gilt.

Die Arbeitslosigkeit.

Berlin. Die Zahl der männlichen Hauptunterstützu-ngs- empfänger ist in der ersten Novemberhälft« von 1 068 000 auf 1 077 000 gestiegen; die der weiblichen Hauptunterstützungsemp­fänger von 240 000 auf 237 000 zurückgegangen.

Schulstreik in Westfalen.

Im Dortmunder Landkreis besteht seit längerer Zeit ein Schulstreik, da gegen den Willen der christlichen Elternschaft ein Dissident mehreren Bekenntnisschulen vorgesetzt wurde. — Dieser Schulstreik hat sich jetzt weiter verschärft, da auch die evangelische Elternschaft beschloß, in den Streik zu treten. Des* gleichen hat sich der westsälsischc Elternbund für die evtl. Prok­lamierung des Schulftreikes in ganz Westfale» ausgesprochen.

Elektrisierungspläne der Reichsbahn.

Die Elektrisierung der Reichsbahn macht langsam, aber stetig, Fortschritte. Bereits im Sommer 1927 wird die 140 Kilo­meter lange Fernstrecke München -Regensburg vollendet sein. Die groß«, im Bau befindlich« Sie st rost rede München Kufstein soll aber erst im Sommer 1928 betrieben werden können. Wei­ter werden bis zum gleichen Zeitpunkt vollendet fein die Linien München -Salzburg und München—Stuttgart Karlsruhe Kehl. Große Pläne hat die Reichsbahn auch in Schlesien. Die Strecke Königszelt Breslau gilt als besonders wichtig. Gleich- 3eisig wird die Elektrisierung bei Bahnen auch in Rheinland- Westsalen und in Mitteldeutschland zum Teil not bereites, zum Teil aber schon praktisch weiter gefördert. In Mitteldeutsch­land läuft zurzeit schon die größte Elcktro-Schnellzugsmaschine Deutschlands auf bet Strecke Leipzig Halle.

Die Jahrhundertfeier der Universität München.

München. Die Jahrhundertfeier der Universität München fand am 27. November statt. Die Begrüßungsansprache hielt der Rektor Professor Dr. Boßler. Ministerpräsident Dr. Held zeichnete ein Bild der besonderen Stellung bet Universität München im Kranz der reichsdeutschen Universitäten. Er machre dann Mitteilung von einer Stiftung von 700 000 Reichsmark, die die Staatsregierung und Gönner der Universität zum Ge­denken an die Jubelfeier gemacht haben. Die Renten des Ka­pitals sollen zur Forderung von Univerfitätsinftituten, For­schungsarbeiten und zur Unterstützung von Universitätsdozenten und ihren Hinterbliebenen dienen. Die Stadt hat die Prä­gung einer Gedenkmünze und eine Stiftung im Betrage von 50 000 Reichsmark zur Förderung der wissenschaftlichen Aus­bildung beschlossen. Eine Reihe von Straßen und Plätzen Münchens wurden nach hervorragenden Persönlichkeiten der Universität München benannt werden.