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V > I (NEfte Nschrichleu) ^-^r^ (»te^cner Tageblatt)
Bezugspreis 20— Mk. monatlich
viTrtsdjährltch 60,— Nk., vorau-zahlbar, frei tn- HauL. Nb geholt in unserer Expedition oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 51,— Mk. — Erscheint Dienstag, Donner-tag u. Samstag. — Redaktionsschluß f»Sh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rückse«. bung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Druck der Gießener Verlag-druckerei, Albin Klein.
Nr. 46. Telephon Nr. 1362.
Anzeigenpreis 6,— Mk.
Expedition: Sietzen, Südanlage 21.
die 44 mm breite P etitzei l e, für AnSwSrtS 10,—Wtt. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 80,— Mark. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bet Ueberfchreitung de-ZahlxngS- ziele- (30 Tage), bet gerichtlicher Beitreibung oder bei LeonkurS in Wegfall. Platzvorschristen ohne Verbindlichkeit. Verlag der „Gießener Zeitung" in Gießen.
Samstag, dm 18. November 1922. tu.»»«« «r. i«
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<J,LU||CICL 'CU^lUlllXtnOiatt d}u IUIH1.II IC,«,«, viv VVIVVII WH. reten Jugenderzieher folgendermaßen: „Wenn Herr Alexandre sich vorstellt, alle Deutschen seien durch eine gewisse Bestimmung dex Vorsehung dazu verdammt,
ein französischer mordgeselle.
Wiesbaden Das Herunterknallen wehrloser Deutscher wird fortgesetzt. Bor einigen Tagen fiel der Besitzer einer Villa in Wiesbaden, Cohn, der sadistischen Wut des französischen Majors Dupic zum Opfer. Cohn, der Ganzinvalide ist, bewohnte seit fünf Jahren in dec Billa eine 4 Zimmerwohnung. Zu Beginn des JahreS wurde die Familie gezwungen, dem Major die Wohnung zu überlassen und eine Mansarde ohne Licht, Wasser und Heizung zu beziehen. Der Vertreter der siegreichen Nation schikanierte den Verdrängten in gemeinster Weise, beleidigte ihn und ging zu Tätlichkeiten über. Am vergangenen Freitag wollte Cohn ein neu gekauftes Bett in seiner Mansarde aufstellen. Dec Major wollte daS verhindern und als Cohn sich um das dreiste Verbot nicht kümmerte, schlug ihn der Major und schoß Cohn in das Bei«. Dann stürzte Dupic in viehischer Wut auf den Wehrlosen und gab noch vier Schüsse ab, von denen zwei in den Kopf und zwei in den Unterleib gingen. Der Major traktierte den tödlich Verletzten noch mit Fußtritten. Auch auf einen zwölfjährigen Jungen, dec in Cohns Begleitung war und hllfeschceiend auf die Straße lief, feuerte dec Major. Schon in dec Behandlung eines BeleidigungSpcozesses Cohn gegen Dup>c hat der Major, wie protokolliert ist, angegeben, daß ec Cohn noch einmal erschießen werde. Es besteht keine Hoffnung, den Schwerverletzten am Leben zu erhalten. Der Major wurde von der deutschen Polizei in Haft genommen. Die Stimmung der Bevölkerung, die bereits durch die vielen Fälle rotster Ausschreitungen dec Franzosen aufs äußerste erregt, kann man sich nach einer solchen Blut, tat wohl vorstellen.
Revolver nnö Reitpeitsche in den Händen hysterischer und sadistischer Dekadenten sind die Werkzeuge französischer Kultur am Rhein; Fußtritte, Messerstiche und Kugeln die Gaben, mit denen die französischen Tyrannen am Rhein Deutsche bedenken. Schwarze und farbige Horden bringen den Rheinländern Zvillisation, indem sie Frauen und Kinder schänden. Die Allüren der grande nation und ihres Geschmeißes am Rhein werden den Haß nie verwinden lassen und immer wird am Rhein die Losung sein: Wir wollen frei sein! frei von bet schwarzen und weißen Schmach, die Frankreich uns auf* erlegt.
„Der friede ist entsetzlicher als der Krieg.“
Kopenhagen Der dänische Politiker Christian Reventlow hielt kürzlich, wie die in Odensee erscheinende Zeitung „FynS Vmstreblad" mittelt, in Skatrup auf Fünen einen Vortrag, in dem er sich mit dem Der- saillex Vertrag und seinen Folgen für Europa beschäftigte. Er nannte diesen den „Ruin Europas" und einen „großen Schwindel». Besonders verwerflich erschien eS ihm, daß man einen Teil des großen deutschen Volkes der Vergewaltigung durch Polen und Tschechen preis- gegeben habe, ohne daß dieses sich dagegen wehren könne. Rrventlow faßte seine Ansicht über den Versailler Vertrag zum Schluffe dahin zusammen, daß der „Friede entsetzlicher sei als der Krieg".
** 10 300 Mark Wochenlohn für die Müllkaischer. Die Berliner Müllkutsmec sind zufrieden, denn vom 15. November ab erhalten sie einen Mindest- Wochenlohn von 10 320 Mark, dec nun zum größten Teil von den Berliner Mietern gezahlt werden muß.
die lleberlastulig der Wirtschaft mit Steuern Einspruch erhoben. Angesichts der ständig steigenden Wiedecbe- schaffungspreise steht der Hansa-Bund in der Umsatzsteuer keine Möglichkeit der Abwälzung. Die Umsatzsteuer ist
Oktober geforderte Preis für Auslandszucker von 80.— Mark gegenüber dec Tagesförderung sehr gerechtfertigt erscheine. ^Von Mai b:s Oktober habe die Geldentwertung das Sechsfache betragen; der Angeklagte hatte also im Hinblick auf die Fortführung seines Geschäftsbetriebs 100 bis 110 Mack für das Pfund fordern können, ohne einen übermäßigen Preis genommen zu haben. Der
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durch Reich, Land und Gemeinde zu fördern, «eymerzayl tm kommenden Mnrer aus oucq^nuuim Die Gesamtheit sei auf das äußerste daran interessiert. 500 000 zu erhöhen.
daß die gemeinnützige VerteilungSweise der Genossen- | «ëröntwërtiÜF"iTn^
eines Alkoyolvervots statt. Von sämtlichen, uver20Zayre alten Einwohnern des Stadtteils Neustadt (13 547 Personen) stimmten 91,3 Pcoz. für das Alkoholverbot, 6,2 Pro. waren dagegen und dec Stimme enthielten sich 2,5 Proz.
müßten schon über 40 Millionen Mark zum Einkauf hingelegt werden. Solche Beträge find meist nicht mehr vorhanden. Heute sei man, um den Geschäftsbetrieb aufrcchterhalten zu können, zu Bittgängen zu den Bank- direktoren gezwungen, während man früher einen Bank- kredit nicht benötigte. Es liegt eine riestge Gefahr für die ruhige AKwicklaag des öffentlichen Lebens
hübsche Heft besonders wertvoll. Man kann es beim Buaiyanolee oder direkt vom Verlag Otto Beyer, Leipzig B für Mk. 66,— leinschließlich Zuschlag) beziehen.
««antwortlich: Aldin Xltin, Gießen.
laufe aber ebenso das Rtesenriflko, bei steigendem Markwert große Verluste buchen zu müssen.
Das Mnchergericht sprach den Angeklagten frei, indem es sich den Ausführungen des Reichsgerichts nicht anschlo^. Dieses verwehrt dem Kaufmann, daß ec den WtederbeschaffungSpceis zugrunde lege, es geht von dem GeftehungSpreiS aus und sagt weiter, daß die Geldent-
oervtenvele unucuijajc ^yunutucL um uiu^^^.. — , ------,
fahren haben, die wir Tag und Nacht nur darauf sinnen und 1250 000 Mk. Die anderen Stiere gingen für je ---------------------------------------------------- und trachten, wie wir Eure Kinder speisen und bekleiden ! 980 000 Mk. fort.I Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Valuta heute nlcht weniger a 15 «l/2 Milliarden Mark beträgt. Es ist der Stadt natürlich ganz un* möglich, diese Riesenschuld zurückzuzahlen, und wenn sie etwa auf dem Steuerwege aufzubringen versucht würde, dann wäre die .gesamte Bürgerschaft Flensburgs mehr als bankrott. Man sucht die Schuld auf den vor kurzem totedergewählten Bürgermeistec Dr. Todsen abzuwälzen, dvch haben Magistrat und Stadtverordnete, da die damalige Vorlage durch Mehrheitsbeschluß angenommen murde, die Verantwortung zu tragen.
Dieser Fall ze?gt so recht deutlich, wie wichtig es iß, daß bei Stadtvcrocdnetenwahlen auch vorsichtige Männer zu wählen sind.
sich der Schuldner dazu bequemen, den Ausgleich zu vollziehen, indem ec einfach mehr bezahlte. Hätte er nicht gezahlt, dann wäre er wohl verklagt worden, denn mit St. Bürokratius ist nicht zu spaßen, der hält immer noch den alten Satz hoch: „Wer den Pfennig nicht khrt . . ."
H. K. ** Zur Preisbildung im Handwerk wird in^letzter Zeit auch von behördlichen Stellen in dec Presse mehrfach die Auffassung zertreten, den handwerklichen Organisationen lnsbesondece den Innungen sei es untersagt, ihre Mitglieder zum Einhalten bestimmter Preise für ihre Erzeugnisse zu verpflichten. In dieser
jiegenoen Venimmungen oec ^eweroe-^cvnung miye in Strafe nehmen. In längeren Verhandlungen zwischen den PceiSpcüfungSstellen und dec Handwerkskammer einigte man sich auf die Bildung von Kommissionen, bestehend aus Vertretern der Handwerkskammer, dec Fachverbände und Pceispcüsungsstellen, die in Kürze einheitliche KalkulationSgrundlagen aufstellen werden. Hierdurch wird eine reibungslose Zusammenarbeit der Pceispcüfungsstellen und dec handwerklichen Organisationen gewährleistet sein, die nicht nur im Interesse deö Handwerks, sondern auch der Behörden und auch dec Oeffentlichkeit geboten erscheint.
Verantwortlich: Albin Klein, Sitßen.