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(Grünberger Neueste Nachrichten.)
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Telephon: Nr. 362.
Mittwoch, den 26. November 1913.
Telephon . r. 362.
25. Iahrg
Ebpötzr^
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Der RtkbMlg.
n , j ^,c schöne Zeit der Ferien ist vorüber. Gestern trat Uirtor t ^ Reichstag wieder zusammen, und die Redemühlen W^.^m holten Hause in Berlin kommen wieder in Gang.
iel praktische Arbeit wird in der kurzen Zeit bis Weih- achlen gewöhnlich nicht geliefert, dafür aber um so mehr Ker all das verhandelt, was sich in den parlamentari- J rn Reden ereignet und Gegenstand der öffentlichen Er- r enmg gebildet hat. Besonders die äußerste Rechte und iu äußerste Linke scheinen gesonnen zu sein, die „Rede- chfieit" bis Weihnachten, die die allgemeine Etatsbera- lrig Und die zu erwartenden Interpellationen bieten, i benutzen, um ihrer Unzufriedenheit mit diesen! und tül jenem, besonders aber mit bem Reichskanzler Luft 1 machen.
Tas führende Organ der Konservativen, die „Kreuz- jritwf (Nr. 549), hat bereits den Ton angegeben, auf e»s die Konservativen anscheinend ihre Reden stimmen jitUtn.
sie gedenkt zunächst der Erledigung der braun - äâiqischen Thronfolgeftage, deren Rechtfertigung sie üil Herrn von Bethmann-Hollweg nicht gerade leicht kehl Alsdann macht sie den Reichskanzler auch für Di« Unfälle in Zabern haftbar und verlangt von ihm Ire entschiedene Stellungnahme; „andernfalls", meint ic , „entsteht das Gefühl der Führerlosigkeit. Die Zügel ch weisen am Boden und dabei kann der Staatswagen licht vorwärts kommen". Und noch einen dritten und krki Wunsch äußert das konservative Organ für die läihstc Zeit der Reichstagsverhandlungen; einmal eine ch euniu e Erledigung der 14 noch unerledigten Wahl- »nifiHipm und dann, was ihm zumeist am Herzen liegt,
deihlicher werden sich hoffentlich die Verhandlungen über die Arbeitslosenfrage gestalten, die ebenfalls von sozialdemokratischer Seite durch eine Interpellation angeschnitten werden wird. Allgemein ist die Ueberzeugung, daß hierin etwas geschehen muk, was und wie, darüber wird sich allerdings schwerlich Einigkeit schaffen lassen. Das Proplem der Arbeitslosenfürsorge ist äußerst heikel und vielleicht das schwierigste, das sich der ganzen Sozialgesetzgebung barbietet.
Belgien.
Brüssel, 25. Nov. Graf Macrop, ein französischer Reserveoffizier, der sich in Brüssel aufhält, hat an den Leutnant v. Forstner in Zabern eine H e r= a u s s o r d erung gerichtet, die in sehr gereiztem Tone abgefaßt i|t._ Graf Macrop fordert den Leutnant von Forstner auf, ihm seine Zeugen zu nennen. Graf Ma- cron ist derselbe Offizier, der bereits bekannte Duelle hatte, u. a. mit Baron v. Havenstein.
ner praktische Inangriffnahme der Frage des üiÄenfcfyu^es.
Mr glauben, daß Herr von Bethmann > na u u s ch w e i g i s ch e' n Frage keinen ebneren Stand haben wird. Zur Zaberne
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in gar
der
ZU
r Affäre
u dir die Elsässer eine Interpellation einbringen wollen, oeân nicht nur die Herren von der Rechten ein ern-
te5? Wörtchen zu sprechen haben; auch vom Zentrum mH zweifellos von der Regierung restlose Aufklärung ib( r die unerquicklichen Vorgänge und energische Abhilfe ititi etwaige Mißstände gefordert werden. Gegen eine oallste Erledigung der W a h l p r ü f u n g e n ist auch iiv.:ti einzuwenden, wie überhaupt die Forderung durch- Ireditigt ist und unterstützt werden kann, die zwei- M^ÜÜtz tlkl M)^nn^atc gleich nach Zusammentritt eines neuen n Büstenentwickler _ ^ ^^cgeprüft wissen will und zwar am besten Wunsch einer endgültig entschließende besondere Kommission,
>ic RcäNssvage >cr Gültigkeit circ^ Mandats im ^Tdass dieses ^UciiiiriH nicht als Rkachtfrage mehr behandelt wird. Den n Gewissen Leut r U r b eitswilli g e ii wollen wohl alle
u iL Pillen * • 1 __1 v: - ern . .
politische Rundschau.
Deutschland.
* Der Kaiser hat sich von seiner Erkältung vollständig wieder erholt.
* Wilhelm Prinz z u Wied ist von einem längeren Besuch bei seinem Onkel, dem König von Rumänien, nach Potsdam zurücke ekehrt. Die Entschließung unseres Kaisers, dem Prinzen die Annahme der albanischen Krone zu gestatten, liegt schon einige Zeit zut- rück. Die Zustimmung sämtlicher Großmächte ist nunmehr gesichert. Die albanische Thronsrage ist auch gelegentlich der Anwesenheit des russischen Ministerpräsidenten Kokowzow in Berlin zur Erörterung gelangt. In unterrichteten Kreisen erwartet man noch im Laufe des Monats Dezember das Eintreffen einer Abordnung albanischer Rotabeln in Potsdam, die dem Prinzen den Thron Albaniens offiziell anbieten wird. Der Prinz wird nach erfolgter Zustimmung auf den Wunsch Frankreichs und Englands hin nicht den Königstitel, sondern den Titel „Fürst von Albanien" annehmen.
* Der Bundesrats ausschuß für d i e auswärtigen Angelegenheiten ist gestern unter dem Vorsitz des Freiherrn v. Hertling zusam- mengetrelen, und der Reichskanzler hat in längeren Auseinandersetzungen, die dann im einzelnen noch von dem Staatssekretär von Jagow ergänzt wurden, unsere auswärtige Politik während des Balkankrieges erläutert und unsere Beziehungen zu den Mächten geschildert. Diskussionen finden nicht statt.
* Berlin. Der preußische Eisenbahnminister hat einen Erlaß an die Direktionen gerichtet, in dem er erneut Beiträge für Bedürftige und gering besoldete Angestellte zur Verfügung stellt. Die Zulagen, die alsbald zur Verteilung gelangen, sind als eine Art Kinder- z u läge gedacht. In erster Linie sollen Unterbeamte mit unversorgten Kindern, ferner gering besoldete Beamte in teuren Stationsorten bedacht werden. Im allgemeinen ist für eine Familie eine einmalige Zulage von 25 bis 50 Mark in Aussicht genommen.
Griechenland.
* A t h e n, 25. Nov. Unter großer Begeisterung der Bevölkerung von Athen erfolgte gestern der E i n - 3 u g der zweiten A r m e e d i v i s i o n. Der König, der Kronprinz und die anderen Prinzen, die Feld- uniform trugen, befanden sich an der Spitze der Truppen, die vom Publikum mit Blumen beworfen wurden. Man schätzte die Anzahl der Zuschauer aus 100 000. Der Divisionär General E a l a r e s, der seinen einzigen Sohn in Epirus verlor, war der Gegenstand gemz besonderer Ovationen. Alle Soldaten trugen lor= beerbelränzte Gewehrläufe.
Türkei.
* Konstantinopel, 25. Nov. Der Leiter der Friedensverhandlungen mit Griechenland, Ghalib Kemal Bei, ist gestern nach Athen abgereist, um der griechischen Regierung den durch ein kaiserliches Irade ratifizierten Friedensvertrag vorzulegen.
Amerika.
Staatssekretär Bryan hat dem amerikanischen Geschäftsträger in Meriko ein Dementil teler^ra- pbisch mitgeteilt, daß amerikanische Seesoldaten nicht, wie berichtet wurde, an der Ostküste zum Schutz der ausländischen Petroleuminteressen gelandet werden sollen. Kontreadmiral Fletcher habe Instruktionen erhalten, sich von Veracruz nach Turpam und Tampico zu begeben, um dort die Verhältnisse sestzustellen.
Aus Stadt u^d Eand
n Gießen.
Durchs ganze Hessenland wogten am
SE i, horrenden ^ .
glichen Parteien, aber die Mehrheit des Reichstags ] 6 sch in Uebereinstimmung mit der Gesellschaft für j il Reform, die eben in Düsseldorf ihre Tagung ab-
immer denhp ]] Victorm, die even in vunewon inrc Tagung ao- ^rderKä^.ib'ihi bat, aegen ein System der Ausnahmegesetze und
r behaupten
MS . S» bei /
beeinträchtigllng der Koalitionsfreiheit wenden, wie ölt der rechten Seite des Reichstages gewünscht.
gestrigey Tage die Wellen des Festes und der Freude. Feierten wir doch das Wiegenfest unseres verehrten und geliebten Landesvaters. Ueberall, wo noch die Herzen für Fürst und Vaterland schlagen, hat man den Tag festlich begangen. Von dem Vertrauen und der Liebe seines Volkes getragen, hat Groß Herzog Exnst Ludwig stets seines hohen Amtes gewaltet. Mögen ihm noch viele Jahre erfolgreichen Wirkens zu Nutz, und Frommen seines Volkes und Landes beschieden sein. — Auch in unserer Stadt ließ man den Tag nicht ohne Teil- nal me vorübergehen. Am Montag abend fand Fackelzug, Dienstag früh Parade und FestgoUesdienste statt. Den Glanzpunkt der offiziellen Feier bildete gestern Abend die Festvorstellung im Stadttheater. Nach der vorzüg - lieh gespielten Ouvertüre zu „Ruy-Blas" unter Leitung des Obermusikmeisters Wilhelm Löber, ergriff dann Oberstleutn. Jordan das Wort zu einer Ansprache, die in einem Hoch auf Se. Kgl. Hoheit den Großherzog aus- klang. Als Feststück wurde das Drama: „Des Meeres und der Liebe Wellen" von Grillparzer gegeben. In formvollendetem Spiele wurde den Zuschauern in er- c reifenden Szenen die Macht der Liebe vor Auge und
Frankreich.
* Die französische Kammer nahm bei Anwesenheit von 569 Deputierten einstimmig ein Gesetz an, das für die Bergarbeiter den Achtstundentag mit gelegentlichen Abweichungen, die jedoch nicht 60 Stunden im Jahre übersteigen dürfen, einführt. Der Senat hatte die Zahl der zulässigen Abweichungen auf 150 Stunden festgesetzt, was kürzlich den Streik in den Departements Nord und Pas-de-Ealais hervorrief.
* Der französische „Matin" meldet den Abschluß einer MilitärkoNvention zwischen Bulgarien und Serbien, die den Zweck verfolge, einem evenluel en Angriff seitens Rumäniens und Oesterreich-Ungarns die Spieße zu bieten. (?)
6 Nach einer Blättermeldung soll das französische und das englische Geschwader, welche zusammen 45 Schlachtschiffe zählen, gegen Mitte Dezember in Ajaccio (Corsica) eintreffen und dort gemeinsam vor Anker geben.
Ach mit der Sozialdemokratie wird der l Strauß auszufechten haben. Eine
^v^L «ruzler einen -
Bi Diese W r >p ^Nation über die Ausschließung des Abgeordneten mit Vaseüüe^ ; von der Kommission zur Untersuchung
)ed«ul^ slieferunaen ist bereits beim Reichstag ein-
$ia hPdeuten' ?
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läen. Bei dem Kriegstanz, den da die Sozialde- reu werden, wird es indessen dem Herrn jeher- ^- j:mnn--SSoKwcg wohl kaum gruselig werden. Im ;ht wer,dees ßhi! - craU sein, daß
lss2ereA^ setzt alles vor die Oeffentlichkeit schleppen
geahnter ^ was sie nur immer gegen die Mililärverrvalt-
und sTheW rv^ unsere Rüstunasfirrnen austreiben können. Ee-
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