Einzelbild herunterladen
 

11

staltele die Studentenschaft einen Kommers. In den letz­ten 6 Ja' ren allein hat er 779 Kandidaten geprüft

n Gießen. Zur Abwehr der Maul- u. Klauen­seuche dürfen nach einer Verfügung des Kreis- amts nur dann Tiere auf den hiesigen Markl gebracht werden, wenn sie aus unversuchten Gebieten Preußens stammen, höchstens vier Tage vor dem Markt in Gie­ßen eingetroffen sind und wenn ihre Besitzer das Ur­sprungszeugnis vorlegen können, das nicht älter als 8 Tage sein darf.

0 Butzbach, 9. Dez. Die Butzbach-Licher Eisen­bahn hatte im letzten Geschäftsjahr einen Verlust von 7617 Mark.

* Friedberg i. Hessen, w. Dez. Heute früh etwa 2 Uhr erhielt die hiesige Bahuhossrestauration E i n - brecherbesuch. An Geld fielen den Dieben etwa 20 bis 30 Mark in die Hände. Sonst aber nahmen sie Eßwaren, Zigarren usw. mit und entfernten sich so still, daß niemand etwas merkte. Die einzelnen Türen waren augenscheinlich mit Nachschlüsseln oder Dietrichen geöffnet. Von den Einbrechern fehlt jede Spur.

0 Bad Salzhausen. Mit Genehmigung des Hess. Ministeriums des Innern soll unser aufblühender Badeort mit Wirkung vom 1. Januar 1914 seine eigene Bürgermeisterei erhalten. Seither war Bad Salzhausen mit der Gemeinde Kohden vereinigt.

0 Heldenbergen. Hier kann die Maul- und Klauenseuche als erloschen gelten, die Schutzmaßregeln wurden bereits wieder aufgehoben. Dagegen ist in Niederwöllstadt unter den Kühen des Land - wirts K. F. K 0 st die Seuche ausgebrochen. Die kran­ken und verdächtigen Tiere, die auch aus Berlin ein- geführt waren, wurden sofort abgeschlachtet.

* Alsfeld. Der Treppenbau des Alsfelder Hoch­zeitshauses, in dem sich das Museum des Alsfelder Ge- schichts- und Altertumsvereins befindet, ist jetzt mit den Wappen von 14 alten Alsfelder Familien aus­geschmückt worden. Die Wappen sind mit Ölfarben auf Leinwand aufgemalt. Die Ausschtnückuttg hat ein junger Alsfelder Künstler, K. Scheer, in hübscher Weise besorgt. Das Museum ist durch diese Ausgestaltung um einen weiteren Schmuck bereichert morden. Er bildet ein Zeichen edlen Fmnilienstolzes und echten Bürgersinnes.

1 Darmstadt, l0. Dez. Die hessische Zweite Kam- mer setzte heute die Generaldebatte über die Besold­ung svsrlagen fort. Die Verhandlungen wurden auf Vorschlag des Seniorenkonvents abgebrochen, um sämt­lichen Fraktionen Gelegenheit zur Beschlußfassung über die Frage zu geben, ob sie geschlossen für eine en bloc= Annahme der ganzen Gesetze nach der Fassung, die ihnen der Finanzausschuß gegeben hat, stimmen werden. Nur, wenn eine derartige m bloo-Annahme möglich ist, und wenn zugleich die 'Legierung, die bis jetzt noch auf ihrer ursprünglichen Vorlage beharrt, sich mit den Umänder­ungen des Finanzausschusses einverstanden erklärt, wird das ganze Gesetzgebungswerk noch vor Weihnachten er­ledigt werden können.

s D a r m st a d t, 11. Dez. Die Hess. Zweite Kannner setzte heute vormittag die Beratung der B e - a m 1 e n - B e I 0 l d wn g fort. Wie wir hören, sind die gestrigen Besprechungen der Parteien auf en bloc- Annahme ergebnislos verlaufen.

s D a r m ft a b t, 12. Dez. Der Finanzausschuß der Zweiten Stammer hatte sich in seiner heutigen Sitz­ung, an der auch die Regierung teilnahm, mit weit über 60 Anträgen zur Besoldungsvorlagezu befassen. Alle diese Anträge werden aber an der Ge - statt des Gesetzes kaum etwas ändern können. Die Be­denken, die in der Plenarsitzung hinsichtlich des Gesetzes über die Kosten der höheren Schulen von einzelnen Red­nern geäußert worden sind, werden nicht dazu führen, die Vorlage zu Fall zu bringen, da die Reaienmg rm- 1er allen Umständen daran sesthattcn will, daß bas Ge­setz über die Kosten der höheren Schulen zu Stande Iommi. Um die notwendige Deckung zu erlangen, wer­den die einzelnen Abgeordiuten ihren Widerstand wohl aufgeben, da sie nicht die Verantwortung für das Schei­tern der ^camtenbefolbungsuprlage übernehmen kön­nen und wollen.

0 Wald sDl i d) e I b a du Für die am 18. De­zember im hiesiHeu Wahlkreis stattfindende Lan(d- 1 a g s e r s a tz w a hü finb vier Kandidaten aufgestellt, Reichstagsabft. Hase n zahl von dm Sozialdemo - traten, Bauernbündler-Sekretär H 0 f m a n n vom Zen­trum, Rechtsanwalt C a r m c r von der Fortschrittlichen Volkspartei und Qberamtsrichtcr W ü nzer von den Natioualtiberale,r. die bischer ben Wahlkreis in der 2. Hess. Kammer vertraten. Wle Parteien entfalten eine außerordentlich rege Tätigkeit, besonders sucht die Na- tiopglliberale 'Partei ihren Besitzstand mit aller Kraft zu verteidigen. Dr. Ofamt, Dr. Linse, Dr. Keller-Qppen- heim, Finanzrat Bangel Darnrstadt, Lehrer Gennanu, halten in allen Orten des Bezirks zugunsten des na» tionallibcralen Kandidaten Versammlungen.

* Hanau. Die Ortsgruppe Hanau des Jungdeutsch. land'Bundes hat im alten Gymnastumsgebäude ein eige­nes Heim eingerichtet, das auch mit einer Bücherei und zahlreichen Spielen aller Art ausgeftattet ist. Auch zur Herstellung eines Spielplatzes und Anlegung eines Schul­gartens find der Ortsgruppe die Mittel gespendet worden.

DaI O Amu MBH wirkt Dr. Baohokera Kamillenbalsam P*I ^»UiUUjiU ..Kamllloi“ absolut scbmerx- u. krampf- stillend, beruhigend u. d. monatl. Störung d. Berufstätigkeit vollslAnd. behebend. UnentbehrL f. d. Reise. Preis p. Flasche M. 1.50. Erhältl. i. Apotheken. VcrsaiiAt. Dr. Bxhnbolzer.schen Hernla-Präpante, München 31.

):( Hanau. Auf dem Vertretertage der natio­nalliberalen Organisation im Reichstagswahlkreis Ha- nauühelnKansen-Bockenheim wurde der Plan, mit eini­gen benachbarten Wahlkreisen einen nationalliberalen Landesverband zu gründen, lebhaft begrüßt.

* Mainz. Trotz energischen Widerspruchs von na« tionalliberaler Seite beschloß der Ausschuß der vereinigten I bürgerlichen Parteien mit Stimmenmehrheit, die am 4. Dezember stattgehabte Stadlverordnetenwahl anzufech­te n, und zwar wegen grober Verstöße gegen die Wahlordnung und fälschlicher Abgabe von Stimmen an verschiedenen Wahltischen durch dazu nicht befugte Per­sonen. Die alte Kandidatenliste wird von Grund auf geändert und alle Kandidaten, die bei der ersten Wahl in größerem Maße gestrichen wurden, werden wegbleiben und dafür neue Männer ausgestellt. Den Handwerkern und der christlich-nationalen Arbeiterschaft wird je ein Kandidat bewilligt.

):( Braunfels. Beim Aufspringen aus einen schon in der Fahrt befindlichen Zug stürzte der Versich- erungsinfpektor Kals. Hierbei wurde ihm ein Bein abgefahren. Der Unglückliche kam in die Universitäts­klinik nach Gießen.

! Wiesbaden. Dr. med. Adolf H orn mel aus Zürich, der bekannte Erfinder und Fabrikant des Hämalogens, ist hier im Alter von 67 Jahren gestor­ben. Die Leiche wird zur Verbrennung nach Mainz übergeführt.

):( Kassel, 8. Dez. Schon seit mehreren Tagen sind Gerüchte hier im Umlauf, denen zufolge das I n- sanierte- Regiment Nr. 99, das bisher in Za- bern garnisoniert war und wegen der bekannten Vor­fälle vorläufig aus Truppenübungsplätze verlegt wor­den ist, Kassel zur ständigen Garnison er­halten werde. Auch der Straßburger Korrespondent des „B. T." meldete gestern seinem Blatte, in Straßburger Offizierskreisen verlaute daß das Infanterie-Regiment Nr. 99 nicht mehr nach Zabern zurückkehre, vielmehr nach Kassel in Garnison kommen werde. Nach Zabern soll daln^ ein Stralßbu'rger Regiment kommen. Diese Aenderungen sollen aber erst nach Abschluß der Unter­suchung und Erledigung der ganzen Affäre eintreten. Eine Bestätigung dieser Gerüchte liegt von zuständiger Seite nicht vor. Jedoch hat diese Kombination immer­hin etwas Wahrscheinlichkeit für sich, als Kassel zurzeit bekanntlich das 1. oberelsässische Infanterie-Regiment Nr. 167 beherbergt, das möglicherweise zur Verlegung in den Elsaß bestimmt sein würde.

Bus aller Welt.

* Wie die „Süddeutsche Zeitung" in Stuttgart er­fährt, wird die Heeresverwaltung in absehbarer Zeit den Bau ihrer halb starren Luftkreuzer aufgeben, obwohl sie mit berechtigtem Stolze darauf hinweisen kann, daß der „M. 4" das zurzeit schnellste deutsche Luftschiff ist, schneller noch, als die neuesten Zeppeline. Die Heeres­verwaltung wird dem „M. 4" keinen Neubau gleicher Art folgen lassen, sondern im wesentlichen nur noch große starre Lustkreuzer einstellen. Man kann also mit vollem Rechte von einem Siege der Idee Zeppelins sprechen.

;:: Sämtliche medizinischen Fakultäten der deutschen Universitäten haben sich in einer Eingabe an den Reichs­kanzler gewandt, irm einer allgemeinen Einigung zwi­schen der Aerzle-Organisation unb den Krankenkassen im Reiche die Wege zu ebnen.

: Berlin, 12. Dez. Von heute an werden die Studierenden der Zahnheilkrmde an den Univerfiläts - Zahntlimkenl in Sedin, Breslau, Halle, Greifswald. Heidelberg und Freiburg i. B. in den Streik eintreten, und zwar bis zum 15. Januar 1914, wenn bis dahin die Regierung keine befriedigende Antwort auf die For­derung betr. Einführung des zahnärztlichen Dottortitels gegeben hat.

* Berlin, 12. Dez. Die seit längerer Zeit betrie­benen Bohrungen in der Umgebung des Scharmützelsees haben zu der überraschenden Feststellung geführt, daß sich dort nicht weniger als rund 30 000 Morgen Kohlen­felder befinden. Die Untersuchungen und Bohrungen, die Herr henckeU von Donnersmarck vornehmen ließ, sind noch nicht abheschloffen. (Es steht aber schon heute fest, daß viele Millionen Hektoliter Braunkohlen in jener Gegend lagern, die teils im Tage-, teils im Tiefbau ge­wonnen werden können. In Anbettacht des enormen Kohlenbedarses der Stadt Berlin sind die Kohlenfunde von besonderer Wichtigkeit.

::: Dresden, 10. Dez. Bei den Dresdener Orts« krattkenkafsenwahlen wurden von den Arbeitgebern 28 Vertreter der Ordnung-Parteien und zwei Vertreter der Freien Vereinigung der Arbeitgeber, von den Arbeit­nehmern 55 Vertreter der freien Gewerkschaften imb 5 national? Vertreter gewählt.

::: B r ü r, 10. Dez. Oberkandesgerichtsrat Senals- präsident Karl Fischer vom Brüier Kretsgericht. ein bcbcuUnber und vielfach ausgezeichneter deutscher Jurist, schnitt sich aus unbegründeter Furcht, Irebstranf zu sein^ die Kehle durch. Der Unglückliche war sofort tot.

•

• Das englische Unterseeboot E 14 von der De- vonport'Flottille ist auf der Fahrt von Torquay nach Plymouth, 20 Mellen von Plymonib, infolge eines sammenstohe- gesunken.

R 0 m, 12. Dez. Der italienische Unterrichlsmini, ster gab in der Kammer bekannt, daß Livnardo da Vincis berühmtes Gemälde die .Gioconda- (Mona Lisa- in Florenz wiedergesundcn ist. Man hat das Bild beschlagnahmt; es wird zunächst nach Rom gebracht. Der Italiener, der die Mona Lisa wendete, ist bereits verhaftet. Bei seiner ersten Kernelk minig erklärte er, den Diebstahl begangen zu haben und Italien für die zahlreichen Kunstdiebstähle zu rächen I die Nap 0 le 0 n seinerzeit in Italien begangen habt I Das Gemälde ist beschlagnahmt worden und besinnt augenblicklick auf bem Polizeipräsidium in Florenz wird zunächst nach Rom transportiert werden. Dir j Nachricht ist sofort dem französischen Botschafter in HJ mitgeteilt worden, der jie nach Paris telephoniert hat. 1 — Welchen Wert schon die Zeitgenoffen diesem Bilde | beimaßen, geht daraus hewor, daß Franz l.v. Frank I reich wenige Jahre nach dem Entstehen bie Kunstfch^j | unc mit 40 000 Francs erwarb, ein ganz unerhörte I Preis für bie damalige Zeit. Und heute schützt man ben I Wen des Biides auf 4 Millionen Mark.

der g ausgl

E

I st aöT®

I auf Wiese u ; Tungung J«

Der Kaiser und die Torner.

Beim Frühstück, das gelegentlich der Einweibu^ des Völkerschlachtdenkmals im Neuen Rathause zu Lei^ zig stattsand, hat der Kaiser den allbekannten Senin der deutschen Turnerschaft, Herrn Geh. SanitâtsratTr F e r d. Goetz, in die Unterhaltung gezogen. Der ttm. ser lenkte das Gespräch auf die Eilbotenläufer, die ihm und dem König von Sachsen Kundgebungen aus allen Teilen des Reiches jur Denkmalsweihe überbracht hs- den. Geheimrat Dr. Goetz erklärte dem Kaiser den L^! der einzelnen Sendlinge und die Strecken, bie ju bin* eilen waren. Zur besseren Aufklärung bediente er 14 einer die Eilbolenläuse genau verzeichnenden Karte, dn weiteren erstreckte sich die Unterhaltung auch auf bad Turnen inbezug auf die Dienste, die es den in bei Heer cintrctcnben Rekruten leistet. Der erste Vertreter br deutschen Turnerschaft hatte dabei Gelegenheit, mit hm Kaiser ausführlich darüber zu sprechen, wie der bimfd sachgemäßes Turnen vorgebildete Rekrut Disziplin, grchi und Ausdauer erprobt und gelernt habe, und wie grou die Zahl derartig durch das Turnen Dorgebilbder jiml ger Leute sei, die alljährlich einberufen werden, um kni Waffenrock mit der Tarnkleidung zu vertauschen. Tei Kaiser stimmte den Darlegungen des greisen Turneckübl rers allenthalben mit Wohlwollen zu und pries fdb^i| die Vorzüge körperlicher Uebungen, insonderheit bei da Jugend.

Keranlmortlidr Albin Rkin, piksten.

Durchgreifende Muren bei

hk'.init gilt auch füi r der-a Abköm '-bet Erbbtrecbüi l'B^fimlieDges.

Der St

Berlin NO.

* "' UW oder D ^J ' - Abnahme Liliengesebi berechtig

ßal$=u.£ung(nkide^?E ist der Titel eines in unserem Verlage erschienene* Bäöl / I

ist der Titel eines in unserem Verlage erschienene« Büè leins, in welchem eine neue kombinierte Milch- ui Psvanzenkur beschrieben wird. Dieses Büchlein wrl gratis an jeden Kranken versandt, der es verlangt, j der Hals- und Vungenfranfe sollte es sofort verlangt selbst wenn sein Leiden harmloser Art zu sein sche Denn jede schwere Erkrankung der Lunge, vor ak die mörderische Lungenschwindsucht, beginnt „bißchen Husten" mit dem „kleinen Katarrh" suchtet ost in wenigen Wochen ein blühendes leben.

^ Fälle/ . .. vor d^p

Bill Li

und

^cnj^

Das Mittel selbst besteht ans giftfreien.

Das Mittel selbst besteht aus giftfreien, non «1*1 her berühmten und auch von bem verstorbenen Pf^a Kneipp empfohlenen Heilpflanzen. Die gute Wirkst liegt in der geschickten Zitsammenstelluvg, bie domui» ' rechnet ist, das Uebel von mehreren Seiten zuyleH packen.

Es wird auch bei größter Körperjchwäche -ick tragen und ist so billig, daß auch der Minderbnmt seine segenbringende Wirkung sich zu Nutze« ma^ kann. Kein Ayzt bürste gegen seine Anwendung d* einzuwenden haben, wenn man ihn darum frägt, es sich nicht etwa um eines der teinen »nd dabei 1 schädlichen Geheimmittel, sondern um eine wissens^ lief) einwandfreie Sache handelt.

Damit jeder, der es benutzen will, es erst versrM kann, ehe er Geld dafür ausgibt, send« wir

eine Probe völlig kosienlo

zugleich mit dem Büchlein. Nur 20 Pfg. für Poc^ sind in diesem Falle in Briefmarken beiz^ügen. * tellosen Kranken senden wir das ganze, za ihrer l derherftellung nötige Quantum kostenlos and wenn sie uns eine Bescheinigrmg ihres Pfarrers d der Orts-Polizeibehörde über ihre Mittellosigkeit ’ ihre Krankheit einsenden.

Deutsche 6e$ellfchaft für PfUizeihentodt

Herlin Hale«sre 3

II \; Dmteyaai !M. als eine . ^iqes Wa j trii Besa«!

Srb

Atullstwmn ^be von P

I schwele ^rbe^cholten, - gtitfitntn Preise '.:^r-rminibUN8 r^en von ie 1 j :^4i<r Gibt

< Ter stritt ist H

i ^notiaf erbeb

i üa pafirUung, i

I ülich durch ; ter deutsche

Esben

^ca

%