haus hm .
,^1
^l
Gablung Ji 1 Preise.
^° v«n Zeith-!
^" zu richten«
Wo to. Motor 9 ?8. R verkaufen. »«W = 250m Belastung und geeicht, vereid. - Interessenten ' 2735M in der liegen.
wog gir.MiMS er grossen Weiher |1 iE«
Gießener JeiLnng
Bezugspreis 25 Pfg. monatlich vierteljährlich 76 Pfg., vorau-zaülbar, frei ins HauS. Ab geholt in unserer Expedition ober in den Zweig- au è gäbest eilen vierteljährlich 60 Pfg. _ Erscheint Mittwochs und SamStagS. — Redaktion: SelterS- weg 83. — Für Aufbewahrung ober Rücksendung n (di t verlangter Manuskripte wird nubi garantiert. Verlag der „Mieheuer Leitung" t«. m. b. fr
Expedition: SeMtrsweg 83.
ctnjcigcnrrcis 15 pfg.
ble 44 mm breite Petitzeile für AudwänS 20 Pig Tte 90 mm breite Reklame-Zeile 50 Pfennig Lmrabeilagen werden nach Wrmi * • und Oiröfu berechne! Na bau kommt bei Ueberschreitung deS ZahlungS. zieled ^' tage), hei gerichtlicher Beitreibung obn '• ■ »Diifuro in WeglaU. Playvorschristen ohneBerbindlubten. Druck der (Gießener BerlaoSdruckcrri. Albin flieht
Nr. 78.
Lelep Hon: Nr. 362.
Samstag, den 27. September 1913.
Telephon 9hr. 862.
25. Iahrg
Uom Balkan.
L v r$^ tQU/iMtigen Albanier haben im Bezirk Dibra i serbische Besatzung über den Hausen gerannt; Serbien wird größere Trutppenmassen in Bewegung setzen, tun sich zu rächen. Die Sache gewinnt mehr und mehr I das Ge-sicht eines wirNichen Krieges, also des d r i 1 - i e n Balkankrieges. Nach serbischen Meldungen L wächst die Zahl der Albaner, die gegen die Serben i Ziehen, lawinenartig an. In dem kleinen Städtchen Ea- L iitschick kam es zu einem heftigen Zusammenstoß. Die I Albaner, die tn der Minderzahl waren, besetzten den I Platz. Bei Mayarewok fam es zu einem blutigen I Rampf. Die Serben verteidigen heldeiimülig den Platz. »Vei Hostiwar schlugen die Serben einen großen Trupp WAlbaner zurück und verhinderten einen Angriff auf das I Jamagebirge. 25 000 Albanier griffen Djakowitza an. I Sie wurden nach zweitägigem Kampf zurückgeschlagen. L 150 Tote blieben auf dem Kampfplatz.
I Die Opposition in Serbien macht der Regierung ! schwere Vorwürfe wegen des jetzigen dritten 1 Krieges, der nach allgemeiner Ansicht hätte vermieden «werden können, wenn die Grenze gegen Albanien durch Mljinreichende Truppen geschützt gewesen wäre.. Man ynennt in Negierungskreisen als einzigen Schuldigen hier- ? für den Kriegsminister. Infolge der Mobilmachung
nischen Grenzen liegen, durch Serbien, wird Oesterreich- Ungarn unter keinen Umständen zugeben.
Die von Elbassan gekommenen Albaner werden von 36 bulgarischen Offizieren geführt. Sie sind außerordentlich gut bewaffnet und marschieren auf Mona- stir. Proviant führen sie ausreichend mit sich.
Mi wiederuin der Bahnverkehr für Private.
In R o m werden die neuen albanisch-serbischen Verwickelungen für ziemlich gefährlich gehalten. Nan ist der Ansicht, daß der Ausstand in Albanien
Politische Rundschau
* Der Thronfolger Erzherzog F r a n z F e r- d i n a n d, der bekanntlich als Vertreter des Kaisers an der Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in L e i p- z i g am 18. Oktober teilnehmen wird, wird auf seiner Reise vom Kriegsminister v. Krobatin, von dem Ehef des Generalstabs v. Hötzendorff, seinem Oberhofmeister Freiherrn v. Romanskirch und vom Vorsteher der Militärkanzlei begleitet sein. Außerdem werden sich in der Suite des Thronfolgers die Vertreter jener österreichischen Adelsgeschlechter befinden, deren Vorfahren an der Schlacht bei Leipzig teilnahmen. In erster Linie werden mehrere Vertreter dxr Familie des Fürsten Schwarzenberg, ferner Nachkommen des Feldmarschalls Radetzky in Leipzig erscheinen. Die Suite des Erzherzogs wird etwa 50 Personen zählen.
* Als Nachfolger des Kommandierenden Generals des 14. Armeekorps, Freiherrn v. Hoiningen genannt Hüne, soll der jetzige Gouverneur von Metz, von Oven, und für diesen der Kommandeur der 16. Division, Generalleutnant v. Lindenau, ernannt werden.
TaTo*™^' I; ni|hl von selbst entftanben sei, sondern künstlich geschürt
3n Wien hält man die Situation in Albanien sofern für etwas hoffnungsvoller, als in dem Zwist zwischen Essad Pascha und der provisorischen Regierung eine Einigung sich erzielen lassen wird. Die Regierung Zsmail Kemals beginnt bereits nachzugeben und hat eine der Forderungen Essads, den Senat einzuberufen, bereits erfüllt. Eine dauernde Besetzung albanischer 1001 I Orte, das heißt der Orte, die jenseits der neuen alba- Är‘
Aus Stadt und Land.
n Gießen, 26. Sept. Gestern Abend hielt der hiesige Kriegerverein seine Monatsversammlung ab. Der erste Vorsitzende, Staatsanwalt Stümpert, berichtete über die wichtigsten Vorkommnisse u. a. über den Hassiatag in Hirschhorn und den letzten Bezirkstag hier in Gießen, sowie über die Vorbereitungen zur Feier des 18. Oktober für unsere Stadt. Die gesamte Bürgerschaft soll dazu eingeladen werden. Die Versammlung beschloß zu Punkt H e r b st a u s f l u g: am
5. Oktober eine Tour über Bieber, Frankenbach nach Gladenbach. Für den kommenden Winter werden in Gemeinschaft mit den anderen Gießener Militärvereinen VoNragsabcnde veranstaltet.
* Die Zirkus-Earree-Fest spiele des größten Pserdezirkus der Erde, eines Unternehmens, das einen Wert von 3 Millionen repräsentiert, werden am Montag, den 29. September, wie bereits gemeldet, in Gießen ihren Anfang nehmen. Um sich über die kolossale Größe des Unternehmens Earree einen richtigen Begriff zu machen, sei hier mit einigen Details gedient. Zirkus Earree, der in Amsterdani ein monumentales Zirkus-Theater sein eigen nennt, welches allein einen Wert von 2 Millionen repräsentiert und soeben in Berlin ein Terrain für 7 00 000 Mark erwaru, auf welchem er einen zweiten Kolossal-Zirkus in der beu1[d)en Reichshauptstadt zu bauen die Absicht hat, wird am Tage seiner Eröffnung in zwei eigenen großen Ertra - zügen hier eintreffen, deren erster das gesamte Tiermaterial, nicht weniger als 250 Pferde, Löwen, Tram - pelliere, Elefanten, Kamele, Renntiere, Hirsche, Antilopen aller Art, Wölfe, Hyänen, Zebus, Lamas u. s. w. mit sich führt, und dessen zweiter das Personal und das übrige Material des Reisezirkus in sich birgt. Zirkus Earree hat das größte Zirkusprogramm, das ein Zweimasterzirkus bringen kann, nämlich nicht weniger als 40 Airaktionsnummern. Eine jede Vorstellung währt nahezu vier Stunden. Das ist ein Weltrekord, der einzig und allein von dem Millionenbetrieb Earree gehalten wird. Die durch sich selbst wirkende gewaltige Aufmachung des ganzen Unternehmens, von der Auswaggonierung der Tiere und Wagen bis zum Klingelzeichen der ersten Vorstellung, erübrigt jede unnötige marktschreierische Re-
Kc^be"a,:™*
■ > . nichtfettende X»^e^ i E es HautcFèmc ^wÄsrw^
rauhe, rissige Haus.
Tube 20.60 100 Pfg.
•f.eitia. Zubuiehu
6 Verkaufsstellen on-J Generalagentur
SSM
Färberei Gebr. Röver
Eris ctaisclf Wascbanslallen
hoÄwGgeM welch- in 1* 8 unbedingt B« ligtshdie^ä. zu vergeben. 1= -nwÄ-d°sL' Ul jbenSBâÄ
Oelen, 6-«U ^
^MerungenllH» ggtit es ihr ernst mit dieser Resignatwn? T
tonnen R tu ihm regte sich wieder die Sehnsucht nach G^ .. mio-keit MW ^eUirb, die Jugendliebe war in Serben gegangen, ^^rlvatevW vber ließ sich aus diesen Scherben nicht doch noch ein Moni1 .LâWMüeibener Altar bauen, wenn man nur wollte? xa^ «»«f®*" der Graf sprach sic nicht aus denn ,ilen Ml ^ has erschien ihm doch taktlos, wenn er gleich vei der U'eLfßeiWW ersten Beaeanung die Erinicerung an vergangene Tage Bl“«ÄSeMl«il den früheren Beziehungen Rechte ^JITÄl« nachdem er damals durch sten ^ keine Heirat derartigen Ansprüchen entsagt hatte. Ubti
' ' ""El verbat sich die Erlaubnis, Else auch fernerhin hr-
tzâieii zu dürfen, und diese Erlaubnis muroe gern ge-
Nach dem Sturm.
Erzählung von Emil Frank.
(Nachdruck verboten.'
5%« mrnf Warminski zur Stadt zurückkchrt-, be= 2&^tot »ertoießenften G-dankem Wohl
,inln 4&V-/ I önnrcl beircktere, dann war es nicht so schlimm mit der ^,'^W^ ^ I Siti fr tu seit Aber wer garantierte ihm denn dafür, daß $#^ g leißen fÄrrou&n Menschen sich in fwc.
*& ^ ff? Wenn er Else heiratete^
„.Salbe^ I Ms ..........'
^Ay ä ^‘"'^ ^11^748 "sie 38 Jahre. Sollten sie jetzt ?1#’^ Wo« auf alles verzichten, was das Leben «chönes und »y{i<^ I »Ji tickendes bot? Sollte er sich i”*^ ”^*^
0"
m^'CWxf'beschießen fein, sie waren nun beide C«ctft K ^elamert sie waren beide nicht mehr inng, aber ^ -i. "" ' 'I, 99 cvAfire Un sren sie xent
^jTß^ |nmi, ön^ iuu Herz tiefe allem die Fähigkeit zu lieben ^ j« »stufe? -
Pron Ufi irt a M Chemisches Reinigen und Färben von Damen-, Herren- und a Kindergarderobe, Vorhängen, Decken, Teppichen, Portièren,
Fellen, Spitzen, Federn, Reihern, Kindermützen, Handschuhen etc. Zirka 1000 Angestellte.
In den folgenden Tagen war das Wecrec nichts weniger als angenehm. Da bekamt Fürst Bogdan plötzlich Nachrichten, die ihn veranlaßten, fetten Aufenthalt in der Schweiz abzukürzen, und die übrigen hatten auch nicht viel-Lust, hier zu warten, bis es dein Himmel gefiel, beständiger zu sein.
Nur einer verließ ungern die Schweiz croy Ncgen- güssen und Sturmgebraus, und das war Graf War- minski. Mehr als einmal war er nach Dem reizerlden Haus am Gütsch gewandert, um mit Else zu plaudern. Und je öfter er kam, desto fester stand der Entschluß in ihm, um Else wie um sein Glück zu werben. Ein Stück jugendlicher Begeisterung war in sein Herz zurückgekehrt,' sein Herz wgr nicht alt, es hatte noch Hunger nach Liebe und Glück. Doch die, der sein Sehnen galt, nyiett nichts zu sehen und zu hören: schien nicht zu sehen daS frohe Aufleuchten in seinem Auge, die Jrr- nigkeit, die in diesen Blicken lag; sie schien nicht zu hören, daß durch seine Worte ein warmer Herzenston klang, daß in Wort und Blick und Wesen des Grafen ein zages, schüchternes Werben lag; sie schien nicht zu wissen, daß dieses Mannes Herz ihr heute ebenso gehörte wie damals in den Tagen der Jugend. Merkte sie es wirklich nicht?
Da hätte sie nicht ein Weib sein müssen! Da hätte sie den Mann nicht lieben müssen aus tiefstem Herzen! Daß sie sein Werben überhörte, seine Liebe übersah, kam daher, weil sie Warminski liebte! Sie wußte, daß der Graf erwachsene Töchter hatte, auf Jadwiga konnte sie sich nicht genau besinnen, die war schon als Kind stolz und selbstbewußt. Würde sie da nicht die fremde Frau als Eindringling betrachten? Nein, diese Verbindung konnte Warminski kein Glück bringen. Er stand dann zwischen Weib und Kinder, und sie, Else, schob sich zwischen den Vater und die Kinder, die auf seine Liebe ein heiliges Anrecht hatten. Da war es besser, daß sie abermals entsagte.
Dem Grafen war der ständige Verkehr mit Else zu einer lieben Gewohnheit geworden. Darum war eS ihm unangenehm, als er den allseitigen Wunsch vernahm, den Aufenthalt in der Schweiz abzubrechen und in die Heimat zurückzukehren. Es wäre eine Torheit gewesen, sich diesem Wunsche zu widersetzen. Nun galt es also, Abschied zu nehmen.
Heute sollte es sich entscheiden, er wollte Gewißheit haben, ob Else sein Weib werden wollte oder nicht. Fast fürchtete er sich vor dieser Entscheidung. Else war so ganz anders als früher, wac es da nicht möglich, daß sie ihn abwies?
Lange konnte Graf Warminski nicht die rechten Worte finden, denn Baronin Wilram wich jeder Andeutung geflissentlich aus und gab sich Mühe, harmlose Gesprächsstoffe zur Diskussion 311 bringen. Endlich aber ermannte er sich doch. Er sprach:
„Ich weiß mcht, ob ich klug handele, an Vergangenes zu erinnern. Aber ich kann nicht anders. Es hat eine Zeit in unserem Leben gegeben, da war unsere gegenseitige Liebe unser höchstes Glück. Doch wir mußten diese Liebe begraben, und sie war lange, lange tot. Jetzt ist sie in mtr erstanden — vielleicht nicht so glühend, so wortreich, aber doch nicht minder innig und
tief. Else, wenn noch ein Funken mir in Ihrem Herzen wohnt, die war, so bitte ich Sie, werden Sie
jener Neigung zu einst mein Glück mein! Lassen Sie
Vergangenes vergangen sein und kommen Sie mit mir einer schöneren Zukunft entgegen' Wollen Sie mein Weib sein?"
Else Wilram war bei dem Werben des Grafen aufgestandeu und hatte sich c-bgewandt. Sie stand am Fenster, das den Ausblick zur Stadt gestattete und schien angelegentlich das Spi^l des Windes zu verfolgen. Doch sie kämpfte einen schweren .Stampf. Es wurde ihr schwer, den Mann abzuweisen, den sie von neuem lieber: gelernt hatte. (Forts, folgt.)