Rabatt Rabatt
Schweinfurt.
ietzener Jettung
vezuqsvrei; 25 pfg. monatlich
ot/rtelirthtltcb 75 ^fg., uorauajnhlbat, i re: ins Hauc ÄbqeNoti m unterer Expedition ober in den Zweifle nu^nobcHcaen vierteljährlich 6u Pig. _ (srichciril Mittwochs und SamStagS. — fHebaftion: Selter».
$ r p e ö i t i o n : 5 eIrcr; we 4 83.
weg
tritt Aufbewahrung oder Rückientzun»
n t tht Deritmgrer lüfanuffrlyte wird nicht garantiert.
Verlag der „Gießener Zeitung" (8. m. b. H.
Anzeigenpreis 15 pig.
öte 44 mm breite Petiizeile für AuSwänS 20 Pf^. Tie 90 mm breite Atetlame-Zeilc 50 Pienniq Extrabeilagen werden nach Ülcwidu und Gröh^ ccrethnet. Naban kommt bei Ueberichrenung des Zahlung», zreleü i30 Tagei, bei gerichtlicher Beitreibung ober bet Konkurs rn Weg'aU. TUacmovithnften ohneBerbmdUU'ten Truck der Gießener Vcrlag^druclcrei, Albin Klein.
Nr. 57
Telephon: Nr. 362.
Mittwoch, den 16. Juli 1913.
Telephon -kr. 362.
25. Jahru
BSSèsz
?/moM
MME
^MM
Die Errichtung einer SubmilsionskrUe bei ber Handwerkskammer zu Darmstadt.
Die Handwerkskammer zur Darmstadt hat in ihrer Plenarsitzung vom 23. Juni 1913 die Errichtung einer tznbmissionssstelle beschlossen. 3m Handwerkerkreisen durste es bekannt sein, daß die Handwettskammer es |tit Jahren- schon als eine ihrer wichtigsten Aufgaben hettachtet, sich auf dem Gebiete des Submissionswesens zu betätigen, und daß in dieser Hinsicht in den ver- stjiedenften Handwerkszweigen auch Erfolge erzielt wurden. Die nachhaltige Besserung in der Vergebungs - Mise der staatlichen und städtischen Behörden, die wir |in Hessen verzeichnen können, ist wohl zum großen Teil diese Tätigkeit zurückzuführen, trotzdem verstummen ■nidÜ die Klagen über Nichtberücksichtigung von Angelboten auf Aus schreiben, nicht nur der lokalen, sondern der Reichsbehörden. Insbesondere gehen die Klauen dahin, daß die Lieferungen immer noch mitunter I ben Wenigstfordernden übertragen werden und hierdurch I Angebote den Zuschlag erhalten, die sich noch unter dem Lelbstkostenpreiss bewogen. Der Deutsche Handwerksund Gewerbekammerlag, der seit Jahren schon mühe - volle Arbeit auf diesem Gebiete geleistet hat, trart daher
zur Durchführung dieser Aufgaben einen jährlich ausreichenden Beitrag zu gewähren.
Ein für den Handwetterstand ersprießliches Witten dieser Zentrale kann jedoch nur zustande kommen, wenn diese Vesttebungen energische Uutcrstützung seitens der einzelnen Handwettskammern finden, was durch Bildung von Submissions stellen bei jeder Kammer zu erreichen ist. Andererseits können aber auch die einzelnen Submissioüsstellenl die Zentrale nicht entbehren, da ja dort Material und Erfahrungen aus dem
So f i a. Die Sobranje hat den Ankauf der Eisenbahn Saloniki-Dedeagatsch genehmigt.
Sofia. Der russische Gesandte teilte namens Serbiens und Griechenlands der bulgarischen Regierung mit, daß Serbien den Vorschlag zwecks Einstellung der Operationen annehme, wenn es außer dem bereits oh fixierten Gebiete nach Kotschana erhalte und Griechenland außerdem das Dreieck Saloniki-Serrcs-Oreani.
ganzen Reiche gesammelt werden, und diese in derl Hauptsache in beratender Weise den Stellen betstehen soll.
9111*5 diesen Erwägungen heraus hat der
Zentrale einzelnen
Vorstand
der Handwerkskammer die Errichtung einer solchen Stelle beantragt, dem die Plenarversammlung zugestimmt hat. Die Tätigkeit der Stelle wird in einer demnächst statt- finbe/nben Vorstandssitzung genauer festgelegt. Haben sich sämtliche deutsche Handwerks- und Gewerbekammern erst einmal zu' gleichem Vorgehen entschlossen, und stehen vermöge« dieser Organisation die verschiedenen Aemter
Belgrad. Rönig Peter ist schwer krank. Der König wird von seinem alten organischen Leiden wieder heimgesucht. Mit Rücksicht auf den Krankheitszu - stand des Königs wurde der Thronfolger Alexander aus dem Hauptquartier in Uesküb nach Belgrad zurücke - rufen.
[ am 2. und 3. April ds. Js. zu einer außerordentlichen bm echten (Nmi ^iW zusammen, deren einziger Punkt der Tages - chhu unhrcrhoii âung eine Stellungnahme zu dieser Frage bildete. üh/LiiiV 3n dieser Versammlung, bei der die Vertreter der größ- ureWMMrt^i |cn Bundesstaaten, eine große Zahl von Reichstagsab-
unter sich und dann wird es denen Schäden sens nach und Interessen des
denstellender Weise zu regeln.
mit der Zentrale in steter Verbindung, auch gelingen, die immer noch vorban- auf dein Gebiete des Submissionswe- nach zu beseitigen und diese die vitalsten Handwerks berührende Frage in zufrie-
I ^ordneten der bürgerlichen Parteien, sowie fast sämt - liche deutsche Handwerks- ünd Gewerbekammern vtr- tân waren, wurde einstimmig die Errichtung einer Hauptstelle für das Verdingungswesen beschlossen. Die — âmisgaben dieser Zentralstelle mtëgen aus dem nachsteh- Mi W Wi '^ü, im Wortlaut wiedergegebenen Beschluß dieser viM oulU MW außerordentlichen Tagung entnommen werden.
leiÄ welch. Art, oué * ft
5iem&5 la9 beschließt, in Gemeinschaft mit den beteiligten wirt- ,d0tt°MKmmwu Mllidjcn Verbänden, die hierzu bereit sind, eine Haupt- la a. M, KreMsse' Me für das Verdingungswesen zu errichten. Ihre Aus-
'design durch Plakate ^ Alleiniger Fabrik I z Muller jun, ö^w
Uom neuen Balkankrieg
1. Der Deutsche Handwerks- und Gowerbekammer-
S e m l i n, 14. Juli. Die Schlacht, Tagen bei K ü st e n d i l wütet, hat mit der Vulgaren geendet.
S e m l i n, 14. Juli. Die Mion nimmt ihren Fortgang. Die rumänische
die der
der
seit einigen Niederlage
Rumänen
Donauflotte ist
ehreibgewandte Personen
irtß als Vertreter gesli-i Nur Heimarbeit Ka«deri«g, Lüb,L
Billiges Ito* n- u. Gerstenabfall gemuc is Ä»^ SÄ»
Haben sollen hauptsächlich sein:
1. Die VettretuNg und Verbreitung einheitlicher imb gesunder Grundsätze auf dem Gebiete des Verdingungswesens;
2. die Beratung und Unterstützung der einzelnen Kammern und ihrer Verdingungsämter, sowie der ausschreibenden Stellen;
3. die Anregung zur Bildung von Lieferungs - verbänden und Submissionsgemeinschaften des Handwerks für größere Bezirke.
2. Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammer- Riilog richtet an den Bundesrat und Reichstag die Bitte,
vor Earabia eingetrofsen, um den Uebergang vorzubereiten. Die Operationen deuten darauf hin, daß sich Rumänien nicht mit der einfachen Besetzung der von ihm geforderten Gebiete begnügt, sondern Sofia als Ziel seiner Operationen betrachtet. Die rumänischen Truppen befinden sich schon auf dem Vormarsch aus Plewna und auch Plewna liegt auf den Straßen nach Sofia.
M'i e n, 14. Juli. Vor und um Küstendil in Bulgarien wisset seit einigen Tagen ein Kampf, dessen Heftigkeit alles hinter sich läßt, was sich bisher in den so blutigen Kämpfen ereignet hat. Die Serben geben unumwunden zu, daß die Bulgaren mit heroischer Tapferkeit kämpfen. Jeder Fust breit Landes muß mit Strömen Blutes erkauft werden. Die Zahl der Opfer ist auf beiden Seiten ungeheuer.
K o n st a n 1 i n o p e l. Ueber die Absichten der türkischen Armee wird aus der Pforte folgendes mitgeteilt: „Die 9kmec hat Befehl erhalten, das der Türkei zustehende Gebiet zu besetzen." Darunter dürfte zwar sehr schwerlich die Linie Enos-Midia zu verstehen sein. Die Truppen werden vielmehr wahrscheinlich bis an die Ergene vorrücken, wo sie dann eine natürliche Grenze erhalten.
Konstantinopel, 13. Juli. Die türkische Armee begann in der vergangenen Nacht den Vormarsch.
Konstantinopel. Bulgarien hat die freiwillige Räumung des von ihm noch besetzt gehaltenen türkischen Gebiets eingewilligt.
Die Türken haben R o d o st o und T s ch o r - l o besetzt. Die Bulgaren zogen sich zurück.
Konstantinopel. Die Türkei wird es vermeiden, sich mit Bulgarien in irgendwelche Verstand - lungen einzulassen, bis sich dieses entschlossen habe, Adrianopel wieder an die Türken abzutreten.
K o n st a n t i n o p e l, 14. Juli. Die Dette Pub- lique hat beschlossen, dem türkischen Staatsschatz 50 Millionen Frcs. aus der italienischen Entschädigung für Tripolis vorzuschießen.
*
Kronprinz Ferdinand, der Oberkommandierende der Operationsarmee, hat Bukarest gestern abend verlassen.
Bukarest, 14. Juli. Die rumänische Regierung hat dem bulgarischen Gesandten Kalinkow seine Pässe zugestellt. Er ist bereits abgereist.
Bukarest, 15. Juli. Die Ansprüche Rumäniens sind noch heüte die gleichen wie vor Beginn der Ope-
—-^---- Nach dem Sturm.
. Erzählung von Emil Frank.
6) (Nachdruck verboten.)
Mi-r^E^ Das Essen war nicht gerade glänzend.^ ^>,^^>1-
L-n,«t-r«5^ davon: denn ihm gegenüber sav > ^W ^
pWv mPf.r hehenfete Ivie alle Tiraden seiner jcucyouin.
M , »atz l!ank und wârf nur hier und da mit witzigen .. Aitlk^â --jr ^ß konnte Warminski sich ganz
W'JSi èl»t KM/Mduwn Seme gab er sich natürlich, otnte Pose und e,'c ^ein' iBÄ^i$6rafe, er sprach mit Wärme, und seine Worte machten ' ^ÄÄ anstoßenoen -milgetanztz - ^M^ rschien°thnen"wie etwas Selbstverständliches, daß z ziotb-^l^-
cy«. prttpr ß^efe des Snales aber laß ^rau Tesier-ti j^e ^l»>tSl1mld blickte ziemlich mißmutig und trübe in die Welt. S^ l^i^Cn^**1 batte auf Elie so große Hoffnungen gesetzt, hatte sich so viel kosten lassen, und jetzt warf sich 5zsu^A.Va^ Grafen Warminski weg, der dem Ruin
X^ wie die Tesierskis. Aber sie wnr kerne
sf^stL %>, die Aufsehen erregte, nach dem Feste, zu Hauie, ^ qgcB^/â^mr noch immer Zett, dem törichten
t^finger, tick! Mechtzusetzen. Dann unterstützte ste ihr Gemahl, der ”■ d oft scb' ^rtbii»1 tot in irgend einem Zimmer saß und spâ
" Else und Warminski aber kümmerten sich nicht
°- A oft rer» üblich' krtzt m trgeno entern ^uhuill *u» ““^hJr” RA „r^l 9,ndbisher ^ucbe^ Else und Warminski aber kümmerten sich nicht ^ef ,„^tioikib,^^i, es um alles Tuscheln, alle schadenfrohen und trüben Blicke. ^ £™W » war für ewige Zett ver-
IL» • rt0 ^^ .j idßöiTTtbcrt und sie wandelten in einem Paradies).
^^^AVch. Uns es folgten noch viele glückliche Tage.^ ^rotz
^ von r^i js u. â t>a energischen Strafurebigt ^te^rau Tesier^tr am ^h^/p^c Tagt nach heNr .Dâower Fest Else hielt, vermoch^ ne ii^i rfo u^efi ti sicht jene Liebe zum Schweigen zu brmgen, die dort er- -le^Ä^^ ^en war. Die beiden Liebenden sahen sich offen und " *11*
ft h^
uciuuia;. öiu Iptua)crl ouc.uvuiuci uoii ewtger, treuer Liebe, die nur der Tod auszuföfchen vermag.
Das waren Augenblicke ungetrübten Glückes. Und jedesmal entzündete sich des einen Liebe an des anderen Glut zu lodernder Flamme.
Aber es gab auch für beide, Else und Warminski, Stunden, wo sich die Aussichtslosigkeit ihrer Liebe wie ein Alp auf ihre Seele legte. Wenn Graf Warminski die Wälder durchstreifte oder in Krzemien sich langweilte, dann trat einem drohenden Gespenst gleich die Zukunft auf. Sie hatte sich Gestalt und Gewand der grauen Sorae geliehen. Dann sprach die Zukunft: „Was willst du denn mit deiner Liebe? Ihr werdet beide betteln gehen müssen. Ja, betteln! Oder was willst du denn tun, um dich, dein Weib und die Kinder zu erhalten? Arbeiten? Narr! Du kannst ja nichts! Dein Leutnantsgehalt ist ja nicht einmal als Taschengeld ausreichend. Ihr wollt warten! Schön so! Wartet nur, wartet, bis die Jugend von euch gegangen sein wird, bis die Liebe, eure törichte unbedachte Liebe gestorben ist!"
Und Graf Warminski gab dieser boshaften Weisheit recht. Es war Torheit, Verbrechen, um des Phantoms Liebe willen Elsas Schicksal für Lebenszeit an das seine zu ketten.
Aber seine Liebe war kein Phantom, sie war etwas Großes, Wunderbares, etwas, was seine Seele in den tiefsten Tiefen erschütterte, was ihn stark, mutig helden- mütig machte.
Das entgegnete sein Herz auf die skepttschen Urteile des Verstandes.
Doch auch sein Herz vermochte den Verstand nicht zu überzeugen, der Glaube an feine Kraft und seinen Heldenmut stand ans schwachen Füßen.
Immer häufiger kamen solche bittere, niederdrückende Stunden mit ihren Anklagen, mit ihrem Hohn, mit ihren Versuchungen, die Zunge Liebe zu Falle zu bringen.
^1*”VTm^m^tyrSBU^Vf^. ULWWIi ■!■ wmp—w.—j"»—ni——MBm^
Uno auch oer Uriauu ging zu Ende.
Noch acht Tage, dann reiste der Graf wieder nach Wien. Und er wußte noch nicht, woher er das Geld für die folgenden Monate hernehmen sollte. Wenn es bekannt wurde, daß er mit einem armen Mädchen sich verloben wolle, und leugnen konnte er es ja nicht, lieh ihm kein Mensch einen Gulden, und die ganze GeschiÄe nahm schon jetzt ein schmähliches Ende.
Seine Phantasie entwarf Bttder von der Zrrtunft und als letztes Bild rollte sich etwas Häßliches, Trauriges auf: er stand da, die Pistole in der Hand And schickte sich an, eigenmächtig der Erde mit ihrern Leid zu entfliehen.
„Wäre es nicht gescheiter, schon jetzt ein Ende zu machen?" fragte sich Graf Warminski.
Aber die Lust zum Leben war noch zu groß in ihm. Nein, ^as tat er nicht, so trat er nicht von der Lebens- büHne ab. Und ihm wars, als stände jemand neben ihm, der grinste, rieb sich die Hände und sagte kichernd: „Wenn du kein Narr bist, dann entsage dieser törichten Liebe, die euch beide unglücklich macht."
Nun ging Warminski mit raschen Schritten nach Hause, setzte sich in sein Zimmer und schrieb an Else folgenden Brief:
„Geliebte!
Unsere Liebe wird unser Leid. In acht Tagen soll ich zum Regiment zurückkehren. Und dann wird das Ringen um die lumpigen paar Gulden beginnen, die nun einmal zum Leben rwtwenöig sind. Dann wird das Warten auf unserer Liebe Erfüllung beginnen. Und wir werden warten muffen, bis wir alt und untauglich zum Leben sind. Geliebte, sag mir, ob Du Mut hast zu warten. Wenn nicht, dann laß uns ein Verhältnis lösen, das wir eingingen zu unserem Glück, das aber zu einer unerschöpflichen Quelle des Unglücks für uns werden muß. Suche es zu ermöglichen, nächsten. Donnerstag um drei Uhr im Wäldchen Wogoda zu sein." (F. L