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Nr. 31

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Truck bot Wiesener ^crhiqebnidcvci, Albin Mein.

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Telep hon: 9tr. 362.

Mittwoch, Den 16. April 1913.

Telephon Nr. 862.

25. 3abrn

MWt Wtenzufammenkünfte -

*«Mk braunfebweig. ChroutolgtfragL feinen MM ®e verlautet, steht die Teilnahme des Kaisers )n 4 bU 6 Hbf11 Rußland an der Hochzeit der Prinzessin Viktoria Luise mit dem Prinzen Ernst August, Herzog t herfeben f' h1 Braunschweig und Lüneburg, in Aussicht. Auch soll aaL ne Erzherzogthronfolger Franz Ferdinand in Ugtertretung des Kaisers von Oesterreich an der Hochzeit ilnehmen.

Da bekanntlich auch der König von England i der Hochzeit teilnimmt, findet im Mai in Berlin . ne der bedeutungsvollsten Fürstenzusammenkünfte statt. Mw -Klittik. Was die braunschweigische Frage betrifft, so wird ~~mögen, um die Besteigung des Thrones von Braun - teile weig durch den Prinzen Ernst August mit Umgehung s feierlichen Verzichtes auf Hannover zu regeln. We­ißen. r der Herzog von Cumberland werde den Verzicht X ussprechen, noch sein einziger Sohn zu den Lebzeiten wrcr Vaters. Wie die Dinge stehen, wird der Kaiser 8 U^r abends.ese Zumutung nicht stellen. Eine staatsrechtliche- oholkranke«/'^ ^^ Frage der Thronbesteigung gibt es noch nach re Angehijctoen^^' Zeiten. Es kann nämlich Prinz Ernst August eine nie Linie des Hauses Braunschweig gründen oder als ^ der Tcinler- HOspRegent in Braunschweig einziehen und die Re- nttschaft führen. Es sei die Erhebung des Herzogtums i uinfcI)weig zum Großherzogtum geplant.

ein

sie mit nd weiss, jeworden.

M mA auf König Moss.

Auf König Alfons wurde am Sonntag mittag um Uhr ein Revolver-Attentat verübt, das glücklicher - tije keine schweren Folgen hatte. Der König hatte sich üh auf den Madrider Truppenübungsplatz zur Ver- bigung der jungen Rekruten begeben. Die Feierlichkeit ar ohne jeden Zwischenfall von statten gegangen und i König kehrte, von einer zahlreichen Menschenmenge gleitet, wieder zur Stadt zurück. In der Alcalastraße len aus der spalierbildcnden Menschenmenge plötzlich

zwei Schüsse, die auf den König abgegeben worden waren, jedoch ihr Ziel verfehlten. Der König blieb ; unverletzt. Eine Kugel traf das Pferd des Königs. Ein Polizist stürzte sich sofort auf den Attentäter und schlug ihn mit einem Stock zusBoden. Der Attentäter ist der Zimmermann Manuel Sanchez Allecre. Er ist 25 Jahre alt und stammt aus Barcelona. König Alfons hatte während des ganzen Vorfalles vollkommene Ruhe be­wahrt. König Alfons gab von dem Attentat folgende Darstellung:Ich sah einen Mann auf mich zustürzen, einen Zügel meines Pferdes fassen und einen Schutz ab- feuern. Ein zweiter Schutz verwundete den Hals mei­nes Pferdes, das sich aiifbäumte und den Angreifer umwarf. Im Augenblick, als dieser mit den Polizisten

rang und einen dritten Schutz abgeben wollte, die Generale meines Gefolges herbei. Ich rief: ist nachts geschehen. Vorwärts!" und §ab den zum Weiiermarsch."

eilten Mir Befehl

Uom BahanKrieg.

Wien. Der hier weilende Chef der provisori­schen albanischen Regierung, Ismail Kemal Bey, hat längere Unterredungen mit dem Grafen Berchtold gehabt, außerdem auch mit mehreren! fremden Bot - schaftern. Ismail Kemal Bey begibt sich mit den an­deren albanischen Delegierten nach London.

Die serbische Regierung hat dem General Vojano- witsch vor Skutari den Befehl erteilt, jede weitere Teilnahme an den militärischen Operationen vor Sku­tari e i n z u st e l l e n, aber nur solange, als er selbst nicht angegriffen wird.

L e 1 i n j e. Der Abmarsch der Serben von Sku­tari hat auf Lie Stimmung in Montenegro eine tiefe deprimierende Wirkung gehabt.

Der Abzug der montenegrinischen Trup­pen von Skutari wird hier erwartet. Die Stadt dürste, wenn es wittlich zum Abzug der Montenegriner kommt, an eine Vertretung der europäischen Machte übergeben werden.

HHeKVTwaaeiQB^B^ TäÄHffiBWoauanem^^ wsawv«

Die türkische Regierung hat dem Kommandanten von Skutari durch den teutschen Gesandten in Ce- tinje mitteilen lassen^, datz er jede Feindseligkeit gegen die noch vor Skutari lagernden serbischen Truppen un­terlassen soll, da Serbien sich den Mächten gegenüber verpflichtet hat, seine Truppen von Skutari zurückzu­ziehen.

Die Blockade wird bis Durazzo ausgedehnt, um die Nahrungszufuhr nach Montenegro abzuschnei- den. Montenegro ist entschlossen, die Belagerung Sku­taris fortzusetzen; es will nur der Gewalt weichen und

die Aus H u ngerung Skutaris versuchen.

Bulgarien geht immer rücksichtsloser in dem von Serbien eroberten Gebiete Mazedoniens vor. Es verteilt Schriften, wâafch Serbien dort nur vorläufig Lie Herrschaft ausübt. Serbien ist aber durchaus nicht gewill,, das, was es erobert hat, an Bulgarien abzu- treten. Serbien verstärkt jetzt alle seine Garnisonen in

Mazedonien, um allen 9)1 ö gliederten zu begegnen.

* Die türkische Militärverwaltung kaufte das der vertrauten Luftfahrtbetriebs'gesellschaft in Berlin gehö­rige, von der Parsevalgesellschaft zurückgekaufte Luft - schiffP. 9.. Die Abnabmefahrten finden in dieser Woche statt. Das Luftschiff wird von dem Regierungs­baumeister Hattstedter nach Ler Türkei gebracht werden. Als Zeitpunkt für die Ueberführung sind die ersten Ta­ge des Monats Mai vorgesehen.

Baldiger Friede in Aussicht.

Konstantinopel, V5. April. Zwischen den Kriegführenden ist ein zehntägiger Waffenstillstand von gestern mittag ab geschlossen worden.

Dank der Vorstellungen der Botschafter der Mächte hat die Türk ei ihren Delegierten Lie Weisung erteilt, die F-riedens-Präliminarien mit Bulgarien sofort zu unterzeichnen. ________

Polnische Rundschau Deutschland.

* Die K cr iserre 1 s e n. Der Kaiser wird in ; diesem Jahre das Königs-Nlanenregiment in Han-

sh-Soda.

7 Fabriken . Ueloer 6000 Beschäftigte

Die Nachbarn vom Heideland.

I Roman von Ludwig Blümcke.

niniWnH 13) (Nachdruck verboten.)

* Heute als" es war gerade Sonntag hatten sie

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ch alle auf dem Eichbos uerfqmmeli, Lorenzen, Her­oine und andere gute Freunde und Nachbarn. Da das tnwctter zunahm, entschloss sich Ewald, den man in rtzter Zeit niemals mehr recht heiter gesehen, den Freund mit dem Fuhrwerk von der Bahnstation abzu- olen. Er spannte ein Pferd vor den Kutschwagen, wie e das bescheidene, neue Wägelchen nannten, das für - xtrafahrten nach der Stadt oder sonstwobin diente, nd fuhr unter dem Schutze eines riesengroßen Fami- èenschirmeS in Sturm und Regen hinaus.

Als Ewald in die Nähe des Bahnhofs kam, rief ihm

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, ine wohlbekmrute Stimme zu ihn aus seinen Trau- nen aufschreckend:

___^--Ewald, Mensch, schläfst Tu? Du wolltest mich av-

lolen und kommst natürlich, wie es noch nie anders bei dir war, einen Posttag zu spät! Nur gut, daß ich das rgste Weiler an Wartesaal abwartete, sonst hättest Du ttch aur halbem Wege getroffen. Der Zug ist ja längst oeiter."

Das tut mir leid! Setze Tich hier zu mir unter öen Schirm. Guten Tag, alter Junge Gott sei Tank, vatz wir Dich wieder haben! Mir wurde es auch schon rein zu bim:/'

Was macht denn motu Vater?"

-Es wird alles wieder werden, hoffe ich."

eA also gut stehts nicht? Er schrieb gar nicht an mich,

\ n? aus Herulinerrs Briesen wurde ich nicht recht klug.

IDL» 1 Viebe^briCTc pflegen ja nicht viel von Bedeutung zu ent- I 'hylten. Erzähle setzt ganz genau, wie aues ist."

Aber Ervald war kein Mann von Worten. Er kam

hinein Bericht nicht weit bei des anderen Ung:duld !

und seiner langsmen Sprechweise. Hans mußte fast altes aus ihm herausfragen.

Habt Ihr zum Ersten die Zinsen zusammenge­habt?"

Ach, frag' nicht danach! Latz ums wenigstens nicht gleich heute davon reden. Die HypotH^ von viertausend Talern, mit welcher unser Hof belass ist. gehört nicht io- ist im Müller Thord verkauft worden. Verstehst Tu?"

Vor dem Menschen habe ich eine herllose Vingst Ich iLüiK ihm nicht, denn ch) glaube, ihn durchschaut zu haben. Er ist ein Halsabschneider"

So erregt hatte Haus seinen alten Freund .'amu nicht sprechen hören. Es schien öiöunm Leben in ihn gekommen zu sein, denn mit gehobener Stimme fuhr er hastig fort:Ter Mann beabsichtigt, alle diese arm­seligen Herdehöfe zu erwerben, um sie dann dem däni­schen Staat, oder doch einem waschechten Angehörigen desselben zu verkaufen als ein großes Rittergut, das ein Bollwerk gegen das Deutschtum werden soll. Er wird ein Heidengeld dabei verdienen, und in ganz Aren- drup gibt es hernach nur dänisch gesinnte Leute."--

Unsinn, Ewald, das denkst Du Dir so! Glaube ich nicht! Der Müller Riis war doch ein echter Däne. Warum hat er denn den von Haus und Hof gebracht?"

Bab. einmal, weil er mit der Mühle ein ganz be- fonders gutes Geschäft zu machen hoffte und dann, um uns andern Sand in die Augen zu streuen! Er tut ja überhaupt so, als wenn er, trotzdem er geborener Ko­penhagener, mit Leib und Seele deutsch gesinnt wäre."

Und wie wurde es zum Ersten mit den Zinsen?"

Wir hatten sie nicht, und der edle Herr Thorö übt Geduld. Aber mir graut vor seiner Geduld! Wir sind ganz in seiner Hand. Nach dem Dokument, das Vater unterschreiben mußte, um Die Swndua^ der Zirren zu erreichen, der Gan ne. schm, t . T WW> An­

ziehen. Nur wegen leben und sterben, Lediglich für di! Form sollte das fein mit dem Unterschreiben. Wäre ick zu Hause gewesen, ich hätte wenigstens den Wisch ent­ziffern können. Vater konnte nichts davon lesen, unt was Thorö ihm da auf hochdänisch vorlas, das hat er nur halb verstanden. Aber der Kerl setzte ihm ja die Pistole aus die Brust. Er musste eben unterschreiben. Und nun ist es geschehen."

Mit einem tiefem Seufzer begleitete er diesen letzten Satz.

Hans wußt nichts zu erwidern. Schweigend saßen sie La. und ernste Gedanken erfüllten sie.

Nun fair, man ar einem neuen, massiven Haus . , .ahuen- ücm u rap c urb vor deut auf einem grossen, freien Pla.- ein paar Turngeräte standen. Die Schule von Arenörup war es.

Ewald der zusamn engekauert dasaß, richtete sich plötzlich < auf wischte sich die Regen mopsen von seinem hellblonden Schnurrbar: und schlug den hochgezogenen Mau:c:l. rge» herunter. Hans nutzte nickn recht, wozu

. vor de n alten Holm, ihrem ehemaligen VeCic: . Ewald noch heute seinen LieblingsschMer mmu;. da halte er schon, ehe er noch den Mund auftat, die Antwort auf diese Frage. Inge Holms des Lehrers schmuckes Töchterlein, flößte sie hinter dui blü­henden Geranien am Fenster, erwiderte seinen Gruß leKaüTr, als er nm g schien und wurde dabei rot wie

' . zwei Jahren nicht ge­sehen, da sie während seines Urnu bs verreist gewesen. Damals war sie ein unsch unbarer Backfisch. Aber jetzt, daS mußte er gestehen, konnte man sie, ohne zu schmei­cheln ein schmuckes Mädel n: u mit ihrer hohen, schlanken, biegsamen Gestalt, dem feine?:, etwas zarten Gesicht, den großen Bnur.nn^u, l m gescheitelten (Uck e n. ndeu HqSLL . - ,.. .nck^ ^ne Wißt)