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Giegeaer Tageblatt)

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für sich ein abge» ust einzeln käuflich

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Antel) ährttch 76 P^., vorau-zahlbar, frei ins HauS. Kbgeholt in untern Exp^dttton oder in den Zweig« tn^ßabefteflen viertelt ähri ich 60 Pfg. Erscheint Nittwvch» und LamStagS. Redaktion: SelterS« veq 88. Kür Aufbewahrung oder Rücksendung BI et t verlangter Manuskripte wirb nicht garantiert.

Verlag der ,,Gietzeuer Zeitung" 6t. m. b. $

Expedition: Selters weg 85

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Är. 96

Telephon: 9tr. 362.

Politische Rundschau

Deutschland.

' Hofgeismar, 27. Nov. Prinz Alfons o t $ a i) e r n traf gestern zur Besichtigung des 5. icr^ner-Regiments hier ein. In feiner Begleitung be- aden sich der kommandierende General Erzellenz von ch Per Boyadel, der Generalstabschcf Oberst v. Zielen, r Kommandeur der 22. Division, Generalleutnant Er- h:iij Liman von Sanders und Generalstabsmajor x t. Nach der sehr gut verlaufenen Vorstellung fand

Hofgeismarer Offizierskasino ein gemeinschaftliches ii n statt. Der m ~

Prinz reiste am anderen Tage nach

Samètaq, Den 29. November 1913

Kreisen freudig begrüßt worden. Man hofft allgemein, daß die Einsetzung eines souveränen Herrschers in Al­banien allen inneren Zerwürfnissen bald ein Ende be- rcitcn werde.

lag die satz

â Sudi und Eanti.

* Der Groß Herzog von Hessen hat aus An- seines Geburtstages die Bestimmung getroffen, daß Geheimen Räte im hessischen Ministerium in Gegen- zu den anderen Geheimen Räten in Zukunft den

Telephon Nr. 862.

Mrg

Oesterreich.

* Der König von Spanien hat in Bad 'nbrunn den Kaiser Franz Joseph besucht. Die Mo- H' unterhielten sich eine halbe Stunde lang in den itgciiiäd)ern des Kaisers.

Wien, 27. Nov. DerMatin" veröffentlichte mH öm ^- e tlei m v e r 1 r ä g e zwischen Bulgarien und Doppels «bien, die in weiten Kreisen großes Aufsehen her- unè rufen haben. DieReichspost" erklärt:Das Wie- poMpfmk-E Kabinett hat bereits kurz nach dem Abschluß des ^âeUrages zwischen Serbien und Bulgarien Kennl- I )on Licm Inhalt gehabt." Uebereinstimmend stellen tloyo '^lâttcr fest, daß der Valkanbund zunächst seine Spitze . gtLN O e st e r r e i ch - U n g a r n und Rumänien

vnWuiyr *

Frankreich.

4 Am Donnerstag verteilte der frühere Kriegs - mi^tr Lebrun in Nancy die Schiehpreife. Er

il(4 ! bei dieser Gelegenheit: Die Zeiten, in denen wir J i?lIt eben, sind nicht mehr diejenigen, wie vor 8 Iah- Frankreich h at kritische Stunden ÈloyMW r -tisch r i 11 e n, aber es ist mit Ehren daraus her- MöiMM^'K^ön^^ Die Bewohner des Ortes Nancy wissen Ä Carlis), daß sie im Falle eines Krieges die ersten sind, ' g'âck dcn Unglück tragen müssen. Deshalb sind sie auch , etil zu allen Opfern.

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Uirtor AM'-

Bulgarien.

' König Ferdinand von Bulgarien ö iini allen von böswilliger Seite verbreiteten Ge­len tiltgegenzutrelen, seinen für längere Zeit geplan- j Reut halt in Wien abbrechen und wahrscheinlich ^!ö s im Laufe dieser Woche nach Bulgarien zurück-

" 91 nd) einer amtlichen Sofioter Meldung hat erst ^K h li e ch ische Militärabteilung unter dem Vor- £e^ Waffen suchen zu wollen, das bulga-

ch chDors Hadschi im Bezirk Semir Hissar ü b e r- r, mehrere Ortsbewohner nach schweren Miß- Mcn getötet und das ganze Dorf schließlich z e r=

Titel S 1 aa 1 5 1 e erhalten.

* Gießen. Die Stadtverordneten-Wahlen sind von mehreren Seiten angefochten worden. Die Entscheidung dazu liegt beim Kreisausschuß. Ueber den Verlaus und das Ergebnis der Wahlen wird noch folgende heitere Komödie der Irrungen festgestellt: Es standen 17 Stadtverordnete zur Neuwahl. Unter den Kandidaten figurierten bekanntlich zwei Lehrer: Gymna­siallehrer Haggenmüller stand auf dem Stimm­zettel der vereinigten liberalen Parteien, Volksschullehrer Valentin Müller aus dem des Bürgervereins, dessen langjähriger Vorsitzender er ist. Als das vor­läufige Resultat bekannt wurde, war Haggenmüller unter den nur aus 3 Jahre Gewählten an e r st e r Stelle: Valentin Müller war gänzlich ausgefallen. Eine genauere Zählung hatte aber zur Folge, daß Haggenmüller von der ersten an die letzte Stelle her­unterglitt. Nun begann die amtliche Zählung. Und siebe da: Valentin Müller war mit zwei Stimmen Ma­jorität gewählt und vor Haggenmüller schloß sich die Pforte des Rathaules. Aber kaum hatte sich wie ein Lauffeuer diese Nachricht verbreitet, da hieß es: zwei Bezirke fehlen noch. Der erste Bezirk brachte als Resul­tat: Haggenmüller 's Dog in den Rathaussaal wieder hinein, dafür Valentin Müller wieder heraus. Aber immer fehlte noch ein letzter Bezirk, in dessen Re­sultat mit Spannung erwartet wurde: es brachte Stim­me n g l e i ch h e i t. Nach der Städteordnung hatte na das Los zu entscheiden. Es zeigte sich Fortuna wie­derum Haggenmüller hold. Nun wurden die Protokolle unterschrieben und das offizielle Wahlresultat dem Amtsblatt zur Veröffentlichung übergeben. Wäh­rend der Drucklegung gebot ein Telephonruf des Oberbürgermeisters, die letzte Nummer:17" der neugewählten Natt.ausinsaffen, das heißt Herrn Haggenmüller, vorläufig (!) w e g z u l a f- f e n ! Bei der Verlosung hatte man, wie erst jetzt ent­deckt wurde, gegen die gesetzlichen Vor-

schriften verstoßen.

An Stelle eines unbeteiligten

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Kaprta^ jeeU. beÄ vstsetzt, wurde von König Peter, König Niko-

gratis, - r -gbi'od ! I j nen Mitgliedern der beiderseitigen Regierun-

Serbien.

)cr Vertrag zwischen Serbien und M o n- ). welches die Grenze zwischen den beiden

Uic provisorische Regierung von Alba-

L11 con den Großmächten die offizielle Verstün- galten, daß diese den Prinzen Wilhelm HK iW zum Staatsoberhaupt von Albanien auser-

Än. Diese Nachricht ist in allen albanischen

Bürger-Beisitzers hatte nämlich der Oberbürgermeister lelbst das Los gezogen. Am selben Samstag-Abend fand eine neue Auslosung statt und zwar unter aller; strengster Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften. Re­sultat: wiederum Lehrer Haggenmüller. Und das Amtsblatt brachte am nächsten Tage die siebzehn Herren in schöner lückenloser Reihenfolge. Aber noch sind wir, so scheint es, noch lange nicht am Ende. Reue Ge­rüchte durchschwirren die Stadt. Die ganze Wahl ist angefochten. Eine Reihe nicht Wahlberechtigter ftany aus der Wählerliste und übte ihr Wahlrecht aus; die Kandidatenbezeichnungen waren in vielen Fällen un­genau und zweifelhaft; überdies lag in der Wahlurne eines Bezirkes ein Zettel mehr als überhaupt die Zahl der Wähler betragen hatte u. a. m.

n Gießen. Die engen Bahnhofsverhättniffe bil­deten schon mehrere Jahre Gegenstand umfangreicher Beratungen. Man ist zu dem Entschluß gekommen, die sog. Durchgangsgüter, um den Güterbahnhof zu entlasten, von der Main-Weser-Bahn nach der Lahntal­bahn und umgekehrt, mittels einer Verbindung s- b a (; n direkt überzuleiten. Die Vergebung der Arbeiten erfolgt in den nächsten Tagen. Die Umgehungsbahn

hat eine Länge von 3000 Metern. Durch den tiefliegen­den Wiesengrund nördlich von Klein-Linden muß ein gewaltiger Bahndamm erbaut werden, der eine untere Breite von 60 und eine obere Breite von 9% Metern erhalten wird. Stellenweise wird der Damm 15 Meter hoch. Um diesen riesigen Damm errichten zu können müssen 600 000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Der Damm führt zuerst der Wetzlarer Bahnstrecke entlang, biegt dann am Schildberg über die Franksurterstraße, um östlich von Klein-Linden in die Main-Weser-Bahn einzuführen. Eine 5 Meter hohe Drücke wird über die Frankfurter Straße hinwegführen. Das Gelände zu der Bahnstrecke ist bereits angetauft und gut bezahlt wor­den. Etwa 250 000 Mark dürften bezahlt werden, wo­von der größte Teil nach Klein-Linden fließt. Bei Du- tenhosen soll die Umgehungsbahn von der Wetzlarer Strecke abzweigen und mit einer Steigung von i : 80 nach Klein-Linden führen. Am Allendörfer Wäldchen kommt sie 6 Meter höher zu liegen als die alte Bahn - strecke. Hier wird eine Brücke für die neue Straße nach Heuchelheim errichtet. Die Gesamtkosten der Umgehungs­bahn sollen 3,5 Millionen Mark betragen.

n Gieße n. In den Sitzungen des Schwurge­richts für das 4. Vierteljahr 1913 kommen folgende Fälle zur Verhandlung: Montag, den 1. Dezember, vormit­tags 9% Uhr, gegen Elisabetha Wämser in Gießen wegen Verbrechen gegen § 219 St.-G.-B.; am Diens­tag, den 2. Dezember, vorm. 9 Uhr, gegen Peter G I a- vinic aus Petrovo-Selo wegen Körperverletzung mit tätlichem Erfolg und am Mittwoch, den 3. Dezember, vormittags 9 Uhr, gegen Rosa Wiegand aus Herb­stein wegen Kindestötung.

n G i e ß e n. Der j ü n g st e V e 1 e r a n aus dem Feldzuge 1870-71, der Schneidermeister Jakob Kahn, ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Als 16^ jährig. Mann war er beim 8. Sägerbataillon, das damals in Wetzlar seine Garnison hatte, als Freiwilliger eingelre- ten. Er nahm an den Schlachten bei Gravelotte, Or­leans und Nancy teil und feierte in Feindesland seinen 17. Geburtstag.

n Gießen. Der Kaufmann Adolf Busch in Hamburg hat der israelitischen Gemeinde seiner Vater­stadt Gießen 10 000 Mark für verschiedene wohltätige Stiftungen vermacht.

o Lollar. Der Direktor Nies der Gewerbebank, der die große Unterbilanz gemacht hat, ist verhaftet worden. Die gesamte Einwohnerschaft von Lollar und Umgegend hat große Verluste erlitten; ja sogar Vereine sind davon betroffen. Der Kriegerverein hat über 700 Mark und seinen Fahnenfonds verloren. Die Anschaff­ung der neuen Fahne, deren Einweihung 1914 erfolgen sollte, ist unmöglich. Der MännergesangvereinG e r- m a n i a" wollte im nächsten Jahre einen großen Wett­streit mit Sängerfest abhalten. Infolge seiner Verluste und der Verluste feiner Mitglieder kann das Fest nicht ab gehalten werden. Einige Einwohner sind von dem Konkurs bedroht.

o Bad-Nauheim. Eine scharfe Maßregel hat die Polizei gegen Wirtschaften mit weiblicher Be­dienung ergriffen. Die betreffenden Wirte erhielten eine Zuschrift, nach der sie auf Grund der Polizeiverordnung von 1904 ihren Betrieb um 10 Uhr schließen mühten. Am Abend machen Polizeibeamte die Runde und ver­langen, daß anwesende Kellnerinnen das Feld räumen oder daß die Wirtschaft geschlossen wird.

o Ä i l b e l. Morgen Sonntag findet hier die Gründung einer Damen-Feuerwehr statt. Da an dem Zustandekommen dieses neuen Frauenberufs nicht zu zweifeln ist, dürfte Vilbel inbezug auf weibliche Feuerwehren in Hessen, vielleicht in Deutschland, an der Spitze marschieren.

s D a r m st a o 1. Die Mitglieder der Hessisch. Ersten Kammer sind zu ihrer 16. Sitzung auf

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a M Chmieches Reinigen und Färben von Damer-. Herren- und K u Kindergarderobe, Vorhängen, Decken. Teppichen, Portieren

Fellen, Spitzen, Federn, Reihern. Kindermützen. Hand- schnheT etc. Zirka 1000 Angestellte.

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