Wießner Tageblatt)
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€ r p e ö i H o n: Zelters weg 83.
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(Neueste Nachrichten)
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n fvnuii: bei Ucbet'drcuu: jtflrj <ncr- bet gerichtlicher 9jtiui Quith r^ ui ^ea-nJI. ckN^vvorschriiten ohneBerdi Trnd der Wiedener VerlanLidruckerci. Albin Klein
linte^te Buehl,
M' bei Dortofroio» 7„.
Nr. 77
Telep hon: Nr. 362.
Mittwoch, den 24. September 1913.
Telephon 9 fr.
25. Jahry
Vom Balkan
rus zl^ckgekebrt sind, da dort große Unruhen abgebrochen sein sollen.
2^.?Er gestrigen Sitzung haben die Friedensdele^ 1 Mrten 17 Paragraphen des Friedensvertrages redigiert.
wahrscheinlich 23 Paragraphen
allen Die nächste Sitzung findet am Mittwoch statt le Demobilisierung wird sofort nach der Unterzeich - N ^b Friedensvertrages beginnen. Auch bürsten Die Diplomatischen Beziehungen dann sofort wieder aufae-
Munen werden. Die türkischen Delegierten nehmen die emobili^rung nur unter der Bedingung an. daß Buk- snien sofort eine vollständige Amnestie für die Einwoh- Biciird nr^ n Thrakiens erlassen wird. In diplomatischen
Weckers“21 ar<,n M Nachricht von der vorzunehme
-— Juobilifiening gronc Fronde, da man nun hoffen darf
^i Ue Schwierigkeiten mit Griechenland eine glatte Er'
^'^0-500 k'uben werden.
Anschlug. DR
Halle a.d.r. vosilaavlè Die K a m p s e a n d e r s er b i s ch -.a l b a n i 4 e 11 G r 0 n z 0 gewinnen immer mehr an Ausdehn
H und nehmen allmählich den Charakter eines Krie-
■-®Si on
Politische Rundschau
Deutschland.
* Rach einem Mailänder Blatt hat die Reise Kaiser Wilhelms nach De st erreich und sein
Besuch des Erögrotzherzog-Thronjolgers ben Zweck, eine i Versöhnung zwischen Oesterreich-Ungarn und Ita- I lien l'.eröeizuführen.
ber Kriegsminister und der Landesverteidigungsininister beiwohnten. Die Besprechung galt der von der Kriegs- verwaltung beantragten Vermehrung der Bestände und der damit zusammen!. äugenden E r h ö h u n g der R e. f r u t e n f c n t i n g e u t e sowie verschiedenen anderen, die Entwickelung der Wehl macht betreffenden Fratzen.'
* Die Wiener „Reichspost" bementiert die Nach licht von dem Rücktritt des österreichischen Generalstabchefs i. HöNendorfs wegen Differenzen mit dem Thronfolger.
zwischen bon serbischen Truppen und den Albane- an. Die Malisoren machten bei Reka Dscha- Mlyrtza einen Angriff auf die serbischen Truppen, die Jd; vor der Uebermacht zurückziehen mutzten. Sie plün- berten daraus einige Dörfer, wurden aber verjagt, als hk Serben Verstärkungen erhielten. Die serbischen Ver- iebsUM-, sowie* F ,bclra?c" • a"n ^“^T^"«.r?"^^ ' tontet einige Offiziere, wahrend die Albanesen 200
t- und
’t zu Halle *
* Am 14. Oktober wird der Kaiser in Trier ! zur Einweihung der neuerbauteu Katharinenbrücke ein- i treffen.
* Der Reichskanzler hat in offizieller Form I die Bundesregierungen benachrichtigt, dast eine Beteilig- ! um des Reiches an der Weltausstellung in San Fran- ; zisto nicht mehr beabsichtigt wird.
* Dcr Herzog von Cumberland ist vorgestern 68 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlaß I ucramialtcten die Welfen in Hannover eine Feier, j Im Gegensatz zu früheren Anlässen legten sich sämtliche Redner Mäßigung in ihren Ausführungen auf, und mir der Reichslagsabgeordnete Frhr. v. Schele betonte, dast der Kampf für Recht und Freiheit, den die Wel- fenparlei verfechte, auch der Standpunkt des Herzogs sei, auf den er immer zählen werde. Sonst wurde jede politische Anspielung an diesem Abend streng vermieden. Ein Glückwunschtelegramm wurde an den
Frankreich.
Der Präsident Poincaree besuchte den König von Griechenland in seinem Hotel. Beide Staats - oberhaupter unterhielten sich 40 Minuten herzlich mit einander. König Konstantin empfing auch den Direk-
toi der er eine Kano bandelt
russische gestern
Creuzot-Geschützwerke, Schneider, mit dem einstündige Unterredung hatte. Es soll sich um n c n - B e st e l l u n g e n für Griechenland gehaben.
Der auf der Durchreise nach Vichi) befindliche Minister des Aeuhern, S s a s a n o w, hat vor nachmittag dem Minister P i ch o n einen Be
Boje hatten. Ein zweiter Angriff der Albanesen
rpF^illlAWto ^'^ wurde ebenfalls zu^ickgeicklagen.
’fi^lniuV^ qclcii^ es, alle wichtigen strategischen \
auf
Den Serben
m es, alle wichtigen strategischen Punkte zu be- haujfen. Zu einer förmlichen Schlacht kam es in der
le
:he
fec von Pischkopeia, einem wichtigen strategischen fest der Gegend Sumadia. Gutbewaffnele und den Mischen Grenztruppen an Zahl bedeutend überlegene pcucfeiTbanbcn, die angeblich unter der Führung von M Boljetinaz und bulgarischen Dst'izicren standen, überholen die Serben, wurden aber nach erbittertem
Herzog gesandt.
* Der Verzicht auf Ha „Berliner Tageblatt" läßt sich aus dast sich Prinz E r n st A u g u st von nach Beendigung der Manöver nach wird, um dort die Angelegenheit des
n n o v e r.
Das
Potsdam melden, Cumberland gleich Gmunden begeben Verzichts auf Han-
nover mit seinem Vater zu besprechen. Das Prinzen - paar soll dann von Potsdam aus direkt seinen Einzug.
als 1en.
Herzogspaar von Braunschweig und Lüneburg hal-
en oder Sachen ein? < zmückgeschlaocn Ihre Verluste betrugen 174
-überwiesenen Mont#' nd aus s üc ein Hauptmann
Wh 12 Soldaten fielen. 27 000 Albanesen marschieren
sten me
* Die R e i ch s f i n o n z e n weisen in den er 5 Monaten des Etatsjabres bei einer «Gesanttsum von 68*9,16 Millionen Mark eine M i n d e r e i n
Vertreter der Gese*
Der serbische Kommandant hat dring
>d BeErkungen erbeten. Die Scharmützel aus der msen Grenze dauern Tag für Tag fort.
i Eine ministerielle griechische Verfügung ruft, was Eh bezeichnend für die Lage ist. alk beurlaubten oder ■Offenen Offiziere unter d i c Fahnen uirüd.
15' Patras wird gemeldet daß eine oro^c Anm.ü mver^ ^c sich dort auf gelten, schleunigst nach Epi
nähme von 1,1 Millionen Mark auf. Zu Befürchtungen braucht dieses Resultat aber keinen Anlast zu geben, vielmehr kann man erwarten, dast in den kommenden Monaten der Fehlbetrag wieder eingeholt wird. Hierzu kommen dann weiter noch die Einnahmen aus Post, Telegraphen und Eisenbahnen.
such abgestattet. Dast ci während seines Pariser Ans enthaltes im nächsten Monat nicht ermangeln werde, im engen Einvernehmen mit der französischen Regier ung die politische Lage zu prüfen, welche durch die lange Krisis geschaffen wurde, während deren Frank - reich und Nutzland abermals die Wohltaten des die beiden S aalen zum Schutze ihrer Interessen mrd zur Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens verknüpfenden Bündnisses empfunden haben.
* Der französische Ministerrat hat auf Vor- schlü. des Kriegsministers beschlossen, die Iahresklasse 1910 am 8. November zu entlassen.
* Nach einer auf amtlichen Angaben beruhenden Zeitungsmeldung haben die Ergebnisse der G e st c l - lung der Z w a n z i g j ä h r i g e n alle Erwartungen übertroffen. Man glaubt, dast das Gesamtkontingent dieser Iahresklasse, welche in einigen Wochen unter die Fahnen berufen wird, mindestens 185 000 Mann betragen werde.
i-t«!
Nach dem Sturm.
Er-zühlung von Emil Franck.
h (Nachdruck verboten.)
- Sie meinte ein feines Lächeln auf dein Gesicht öc!? Mons zu sehen und legte es als Spott aus. ver= ne Aber der Baron kam bald wieder am Krze zu sprechen, und er traf diesmal eine Satte w Seele, die leicht Eis Schwingen geru^ er rühmte
W^älöe^ ihrer Heimat, auch ihren verwilderten Part ■ Märchenland ihrer Jugend. Me genau er alk
Wen Reize kannte, ihre ~ic^'!’.°(^^^ I
litt natürlich er alles sagie. Wollte. « ftch bei rhr I Wmeicheln? dachte sie. Doch wenn sie ihm ins Oe- i ah. wies sie einen solchen Gedanken ruckbaltlo.
j «luv Nein, der schmeichelte nicht!
KNLEn tkieN- fort aus dem Hotel, er 1 i Wj> sich ;, das müßige Leben nicht lofort gewöhne,!
üernahut er allein einen Spaziergang. Von -ru
4 5w hier gut bekannt. Damals freilich führte
Drahtseilbahn auf die Berge, und er beiah M-uaüer^ das kleine kraxelnde Ungetüm, ba» nach Ki i>âÄ zu sich in Bewegung setzte. Auf einmal wS Wta Ausdruck höchster Spannung daß er mitten auf dem Weg .
* blieb und den beiden Damen — bas heißt ement- Mr der einen, — nachblickte, a« »“ ^ el” ^K' U sü-lvarzes Gewand gekleidet. Aber geraoe Mttiett das tiefe Dunkel hob und verschönte die
die"Dame war eine brillante Erscheinung. Ela- M «d g-Eüi war jede ihrer Bewegungen mrd Aw ne öen Kopf ein wenig zur ^tc wandte, be- Mman ein Gesicht von reizender, origineller ^chon- &w3 dem ein paar wuârvoller, dunkler Augen O W-ier unergründlicher Tiefe
sM hMte nicht den tiefen Eindruck hervorgebracht, öre
Oesterreich.
* Wien. Beim Ministerpräsidenten Grafen : 1 ü r G h k fand eine mehrstündige Konferenz statt, der
Oinecrenhinb.
* Der Besuch König Konstantins beim italienischen Königspaare, beifen Termin bereits bestimmt war, ist v e r s ch o b e n worden. Man will warten, bis die Frage der Grenzbestimmung Albaniens und die Frage der Inseln des A e g ä i s ch e n Meeres, die Anlast' zu einer gewissen Verstimmung zwischen Italien und Griechenland gegeben haben, in einem beide
MH»
Spannung und das Erstaunen des Grafen verursacht, wenn diese Dame nicht Else gewesen wäre. Keinen Angenblick hatte er daran gezweifelt, und er wußte es selbst nicht, warum er sich so sehr freute, die Freundin — nein, die Geliebte seiner Jugend wiedergefunden zu haben. In den sechs langen Jahren der Arbeit hatte er an Else nicht mehr gedacht, denn sie hatte ja ' durch ihre Verheiratung jede Möglichkeit einer Bereinigung vernichtet. Und dann war er auch viel zu sehr beschäftigt gewesen, um unnützen Däumarev nachhängen zu können. Aber nun war die E -. u an Glück und Leid, an Lieben und Meiden mit warme.. Glanz durch seine Seele gezogen, und diese Erinnerung { hatte ihn gebannt, bis er sich lächelns eingestand, daß er wie ein Knabe auf der Straße stand und den Damen nachblickte. Mit einem fröhlichen Lächeln um den Mund ' wandert er rüstig bergan, er wollte Else wenigstens begrüßen, sich nach dem Grund ihrer Trauer erkundigen. Doch es wurde ihm nicht leicht, die Damen ein- zuholen, sie schritten ziemlich rasch aus, und in feinem Erstaunen hatte er ihnen einen ziemlich bedeutenden Borsprung gewährt. Er dachte im Gehen an jenes Eisfest in Tulnom, wo er mit Else nur die Wette gelaufen. Ach, das war eine trübe Zeit. Dort hatten : Verwickelungen begonnen, die ihn hinabzuziehen drohten in den gähnenden Abgrund. Freilich, er hatte sich aufgerafft, hatte kämpfen und siegen gelernt. Und siegen wollte er auch heute in dem harmlosen Strett um den kleinen Vorsprung, er wollte Else nicht aus den Augen verlieren. Etwas wie Sehnsucht überkam ihn, Sehnsucht nach Weichhett, nach Güte und Verständnis. Und da stand er auch schon an der Sette der Damen, und mit der Gewandtheit, die ihm stets eigen gewesen, half er sich und Else über die Verlegenheit dieses unvermuteten Wiedersehens nach tanger Pause fort. Else wies auf ein reizendes Häuschen, das aus Grün und Blumen schüchtern ^narlnate und sagte: -Mein
buon ritt io (Einsiedelei), Herr (Mas, Sie sind zu einem Plauderstündchen und zu einer Tasse Tee aufs herzlichste eingeladeu!"
Das klang schlicht und freundlich, nicht kokett, überhaupt schien sich das Wesen dieser Frau gewandelt zu haben, seit er sie zum letzten male gesehen: das Sprühende, die bestrickende Lebhaftigkeit ihres Geistes chien durch die fanf c Trauer gemildert,- feine Linien -nb Fältchen, ein seiner Schleier über dem Blick sprach von Leiden und Kämpfe-? < -e war ernster, würte-
•Hcr, und gerade deshrD schöner und begehrens- iuerter als in den Tagen m Jugend, d'. längst ver- gunaen waren.
Dos empfand l af Warminski, als er ihr in ttirem
anbei r. d^n
gegenübersatz. Er erzählte auf
ihren Wunsch wou den Ereignissen der letzten und sie hörte .l^r zu. Dann sprach sie: „Ihnen über, Graf Hyazinth, kann ich offen sein!"
St. .üete ein wenig.
„Ich heiratete ohne Liebe, wie so viele,
Jahre, gegen-
spielte
meine glänzende Rolle ' Gattin Wilbrams nicht ohne Geschick. Aber mir fehlte doch etwas, ich fühlte mein Sehnen nach etwas Unbekanntem, fühlte, wie leer und öde mein Herz war. Das mußte getragen werden. Da schenkte uns Gott ein Kind." Ihre Blicke wurden bei diesen Worten voll Glanz und Leuchten, dann breitete sich ein Schleier darüber aus, feine, kaum sichtbare
Tränen. — „Unb dieses Kind — es starb. Mit ihm starb meine Jugend, mein Glück. VoMU _ ' starb mein Knabe, vori-es Jahr verschM' mein Gatte.
»vier Jahren
Da zog ich mich — nach längeren Reisen — in diesen herrlichen Erdenwinkel zurück. Hier wer^ tch rmM bleiben, bis der Abend kommt." “
@raf Warmtnstt sah ge forschend an. cSEKttK forofj' ' ' ’ ^